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Zweikreisstegstempel (10) OSTRITZ (OBERLAUSITZ), Kennbuchstabe „c“ gesucht

Richard Am: 19.05.2026 15:46:59 Gelesen: 374 # 1
Zweikreisstegstempel (10) OSTRITZ (OBERLAUSITZ), Kennbuchstabe „c“ gesucht von Thomas Dräger Auf einem Flohmarkt habe ich eine Sammlung DDR frühe Jahre erworben. Die Sammlung enthielt unter anderem die Karl-Marx-Blöcke von 1953. Die Blöcke 8 A und 9 A wurden am 10.12.1953 ausgegeben und tragen das Stempeldatum vom 21.12.1953, 12:00 Uhr. Die Blöcke 8 B und 9 B wurden am 24.10.1953 ausgegeben und tragen das Stempeldatum vom 28.10.1953, 10:00 Uhr. Die Stempelabschläge sind sauber und auch die Stempelfarbe ist aus meiner Sicht zeitgemäß. Alle Blöcke wurden mit dem Zweikreisstegstempel (10) OSTRITZ (OBERLAUSITZ), Kennbuchstabe „c“ abgestempelt (Abb.: 1). Nach Rückfrage beim Prüfer Dr. Ruscher erhielt ich die Information, dass bislang keine Stempelabschläge auf postalisch verwendeten Belegen vorgelegen haben. Da sich Ostritz im ehemaligen Bundesland Ostsachsen befindet, habe ich auch bei Dr. Jasch nachgefragt. Es sind aus der Zeit der SBZ keine Stempelabschläge bekannt. Eine Nachfrage bei Dr. Sasama (AG Sächsische Schwärzungen in der ARGE SBZ) verlief ebenfalls ergebnislos. Dr. Jasch hat mir aber eine Kopie der Inventurkartei der Stempel des ZwPA Ostritz (Oberl) zur Verfügung gestellt (Abb.: 2). Der gesuchte Stempel wurde auf der Inventurkarte mit dem Datum vom 19.05.1949, 12:00 Uhr abgeschlagen und muss vorhanden gewesen sein. Der Ausbruch der unteren Brücke unter dem Monat ist auf beiden Stempelabschlägen deutlich zu sehen. Sollte dieser Stempel wirklich über Jahre im Schubfach des Postamtes verschwunden sein? Hat ein damaliger Postbeamter den Stempel nur zu „besonderen“ Anlässen oder für „besondere“ Kunden verwendet, ist er verloren gegangen oder wurde unter Umständen entwendet? Wer kann die Verwendung des Stempels (10) OSTRITZ (OBERLAUSITZ), Kennbuchstabe „c“ auf einem Beleg oder im Zusammenhang mit einer anderen postalischen Verwendung aus der Zeit von 1949 bis in die 50er Jahre nachweisen? Ich würde mich über entsprechende Rückinformationen freuen. Sie erreichen mich unter Draeger-philatelie@gmx.de oder telefonisch unter 03346-88735 Thomas Dräger Abb. 1: Block 9 B mit der Abstempelung (10) OSTRITZ (OBERLAUSITZ), Kennbuchstabe „c“ Abb. 2: Inventurabschläge der Stempel des ZwPA Ostritz (Oberl) Abb. 3: bisher letzter Nachweis über die ARGE Bezirkshandstempel
DERMZ Am: 19.05.2026 22:11:52 Gelesen: 309 # 2
@ Richard [#1]

Guten Abend,

weder in der Stampeldatenbank philastempel.de noch in der Datenbank von stampsx.de liegen Abschläge von Ostritz mit dem UB "c" vor.

Mit Grüßen Olaf
Lars Boettger Am: 20.05.2026 13:03:55 Gelesen: 243 # 3
@ Richard [#1]

Hat ein damaliger Postbeamter den Stempel nur zu „besonderen“ Anlässen oder für „besondere“ Kunden verwendet, ist er verloren gegangen oder wurde unter Umständen entwendet?

Hallo Richard,

es ist nicht unüblich, dass es in einem Postamt Reservestempel gibt. Wir wissen, dass es sie gab. Wir wissen, wie sie aussahen. Aber wenn man Pech hat, kamen sie nie zum Einsatz.

Von "entwendet" würde ich nicht ausgehen, aber wenn ein BPP-Prüfer keinen weiteren (unverdächtigen) Abschlag kennt, dann sind solche Entwertungen nicht prüfbar.

Beste Grüße!

Lars