Briefmarken Atteste

Thema:

Die Vonhoff Sammlung - für 30.000 Euro bei Ebay im Angebot

christel Am: 02.02.2025 20:06:43 Gelesen: 21266 # 1
@ Perfin Fan Hallo. Ich habe in einer alten "Philatelie", der offiziellen Monatsschrift des BDPh den Bericht über die alte Vonhoff-Sammlung gefunden. Demnach ging sie als Vermächtnis an den BDPh in dessen Besitz über. christel
Torsten Grunwald Am: 02.02.2025 20:15:37 Gelesen: 21264 # 2
@ christel [#1] Da der BdPh kein Respekt vor solchen Lebenswerken hat, wurde Sie einfach für ein Apfel und ein Ei verschleudert.
christel Am: 02.02.2025 21:43:10 Gelesen: 21233 # 3
@ Torsten Grunwald [#2] Oh weh, da ist es scheinbar schade, dass Herr Vonhoff den Vermächtnisnehmer (BDPh) nicht im Testament bereits mit Auflagen zum Umgang mit dem Vermächtnisgegenstand belegt hat. Es hätte ja durchaus Pflichten zur Publikation über und zum Erhalt der Sammlung geben können, eigentlich geben müssen. Schade, dass dies versäumt wurde. Aber er hatte die nun an den Tag gelegte Vorgehensweise sicher nicht vorhergesehen.
brunoh Am: 02.02.2025 22:20:20 Gelesen: 21223 # 4
Als neuer Kassier der Arge Lochungen kann ich dem nur beipflichten und die Gerüchte um den Verkauf der Vonhoff-Sammlung erhellen. Nicht wir, die Arge, haben die Sammlung verschleudert, sondern der BdPh, ohne uns davon in Kenntnis zu setzen. Wir hätten die Sammlung gerne wieder übernommen um diese zu erhalten und weiter auszubauen. Nun ist sie wohl in alle Winde zerstreut. Ich glaube bei Auktionen werden immer wieder mal Teile der Sammlung angeboten und ich glaube, dass ich da schon etwas davon ersteigern konnte. Ich weiß auch, dass das Auktionshaus Thomas Fischer in Nürnberg Teile der Sammlung auf der letzten Sindelfinger Messe angeboten hat. Wir wären auch gerne auf der Münchner Messe präsent gewesen, haben aber leider keinen Stand bekommen. In Ulm sind wir aber wieder vertreten und würden uns über viele Besuche und interessante Gespräche freuen. Wer mehr über unser interessantes Sammelgebiet wissen möchte, kann gerne über meine hinterlegte Emailadresse oder das Kontaktformular auf der Webseite der Arge Lochungen Kontakt aufnehmen. Bruno Hödl Arge Lochungen [Beiträge [#1] bis [#4] redaktionell verschoben aus dem Thema "Perfins / Lochungen: Deutsches Reich"]
drmoeller_neuss Am: 03.02.2025 09:16:00 Gelesen: 21074 # 5
@ brunoh [#4] "Verschleudern" ist doch etwas polemisch, die Sammlung wurde über ein großes Auktionshaus angeboten und der Markt hat den Preis gemacht. Und solche "Schenkungen" haben immer auch eine Kehrseite: Die Aufbewahrungs- und Verwaltungskosten. Die 160 Ordner dürften etwa 3 Regelmetern entsprechen, die 2 Quadratmeter Fläche beanspruchen. Nun muss eine solche Sammlung nicht in der besten Lage von Bonn stehen und besonders diebstahlgefährdet ist das Material auch nicht. Aber trotzdem braucht es einen trockenen Raum, der bei Bedarf auch erreichbar und begehbar ist. Anfragen zur Besichtigung müssen auch beantwortet werden und dann muss jemand vor Ort Aufsicht führen. Hat die Arge Lochungen auch diese Folgekosten berücksichtigt? Ich stelle mir vor, wenn jetzt jede Arbeitsgemeinschaft dem BDPh 160 Ordner vermacht und dazu kommen noch viele Heimatsammlungen und die ein oder andere Ländersammlung ist auch für die Nachwelt erhaltenswert. :)
brunoh Am: 03.02.2025 12:07:44 Gelesen: 20974 # 6
Ich denke der BdPh hat einfach Geld gebraucht und hat deshalb ein fast abgeschlossenes Sammelgebiet (es tauchen ja immer noch neue Lochungen und Verwender auf) mit rund 70-jähriger Geschichte versteigern lassen. Die Miete für die 2qm hat man ja trotzdem weiterbezahlen müssen. Wenn ich den euphorischen Bericht in der "Philatelie" 448 lese, dass man ein "ganz besonderes Juwel" geerbt hat und was man dann ein paar Jahre später damit gemacht hat, ist ein Armutszeugnis für den BdPh. Wie bereits geschrieben, hat man unserer Arge kein Rücknahmeangebot gemacht. Hat man denn einem unserer drei Kommunikationsmuseen ein Angebot zur Übernahme, Aufbewahrung und Besichtigungsmöglichkeit gemacht? Ich denke NEIN, man wollte einfach nur die eigene Kasse füllen und sich von unnützem Ballast befreien. Das war sicher nicht im Sinne von Erich Vonhoff und Alfred Wirth, die ein Stück Deutscher Zeitgeschichte für die Nachwelt erhalten wollten. Wenn man den Post [#5] von drmoeller_neuss richtig interpretiert, dann sind Sammlungen der Argen oder auch die der "normalen" Sammler eigentlich nicht erhaltungswert und nur reines Hobby. Ich frage mich für was ist der BdPh eigentlich da? Genug der Polemik aber es musste auch mal gesagt werden.
bovi11 Am: 03.02.2025 12:12:54 Gelesen: 20969 # 7
@ brunoh [#6]

Vor allen Dingen stelle ich mir unter einem Vermächtnis etwas anderes vor.

Ich kenne den Wortlaut des Vermächtnisses nicht, aber man muss kein Hellseher sein, um zu postulieren, dass es Sinn und Zweck des Vermächtnisgebers war, die Sammlung der Nachwelt als Ganzes zu erhalten. Dem ist der BDPh als Vermächtnisnehmer offensichtlich in keiner Weise nachgekommen.
drmoeller_neuss Am: 03.02.2025 12:51:35 Gelesen: 20928 # 8
@ brunoh [#6] Der BDPh hat genauso wie jeder Verein und jede Arbeitsgemeinschaft mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen. Daher ist der BDPh in eine kleinere Geschäftstelle in Bonn umgezogen. Die Immobilie "Haus der Philatelie", wo der BDPh seinen früheren Sitz hatte, ist vom Eigentümer, der Stiftung Philatelie inzwischen andersweitig vermietet worden. Der BDPh musste sich platzmäßig stark einschränken und einigen liebgewonnenen Ballast über Bord werfen. 2 Quadratmeter klingen nicht viel, aber pro Monat können da schon Kosten von 50 Euro auflaufen, und die Arge Lochungen ist nicht der einzige "Kunde", der dem BDPh Archivmaterial zur kostenlosen Aufbewahrung übertragen will. Die Mietkosten sind übrigens auch für philatelistische Bibliotheken ein Problem und müssen von den Mitgliedern aufgebracht werden. Im übrigen lebt die Philatelie auch davon, dass Sammlungen aufgelöst und das Material in den "philatelistischen Kreislauf" zurückgegeben wird. Ich gehe davon aus, dass die Sammlung dokumentiert wurde, d.h. die darin enthaltenen Lochungen sich im Katalog der ArGe wiederfinden. Natürlich wäre es schön gewesen, die Sammlung vor dem Verkauf zu scannen, aber es muss auch einer machen und 160 Ordner scannen sich nicht von selbst. Zum Arbeitsaufwand: Jedes Blatt aus der Sammlung muss einzeln aus der Hülle entnommen werden und auf den Scanner gelegt werden. Wenn man zügig arbeitet, ist man damit drei Monate ununterbrochen beschäftigt (eine 40-Stunden-Woche vorausgesetzt).
saeckingen Am: 03.02.2025 13:59:27 Gelesen: 20855 # 9
Mich würde mal interessieren, wie viel Sammler sich dieses Objekt in der Zeit, in der es beim BDPh war, angesehen oder sie gar für ihre Forschung verwendet haben? Grüße Harald
TeeKay Am: 03.02.2025 15:14:28 Gelesen: 20790 # 10
@ drmoeller_neuss [#8]

"und die Arge Lochungen ist nicht der einzige "Kunde", der dem BDPh Archivmaterial zur kostenlosen Aufbewahrung übertragen will."

Die Arge Lochungen schreibt direkt über deinem Posting, dass sie die Sammlung gern vom BDPh zurückgenommen hätte - nicht umgekehrt.
Flieger Am: 03.02.2025 16:20:57 Gelesen: 20738 # 11
Wenn man einen Funken Anstand gehabt hätte, wäre man an die ARGE Lochungen herangetreten und hätte die Rückgabe angeboten. Jetzt wird die Sammlung zerfleddert bei Ebay angeboten. Wenn ich nicht Zwangsmitglied über meine ARGE wäre, würde ich sofort die Mitgliedschaft kündigen. Geld regiert die Welt.
TeeKay Am: 03.02.2025 17:43:58 Gelesen: 20664 # 12
Dazu blieb vor lauter Wichtigernehmen der Argen [1] vermutlich keine Zeit. [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=18507&CP=0&F=1
Torsten Grunwald Am: 03.02.2025 20:44:48 Gelesen: 20542 # 13
Ich habe mehrfach versucht die Sammlung zu besichtigen, leider gab es vom BdPh immer Ausreden warum dies nicht möglich sei, das war sehr schade. Wenn der BdPh Probleme hatte diese Sammlung zu halten, warum auch immer, hätte es andere Möglichkeiten gegeben als sich zu bereichern, und das auch noch unglücklich. Die Arge hätte sicherlich eine Möglichkeit gefunden, wurde aber nicht gefragt. Es hätte auch die Möglichkeit gegeben die Sammlung an ein Museum abzutreten, sicher im Sinne des Sammlers. Der BdPh hat die Forschungssammlung aber an die Firma Köhler verkauft, nicht einmal versteigern lassen, Köhler hat die Sammlung dann weitergereicht an die Firma Fischer, sicherlich nicht ohne Gewinn zu machen. Man sieht also wieder wie blauäugig da wieder gehandelt wurde. Fair wäre es einfach mal wenn sich ein beteiligtes Vorstandsmitglied dazu äußert, ich habe noch nirgends gelesen was die Sammlung nun für die Gemeinschaft gebracht hat, vielleicht war es auch nur eine nette Geste an einen Hauptsponsor und man war froh diesen Ballast, wie bereits geschrieben wurde, los zu sein.
Flieger Am: 04.02.2025 06:29:37 Gelesen: 20404 # 14
Mitgliedschaft kündigen - ich traue denen nur noch so weit wie ich ein Klavier werfen kann !
nagel.d Am: 04.02.2025 16:33:25 Gelesen: 20202 # 15
@ Flieger [#14]

Die Mitgliedschaft kündigen ist aus meiner Sicht der falsche Weg. Mann sollte seine Mitgliederrechte wahrnehmen.
drmoeller_neuss Am: 04.02.2025 16:42:58 Gelesen: 20186 # 16
Es machen sich alle Beteiligten etwas einfach. Da ist von fehlendem Anstand des Verbandes die Rede, und der Forenbetreiber ändert die Überschrift aufreisserisch nach Bild-Zeitungsmanier.

