Briefmarken Atteste

Thema:

Rechteckstempel der Vorphilatelie und der Markenzeit aus Altdeutschland

Gernesammler Am: 14.08.2025 16:37:25 Gelesen: 1350 # 1
Rechteckstempel der Vorphilatelie und der Markenzeit aus Altdeutschland Hallo Sammlerfreunde, ich möchte ein neues Thema zu den Rechteckstempeln der Vorphilatelie und der Markenzeit aus Altdeutschland eröffnen. In der Literatur sind im Kruschel, dem Feuser, dem KBHW und dem Michel diese Stempel als Rahmenstempel bezeichnet, im SEM als Kastenstempel und nur im Winkler dem Handbuch der Bayerischen Stempel und in der Schriftenreihe der Poststempelgilde e.V. Heft 145 als Rechteckstempel benannt. Diese Stempel werden bei den Sammlern und in den Handbüchern einheitlich als „Ra-Stempel“ bezeichnet, ob als Einzeiler, Zweizeiler, Dreizeiler oder auch Vierzeiler. Teilweise mit Strich unter dem Ortsnamen, oder auch nur kleinen Änderungen in den Stempeln wie, : oder *. An der Schreibweise der einzelnen Handbücher möchte ich natürlich nicht rütteln, aber vielleicht ein wenig zur Vereinheitlichung beitragen. Auch möchte ich, nicht das nur der Rechteckstempel als solches gesehen wird, es gab ja schließlich viele Sonderformen dieses Stempeltyps, ob das Rechteck nur mit Punkten, mit Strichen, Zacken usw. Es gab auch die zahlreichen Rechteckstempel mit abgerundeten Ecken, somit bleibt es trotzdem ein Rechteck. Die ersten Stempel dieses Typs kamen nach dem Handbuch Deutsche Vorphilatelie, Stationskatalog von Peter Feuser ab 1817 in Leipzig bei der Post zum Einsatz, hier als Ra2 in der Sonderform mit Zacken, der Stempeltyp hatte bis zur Zeit des Deutschen Reiches immer wieder mal kantige oder rundliche Ecken, aber für den Briefe Sammler, den Heimatsammler oder auch nur den Stempelsammler blieb und bleibt er der Rechteckstempel. Anfangen möchte ich mit diesem Brief vom 20.4.1861 von Samuel Gumbert, spediert an Herrn Assessor Dr.Lazarus Wohlgeboren, Schöneberger Ufer 21. Für das Franko nahm man eine Preußen Nr.10 zu 1 Silbergroschen, gestempelt wurde mit Zweikreisstempel des Hofpostamtes, sowie mit dem Ra1 Rechteckstempel Franco Stadtbrf. als Nebenstempel, verwendet 24.1.1861-8.12.1862. Der zweite, ein Porto Brief, ist vom 23.9.1842 von Fr. Gröning aus Varel, spediert an Christian Renken Sohn in Oldenburg. Für den Brief hatte der Empfänger 3 Groschen zu zahlen, gestempelt wurde mit Ra2 Rechteckstempel von Varel (Feuser, 3666-7) in rot, verwendet ab 1830. Hier ein Brief vom 6.11.1856 von Alexander Samuel aus Berlin, spediert an Herrn Tannenbaum in Luckenwalde, dort kam der Brief am Folgetag zur Ausgabe. Für das Franko nahm man eine Preußen Nr.2 zu 1 Silbergroschen, gestempelt wurde mit Vierringstempel 103 und dem Ra3 Rechteckstempel Berlin Stadt Post Exp:I (KBHW 121, B über D, liegender Stern) verwendet 1851-61. Gruß Rainer
Gernesammler Am: 18.08.2025 18:06:55 Gelesen: 1280 # 2
Hallo Sammlerfreunde, Porto Brief aus Dürkheim in der Pfalz vom 17.6.1860 vom Bürgermeisteramt Dürkheim nach Offenburg an das Grossherzogliche Badische Amtsrevisorat Offenburg, Partheisache. Gestempelt wurde mit Halbkreisstempel von Dürkheim (Winkler 11b) verwendet ab 1850 – 66, dem Rechteckstempel von Mannheim auf der Rückseite zur Ankunft, verwendet ab 1850 und einem Rechteckstempel der Badischen Eisenbahn. Für das Porto hatte der Empfänger 18 Kreuzer zu zahlen, diese 18 Kreuzer standen allein Bayern zu. Luftlinie waren es 111 km, also über 10 bis 20 Meilen, dafür 6 Kreuzer + 3 Kreuzer Portozuschlag je Loth, hier also ein nicht häufiger Brief über 1 bis unter 2 Loth mit Laufweg Grünstadt, Ludwigshafen am Rhein, Mannheim, Karlsruhe, Offenburg. Gruß Rainer
Gernesammler Am: 19.08.2025 18:34:54 Gelesen: 1233 # 3
Hallo Sammlerfreunde, Rechnungs-Brief aus Berlin vom 8.6.1854 nach Gotha an den Hofschlossermeister Jusatz, dort kam der Brief am 9.6.1854 an. Für das Franko nahm man einen Dreierstreifen der Preußen Nr.2, gestempelt wurde mit Ringnummernstempel 103 und dem Rechteckstempel Stadtpost Exp:I, liegender Stern (KBHW Nr.121) sowie auf der Rückseite der Ankunftsstempel von Gotha (Feuser 1200-5). Der Brief ist vielleicht nicht der schönste, aber ich fand diesen zu interessant um ihn liegen zu lassen. Gruß Rainer
bayern klassisch Am: 19.08.2025 18:44:10 Gelesen: 1230 # 4
@ Gernesammler [#2]

Hallo Rainer,

die Scans des Briefes sind sehr, sehr klein. Könntest du das verbessern?

