Briefmarken Atteste

Thema:

Rumänien: Der vielfältige rumänische Druck

ACH-SO Am: 02.06.2025 20:25:05 Gelesen: 1493 # 1
Der vielfältige rumänische Druck Mein erstes Thema, Kollegen. Kürzlich habe ich von einem langen Streit über das Schicksal der rumänischen Philatelie gelesen. Und mir fiel ein, dass ich vor langer Zeit auf ein interessantes Phänomen gestoßen war. Es geht um die Art und Weise, wie die Briefmarken von der rumänischen Typografie gedruckt werden. Ich bitte um Entschuldigung für die schlechte Qualität der Fotos, ich kann sie leider nicht verbessern. Photo 1 - 1957, Nr.1671. ungleiche Rahmengröße, Buchstabenhöhe, Zeichnungen, Farben.
ACH-SO Am: 02.06.2025 20:26:08 Gelesen: 1492 # 2
Photo 2 - 1958, Nr.1701. Das gleiche, plus Papier (weiß/graugelb, matt/glanz, UV+/UV-)
ACH-SO Am: 02.06.2025 20:26:42 Gelesen: 1491 # 3
Photo 3 - 1961, Nr.2000 Schriften dick/dünn, und achten Sie auf das Instrument.
ACH-SO Am: 02.06.2025 20:27:28 Gelesen: 1490 # 4
1965, Nr.2398 Beide sind auf Hochglanzpapier, so dass es schwierig ist, zu unterscheiden, aber wieder unterschiedliche Größen von Druckelementen, Raster, Hintergrund.
ACH-SO Am: 02.06.2025 20:28:33 Gelesen: 1486 # 5
Auszug aus dem Katalog mit der einzigen verfügbaren Bemerkung
ACH-SO Am: 02.06.2025 20:29:14 Gelesen: 1485 # 6
1972, Nr.3028 Die entsprechende Demonstration von Typ I und Typ II
ACH-SO Am: 02.06.2025 20:30:13 Gelesen: 1484 # 7
Das gleiche, mit mehr als zwei Arten lebhaft gesehen
ACH-SO Am: 02.06.2025 20:30:57 Gelesen: 1483 # 8
Es gibt mehr als 2 Varianten
ACH-SO Am: 02.06.2025 20:31:35 Gelesen: 1481 # 9
Man sieht deutlich, dass die Briefmarken mit unterschiedlichen Platten und Farben gedruckt sind, aber ich weiß nicht, wie ich das zusammenbringen soll. Ich denke, viele von Ihnen sind schon auf ähnliche Dinge gestoßen, aber ist das überhaupt erwähnenswert? Kann dies den Preis beeinflussen?
Richard Am: 02.06.2025 23:08:36 Gelesen: 1453 # 10
@ ACH-SO [#9] Ist Dir bekannt, dass es sich (so vermute ich) um Nachauflagen, erkennbar auch an den Eckstempeln, handelt ? Solche wurden in Briefmarkenzusammenstellungen von Händern und Kaufhäusern an "junge Sammler" angeboten, ich hatte sie in meinen Jugendzeiten (um 15 Jahre) besonders von Ungarn und anderen Osteuropaländern im Album. Auch in der DDR gab es diese Nachdrucke. Interessant wäre, ob Deine Marken eine gummierte Rückseite haben Wir haben hier Fachleute für Rumänien, die sich sicher melden werden. Schöne Grüsse, Richard
ACH-SO Am: 03.06.2025 17:40:09 Gelesen: 1381 # 11
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Natürlich haben Sie Recht, diese Briefmarken sind immer noch in meinem Jugendalbum, aber ich konnte das Problem seit vielen Jahren nicht lösen. Ich habe die Briefmarken neu angeordnet, und es sieht so aus: 1. Reihe - Briefmarken ohne Gummierung mit echten Entwertungen aus der echten Post; 2. Reihe – Briefmarken ohne Gummierung, aber ich nehme an, dass diese Entwertungen CTO sind und nie die Post erreicht haben; 3. Reihe - Briefmarken mit Originalkleber (vielleicht die unwichtigsten) Ich kenne mich mit Nachdrucken nicht aus, dachte aber, dass die CTO Briefmarken für philatelistische Zwecke vorentwertet wurden. Es handelt sich aber um dieselben Briefmarken, die im Umlauf waren. Wie kann ich Nachdrucke von echten Briefmarken unterscheiden? Könnten Nachdrucke dennoch als Varianten betrachtet werden?
nor 42 Am: 04.06.2025 21:19:22 Gelesen: 1301 # 12
@ Richard [#10] @ ACH-SO [#1] und folgende Richards Antwort trifft im größten Teil zu, und zwar handelt es ich meistens um Marken die bogenweise abgestempelt wurde um sie an Jungsammler zu einem minimalen Preis abzugeben. Die Stempeln wurden zum Großteil im Druckverfahren aufgetragen. Eine Vielzahl kleine Werte bis ca. 1959 wurden nachgedruckt zu einer Zeit als das Originalpapier, Farben und auch die Druckstöcke nicht mehr vorhanden waren. Diese Nachdrucke sind in einem Katalog zusammengefasst und es gibt auch Albumvordruckblätter die diese Nachdrucke neben den Originalen auflisten. Bei den Ausgaben nach ca. 1959 die ebenfalls an Jungsammler und ausländische Händler angeboten wurden, handelt es sich öfters um Qualitätsmäßig zweite Ware die so planmäßig verwertet wurden. Ab ca. 1970 kam Papier mit und ohne Aufheller zum Einsatz, daher auch minimale Farbunterschiede. Nach ca. 1992 wurden dann die unterschiedlichsten Papierqualitäten benützt. Michel Katalog bringt diese Unterschiede nicht, nur ein Vermerk btr. der Nachdrucke. Vielleicht nimmt sich ACH-SO die Zeit und schaut bei den Marken von [#1] auch auf das WZ. Manchmal wurden die Nachdrucke auf Papier mit anderem WZ als die Originale gedruckt Hier Ordnung zu schaffen ist schwer und kaum einer will es tun. nor 42