Ich hatte schon geschrieben, fünf Regalmeter sind kein Pappenstil und nicht eben einmal unterzubringen. Für die laufende Mietkosten für die Unterbringung des Archives muss jemand aufkommen. Dann müssen die Besichtigungsmodalitäten geklärt werden. Leider sind nicht alle Sammler ehrlich und vor allem weiss man es erst hinterher, wenn Stücke fehlen. Es muss also eine Aufsicht gestellt werden, ähnlich wie während der Besichtigungswochen in Auktionshäusern. Soll das der Geschäftsführer des Verbandes noch nebenbei machen oder wer kommt für die Personalkosten auf?

Solche Volumenposten sind nicht Auktionators Liebling. Viele Auktionatoren sind nur bereit, solche Einlieferungen auf "Gebot" anzunehmen, auch auf die Gefahr hin, dass sie dann wirklich verramscht werden. Hauptsache, das Zeug wird verkauft und das Lager ist wieder leer. Die Geschäftsführer von Köhler sind gute Kaufleute und schon im eigenen Interesse auf einen höchstmöglichen Erlös bedacht. Sie haben sich bewusst entschieden, den Posten direkt an einen Händler weiterzuschieben, der sich die Zeit nehmen kann, um alles zu vereinzeln. Zeit, die ein Auktionshaus Köhler nicht hat.

Und wenn man das Archiv an einen Privatsammler verkauft hätte? Ein Perfin-Sammler würde aus einer solchen Sammlung die für ihn interessanten Stücke herausziehen, und den Rest abstossen. Im Ergebnis würde das auf das gleiche herauslaufen, nämlich, dass die (Rest-)Sammlung zerfleddert bei Ebay angeboten würde. Und dann stellt sich auch noch die Transparenz eines solchen Verkaufes. Schnell kommt der Vorwurf auf, der Verband hätte gemauschelt, und die Sammlung zu einem "Freundschaftspreis" einem guten Bekannten zugeschoben. Da ist der Verkauf über den Auktionshandel noch die beste Lösung.

Ich habe eben auf ebay einmal nach den Stichworten "Perfin Sammlung" gesucht. Pro gelochter Marke werden etwa 10 bis 20 Cent bewilligt. Reich wird man durch den Handel mit Perfins nicht.

Was hat denn die Arge Lochungen in den letzten Jahren vor dem Verkauf der Sammlung durch den BDPh zur Pflege des Archivs beigetragen? Dazu zähle ich regelmässige Gespräche mit dem BDPh über die Besichtigungsmodalitäten und die entsprechende Veröffentlichung dieser Informationen durch die Arge Lochungen. Oder ruhte die Sammlung in einem Dornröschenschlaf im BDPh-Archiv, bis kurz vor dem Umzug aufgeräumt werden musste?

Auf den Webseiten der Arge Lochungen finde ich keinen Hinweis auf dieses Archiv. Einige Sammlungen wurden digitalisiert und der Nachwelt erhalten. Die Arbeitsgemeinschaft hat auf diese digitalen Archive verlinkt, was lobenswert und zur Nachahmung empfohlen ist. Vielleicht kann man die Startseite einmal überarbeiten, und die Werbung für die Messe Ulm entfernen. Die Messe Ulm liegt bereits ein halbes Jahr zurück. [1]

Und dann kommen immer die Ideen, solche Archive Museen zur Verfügung zu stellen. Ich stelle mir vor, der Direktor eines Heimatmuseums zu sein. Da kommt der Erbe des Heimatsammlers mit 200 Briefmarkenalben an. Natürlich ist das für die Stadtgeschichte wichtig, aber leider interessiert sich ausser dem verblichenen Heimatsammler kein Besucher dafür, welche Unterscheidungsbuchstaben im Postamt 8 geführt wurden. Noch bevor ich das Gespräch beenden kann, steht schon die Tochter des verstorbenen Fliessenlegers vor der Tür: "Mein Vater hat von allen Badezimmerfliessen nach dem zweiten Weltkrieg ein paar Fliessen in der Werkstatt gelagert und alles sauber beschriftet. Und überhaupt, die deutsche Badezimmerfliesse ist ein Kulturgut. Da können Sie doch locker eine Sonderausstellung machen."

