Briefmarken Atteste

Thema:

Deutsches Reich Infla Portobestimmung von Belegen

Nordensammler Am: 13.03.2026 22:52:37 Gelesen: 244 # 1
Deutsches Reich Dienstmarken-Beleg 1923: Portobestimmung Ich habe einen wunderbaren, mit insgesamt 47 (!) Dienstmarken frankierten Brief mit 32 (!) Stempelabschlägen "SCHROZBERG (Württ)" mit Datum 29.05.1923. Die Gesamtfrankatur beträgt exakt 100 Mark. Der Brief wurde ins rund 25 Kilometer entfernte Bad Mergentheim geschickt. Da weder das Deutsche Reich noch Dienstmarken zu meinen Sammelgebieten gehören, habe ich folgende Fragen: 1) Handelt es sich um einen Brief noch im Ortsverkehr oder im Fernverkehr? 2) Welcher Portostufe entsprechen die 100 Mark? Laut der Postgebühren-Tabelle im Michel Spezial waren zu dieser Zeit 100 Mark zu entrichten für einen Brief im Ortsverkehr (100-250g), eine Drucksache 100-250g oder einen Brief im Fernverkehr (bis 20g). 4) Galten für Dienstbriefe die gleichen Portosätze wie für "normale" Briefe und Drucksachen? 5) Wie ist dieser Beleg wertseitig einzuschätzen? Der aufsummierte Michel-Wert beträgt 158 Euro, was mich in diesem Fall aber nicht wirklich weiterbringt. Insgesamt ist der Brief gut erhalten und macht optisch einen schönen Eindruck, mit der Einschränkung einiger leichter Stockflecken, 2 defekter 40 Pfennig-Marken sowie mehrerer Knicke.
inflamicha Am: 13.03.2026 23:14:51 Gelesen: 241 # 2
@ Nordensammler [#1] Hallo, zu Deinen Fragen: Es handelt sich um einen Fernbrief bis 20 g = 100 Mark, Dienst- und Normalbriefe unterlagen den gleichen Portosätzen. Massenfrankaturen aus der Inflationszeit sind insbesondere bei Dienstbriefen häufig, ein Blick in die Datenbank bei http://www.inflaseiten.de (gleich hier links anzuklicken) oder in die Rubrik Inflationsbelege wird Dir das verdeutlichen. Ich denke, dass Du für den Beleg vielleicht einen Fünfer bekommen würdest, viel mehr ist leider nicht drin. Gruß Michael
Nordensammler Am: 13.03.2026 23:41:36 Gelesen: 235 # 3
Hallo Michael, vielen Dank für deine schnelle Antwort und die Erklärungen bzw. Einschätzung! Da wandert der Brief doch lieber in meine "Kuriositätensammlung" mit interessanten Belegen. :-)