Briefmarken Atteste

Thema:

Deutscher Briefmarken Club (Jürgen Hantschel) - Kooperation mit Michel ?

zobbel Am: 23.12.2025 19:07:02 Gelesen: 19765 # 1
Dem Thema zu Torsten Berndt nachfolgend scheint sich nun etwas zur neuen Verlagsstrategie des Schwaneberger-Verlags zu tun: https://www.dbc.club/ Für 100 Euro Umsatz bekommt man einen Michel-Katalog geschenkt. Was halten wir davon? Die Webseite scheint mit heißer Nadel gestrickt, das Verkaufsangebot hält sich in Grenzen (4 Produkte). Vielleicht hätte man mit der Bewerbung (aktuelle DBZ) noch etwas warten sollen. Laut Impressum: Deutscher Briefmarken Club GmbH Postfachnummer 1909 82103 Germering Telefon: 0049 (0) 89-37 49 71 50 Telefax: 0049 (0 )89- 37 49 71 52 E-Mail: info@dbc.club Internet: http://www.dbc.club Geschäftsführer: Jürgen Hantschel Gerichtsstand ist Freiburg i.Br. Handelsregister Stuttgart: HRB 802160 Ust-IdNr.gemäß § 27a UstG: DE 199 142 861 [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=21358
JanClauss Am: 23.12.2025 19:46:28 Gelesen: 19712 # 2
Hat Hantschel MICHEL übernommen?
nagel.d Am: 23.12.2025 20:04:37 Gelesen: 19683 # 3
Der Club hat den Sitz in Germering wie Michel übrigens auch - ein Schelm der nichts böses denkt.
Vernian Am: 23.12.2025 21:49:24 Gelesen: 19564 # 4
Das wirkt schon sehr befremdlich. Einerseits ein Name und angeblicher "Sammlerclub", der den Anschein einer "Vereinigung von Sammlern" suggeriert, anderseits offenbar einfach nur eine neue Verkaufs- (oder Vermarktungs-)Plattform mit (bislang) Angeboten, die entweder zu dem Preis kaum Interesse wecken dürften (DDR-Markenbogen) oder ausgesprochen stark nach Vermarktungsstrategie ohne postalische Grundlage (Gibraltar) aussehen.
Richard Am: 24.12.2025 09:40:15 Gelesen: 19373 # 5
Creditreform schreibt öffentlich: Firmenauskunft für Deutscher Briefmarken Club GmbH Gegenstand des Unternehmens Der Handel mit Briefmarken und Waren aller Art. Kurzbeschreibung der Deutscher Briefmarken Club GmbH Deutscher Briefmarken Club GmbH mit Sitz in Schramberg ist im Handelsregister mit der Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung eingetragen. Das Unternehmen wird beim Amtsgericht 70190 Stuttgart unter der Handelsregister-Nummer HRB 802160 geführt. Das Unternehmen ist wirtschaftsaktiv. Die letzte Änderung im Handelsregister wurde am 20.10.2025 vorgenommen. Das Unternehmen wird derzeit von einem Manager (1 x Geschäftsführer) geführt. Es ist ein Gesellschafter an der Unternehmung beteiligt. Das Unternehmen verfügt über einen Standort.
22028 Am: 24.12.2025 12:06:15 Gelesen: 19221 # 6
@ zobbel [#1] Für 100 Euro Umsatz bekommt man einen Michel-Katalog geschenkt. Was halten wir davon? Evtl. hat er die alten Bestände übernommen und verramscht sie nun. Bei den Stücken die er anbietet ist ruck-zuck anstelle eines Rabattes ein alter Katalog eingepreist. Es steht ja nicht geschrieben, dass es ein aktueller Katalog ist. Postfachnummer 1909 Frage, muss ein Geschäft nicht auch eine Strassenadresse angegeben haben?
angim Am: 24.12.2025 12:23:05 Gelesen: 19196 # 7
@ 22028 [#6] Ich rate mal: Industriestraße 1 Viele Grüße Thomas
bovi11 Am: 24.12.2025 13:08:14 Gelesen: 19148 # 8
@ 22028 [#6]

Im Impressum muss zwingend eine ladungsfähige Anschrift angegeben werden.
Henry Am: 24.12.2025 14:22:26 Gelesen: 19076 # 9
@ 22028 [#6] Um welche Kataloge es sich handelt, ist eindeutig angegeben: Jahre 2023 und 2024 @ bovi11 [#8] Ist eine Postfachadresse nicht ladungsfähig? Mit weihnachtlichem Gruß Henry
bovi11 Am: 24.12.2025 15:22:00 Gelesen: 19022 # 10
@ Henry [#9] "Ist eine Postfachadresse nicht ladungsfähig?" nein https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=bcc10c56f19081730051512a274ccfe2&nr=134727&anz=1&pos=0
DL8AAM Am: 24.12.2025 16:23:45 Gelesen: 18962 # 11
Die Idee, das (fast) tote Kapital, die alten "Ladenhüter" sinnvoll aus der Bilanz nehmen zu können, ist erst einmal für den Michel keine ungeschickte Idee. Die Webseite selbst ist noch ganz frisch und läuft wohl eher noch in einem Testbetrieb, ein Shop mit nur zwei Produkten ist ja noch nicht wirklich ernstgemeint und zielführend. ;-) Mal abwarten, was da noch kommt, eine echte (...) Konkurrenz im aktuellen Primus-Borek-Waigand-Markt könnte ja nicht schaden, wenn ... bzw. besser gesagt "falls" das denn auch gewollt ist. ;-) Je größer (und !vielseitiger!) der Markt, besto besser für unser Hobby. Wobei die Sache mit dem Postfach im Impressum doch schon etwas verwunderlich daherkommt ... insbesondere die gewählte Schreibform "Postfachnummer 1909" (sollten etwa Abmahn-Bots verwirrt werden? ...hi). Aber womöglich wollte man nur zum jetzigen Zeitpunkt die Industriestraße noch nicht zu öffentlich sichtbar kommunizieren oder man sucht in Germering noch eine optisch abweichende Adresse. ;-) Im Handelsregister steht, laut North Data [1][2], noch: -) Deutscher Briefmarken Club GmbH -) Amtsgericht Stuttgart HRB 802160 -) Geschäftsanschrift: Dorfbergstraße 5, 78144 Schramberg -) Der Handel mit Briefmarken und Waren aller Art -) Geschäftsführer: Hantschel, Jürgen Roland, Schramberg, einzelvertretungsberechtigt ... -) Gesellschaftsvertrag vom 07.10.2025 -) Eintragung 20.10.2025 ... Also mal abwarten, denn die Firma ist noch keine 2 Monate alt. Beste Grüße Thomas [1] https://www.northdata.de/Deutscher%20Briefmarken%20Club%20GmbH,%20Schramberg/Amtsgericht%20Stuttgart%20HRB%20802160 [2] https://www.northdata.de/?id=4936075530993664
nagel.d Am: 24.12.2025 16:31:31 Gelesen: 18950 # 12
Heute war die Deutsche Briefmarkenzeitung in der Post und dort ist eine mehrseitige Anzeige von diesem "Club" eingeheftet.
bovi11 Am: 24.12.2025 21:04:53 Gelesen: 18776 # 13
@ DL8AAM [#11]

Die Handelsregisterinformationen muss man nicht über kostenpflichtige Plattformen beschaffen, die nur Rumpfinformationen kostenlos einsehbar machen.

Über

https://www.handelsregister.de/rp_web/welcome.xhtml

kann man alle beim Handelsregister hinterlegten Unterlagen kostenlos abrufen. Habe selbst aber aktuell keine Zeit dazu.
TeeKay Am: 24.12.2025 23:29:35 Gelesen: 18687 # 14
@ JanClauss [#2]

"Hat Hantschel MICHEL übernommen?"

Laut Handelsregister nicht. Er könnte höchstens eine (atypische) stille Beteiligung aufgebaut haben, die nicht veröffentlicht wird, ihm aber über vertragliche Regelungen Mitbestimmung bei der Geschäftsführung ermöglichen würde.
DL8AAM Am: 25.12.2025 13:59:08 Gelesen: 18475 # 15
@ bovi11 [#13] Für meine Zwecke reichen mir in aller Regel aber bereits immer schon die kostenlosen Grunddaten (siehe oben) von North Data, zumal dessen Einträge ja auch von Google durchsucht und gefunden werden, im Gegensatz zur offiziellen HR-Datenbank - die kostet, wie Du auch angibst, zusätzlich Zeit.
zobbel Am: 11.01.2026 15:23:14 Gelesen: 17843 # 16
Heute erhielt ich den neuesten "MICHEL Newsletter" (Absender marketing@michel.de) mit diesem Inhalt: Gratis Prämie: MICHEL Deutschland Spezial 2024 Sichern Sie sich einen Deutschland-Spezial gratis beim Deutschen Briefmarken Club! Deutscher Briefmarken Club - Aus Liebe zur Philatelie Wird Ihre Email nicht richtig angezeigt? Im Browser zeigen Der Link darin ("Im Browser zeigen") lautet: https://mailchi.mp/michel/auktionshaus-christoph-grtner-3eq3hrb80p-9934268?e=8e3fb2cd11 Hier wird groß und breit der Deutscher Briefmarken Club, speziell diese (angebl.) "Probedrucke" von Gibraltar beworben. Hier stellt sich nun die Frage: Welche Rolle spielt das Auktionshaus Christoph Gärtner in dieser Gemengelage Jürgen Hantschel/Schwaneberger-Verlag? Hat sich da nur die Sekretärin vertippt?
nagel.d Am: 11.01.2026 17:02:36 Gelesen: 17752 # 17
@ zobbel [#16] Bei Gärtner würde ich sagen, daß man diesen "Club" als Werbefläche nutzt.
TeeKay Am: 11.01.2026 18:24:16 Gelesen: 17674 # 18
Auf der verlinkten Seite kommt das Wort Gärtner nicht ein einziges Mal vor - wäre eine seltsame Werbefläche.

Bereinige ich den Link um den Personalisierungscode am Ende, kommt Werbung alias Weihnachtsgruß von Gärtner. Also hat vermutlich bei Schwaneberger in der Tat jemand einen in einer vorherigen Aktion genutzten Link kopiert und vergessen anzupassen.
fdoell Am: 12.01.2026 10:19:56 Gelesen: 17452 # 19
Wenn das Auktionshaus Gärtner Werbung für den Briefmarkenclub macht, arbeitet es ja vielleicht auch mit Herrn Hantschel zusammen. Für einen Händler allein wäre der Schwaneberger Verlag möglicherweise zu teuer. Man wird sehen.
Briefmarkenfreunde Leer Am: 12.01.2026 17:05:56 Gelesen: 17230 # 20
Moin, mich beschäftigt beim Deutschen Briefmarken-Club eine ganz andere Frage: womit will diese Firma bei dem sehr bescheidenen Angebot eigentlich Geld verdienen? Angeboten wird ein Zusammendruck-Bogen der DDR in zwei Varianten zu einem Preis deutlich über Michel-Notierung, und der Jahrgang 2026 Gibraltar geschnitten (wobei behauptet wird, diese geschnittenen "Probedrucke" gäbe es von Gibraltar erstmals 2025, was aber nicht stimmt). Mehr kann man dort derzeit nicht kaufen. Dafür wird aber eine große Werbekampagne gestartet: Mehrere Seiten in der DBZ, ein 12-seitiger Einhefter und ein Heftumschlag bei der Michel-Rundschau und ein Michel-Newsletter. Selbst wenn die angebotenen Artikel gut laufen würden, ließe sich damit kaum soviel Geld verdienen, wie alleine diese Werbung kostet. Deshalb erschließt sich mir nicht wirklich, was diese ganze Aktion eigentlich soll. Hat jemand hier im Forum eine Idee, was der Hintergrund dieser Aktion sein könnte?
JanClauss Am: 12.01.2026 22:04:35 Gelesen: 17077 # 21
Ich vermute, dass niemand in dieser Welt diese DDR-Zusammendrucke oder die Gibraltarbildchen wirklich sucht. Die anbeißenden Sammler sind wohl eher auf den "geschenkten" Katalog scharf. Und wer weiß? Vielleicht kalkuliert Hantschel die Marken für sich mit 0,00 € und finanziert mit dem Eingenommenen den Lagerhallenbuchbestandsabbau beim Schwaneberger. Wenn dem nicht so wäre, würde dies doch der kluge Kaufmann Hantschel nicht tun! Er hat doch die letzten 20 Jahre nie einen einzigen kaufmännischen Fehler gemacht, dann wird er es auch jetzt nicht tun bzw. getan haben.
Briefmarkenfreunde Leer Am: 14.01.2026 16:56:12 Gelesen: 16788 # 22
Moin, Sammler, die auf diesem Wege Michel-Deutschland-Spezial oder Europa-Kataloge kaufen, sind wirklich schlecht beraten. Statt 100 € für Marken auszugeben, die ich gar nicht will, um einen Michel-Katalog zu bekommen, kaufe ich doch lieber gleich die gewünschten Kataloge im Michel-Shop. Dort gibt es die gleichen Europa-Kataloge für 30 € bis 45 €, und einen Michel-Spezial 2025 (statt 2024 bei DBC) für 99 €. Ich glaube nicht, dass es eine nennenswerte Zahl an Sammlern gibt, die so dumm sind. Der Herr Hentschel mag ein kluger Kaufmann sein und wissen, was er mit dieser Aktion erreichen will. Briefmarken verkaufen und Michel-Kataloge verschenken will er auf diesem Wege sicher nicht. Aber es mag ja andere, profitable Gründe dafür geben.
Wolfgang Lang Am: 14.01.2026 17:13:16 Gelesen: 16768 # 23
Es ist schade, wenn hier keiner erkennt, welche Aufbruchstimmung hinter all diesem steckt.

"Der Deutsche Briefmarken Club verbindet Menschen mit einer gemeinsamen Leidenschaft: dem Sammeln und Bewahren einzigartiger Briefmarken. Hier finden Sammlerinnen und Sammler aus aller Welt zusammen, um ihre Begeisterung zu teilen, sich auszutauschen und gemeinsam neue Schätze zu entdecken. ... Der Deutsche Briefmarken Club ist mehr als nur eine Plattform – er ist eine Gemeinschaft, die das Sammlerherz verbindet, Wissen teilt und die Faszination des Briefmarkensammelns in die digitale Welt trägt."

Ein wenig Faszination verspüre ich schon. Und ich bin auch etwas erschüttert, weil mir doch nach 60 Jahren des Sammelns nicht bewusst war, dass beim Dimitrow-Bogen drei verschiedene Druckerzeichen vorkommen können. Gut, dass die Gemeinschaft hier mein Sammlerherz verbindet und ich neue Schätze entdecke.

Mit Spannung erwarte ich die Fortsetzung dieser Geschichte.

Wolfgang
Torsten Grunwald Am: 14.01.2026 21:26:09 Gelesen: 16603 # 24
@ Wolfgang Lang [#23] Hallo Wolfgang, gerne lerne ich dazu und versuche das auch zu verstehen. In der Seite sehe ich lediglich eine Möglichkeit Briefmarken mit einem Bonussystem zu erwerben, zwar ist dort auch die Rede wie bei Dir das Menschen verbunden werden, aber wie? Kein Chat, kein Forum nichts, es wäre doch einfacher ein Forum zu unterstützen um gutes zu tun. Man kann natürlich auch Briefmarken zum Kauf anbieten, aber nicht bei seiner Firma sondern einer Immobilien Firma. In meinen Augen ist das alles sehr undurchsichtig. Torsten
nagel.d Am: 14.01.2026 21:41:02 Gelesen: 16586 # 25
Ich habe mir die Geschichte Gibraltar einmal genau angeschaut (wobei bei einigen Marken die Gemeinschaftsausgabe Liechtenstein/Gibraltar abgebildet ist), hier wird in der Beschreibung von einer Ausgabe von 71 Marken gesprochen, die in einem Zeitraum von 12 Monaten geliefert werden und das in einem Abo mit Zugaben. Und es wird offeriert man sei offizieller Partner der Post Gibraltar. Nun kann jeder selbst sich ein Bild davon machen für mich hat dies ein geschmäckle wie man in Süddeutschland sagen würde. Sicherlich kann ich das angebot auch bei der Post Gibraltar bestellen und brauche dafür keinen Club
drmoeller_neuss Am: 14.01.2026 21:42:23 Gelesen: 16585 # 26
@ Wolfgang Lang [#23] Ich habe Deinen Beitrag eigentlich als Satire aufgefasst. Es sind nun schon vier Wochen seit dem großen "Aufbruch" vergangen, und im Deutschen Briefmarken Club befinden sich genau 3 Artikel. Dass es beim Dimitrov-Bogen drei verschiedene Formnummern gibt, ist dem Michel-Spezial schon lange bekannt. Was haben frankaturungültige Druckereiabfälle ("Probedrucke") aus Gibraltar eigentlich mit Philatelie zu tun? Vielleicht tauchen die ja bald als ungezähnte Abarten im Michel-Katalog auf. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Nun wurde die Resterampe der Briefmarken AG mit der Resterampe des Schwaneberger Verlages fusioniert und nennt sich "Deutscher Briefmarken Club". Ehrlich gesagt, verspüre ich bei Langbrief [1] mehr Fazination. Allein unter Deutschland gibt es 9871 Artikel. Einen Gratis-Michel-Ladenhüter, pardon, einen Katalog früherer Auflagen gibt es aber nicht. :) [1] https://langbrief.de/such_phil.php
TeeKay Am: 14.01.2026 22:09:12 Gelesen: 16540 # 27
@ Wolfgang Lang [#23] Klingt so wie die gescheiterte Briefmarkenauktion, die mit ähnlich vollmundigen Worten eine digitale Revolution der Philatelie ausrief und dann mit schlechtestmöglich gescannten Marken verspätet die erste Auktion startete, um anschließend in der Versenkung zu verschwinden. Den Namen habe ich vergessen. Ist noch nicht so lang her, aber das Leben der Revolution war einfach zu kurz, um den Markennamen einzuprägen. Edit: Marke Philatelist hieß das Projekt.
drkohler Am: 14.01.2026 23:30:59 Gelesen: 16478 # 28
@ drmoeller_neuss [#26] Was haben frankaturungültige Druckereiabfälle ("Probedrucke") aus Gibraltar eigentlich mit Philatelie zu tun? Vielleicht tauchen die ja bald als ungezähnte Abarten im Michel-Katalog auf. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Das Ganze hat mich an den Afinsa-Skandal erinnert. Einfach ein paar Nummern kleiner.
Richard Am: 21.01.2026 09:16:04 Gelesen: 16018 # 29
Manchmal habe ich den Eindruck, dass sich der Schwaneberger Verlag und der Deutsche Briefmarken Club (Jürgen Hantschel) mit immer neuen Tiefstpreisen für Kataloge unterbieten. Hier das Angebot des Schwaneberger Verlags vom 16.01.2026, welches der DBC noch nicht im Angebot führt: Liebe(r) Newsletterabonnent(in), wir freuen uns, Ihnen ein besonders umfangreiches Highlight aus der MICHEL-Europa-Reihe 2023/2024 vorstellen zu dürfen: ✨ Europa Set 2023 – 11 Bände (2, 4-9, 11-14) 🔖 Nur 200 € statt 792 € – Sie sparen ca. 74 %! Dieses exklusive Set enthält die folgenden hochwertigen Hardcover-Bände: Inhalte des Sets: Mitteleuropa 2023 (E 2) Iberische Halbinsel 2023 (E 4) Apenninen-Halbinsel 2023 (E 5) Westlicher Balkan 2023 (E 6) Südlicher Balkan 2023 (E 7) Südosteuropa 2023 (E 8) Mittelmeerländer 2023/2024 (E 9) Baltikum und Finnland 2023/2024 (E 11) Benelux 2023/2024 (E 12) Britische Inseln 2023/2024 (E 13) Kanalinseln und Man 2023/2024 (E 14) 💡 Warum sich dieses Set lohnt: Weitreichende Europa-Abdeckung mit 11 MICHEL-Bänden in einem Paket. Hochwertige redaktionelle Arbeit mit sorgfältig geprüften Daten, klarer Struktur und fundierter Expertise. Deutlich günstiger als der Einzelkauf – maximale Ersparnis bei voller Qualität. Ideal für Sammler, Händler, Prüfer und Arbeitsgemeinschaften. Robuste Hardcover-Ausführung für den dauerhaften Einsatz und langfristigen Werterhalt. zum Shop-Artikel: https://shop.briefmarken.de/de/buecher/europa/europa-set-2023-11-baende-2-4-9-11-14 Hinweis: Solche Spar-Sets sind meist nur begrenzt verfügbar – lassen Sie sich dieses Gelegenheit nicht entgehen! Europa Set 2023 11 Bände (2, 4-9, 11-14) Inhalt: Die Europa-Bände 2, 4-9 und 11-14 der MICHEL Reihe 2023/2024 im Set zum Sonderpreis. Preis: 200,00 €
bovi11 Am: 21.01.2026 10:22:25 Gelesen: 15958 # 30
Hantschel ist nichts anderes, als das Vehikel, das Ladenhüter unters Volk bringen soll, die durch die Inflation an Katalogen entstanden sind.
DL8AAM Am: 21.01.2026 17:06:46 Gelesen: 15786 # 31
@ Richard [#29] Jou, der Newsletter kam kürzlich auch hier, bin nun echt gerade wirklich versucht, mir mal einen aktuellen Stand alter Kataloge (direkt beim Michel) für meine Bibliothek zu ziehen. ;-)
achim11-76 Am: 23.01.2026 18:15:21 Gelesen: 15382 # 32
Band 1, 3 und 10 fehlen wohl oder haben sich besser verkauft
TeeKay Am: 23.01.2026 21:03:55 Gelesen: 15266 # 33
Oder eine clevere Upsell-Strategie: Wer die Reihe komplett haben will, muss ein paar aktuellere Bände zum höheren Preis kaufen, nachdem man zum Schnäppchenpreis mit der unkompletten Reihe geködert wurde.
christel Am: 24.01.2026 10:46:49 Gelesen: 15098 # 34
@ achim11-76 [#32] @ TeeKay [#33] Sicherlich haben sich die nicht im Angebot enthaltenen Bände wesentlich besser verkauft, bzw im vergünstigten Einzelverkauf im Verlagsbestand verringert. Band E1 - Österreich, Schweiz, Liechtensteiner, UNO Band E3 - Frankreich mit Andorra und Monaco Band E10 - Skandinavien Also alles recht beliebte Europäische Sammelgebiete
TeeKay Am: 24.01.2026 12:01:48 Gelesen: 15040 # 35
@ christel [#34] Ja, cleverer Upsell wäre auch, die fehlenden Bände automatisch aus der aktuellen Auflage mit anzubieten und an den Komplettheitswunsch des Sammlers zu appelieren.
Richard Am: 24.01.2026 12:19:55 Gelesen: 15023 # 36
@ achim11-76 [#32] Hallo Achim, auch die Bände 15 (Osteuropa) und 16 (Russland und Sowjetunion) fehlen. Schöne Grüsse, Richard
mz.hh Am: 24.01.2026 20:52:21 Gelesen: 14831 # 37
Was derzeit vom DBC auf deren Website sichtbar ist, ergibt - wie schon mehrfach hier gesagt - nicht so recht einen Sinn. Ich vermute, dass derzeit einfach noch nicht gezeigt wird, was wirklich mit dem DBC erreicht werden soll. Meine Vermutung ist, dass in naher Zukunft der DBC und der Schwaneberger Verlag verschmolzen werden und der DBC der Herausgeber der Michel-Kataloge wird. Ein Händler, der gleichzeitig Herausgeber des Michel-Kataloges ist, wäre eine geschickte Positionierung im Markt.
chris63 Am: 24.01.2026 21:51:08 Gelesen: 14774 # 38
Hallo, Leute, Ihr müsst Geduld haben. DBC firmiert nun unter Amtsgericht München HRB 308409, inhaltlich unverändert. Haben nun mal wieder mit der Richtigstellung des Impressums zu tun. gruß Christof
Torsten Grunwald Am: 24.01.2026 22:35:37 Gelesen: 14746 # 39
Die haben wohl noch kein eigenes Telefon. Jetzt steht die Telefonnummer der Immobilien Firma auch im Impressum.
DL8AAM Am: 24.01.2026 23:03:26 Gelesen: 14709 # 40
Im Prinzip ist das alles nur ein Zeichen, dass sich da was tut, heisst dass hier etwas Zuküntiges aufgebaut werden soll. Die Frage ist lediglich, ob es geschickt ist, dass diese offene Phase so öffentlich begleitet. Aber zumindest ist das aktuelle Nichts bereits recht weit verbreitet und bekannt... "was will man mehr" ;-) Und da wird sich sicherlich noch Weiteres tun. Ich vermute, dass hier noch weitere Player beteiligt werden oder bereits sind, denn: Erst wenn etwas einen Namen hat bzw. mit einem Namen angesprochen werden kann, ist es wirklich marktfähig. Und stellt Euch mal einen Auktions- oder Verkaufskatalog ohne Michelnummern vor. Zumindest für den deutschen Markt wäre das vollkommen undenkbar. Als Alternative, im deutschen Markt "Scott"- (o.ä.) Nummern bekannt zu machen und durchzusetzen, ist sicherlich sehr viel teurer, als das der einschlägige Handel den Michel für sich selbst "rettet". Zumal würde es einfach auch viel zu lange dauern, bis auch der letzte "Sieger-Opa" das Wort "Scott" (o.ä.) überhaupt schreiben kann. Das soll jetzt auch nicht abwertend klingen (...). Überspitzt gesagt, ohne Michel, kein Markt. Beste Grüße Thomas
