Briefmarken Atteste

Thema:

Postwertzeichen in den Jahresabschlüssen von Postunternehmen

Bendix Gruenlich Am: 18.07.2025 22:04:32 Gelesen: 1792 # 1
Wir hatten ja vor kurzem hier im Forum die Diskussion um das Thema „Schilling-Briefmarken“. Mich hat das Thema als Kaufmann, der ich im wirklichen Leben tatsächlich bin, interessiert und die Diskussion hat mich - was Fakten anging - unbefriedigt gelassen. Kaufleute lieben Zahlen und doppelte Buchführung, schließlich kann man ja alles messen und berechnen. Und da es sich bei Briefmarken um vorausbezahlte Leistungen handelt, muss das in der Rechnungslegung der Unternehmen doch Spuren hinterlassen haben. Also habe ich den Unternehmen mal in die Bücher geschaut, um zu sehen, über wieviel wir hier eigentlich reden. Und ich bin da fündig geworden. Die Unternehmen weisen diese Beträge als Vertragsverbindlichkeiten aus. Ich fange mal mit DHL / Deutsche Post an. Die Methoden, wie man das bemisst und wie man zu den Beträgen kommt, werden in den Geschäftsberichten nicht beschrieben. Aber ich bitte davon auszugehen, dass dem natürlich irgendeine Rechenlogik zu Grunde liegen muss, die vom Unternehmen als auch vom Wirtschaftsprüfer der Unternehmen regelmäßig nachvollzogen wird. Ich habe die Werte auch mit den Bilanzsummen verglichen. Das Ergebnis ist, dass die Vertragsverbindlichkeiten nur einen sehr geringen Teil der Bilanz ausmachen. Wir dürfen eben nicht den Fehler machen, die hohe emotionale Bedeutung, die wir unseren Briefmarken entgegenbringen, oder die hohe Kapitalbindung in unseren Privatsammlungen mit einer hohen wirtschaftlichen Bedeutung für das postwertzeichenausgebende Unternehmen gleichzusetzen. Warum nun aber versuchen sich die Postunternehmen ihrer Verpflichtung zu entledigen? Nach meiner kaufmännischen Erfahrung versucht sich jeder Geschäftspartner seiner Verpflichtung, wenn sie denn einmal voll vorausbezahlt wurde, irgendwann zu entledigen, weil es für ihn keinen wirtschaftlichen Anreiz mehr gibt, seinen Vertragsteil zu erfüllen. Wenn sich also der, der das Leistungsversprechen loswerden will (Postunternehmen) mit dem Gesetzgeber (also dem Staat, der keine Briefmarken hortet und der weiß, dass einzelne Briefmarkenhorter politisch unbedeutend sind) an einen Tisch setzen, was kommt dabei wohl raus? Genau, beide Beteiligten einigen sich zu Lasten des Dritten. So geht’s nun mal im Leben. Nicht vergessen werden darf, dass für die Postunternehmen Prozesskosten beim Briefmarkengebrauch anfallen. Eine Frankatur aus 10 Sondermarken muss addiert und entwertet werden (am besten noch sauber handgestempelt oder Ausgaben aus zwei Währungsperioden). Das kostet Zeit und Kapazitäten. Ich tippe mal auf zwei Minuten durch Humanpersonal. Wesentlich einfacher ist es, irgendwelche hässlichen Label auszugeben, die aber maschinenlesbar sind und dabei auch noch begrenzt gültig sind. Dafür würde ich eine Hunderstelsekunde durch eine Maschine ansetzen. Na, jetzt klar, wo die Reise für die Briefmarke hingeht und warum? Untersuchenswert fände ich noch die Summe aller Frankaturwerte aller ausgegeben Frei- und Sondermarken, die noch frankaturgültig wären. Diese würde ich gerne ins Verhältnis zu den Vertragsverbindlichkeiten setzen und im Zeitverlauf untersuchen. Abgesehen davon, dass das sehr zeitintensiv wäre, würden wir mit diesem Gedankengang auch in Konkurrenz zu den von den Unternehmen nicht veröffentlichten Methodiken der Ermittlung treten. Die Folge wäre ein Fischen im Trüben, was zu den bekannten endlosen und - aus kaufmännischer Perspektive - ins Nichts führenden Diskussionen hier im Forum führen würde. Tut mir leid, wenn’s diesmal (für Nicht-Kaufleute) langweilig war, mir hat mein satirischer Beitrag mit Referenz an die beeindruckende Szenerie in Wien im Rahmen des Schilling-Beitrags auch mehr Freude gemacht. Aber bitte, wenn ihr es nüchtern wollt, Euro und doppelte Buchführung kann ich auch. Übrigens ihm (…bekanntlich die reichste Ente der Welt…) hätte es bestimmt gefallen. (wird fortgesetzt)
