Briefmarken Atteste

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Alliierte Besetzung Gemeinschaftsausgaben Walter Prell Belege

zonen-andy Am: 26.01.2026 10:49:39 Gelesen: 476 # 1
Hallo, könnte die Antwortkarte aus Bern an Herrn Walter Prell nach Chemnitz Portogerecht sein? Die 1 Mark vom Oberrand ist außerdem noch eine 959 b (stark fluoreszierend). Was ich nicht verstehe ist das Stempeldatum Bern 22.6.48 auf der Marke, aber auf der Rückseite auch Bern aber vom 20.6.48. Kann mir das bitte jemand erklären. Für eine Antwort wäre ich dankbar. Grüße Andreas
Stefan Am: 26.01.2026 21:06:21 Gelesen: 410 # 2
@ zonen-andy [#1] könnte die Antwortkarte aus Bern an Herrn Walter Prell nach Chemnitz Portogerecht sein? Die 1 Mark vom Oberrand ist außerdem noch eine 959 b (stark fluoreszierend). Was ich nicht verstehe ist das Stempeldatum Bern 22.6.48 auf der Marke, aber auf der Rückseite auch Bern aber vom 20.6.48. Kann mir das bitte jemand erklären. Für eine Antwort wäre ich dankbar. Die Antwort auf deine Frage steht auf der Karte - "Antwortkarte" ;-) Der Absender Walter Prell hatte mutmaßlich eine Doppelkarte (mit anhängender Antwortkarte) in die Schweiz geschickt. Du kannst nachschauen, ob der dir vorliegende Teil an der oberen Kante nicht glatt abgeschnitten, sondern abgetrennt wurde. Die Karte wurde am 20.06.1948 bei dem Empfänger in Bern zugestellt (Stempelinschrift "Briefausgabe"). Die Antwort war als Einschreiben vorfrankiert und die Karte in deutscher (und korrekt) französischer Sprache mit "Antwortkarte" bzw. "Reponse / Carte postale" gekennzeichnet. Diese Antwort wurde am 22.06.1948 in Bern zur Post gegeben. Entweder verzichtete der Absender auf die Zusatzleistung "Einschreiben" oder die Schweizer Post strich diese Zusatzleistung, da vorausbezahlt als Antwort nicht zulässig. Es müsste recherchiert werden, ob diese Zusatzleistung generell in der Landeswährung der aufgebenden Postverwaltung - hier der Schweizer Post in Schweizer Franken - hätte bezahlt werden müssen. In jedem Fall fehlt eine Absenderangabe, was für ein Einschreiben obligatorisch gewesen wäre. Ich meine, dass lediglich das Grundporto (Postkarten- bzw. Briefporto) vorausbezahlt werden konnte, nicht Zusatzleistungen wie Einschreiben oder Nachnahme. Mir ist auch nicht klar, wie lange es als Absender zulässig war, vorfrankierte Antwortsendungen zu verschicken. Zufällig fand in jenen Tagen in Deutschland in den Besatzungszonen die Währungsreform statt (in der Bizone ab dem 20.06.1948, in der SBZ ab dem 23.06.1948), was allerdings Walter Prell vorab nicht gewusst haben dürfte (woher auch). Gruß Stefan
zonen-andy Am: 27.01.2026 08:07:05 Gelesen: 328 # 3
@ Stefan [#2] Hallo Stefan, einen herzlichen Dank für die Antwort und ausführliche Beschreibung dieser Antwortkarte. Ja, die Karte sieht oben aus wie abgeschnitten. Nochmals vielen Dank. Würde sich eine Prüfung wegen der b-Farbe lohnen? Gruß Andreas