bovi11 Am: 27.01.2026 17:29:37 Gelesen: 14391 # 41
Der Deutsche Briefmarken Club bietet aktuell einen Probedruck der Wohnungsbaumarke 3 P II zum Preis von 298,00 Euro an wie nachstehend abgebildet: Quelle: Auszug aus dem Angebot Von der Marke wurde 2023 ein sehr großer Posten angeboten, den von den Sammlern von Notopfer- und Wohnungsbaumarken niemand haben wollte. Der Posten ist deshalb in der Folge über ein Auktionshaus angeboten worden und soweit ich das in Erinnerung habe, nicht zugeschlagen worden. Die Marken sind dann offenbar im Nachverkauf veräußert worden. In Fachkreisen haben wir uns angesichts der neu aufgetauchten Mengen der Marke darüber unterhalten, dass der im Handbuch angegebene Preis auf maximal 20 - 25% herabgesetzt werden müsste (ARGE Forschungsbericht 136, Seite 9). Bewertet ist der Probedruck im Handbuch mit 300,00 Euro und im MICHEL-Katalog gar mit 600,00 Euro. Angesichts des großen angebotenen Postens, der im Jahr 2023 auf den Markt gekommen ist, kann man die Bewertung dieser Marke nur als sogenannten Katalogschlager bezeichnen. Ein realistischer Handelspreis dürfte bei vielleicht 50,00 bis maximal 70,00 Euro liegen. Im Ergebnis heißt das also: Es ist deutlich billiger, sich die beiden 2024er Kataloge über eBay zu beschaffen, als sich die Kataloge mit der Wohnungsbaumarke 3 P II zu erkaufen.
bovi11 Am: 31.01.2026 11:33:15 Gelesen: 14057 # 42
Im gerade neu erschienenen Handbuch der Notopfer- und Wohnungsbaumarken sind die Wohnungsbaumarken 3 P I und 3 P II mit jeweils 80,00 Euro bewertet.
drmoeller_neuss Am: 31.01.2026 20:26:17 Gelesen: 13871 # 43
@ bovi11 [#42] Wie setzt denn das Handbuch die Preise fest? Sind irgendwelche Transaktionen in letzter Zeit mit diesen "Probedrucken" bekannt und nachweisbar (z.B. ebay-Auktionen, ArGe-Auktionen)? Sonst ist doch die Diskussion über irgendwelche Katalogwerte ziemlich akademisch.
bovi11 Am: 31.01.2026 20:44:08 Gelesen: 13852 # 44
@ drmoeller_neuss [#43] Die Handbuch-Preise haben sich im Laufe der Jahrzehnte gefestigt und basierten neben Verkaufserlösen u.a. auf einer bekannten Auflage von 400 Stück. Der Wert wurde aufgrund dieser Faktoren vor vielen Jahren mit 300 Euro bemessen. Auf einem ARGE-Treffen 2023 wurde dann von einem Außenstehenden ein Posten von 600 Exemplaren angeboten, den niemand haben wollte, weil jedes in Frage kommende ARGE-Mitglied diese Marken hat. Auf einer späteren Auktion ist der Posten nicht zugeschlagen worden. In Anbetracht dieser neuen Fakten musste die Wertangabe angepasst werden. Das Teil ist ein klassischer Katalogwertriese. Alle mir bekannten sachkundigen Sammler von Notopfer- bzw. Wohnungsbaumarken stützen diese Wertbemessung.
angim Am: 01.02.2026 11:44:24 Gelesen: 13667 # 45
@ bovi11 [#44] Werden die Preise im Handbuch auf Netto- oder Bruttobasis angegeben?
bovi11 Am: 01.02.2026 11:52:00 Gelesen: 13654 # 46
@ angim [#45] Das sind Bruttopreise; die Angabe von Nettopreisen wäre nicht sonderlich sinnvoll.
sammler70 Am: 01.02.2026 13:15:45 Gelesen: 13603 # 47
Kann mir jemand sagen, wo ich diese Marke zu dem niedrigeren Preis mit Attest erwerben kann? Dürfte ja kein Problem sein, wenn sie so häufig ist. LG Franz
Richard Am: 02.02.2026 09:06:03 Gelesen: 13400 # 48
Schlag auf Schlag geht es weiter mit den Angeboten des Deutschen Briefmarken Club: Angebot im Michel Newsletter vom 31.01.2026 ist Kambodscha A-H 432 ohne Aufdruck - Zeugnisse des Kambodschanischen Bürgerkriegs zum Preis von 900.-- Euro Der aktuelle Michel Südostasien 2025/2026 nennt für die Michel Nummern A 432 - H 432 OHNE Aufdruck einen Mi.-Wert von 1.500 Euro. Grüsse aus dem Allgäu, Richard
TeeKay Am: 02.02.2026 10:09:00 Gelesen: 13343 # 49
Ich freue mich schon auf die "DBC Komplettsammlung, hoher sechsstelliger Einstandspreis, LKW zur Abholung empfohlen" Auktionen in einigen Jahren, die für 100 Euro starten und auch mit 30% Untergebotsoption nicht verkauft werden.
TeeKay Am: 02.02.2026 15:13:04 Gelesen: 13170 # 50
DBC hat einige AGB-Schmankerl, die rechtlich unhaltbar sein dürften. Da weiß bovi11 sicher mehr. 1. " 3.1 Wir sind auch nach Vertragsschluss zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt, wenn uns unsere Leistung aus Gründen, die wir nicht zu vertreten haben, dauerhaft unmöglich wird. Das kann u.a. der Fall sein, wenn Vorlieferanten ihren Lieferverpflichtungen nicht nachkommen. Wenn Sie Verbraucher sind, besteht ein Rücktrittsrecht wegen des Ausfalls eines Vorlieferanten aber nur dann, wenn wir bei Abschluss des Vertrages mit Ihnen bereits ein konkretes Deckungsgeschäft mit unserem Vorlieferanten zur Beschaffung der Ware abgeschlossen hatten." Das Deckungsgeschäft muss meines Wissens nach deckungsgleich zum Verkaufsvertrag sein. Also 1 Marke, wenn ich eine bestelle. Das dürft eher für nicht replizierbare Spezialartikel gelten, nicht für die von DBC angebotene postfrische Ware, die mit identischen Eigenschaften am Markt beschaffbar ist. 2. " 3.2 Die angebotenen Waren können von den Katalogabbildungen in handelsüblicher Weise abweichen." Überraschende Klausel nach §305c BGB. Was ist eine handelsübliche Abweichung von der Abbildung? Ist es im Handel üblich, von Abbildungen postfrischer Marken abzuweichen? 3. " 7.3. Soweit in der Artikelbeschreibung nicht ausdrücklich anders angegeben, übernehmen wir keine Verkäufergarantie und garantieren keine Eigenschaften der verkauften Ware." Ebenso überraschend. Nicht nur, dass die gelieferte Ware von der abgebildeten abweichen kann, sie kann auch sonst völlig andere Eigenschaften haben als beschrieben.
DL8AAM Am: 02.02.2026 17:24:14 Gelesen: 13086 # 51
@ TeeKay [#50] handelsüblicher Weise Was handelsüblich ist, wird Dir im Zweifel ein Richter sagen. ;-) Jede Trennung einer Briefmarke vom Bogen zeigt andere mikroskopische Fasertrennungen, "CSI Las Vegas" wird da sicherlich für jede postfrische Briefmarke einen individuellen eindeutigen "Fingerabdruck" ableiten können. ;-) Das wird aber sicherlich nicht gemeint sein. Oder doch? ;-) Ich tippe aber drauf, dass die AGB für alle künftigen Angebote unverändert Verwendung finden soll, d.h. auch für gestempelte Briefmarken und hier könnte dann so ein Passus relevant werden. Denn die werden halt nicht jede maschinengestempelte Leuchtturmbriefmarke zum 1 Cent-Handelswert separat scannen und individuell abbildend anpreisen. ;-) Und das man sich irgendwas für sich Passendes in die AGB schreibt und wartet bis ein Richter mir mal einen § um die Ohren haut, ist nicht wirklich unüblich, wenn nicht leider sogar inzwischen der Standard. Auch bekannte Weltkonzerne mit großen Rechtsabteilungen handeln genau so, siehe z.B. kürzlich die Post-AGB hinsichtlich der Gültigkeitsdauer von "Handyporto" ... Man versucht's halt erst mal. Und solange keiner klagt, kommt man damit durch.
bovi11 Am: 02.02.2026 18:11:01 Gelesen: 13039 # 52
@ DL8AAM [#51] "Auch bekannte Weltkonzerne mit großen Rechtsabteilungen handeln genau so, siehe z.B. kürzlich die Post-AGB hinsichtlich der Gültigkeitsdauer von "Handyporto" ... Man versucht's halt erst mal. Und solange keiner klagt, kommt man damit durch." Gerade diese Unternehmen machen erfahrungsgemäß mehr falsch als viele kleinere Unternehmen. So hat das OLG Köln erst kürzlich eine Geschäftsbedingung zum Umtausch verdorbener Briefmarken für unwirksam erklärt und vor etwa 15 Jahren haben wir dem Otto-Versand klar gemacht, dass bestimmte Geschäftsbedigungen unzulässig und unwirksam sind.
drmoeller_neuss Am: 02.02.2026 19:05:11 Gelesen: 12986 # 53