achim11-76 Am: 18.07.2025 22:33:56 Gelesen: 1779 # 2
Das ist ein richtig interessanter Aspekt, den du hier ansprichst. Den Frankaturwert aller ausgegebenen noch gültigen Marken kann man ja leicht ermitteln... Auflage mal Nennwert. Jetzt müsste man nur herausfinden, woher die Post einigermaßen genau weiss, wieviele Marken schon verbraucht wurden..man kann ja schlecht die Anzahl der beförderten Briefsendungen nehmen, da man ja nicht weiss, wieviele mit Marken beklebt sind und welche mit Freistemplern freigemacht wurden oder mit Labels
Bendix Gruenlich Am: 19.08.2025 22:57:06 Gelesen: 1595 # 3
Bevor wir heute anfangen, opfern wir erst einmal den Göttern. Wie wäre es mit Merkur, dem Gott des Handels und der Kaufleute. Wir kaufen Briefmarken, horten Sie und nicht wenige Sammler - selbstbezogen wie wir sind - interessieren sich (für mich kaum zu glauben) nur für deren kommerziellen Wert, eine Wertsteigerung oder wenigstens den Werterhalt der Briefmarken. Die Nutzbarkeit und der Nominalwert der Briefmarke sind zur Findung einer Preisuntergrenze dabei immer hilfreich. Die andere Seite (also das Postunternehmen) hingegen häuft Verpflichtungen an, die Leistungen auch zu erbringen. Für die noch nicht erbrachten Leistungen müssen Unternehmen nach dem Prinzip der Rechnungslegung in ihrem Jahresabschluss Vertragsverbindlichkeiten passivieren. Und heute schauen wir, wie das in Österreich im Jahresabschluss der Österreichischen Post AG aussieht. Ich habe einmal geguckt, wie hoch ca. der Nominalwert der ausgegebenen Briefmarken über die Jahre ist. Das habe ich von 2002 bis 2024 mit ca. EUR 1.800 überschlagen (ohne Einbeziehung der übertriebenen Nominalen der sonderbaren Cryptomarken). Wer’s genau wissen will, soll das auftippen und ermitteln und sein Ergebnis hier mitteilen. Bei EUR 27 Mio. Vertragsverbindlichkeiten geteilt durch 1.800 (Nominalwert der Jahre 2002-2024) repräsentieren die Vertragsverbindlichkeiten 15.000 vollständige Jahressammlungen Österreichs. Ich hätte da als Sammler mit größeren Stückzahlen gerechnet und als Kaufmann finde ich den passivierten Betrag daher überraschend niedrig. Aber die Profis (das Jahresabschlussaufstellende Unternehmen und die Wirtschaftsprüfer) werden schon wissen, was sie da tun. Jedenfalls geht es nicht um Milliarden, sondern mit EUR 27 Mio. um einen sehr überschaubaren Millionenbetrag. Die Pensionsrückstellungen der Österreichischen Post betragen übrigens ca. EUR 300 Mio., das Eigenkapital beträgt EUR 762 Mio. und die in 2024 gezahlten Dividenden EUR 126 Mio. Dann nehme ich mir die Freiheit zum Schluss ein Stück zu zeigen, für das wohl die Vertragsverbindlichkeiten gebildet wurden, nämlich eine EUR 0,51, Mi-Nr. 2363 Schönlaterngasse, die wirklich aus der seinerzeitigen Umtauschaktion für ATS-Briefmarken stammt. Diese habe ich damals für Doubletten genutzt. Und, mein Gott, sind damals die Auflagen gepurzelt: von ca. 3 Mio. pro Sondermarke bis 2001, ging es von heute auf morgen auf ab 2002 auf 0,4 Mio. herunter
TeeKay Am: 20.08.2025 10:09:47 Gelesen: 1538 # 4
@ Bendix Gruenlich [#3] Als AG ist die Post natürlich bestrebt, möglichst hohe Gewinne auszuweisen und nicht möglichst hohe Rückstellungen, zumal die Vorstandsvergütung vermutlich auch eine Aktienpreiskomponente hat. Stille Reserven sind in den vergangenen 40 Jahren unüblich geworden und machen die Unternehmen verwundbarer, die Vorstandsvergütungen aber höher. Im Falle des wahrscheinlichen Unterschätzens der Rückstellungen für nicht eingesetzte Briefmarken sehe ich da auch kein großes Problem. Im Poststrom gehen die wenigen mit Frankaturware frankierten Sendungen unter. Da muss kein einziger LKW, kein einziger Mensch zusätzlich arbeiten. D.h. es entstehen keine echten Kosten, wenn die Frankaturware nach und nach aufgebraucht wird.
