Thema:
Belege und Informationen von "Philatelie Equator"
Am: 02.08.2025 00:08:31
Gelesen: 1505
# 1
Hallo,
ich sammle die illustrierten Briefe der Philatelie Equator in Hamburg und hätte gerne Bilder von Ihren Briefen. Ich versuche gerade, einen Katalog dieser Briefe zusammenzustellen und benötige Bilder, um die Anzahl der produzierten Briefe und die möglichen Varianten zu sehen. Auch anderes Material ist willkommen!
Vielen Dank!
William
Am: 02.08.2025 03:42:26
Gelesen: 1489
# 2
@ wgthomus [#1]
Hallo,
was ist Equator? Ich habe noch nie etwas davon gehört. Am besten wäre es, wenn du einzelne Briefe oder Karten davon hier zeigst, damit wir uns etwas darunter vorstellen können.
Viele Grüße
Ingo
Am: 02.08.2025 03:51:47
Gelesen: 1488
# 3
Hier ist ein Beispiel, das ich vorher vergessen habe zu posten. Hoffe, das hilft!


Am: 02.08.2025 04:00:00
Gelesen: 1487
# 4
@ Cantus [#2]
Bild [#3]
Am: 02.08.2025 06:12:28
Gelesen: 1477
# 5
@ wgthomus [#4]
In Ordnung, du meinst eine bestimmte Art von Ersttagsbriefen. Vielleicht gibt es im Forum Sammler, die so etwas zeigen können, ich jedoch nicht.
Viele Grüße
Ingo
Am: 02.08.2025 09:14:41
Gelesen: 1440
# 6
Google beantwortet die Frage danach, was "Philatelie Equator" ist:
https://www.google.com/search?sca_esv=bdc65ffe85f8e301&udm=2&fbs=AIIjpHw2KGh6wpocn18KLjPMw8n5Yp8-1M0n6BD6JoVBP_K3fa3EquCb45pN-svRz-qicbUuJAUxGdF5oHE4vP7-4OPt4Q9Fw9x1rJO_JqPfqqyI0sgiH2ECQfCuqfNq42mWqHj89AzOZLwcp1D39M5NMYTfJhenwM2DIDoriG9lJQRIvRH6btwwjWjRRvECqtMI6DdjJ1FlpC6XGLXqienEXDu0DUd7Ig&q=philatelie+equator&sa=X&ved=2ahUKEwibnJjjyeuOAxXKgv0HHVzVNyIQtKgLegQIFRAB&biw=1869&bih=893&dpr=1
Am: 02.08.2025 10:58:31
Gelesen: 1400
# 7
@ wgthomus [#1]
Hallo William,
hier ein Artikel aus der Schweizer Briefmarken-Zeitung 1/1948. Die Firma Philatelie Equator wird in diesem Artikel auch erwähnt. Der FDC wurde sicherlich von dieser Firma hergestellt.
Vor vielen Jahren hatte ich mal einen gebundenen Zeitschriftenjahrgang aus 1948/49 von dieser Firma. Diese Phil. Zeitschrift war zu dieser Zeit bereits reich illustriert und in Farbe gedruckt. Ich hatte mir diese bei der Philatelistischen Bibliothek in Hamburg ausgeliehen. Ich denke in dieser Zeitschrift wird es viel Werbung und Informationen zu dieser Firma und zu FDC geben. Aber als Spezialsammler wirst du diese Zeitschrift vermutlich schon kennen.
Viele Grüße
Bernhard
Vor vielen Jahren hatte ich mal einen gebundenen Zeitschriftenjahrgang aus 1948/49 von dieser Firma. Diese Phil. Zeitschrift war zu dieser Zeit bereits reich illustriert und in Farbe gedruckt. Ich hatte mir diese bei der Philatelistischen Bibliothek in Hamburg ausgeliehen. Ich denke in dieser Zeitschrift wird es viel Werbung und Informationen zu dieser Firma und zu FDC geben. Aber als Spezialsammler wirst du diese Zeitschrift vermutlich schon kennen.