Das ist überspitzt dargestellt, aber man kann nicht alles für die Nachwelt erhalten. Früher war es Auktionshäusern vorbehalten, Spitzensammlungen in Buchform zum Beispiel als "Edition d'Or" zu veröffentlichen. Die Digitalisierung bietet jedem die Möglichkeit, seine Sammlung für die Ewigkeit digital zu erhalten.
TeeKay Am: 04.02.2025 17:17:03 Gelesen: 20147 # 17
Nimm bitte endlich zur Kenntnis, das zwei Mitglieder der Arge Lochungen inkl. dessen Vorsitzenden hier in diesem Thread zum Ausdruck brachten, dass die Arge die Sammlung jederzeit zurückgenommen hätte. Der BDPh hat sie verkauft, ohne die zuständige Arge auch nur zu kontaktieren. Deine ganzen Ausführungen zu Regalmetern, dem schwierigen Leben von BDPh, Museen und Auktionatoren gehen völlig am Thema vorbei. Keiner hier wirft dem BDPh vor, dass er die Sammlung nicht länger aufbewahren wollte. Es geht darum, wie der BDPh sich der Sammlung entledigte. Ich habe mit Lochungen 0 zu tun und mit dem Arge-Vorsitzenden erst vor wenigen Tagen ein Streitgespräch gehabt, bei dem wir beide wohl zur Erkenntnis gelangten, uns nicht sonderlich sympathisch zu sein. Und dennoch finde ich das Vorgehen des BDPh absolut unwürdig und kann mich sehr gut in die Situation der Arge-Mitglieder hineinversetzen, die hier sehen müssen, wie eine von Arge-Mitgliedern dem BDPh vermachte Sammlung verscherbelt wird, ohne die Chance gehabt zu haben, sie zurück zu bekommen. Vielleicht versuchst du es auch mal damit. Was macht eigentlich Michael Adlers Sammlung? Würde die auch verhökert, oder fanden sich dafür Regalmeter?
bovi11 Am: 04.02.2025 17:24:37 Gelesen: 20131 # 18
@ TeeKay [#17] Wie schon gesagt, kenne ich den Inhalt des Vermächtnisses nicht, aber es hat den Anschein, als sei dieses nicht im Sinne des Vermächtnisgebers erfüllt worden. Denn der Vermächtnisgeber hatte sicherlich die Vorstellung, dass die Sammlung als Ganzes erhalten bleibt. Wenn der BDPh sich dazu nicht imstande sieht, warum auch immer, dann ist es seine verdammt Pflicht, das Vermächtnis auf andere Weise zu erfüllen.
JohannesM Am: 04.02.2025 17:31:40 Gelesen: 20119 # 19
Die Heimatsammler haben sich jedenfalls gefreut, ein Vereinamitglied hat den Bestand "Halberstadt" gekauft, es wäre schwierig geworden, dies auf andere Weise zusammen zu kriegen. Und verramscht möchte ich das auch nicht nennen, es wurde ca. 1 € pro Marke gezahlt, Belege waren nicht dabei. Beste Grüße Eckhard
Ron Alexander Am: 04.02.2025 18:11:45 Gelesen: 20065 # 20
@ TeeKay [#17] Bis auf den letzten Satz kann ich dir da nur zustimmen. Sehr schade so etwas. :-( Grüße, Ron
TeeKay Am: 04.02.2025 18:12:51 Gelesen: 20063 # 21
Bevor ihr das kauftet, gingen die Marken aber schon durch zwei Händlerhände - wenn es bei eBay war, vielleicht sogar durch drei. Der BDPh hat also nicht annähernd soviel bekommen, wie ihr bezahlt habt.
Ilves2020 Am: 04.02.2025 18:39:07 Gelesen: 20018 # 22
Danke an drmoeller_neuss für seine sachlichen Ausführungen. Hat mir sehr gefallen! Anderen scheint es ja eher um „Jetzt zeigen wir es dem BDPh aber mal so richtig“ zu gehen. Ich bin übrigens kein BDPh-Mitglied und habe keinerlei Kontakt dorthin, äußere mich also nur als halbwegs amüsierter Beobachter ob der Spekulationen, die hier an der einen oder anderen Stelle aufflammen und des Frustes auf was auch immer, der bei einigen schon fast zu spüren ist. Ohne den Inhalt des Vermächtnisses zu kennen, halte ich es für unseriös, Behauptungen wie „es hat den Anschein, als sei dieses nicht im Sinne des Vermächtnisgebers erfüllt wurden. Denn der Vermächtnisgeber hatte sicherlich die Vorstellung, dass die Sammlung als Ganzes erhalten bleibt,“ aufzustellen. Anschein? Sicherlich? Etwas dünn als Faktenlage. Gab es Bedingungen? Dann ist der BDPh in der Tat zur Rechenschaft zu ziehen,wenn er dagegen verstoßen hat. Das sollte dann aber von Personen verfolgt werden, die entsprechende Originaldokumente haben. Das könnte sicherlich eine sehr starke rechtliche Position sein, wenn das vor Gericht gebracht werden würde. Gab es keine Bedingungen? Warum soll der BDPh dann nicht mit seinem Eigentum machen, was er will? Der philatelistische Wert der Sammlung mag ja gegeben sein. Dennoch sehe ich dann niemanden im Recht, vom BDPh ein bestimmtes Tun oder Unterlassen zu verlangen. Die Arge Lochungen hätte die Sammlung gerne zurückgenommen? Okay, zu welchem Preis denn? In dem Artikel ist von ca. 200.000 Marken die Rede. Wenn man den von drmoeller_neuss bei ebay gesehenen Durchschnittspreis für Perfins von 0,10 € bis 0,20 € pro Stück zu Grunde legt, hätte die Arge denn 20.000 € bis 40.000 € für den Bestand bezahlt? Beim von JohannesM genannten Durchschnittspreis für die „Halberstadt“-Exemplare von 1,00 € wären wir dann bei 200.000 €, wenn dieser Preis/Stück repräsentativ wäre. Wo liegt denn das Budgetlimit der Arge? Oder wollte man das alles etwa geschenkt haben? Wenn Herr Vonhoffs Sammlung als Grundlage für die Katalogisierung gedient hat, dann ist der Inhaltswert der Sammlung doch bestens erhalten. Ist es denn nicht ein normaler Vorgang, dass Sammlungen wieder in den allgemeinen Markt zurückfließen, damit danach andere Sammler ihre Sammlungen aufbauen/ausbauen können? Und da sollte man nicht nur an Burrus, Hind etc. denken. Wo wären denn die ganzen Spezialisten unter Euch, wenn Ihr Euer Material nicht auch hättet kaufen können? Womit Ihr Euch beschäftigt, war in der Vergangenheit auch bereits Teil vieler kleiner oder großer Sammlungen. Die Sachen sind nicht aus heiterem Himmel bei Euch angekommen. Schon vergessen? Aber mit Argumenten wird es wohl schwierig bleiben, wenn es hier hauptsächlich darum geht, dass einige den Schulterschluss gegen den bösen Verband zu üben. Erinnert irgendwie ans Zeitgeschehen gegen "die da oben".
Torsten Grunwald Am: 04.02.2025 18:47:57 Gelesen: 20004 # 23
@ Ilves2020 [#22] Das schlägt ja dem Fass den Boden aus! Der BdPh besteht aus einer Gemeinschaft, die Du z.B. nicht bist, warum eigentlich nicht? Sprich das ist nicht das Eigentum des Vorstandes der mal eben eine schnelle Mark machen kann. Wenn alle Museen so denken würden wie Du, gäbe es nichts zum ansehen. Der BdPh hätte es doch vorher zur Sprache bringen können, am besten zu einer Versammlung, dann hätte man doch drüber reden können. Es gibt aber leider bis Heute keine Wortmeldung was die Sammlung denn eingespielt hat, das wäre das mindeste gewesen.
bovi11 Am: 04.02.2025 18:59:02 Gelesen: 19994 # 24
@ Ilves2020 [#22] „Ohne den Inhalt des Vermächtnisses zu kennen, halte ich es für unseriös, Behauptungen wie „es hat den Anschein, als sei dieses nicht im Sinne des Vermächtnisgebers erfüllt worden. Denn der Vermächtnisgeber hatte sicherlich die Vorstellung, dass die Sammlung als Ganzes erhalten bleibt,“ aufzustellen. Anschein? Sicherlich? Etwas dünn als Faktenlage.” Was sonst sollte denn wohl Inhalt des Vermächtnisses gewesen sein? "Schaut´s euch an und wenn ihr es nicht wollt, verscherbelt es?" Dann hätte die außergewöhnliche Sammlung auch ins Erbe einfließen können.
drmoeller_neuss Am: 04.02.2025 20:12:26 Gelesen: 19917 # 25
Vielleicht stand da nur ein Satz "Ich vermache dem BDPh meine Sammlung ...". Dann gehört die Sammlung dem BDPh und der Verband kann im Rahmen der durch die Satzung und der Gemeinnützigkeit auferlegten Schranken damit machen, was er für richtig hält. Ich gebe den Kritikern in einem Punkt vollkommen recht: der BDPh und insbesondere seine Finanzen sind gegenüber den Mitgliedern undurchsichtig. Hier wäre etwas mehr Öffentlichkeit angebracht, zum Beispiel durch eine zusammenfassende Darstellung der Einnahmen und Ausgaben und der Bilanz in einem Artikel in der Mitgliederzeitschrift "Philatelie". Auch die Abmietung des "Hauses der Philatelie" und deren Hintergründe muss kein Staatsgeheimnis bleiben. Rüdiger Krenkel hat es einmal in einer kleinen Vereinsrunde erzählt, es sind handfeste wirtschaftliche Gründe, dass sich der BDPh flächenmäßig verkleinern musste. Im Übrigen wurde das "Haus der Philatelie" nicht intensiv genutzt und der Publikumsverkehr war überschaubar. Warum soll ich als Perfinsammler nach Bonn fahren, wenn ich alle Informationen bequem in einem Katalog finden kann? Lose Marken lassen sich ohnehin nicht prüfen, da nützt auch Vergleichsmaterial nichts. Und zur Verwertung: Ich würde einen solchen Posten auch nach Orten aufteilen, in der Hoffnung, entsprechende Heimatsammler zu finden, die dann auch bereit sind, mehr als den üblichen Marktpreis zu zahlen. Viele Positionen werden aber liegenbleiben, und müssen als Sammellose "verramscht" werden. Hier war die Arbeit dann umsonst. Nicht alle interessanten Sammelgebiete sind von allgemeinem historischen Interesse. Dazu gehören Lochungen oder Plattenfehler. Man kann sich damit ausführlich beschäftigen, aber Nichtsammler können damit nichts anfangen. Lochungen sind Besitzkennzeichen von Firmen. Belege können für die Heimatgeschichte interessant sein, zum Beispiel wegen historisch bedeutender Absender oder Adressaten. Aber auch hier müssen wir Sammler realistisch sein, wenn wir dem Heimatmuseum unsere 80-bändige Freistempel-Sammlung vermachen wollen. Und selbst Museen haben schon aus ihren übervollen Depots Kunstwerke verkauft, die nie oder nur sporadisch öffentlich gezeigt wurden, und das Geld in neue Ausstellungen investiert.
Ilves2020 Am: 04.02.2025 20:18:22 Gelesen: 19910 # 26
Entschuldigt, meine Lieben. Mein Popcorn wollte einfach nicht zu Ende rösten. Propagierst Du, Torsten Grunwald, hier eine Art Philatelie-Apartheid? BDPh-Mitglieder dürfen sich äußern? Andere Sammler eher nicht? Ich zitiere Mantar, eine deutsch-türkische Metalband, die in der Visions 02/2025 fragte: "Warum braucht es in Deutschland immer irgendjemanden, der das dann am besten für alle ausspricht?" Bist Du denn jetzt Pro-BDPh oder Anti-BDPh? Ich behaupte mal, ich habe in meinem Posting beide Versionen aufgezeigt. Mir ist vollkommen egal, wer am Ende Recht hat. Welche Seite jetzt der Realität entspricht, weiß ich nicht. Bei diesem komplexen Thema müssen kompetentere Personen als ich (und offenbar auch Du) entscheiden. Was die Sammlung eingespielt hat? Offenbar hast Du mit der monetären Verwertung auch bereits Deinen Frieden gefunden und widersprichst mir damit nicht, dass der BDPh die Sammlung wirtschaftlich verwerten konnte. Was anderes behaupte ich ja auch nicht. Konsens, also? Aber: Der Vorstand ist das Organ des Verbandes. Er handelt nicht im eigenen Interesse (sprich: Er steckt den Erlös nicht in seine Tasche, vergessen auch manche. Und wenn, dann ist das eine ganz andere Geschichte auf einer höheren Ebene und muss unbedingt verfolgt werden.) @ bovi11 Was der Inhalt des Vermächtnisses gewesen sein soll? Sag Du es mir und allen anderen, aber nur wenn Du es weißt! Wer mit belastbaren Fakten die Sache vorantreiben kann, hat meine Unterstützung. Wer nicht, tja, Tschüss. Schönen Abend Thomas