Ilves2020 Am: 21.08.2025 20:37:28 Gelesen: 1467 # 5
Hallo Bendix, vielen Dank für Deine Recherche und Auswertung! Ich bin auch Betriebswirt (VWA) und im Finanzwesen tätig und verstehe, was Du herausgefunden hast. Für alle, die meinen, dass die "organisierte Philatelie" bei den Postverwaltungen etwas erreichen kann, sei entgegnet: Nein. Es ist alles Good Will oder Tradition oder auch ein gewisser Geschäftssinn, dass es weiterhin Sondermarken gibt. Die Erwartung, dass es wie ca. 1976 alle Sondermarken bei allen Verkaufsstellen gibt, wird sich nie mehr erfüllen. Davon abgesehen, finde ich es ziemlich praktisch, alle Briefmarken, die ich z.B. für Postcrossing brauche, online zu bestellen. Warum auch nicht? Postkutschen fahren ja auch nicht mehr. Natürlich möchte ich alle meine Briefe und Postkarten mit Briefmarken, am besten Sondermarken frankieren. Aber wenn es der beste Weg ist, Marken online zu bestellen, was um alles in Welt ist daran so schlimm? Und dass jetzt keiner sagt, "früher war das nicht so." Viele Grüße aus dem Vortex Thomas
Bendix Gruenlich Am: 21.09.2025 23:15:24 Gelesen: 1328 # 6
Bevor ich demnächst einen neuen Beitrag zum Thema veröffentliche (muss ich noch korrekturlesen), möchte ich noch kurz auf Eure Anmerkungen eingehen. @ TeeKay [#4] Was die Kosten angeht - ich beckmessere mal - fallen für jeden Brief Prozesskosten an. Ich denke da an Energie (Kilowatt) für die Sortierung und den Transport der Sendungen. Das werden natürlich für die einzelnen Sendungen ganz kleine Beträge sein, variable Kosten also. Aber bei den fixen Kosten (Gebäude, Maschinen, Transportfahrzeuge, Personal), da werden keine zusätzlichen anfallen. Spannend fände ich Übrigens die Frage, wie hoch denn der Anteil von Altfrankatur (den Begriff müsste man erstmal definieren) bei der Briefpost im Postalltag ist. Sagen wir mal Altfrankaturen seien Marken, die vor mehr als einem Geschäftsjahr aufgelegt wurden und nicht aus der aktuellen Freimarkenserie stammen. Dazu müsste man einmal eine statistische Stichprobe ziehen. So etwas wäre auch eine prima Grundlage zur Bemessung der Vertragsverbindlichkeiten. So etwas lässt sich auch für allerlei verwenden (Messung Anteil Fälschungen, Anteil Briefmarken, Anteil Label usw. usw.). So was gibt es bestimmt, teilt die Deutsche Post aber meiner Wahrnehmung nach nicht mit der Öffentlichkeit. @ Ilves [#5] Das problematische am Fernbezug von Briefmarken ist, dass unsere Postagenturen nichts davon haben, wenn wir dann mit unseren Postsendungen zur Entwertung aufschlagen. So verlieren wir die Gunst unserer Agenturen (in der Agentur gekaufte Briefmarken: 5% für den Agenturinhaber, für nicht dort gekaufte: 0%). Das ist auch in einem Artikel von mir vor kurzem thematisiert wurden, Auslöser war ein Bericht der Financial Times über eine UK-Postagentur. https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=20875&CP=0&F=1 Und noch etwas: Lieschen Müller und Karl Mustermann müssen Sondermarken auch vor Ort kaufen können, damit da angemessene Mengen zirkulieren. Briefmarke soll eben auch Gebrauchsgegenstand sein, ich will so etwas in meinem dienstlichen und privaten Briefkasten finden. Macht das Leben einfach bunter (Ihr guckt doch auch nicht mehr schwarzweiß = Label). Mumpipuck hat hier z.B. vor kurzem ein schönes Beispiel aus dem Firmenposteingang gezeigt https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=372319 Zum Schmunzeln: ich hatte schon in den angeblich noch philatelistisch goldenen achtziger Jahren Probleme, alle Ausgaben in meinem Heimatpostamt zu bekommen (meine Verschwörungstheorie: der seinerzeitige Giftzwerg am Schalter hatte 90% der Lieferung nur für Schützenvereinskumpel zurückgelegt).
