Thema:
Fensterumschläge in Sammlungen
Am: 26.09.2025 16:44:25
Gelesen: 410
# 1
Fensterumschläge mit leeren Fenstern sehen in Sammlungen meist nicht besonders schön aus.
Ich versehe diese deshalb üblicherweise mit passenden Adressierungen. Dabei achte ich natürlich darauf, dass die Adresse auch sinnvoll ist. Eine Firma, die Hobelbänke herstellt, schreibt an eine Schreinerei. Ein 10-Pfennig-Ortsbrief sollte auch an eine passende Anschrift im Ort gerichtet sein. Das Suchen nach einer sinnvollen Adressierung nimmt da schon einige Zeit in Anspruch. Ein Brief sollte ja auch nicht an eine Firma gerichtet sein, die es zu den fraglichen Zeitpunkt nicht mehr oder noch nicht gab.
Damit soll natürlich niemand getäuscht werden, wenn ich einen solchen Beleg abgeben sollte (was selten vorkommt). Hintergrund ist schlicht das bessere Aussehen auf einem Albumblatt. In der Beschreibung steht in solchen Fällen nichts zur Adressierung, die bei Briefen ohne Fenster durchaus interessant und erwähnenswert sein kann.
Wie ist die Meinung hierzu?
Nachstehend noch ein Beispiel:
Am: 26.09.2025 17:21:50
Gelesen: 381
# 2
@ bovi11 [#1]
Das hat mein Vater in solchen 'leeren Fällen' auch so gemacht, was mich nach der "Erbschhaftsübernahme" sehr viel Zeit kostete, die 'Falschen' wieder zu entfernen und die Richtigen im Fenster zu belassen. Zumal er diese teilweise auch eingeklebt hat und ich diese oft nicht beschädigungsfrei wieder beseitigen konnte. Er hat dabei aber nicht immer nur kleine, fensterpassende Zettelchen eingelegt, sondern teilweise falsche Briefdrittel "ausgetauscht" hat.
Für mich persönlich sind das eindeutig Beleg-Fälschungen bzw. Verfälschungen und sind absolut nicht tolerabel. Wobei, wenn das nur im eigenem Album bleibt, nicht 'gezeigt' wird, ist alles OK, jeder mag Machen und Sammeln was er will. Es ist halt ein Hobby.
Zum Problem wird es, wenn diese "Dinger" - warum auch immer - in die Hände von Nachbesitzern kommen. Irgendwie sollte man diese Formen entsprechend eineindeutig kennzeichnen, damit es auch in der Zukunft zu keinen 'falschen Belegen' kommen kann. Für mich wird es noch krisseliger im Magen und wirklich gefährlich, wenn man gerade "glaubwürdige" Fensterinhalte konstruiert, statt eindeutig einen offensichtlichen Platzhalter à la "Firma Mustermann, Abteilung Muster, Musterstrasse 0 in der (00x) Musterstadt".
Deshalb kann man nur appelieren, dass man solche Fensterumschlagbelege möglichst immer mit dem originalen Fensterinhalt "einsammelt" (zumindest immer mit dem oberem Briefdrittel). Gerade heute ist das zwingend notwendig, wenn im Fenster befinden sich in aller Regel postalisch bzw. philatelistisch relevante Angaben. Bei DIALOGPOST ist sogar das Fehlen von entsprechenden Angaben, gerade "die" wichtige Angabe! Deshalb ist speziell bei DIALOGPOST ein Fensterumschlag ohne Fensterinhalt (philatelistisch betrachtet) sogar "komplett wertvoll".
Gut, der "richtige Ansatz" hilft uns bei historischem Material "ohne" natürlich heute nicht mehr weiter.
Sorry, ich persönlich (!) finde es (für mich gesehen) nicht gut - auch nicht OK.
Beste Grüße
Thomas
Am: 26.09.2025 17:24:05
Gelesen: 378
# 3
@ bovi11 [#1]
Du hast es nett umschrieben, aber was Du da machst, ist nichts anderes als eine Verfälschung.
Blankoumschläge sehen auf Albenblättern auch nicht schön aus. Darf ich eine zeitgerechte Schreibmaschine verwenden, um den Umschlag mit einer passenden Adresse zu beschriften?
Oder ich habe einen Umschlag, da ist die Notopfermarke abgefallen. Darf ich eine andere Notopfermarke mit einem Prittstift "zur Ergänzung der Frankatur" dazukleben?
Mein Tip: wenn Du den leeren Fensterbriefumschlag so häßlich findest, und sich auf dem Umschlag keine weiteren postalischen Vermerke befinden, dann mache doch ein Briefstück daraus.
Am: 26.09.2025 17:37:42
Gelesen: 362
# 4
@ DL8AAM [#2]
Ich hasse die Autokorrektur (und mein schnelles Posten, ohne 5-faches Querlesen bzw. vom Frauchen quergelesen zu lassen). Man selbst liest meist, was man meint geschrieben zu haben und nicht was dort wirklich steht:
Korrekt:
Deshalb kann man nur appellieren, dass man selbst solche Fensterumschlagbelege möglichst immer nur mit dem originalen Fensterinhalt "einsammelt" (zumindest immer mit dem oberen Briefdrittel). Gerade heute ist das zwingend notwendig! Denn im Fenster befinden sich in aller Regel postalisch bzw. philatelistisch relevante Angaben. Bei DIALOGPOST ist sogar das Fehlen von entsprechenden Angaben, gerade "die" wichtige Angabe! Deshalb ist speziell bei DIALOGPOST ein Fensterumschlag ohne Fensterinhalt (philatelistisch betrachtet) sogar "komplett wertlos".
Nochmals Sorry,
Thomas