Viele Grüße
Bernhard
Am: 02.08.2025 16:28:45
Gelesen: 1320
# 8
@ bernhard [#7]
Thank you for this !
Am: 03.08.2025 00:28:25
Gelesen: 1268
# 9
@ wgthomus [#8]
So ein Beleg wurde schon bei PhilaSeiten vorgestellt:
https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=198277
Viele Grüße
Bernhard
Am: 03.08.2025 00:37:14
Gelesen: 1264
# 10
@ bernhard [#9]
Ja, danke. Das habe ich schon gesehen. Soweit ich weiß, gibt es mindestens 30 Cover, die von Philately Equator produziert wurden, ganz zu schweigen von den vier Zeitschriften und dem Katalog. Ich bin auf der Suche nach Scans der Cover und warte auf Scans der vier Zeitschriftencover. Auch für weitere Informationen (wie die Anzeige oben) wäre ich sehr dankbar! Nochmals vielen Dank für Ihre Antwort!
Am: 03.08.2025 09:51:52
Gelesen: 1206
# 11
@ wgthomus [#1]
Die monatlich erscheinenden "philatelie"-Ausgaben des Bundesverbandes BDPh ab 1949 werden seit mehr als 15 Jahren kontinuierlich digitalisiert und für vergleichsweise kleines Entgelt den Sammlern als pdf-Dateien auf einem USB-Stick zur Verfügung gestellt. Unter dem Suchwort "Equator" wird der "Equator" in der Märzausgabe 1949 (Heft Nr. 2) der "philatelie" namentlich benannt:
An dritter Stelle der Auflistung wird die Adresse (Ladengeschäft? Redaktion des Verlags?) genannt: Ballindamm 12/13, Hamburg 1
In der "philatelie"-Ausgabe Nr. 165 von Oktober 1996 wird auf den Seiten 47 und 48 eine kleine Zusammenfassung zum Werdegang der Zeitschrift gegeben (und das Titelblatt von Heft Nr. 2 abgebildet):
"Equator - „Internationale Zeitschrift für Philatelie und Kulturpolitik" stand damals im Impressum. Die drei Hefte, die dann 1949 erschienen, machten aus der „Kulturpolitik" schlicht „Unterhaltung". Das neue Blatt machte eine radikale Abkehr von allem, was man bisher von einer Fachzeitschrift gewohnt war - Philatelie sollte keine (Pseudo-)Wissenschaft sein, sondern Spaß machen. Die Farbausstattung erscheint uns Verwöhnten von heute zwar dürftig, war aber für damals eine Sensation; selbst Illustrierte druckten damals nur in schwarzweiß. Der redaktionelle Inhalt würde auch heute noch in der Branche Spitze sein; kein Wunder, stellungslose Journalisten suchten damals in Hülle und Fülle nach Betätigungsmöglichkeiten und im Mitarbeiterverzeichnis findet sich sogar ein Peter von Zahn.
Der Mann der grandiosen Idee hieß Franz Behle-Neuhold, residierte in Hamburg und kämpfte verzweifelt erfolglos gegen die Geldnot der Früh-DM-Zeit. Die 1 Mark 50 für ein Heft waren damals ein kleines Vermögen, aber es half auch nichts, daß vom dritten Heft an der Preis auf eine Mark verringert wurde, und die wenigsten Händler hatten Geld für Anzeigen. Eine Nr. 4 hat es nicht mehr gegeben; die Spur des gescheiterten Visionärs Behle-Neuhold verliert sich in einem Hotel in Lugano, wo er offensichtlich hartnäckigen Gläubigern entkommen wollte."
Ich nehme an, dass die Zeitschrift "Equator" aus dem Hause "Philatelie Equator" (bzw. "Philately Equator") stammt.