bovi11 Am: 04.02.2025 20:20:03 Gelesen: 19909 # 27
Man kann es drehen und wenden wie man will, diese Vorgehensweise war ganz sicher nicht das, was der Vermächtnisgeber gewollte hatte. Ob das nun schriftlich festgehalten oder ob es "nur" besprochen wurde, spielt überhaupt keine Rolle. Alle vorgebrachten Argumente mögen zwar als Allgemeinplätze zutreffen, passen aber überhaupt nicht zur konkreten Sache. Sie haben allenfalls die Wirkung von "Herr Lehrer, ich weiß was".
Torsten Grunwald Am: 04.02.2025 20:51:42 Gelesen: 19874 # 28
@ Ilves2020 [#26] Es geht hier nicht um für oder gegen den BDPh, es geht einfach um das weiterbestehen der Philatelie, da gehören auch solche Lebenswerke dazu. Herr Vonhoff hatte schon 1900 als Kind angefangen Lochungen zu sammeln, die beste Zeit eigentlich, da die Marken als kaputt galten und kaum gesammelt wurden. Mit Mitte zwanzig fing er an das ganze systematisch aufzubauen. 1978, kurz vor seinem Tod vermachte er die Sammlung der Bundesstelle Forschung. Der ehemalige Vorsitzende A. Wirth betreute später die Sammlung und führte seine eigene Sammlung als Ergänzung dazu. Die Wertermittlung welche oben erfolgte ist doch unprofessionell, die losen Marken mögen zwar sammelwürdig sein, haben aber wenig Aussagekraft, es gibt einfach zu viele Probleme mit diesen Stücken. Fremdverwendungen, Nachstempelungen, Nachlochungen und Fälschungen, das ist auch der Grund für die vielen Fehler im Katalog. Der Hauptwert liegt in den Belegen, diese hätte man auch sicher platzsparender archivieren können. Es ist also das Fundament dieses Sammelgebietes welches noch immer Forschungsbedarf hat. In der ArGe, in der ich selbst einige Jahre war, gibt es viele Probleme. Natürlich die hausgemachten wie in jeder ArGe und Mitglieder die sich als König dieses Gebietes sehen und nicht gemeinschaftlich aktiv sind, Beratungsresistenz kommt noch dazu. Vielleicht lernt man noch dazu, ich hoffe das es die ArGe noch sehr lange gibt, den jetzigen Vorsitzenden kenne ich leider nicht.
guy69 Am: 04.02.2025 21:12:00 Gelesen: 19841 # 29
Ich sehe es auch sportlich. Es wird in den Kreislauf zurückgegeben. Persönlich konnte ich 3 Stücke über Ebay für 2 Kugeln Eis ergattern und bin froh dass es so ist. Die Daten habe ich dem Blatt entnommen, wo die Marken montiert waren. Das Briefstück befand sich schon in meiner Sammlung.
brunoh Am: 04.02.2025 21:35:01 Gelesen: 19802 # 30
Auch ich kenne den Wortlaut der Vermächtnisse von Peter Vonhoff bzw. Alfred Wirth nicht. Aber der BdPh musste wohl nichts für diese Sammlung bezahlen. Warum hätte unsere Arge dann bei einer evtl. Rücknahme der Sammlung etwas dafür zahlen sollen? Über eine "Verwahrgebühr" hätte man vlt. noch verhandeln können. Aber dann hätte man ja das eigene Säckel nicht füllen können. @ lives2020 Wenn Herr Vonhoffs Sammlung als Grundlage für die Katalogisierung gedient hat, dann ist der Inhaltswert der Sammlung doch bestens erhalten. Anscheinend kennt der Schreiber nicht den Inhalt unseres Kataloges. In gedruckter Form würde er mittlerweile 5 dicke Ordner füllen. Es gibt keine Abbildungen der Marken und schon gar keine Stempel, sondern nur die Abbildung der Lochung mit Angaben der Verwender und der Verwendungszeit. Erhalten ist hier gar nichts außer einer Belegdatenbank, die aber nicht für Vollständigkeit steht und immer noch nicht fertig befüllt ist. @ drmoeller_neuss Was hat denn die Arge Lochungen in den letzten Jahren vor dem Verkauf der Sammlung durch den BDPh zur Pflege des Archivs beigetragen? Dazu zähle ich regelmässige Gespräche mit dem BDPh über die Besichtigungsmodalitäten und die entsprechende Veröffentlichung dieser Informationen durch die Arge Lochungen Wenn Torsten Grunwald schon mehrere Versuche unternommen hatte, die Sammlung zu besichtigen und der BdPh dies aus unterschiedlichen Gründen nicht ermöglicht hat, was hätten wir als Arge ausrichten können. Unsere Mitglieder sind über ganz Deutschland, Europa und sogar in Übersee verstreut und hätten auch keine Möglichkeit zur Betreuung der Sammlung und Interessenten gehabt. Wohl deshalb haben die Vermächtnisgeber dem BDPh die Sammlung übergeben, damit hier eine Besichtigungsmöglichkeit an einem festen Standort besteht. Wenn der BDPh mal angefragt hätte, ob wir uns an der Miete beteiligen könnten, hätte man sicher darüber reden können. Aber da wäre die Kontaktaufnahme durch den BDPh der richtige Weg gewesen und nicht umgekehrt. Für die laufenden Mietkosten für die Unterbringung des Archives muss jemand aufkommen. Es tut sich die Frage auf für was wir Argen und BDPh-Mitglieder unseren Beitrag bezahlen? Natürlich nicht nur für die Miete von Regalmetern aber auch dafür. ...und der Forenbetreiber ändert die Überschrift aufreisserisch nach Bild-Zeitungsmanier. Auf eine angebrachte Frage bzw. Überschrift so einen Rüffel zu bekommen, das hat Richard wohl nicht verdient. Er gibt uns allen die Möglichkeit und Raum uns zu präsentieren und zu äußern. Dafür gebührt ihm Dank und nicht unangebrachte Kritik.
DL8AAM Am: 04.02.2025 22:14:50 Gelesen: 19730 # 31
@ Torsten Grunwald [#23] Unabhängig von der aktuellen Diskussion: Wenn alle Museen so denken würden wie Du, gäbe es nichts zum ansehen. Das nennt man "deaccessioning" und ist in der internationalen Museumswelt sehr weit verbreitet. So bin ich zumindest auch mal zu lokal postgeschichtlichen Dingen aus unserem Stadtmuseum gekommen, und zwar sogar für geschenkt, weil man sich dessen einfach entledigen wollte... Museen überdenken regelmäßig ihre Strategien sowie Kosten- und Raumsituation, je nach dem 'neuen Besen'. Und übrigens, auch nicht jedes Museum nimmt Dinge mit "zu gängelnden" Rahmenbedingungen an. Und falls, dann nimmt man lieber Dinge ohne auf ewig bindende Auflagen an. Also, wenn man Glück hat, hat man Glück, ansonsten stiftet man als Stifter gleich das dazugehörige Kapital für die Unterhaltung bzw. man finanziert gleich einen eigenen Anbau für seine Sammlung. Wie gesagt, unabhängig von der aktuellen Diskussion, denn hier fehlt mir sämtliches Hintergrundwissen zum Vorgang, "Herr Lehrer, ich weiß nichts". ;-) Beste Grüße Thomas
drmoeller_neuss Am: 04.02.2025 23:07:10 Gelesen: 19689 # 32
@ brunoh [#30] Erhalten ist hier gar nichts außer einer Belegdatenbank, die aber nicht für Vollständigkeit steht und immer noch nicht fertig befüllt ist. Ich sehe auch den Wert in den Belegen. Wie ich bereits geschrieben hatte, sind lose Marken in der Regel nicht prüfbar, da sich die Stanzwerkzeuge in Privatbesitz befinden und die Lochungen auch nachträglich angefertigt werden können. Auf der anderen Seite lohnt sich das Fälschen von Perfins wirtschaftlich nicht. Unsere Mitglieder sind über ganz Deutschland, Europa und sogar in Übersee verstreut und hätten auch keine Möglichkeit zur Betreuung der Sammlung und Interessenten gehabt. Wohl deshalb haben die Vermächtnisgeber dem BdPh die Sammlung übergeben, damit hier eine Besichtigungsmöglichkeit an einem festen Standort besteht. Wenn der BdPh mal angefragt hätte, ob wir uns an der Miete beteiligen könnten, hätte man sicher darüber reden können. Aber da wäre die Kontaktaufnahme durch den BdPh der richtige Weg gewesen und nicht umgekehrt. Zur Kommunikation gehören immer zwei Partner. Sicher ist das seitens des BDPhs nicht optimal gelaufen, auf der anderen Seite scheint der praktische Nutzen dieser Sammlung für die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft aus den oben genannten Gründen auch eingeschränkt zu sein. Leider hat man die Gelegenheit verpasst, die Sammlung zu digitalisieren. Wahrscheinlich hätten Photos von den einzelnen Blättern vollkommen ausgereicht, man muss ja nicht gleich den Schimmelpilzen beim Sexualleben zuschauen können. Fotografieren geht schneller als scannen, und Dokumentenkameras sind erschwinglich [1]. Den Aufwand schätze ich zwischen 2-3 Arbeitswochen. Dafür braucht man kein besonders qualifiziertes Personal mit philatelistischen Kenntnissen. Für 2000 Euro hätte sich da sicher jemand gefunden, und das ist der Betrag, den der Vorsitzende der Stiftung Philatelie alleine genehmigen kann. :) [1] https://www.betzold.de/prod/E_768180/
Perfin Fan Am: 05.02.2025 10:34:03 Gelesen: 19514 # 33
@ drmoeller_neuss [#32] da sich die Stanzwerkzeuge in Privatbesitz befinden und die Lochungen auch nachträglich angefertigt werden können. Auf der anderen Seite lohnt sich das Fälschen von Perfins wirtschaftlich nicht. Da muss ich vehement widersprechen, für Wortspenden zu den anderen Posts fehlt mir heute leider die Zeit (reiche ich aber nach). Punkt 1: Es ist, sofern die Marke gestempelt ist, sehr wohl möglich, eine nachträglich angebrachte Lochung zu erkennen. Ein Stempel macht nicht exakt Halt vor einem Loch und wird immer ein wenig auch die Ränder einfärben. Liegt hier eine komplett exakte Randlinie vor, wurde erst danach gelocht. Punkt 2: Zum Preis: Perfin ist beileibe nicht Perfin. Ja, die geläufigen bekommt man um 10 bis 20 Cent das Stück, aber seltene werden um einiges höher gehandelt. Nur als Beispiel: Eine einzelne W-Lochung auf einer finnischen 0815-Ausgabe hat bei Ebay über 300 Dollar erzielt. Diese zu fälschen, würde sich also sehr wohl auszahlen.
Richard Am: 05.02.2025 12:17:14 Gelesen: 19419 # 34
