Thema:
Philatelistische Bibliothek Zeitz
Am: 15.05.2025 12:15:23
Gelesen: 1452
# 1
Letzte Woche war ich wegen eines Vortrages in Leipzig und hatte in dem Kontext auch die Chance, die wunderschöne Stadt Zeitz zu besuchen.
Im Tourist Information Center der Stadt begrüßten uns vier (!) junge Damen und brachten uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt nahe. Keine der vier hatte allerdings je von der Phil.Bibliothek gehört. Madama Jessica verwies mich immerhin auf eine ihrer Kenntnis nach sehr gut vernetzte Dame in einer der alten ehrwürdigen Zeitzer Stiftsbibliotheken. Mein Anruf dort ergab leider, dass auch die dortige Bibliothekarin von der bundesweit unter Philatelisten und Posthistorikern bekannten Phil.Bibliothek noch nie etwas gehört hatte. Erst über Googlesuchfunktionen hatte ich sie dann informiert. Mein nächster Besuch in Zeitz steht bald an, und ich werde mich dann gezielt mit der Phil.Bibl. selbst in Kontakt setzen. Schade, dass eine Stadt, die historisch so viel zu bieten hat, aber auch an der Auszehrung junger abwandernder Mitbürger und dem Zustrom ausländischer Mitbürger gleichfalls leidet, nicht den Schatz ihrer Stadt nutzt, um sie bundesweit bekannter und besuchenswerter zu machen.
Am: 15.05.2025 21:46:01
Gelesen: 1373
# 2
Ich unterstütze die Philatelistische Bibliothek in Wuppertal seit ein paar Jahren bei der Öffentlichkeitsarbeit und habe früher, als ich noch Redakteur bei der Wuppertaler Lokalzeitung war, versucht, die Bibliothek auch öfter mal in die Medien zu bringen. Das Interesse bei der Leserschaft war eher so semi, freundlich ausgedrückt. Und was den Bekanntheitsgrad angeht: Selbst die Stadtbibliothek wusste wenig bis gar nichts von ihrer "kleinen Fachschwester" und hat auch wenig Interesse gezeigt, in ihren Räumlichkeiten mal auf sie hinzuweisen. Und ich befürchte, wer nach Wuppertal kommt und bei der Tourist-Information oder dem Stadtmarketing nach der Philatelistischen Bibliothek fragt, wird leider ähnliche Erfahrungen wie in Zeitz machen und keine Infos bekommen.
Grundsätzlich würde ich bei einem Besuch aber sowieso vorab bei der Einrichtung nachfragen. Zeitz hat, wie mir Google verraten hat, ja auch hauptsächlich nach Absprache geöffnet. Ist bei der Wuppertaler Bibliothek, die vermutlich wie auch die Zeitzer ehrenamtlich geführt wird, nicht anders. Dass die Dame von den Stiftsbibliotheken noch nichts von der Einrichtung in Zeitz gehört hatte, überrascht mich dann aber doch, schließlich führen die diese ja auf ihrer Homepage auf:
https://www.stiftsbibliothek-zeitz.de/zeitzer-bibliotheksinitiative/
Dann mal viel Erfolg beim nächsten Besuch in Zeitz.
Was der polemische Hinweis "aber auch an der Auszehrung junger abwandernder Mitbürger und dem Zustrom ausländischer Mitbürger gleichfalls leidet" jetzt mit dem Thema zu tun hat, dass offenbar kaum jemand in Zeitz die Philatelistische Bibliothek kennt, erschließt sich mir nicht.
Am: 15.05.2025 23:07:59
Gelesen: 1358
# 3
@ mpstamps [#2]
erschließt sich mir nicht.
Ja, aber das soll wohl - vollkommen wertfrei (!) umschrieben - "... nach dem Wegzug der Nachkommenschaft der alteingesessenen Mitglieder der lokalen Philatelistenklubs aus der heimischen Region ..." bedeuten - und welche philatelistische Organisationseinheit in Deutschland, hat denn je bisher eine nenneswerte Menge von syrischen Neubürgern als Neumitglieder, als "Ersatz" für diesen Adlerlass, zu verzeichnen? Absolut wertfrei (!) gesagt.
Nicht falsch verstehen.
LG
Thomas
Am: 16.05.2025 18:02:47
Gelesen: 1269
# 4
Angesichts der Entwicklung des Interesses an Philatelie oder Briefmarken im Allgemeinen glaube ich, dass es wenig Unterschied macht, ob da 100 ausländische Mitbürger hinziehen oder 100 junge deutsche Familien. Die Philatelistische Bibliothek wird kaum neue Fans dazugewinnen.
Und der Satz Schade, dass eine Stadt, die historisch so viel zu bieten hat, aber auch an der Auszehrung junger abwandernder Mitbürger und dem Zustrom ausländischer Mitbürger gleichfalls leidet. ist aus meiner Sicht nicht wertfrei.
Warum leidet Zeitz unter dem Zustrom ausländischer Mitbürger? Die abgewanderten deutschen (?) Mitbürger waren vermutlich auch nicht regelmäßig im der Bibliothek.
Nicht falsch verstehen. ;-)
Dass die Bibliothek offensichtlich ja nicht mal dem eigenen Stadtmarketing bekannt ist, ist eher ein Problem der Zeitzer Verwaltung
Am: 16.05.2025 18:20:09
Gelesen: 1258
# 5
Schöne afd Propaganda hier vom lieben Claus.
Inwiefern beeinträchtigen die 20% in Zeitz lebenden Nichtdeutschen die Stadt negativ? Nehmen sie bei 17% Wohnungsleerstand aufrichtigen Deutschen Lebensraum weg? Essen sie die Haustiere? Minderten sie gar den die Wirtschaftskraft negativ beeinflußenden Arbeitskräftemangel [1]?
[1] https://www.kofa.de/media/Publikationen/Laendersteckbriefe/Sachsen-Anhalt.pdf
Am: 16.05.2025 21:23:04
Gelesen: 1202
# 6
Der Zimmervermieter meines an einer Hochschule in der Bonner Region studierenden Sohnes, ein Mann, der selbst jahrelang in der ganzen Welt unterwegs war und in Australien, Kanada, Tansania und Südafrika gearbeitet hatte und heute seine Zimmer überwiegend an internationale Studenten vermietet (mein Sohn ist übrigens "passmäßig" auch einer), sagte mir kürzlich:
Das Hauptproblem in Deutschland ist, dass man unsere Probleme nicht mehr nennen darf !!!
Dies nur zu dem unwürdigen Hinweis, mich womöglich in AfD-Nähe schieben zu wollen. Absoluter Unsinn. Man darf doch wohl noch das schreiben, was mir Zeitzer Bürger beim Eisessen auf dem Marktplatz dieser schönen Stadt sagten und was ich mit eigenen Augen gesehen habe. NOCH gehören wir in Deutschland Gott sei Dank zu jenen wenigen Staaten in der Welt, in denen Meinungsfreiheit herrscht. Und das impliziert nicht immer nur wertfreie Aussagen.
Im Übrigen war ich wegen (m)eines Vortrages in Leipzig mit einem Abstecher in Zeitz und nicht dort, UM die PHILA-Bibliothek zu besuchen. Das hatte sich einfach nur so ergeben, weil mich meine Leipziger Gastgeber in diese schöne Stadt für einen Kurztripp mitgenommen hatten.