Briefmarken Atteste

Thema:

Das Streitgespräch: Leuchtturm Multifunktions-Modell 339 919

PLF-Fan Am: 31.07.2025 10:17:18 Gelesen: 1620 # 1
@ spain01 Hallo spain01, der gezeigte Fehler befindet sich auf Bögen der 1583 X und Y, Feld 32, C-Variante. Die Auflage der 1583 X beträgt ca. 1.000.000 Stück, also ca. 20.000 Bögen. Hiervon verteilen sich jeweils ca. 10.000 Bögen auf die Formnummern 1 und 2. Bei Formnummer 1 gibt es die A-, B- und C-Variante, jeweils ca. 3.330 Stück. Dagegen steht die ca. 30fache Menge an Bögen der 1583 Y. Es wundert mich, dass alle von Ihnen gefundenen Fehler aus den 3.330 X-Bögen stammen sollen und keiner aus den 100.000 Y-Bögen dabei sein soll. Benutzen Sie eine UV-Lampe, die den Unterschied zeigt? Günstige kleine Handgeräte, z.B. von Leuchtturm, können den Unterschied nicht anzeigen. Diese Geräte zeigen bei der X- und der Y-Variante keine Fluoreszenz. Gruß PLF-Fan
lueckel2010 Am: 31.07.2025 19:19:04 Gelesen: 1429 # 2
@ PLF-Fan [#1] "Günstige kleine Handgeräte, z. B. von Leuchtturm, können den Unterschied nicht anzeigen. Diese Geräte zeigen bei der x- und y-Variante keine Fluoreszenz." Sorry, aber da muss ich vehement widersprechen! Auch ich benutze in der Regel ein "günstiges kleines Handgerät", und zwar eins von Leuchtturm. Begründung dieser Aussage (nach einer gerade vorgenommenen Untersuchung aus meinem Formnummernbestand): Mi.-Nr. 1583 x, FN 2, (normales) Papier ohne Fluoreszenz, Mi.-Nr. 1583 y, FN 1, fluoreszierendes Papier, intensiv gelbgrünlich leuchtend. Ein identisches Ergebnis wurde nach einer anschließenden Untersuchung der beiden Marken mit einem (besseren?) Standgerät festgestellt. Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
PLF-Fan Am: 01.08.2025 09:16:44 Gelesen: 1286 # 3
Irgendwie habe ich so einen Kommentar schon erwartet. Ich habe versucht, spain01 zu helfen (der sein Glück wahrscheinlich gar nicht fassen kann). Statt einer Rückmeldung (welches Gerät wurde zur Bestimmung der Fluoreszenz genutzt), einer Danksagung oder weiterer Unterstützung für spain01 wird erst einmal der Hersteller Leuchtturm in Schutz genommen. Bei mir kommen zur Zeit 5 Geräte zum Einsatz, die diverse Spektren abdecken. Nachfolgend ein bei mir beliebtes, aber eben nur bedingt verwendbares Testgerät von Leuchtturm: Versucht man nun, die Fluoreszenz mit diesem kleinen, günstigen und vom Fachhändler erworbenen Leuchtturm-Gerät zu prüfen, sieht das Ergebnis so aus: Die linke Marke erscheint geringfügig heller, da von links das Tageslicht auf die Marken fiel. "Intensiv gelbgrünlich leuchtendes" fluoreszierendes Papier erkenne ich nicht. Was für ein Unterschied, wenn man für den gleichen Test ein höherwertiges Gerät (ja, auch von Leuchtturm) benutzt. Nun wird der Unterschied der Fluoreszenz deutlich sichtbar: @ spain01 Versuchen Sie einmal eine Überprüfung Ihrer X-Marken zusammen mit Y-Marken. Zeigt das von Ihnen verwendete Gerät einen deutlichen Unterschied? Gruß PLF-Fan
Stefan Am: 01.08.2025 10:41:05 Gelesen: 1255 # 4
@ PLF-Fan [#3] Nachfolgend ein bei mir beliebtes, aber eben nur bedingt verwendbares Testgerät von Leuchtturm: Das Ding hätte ich nicht ernsthaft als UV-Lampe angesehen sondern mehr als Spielerei des Herstellers (Lämpchen kombiniert mit einer Lupe). ;-) Von einer halbwegs passablen UV-Lampe (egal welcher Hersteller) mit einer entsprechenden UV-Röhre erwarte ich schon ein Ergebnis zum Thema Fluoreszenz, wie du es auf deinem dritten Foto zeigst. Gruß Stefan