Bendix Gruenlich Am: 25.09.2025 23:00:38 Gelesen: 1177 # 7
Es ist Unsinn zu glauben, jenseits der Grenzen des deutschsprachigen Raumes, würde das zivilisierte Leben enden. Insbesondere der Kaufmann kann sich eine rein nationale Sicht schlicht nicht leisten. Und tatsächlich habe ich eine internationale Perspektive in meinem Beruf erlernt, das ist wohltuend und nimmt Ängste. Bon, schauen wir heute also mal ins fremdsprachige Ausland, zu unseren belgischen Nachbarn. • links, zu Ehren des Kaufmannsstandes: Freimarke „Merkur“ von 1932 • Mitte: großformatig und Barock – so begegnen uns viele belgische Sondermarken, hier die Mi-Nr. 2048 zu BEF 6,50 (EUR 0,16), eine noch frankaturgültige Weihnachtsmarke mit einem Gemälde aus dem 17. Jahrhundert • rechts: die älteste mir vorliegende noch frankaturgültige Marke - eine BEF 0,70 (EUR 0,02) Freimarke König Leopold von 1936, Mi-Nr 423. Die belgische Post (aktuelle Bezeichnung: bpost SA/NV, die sind börsennotiert) hat hinsichtlich ihrer Altemissionen das gemacht, was ich jedem Postbetreiber raten würde: in aller Ruhe die Inflation ihr Werk tun lassen, tüchtig die Preise erhöhen und die Benutzbarkeit einschränken. Frankaturgültig sind alle Marken seit 1960 (und noch einige davor), die BEF nominierten Marken leider nur noch bis zum 31.12.2027 (also außer Kurs ab dem 01.01.2028). Die Euro nominierten weiterhin unbegrenzt. Die Gültigkeit der Marken wurde also nicht direkt angetastet. Beide dürfen aber (und jetzt kommt eine kleine entscheidende Schikane) nicht für Einschreiben und inländische Prioritätssendungen benutzt werden (mein kaufmännischer Kommentar: so geht’s natürlich auch – für die teuren Produkte ausschließen und schon werden weniger alte Werte im Postverkehr auftauchen). Und was machen denn jetzt nun die Vertragsverbindlichkeiten im Jahresabschluss der bpost? Bitte, hier die Antwort: Die Grundlage für die Ermittlung des Bilanzausweises werden wiederum nicht näher erläutert (Ob bpost mehr Vertragsverbindlichkeiten im Verhältnis zum ausweist, weil die längere Gültigkeitsdauern zulassen? Wir werden das ohne Zusatzinformationen zur Systematik der Ermittlung nicht beurteilen können). Übrigens eine Postkarte nach Deutschland kostet aktuell EUR 2,78, das sind atemberaubende BEF 112. Damit ist ein Großteil der Marken, die bis ca. 2000 ausgegeben wurden, tatsächlich kommerziell wertlos geworden, denn wieviel Marken will man denn auf eine Sendung kleben. Beispiele für Massenfrankaturen findet man hier https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=9897&CP=0&F=1 Auch schön: kauft man fünf Marken der gleichen Gattung gibt es 10% Rabatt. Das heißt im Umkehrschluss wählt man eine alte währungsnominierte Frankatur wird es 10% teurer. Und wo wir schon mal dabei sind: die Realität im belgischen Postverkehr sieht heutzutage so aus: Man hat praktisch das Porto indexiert in dem man Währungsbezeichnungen gegen Funktionsbezeichnungen getauscht hat. Von mir wird das System wenig geliebt, da Mischfrankaturen kaum möglich sind (für mich damit einfach nicht bunt und flexibel genug). Dazu noch selbstklebend (Nachhaltigkeit!) und nicht ablösbar. Auch dürfte sich die belgische Post sich damit in einem Aspekt ins Knie geschossen haben: man hat sich des für das Unternehmen wirkenden Inflationseffekts beraubt. Auch werden die unverbrauchten nominallosen ausgegebenen Marken mit jeder Portoerhöhung zu einer nominell höheren Belastung. Daher meine Prognose, die alten Gattungen werden irgendwann für ungültig erklärt (z.B. in dem man Marken ohne QR-Code als unzulässig erklärt oder sich Vergleichbares einfallen lässt).