ACH-SO Am: 05.06.2025 17:22:53 Gelesen: 1231 # 13
@ nor 42 [#12] Vielen Dank, Sie haben mir geholfen, das Ausmaß des Problems zu verstehen. Ich habe nur grobe Illustrationen angefertigt, die das Problem nicht erklären können. Daher werde ich natürlich weitermachen. Aber was ist mit der interessanten Sache, die ich oben erwähnt habe – Nr. 3028 mit Typ I und Typ II? Handelt es sich bei Typ II um einen bloßen Nachdruck oder deutet er auf eine systematische Herangehensweise an die Briefmarkenveröffentlichungspolitik hin? Meiner Meinung nach bezieht sich dies nicht ausschließlich auf Nr.3028, sondern fast alle Veröffentlichungen weisen eine solche Ambivalenz auf (dicker/dünner Text und Zeichnungen, großes/kleines Raster, einschließlich der Änderung der Papiersorte).
DL8AAM Am: 05.06.2025 18:27:07 Gelesen: 1217 # 14
@ ACH-SO [#13] Bei dem angesprochenen Typ I- zu Typ II-Unterschied handelt es sich nicht um ein "Druck"-Unterschied (dick/dünn, Papier, Farbe o.ä.), sondern das grundlegende Layout unterscheidet sich hier. Das sind zwei verschiedene "Bilder". Im Prinzip sind das sogar zwei vollkommen unterschiedliche Briefmarken, in anderen Gebieten wäre Ähnliches im Michel sogar mal eine eigene Hauptnummer. Ansonsten finde ich persönlich das Thema nicht uninteressant, auch ich habe in meinen alten Jugendalben seitenweise diese Rumänen und ich werde sie mir "irgendwann" wohl mal näher anschauen. ;-) Und auch aus philatelie(markt-)geschichtlicher Sicht betrachtet, ist das "System" wirklich einer tieferen Betrachtung wert. Danke für das Thema! Beste Grüße Thomas
Stefan Am: 05.06.2025 20:18:26 Gelesen: 1197 # 15
@ ACH-SO [#11] Ich kenne mich mit Nachdrucken nicht aus, dachte aber, dass die CTO Briefmarken für philatelistische Zwecke vorentwertet wurden. Es handelt sich aber um dieselben Briefmarken, die im Umlauf waren. Wie kann ich Nachdrucke von echten Briefmarken unterscheiden? Könnten Nachdrucke dennoch als Varianten betrachtet werden? Ich kenne mich auch nicht aus, betrachte allerdings einige Nachauflagen für Sammlerzwecke mit gedruckter Entwertung als separate Variante. Circa 2020/2021 (also während Corona und den Lockdowns) hatte ich mehrere Lagerbücher Rumänien 1950-1990 zusammengestellt, sortiert nach Hauptnummer und getrennt u.a. nach Gefälligkeitsentwertungen und Bedarfsstempel. Da blieb es nicht aus, einen Blick auf die Stempelentwertungen bzw. Stempeltypen zu werfen. Es ist beispielsweise auffällig, dass - wenn das Stempeldatum von Januar 1990 stimmt - kurz nach der Revolution in Rumänien nochmals Dauerserien nachgedruckt wurden. Dabei verzichtete man auf eine Gummierung. Gedruckte Stempelentwertung BUCURESTI 1 vom 09.01.1990 Der Schalterbogen hatte nicht gänzlich auf den Scanner gepasst. Das 1990 verwendete Papier kommt einem als Sammler bekannt vor und richtig, es ist jenes, welches ungummiert für den Druck der Dauerserien von 1992 (Vogelmarken und Tiermarken) mit gedruckter Stempelentwertung verwendetet wurde. Die Gefälligkeitsentwertungen kann man nach Stempeltyp sammeln. Nachfolgend als Beispiel ein Satz Portomarken: oben Zweikreisstempel, mittig Kreisbogenstegstempel und unten der letzte Nachdruck mit Datum von 1990 Gruß Stefan
Richard Am: 05.06.2025 22:05:34 Gelesen: 1177 # 16
@ nor 42 [#12] Danke an Norbert für die Ergänzung meiner Erinnerungen aus der Kindheit und Jugendzeit und auch an Thomas und Stefan für die weiteren Ausführungen. Allen einen schönen Abend, Richard
ACH-SO Am: 07.06.2025 23:07:29 Gelesen: 1078 # 17
@ DL8AAM [#14] Das ist es, was ich wirklich wollte. Ich hoffe, die Ergebnisse zu sehen. Vielen Dank!