Einen R-Zettel in dieser Form habe ich noch nicht gesehen. Ich kenne ja die eingedruckten R-Zettel der Deutschen Post und weiß auch, dass solche bei Selbstbucher durchaus normal waren. In der Regel handelt es sich dann aber um Firmen oder Institutionen.
Der Absender auf diesem Brief weist eher auf eine Privatperson hin und da scheint mir eine Selbstbucher-Eigenschaft doch weniger normal. Nun sieht der R-Zettel unter der Lupe wie gestempelt aus. Wenn es aber so ist, wie werden dann die schwarzen Eintragungen hinzugefügt? Oder wurde das alles in einem Arbeitsgang per Stempel aufgetragen? Eigentlich wollte ich damit ja noch bei der ARGE R+V-Zettel vorbeischauen, habe das aber zeitlich nicht mehr geschafft. Nun hoffe ich halt, dass mich hier jemand schlau machen kann.
Mit philatelistischem Gruß
Henry
Thema:
Sonder-Einschreibzettel aufgedruckt oder aufgestempelt 1962 - ein Feldversuch
Am: 27.10.2025 13:54:24
Gelesen: 934
# 1
Bei der Briefmarken-Messe in Ulm bin ich über diesen Brief gestolpert:
Einen R-Zettel in dieser Form habe ich noch nicht gesehen. Ich kenne ja die eingedruckten R-Zettel der Deutschen Post und weiß auch, dass solche bei Selbstbucher durchaus normal waren. In der Regel handelt es sich dann aber um Firmen oder Institutionen.
Der Absender auf diesem Brief weist eher auf eine Privatperson hin und da scheint mir eine Selbstbucher-Eigenschaft doch weniger normal. Nun sieht der R-Zettel unter der Lupe wie gestempelt aus. Wenn es aber so ist, wie werden dann die schwarzen Eintragungen hinzugefügt? Oder wurde das alles in einem Arbeitsgang per Stempel aufgetragen? Eigentlich wollte ich damit ja noch bei der ARGE R+V-Zettel vorbeischauen, habe das aber zeitlich nicht mehr geschafft. Nun hoffe ich halt, dass mich hier jemand schlau machen kann.
Mit philatelistischem Gruß
Henry
Einen R-Zettel in dieser Form habe ich noch nicht gesehen. Ich kenne ja die eingedruckten R-Zettel der Deutschen Post und weiß auch, dass solche bei Selbstbucher durchaus normal waren. In der Regel handelt es sich dann aber um Firmen oder Institutionen.
Der Absender auf diesem Brief weist eher auf eine Privatperson hin und da scheint mir eine Selbstbucher-Eigenschaft doch weniger normal. Nun sieht der R-Zettel unter der Lupe wie gestempelt aus. Wenn es aber so ist, wie werden dann die schwarzen Eintragungen hinzugefügt? Oder wurde das alles in einem Arbeitsgang per Stempel aufgetragen? Eigentlich wollte ich damit ja noch bei der ARGE R+V-Zettel vorbeischauen, habe das aber zeitlich nicht mehr geschafft. Nun hoffe ich halt, dass mich hier jemand schlau machen kann.
Mit philatelistischem Gruß
Henry
Am: 27.10.2025 14:13:47
Gelesen: 920
# 2
@ Henry [#1]
Hallo Henry,
solche Belege hatte ich mir mal als Bilddateien abgespeichert. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich die Bilder gefunden hatte. Jedenfalls handelt es sich um einen Feldversuch bei verschiedenen Postämtern und es sind komplette Stempel mit einstellbaren Daten.


Die ARGE der R+V-Zettel kann dazu ganz sicher mehr beisteuern.
Viele Grüße
Christoph


Die ARGE der R+V-Zettel kann dazu ganz sicher mehr beisteuern.
Viele Grüße
Christoph
Am: 27.10.2025 16:11:29
Gelesen: 871
# 3
@ Henry [#1]
@ Christoph 1 [#2]
Hallo,
es handelt sich hierbei um zweifarbige selbstfärbende Nummernstempel die versuchsweise ab Februar 1962 bei 15 Ämtern zum Einsatz kamen. Mit dem doppelschlägigen Stempel wurde zuerst der Brief gestempelt und anschließend die Einlieferungsbescheinigung.