Bendix Gruenlich Am: 05.11.2025 21:15:24 Gelesen: 1004 # 8
Heute stöbern wir einmal durch die Zahlen und den Geschäftsbericht der börsennotierten Poste Italiane. Italien, das ist ja das schöne Land südlich der Alpen und die meisten der seit 1967 verausgabten Briefmarken (mit Ausnahme der „Italia“-Serie) sind ja noch frankaturgültig. Ich zeige erst einmal ein paar Marken Links: Sondermarke zur ITL 25 von 1956 (Mi-Nr. 978) zu Ehren des 80jährigen Bestehens des Postsparkassendienstes Mitte: Ach du heilige Habgier, wohlgenährtes italienisches Kind nimmt ein Geldbad und wickelt sich in eine Postanleihe im Volumen von ITL 100.000! Sondermarke zur ITL 25 von 1971 (Mi-Nr. 1347) zum Weltspartag (31.10.) Rechts: Sondermarke zu ITL 50 von 1968 (Mi-Nr. 1289) zu Ehren des 50jährigen Bestehens des Postgirodienstes (also der Führung laufender Konten durch die Post) Übrigens gar nicht so einfach mal ein passendes Motiv zu finden. Ausgaben mit kulturellem und geistlichem Bezug überwiegen. Eine ausgeprägte Beziehung zum Kommerz scheinen Italiener nicht zu haben. Also, die Italiener weisen wie alle anderen Postunternehmen ihre Verbindlichkeiten als noch nicht erbrachte, von anderen vorausbezahlten Leistungen aus. Diese Bilanzposition heißt Vertragsverbindlichkeiten. Und wieder sehen wir kleine Beträge. Werte um 2% des Jahresumsatzes des Briefumsatzes haben wir auch schon bei anderen Postverwaltungen gesehen. Der Anteil der Vertragsverbindlichkeiten an der Bilanzsumme ist besonders gering (weil Poste Italiane tatsächlich vor allem eine riesige Spezialkapitalsammelstelle für die breite Bevölkerung ist). Die nehmen Einlagen ein und lassen die durch die Cassa Depositi e Prestiti – das ist ein riesiges staatliches Unternehmen, das weite Teile der italienischen Wirtschaft beeinflusst, verwalten. Wer in Italien mit Industrie zu tun hat, wird feststellen CDP ist irgendwie immer dabei, insbesondere wenn ein Industriezweig Hilfe braucht. Welche Bedeutung hat Philatelie für die Poste Italiane? Dies kann man dank der Angaben im Anhang tatsächlich beziffern. In 2024 waren es EUR 11 Mio. Umsatz in der Sparte Philatelie (bei einem Gesamtbriefumsatz von EUR 1.767 Mio. - immerhin 0,62%). Allerdings wie der Betrag ermittelt wird, ist konzeptionell leider nicht nachvollziehbar. Denn ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass auch Teile der Umsätze mit Postdienstleistungen philatelistisch inspiriert sind (durch all diejenigen Philatelisten und Kulturfreunde, die noch schreiben und z.B. eine Sondermarke verwenden). Jedenfalls sind wir mit EUR 11 Mio. bei einem Gesamtumsatz von EUR 10.504 Mio. (davon ca. 70% Bank- und Versicherungsgeschäft) für Poste Italiane einfach keine entscheidende Größe. Gem. einem FAZ-Bericht von dieser Woche haben die Einlagen aktuell ein Volumen von EUR 320.000 Mio. und sind unter der Bezeichnung Buoni Fruttiferi Postali bekannt). Und wer keine entscheidende Größe darstellt, der hat auch nichts zu melden. Wer jetzt sagt, ich habe aber mehrere hundert Euro für dies und das an Briefmarken an die gezahlt, dem sei auch hier wieder entgegnet, dass das für Postunternehmen Kleckerkram ist. Übrigens hat der Geschäftsbericht der Poste Italiane einen Umfang von 979 Seiten und auf zwei Seiten ist „Philatelie“ kurz erwähnt. Jetzt seid Ihr vielleicht ob der geringen wirtschaftlichen Bedeutung wieder mal bedrückt. Und stimmt, ich will Euch mit dieser Serie ein bisschen den Mut kühlen und Euch erden. Ich sage aber auch, dass eine Italien-Sammlung eine tolle Sache sein kann. Schon mit ein paar Hundertern (Euro) solltet ihr etwas haben können, dass sich über 200 Albenseiten erstrecken sollte und soviel kulturellen Input liefert, dass es problemlos möglich ist, Euch über Wochen gut zu unterhalten. Die gezeigten Briefmarken dürften jedenfalls einen Barwert von EUR 0,30 haben (…würde eigentlich auch gut zum Thema die billigsten und kaum je besprochenen Briefmarken der Welt passen…). Danke an Poste Italiane, dass die mit der Währungsumstellung in Euro so souverän umgegangen sind und die meisten Marken weiterhin gültig sind. Splendidio!
