Danke schonmal für die Hilfe!
Gruß,Andre
Thema:
DDR Dauerserie Köpfe I + II Marken bestimmen
Am: 28.07.2025 00:31:12
Gelesen: 773
# 1
DDR Briefmarke 16 Pf. Rudolf Virchow blau selten ?
Hallo, guten Abend!
Ich würde gern wissen, ob diese Briefmarke selten ist und den Wert ermitteln. Habe hier im Forum etwas darüber gelesen das diese Marke eine der seltensten in der DDR Philatelie ist, wäre ja nett solch eine zu besitzen!
Hier ein Bild meiner Marke. Die ist hoffentlich echt und tatsächlich ein seltenes Objekt. Ich habe diese Marke noch in grün mit dem Wert 25 Pfennig, dann noch die Käthe Kollwitz in weinrot 20 PFennig und die Friedrich Engels 30 Pfennig in rot. Gehören diese mit der blauen 16 Pfennig Marke denn zu einem Satz?
Danke schonmal für die Hilfe!
Gruß,Andre
Danke schonmal für die Hilfe!
Gruß,Andre
Am: 28.07.2025 07:51:19
Gelesen: 731
# 2
@ Andre66 [#1]
Hallo Andre,
die Marke gibt es sowohl bei der Sowjetischen Besatzungszone als auch in der DDR. Unterschied ist m.W. das Wasserzeichen. Das Farbspektrum ist analog zu Deiner Marke - grünblau. Das kann Dir ein DDR-Spezialist aber viel besser erklären.
Blau lässt sich auch relativ leicht aus grün durch den Einsatz von Salzsäuredämpfen "herstellen".
Beste Grüsse!
Lars
Am: 28.07.2025 10:31:41
Gelesen: 677
# 3
@ Andre66 [#1]
Unabhngig davon, ob es sich um die SBZ MiNr. 218 oder DDR MiNr 332 handelt, der Unterschied liegt, wie Lars auch schon geschrieben hat, im Wasserzeichen, ist der Katalogwert eher gering. Die Katalogwerte liegen, je nach Farbe bei ca. 3 - 25 €, bei der SBZ 218c (schwärzlichgrünlichblau) bei 60 €.
Lediglich die DDR 332 mit senkrechten Wasserzeichen (Infos bitte dem Katalog entnehmen!) hat einen Katalogwert von 12.000 €. Aber da passt meiner Meinung nach die Farbe (es müsste dunkelgrünblau sein) nicht.
Die Farbe deiner Marke sieht eher nach (schwärzlich)türkiesblau aus (20 €) und müsste fluoreszieren, wobei Farbnuancen auf einem Scan immer schwer einzuschätzen sind.
Allerdings ist der Erhaltungszustand deiner Marke durch die teilweise stark eingerissenen Zähne, besonders unten rechts, mehr als schlecht. Dadurch hat die Marke, unabhängig von der Farbe, einen Katalogwert, der gegen 0 geht.
Gruß
Michael
Am: 28.07.2025 14:42:09
Gelesen: 610
# 4
Hallo!
Danke für die ausführlichen Infos. Dann wird das wohl leider kein Schätzchen in meiner Sammlung sein. Ob die richtige Marke oder nicht ist ja mit der defekten Zähnung eh nicht mehr relevant. Dachte halt, das bei sehr seltenen Marken kleine Beschädigungen in Kauf genommen werden.
Beste Grüße,
Andre
Am: 28.07.2025 15:14:22
Gelesen: 591
# 5
@ Andre66 [#4]
"Dachte halt, das bei sehr seltenen Marken kleine Beschädigungen in Kauf genommen werden."
Das kann schon mal sein, nur ist deine Marke leider nicht sehr selten.
Wenn es die SBZ Mi.Nr. 218 ist, was wahrscheinlich ist, dann ist sie Massenware.
Viele Grüße,
Klemens
Am: 28.07.2025 15:54:41
Gelesen: 568
# 6
Die Beschädigung ist auch nicht klein und selbst wenn sie es wäre, hätten wir es mit einem schlechten Stempel zu tun.
Andre hat nun in etlichen Threads immer wieder Marken aus seinem Erbe vorgestellt. Gleich zu Beginn kam der Tipp von mir, sich nicht auf den Wert zu versteifen, da die Wahrscheinlichkeit für wertvolle Marken minimal sei (was dann durch erste Scans von Albenseiten bestätigt wurde), und die kaputten Marken auszusortieren, um dann Spaß mit dem Rest zu haben, ohne auf Werte zu hoffen. Und sich dann für die interessanten Gebiete Kataloge und Spezialliteratur zu besorgen. Von Anfang an wird dieser Tipp ignoriert, Thread für Thread mit Schrottmarken eröffnet und stets (!) gefragt, ob die noch was wert oder ganz seltene Besonderheiten sein könnten. Und stets ist die Antwort "nein".
Er bekam von Lars den Tipp, seine Marken zu waschen, um die Papierreste zu entfernen und Beschädigungen zu identifizieren (um die Marken dann wegzuwerfen...). Auch der Tipp wurde ignoriert und neun Tage später gleich wieder Scan von ungewaschenem Material mit Anhaftungen hochgeladen - natürlich mit der Frage nach dem Wert. Ich empfinde das mittlerweile als Geringschätzung meiner Zeit.
Es geht offenbar nicht um die Erweiterung von Wissen, darum, ein informierter Sammler zu werden, sondern um die Auslagerung von Markenbestimmungsarbeit. Die dann mit extrem viel Glück gefundene 10.000 Euro Marke (wird eh nicht gefunden) wird dann aber sicherlich ohne Beteiligung der Markenbestimmer:innen aus dem Forum verkauft.