Gruß
Uwe Seif
Am: 27.10.2025 17:14:54
Gelesen: 842
# 4
@ Christoph 1 [#2]
@ Uwe Seif [#3]
Herzlichen Dank für die aufklärenden Beiträge. Wenn es ein Feldversuch war, sind solche Belege vermutlich nicht so häufig vorkommend, so dass es sich lohnt, sie in der eigenen Sammlung zu belassen, wenn auch nur als Randgebiet.
Mit philatelistischem Gruß
Henry
Am: 28.10.2025 14:30:48
Gelesen: 737
# 5
@ Uwe Seif [#3]
Die Antwort hat mich angeregt, weiteres über diese Stempel herauszufinden. Leider finde ich außer den Angaben in der Übersicht in der ARGE-Seite im Internet nichts. Ist bekannt, von wann bis wann der Feldversuch lief. In welchem regionalen Bereich wurde er durchgeführt?
Mit philatelistischem Gruß
Henry
Am: 28.10.2025 14:55:33
Gelesen: 724
# 6
Hallo in die Runde.
Es gab aber tatsächlich auch aufgedruckte R-Zettel.
Die ARGE "R- und V-Zettel" brachte in den 1970-er Jahren zumindest diese drei Belege heraus, unterstützt seinerzeit von einem der beiden bekannten Paikert-Brüder, wenn ich mich nicht irre, war es der Dieter.
Sie gelten meines Wissens nach auch als "Sonder-Einschreibzettel", einfach mal bei der ARGE anfragen.
mit Sammlergruß
Werner
Die ARGE "R- und V-Zettel" brachte in den 1970-er Jahren zumindest diese drei Belege heraus, unterstützt seinerzeit von einem der beiden bekannten Paikert-Brüder, wenn ich mich nicht irre, war es der Dieter.
Sie gelten meines Wissens nach auch als "Sonder-Einschreibzettel", einfach mal bei der ARGE anfragen.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 29.10.2025 12:50:32
Gelesen: 632
# 7
Hallo,
ich habe zu diesem Thema "Nummernstempel für die Annahme von Einschreibsendungen" einen Artikel am Beispiel Delmenhorst geschrieben. Dazu habe ich die entsprechenden Amtsblätter herausgesucht.
https://einschreiben-aus-niedersachsen.de/2016/12/01/nummernstempel-fuer-die-annahme-von-einschreibsendungen/
Viel Spaß beim Studieren.
Martin
Am: 29.10.2025 21:19:20
Gelesen: 577
# 8
@ alle
Ist bekannt, aus welchen Jahren die aufgedruckten oder aufgestempelten Sonder-Einschreib"zettel" vorliegen ?
Ein für mich interessantes Thema - weitere Belege sind gerne willkommen. Bei einem Feldversuch sollte die Zahl der Teilnehmer und Orte beschränkt sein.
Schöne Grüsse, Richard
Am: 29.10.2025 22:08:52
Gelesen: 556
# 9
@ Richard [#8]
Hallo zusammen,
ich habe jetzt die Quelle wiedergefunden, woher ich die in [#2] gezeigten Bilder kopiert hatte. Es ist ein Beitrag im Philaforum aus November 2023 [1].
Dort wird auch benannt, in welchen Orten der Feldversuch durchgeführt wurde:
Augsburg, Bremen, Delmenhorst, Düsseldorf, Frankfurt (Main), Göppingen, Hamburg (mehrere Postämter) Heidelberg, Mannheim, Oberstdorf, Weinheim, Würzburg.
Neben den von mir bereits oben gezeigten Belegen werden dort im philaforum weitere Belege aus Bremen, Hamburg, Oberstdorf und Weinheim gezeigt.
Viele Grüße
Christoph
[1] https://philaforum.com/forum/thread/41940-postautomation-der-60er-jahre/?postID=540382#post540382
Am: 30.10.2025 12:37:05
Gelesen: 497
# 10
Hallo,
beim Auktionshaus Schlegel, Berlin wird aktuell ein Beleg aus Delmenhorst in der kommenden Auktion angeboten, zu einem überraschenden Preis:
https://auktion.auktionshaus-schlegel.de/de/lots?page=&set_gesetz_bestaetigt_jn=J&gesetz_bestaetigt_neu=J&set_sprache=de&suchtext=delmenhorst
Schönen Tag
Martin