Stellungnahme des BDPh-Vorstandes zur aktuellen Diskussion auf «Philaseiten» bzgl. des Verbleibs der «Vonhoff-Sammlung» (2025-02-05) - Der BDPh hat in der Vergangenheit hin und wieder Schenkungen von Sammlungen und Dokumenten erhalten. Über die Jahre haben sich so Schenkungen in den Tresoren des BDPh angesammelt, die z.T. umfangreich waren. Dies ist für den BDPh mit erheblichem Platzbedarf und auch Lagerkosten verbunden. Daher wurde der Bestand regelmässig geprüft. Die letzte Prüfung erfolgte im Jahr 2021 durch ein dreiköpfiges Expertengremium, an dem neben einem Vertreter des BDPh-Vorstands und der BDPh-Geschäftsstelle auch ein unabhängiger philatelistischer Fachexperte beteiligt war. Die einzelnen Objekte wurden dabei ausführlich gesichtet und nach verschiedenen Kriterien, u.a. ideellem Wert für die Philateliegeschichte und Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Aufbewahrung bewertet. Gleichzeitig wurden Möglichkeiten für die Verwertung geklärt. Dabei wurde der jeweils schriftlich hinterlegte Wille des Schenkers geprüft und beachtet. Die so erarbeitete Vorschlagsliste wurde im Bundesvorstand und Verwaltungsrat des BDPh ausführlich diskutiert. Bei der aktuell auf «Philaseiten» diskutierten «Vonhoff-Sammlung» wurde beschlossen, diese über ein etabliertes Auktionshaus zu veräussern. Im Vorfeld war von einem Mitglied der ArGe Lochungen die komplette Sammlung gescannt worden. Der BDPh geht davon aus, dass die Scans der ArGe vorliegen. Die Dateien können von der BDPh-Geschäftsstelle zur Verfügung gestellt werden.   Mit dem Umzug der Geschäftsstelle haben sich die Lagerräumlichkeiten des BDPh deutlich verkleinert. Der BDPh selbst versteht sich weder als Archiv noch als Museum. In den eigenen Sammlungsbeständen liegt der Fokus auf der deutschen Philateliegeschichte. Der aktuelle Vorstand achtet beim Angebot von Schenkungen in Zukunft stärker auf diese Ausrichtung. Damit waren die Fokussierung der Sammelaktivitäten und eine Reduktion des Platzbedarfes Auslöser. Eine Gewinnmaximierung wurde nicht angestrebt. Dass die Sammlung im Nachgang aufgelöst wurde, bedauert der BDPh-Vorstand. Es wurde damals nach bestem Wissen und Gewissen vorgegangen.
drmoeller_neuss Am: 05.02.2025 13:11:06 Gelesen: 19342 # 35
Vielen Dank an Richard. Eigentlich hätte ich diese Stellungnahme vom BDPh erwartet. Das Vorgehen habe ich vermutet und ich halte es für absolut richtig und notwendig. Warum kann der Verband darüber nicht die Mitglieder informieren? Die Liste der abzugebenden Sammlungen und Werke hätte man auf den BDPh-Webseiten veröffentlichen können. Es werden viele Sachen dabei gewesen sein, die keinen wirtschaftlichen Wert hatten. Solche Werke hätte man an interessierte Mitglieder oder Arbeitsgemeinschaften abgeben können. Nun gibt es einen Scan der besagten Vonhoff-Sammlung. Die Arge Lochungen könnte diesen Scan zusammen mit dem digitalen Katalog vertreiben. Zum Thema Perfin-Fälschungen: Meine Aussage, dass lose Perfins nicht prüfbar sind, ist zu allgemein, auch wenn meine Standpunkte im wesentlichen vom Prüfer Torsten Grunwald bestätigt werden. Im Einzelfall lassen sich Fälschungen mit (viel) Vergleichsmaterial nachweisen. Die Stanzwerkzeuge unterlagen einem individuellen Verschleiss, und es wurden nur bestimmte Markenwerte gelocht. Das Problem bei den teuren und seltenen Perfins ist, dass kaum Vergleichsmaterial vorliegt. Die meisten Marken hatten zur Zeit der Lochungen eine Dextrin-Gummierung. Wenn die Marke zum Aufkleben kräftig angefeuchtet wird, quillt der Gummi aus den Löchern auf die Markenvorderseite. Solche Stellen nehmen keine Stempelfarbe an. Je nach verwendeter Stempelfarbe hat die Stempelfarbe das Papier komplett durchdrungen. Auch hier hilft eine mikroskopische Betrachtung der Löcher nicht weiter. Die Auflösung der Perfin-Sammlung dürfte sicher nicht die Absicht des Schenkers Erich Vonhoff gewesen sein, unabhängig von den mit der Schenkung verbundenen Auflagen, an die der BDPh rechtlich gebunden ist. Erich Vonhoff konnte zum Zeitpunkt der Schenkung vor über 40 Jahren aber auch viele Dinge nicht vorausahnen. Vonhoff konnte nicht wissen, dass der BDPh 80% Prozent seiner Mitglieder verlieren würde. Er kannte auch nicht die Möglichkeiten der Digitalisierung und des Internets.
christel Am: 05.02.2025 13:34:39 Gelesen: 19306 # 36
@ drmoeller_neuss [#35] Danke an drmoeller_neuss, der nun nach der Stellungnahme auch ein paar kritische Punkte in Richtung BDPh anspricht. Bislang hatte ich fast den Eindruck, dass du dich als Claqueur des Verbandes einbringen würdest. Es wäre sicherlich sinnvoll, wenn der Verband in Zukunft Besonnenheit in solchen Belangen an den Tag legt. Vielleicht ist es ja auch möglich, dass seitens des BDPh regelmäßig Objekte der Philatelie, auch antiquarische Bücher und auch Dubletten von Neuerscheinungen im Rahmen von Gebotslisten abgegeben werden. Ein optimales Organ zur Publikation dieser Angebote hat man ja wohl durch die "Philatelie" allemal. "christel"
Gauss Am: 05.02.2025 13:55:16 Gelesen: 19283 # 37
@ christel [#36] Höchstens als Apologet, von Beifall kann doch wirklich keine Rede sein. [Wikipedia erklärt: bildungssprachlich: jemand, der mit seiner ganzen Überzeugung hinter einer Auffassung oder Lehre steht und diese mit Nachdruck nach außen vertritt]
drmoeller_neuss Am: 05.02.2025 13:58:16 Gelesen: 19279 # 38
@ christel [#36] Und mit meinem neuen Beitrag bestätige ich mich wieder als "Claqueur des Verbandes". @ alle: Bitte bedenkt doch bei Euren Vorschlägen die Möglichkeiten und die personelle Situation des Verbandes. Sinngemäß gilt das auch für Landesverbände und Vereine. Der Verband hat einen hauptamtlichen angestellten Geschäftsführer und eine Assistentin. Alle anderen, inklusive des Vorstandes arbeiten ehrenamtlich. Alfred Schmidt hat nebenberuflich noch eine Apotheke zu betreuen. :) [1] Der BDPh betreibt keinen Briefmarkenhandel und kann auch keine Literatur vermitteln, einfach weil weder der Platz noch das Personal dafür da sind. Wer Literatur abgeben möchte, kann dies zum Beispiel auf den philaseiten tun. Jeder Verband und jeder Verein freut sich über Nachwuchs. Am besten die eierlegende Wollmilchsau, ein Vorstand mit leistungsstarkem Computer und Server, mit einem Kleintransporter, um "gespendete" Sammlungen und Literatur abzuholen, mit mehreren Garagen, um Ausstellungsrahmen und Alben zu lagern, mit einem Kaffeevollautomat, um Besucher mit heissen Getränken und Plätzen zu bedienen, und ein bisschen Vermögen sollte auch da sein, damit nicht jede Fahrt abgerechnet werden muss - <Ironiemodus off>. Meine Kritik richtet sich an die Kommunikation des Verbandes. Über wichtige Weichenstellungen muss man seine Mitglieder informieren. Dazu gehören die Aufgabe des "Hauses der Philatelie" und der Umzug in eine kleinere Geschäftsstelle und alle damit verbundenen Massnahmen wie die Auflösung des Archives. Ich hoffe, dass für die nächsten paar Jahre wieder Ruhe eingekehrt ist. In den "guten" Jahren hat der Verband Ballast angefressen, der jetzt abgespeckt werden muss. Nun hat der aktuelle Vorstand aus der Vergangenheit gelernt und "achtet beim Angebot von Schenkungen in Zukunft stärker auf [deren] Ausrichtung" [1] https://www.apotheke-haldensleben.de/
christel Am: 05.02.2025 14:03:17 Gelesen: 19270 # 39
@ Gauss [#37] Ich war in manchen Aussagen sogar durchaus der Überzeugung, dass für Entscheidungen und Maßnahmen des Verbandes "Beifall geklatscht wurde". Aber nun soll hier Schluss sein mit Wertungen zu verschiedenen Aussagen, vielleicht lässt sich eher ein gemeinsamer Konsens finden, was sich Mitglieder (und auch potentielle Mitglieder) in Hinsicht von Transparenz und Unterstützung vom Verband wünschen.
TeeKay Am: 05.02.2025 15:59:18 Gelesen: 19141 # 40
@ drmoeller_neuss [#38] Ich hoffe, dass für die nächsten paar Jahre wieder Ruhe eingekehrt ist. Lustig. Ich hoffe im Sinne des Verbandes auf das Gegenteil. Aber ruhig stirbt es sich sicherlich besser.
Eric Scherer Am: 05.02.2025 19:20:40 Gelesen: 18950 # 41
@ drmoeller_neuss [#35] Über das Vorgehen wurde in den Jahresberichten und an den Philatelistentagen berichtet. Ich denke aber, dass der Bundesvorstand Deine und einige andere Anregungen gerne aufnehmen wird.
Flieger Am: 06.02.2025 06:22:53 Gelesen: 18743 # 42
Jetzt ist ja ziemlich hin und her geeiert woerden - Wie es um den Verband steht interessiert mich einen. Das die Zeiten des finanziellen Überfluss vorbei sind wissen wir doch alle, aber das jetzt auf schäbige Weise das Tafelsilber vehökert wird ist völlig inakzepteabel. Dies beweist das dem Verband Geld wichtiger ist als die Philatelie. Es sollte nun jeder gewarnt sei denen etwas anzuvertrauen, denn der nächste Wortbruch scheint vorprogrammiert. Diese Aktion scheint juristisch einwandfrei zu sein aber ansonsten für mich verwerflich.
jpvde Am: 07.02.2025 00:44:48 Gelesen: 18381 # 43
Hallo an Alle, ein Teil dieser Sammlung kommt ich jetzt auf Ebay, Verkäufer Sammlerdeele. Die ersten 48 Artikel zusammen gehen schon über 5.000,- Den Verkauf kommt in der Nähe 1,- pro Marke. Grusse, Jean-Paul
Perfin Fan Am: 07.02.2025 08:22:27 Gelesen: 18270 # 44
@ jpvde [#43] Bitte nicht Aufrufpreis mit Geboten verwechseln. Mit seinen 1-Euro-pro-Perfin-Startpreisen wird er (hoffentlich) nicht viele Käufer finden. Habe hier viele Lochungen gesehen, die wirklich nichts Besonderes sind, außer dass sie alle im selben Ort verwendet wurden. Und diese Stadt-bezogenen Lots sind zudem nur für Heimatsammler interessant. Wer Interesse daran hat, einfach beobachten und zuschlagen, wenn er sie nach drei, vier erfolglosen Auktionsrunden günstiger einstellt.
Eric Scherer Am: 07.02.2025 08:30:28 Gelesen: 18261 # 45