ginonadgolm Am: 01.08.2025 11:34:03 Gelesen: 1237 # 5
@ PLF-Fan [#3] Versucht man nun, die Fluoreszenz mit diesem kleinen, günstigen und vom Fachhändler erworbenen Leuchtturm-Gerät zu prüfen, sieht das Ergebnis so aus: Wenn man solche Behauptungen aufstellt, sollte man auch bei der Wahrheit bleiben. Das gezeigte Gerät ist eine simple Lupe, damit kann man keine Fluoreszens feststellen. Ein Blick in die Gebrauchsanleitung hätte sofort Aufklärung gebracht. Gruß Ingo aus dem Norden
PLF-Fan Am: 01.08.2025 12:21:53 Gelesen: 1217 # 6
Vielen Dank für die Kommentare. Nach über 50 Jahren kann ich also eine Lupe nicht von einem Fluoreszenztester unterscheiden? Ich glaube langsam, ich bin hier im falschen Forum. Für die Fachleute ein Blick in die Gebrauchsanleitung: Es handelt sich um das Leuchtturm-Modell 339 919. Multifunktionslupe mit 2,5-facher Vergrößerung (große Linse) und 10-facher Vergrößerung (kleine Linse). Die beiden sphärischen Acrylglaslinsen sorgen für eine hervorragende Sicht. Vielseitig einsetzbar dank der Tatsache, dass es über 3 verschiedene Beleuchtungsfunktionen verfügt: 3 High-Tech-LEDs (Taschenlampe), 1 langwellige UV-Lampe zum Untersuchen von Banknoten und Briefmarken und 1 Weißlicht-LED, die für eine gute Beleuchtung Ihrer Gegenstände sorgt. Das "Ding", also die "simple Lupe" wird auch bei Amazon.de mit obiger Beschreibung angeboten und in den letzten 15 Jahren konnte ich mit dem "Ding" die meisten Fluoreszenzfragen klären. Wenn ich gewusst hätte, dass das "Ding" nur eine Lupe mit Taschenlampe ist.
lueckel2010 Am: 01.08.2025 14:24:36 Gelesen: 1167 # 7
@ PLF-Fan [#3] Lediglich Du hast bislang den Anbieter "Leuchhtturm" mehr oder weniger in Schutz genommen. Weitere Schreiber, die dies gemacht haben könnten, konnte ich nicht feststellen. Laut Beschreibung im aktuellen Leuchtturm-Zubehörkatakog wird dort das von Dir benutzte Gerät beworben als "Leselupe, Artikel Nr. 339919, mit u. a. einer Zusatzfunktion "langwellige UV-Lampe zum Prüfen von Geldscheinen". Eine Möglichkeit zur Überprüfung von fluoreszierenden Postwertzeichen wird dort überhaupt nicht erwähnt. Das diese Funktion vermutlich gar nicht vorhanden ist, ist aus den zweiten Bild von Dir in [#3] ja auch unschwer zu erkennen! Vorschlag an die Redaktion: Eine, wie ich meine, überflüssige Diskussion, die mit dem Thema "Bund, Druckzufälligkeiten" dieses Threads ja nun überhaupt nichts zu tun hat, auszulagern und, wenn sie als nötig empfunden, in einem neuen Thema weiter darüber zu salbadern. Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
spain01 Am: 01.08.2025 16:18:34 Gelesen: 1127 # 8
@ Stefan [#4] Welche Wellenlänge sollte eine brauchbare UV-Leuchte haben, damit ein einwandfreies Ergebnis zu sehen ist? Gruß [Acht Beiträge redaktionell ausgelagert aus dem Thema "Bund Druckzufälligkeiten", da munter Druckzufälligkeiten und Leuchtturm Prüfgerät (?) und Lupe mit Lämpchen durcheinander diskutiert wurden (was erlaubt, aber nicht sinnvoll ist.) Es geht um das Leuchtturm Multifunktions-Modell 339.919.]