Bendix Gruenlich Am: 03.02.2026 21:58:12 Gelesen: 711 # 9
Die portugiesische Post – sofern nicht bekannt - ist börsennotiert (ISIN-Nr. PTCTT0AM0001). Hier die Ausgabe zum Börsengang 2014. Dabei ist sie wie die italienische Post nicht nur Transporteur und Frachtführer, sondern auch bedeutender nationaler Anbieter von Finanzdienstleistungen. CTT steht übrigens für die Traditionsfirma Correios, Telégrafos e Telefones – Telegraphie und Telefon machen die aber nicht mehr. Der Geschäftsbericht 2024 hat einen Umfang von 540 Seiten (das entspricht neun großen Briefmarkenalben). Ich habe da einmal hineingeschaut. Und das ist erfreulich, Correios widmet der Philatelie immerhin eine Seite ihres Berichtes und stellt darin unter anderem ihr Ausgabeprogramm für das kommende Jahr vor. Stolz berichtet man, man habe von 1962 bis 2024 immerhin 41 wesentliche Philateliegestaltungswettbewerbe gewonnen und sei damit die am höchsten ausgezeichnete Postverwaltung Europas und eine der am meisten ausgezeichneten der Welt. Der Spartenumsatz des Briefverkehrs betrug 2024 EUR 471 Mio. (von insgesamt EUR 1.107 Mio.) und der Philatelieumsatz beläuft sich auf EUR 4,3 Mio., also 0,91% des Spartenumsatzes. Und so macht das die CTT: die weisen den Erlös von vorausbezahlten Produkten (hier wird insbesondere auch die Philatelie genannt) nur dann als Umsatz aus, wenn die Leistung auch erbracht wurde (mein Kommentar:…so gehört sich das…, das machen die anderen Postverwaltungen, die wir uns angeschaut haben genauso - im Übrigen gem. dem internationalen Rechnungslegungsstandard IFRS 15 – Umsatz aus Verträgen mit Kunden). Und hier wird die portugiesische Post einmal erfreulich spezifisch, denn die beschreiben. wie die das messen: die führen eine Kundenumfrage durch (aha, da ist sie ja, die statistische Stichprobe), um festzustellen wie die verkauften Produkte benutzt werden. Dann rechnet man die statistische Stichprobe auf die gesamten verkauften Produkte hoch und schon hat man den Wert. Jetzt weiß man, wieviel nicht verbraucht wurde und grenzt diese Beträge ab, in dem man sie nicht als Umsatz ausweist, sondern als Vertragsverbindlichkeiten. Also nehmen wir mal an, ihr kauft am Schalter in Lissabon Briefmarken für einen Euro, dann verbucht CTT das so (für alle Freunde der doppelten Buchführung): per: auf der Aktiva - Position Kasse EUR 1,00 an: verbrauchte Marken - GuV Position Umsatz EUR 1,00 oder an: nicht verbrauchte Marken: auf der Passiva - Vertragsverbindlichkeiten EUR 1,00. Und hier die Daten im gleichen Format wie in den Vorberichten: Das sind also wieder keine nennenswerten Beträge. Correios hilft dabei sicherlich, dass die Ausgaben immer nach wenigen Jahren außer Kurs gesetzt werden (ich kann davon ein Lied singen, bzw. habe das in meinen anekdotischen Berichten unter „Abenteuer auf der Reise“ auch getan). Ihr seid von dem Thema genervt, weil Euch das zu viele Zahlen sind? Schön, aber es soll ja auch eine Menge Sammler geben, die den Wert ihrer Schätze durch absurd lange Additionen „ermicheln“. Ihr seht, Ihr seid da nicht alleine und ich verrate jetzt mal ein Geschäftsgeheimnis (machen Kaufleute normalerweise nicht): Michelwert meiner Portugiesen vor ein paar Jahren EUR 621,00 - also Barwert so um die EUR 65,00. Übrigens unverkäuflich, dafür macht mir die Sammelei einfach zu viel Freude. Hier gibt es jede Menge Erinnerungen (durch vor Ort erworbene Beutestücke), Kulturstichwörter und Designs, auf die ich keinesfalls verzichten wollte. Zum Schluss noch ein paar Oldies (König Carlos I, von 1898) Adeus!
Bendix Gruenlich Am: 13.03.2026 20:05:28 Gelesen: 498 # 10
In der Schweiz soll ja die Welt noch in Ordnung sein. Ich habe aber bereits bei meinem letzten Besuch dort im Restaurant - zugegebenermaßen ein gutes - beim seinerzeitigen Kurs von CHF 1,50 Schweißausbrüche bekommen (beim aktuellen Kurs von CHF 0,90 müsste demnach folgerichtig eine Herzattacke nach Vorlage der Restaurantrechnung die Folge sein). Jedenfalls verfügt die Schweiz über eine leistungsfähige Post, die auch regelmäßig einen Geschäftsbericht veröffentlicht. Und da habe ich hineingeschaut. Erst einmal bleibt festzuhalten, dass noch eine Vielzahl von schweizerischen Briefmarken noch heute gültig ist (dazu am besten in den Katalog schauen oder aber sich die genaue Benennung