Wie die Mehrheit der hier Lesenden sicher weiss, bin ich seit einigen Jahren Mitglied im Bundesvorstand des BDPh. Ich selbst bin zwar der Meinung, dass beim BDPh nicht alles rund läuft und das es viele Dinge gibt, die man anders oder besser machen kann. Aber das ist ein völlig normaler Zustand, der auf jede Organisation zutrifft. Wenn man hier aber die Äusserungen liesst, hat man das Gefühl, dass der BDPh mit voller Absicht alles schlecht macht. Das stimmt so nicht. Der BDPh besteht aus verschiedenen Gremien, die wiederum mit zahlreichen Personen besetzt sind. Der BDPh arbeitet entlang des üblichen und übrigens auch gesetzlich vorgeschriebenen Praktiken. Dazu gehört u.a. eine Jahresrechnung, die frei zugänglich ist, und regelmässig im Rahmen der Jahresversammlungen öffentlich vorgestellt und diskutiert wird. Auch was den Sammlungsbestand aus Schenkungen angeht, bewegt sich der BDPh im Rahmen der üblichen Praktiken. Wer aufmerksam die Feulliton-Seiten der führenden Printmedien verfolgt, wird wissen, dass Museen, Archive, Sammlungen, Institution laufend Dinge aus ihrem Bestand veräussern. Die zentralen Fragen sind dabei: Passt das Objekt zum Sammlungsziel? Was die Vonhoff-Sammlung angeht, muss man klar sagen: Nein - diese passt nicht zum Sammlungsziel des BDPh. Der BDPh ist nämlich überhaupt kein Museum oder Archiv. Dazu fehlt es an Personal und an geeigneten Lagerräumlichkeiten. Wenn man nun hingeht, und sagt "Aber eine kleine Sammlung hat der BDPh doch", kann man sagen "Ja", diese Sammlung konzentriert sich auf die Dokumentation der deutschen Philateliegeschichte. Ein Aspekt, der gänzlich ausser Acht gelassen wird, sind die Kosten. Die Vonhoff-Sammlung war sehr umfangreich. Damit waren auch jährliche Lagerhaltungskosten verbunden. Jeder, der sich schon einmal mit Lagerhaltungskosten beschäftigt hat, weiss, dass das Geld kostet. Im Falle der Vonhoff-Sammlung war ein einfacher Bretterverschlag im Keller nicht ausreichend. So etwas gehört in einen Tresor. Dazu kommen noch Versicherungskosten und Kosten für weitere Sicherungsmassnahmen, etwa Sicherheitstechnik oder Anbindung an einen Wachdienst. Ohne dass ich jetzt die Zahlen genau kenne, kommen hier schnell Beträge zusammen, die den Wert eines solchen Exponats in zehn oder zwanzig Jahren übersteigen. Was ich sagen will: Diese Dinge sind komplex. Egal wie man zum BDPh-Vorstand steht. Hier sitzen keine geldgeilen Ignoranten.
Perfin Fan Am: 07.02.2025 09:53:11 Gelesen: 18199 # 46
@ Eric Scherer [#45] "Hier sitzt keine geldgeilen Ignoranten." Warum hat man dann keinen Kontakt zur ArGe Lochungen gesucht, um einen Weg zu finden, diesen wirklich EINZIGARTIGEN Teil der deutschen Postgeschichte GEMEINSAM in seiner Gesamtheit zu erhalten? Wie man den Aussagen der ArGe-Verantwortlichen entnehmen kann, wurde diesbezüglich kein Kontakt aufgenommen. Aus meiner Sicht völlig unverständlich. Meine Hypothese: Für den BDPh sind Lochungen allgemein nach wie vor nur beschädigte Ausschussware ohne jedweden philatelistischen Wert, die bloß von seltsamen Eigenbrötlern und einigen Heimatsammlern nebenbei gesammelt wird. Haben Sie sich eigentlich überlegt, was Vonhoff und Wirth vom Versilbern ihres fantastischen Lebenswerks gehalten hätten? Ich persönlich könnte auf Jahre nicht mehr ruhig schlafen, selbst wenn mein Kopfpolster mit Euro-Scheinen gut gepolstert ist.
bovi11 Am: 07.02.2025 10:31:30 Gelesen: 18146 # 47
@ Perfin Fan [#46] Ich teile Deine Auffassung. Es bleibt die Frage, warum man das Vermächtnis angenommen hat. Der Umfang der einzigartigen Sammlung war doch von Anfang an bekannt und damit letztlich auch die künftig zu erwartenden Kosten abschätzbar. Stellt man irgendwann fest, dass die weitere Aufbewahrung nicht mehr geleistet werden kann, kann die Vermarktung - wie geschehen - nicht die erste Option sein.
drmoeller_neuss Am: 07.02.2025 10:50:29 Gelesen: 18122 # 48
@ Eric Scherer [#45] Vielen Dank an Eric Scherer vom BDPh. Eine solche offene Kommunikation würde ich mir vom BDPh häufiger wünschen. An den Jahreshauptversammlungen ("Philatelistentage") des BDPh nehmen wenige Promille der Mitglieder teil. Die Kommunikation über die Landesverbände funktioniert nicht und dauert zu lange. Ich schlage vor, die Jahresberichte auf die Webseiten des BDPhs zum herunterladen zu stellen. Das kostet kein Geld und (fast) keine Zeit. Noch besser wäre es, eine Zusammenfassung der Jahresabrechnung und Bilanz in der Verbandszeitschrift "Philatelie" abzudrucken. Natürlich muss jemand diesen Artikel schreiben (Hallo Lars ? :) In der Stellungnahme des BDPhs vom 05.02.2025 hiess es (siehe Beitrag [#34]): Bei der aktuell auf «Philaseiten» diskutierten «Vonhoff-Sammlung» wurde beschlossen, diese über ein etabliertes Auktionshaus zu veräussern. Im Vorfeld war von einem Mitglied der ArGe Lochungen die komplette Sammlung gescannt worden. Der BDPh geht davon aus, dass die Scans der ArGe vorliegen. Die Dateien können von der BDPh-Geschäftsstelle zur Verfügung gestellt werden. Hier sollte man Ross und Reiter nennen, am bestem gegenüber dem Philaseiten-Mitglied brunoh, der nach seinen Angaben Schatzmeister der ArGe Lochungen ist und nichts von dieser Sammlung weiss. Bei der Gelegenheit kann man brunoh gleich die CD mit den Scans der Sammlung übergeben. Hier scheint ein Kommunikationsproblem in der ArGe Lochungen vorzuliegen. Im übrigen stimme ich fast 100 % mit Eric Scherer überein, mit folgender Ausnahme: Im Falle der Vonhoff-Sammlung war ein einfacher Bretterverschlag im Keller nicht ausreichend. So etwas gehört in einen Tresor. Dazu kommen noch Versicherungskosten und Kosten für weitere Sicherungsmassnahmen, etwa Sicherheitstechnik oder Anbindung an einen Wachdienst. Welcher Einbrecher schleppt denn an die 200 Aktenordner weg, zumal die Sammlung als Ganzes und in dieser Form unverkäuflich ist? Am meisten gefährdet dürften die Laptops der Angestellten sein, die Kaffeekasse und vielleicht noch die Frankaturware. Die BDPh-Sammlung will kein Einbrecher haben. :) Die Vonhoff-Sammlung wäre gut in einer philatelistischen Bibliothek aufgehoben gewesen. Aber auch hier stellt sich die Frage, wer die Lagerkosten (d.h. die Miete) übernommen hätte. Und das Risiko sind nicht Einbrecher, sondern unehrliche Philatelisten, die bei der Besichtigung "versehentlich" Stücke in ihrem mitgebrachten Katalogen mitgehen lassen. Und zum Marktwert: Der Verkaufspreis von einem Euro pro Marke setzt sich zusammen aus 20 Cent für die Marke und 80 Cent für das Sortieren und einstellen. Das ist die übliche Kalkulation bei Heimatbelegen: entweder man wühlt die sich in stundenlanger Sysiphus-Arbeit aus dem Trog für 50 Cent, oder man kauft sie beim sortierten Händler für 5 Euro pro Stück. Der Händler weiss aber auch, dass er 90% der Belege nie verkaufen wird.
Perfin Fan Am: 07.02.2025 10:57:59 Gelesen: 18109 # 49
@ bovi11 [#47] Es bleibt die Frage, warum man das Vermächtnis angenommen hat. Der Umfang der einzigartigen Sammlung war doch von Anfang an bekannt und damit letztlich auch die künftig zu erwartenden Kosten abschätzbar. Na ja, die Stiftung geschah in den 1980-er Jahren. Dann hat sich mit dem ArGe Lochungen-Vorsitzenden Alfred Wirth wahrscheinlich ein positiv Verrückter gefunden, der die Sammlung bis 2014 (!) ergänzt und katalogisiert hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass das alles bis zu diesem Datum bei ihm in Pinneberg gelagert war und erst danach nach Bonn transferiert wurde. Man möge mich Lügen strafen, aber ich nehme an, dass man dort überhaupt nichts damit anzufangen wusste und sie nur irgendwo verstaut hat. So würde sich auch der Unwille in den vergangenen Jahren erklären lassen, ArGe-Mitgliedern den Zugang dazu zu gestatten. Die Abgabe aus Platzgründen mit "zur Aufbewahrung hätte man einen Tresor gebraucht" zu rechtfertigen, empfinde ich allerdings als äußerst seltsam, da die Ordner und Alben sicherlich in den letzten 100 Jahren nie einen Tresor von innen gesehen haben. Es hilft ohnehin alles nichts, dieser einzigartige Schatz ist für alle Zeit verloren, was unglaublich schade ist. Und wenn jetzt wieder jemand mit "es wurde eh alles katalogisiert und fotografiert" kommt ... das ist dasselbe, als würde ich mir Fotos von Briefmarken ins Album kleben.
alex11 Am: 07.02.2025 11:03:36 Gelesen: 18098 # 50
@ Eric Scherer [#45] Eine Schenkung wird in der Regel nicht dafür gemacht, dass der Betreffende das Erhaltene postwendend verscherbelt. Ein Museum, welches z.B. ein wertvolles Bild geschenkt bekommt, soll dieses der Öffentlichkeit zugänglich machen und nicht weiterverkaufen. Wenn man eine Schenkung nicht im Sinne des Schenkers aufbewahren und / oder zugänglich machen kann, dann sollte man diese korrekterweise nicht annehmen. So ist zumindest mein Zugang dazu. In Auktionshäuser einliefern hätte Herr Vonhoff selbst können - dann hätten wenigstens die Richtigen die Kohle für die Sammlung bekommen, nämlich Herr Vonhoff bzw. seine Erben.
Perfin Fan Am: 07.02.2025 11:10:56 Gelesen: 18079 # 51
@ drmoeller_neuss [#48] Der Verkaufspreis von einem Euro pro Marke setzt sich zusammen aus 20 Cent für die Marke und 80 Cent für das Sortieren und einstellen. Das mag auf Einzelmarken durchaus zutreffen. Wenn man allerdings eine bereits wunderbar sortierte Seite aus einem Vonhoff/Wirth-Stadtordner hat und die enthaltenen 60 Marken mit einem einzigen Klick scannen kann, hinkt diese Kalkulation mit einem "völlig gerechtfertigten" Startpreis von 59,99 aber gewaltig.
TeeKay Am: 07.02.2025 11:26:21 Gelesen: 18065 # 52
@ drmoeller_neuss [#48] " Vielen Dank an Eric Scherer vom BDPh. Eine solche offene Kommunikation würde ich mir vom BDPh häufiger wünschen." Welche offene Kommunikation denn? Es wurde eine A4 Seite mit Text gefüllt, ohne auf den Kernkritikpunkt einzugehen. Der ist nicht, dass sich der BDPh von der Sammlung trennte, sondern dass die Sammlung verkauft wurde im Wissen, dass sie dann höchstwahrscheinlich in alle Winde verstreut wird, bevor man andere Lösungen ins Auge fasste - wie z.B. die Kontaktaufnahme zu der Arge, aus der die Sammlung überhaupt erst zum BDPh kam. Das ganze in einem Zeitraum, in dem der BDPh auch versucht das Gefühl zu vermitteln, man wolle künftig die Argen stärker einbeziehen. Stattdessen werden Strohmannargumente aufgemacht, die die Entscheidung des BDPh als gänzlich rational und im Sinne der organisierten Sammlerschaft erscheinen lassen sollen. Tresor mit Wachschutz - ja klar, das hat es sicher gebraucht. Ein Wunder, dass nicht mehrere BDPh Präsidenten bei der Verteidigung der Sammlung ihr Leben geben mussten. Gut, dass der BDPh dem endlich einen Riegel vorschob und auch die Arge Lochungen vor dieser Bürde bewahrte.
Perfin Fan Am: 07.02.2025 11:36:05 Gelesen: 18057 # 53
@ TeeKay [#52] Schade, dass man hier keine Likes geben kann. Super Beitrag!
drmoeller_neuss Am: 07.02.2025 13:16:06 Gelesen: 17964 # 54
