Im Rahmen meiner Sammlung zum Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik, zeige ich, dass während des I. Weltkriegs nur im Sundgau (Oberelsass), Teilen von Lothringen und in Ostpreussen Kampfhandlungen auf dem Gebiet des Deutschen Reichs stattfanden. Somit kam die deutsche Bevölkerung mit Kampfhandlungen im Wesentlichen nicht in Kontakt.
Ich möchte einige Belege und die wenige Literatur vorstellen, die ich habe. Es wäre schön, wenn sich Interessierte an diesem Thema beteiligen würden, Tipps zur Literatur geben könnten, Belege zeigen und diskutieren.
Mein Aufänger war die Seite 545 im
Stempelhandbuch der Deutschen Feldpost im Ersten Weltkrieg von Horst Borlinghaus.

Die Beschreibung in meinem Exponat:
Im Osten griff Russland auf Drängen der Alliierten das Deutsche Reich in Ostpreussen an. Nach dem Angriff russischer Truppen am 19./20.8.1914 wurden zwei Dritteln Ostpreußens kurzzeitig besetzt. Mit der Schlacht bei Tannenberg (6.–14. 9. 1914) wurde die Besetzung beendet. Ostpreußen war neben dem Oberelsass und Lothringen die einzigen Gebiete des Deutschen Kaiserreichs, die von direkten Kampfhandlungen betroffen waren.
Tilsit war vom 25.8. – 12.9.1914 von der russischen Armee besetzt. Nach der «Schlacht von Tannenberg» zog sich das russische Militär aus Tilsit zurück. Die regulären Poststempel waren in Sicherheit gebracht worden und so standen nach der Rückeroberung bis Ende September 1914 nur Formularstempel als Notstempel zur Verfügung.
Den Stempel Tilsit kann ich vom 15.9. und 17.9.1914 zeigen


Post aus dem Reich nach Ostpreussen war nicht zustellbar, das kann ich mit einem Brief der Reichsbankstelle Cöln nach Insterburg vom 18.8.1914 zeigen: