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Thema:

Österreich Einschreiben mit Rückschein

Briefuhu Am: 06.10.2025 08:49:56 Gelesen: 1237 # 1
Einschreiben mit Rückschein Eigenhändig vom 23.09.1960 vom Verwaltungsgerichtshof Wien nach Attnang-Puchheim. Oben links Aufdruck RSa der besagt, das der Brief nur an den Empänger und nicht an einen Postbevollmächtigten auzuhändigen ist. Postgebühr war beim Empfänger einzuheben. Auf der Rückseite 5 Schilling Portomarke mit der die Gebühr in Attnang-Puchheim erhoben wurde. Schönen Gruß Sepp
Reini46 Am: 06.10.2025 11:15:05 Gelesen: 1215 # 2
@ Briefuhu [#1] Hallo Sepp, das Porto dieses Briefes setzt sich wie folgt zusammen: Briefgebühr 1,50 Schillimg Einschreiben 2,- Schilling Rückscheingebühr 1,50 Schilling. Seit 1.8.1947 mußte der Empfänger die postordnungsgemäße Rückscheingebühr bezahlen ( § 2 Abs. 2 BGBl 112/47 ) - damit war die halbe Rückscheingebühr Geschichte. Grüße Reini46
Reini46 Am: 06.10.2025 11:52:53 Gelesen: 1195 # 3
Hallo, zur Veranschaulichung 2 Rückscheinbriefe - erster mit halber Rückscheingebühr, der zweite mit ganzer RS Gebühr Rückscheinbrief des Bezirksgerichts Bregenz vom 26.10.1946 Ortsbrief 8 Groschen 1/2 RS Gebühr 15 Groschen. Rückscheinbrief vom 31.8.1948 von der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch nach Hohenems Brief 40 Groschen RS Gebühr 75 Groschen, eine 5 Groschenmarke der orangen Landschaft wurde als Portoprovisorium verwendet. Grüße Reini46
Briefuhu Am: 06.10.2025 12:20:10 Gelesen: 1189 # 4
@ Reini46 [#2]

@ Reini46 [#3]

Vielen Dank für Deine Erläuterungen, habe noch mehr solche Belege, die ich bei Gelegenheit zeigen werde.

Schönen Gruß
Sepp
Briefuhu Am: 07.10.2025 16:49:01 Gelesen: 1131 # 5
Weiterer Einschreibbrief mit Rückschein, Aufdruck RSb, hier kann der Brief auch an einen Postbevollmächtigten wie z.B. Angehöriger, Mitarbeiter etc. übergeben werden. Der Brief ging vom Landes- Bezirksgericht Klagenfurt nach Attnang-Puchheim. Auf der Rückseite Portomarken über 3 Schilling die vom Empfänger zu entrichten waren. Schönen Gruß Sepp
Reini46 Am: 07.10.2025 19:41:30 Gelesen: 1106 # 6
@ Briefuhu [#5] Hallo Sepp, Brief im Fernverkehr 1,50 Schilling Rückscheingebühr 1,50 Schilling Grüße Reini46
Briefuhu Am: 07.10.2025 20:48:15 Gelesen: 1095 # 7
@ Reini46 [#6] Vielen Dank. Schönen Gruß Sepp
Frankenjogger Am: 07.10.2025 20:59:37 Gelesen: 1092 # 8
@ Reini46 [#2] Woran erkennt man, dass das Einschreiben mit Rückschein war? Wenn ja, was bedeutet "RSa" in [#1] und "RSb" in [#5]? Was ist/war mit "Eigenhändig" in [#1]? Kostete das extra? Viele Grüße, Klemens
Reini46 Am: 07.10.2025 22:11:42 Gelesen: 1081 # 9
@ Frankenjogger [#8] Hallo Klemens, In §2 der Dienstanweisung für die Zustellung der Erledigungen der Gerichte, der Verwaltungs- und der Steuerbehörden durch die Post steht: Die Zivil,- und Strafgerichtsbriefe sowie die Amtsbriefe tragen die Bezeichnung " RSa Eigenhändig " oder RSb, die Steuerbriefe nur die Bezeichnung " RSa Eigenhändig ". Der Unterschied zwischen Rückscheinbriefen a und b liegen beim Empfangsberechtigten. Ganz grob gesprochen war beim Rückscheinbrief a nur der genannte Empfänger berechtigt, die Sendung entgegenzunehmen, bei Rückscheinbrief b auch ein Bevollmächtigter. In § 8 der Verordnung wird ausführlich auf mehreren Seiten dargelegt, wer berechtigter Empfänger war. Für eigenhändig war bei diesen Briefen keine besondere Gebühr zu bezahlen. meine Literatur dazu Grüße Reini46
Frankenjogger Am: 08.10.2025 07:57:54 Gelesen: 1068 # 10
@ Reini46 [#9] Danke für deine Erläuterung. Nun noch die Frage, warum bei einem Brief (RSa) Einschreiben mit dabei war, beim anderen (RSb) nicht? War Eigenhändig nur in Verbindung mit Einschreiben möglich? Viele Grüße, Klemens
Reini46 Am: 08.10.2025 10:09:17 Gelesen: 1051 # 11
Aus der Verordnung § 3 Abs 2: nur besonders wichtige Erledigungen werden eingeschrieben aufgegeben Grüße Reini46
Wachauer Am: 14.10.2025 00:42:32 Gelesen: 886 # 12
Liebe Sammlerfreunde, privater Rückscheinbrief, Eigenhändig, vom 13.8.1986: Portogerechte Einzelfrankatur (Eckrand mit Symbolzahl) Mi.1478, Brief CEPT bis 20g 6,- Rekogebühr 17,- Rückschein 17,- Eigenhändig 10,- Herzliche Sammlergrüße Gerhard