@ alle Ist es denn so schwierig? Lest einmal im Beitrag [#1] nach. Der Perfin-Sammler und ArGe-Gründer Vonhoff hat 1981, also vor über 40 Jahren, die Sammlung dem BDPh vermacht. Damals hatte der BDPh die zehnfache Zahl an Mitgliedern und ich war eine halbe Stunde vor Öffnung der Post für die Neuheiten angestanden. Die Zeiten haben sich nach über 40 Jahren geändert. Darf sich der BDPh der Zeit nicht anpassen, weil noch irgendeine gespendete Sammlung im Keller steht? Dann hat Alfred Wirth in den neunziger Jahren die Sammlung in sein Haus geholt und verwaltet. Angesichts der knapp 200 Ordner und des Arbeitsaufwandes für die Verwaltung waren alle damit glücklich. 2016 ist Alfred Wirth gestorben. Der BDPh ist doch nicht heimlich in den Keller der Witwe eingedrungen und hat mit einem Kleinlaster die Alben nach Bonn geholt? Ich kenne die internen Unterlagen der Arbeitsgemeinschaft nicht. Ich vermute aber, dass sich angesichts des Volumens kein Mitglied der "Arbeitsgemeinschaft Lochungen" gefunden hat, diesen Posten zu verwalten. Warum soll es im Jahre 2024 plötzlich anders sein? @ TeeKay: Du scheinst Dich zum Forentroll zu entwickeln. Auf der einen Seite schreist Du nach Digitalisierung und beschwerst Dich über Arbeitsgemeinschaften, die noch Rundbriefe auf Papier verschicken, auf der anderen Seite machst Du Dich für die Aufbewahrung von fast 200 Aktenordnern stark. Im übrigen sind ja die Aktenordner digitalisiert worden. Nur scheint die heutige Führungsmannschaft der ArGe Lochungen davon nichts mehr zu wissen bzw. die CD ist in der ArGe nicht mehr auffindbar.
Perfin Fan Am: 07.02.2025 14:13:40 Gelesen: 17908 # 55
@ drmoeller_neuss [#54] "Auf der einen Seite schreist Du nach Digitalisierung und beschwerst Dich über Arbeitsgemeinschaften, die noch Rundbriefe auf Papier verschicken, auf der anderen Seite machst Du Dich für die Aufbewahrung von fast 200 Aktenordnern stark." Dieser Vergleich ist wirklich kompletter Nonsens! Das eine sind Infos, die durch den digitalen Versand schneller, detaillierter, umfangreicher und vor allem kostenlos an den jeweiligen Adressaten gelangen können. Das andere ist eine über mehr als 100 Jahre zusammengetragene Sammlung, die in digitaler Form zwar das Wissen bewahrt, aber absolut keinen reellen Wert mehr hat. "Darf sich der BDPh der Zeit nicht anpassen, weil noch irgendeine gespendete Sammlung im Keller steht?" Und das sagt eigentlich eh alles zu Ihrer diesbezüglichen Meinung aus. Würden Sie dieselbe Sichtweise an den Tag legen, wenn der BDPh die weltweit größte und bedeutendste Sammlung Indischer Staaten als Schenkung bekommt und nach Jahren dann einfach in einer Auktion feilbietet? Wahrscheinlich nicht.
DL8AAM Am: 07.02.2025 17:31:02 Gelesen: 17782 # 56
@ alex11 [#50] Wenn man eine Schenkung nicht im Sinne des Schenkers aufbewahren und / oder zugänglich machen kann, dann sollte man diese korrekterweise nicht annehmen. Man hat die Sammlung vor über 40 Jahren angenommen, vor zig Vorständen und zu Zeiten, als die Philatelie auch noch eine Massenbewegung war. Wobei, was wichtiger ist, die Sammlung wurde bis vor 10 Jahren oder so nicht beim BDPh gelagert. Der BDPh war nur der rechtliche Eigentümer, nicht der physische Besitzer. Wahrscheinlich "nur" um eine Rückfallebene im Falle des Todes zu haben, damit die Sammlung von den Erben nicht in den Container gewuppt wird. Besitzer war im Prinzip die Arge selbst, bis dort keiner mehr dafür verantwortlich zeichnete. Scheinbar gab es damals von Seiten der Arge auch keinerlei Anstrengungen die Sammlung weiter zu betreuen. Dann hat der BDPh nach 30 Jahren - neben dem rechtlichen Eigentum - auch noch den "Ballast" des Besitzes übernehmen müssen. Was soll er eigentlich damit? Der BDPh kann nur einlagern, nicht mehr, er betreibt kein Museum, keine Bibliothek und auch kein besuchbares Archiv. Der Verband ist der falsche Ort für Sammlungen, egal wie bedeutend sie sind. Solchen Aufgaben kann ein Verband, der im Prinzip nur aus einem Vorstand besteht, schon aus Kostengründen nicht stemmen. Dass man dann auch noch aus dem "Haus" ausziehen bzw. in "ein Büro" umziehen musste, ist nur ein weiterer Nagel. Und eventuellen "kurzzeitig" immer mal wieder besitzübernehmenden Interessenten hinterherzulaufen, kann auch keiner erwarten. Da hätte man als Arge nach dem Intermezzo, währenddessen keiner von der Arge die Sammlung übernehmen wollte, vielleicht selbst Interesse anmelden können, wenn man einen kompetenten Interessenten gehabt hätte. Der BDPh wäre sicherlich dankbar gewesen, die Sammlung (während man ja gerne weiter der rechtliche Eigentümer bleiben kann) an eine kompetente Person auf Dauer kostensparend auslagern zu können. Der BDPh ist aber auch kein "kostenloser" Lagerort für Sammlungen, die man je nach eigener Gemengelage holen und wieder wegbringen kann. Selbst wenn der Verband heute die "bedeutendste Sammlung Indischer Staaten als Schenkung bekommt" muss er diese umgehend an den Markt durchreichen, es sei denn der Schenker stiftet gleich das passende Museum und dessen Unterhalt für Jahrzehnte mit. Sofort verkaufen und den Erlös für satzungsgemäße Zwecke einsetzen. Das wichtigste ist, dass die Sammlung entsprechend wissenschaftlich aufbereitet und dokumentiert, erfasst wurde bzw. dass diese Daten auf Dauer zugänglich werden. "Datenrettung", dass ist hier die korrekte Aufgabe eines Verbandes, nicht der Betrieb eines Zentrallagers für Sammelobjekte. Eine Sammlung bzw. Sammelobjekte sind nicht dafür da, Jahrzehnte unbeachtet in Lagerräumen Staub anzusetzen. Es wäre übrigens sehr wünschenswert, wirklich sehr wünschenswert, falls die Deutsche Philatelie ein eigenes zentrales, öffentliches Museum aufziehen würde. Das wäre auch ein Multiplikator für die Öffentlichkeitsarbeit für unser Hobby. Für dessen Fianzierung müssten dann aber alle Mitglieder kräftigst erhöhte Beiträge zahlen. Ob das die Mitglieder mitmachen würden? Das Geschrei höre ich jetzt schon. ;-) Mein Sportverband hat das übrigens vor Jahren gegen den Wind (eher Sturm) durchgezogen mit den entsprechend erhöhten Mitgliedsbeiträgen und Umlagen auf alle Mitglieder, bis runter zum kleinsten Dorfverein. Beste Grüße Thomas https://www.schloss-callenberg.com/deutsches-schutzenmuseum/
TeeKay Am: 07.02.2025 20:29:14 Gelesen: 17662 # 57
@ drmoeller_neuss [#54] " Die Zeiten haben sich nach über 40 Jahren geändert. Darf sich der BDPh der Zeit nicht anpassen, weil noch irgendeine gespendete Sammlung im Keller steht?" Du gehst immer noch nicht auf den Kritikpunkt ein. NIEMAND hier im Thread hat sich beschwert, dass der BDPh die Sammlung nicht mehr haben oder lagern wollte. Es ist ok. Der BDPh darf die Sammlung loswerden wollen. Die Kritik ist, dass die Sammlung ohne Rücksprache mit der für das Sammelgebiet zuständigen Arge freihändig verkauft wurde und jetzt in hundert Einzelteile zerlegt in alle Welt weiter verkauft wird. Kriegst du diesen Kritikpunkt verarbeitet? " @TeeKay: Du scheinst Dich zum Forentroll zu entwickeln. Auf der einen Seite schreist Du nach Digitalisierung und beschwerst Dich über Arbeitsgemeinschaften, die noch Rundbriefe auf Papier verschicken, auf der anderen Seite machst Du Dich für die Aufbewahrung von fast 200 Aktenordnern stark." Sammeltest du eigentlich schonmal etwas philatelistisches? Das sind nicht 200 Aktenordner, sondern eine philatelistische Sammlung. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wenn es reichen würde, irgendwelche Digitalbilder zu besitzen, wäre die Philatelie gänzlich tot. Keiner würde mehr Originale kaufen oder aufheben, solange irgendwo ein Bild vom Material existiert. Soweit ich weiß, ist das einzig gänzlich Tote an der Philatelie jedoch der NFT-Crypto-Quatsch, der ausschließlich aus reproduzierbaren Digitalbildern besteht. Ich hatte schon vor 1-2 Wochen die ganzen Angebote bei eBay gesehen und mein allererster Gedanke als jemand, der noch nie Lochungen sammelte und auch jetzt nicht sammelt: Das ist aber schade, dass eine offenbar sehr große Sammlung so zerpflückt wird. Mein zweiter Gedanke war, die bei eBay angebotenen Einzelteile zu kaufen, um die Sammlung als Ganzes zu erhalten. Ja, sowas mache ich. Sowas machte ich schon bei zwei Sammlungen völlig außerhalb meiner Kernsammelgebiete in einem Preisrahmen, der in einem Fall Kaufreue aufkommen ließ. Und trotz dieser Reue denke ich immer noch, dass es die richtige Entscheidung war. Einfach weil ich es schade fände, über Jahre, Jahrzehnte aufgebaute Sammlungen in alle Winde zerstreut zu sehen. Habe ich in diesem Fall der Lochungen jedoch aufgegeben, als ich den finanziellen Umfang der eBay-Angebote sah. Völlig unabhängig von der physischen Sammlung sind Informationen. Die MÜSSEN mMn digital vorliegen und digital verbreitet werden, um langfristig erhalten zu bleiben, langfristig Interessenten zu finden und die Sammelgebiete und ihre Organisationen am Leben zu erhalten.
Flieger Am: 08.02.2025 08:45:27 Gelesen: 17422 # 58
Es ist schon erschreckend wie viele dieses schäbige Verhalten noch verteidigen. Herr Scherer hat da einen Begriff ins Spiel gebracht der gar nicht so abwegig ist.
notna1 Am: 08.02.2025 10:34:26 Gelesen: 17331 # 59
Hallo zusammen, ich habe die Diskussion zu diesem Thema von Anfang an verfolgt, obwohl ich kein Sammler von Lochungen und deshalb auch kein Mitglied in der entsprechenden Arge bin. Ich habe aber aus diesem Sammelgebiet ein exklusives Stück, das ich bei der letztjährigen Messe in Ulm eigentlich dem BDPh für die Vonhoff-Sammlung übergeben wollte. Allerdings hatte ich dann doch vergessen, diesen Beleg nach Ulm mitzunehmen. Als ich hier jetzt über die Veräußerung dieser Sammlung durch den Verband gehört habe, war ich natürlich auch erst einmal schockiert; ich habe aber erst einmal alle Beiträge dazu abgewartet und gelesen, bevor ich mir eine Meinung dazu gebildet habe. Ich verstehe den Ärger von Mitgliedern der Arge über den Verlust/Verkauf der gesamten Sammlung, die zu Dokumentationszwecken am besten zusammen gelassen worden wäre. Aber wohin damit, wenn es beim Verband keine Möglichkeit zur Aufbewahrung mehr gab? Die Arge hätte ja auch keine Möglichkeit gehabt, diese Menge an Ordnern zu übernehmen. Auch einen Verkauf an einen Sammler bzw. an ein Arge-Mitglied war wohl aus finanziellen Gründen auch keine Möglichkeit. Für mich ist das Thema damit beendet und sollte auch für andere beendet sein! Das andauernde Nachkarten gegen den Verband bzw. das Verhalten des Verbandes finde ich nicht in Ordnung. Man vergrault hier mit dieser Kritik nur die ehrenamtlich tätigen Verbandsfunktionäre und wundert sich dann, wenn sich niemand für die Übernahme solcher Ämter findet. Und wegen des Verkaufs („Verramschen“) der gestifteten Sammlung zum Austritt aus dem Verband aufzurufen, entbehrt für mich jeder Grundlage. Man sollte dieses Thema jetzt endlich beenden; es ist dazu alles gesagt! Nichts für ungut. notna1