@ TeeKay [#50] Fairerweise muss ich sagen, dass die AGBs vom Deutscher Briefmarken Club (Jürgen Hantschel) viel näher am Gesetz sind als die vieler anderer Briefmarkenhändler und -auktionshäuser. Wir sollten nicht das Haar in der Suppe suchen. 3.1 halte ich für legitim. Der Fall kann eintreten, wenn die Postverwaltung nicht mehr liefert und der Briefmarkenhändler dies nicht zu vertreten hat (weil er z.B. die Rechnungen nicht bezahlt hat). Der Fall kann eintreten, wenn Donald Trump Gibraltar kauft und per Dekret entscheidet, dass keine Probedrucke mehr verkauft werden. Spass beiseite, das haben wir schon bei einigen Ländern erlebt, die hatten eine seriöse Ausgabenpolitik, bis die Philatelie-Abteilung von einer Agentur übernommen wurde (viele afrikanische Länder, z.B. Gambia, Zambia). 3.2. und 7.2 sind für Briefmarken unsinnig, aber vielleicht bietet der DBC auch einmal Matratzen an. Die nächste Ko-operation dürfte anstehen, vielleicht gibt es in der 4. Stufe eine Matratze für ein Einzelbett und in der 10. für ein Queen-Size-Bett. Viel schwerwiegender finde ich, dass ich mir die Prämien vor dem Kauf nicht auswählen kann. Obwohl ich als Mitglied angemeldet bin, kann ich nicht sehen, welche Kataloge ich bekomme. Und zehnmal der gleiche Katalog macht auch keinen Spass mehr.
Henry Am: 03.02.2026 19:25:47 Gelesen: 12624 # 54
@ drmoeller_neuss [#53] Die Aussage im letzten Abschnitt ist nicht richtig. Die Katalogprämien dürfen durchaus ausgesucht werden. Mit philatelistischem Gruß Henry
Richard Am: 13.02.2026 15:18:20 Gelesen: 11896 # 55
Für alle, die vom Club nicht per Mail informiert werden, das nächste Angebot vom 09.02.2026: Triest Zone B - 1950 mit kopfstehendem Aufdruck, Michel 34 K, Preis 1.290 Euro + 12 Gratiskataloge. Die Marken sind geprüft VP. Der Philaseiten Redaktion liegt nur der Michel Europa Band 6 aus 2020 vor, die angebotene Marke ist auf Seite 871 als 34 K mit einem Michel Katalogpreis von Euro 700.- zu finden. Neuere Katalogpreise sind gerne willkommen. Grüsse aus dem Allgäu, Richard
Album Am: 13.02.2026 15:55:09 Gelesen: 11856 # 56
@ Richard [#55] Laut Band 6 (Westlicher Balkan) 2023 steht die Marke auf Seite 956 mit 1.000 Euro zu Buche. Gruß aus Regensburg Albert, das "Album"
angim Am: 13.02.2026 17:26:18 Gelesen: 11793 # 57
@ Richard [#55] Die Triest-Marke habe ich auch bei eBay gefunden: [1] Hier kostet die Marke 275,- USD - allerdings ohne Attest. Viele Grüße Thomas [1] https://www.ebay.com/itm/376479177341
carepa Am: 14.02.2026 23:12:36 Gelesen: 11469 # 58
Im aktuellen Michel Online Katalog steht die Marke bei 2000 €. Jetzt passt auch der Preis.
drmoeller_neuss Am: 15.02.2026 01:45:48 Gelesen: 11428 # 59
@ carepa [#58] Ein Schelm, der böses dabei denkt. Sind die Michel-Katalogpreise der anderen DBC Pretiosen in gleicher Art und Weise explodiert? Das heisst nach Erscheinen des DBC-Angebotes steigt der Online-Preis?
bovi11 Am: 15.02.2026 07:51:38 Gelesen: 11381 # 60
@ drmoeller_neuss [#59] Genau das ist es, was die Unabhängigkeit des Schwaneberger Verlags fraglich erscheinen lässt.
carepa Am: 15.02.2026 21:21:41 Gelesen: 11158 # 61
@ drmoeller_neuss [#59] Bei den anderen doch recht ausgefallenen Angeboten ist der genannte Preis noch gültig, aber man darf gespannt sein, ob demnächst Probedrucke aus Gibraltar katalogisiert werden.
lueckel2010 Am: 15.02.2026 23:50:48 Gelesen: 11092 # 62
@ bovi11 [#60] Unabhängigkeit? Die Unabhängigkeit des Schwaneberger Verlages (nachzulesen in jedem Michelkatalog, Stichwort "Bewertungshinweise") von den (immer weniger werdenden) "Größen" des Philateliehandels ist eine Mär, die offenbar nicht auszurotten ist! Schon, nicht nur meiner Ansicht nach, seit Jahren überfällige deutliche Preisrücknahmen, z.B. bei beliebten deutschen Sammelgebieten wie Bund, Berlin, DDR, erfolgen, wenn überhaupt nur mäßig und auch nur in Einzelfällen. Beispiel: In einem mir zu einer Wertschätzung anvertrauten Posten dieser Gebiete befindet sich ein xx Satz Bund, Mi.-Nr. 139-140 (mit Fotoattest H.-G. Schlegel von 1990), damals wohl noch ein "Spitzenwert", der 2002 (vermutlich über eine Auktion) für 165.00 € erworben wurde. Damaliger Katalogpreis war 240.00 M€. Ungefähre Relation zum Katalopreis demnach zwischen 60 - 70 % "Michel". Derartige "Spitzenwerte" werden mittlerweile so gut wie bei jeder Auktion mehrfach und auch bei der PPA vereinzelt zu "Startpreisen" zwischen 10 und 20 % "Michel" angeboten. Vieles davon bleibt "liegen", Höhergebote sind seltene Ausnahmen! "Aktuelle" (2022) Katalogbewertung ist 220.00 M€. Für meine Formnummernsammlung habe ich bei einer PPA Anfang 2026 einen Eckrandsatz unten rechts der Mi.-Nr. 139-140 erworben. Die Marken incl. aller Ränder sind einwandfrei. Die Ränder sind nicht vorgefaltet, nicht "bestoßen" und auch nicht beschriftet! Ersteigert (eine Stufe über Ausruf) habe ich diese Marken für 29.00 € (incl. Porto)! Fazit: Die heutigen Katalogpreise kann man bis auf ganz wenige Ausnahmen nur noch als "Mondpreise" bezeichnen. Wer immer noch zu diesen Preisen kauft, muss "irgendwie mit dem Klammerbeutel gepudert sein"! Die Anschaffung von Katalogneuausgaben ist meiner Meinung nach nicht mehr unbedingt erforderlich! Moin (= gute Nacht) Gerd Lückert
carepa Am: 17.02.2026 22:29:37 Gelesen: 10690 # 63
Moin, in der Rubrik "Nicht im Katalog" findet man die Triest-Marke mit einem Auktionserlös von 180 € + Aufgeld aus dem Jahr 2021. Ob das einen Katalogpreis von 2.000 € rechtfertigt?
angim Am: 18.02.2026 08:05:27 Gelesen: 10583 # 64
Hallo, irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, daß sich diese Geschäftsidee nicht sonderlich gut entwickeln wird. Wie will man denn bei solchen Angeboten Umsätze machen? Es werden bisher ja auch nur spezielle Artikel angeboten, die nicht gerade "Mainstream" sind. Ein potentieller Kunde muss dann auch noch an älteren Katalogen interessiert sein. Meiner Meinung nach kann das so nicht funktionieren. Viele Grüße Thomas
TeeKay Am: 18.02.2026 09:12:25 Gelesen: 10528 # 65
Die Angebote wirken jedenfalls etwas konfus. Sieger und Borek haben solches Zeug wenigstens immer in irgendeinen Sammlungskontext gepackt à la „Die Weltkriegsprovisorien Europas“, innerhalb dessen sie dann monatlich überteuerte Stücke im Abo lieferten.
thomas4680 Am: 18.02.2026 16:08:28 Gelesen: 10347 # 66
Das ist doch nicht wirklich neu, einen Katalogschlager zu vermarkten. Nur kauft man diesmal Marke plus Katalog bzw. Katalogpaket. Umsonst ist da nichts, der DBC wrd da wohl kaum draufzahlen. Nachdenkenswert ist da natürlich bei der Fiume - Marke die Preissteigerung im Online - Katalog. Eine Marke, von der bisher mindestens 99% der Sammler nie gehört haben, taucht plötzlich (in Mengen?) auf und wird als Bundle mit Katalogen vertrieben. Was die "Bewertungshinweise" im Michel angeht, dem geneigten Sammler sei da noch die Broschüre "Wie Michel Preise entstehen" empfohlen, war früher in div. Katalogen mit abgedruckt. Gibt es noch als pdf hier: https://www.briefmarken.de/briefmarken-sammeln/hilfe-fuer-sammler Hat man da jetzt ein neues Konzept? Die Unabhängigkeit zeichnete Michel ja gerade aus.
drmoeller_neuss Am: 24.02.2026 16:41:38 Gelesen: 9660 # 67
Hurra, es ist wieder ein neuer Artikel im DBC ! Dieses Mal ist es ein Markenheftchen aus Irland, angeblich selten. Der Katalogwert der Einzelmarken beläuft sich auf 9000 Euro. Das Problem ist, dass niemand sagen kann, wieviel von diesen Markenheftchen produziert wurden und wo die Auflage geblieben ist. Vielleicht geht es diesem Heftchen genauso wie anderen Katalogschlagern, die peu à peu auf den Markt geworfen werden, bis irgendwann einmal der Preis zusammenbricht. Ich gehe nicht davon aus, dass die irische Post davon nur eine Kleinauflage hat produzieren lassen. Und wenn ein Käufer tatsächlich mit diesem Heftchen glücklich wird (die Ausgabe ist grafisch sehr gut gestaltet und passt auch gut in eine Motivsammlung "Blumen" oder "Natur"), stellt sich die Frage, was macht man mit 59 (in Worten: neunundfünfzig !) alten Michel-Katalogen, die es gratis dazu gibt? Autoschrauber können vielleicht die Kataloge zum Hochbocken des Autos verwenden, einfach vier Stapel machen. Aber was macht ein Sammler mit den Katalogen? Als Trockenbuch eignet sich das Glanzpapier nur schlecht (ich nehme dafür den alten Brockhaus aus den 70er Jahren, die einzige Verwendung der 24-bändigen Lexikonserie, die sie bislang vom Altpapiercontainer gerettet hat. 😉
drkohler Am: 24.02.2026 18:27:42 Gelesen: 9562 # 68
Das Heftchen konnte ich nur an einem Ort, auf ebay, aufstöbern (Roy Hamilton-Bowen). Der geforderte Preis ist £5,134.75 (or best offer), ziemlich genau 5900 Euro