TeeKay Am: 01.08.2025 21:57:28 Gelesen: 1015 # 9
Leuchtturm zeigt im Werbevideo jedoch, wie Briefmarken mit der UV-Funktion betrachtet werden. Mittels Wayback-Machine schaute ich, wie die Lupe in der Vergangenheit angepriesen wurde. Schon 2016 stand auf der Website im Text nur, dass eine UV-Funktion zum Prüfen von Geldscheinen enthalten ist.
drkohler Am: 01.08.2025 22:24:34 Gelesen: 1002 # 10
Welche Wellenlänge sollte eine brauchbare UV-Leuchte haben, damit ein einwandfreies Ergebnis zu sehen ist? Zum Merken: Langwelliges 365nm uv für Papierunterscheidung (auch Notengeld) Kurzwelliges 254nm uv für Leuchtstofferkennung. Viele langwelligen LEDs sind 395nm und das ist sehr nahe am sichtbaren blauen Wellenlängenbereich. Das gibt meistens Probleme beim fotografieren (Blaustich). Dieses Spielzeug hat wahrscheinlich eine schwache 395nm LED drin (sehr wenig uv, viel Licht im sichtbaren Bereich). Da leuchtet (in den meisten Fällen) gar nichts wenn man eine Briefmarke darunter hält. Was für ein Unterschied, wenn man für den gleichen Test ein höherwertiges Gerät (ja, auch von Leuchtturm) benutzt. Nun wird der Unterschied der Fluoreszenz deutlich sichtbar Das dürfte aber eine Lampe sein mit 254nm Wellenlänge.
lueckel2010 Am: 01.08.2025 23:30:22 Gelesen: 971 # 11
Zur Bestimmung phosporeszierender USA-Marken (tagging, mittlerweile mindestens vier verschiedene Arten) benutze ich eine batteriebetriebene Noname-Lampe (made in P.R.C.), laut Beschreibung "Short Wave (254nm)", die ich irgenwann mal gebraucht für "kleines Geld" erworben habe. Dieses Gerät ermöglicht zweifelsfrei die Bestimmung aller Phophorarten bei USA-Marken und -Ganzsachen, auch der rötliche Phosphor-Aufdruck auf früheren Luftpostmarken/ Ganzsachen kann damit sichtbar genacht werden. Eine Bestimmung fluoreszierender Briefmarken (z. B. von Bund und Berlin) ist mit dieser Lampe allerdings nicht möglich. Moin (= gute Nacht), Gerd Lückert
drkohler Am: 02.08.2025 00:05:28 Gelesen: 962 # 12
@ lueckel2010 [#11] Ja stimmt. Ich hatte ganz vergessen dass viele europäische Marken auf langwelliges uv reagieren, nicht auf kurzwelliges. Ich nehme aber doch an, dass in diesem Spielzeug eine zu schwache 395nm LED drin steckt um wirklich etwas zu sehen (ausser es ist stockdunkel).
lueckel2010 Am: 03.08.2025 14:48:04 Gelesen: 791 # 13
@ drkohler [#12] Von Deiner Annahme ausgehend, dass mein Spielzeug "mit einer zu schwachen 395nm LED (zusätzliche Beleuchtung?) bestückt sein könnte", kann ich mitteilen, dass dies nicht der Fall ist und in der (englischen) Betriebsanleitung eine solche auch gar nicht erwähnt wird. Nichtsdestotrotz war mein "Spielzeug" (seit dem Erwerb) in fast 50 Jahren, in denen ich mich mit zunehmender Intensität mit der USA-Philatelie beschäftigt habe, immer ein zuverlässiger "Begleiter" bei der Feststellung der mittlerweile (mindestens) vier unterschiedlichen Phosphoreszenzen auf Postwertzeichen dieses Sammelgebietes, und zwar sowohl während der hellen Tageszeit als auch in der "stockdunklen" Nacht (kann mich allerdings nicht daran erinnern, jemals nachts Phosporeszenzen ermittelt zu haben. Da hatte ich in der Regel besseres zu tun!) Positiver Nebeneffekt: Auch die so genannten Sicherheitsaufdrucke und die Melierfasern, mit denen die damalige Deutsche Bundespost um die Jahrtausendwende herum experimentiert hat, können mit meinem "Spielzeug" problemlos bestimmt werden! Für alle, die es interessiert: Schaut Euch mal USA, Mi-Nr. 2042, unter einer Phosphorlampe an. Soweit mir bekannt, ist dies die einzige Ausgabe, die mit allen Phosphorvarianten und daneben auch noch mit zwei Gummierungen (nass glänzender - und Trockengummi) produziert wurde.