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Auction Galleries Hamburg (Christoph Gärtner Gruppe) streicht die Segel

Richard Am: 16.10.2025 13:54:57 Gelesen: 1177 # 1
(wm-pcp) Der Internetseite des Hauses ist es noch nicht zu entnehmen, aber der Redaktion des pcp liegt eine Nachricht aus dem Hause vor, dass dieses Unternehmen der Christoph Gärtner Gruppe zum 30. September 2025 seinen Auktionsbetrieb eingestellt hat und künftig keine weiteren Versteigerungen mehr durchführen wird. Die letzte fand als 36 Auktion am 27./28. Juni 2025 statt, die erste wurde am 2./3. September 2016 ausgerichtet. Christoph Gärtner hatte das vormalige Auktionshaus Schwanke in Hamburg am 27. April 2016 übernommen – das Foto zeigt ihn mit Hans-Jürgen Schwanke am damaligen Tag – und es durchaus erfolgreich positioniert. Gründe, die nun eine Betriebsschließung verursachten, wurden nicht benannt.
TeeKay Am: 16.10.2025 16:07:02 Gelesen: 1093 # 2
Das muss aber eine kurzfristige Entscheidung gewesen sein. Anfang Juli holte ich meine Lose ab und wurde mit "Bis zum nächsten Mal" verabschiedet.
JanClauss Am: 16.10.2025 19:30:51 Gelesen: 956 # 3
Als ursprünglich Hamburger war mein ganz früheres Lieblingsauktionshaus immer Edgar Mohrmann gewesen, zuletzt wie Schwanke auch von Christoph Gärtner gekauft und im selben Reichenhof untergebracht wie die Auction Galleries. Über das Ende von Mohrmann (bzw. dieses Mohrmanns!) und Hans-Peter Bahrs als Auktionator hatten die PhilaSeiten seinerzeit nichts gebracht. Wahrscheinlich war es ein "stilles Ende", indem es die Firma auf dem Papier noch gibt, sie aber nicht "operiert"? Christoph Gärtner hatte zu HochZeiten seiner Unternehmensgruppe und seines persönlichen "Unternehmensglücks" vier traditionelle Auktionshäuser in unserem Lande übernommen: Edgar Mohrmann, Pumpenmeier, Rauss & Fuchs sowie (Hans-Joachim) Schwanke. Seitdem sich Christoph aus Gesundheitsgründen aus dem Alltag des Auktionsgeschehens zurückzog - die Versteigerung des mauritianischen Bordeauxbriefes war das letzte Mal dass man ihn sah - versucht seine liebe Frau Regina, "den Laden zusammenzuhalten". Ich persönlich glaube allerdings nicht, dass dies auf Dauer Bestand haben wird, denn das C.G.Imperium war eben auf die Person ihres Gründers zugeschnitten und hat auch nur mithilfe seiner Persönlichkeit sowie eines Riesenstamms von Mitarbeitern - es gibt Gruppenwerbefotos mit über 60 Personen drauf - und mehreren Kilos schwerer Auktionskataloge, die weltweit versandt wurden, funktioniert. Am Beispiel Gärnter ist wieder einmal Karl Marx´s Aussage Society makes Man widerlegt. Gerade im Auktionsgeschehen - das sieht man von Hamburg und Hannover über Düsseldorf und Bonn bis Wiesbaden und Zürich - gilt wohl eher der Spruch Man makes Society - in diesem Falle die Gestalter von Auktionsgesellschaft. Es ist ohnehin ein Jammer, dass die Auktionslandschaft in Deutschland seit Beginn der 2000er Jahre von gezählen 85 Häusern (die kleinen mitgezählt) auf rund 60 zusammenschmolz, und Kenner der Szene sagen, dieser Konzentrationsprozess sei noch längst nicht abgeschlossen.