LG,
Ralph
Gernesammler Am: 19.08.2025 19:15:20 Gelesen: 1220 # 5
@ bayern klassisch [#4] Hallo Ralph, hoffe jetzt sind die Bilder besser. Gruß Rainer
bayern klassisch Am: 19.08.2025 19:19:33 Gelesen: 1216 # 6
Hallo Rainer, ich hatte mich auf den Bayernbrief aus Bad Dürkheim bezogen. LG, Ralph
Gernesammler Am: 19.08.2025 19:28:44 Gelesen: 1212 # 7
@ bayern klassisch [#6] Hallo Ralph, hier die Bilder zu dem Brief aus Dürkheim Gruß Rainer
bayern klassisch Am: 19.08.2025 20:05:15 Gelesen: 1204 # 8
@ Gernesammler [#7] Hallo Rainer, da hast du einen recht seltenen Brief geschnappt. Die badische Behörde wollte etwas von der Behörde in der Pfalz und dort fertigte man das aus und schickte es portopflichtig zurück. Gerade Portobriefe im 2. und höheren Gewichten sind nicht häufig, zumal, wenn sie so schön sind, wie dieser hier. LG, Ralph
Gernesammler Am: 23.08.2025 14:28:37 Gelesen: 1118 # 9
Hallo Sammlerfreunde, Briefstvorderseite vom 29.4.185. von der Firma Bolle & Cie aus Berlin, spediert an Herrn C.T.Schatz in Leipzig. Für das Franko nahm man 1x Mi.Nr. zu 1 Silbergroschen und 1x Mi.Nr.3 zu 2 Silbergroschen, gestempelt wurde mit Vierringstempel 107 mit dicken Ringen, sowie mit dem Rechteckstempel Berlin Frankfurter Bahnh: mit stehendem Stern. Der Stempel war von 1851-59 im Einsatz, hat sich aber lt. Herrn Kruschel sehr schnell abgenutzt und war bis 1852 im gut lesbarem Zustand. Ich gehe mal davon aus dass diese Vorderseite von ca. 1852-53 ist. Gruß Rainer
Gernesammler Am: 28.08.2025 19:34:05 Gelesen: 1083 # 10
Hallo Sammlerfreunde, Brief vom 27.3.1865 von der Firma Pfeffer & Weissenfels aus Magdeburg, spediert an Joseph Kutschera in Zittau wo der Brief am Folgetag zur Ausgabe kam. Für das Franko nahm man 3 Marken Preussen Nr.16 zu je 1 Silbergroschen, diese 3 Silbergroschen waren die Gebühr für den einfachen Brief unter 1 Loth und einer Entfernung über 20 Meilen. Gestempelt wurde mit Rechteckstempel MAGDEBURG BAHNHOF mit stehendem Stern, auf der Rückseite ist noch der Ausgabestempel. Gruß Rainer
Gernesammler Am: 07.09.2025 14:14:32 Gelesen: 987 # 11
Hallo Sammlerfreunde, Brief als Dienst Sache vom 11.4.1854 aus Offenburg, spediert über Frankfurt am Main, Weimar nach Bürgel an die Großherzogliche Sachsen Weimarische Polizeiverwaltung in Bürgel wo der Brief am 14.4.1854 zur Ausgabe kam. Gestempelt wurde mit Ra 2 Rechteckstempel mit abgeschrägten Ecken von OFFENBURG.(Feuser, Deutsche Vorphilatelie 2610-10) verwendet ab 1849, auf der Rückseite mit dem dem Rechteckstempel der Badischen Eisenbahn, dem Zweikreisstempel von Frankfurt am 12.4., dem Einkreisstempel von Weimar und zur Ausgabe mit dem Zweikreisstempel vün BÜRGEL (Feuser, nachverwendete Altdeutschlandstempel, 063). Gruß Rainer
Gernesammler Am: 22.09.2025 20:03:51 Gelesen: 893 # 12
Hallo Sammlerfreunde, Brief als Einschreiben vom 13.10.1869 aus Dresden, spediert an Carl Friedrich Weber, Kaufmann in Leipzig, dort kam der Brief am Folgetag zur Ausgabe. Für das Franko nahm man 1x Mi.Nr.16 zu 1 Groschen und 1x Mi.Nr.17 zu 2 Groschen, Norddeutscher Postbezirk, davon waren 1 Groschen für den Brief sowie weitere 2 Groschen für die Reco-Gebühr. Gestempelt wurde mit Rechteckstempel mit abgeschrägten Ecken von Dresden I. (Nachverwendete Altdeutschland Stempel, Feuser 051), dem Reco Stempel, Rechteckstempel mit Zacken sowie zur Ankunft und Ausgabe mit dem Hufeisenstempel A.Ausgabe.A. Gruß Rainer
Gernesammler Am: 19.10.2025 16:55:35 Gelesen: 774 # 13
Hallo Sammlerfreunde, Ganzsachen Brief mit Werteindruck von 3 Silbergroschen U 25 A vom 20.1.1862 aus Danzig, spediert an Herrn A.H.Heyman & Co. für B.Rosenthal in Berlin Unter den Linden, dort kam der Brief am Folgetag zur Ausgabe. Gestempelt wurde mit Rechteckstempel von DANZIGBAHNH. (Handbuch Klaus Wolff, 1.0) verwendet 1852-75, zur Ausgabe auf der Rückseite mit kleinem Einkreisstempel in blau. Gruß Rainer