2007 48c Primrose & 48c Daisy €4.80 booklet re-print without phosphor frames RR!
bovi11 Am: 24.02.2026 20:10:32 Gelesen: 9464 # 69
@ drkohler [#68] Oder auch hier: https://www.ebay.de/itm/257208965522 Man sieht, für die "Zugaben" soll man mehr als 1.900,00 Euro bezahlen. Für diejenigen, die es nicht wissen, habe ich das Impressum des Verkäufers daneben gesetzt:
Richard Am: 25.02.2026 09:10:46 Gelesen: 9261 # 70
Hallo zusammen, in der aktuellen Michel Rundschau wurden vom Deutschen Briefmarken Club - Aus Liebe zur Philatelie - 15 Seiten - mit Werbung belegt: V 1 - Wohnungsbaumarke Probedruck mit Attest Rolle BPP V 2 - Mitglieder profitieren von vielen Vorteilen E 1 - Gratis Deutschland Spezial 2024 E 2 - DBC Bonus Level - 10 Kataloge Gratis bei 1.000 Euro Umsatz E 3 - Erneut Wohnungsbaumarke Probedruck mit Abbest Rolle BPP E 4 - Das Kleingedruckte (wörtlich) und Best-S für Wohnungbaumarken E 5 - Prämien Deutschland Spezial 2024 und 8 Europa 2023-2024/2025 E 6 - Erste Abolieferung Gebraltar im Bild - Der Preisknaller E 7 - Rare offizielle Probedrucke Gibraltar E 8 - SAFE Albumeinband gratis mit Abonnement E 9 - Gibraltar Abobestellung ungezähnter Probedrucke E 10 - Gibralter Probedrucke zu jeweils 10 Euro E 11 - Offizielle Zertifikate aus Gibraltar - ungezähnte Probedr. E 12 - Bei Abobestellung jeder Probedruck zu 10 Euro. (Der Inhalt der 14 Seiten Clubwerbung wurde stark verkürztkürzt dargestellt !) Ohne Zweifel, die Seitenzahl der Werbung hat sich erhöht. Dazu kommen noch 4 Seiten Michel-Eigenwerbung und auf einer fünftel Seite kleine Kleinanzeigen. Wir werden künftig über die Werbung des Clubs nur noch selten berichten, unsere gut informierten Mitglieder dürfen gerne weiter schreiben.
22028 Am: 25.02.2026 09:30:17 Gelesen: 9236 # 71
In München auf der Messe hat der Verlag sicher wieder einen gutbesetzten Stand, da kann man ja mal provokante Fragen stellen, fundierte Antworten darf an aber bestimmt nicht erwarten.
TeeKay Am: 25.02.2026 10:47:37 Gelesen: 9175 # 72
Ich kanns kaum erwarten, dass die anderen Features des Clubs starten: „ Der Deutsche Briefmarken Club ist […] eine Gemeinschaft, die Sammlerherzen verbindet, Wissen teilt und die Faszination des Briefmarkensammelns in die digitale Welt trägt.“
angim Am: 25.02.2026 11:37:56 Gelesen: 9123 # 73
@ TeeKay [#72]

