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Zeppelinpost LZ 127 Beförderungszahlen

erlihans Am: 18.02.2025 11:32:06 Gelesen: 803 # 1
Liebes Forum, neulich wurde ein Radiotelegramm (Abwurf Sibiu 16.10.1929) an einer Auktion versteigert. Auf diesem Telegramm bestätigt der Postoberoffizial Josef Schervan den Erhalt von 125 Postkarten und 2 Briefen. Im Handbuch der Luftpostkunde (1930) von A. Berezowski als auch im Sieger Katalog von 1930 wird die Zahl der abgeworfenen Poststücke mit 82 angegeben. Im Fahrtbuch der 42. Graf Zeppelin Fahrt findet sich überhaupt keinen Hinweis auf die abgeworfene Post. Mich würde interessieren wie Berezowski und Sieger auf die Anzahl 82 gelangten. Wer kann mir weiterhelfen? Vielen Dank.
aviator Am: 07.03.2025 19:24:54 Gelesen: 652 # 2
Hallo erlihans, eine Angabe von Auktion und Losnummer ist immer hilfreich wenn man zu einem Los dieser Auktion dort eine Frage hat. Nehme aber mal an, dass Du die Auktion Felzmann 182 in 2024 und das Los 3486 meinst. Ist das okay? Da Felzmann ein sehr gutes Archiv seiner Auktionen hat, kann jetzt schon mal Jeder der möchte, sich das Los dort anschauen und auch den handschriftlichen Vermerk unten links dazu (den meinst Du doch?) lesen. Ich stelle mal ein früheres Bild dieses Radiotelegramms von Pruss hier ein. Das wurde als ArGe Projekt in der „Zeppelinpost 2/2003“ auf Seite 64 oben veröffentlicht. Denke, dass das Radiotelegramm aus der Sammlung Peter Hagedorn stammt. Darauf wirst Du auch in dem Rahmen die (82) lesen können. Hat in der Regel Peter Hagedorn immer so vorgegeben was darin steht und man kann sich zu 100% darauf verlassen, dass er jeden(!) (auch handschriftlichen) Vermerk gelesen hat. Was er jedoch gar nicht leiden konnte war „Platzverschwendung“, aber auf den abgebildeten Belegen sollte immer noch das wichtigste zu erkennen sein. Deshalb bin ich mir auch sicher, dass er in dem Kästchen das Du auf meiner alten Kopie sehen kannst nicht alles zum Abwurf „Sibu“ dazu geschrieben hat. Das ist nur die deutsche Post ab Friedrichshafen! Was gehört noch zu den 82 (an Stückzahlen) dazu? Das sind die Mischfrankaturen mit Ungarn. Die gibt es als Auflieferung mit Bordstempel ab Friedrichshafen und mit Bordstempel vom Bordpostamt im Luftschiff von Post die während der Fahrt von Passagiere und Besatzung aufgeliefert wurde. Das sollten somit noch 45 Stück gewesen sein. Wenn er das jetzt wirklich so „haarklein“ noch mit ins „Kästchen“ geschrieben hätte, wäre vom „Sichtfeld“ dieses tollen Radiotelegramms nicht mehr viel übrig gewesen und das ging gar nicht! Dazu kommt noch, dass er auch keine genauen Angaben der Stückzahlen von Bordpost aus Friedrichshafen und Bordpost vom Bordpostamt hatte. Das hätte der Josef Scherwan dazu nämlich auch noch getrennt angeben müssen! Hat er aber nicht, weil für den nur die Gesamtstückzahl (Postübergabe) relevant war. Hoffe, dass ich Dir etwas weiter helfen konnte, Mit besten Grüßen, Aviator