von merkuria und Beispiele von Spätverwendungen unter dem Thema „Schweiz: Frankaturen mit postalischen Antiquitäten“ anschauen). https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=11923&CP=0&F=1 Schweizer Briefmarken sehen übrigens beispielsweise so aus (oben: Altausgabe sitzende Helvetia von 1862) Seit 1964 sind alle Marken noch frankaturgültig, davor noch eine Vielzahl von Marken ohne Zuschlag (ab 1960 und weitere davor), die ältesten von 1938 (schwergewichtige Freimarken zu CHF 3,--, 5,-- und 10,--), aber auch die eben gezeigte Ausgabe von 1953 „Alpenpost / mobile Postbüros“ zu CHF 0,10. Der Geschäftsbericht erwähnt Philatelie an keiner Stelle. Immerhin aber enthält er einen Hinweis (Grund: 175-jähriges Bestehen der Post) auf das Postmuseum und die Tatsache, dass dort auch Briefmarken zu sehen seien. Die lange Dauer der Frankaturgültigkeit (für mich ein Zeichen für Verlässlichkeit) wird im Geschäftsbericht nicht aufgegriffen. Aber schauen wir auf die Vertragsverbindlichkeiten (also vorausbezahlte Leistungen, die nach dem Bilanzstichtag noch zu erbringen sind): Wie die Werte ermittelt werden, wird nicht erläutert, aber es fällt auf, dass – im Vergleich mit anderer Postverwaltungen - diese mit ca. 7% des Segmentumsatzes Brief der Wert hoch sind. Mit Sorge habe ich die jüngsten Nachrichten hier im Forum zu kursierenden Fälschungen von kontemporären Marken gelesen. Die Schweizer greifen jetzt testweise auf Matrixcodemarken zurück. Ich hoffe, die kommen nicht auf die Idee einer Außerkurssetzung wie die Briten, die bei Freimarken schlichtweg die weiße Flagge gegenüber Kriminellen gehisst haben. Übrigens, die Schweizerische Post hat mal nachgezählt (…wer schreibt denn noch…), sie hat in 2024 1.556.000 Briefe zugestellt. Zugegeben, das waren 5,5% weniger als im Vorjahr – aber trotzdem: da wurde offenbar 1,5 Milliarden Mal der Schuss nicht gehört. Wunderbar - mich freut das (und mein Briefkasten bleibt am Haus, auch Sendungen aus der Schweiz sind herzlich willkommen).
Bendix Gruenlich Am: 04.06.2026 08:21:06 Gelesen: 249 # 11
Ach ja, Liechtenstein – eines der beliebtesten Sammelgebiete von 1950 bis – ja, bis wann eigentlich– ich würde sagen bis 1999. Die Liechtensteiner sind berüchtigt dafür, hart kalkulierende Kaufleute zu sein, insbesondere die Fürstenfamilie, habe ich einmal gelesen. Jedenfalls sind die auf die Idee gekommen, ihre seit 1967-1995 unbegrenzt gültig ausgegebenen Briefmarken mit Ablauf des Jahres 2001 für ungültig zu erklären. Das war im Zuge der aufkommenden Diskussionen, was mit den Briefmarken in den Anrainerländern, die den Euro einführen sollten, geschehen. Ich kann mich da gut daran erinnern. Es gab keinen offensichtlich Handlungszwang, sondern argumentiert wurde mit Außerkurssetzungen in der Vergangenheit und der Tatsache, dass die Post in eine privatrechtliche Rechtsform überführt werden sollte, dann kaufmännischer Rechnungslegung zu unterwerfen wäre, und für die nicht erbrachten Leistungen Rückstellungen zu bilden seien. Mich als erfahrenen Kaufmann überzeugte das nicht, denn auch Körperschaften öffentlichen Rechts führen selbstverständlich Rechnung, und um die Aufstellung einer Bilanz kommt man auch in dieser Rechtsform nicht herum. Wahrscheinlich war die Gelegenheit einfach günstig, weil viele europäische Postverwaltungen aufgrund der Euroeinführung die Gültigkeit ihrer Briefmarken adressieren mussten, warum also nicht bei dieser Gelegenheit auf den fahrenden Zug aufspringen. In Liechtenstein änderte sich die Währungssituation aber nicht. Das Fürstentum war nicht nur Eigentümer der Post, sondern auch Gesetzgeber, und konnte sich so einen wirtschaftlichen Vorteil verschaffen. Dafür war die Gelegenheit einfach hervorragend, weil die Nachbarländer Österreich und Deutschland im Hinblick auf die Währungsumstellung sich dieser lästigen Lasten in Komplizenschaft mit ihren uninteressierten Regierungen entledigten. (Merke: welches Interesse hat die Gegenseite an der Erbringung der vorausbezahlten Dienstleistungen, nachdem diese einmal voll vorausbezahlt wurde? Genau, keine). Vermutlich haben die Liechtensteiner damit gerechnet, dass die Aufregung deshalb nicht so groß sein würde, da es die anderen ja auch machen, nur dass Liechtenstein eben gar nicht den Euro eingeführt hat. Ich