Tja, momentan wird da noch wenig Wissen geteilt.

Bei dem Markenheftchen von Irland wird nur die Vorderseite des Markenheftchendeckels gezeigt.

Wäre ich ein potentieller Kunde, würden mich weiterführende Informationen interessieren, wenn ich das Heftchen mit den 59 Katalogen kaufen wollte.

Haben diese Markenheftchen eigentlich mal ein Postamt von innen gesehen oder sind sie direkt aus der Druckerei auf den Markt gebracht worden?

Viele Grüße
Thomas
nagel.d Am: 25.02.2026 17:57:41 Gelesen: 8931 # 74
Also wenn ich die hier genannten Preise von Marken lese, stelle ich mir die Frage warum ich das mit einem Exemplar eine älteren Katalog als Geschenk bestellen soll. Wenn ich soviel Geld für Marken ausgebe, habe ich auch noch Geld übrig für den aktuellen Katalog zu kaufen. Für mich geben die Angebote nicht wirklich einen Sinn.
angim Am: 25.02.2026 18:20:30 Gelesen: 8910 # 75
@ nagel.d [#74] Das Angebot mit dem Irland-Heftchen ergibt absolut keinen Sinn. Keine Hintergrundinformationen und dann 59 (!) Kataloge dazu. Viele Grüße Thomas
drkohler Am: 25.02.2026 18:38:58 Gelesen: 8887 # 76
@ angim [#73] Haben diese Markenheftchen eigentlich mal ein Postamt von innen gesehen oder sind sie direkt aus der Druckerei auf den Markt gebracht worden Das sind reguläre Heftchen gewesen (wenn auch wahrscheinlich in geringer Auflage - "wir haben fast keine mehr - liefert noch ein paar"). Was vermutlich geschah ist dass diese Reprints "einfach so" verteilt wurden. Die Sammler, die diese Heftchen sahen, dachten sich wohl Alle "Das Heftchen habe ich schon" und so blieben diese Reprints liegen - oder wurden von "Normalen Kunden" gekauft und verbraucht. Bis dann mal ein Sammler mit seiner uv-Lampe auf das Heftchenblatt zielte und keine Phosphormarkierungen sah. Zu dem Zeitpunkt waren wohl die meisten Heftchen schon weg und so wurden sie zur Rarität. Möglicher Weise wurden die Heftchen ja auch eingezogen nach einer Weile (Porto wurde von 48c auf 55c erhöht in der Ausgabeperiode). Ein Irland-Spezi weiss da wahrscheinlich mehr. Das ist bei US-Markenheftchen öfter mal passiert. Eine neue Auflage lag im Automat/in der Schublade in der Post. Wenn dann ein Sammler mal genauer hinschaute, bemerkte er eine bis dahin unbekannte neue Plattennummer und der Run der Spezialisten begann, dieses Heftchen irgendwo noch zu bekommen. Ein bekannter Fall ist z.B. das "D" Heftchen mit der Platte nr 2.
angim Am: 25.02.2026 18:53:54 Gelesen: 8879 # 77
@ drkohler [#76] Ok, Du hattest ja schon von "re-print without phosphor frames" geschrieben. Es ist ja eigentlich die Aufgabe des Anbieters die Story zu erzählen. Viele Grüße Thomas
TeeKay Am: 25.02.2026 21:24:30 Gelesen: 8785 # 78
Das wäre deutschen Sammler:innen zu Zeiten von Burgen & Schlösser nicht passiert, als wöchentlich ganze Blister gekauft und untersucht wurden.
rosteins69 Am: 26.02.2026 02:48:21 Gelesen: 8686 # 79
59 Michel-Kataloge? Das mag ich nicht glauben. Da müssten ja etliche gleich doppelt geliefert werden.
DL8AAM Am: 26.02.2026 06:46:52 Gelesen: 8658 # 80
@ angim [#77] Warum? Wenn ich, als Irlandsammler (eher Spezialist) bewusst für ein Sammelobjekte so viel Geld in die Hand nehme, dann weiß ich auch wofür ich das tue. Alles gut. Kein unbedarfter Gelegenheitssammler wurde je auf die Idee kommen, das Objekt nur mal so, aus Spaß zu kaufen. Für zig 1000 Euro. So einen "Nicht-Irland-Sammler" überredet kein noch so toll ausgeführtes Angebot. Das wirkt im Gegensatz sogar eher unseriös auf mich. Michelnummer und der Preis, reicht vollkommen. Zumindest bei dieser Art von Angeboten. Je mehr Blabla desto unseriöser. Den Markt der 10 Millionen "unbedarften" Briefmarkensammler, für alles kaufen "hauptsache es klingt toll und ist limitiert-exklusiv - und teuer" gibt es doch seit Jahrzehnten ("leider...") nicht mehr. Der das heutzutage kauft, weiß was er hier kauft und dem ist es das wert. Irgendwie erschließt sich mir das aktuelle Geschäftsmodel, mit nur zweidrei 'einfach nur hochpreisigen' Angeboten, aktuell noch immer nicht wirklich, das können doch nur lautstarke Geburtswehen sein, aber doch noch nicht das echte Business. Sonnige 30°-Grüße aus Arizona :-) Thomas
TeeKay Am: 26.02.2026 08:39:42 Gelesen: 8597 # 81
Die Angebote richten sich ja offensichtlich nicht an Spezialisten. Die ganze Firma wurde mMn nur zu einem Zweck gekauft: hochpreisige, zusammenhanglose Ware an unbedarfte Sammler zu verkaufen. Wäre es darum gegangen, a la Baumeister Spezialist:innen mit seltener Ware zu versorgen, hätte er das über seine schon vorhandenen Kanäle wie sein Auktionshaus tun können, ohne von Schwaneberger tonnenweise bedrucktes Papier und in den Fachmedien seitenweise teure Werbung einzukaufen.
DL8AAM Am: 26.02.2026 09:28:32 Gelesen: 8557 # 82
@ TeeKay [#81] Das ist genau die Frage, die ich mir auch stelle. Dieser Markt ist einfach nicht mehr groß genug, um darauf ein echtes Business aufbauen zu können. In den 1980er Jahren, mit 10 Millionen" Sammlern mag das noch sinnvoll gewesen sein. Wenn 0,01 Promille mit solchen Angeboten überzeugbar war, waren das immer noch genug, um davon leben zu können. Das können maximal Nebenbei-Ebayverkäufer machen, die "hochpreisige" Angebote starten, in der Hoffnung, dass alle 2-3 Jahre mal eine Unbedarfter auf Kaufen klickt. Der Wert mag zwar hinkommen, aber wie viele solcher Angebote muss ich einstellen, damit das Business, als Firma, erfolgreich sein kann? Wie viele Gibraltar- oder Irlandsammler gibt es? Der unbedarfte Gelegenheitssammler kauft sowas Hochpreisiges sicherlich nicht. Falls es diesem Typus überhaupt noch in nennenswerter Menge geben sollte. Vielleicht kauft so einer mal einen Danzigssatz für 100 € zu 75%-Michel als Schnäppchen, weil man einfach Lust darauf hat (= alles gut), aber hier geht's um zigtausende €. Hier sind nur noch die Spezialisten im Spiel. Dafür sind Briefmarken einfach nicht mehr mainstream-mäßig genug. Eine irische Fehlproduktion ist keine Rolex und kein Lambo zum Prahlen für den Influencer-WhatsApp-oder YouTube-Kanal. Die Frage ist: Wer...
bovi11 Am: 26.02.2026 09:41:20 Gelesen: 8546 # 83
Der einzige Zweck des Unternehmens ist das Verscherbeln von Massen alter Michel-Kataloge. Alles andere ist "schmückendes" Beiwerk.
TeeKay Am: 26.02.2026 18:43:17 Gelesen: 8339 # 84
@ DL8AAM [#82] Das lustige ist, dass über DBA vor wenigen Monaten noch sehr seltene deutsche Markenheftchen verscherbelt wurden. Perfekte Qualität, unsigniert und attestiert (die meisten dieser alten, seltenen Heftchen wurden signiert), untypisch günstig. Weil alle Sammler:innen, die vierstellige Beträge für Bund Markenheftchen ausgeben, diese Heftchen trotz der Seltenheit inzwischen besitzen. Wenn es also schon nicht möglich ist, Bund Ware im Bund Heimatland zu marktüblichen Preisen zu verkaufen, ist das Unterfangen, Nischen-Sammelgebiete wie Irland und dann auch noch mit höheren Preisen, anzubieten, schon sehr seltsam.
Richard Am: 03.03.2026 12:09:43 Gelesen: 7757 # 85
Aus dem Michel Newsletter vom 28.02.2026 mit der Mail-Überschrift Ostafrikanische Seenpost „Schülke & Mayr“
Vernian Am: 03.03.2026 18:43:48 Gelesen: 7586 # 86
Also mal ehrlich - besondere Sammelgebiete und deren Spezialitäten sind durchaus ja auch mein Bereich. Aber derartiges als Vermarktung zu bewerben, dazu noch mit irgendwelchen (dubiosen ?) Nachdrucken und nicht Originalen, für Gebiete, denen vermutlich kaum mehr als 3-4 spezialisierte Sammler Interesse entgegenbringen - was bitte sehr soll das ? Seröse Angebote sehen anders aus. V.
angim Am: 03.03.2026 19:28:26 Gelesen: 7539 # 87
@ Vernian [#86] Das sind halt so Sachen, die nie ein Postamt von innen gesehen haben. Viele Grüße Thomas
wulf Am: 10.03.2026 22:51:03 Gelesen: 6994 # 88
Ich bin der Überzeugung, dass dieses Angebot des "Deutschen Briefmarkenclubs - Aus Liebe zur Philatelie" nicht der Worte wert ist, die hier nieder geschrieben worden. Dazu fällt mir nur noch ein: Nepper, Schlepper, Bauernfänger ... MfG Jan
Richard Am: 11.03.2026 15:37:32 Gelesen: 6765 # 89
@ Vernian [#86] @ angim [#87] @ wulf [#88] und alle Anderen Wir sollten um Sachlichkeit bemüht sein und alle Beleidigungen für uns behalten, bevor bei uns ein Anwalt hohe Schadenersatzsummen eintreiben möchte. In diesem Fall müssten die Daten des Beleidigers an die Gegenseite gehen. In folgenden Bereichen sind Klärungen erwünscht: - Besteht eine Kooperation des DBC mit Michel oder hat DBC vor, am Schwaneberger Verlag eines massgebliche (Mehrheits-) Beteiligung zu übernehmen ? - Gibt es Anzeichen, dass der DBC die Katalogpreise im eigenen Interesse beeinflussen (herauf- oder heruntersetzen) möchte ? Durch eine schriftliche Vereinbarung oder durch eine Übernahme der Mehrheit am Verlag wäre das möglich. Für mich würde dies ein mögliches Ende in die Objektivität und Qualität der Katalogpreise des Verlags darstellen. Bisher jedoch gibt es dafür keine handfesten Nachweise. Grüsse aus dem Allgäu, Richard
TeeKay Am: 11.03.2026 17:50:32 Gelesen: 6672 # 90
@ Richard [#89] Ich sehe in den genannten Beiträgen keine Beleidigungen, sondern den Versuch, vorauseilende Selbstzensur einzuführen. [#86] und [#87] wären unrichtige Tatsachenbehauptungen, die hier aber ausscheiden, da der Anbieter selbst sagt, dass es Nachdrucke sind, die nie ein Postamt von innen sahen. Und in [#88] wurde der hier diskutierte Anbieter nicht als Nepper, Schlepper oder Bauernfänger bezeichnet - sondern lediglich zum Ausdruck gebracht, dass diese Begriffe beim Lesen dieses Threads einfallen. Es handelt sich also gerade nicht um eine ehrenrührige Tatsachenbehauptung oder ein ehrenrühriges Werturteil.
drmoeller_neuss Am: 11.03.2026 19:25:50 Gelesen: 6611 # 91
Ich sehe das wie TeeKay. Die genannten Beiträge bringen nur bekannte Tatsachen, und dürften im übrigen durch die Meinungsfreiheit abgedeckt sein. Die Meinungsfreiheit ist in Deutschland ein hohes Gut, das musste auch eine andere Größe der Philatelie erfahren, indem sie ein Prozess gegen ein - hier nicht weiter genanntes - deutschsprachiges Forum verloren hat. Und was das Handelsgebaren der Firma anbelangt, sei nur auf den Beitrag [#69] von bovi11 verwiesen. Im übrigen handelt es sich auch hier um Tatsachenbehauptungen. Ergänzend zu Deinen Fragen: Für mich würde dies ein mögliches Ende in die Objektivität und Qualität der Katalogpreise des Verlags darstellen. Dieses Ende ist schon lange erreicht. Zu meiner Jugendzeit wurde noch "Michel gegen Michel" getauscht, d.h. auf Basis der Katalogwerte. Selbst postgültiges Material wurde auf Michelbasis getauscht. Heute geht es nur noch mit Ausgleichsfaktoren, z.B. doppelter Wert Westeuropa gegen Übersee. Die Katalogpreise müssten für viele deutsche Briefmarken drastisch gesenkt werden, postfrisches Material Anfangszeit Bund bleibt für 5% Katalogpreis liegen. Aber wer überbringt die schlechten Nachrichten den Sammlern? - Viel wichtiger wäre die Frage, ob es für die Herausgabe der Michel-Kataloge überhaupt noch ein tragfähiges Geschäftsmodell gibt, bzw. einen Geldgeber aus dem philatelistischen Handel, der den Schwaneberger Verlag zu den notwendigen Strategieänderungen überzeugen kann? Wenn das Herrn Hantschel gelingen würde und er die notwendige Finanzspritze mitbrächte, wäre der Philatelie in Deutschland ein großer Gefallen getan. In ein Fass ohne Boden wird niemand langfristig investieren.
Richard Am: 17.03.2026 09:13:28 Gelesen: 6014 # 92
Im Michel Newsletter vom 07.03.2026 finden wir das nächste Angebot des Clubs: Somalia 1992 "Gazellen" mit irrtümlich rotem Überdruck Interessant wird werden, ob bei der nächsten Ausgabe der Michel Übersee Kataloge die Katalogpreise dieser Ausgaben verändert werden und wenn ja in welche Richtung ?
angim Am: 17.03.2026 13:35:06 Gelesen: 5844 # 93
@ Richard [#92] Wenn ich im Angebot lese, Besonderheit dieser nicht ausgegebenen Stücke ist der irrtümlich rote Aufdruck. Laut vorliegenden Angaben soll hiervon lediglich eine geringe Auflage existieren. Damit zählen diese nicht ausgegebenen Marken zu den gesuchten Seltenheiten der modernen Somalia-Philatelie und ist zugleich thematisch im Bereich weltweiter Naturschutz/WWF von großem Interesse. dann gehe ich natürlich von einer Wertsteigerung aus. Das sind die Kronjuwelen der Somalia-Philatelie und gleichzeitig jeder WWF-Sammlung! Viele Grüße Thomas
TeeKay Am: 17.03.2026 16:39:56 Gelesen: 5750 # 94
@ angim [#93]