Gruß
Stefan
An dritter Stelle der Auflistung wird die Adresse (Ladengeschäft? Redaktion des Verlags?) genannt: Ballindamm 12/13, Hamburg 1
In der "philatelie"-Ausgabe Nr. 165 von Oktober 1996 wird auf den Seiten 47 und 48 eine kleine Zusammenfassung zum Werdegang der Zeitschrift gegeben (und das Titelblatt von Heft Nr. 2 abgebildet):
"Equator - „Internationale Zeitschrift für Philatelie und Kulturpolitik" stand damals im Impressum. Die drei Hefte, die dann 1949 erschienen, machten aus der „Kulturpolitik" schlicht „Unterhaltung". Das neue Blatt machte eine radikale Abkehr von allem, was man bisher von einer Fachzeitschrift gewohnt war - Philatelie sollte keine (Pseudo-)Wissenschaft sein, sondern Spaß machen. Die Farbausstattung erscheint uns Verwöhnten von heute zwar dürftig, war aber für damals eine Sensation; selbst Illustrierte druckten damals nur in schwarzweiß. Der redaktionelle Inhalt würde auch heute noch in der Branche Spitze sein; kein Wunder, stellungslose Journalisten suchten damals in Hülle und Fülle nach Betätigungsmöglichkeiten und im Mitarbeiterverzeichnis findet sich sogar ein Peter von Zahn.
Der Mann der grandiosen Idee hieß Franz Behle-Neuhold, residierte in Hamburg und kämpfte verzweifelt erfolglos gegen die Geldnot der Früh-DM-Zeit. Die 1 Mark 50 für ein Heft waren damals ein kleines Vermögen, aber es half auch nichts, daß vom dritten Heft an der Preis auf eine Mark verringert wurde, und die wenigsten Händler hatten Geld für Anzeigen. Eine Nr. 4 hat es nicht mehr gegeben; die Spur des gescheiterten Visionärs Behle-Neuhold verliert sich in einem Hotel in Lugano, wo er offensichtlich hartnäckigen Gläubigern entkommen wollte."
Ich nehme an, dass die Zeitschrift "Equator" aus dem Hause "Philatelie Equator" (bzw. "Philately Equator") stammt.
Gruß
Stefan
Am: 03.08.2025 20:13:29
Gelesen: 1133
# 12
@ Stefan [#11]
Vielen Dank! Kann ich einen Scan des Artikels vom Oktober 1996 bekommen? Ich versuche gerade, mich bei der BDPh-Philatelie zu registrieren, habe aber einige Computerprobleme bei der Registrierung.
Am: 04.08.2025 09:17:26
Gelesen: 1082
# 13
Hallo zusammen,
ein paar Infos habe ich auch noch dazu. Der Mann hieß Fritz Behle-Neuhold, nicht Franz. Biographische Angaben habe ich leider bisher auch noch nicht finden können. Ich habe ihn erstmals 1942 im Berliner Adressbuch unter der Adresse Friedrichstraße 105b entdeckt.
Nach dem Krieg taucht er in Hamburg, Vehrenkampstra. 11c auf, der letzte Eintrag stammt von 1951. Er schrieb wohl auch Hörspiele für den damaligen Nordwestdeutschen Rundfunk, so zumindest ein Hinweis im SPIEGEL vom 18. April 1951, S. 33.
Es gibt auch einen Vorläufer des EQUATOR, der sinnigerweise AEQUATOR hieß. Es erschienen drei Hefte im April, Mai und Juni 1936 in Berlin, dann war auch damals schon Schluss. Die Hefte sind ähnlich aufgebaut und ähnlich selten. Außer meinem Satz habe ich noch nie andere gesehen.
Gruß
Michael
Am: 04.08.2025 22:14:07
Gelesen: 1000
# 14
Ich habe gerade diese Werbebeilage für das Equator-Magazin auf Englisch gefunden. Ich vermute, dass das abgebildete Cover die Originalausgabe Nr. 0 zeigt.


Am: 04.08.2025 22:16:03
Gelesen: 997
# 15
Der Umschlag, in dem es war.