sehe zwei Auslöser: • Die liechtensteinische Post wird gemessen haben, dass zunehmend für Sammler hergestellte Marken, in den Postverkehr geschleust worden sind • mit einer statistischen Stichprobe und einer versicherungsmathematischen Sterbetafel (z.B. mit den Geburtsdaten der Abonnenten als Basis werden die ganz einfach haben messen können, dass und wann der Philatelie die Puste ausgeht) unten: rette sich wer kann - Aufbrauch, bevor die Dinger ungültig wurden Welche Bedeutung hatte der Vertrieb von Postwertzeichen denn für das Fürstentum? Hierzu ein Beispiel mit Bezug auf das Jahr 1969: die Gesamtausgaben des Staatshaushalts betrugen CHF 56 Mio., die Einnahmen CHF 50 Mio. Die Gesamtnominale aller Briefmarken des Jahrgangs 1969 betrug CHF 10,3 Mio. – das wären 20% des Staatshaushalts. Ich staune da selbst ob des Gewichtes des Betrages, dazu müsste es doch eine wirtschaftswissenschaftliche Ausarbeitung zu geben, aber eine solche ist mir leider bisher nicht begegnet. Jetzt wird man mir aber sagen, ja die haben die Marken auch für den Postdienst gebraucht. Hier habe ich eine kleine Kennzahl für Euch: • Die Einwohnerzahl Liechtensteins 1969 betrug 20.600. • Die Einwohnerzahl Westdeutschlands 1969 betrug 77.910.000. Dann wollen wir mal einen Briefmarkenkoeffizienten errechnen. Anzahl einer normalen Sonderausgabe 1969 (D: 30 Mio. / Liechtenstein 0,95 Mio.) geteilt durch die Einwohnerzahl: • Deutschland: 0,38 • Liechtenstein: 46,07 Ich denke jetzt klingelt's. Liechtenstein war ein Raubstaat bzw. ein Scheichtum, weil die Briefmarken nicht für den Postbetrieb, sondern vor allem für den Export hergestellt haben dürften. Man hatte aber den Anstand, Briefbeförderung durchzuführen und die Marken an Schaltern zu führen (bei den arabischen Scheichtümern bis heute unklar, ob das so war). Außerdem waren die Designs seriös, die Ausführungen qualitativ hochwertig. Meine These ist, dass sich dieser Fluss gedreht hat, dass man das messen konnte (rückläufige Auflagen seit Ende der späten 1980er Jahre) und die schlichtweg die Reißleine gezogen haben. Ich schätze das Drohpotential mal überschlägig auf ca. CHF 600 Mio. (das mal mit den unten genannten Zahlen des heutigen Jahresabschlusses vergleichen, jetzt wird das Ausmaß der Gefahr deutlich). Ich habe damals jedenfalls vor Wut geschäumt und denen einen Protestbrief geschrieben, den man auch freundlich beantwortet hat. Und seitdem erhielt ich regelmäßig Informationen über die Neuausgaben der Post, ohne je etwas gekauft zu haben. Das Vertrauen war weg. Meiner Beobachtung nach haben sich dann auch bei den Ausgaben kurz nach 2001 die Auflagenzahlen auf einem Niveau von 40% und niedriger der Auflagenwerte der 90er Jahre eingependelt. Und spannen wir einmal den Betrachtungszeitraum: Waren es in den 70er Jahren noch Millionenauflagen, beträgt die Auflage einer derzeitigen (2023) Sondermarke noch um die 20-30.000. Dickes Ding: frankaturgültige Freimarke Landespatrone von 1997 zu ehrfurchtgebietenden CHF 20,-- Aber nach langer Vorrede mal zur Sache. Wie hoch sind denn jetzt die bilanzierten Vertragsverbindlichkeiten der Liechtensteinischen Post AG? Das ist für mich nicht sicher zu beantworten. Zwar habe ich in den Geschäftsbericht 2025 hineinschauen können, er war aber für mich nicht sprechend. Der Anhang war nicht erläuternd genug. Ich kann daher nur annehmen, dass die Position „voraus erhaltene Beträge“ die Briefmarkenverbindlichkeiten enthält. Dem Jahresabschluss / Geschäftsbericht 2025 habe ich noch folgende interessante Informationen entnehmen können: • Bilanzsumme CHF 41,4 Mio. • Umsatz CHF 40,1 Mio. (davon Philatelie CHF 3,1 Mio.) • Gewinn CHF 1,2 Mio. • 261 Mitarbeiter, davon 10 für den Bereich Philatelie • 11,7 Mio. verarbeitete Briefe, davon 8,447 Mio. „in Liechtenstein in Rechnung gestellte Sendungen“ Mir hat die Gestaltung des Geschäftsberichtes gefallen, weil die Fotos von den Postlern im Paket- und Briefdienst gezeigt haben. Für mich ist das eine wichtige Arbeit und Dienstleistung, die professionelle Logistik erfordert. Schön, dass das im Geschäftsbericht ein Gesicht bekommen hat. Zum Schluss etwas, das ich tatsächlich aus dem Firmenpapierkorb gerettet habe. Und daran habe ich einfach Freude, bis zum heutigen Tag, schließlich besteht die Welt nicht nur aus kühlen Zahlen.