"Das sind die Kronjuwelen der Somalia-Philatelie und gleichzeitig jeder WWF-Sammlung!"

Ohne ist man einfach nicht komplett. Nimm noch die Welt-Generalsammler dazu und dann wird klar, dass viele Sammlungen unkomplett bleiben werden. Man kann nur hoffen, dass die deutsche Papierindustrie lieferfähig bleibt, um all die gratis-Michels drucken zu können, die als Prämien benötigt werden.
drmoeller_neuss Am: 17.03.2026 17:32:09 Gelesen: 5706 # 95
@ TeeKay [#94]

Alle Ausgaben aus Somalia ab dem Jahre 1991 sollte man mit gesunder Vorsicht betrachten. Seit dem Sturz des Einparteiensystemes Anfang 1991 befand sich Somalia im Bürgerkrieg und ein geregelter Postbetrieb hat nicht mehr bestanden. Ich habe jedenfalls seit diesem Zeitpunkt keine bedarfsgestempelten Briefmarken mehr gesehen.

Dass die Marken überhaupt noch vom Michel katalogisiert werden, haben die Marken wohl dem Umstand zu verdanken, dass sie in der italienischen Staatsdruckerei hergestellt wurden. Die Italiener zeichneten auch für die grafische Gestaltung verantwortlich. Vielleicht gab es im Rahmen der Entwicklungshilfe einen langfristigen Vertrag zwischen Italien und der ehemaligen Kolonie Somalia. Die Italiener haben auch die Poststempel geliefert, die Stempel entsprechen den italienischen.

Ich gehe nicht davon aus, dass die Marken jemals Somalia gesehen haben.

Daneben gibt es auch Ausgaben, die privat hergestellt wurden und auf jeden Fall Schwindelausgaben sind. Der Michel hat inzwischen auch die früher katalogisierten Marken ab 2003 herausgenommen. Auch diese in der italienischen Staatsdruckerei IPS Roma gedruckten Marken sind keine amtlichen Ausgaben.
angim Am: 17.03.2026 18:32:08 Gelesen: 5649 # 96
Die Aussage Laut vorliegenden Angaben soll hiervon lediglich eine geringe Auflage existieren. ist doch offen gestanden ein wenig nebulös. Warum wird hier kein Wissen geteilt? Viele Grüße Thomas
TeeKay Am: 17.03.2026 18:34:44 Gelesen: 5647 # 97
@ drmoeller_neuss [#95] DBC ist doch offenbar spezialisiert auf "Briefmarken", die nie zur Ausgabe kamen. Ich gehe davon aus, dass der wahre Grund der Schlacht von Mogadischu die Sicherstellung dieser exquisiten Briefmarken war. Wundert mich, dass DBC kein Wort darüber verliert. Jetzt freue ich mich erstmal auf meine nächste Abolieferung mit tollen Gibraltar Probedrucken.
angim Am: 17.03.2026 19:09:52 Gelesen: 5604 # 98
@ TeeKay [#97] meine nächste Abolieferung mit tollen Gibraltar Probedrucken. Hoffentlich werden die auch demnächst ordentlich katalogisiert! Viele Grüße Thomas
Sammlerfreund Christian Am: 18.03.2026 08:16:04 Gelesen: 5435 # 99
@ Alle Sehe nur ich es so, oder ist jeder Beitrag hier unfreiwillige Werbung für Herrn Hantschels Plattform? Auch negative Publicity ist positive Publicity, und wenn nur jeder 20., der durch dieses Thema auf die neuen Angebote hingewiesen wird, diese attraktiv findet, rechnet sich die ganze Sache schon, so dass die Spötter hier dem Herrn Hantschel einen schönen Profit bescheren. Nichts für ungut, aber ich finde, das Thema hat sich eigentlich komplett totgeritten und nützt nur noch Herrn Hantschel. Viele Grüße Sammlerfreund Christian
Wolfgang Lang Am: 18.03.2026 14:41:20 Gelesen: 5300 # 100
Ich denke nicht, dass durch dieses Forum jemanden zum Kauf dieser "Wie-gerne-wäre-ich-eine-Briefmarke"-Produkte verführt wird. Neben allem Ernst ist doch ein gelegentlicher Spott ganz nett, noch dazu, wenn er sich aus solchen Angeboten speist. Ich freue mich schon auf die nächste Email aus dem Hause Schwaneberger mit einem neuen "must have" und die entsprechenden Kommentare von Uli, den Thomassen und Dieter. Lass uns halt den Spaß. PS: Falls jemand meine alten Kataloge haben möchte, kann ich noch ein paar unkatalogisierte Verkaufsschlager drauflegen. Porto zu meinen Lasten.
Richard Am: 20.03.2026 09:05:09 Gelesen: 4971 # 101
Im Michel Newsletter vom 14.03.2026 finden wir das nächste Angebot des Clubs:
carepa Am: 20.03.2026 09:57:52 Gelesen: 4940 # 102
Das ist die Auktionsfirma DBA und nicht der DBC.
Richard Am: 20.03.2026 13:33:04 Gelesen: 4835 # 103
@ carepa [#102] Korrekt. Ich musste aus dem Haus ohne den Beitrag beendet zu haben. Jürgen Hantschel ist auch der verantwortliche Geschäftsführer der DBA sowie von mehreren Auktionsfirmen. Er baut seine Firmengruppe weiter aus. Wenn er jetzt noch den Schwaneberger Verlag kaufen würde, dann würde er zu den einflussreichsten Anbietern in Mitteleuropa gehören. Das nächste mal wirst Du wieder tolle Briefmarken Angebote finden, von denen Du vielleicht bisher noch nichts gehört oder gesehen hast. Grüsse aus dem sonnigen Allgäu, Richard
Richard Am: 25.03.2026 09:25:53 Gelesen: 4257 # 104
Michel Newsletter vom 14.02.2026: Für anspruchsvolle Sammler der DDR-Philatelie bieten wir eine besonders gesuchte Abart aus dem Jahrgang 1954 an: Die Sondermarke „Leipziger Herbstmesse“ zu 24 Pfennig besticht durch ihre dunkelbräunlichrote Farbgebung und das Wasserzeichen „DDR und Posthorn“. Das hier angebotene Stück gehört zum waagerechten Wasserzeichen Type 2 X II und weist eine drucktechnisch hochinteressante Besonderheit auf: Der Druck erfolgte auf der Gummierungsseite, wobei die Bildseite gewöhnliches Papier anstelle des sonst üblichen gestrichenen Papiers zeigt – ein klarer Hinweis auf die begehrte Druckvariante. Zusätzlich ist der originale Druckvermerk „VEB Graphische Werkstätten Leipzig, III 18/97“ vorhanden, ein Detail, das die Authentizität und sammlerische Bedeutung dieses Stücks weiter unterstreicht. Die Marke liegt in gestempelter Erhaltung vor (Mi.-Nr. 433 G DV gestempelt) und wurde mit dem Sonderstempel „LEIPZIG C 17 – MM-Zeichen und Hauptbahnhof“ entwertet. Das Stempeldatum 16.9.1954 steht in direktem Zusammenhang mit der Leipziger Messe und verleiht der Marke zusätzlich zeitgeschichtlichen Reiz.