Holzinger Am: 08.02.2025 11:08:43 Gelesen: 17297 # 60
Weil ich auch einiges an Lochungen (auch viele USA) und den Katalog für Deutschland digital besitze, hatte ich hier mit gelesen. Deshalb mein Beitrag zur Sache wie es (annähernd) auch geht. Bitte nicht jeden Sachverhalt auf die Goldwaage legen, da ich aus vager Erinnerung schreibe: Ein Berliner Museum hat eine (wohl 5 oder 6 Tausend!) über viele Jahre große (und wohl vollständige) Sammlung eines Privatsammlers an alten Ansichtskarten gescannt und digital zur Verfügung gestellt, damit dieser Schatz der Nachwelt zugänglich erhalten bleibt. Der räumliche Umfang wird wohl kleiner - der Bewahrungs- und Sicherungsaufwand aber ähnlich - gewesen sein. Sammler - vor allem aber Stadtplaner/Architekten usw. können nun alte Stadt-/Haus- und vor allem Straßenansichten betrachten/historisch auswerten usw.
Torsten Grunwald Am: 08.02.2025 15:02:50 Gelesen: 17175 # 61
Ich möchte die Sache nun auch zum Ende bringen, schließlich ist die Sammlung ja weg. Ich mache dem BDPh ja auch keine Vorwürfe mehr, er sollte sich äußern und hat das getan. Es bleibt zu hoffen das man die Sache beim nächsten mal anders angeht. Es hat eigentlich nur TeeKay begriffen um was es ging, die Art und Weise. Wenn man hier wie grade in [#59] wieder liest das die ArGe oder ein Sammler keinen Platz oder Geld dafür hat, ist das rein falsch, niemand wurde befragt! Ich möchte mich jedenfalls noch einmal beim BDPh für die Stellungnahme bedanken. Der ArGe wünsche ich auch alles Gute, man muss dort viel an sich arbeiten, wenn sich nicht einmal derjenige öffnet welcher für die Mitgliederbetreuung / Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Allen ein schönes Wochenende
Flieger Am: 09.02.2025 08:59:40 Gelesen: 16895 # 62
Den Funktionären nach dem Mund geredet - Weiter So !
ARGE-Lochungen Am: 17.02.2025 19:02:55 Gelesen: 16305 # 63
Mein Name ist Friedbert Hummel und ich bin der 1.Vorsitzende der ARGE-Lochungen. Herr Vonhoff hat nach seinem Tode 1981 seine umfangreiche Sammlung dem BDPh anvertraut. Seit 1994 wurde Herrn Wirth die Betreuung der Vonhoff-Sammlung übertragen. 2015 erfolgte die Rückgabe an den BDPh. 2016 ist Herr Wirth verstorben. Mehr können wir von der ARGE-Lochungen zu dem Thema nicht sagen, da die Herren Vonhoff und Wirth nicht mehr befragt werden können ob die Sammlung dem BDPh anvertraut, überlassen oder geschenkt wurde. Der ARGE-Lochungen liegt auch kein Schriftverkehr zu diesem Thema vor.
drmoeller_neuss Am: 18.02.2025 08:51:52 Gelesen: 16078 # 64
@ ARGE-Lochungen [#63] Vielen Dank an Herrn Hummel für die ehrliche Stellungsnahme. Ich wundere mich, dass es kein Lebenszeichen von dieser Sammlung bei der Arge Lochungen gibt. Ich hätte erwartet, dass mindestens die Übergabe von Herrn Wirth an den BDPh eine Meldung im ArGe-Rundbrief wert war. Irgendetwas über diese große Sammlung muss doch in den Rundbriefen zu finden sein. Vielleicht gibt es noch ältere Mitglieder, die Herrn Wirth persönlich kannten. Oder hat Herr Wirth diese Sammlung im stillen Kämmerchen verwaltet und war er überhaupt Mitglied der ArGe Lochungen?
Perfin Fan Am: 18.02.2025 11:59:51 Gelesen: 15966 # 65
@ drmoeller_neuss [#64] "war er überhaupt Mitglied der ArGe Lochungen?" Den Artikel zu Beginn dieses Threads durchzulesen, könnte bei der Beantwortung dieser Frage hilfreich sein. Zudem steht es bereits in einigen nachfolgenden Posts.
drmoeller_neuss Am: 18.02.2025 13:00:11 Gelesen: 15903 # 66
@ Perfin Fan [#65] Ich hätte mich genauer ausdrücken sollen. Meine Frage ist, ob Herr Wirth zum Zeitpunkt der Übergabe der Sammlung an den BDPh noch Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Lochungen war. Die offene Frage ist, ob die ArGe Lochungen von der Übergabe informiert wurde. Da diese Information für die Thematik nicht ganz unwesentlich ist, sollte das doch irgendwo in den Rundbriefen stehen.
bovi11 Am: 18.02.2025 14:20:20 Gelesen: 15839 # 67
@ drmoeller_neuss [#66] Das einzig Interessante wird leider völlig ausgeblendet. Der BDPh dürfte sicherlich im Besitz des Vermächtnisses sein, das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch schriftlich festgehalten worden ist. Warum legt man dieses Schriftstück nicht einfach vor?
Holzinger Am: 18.02.2025 14:41:30 Gelesen: 15813 # 68
@ bovi11 [#67] Könnte da evtl. "etwas Ungeeignetes/Unangenehmes" enthalten sein? :-( :-)
bovi11 Am: 18.02.2025 14:59:07 Gelesen: 15792 # 69
@ Holzinger [#68] Da fällt mir der Hosenbandorden ein mit dem Spruch "Ein Schelm, wer Böses dabei denkt".
Perfin Fan Am: 18.02.2025 16:27:46 Gelesen: 15719 # 70
@ Holzinger [#68] Nein, Wirth wird bei der Rückgabe sicherlich dazugeschrieben haben: "Hier die nunmehr in 40 Jahren von mir mühsam komplettierte Vonhoff-Sammlung. Bewahrt sie in Ehren, aber wenn ihr irgendwann mal Platz oder Kohle braucht, einfach weg damit!"
Flieger Am: 18.02.2025 16:35:03 Gelesen: 15703 # 71
Das Geld wird knapp - Funktionäre brauchen halt Geld - mal sehen was als nächstes verscherbelt wird.
Richard Am: 19.02.2025 00:18:11 Gelesen: 15507 # 72
@ Flieger [#71] Du scheinst irgendeinen Hass gegen die Funktionsträger des BDPh, also gegen den Vorstand, zu haben. Die nächsten ähnlichen und vor allem inhaltslosen bis beleidigenden Beiträge von Dir werde ich entfernen. Gute Nacht, Deutschland Grüsse aus dem Allgäu, Richard
Eric Scherer Am: 19.02.2025 14:26:08 Gelesen: 15315 # 73
@ Flieger [#71] Lieber Flieger. Ich weiss nicht, wie Du darauf kommst. Du magst von den sogenannten "Funktionären" halten was Du willst. Jeder Termin, den ich für den BDPh wahrnehme, ist für mich ein finanzielles Verlustgeschäft. Ich investiere meine Zeit und bekomme ein Spesenentschädigung, die so gering ist, dass ich häufig gar keine Abrechnung mache. Das gilt für alle Funktionäre. Was die Vonhoff-Sammlung angeht, hier nochmals das wichtigste: - Der BDPh hat schlicht keinen Platz mehr im Keller. - Die Sammlung wurde aufwändig eingescannt. Die Scans stehen jedem zur Verfügung. Liebe Grüsse
johanneshoffner Am: 19.02.2025 21:07:47 Gelesen: 15128 # 74
Lieber Eric, Besten Dank für Deinen Beitrag. Das "Funktionärsbashing" finde ich unangemessen. Ohne einen funktionierenden Verband wäre unser Hobby sehr viel ärmer. Besten Dank für Deinen/Euren Einsatz für die Philatelie. Ohne Ehrenamt kein Hobby!! zurück zum Thema: Ich habe Interesse an den Scans der Vonhoff-Sammlung. Wie komme ich an diese Informationen. Viele Grüsse, Johannes Hoffner
Eric Scherer Am: 20.02.2025 11:21:35 Gelesen: 14915 # 75
@ johanneshoffner [#74] Ich kümmere mich darum.
Roda127 Am: 20.02.2025 11:45:23 Gelesen: 14890 # 76
@ Eric Scherer [#73] Hallo, vielen Dank für die Informationen. Es wäre sicherlich für viele Sammler interessant wie man an die Scans der Vonhoff-Sammlung kommt Viele Grüße Matthias
Eric Scherer Am: 20.02.2025 11:53:45 Gelesen: 14878 # 77
Die Scans liegen auf Festplatten in der BDPh-Geschäftsstelle. Ich kläre jetzt mal, wie gross diese Files sind und melde mich dann zurück. Liebe Grüsse
Perfin Fan Am: 20.02.2025 20:08:35 Gelesen: 14718 # 78
@ Eric Scherer [#77] Etwas anderes, als die Daten auf eine Cloud zu stellen und zum Download freizugeben, wird fast nicht möglich sein.
sammler70 Am: 21.02.2025 00:14:47 Gelesen: 14588 # 79
Ich möchte mich jetzt auch mal zu diesem Thema äußern, Da hier meines Erachtens ein paar grundlegende Dinge angesprochen wurden, die für die Zukunft des BDPh von grundlegender Bedeutung sind. Wenn man sich den Artikel durchliest, so geht meines Erachtens eindeutig daraus hervor, dass die Sammlung an den BDPh übertragen wurde, um sie in ihrer Gesamtheit als Forschungsobjekt zu erhalten und bestenfalls noch zu ergänzen und auszubauen. Dies haben wohl auch die früheren Vorstandsmitglieder des BDPh so gesehen, sonst hätten sie die Sammlung nicht Herrn Wirth zur Aufarbeitung und wohl auch zur Ergänzung gegeben. Dieser hat dann auch noch seine Sammlung dem BDPh vermacht und sie mit der Vonhoff Sammlung zusammengeführt. Durch die meines Erachtens schändliche Zerstückelung der Sammlung hat sie für die Philatelie im Allgemeinen außerordentlichen Wert verloren. Wenn der BDPh nun angibt, Platzgründe hätten diesen Schritt unumgänglich gemacht, so kann ich darüber nur lachen. Der BDPh mag vielleicht Platzmangel gehabt haben, das will ich gar nicht abstreiten. Wenn das aber der einzige Grund war, so hätte man sicherlich Lösungen finden können, die Sammlung zusammenzuhalten. Man hätte bestimmt einige Mitgliedsverbände, Vereine oder Arbeitsgemeinschaften gefunden, die die Sammlung ordnungsgemäß archiviert und für die Zukunft aufbewahrt hätten. Dies wird auch in einigen Beiträgen hier deutlich. Außerdem gibt es auch, wie schon erwähnt, einige Museen, die so ein Kulturgut, und so sehe ich diese Sammlung, für die Zukunft erhalten hätten. Nachdem diese Schritte jedoch wohl unterlassen wurden, drängt sich mir schon der Eindruck auf, dass hier der schnöde Mammon doch eine nicht unbedeutende Rolle gespielt hat. Da das Kind nunmehr schon in den Brunnen gefallen ist, hilft das ganze Gejammer nichts. Es hat sich meiner Meinung nach nicht gerade um ein Glanzstück der Verantwortlichen im BDPh gehandelt. Wer das Ganze nicht auf sich beruhen lassen will, der sollte bei der nächsten Jahreshauptversammlung diesen Punkt ansprechen und von der Vorstandschaft Rechenschaft verlangen. Dieses Recht steht jedem Mitglied zu und er hat auch das Recht Einsicht in die Bücher und Unterlagen zu nehmen, so dass wohl auch geklärt werden kann, was bezüglich der Übergabe dieser Sammlungen an den BDPh vereinbart war und welche Erlöse man durch die Veräußerung erzielt hat. Nachdem diese Informationen vorliegen, kann jeder für sich entscheiden, ob das Verhalten dem Sinn und Zweck des Verbandes entspricht und satzungsgemäß war. Dann kann jeder seine eigenen Konsequenzen daraus ziehen. Gruß Franz
alex11 Am: 21.02.2025 07:19:31 Gelesen: 14501 # 80
@ sammler70 [#79] Sehr gut zusammengefasst. 'Platzmangel' ist für mich eine legitime Begründung bei Erben, welche mit Briefmarken nichts am Hut haben. Aber doch nicht bei so einer unikalen Sammlung. Bei absehbaren Platzmangel (so ein Problem fällt ja nicht vom Himmel), hätte man mE diese Schenkung niemals annehmen dürfen oder eben zeitgerecht einen Abnehmer suchen müssen, welcher bereit gewesen wäre, die Sammlung als Ganzes zu erhalten.
bovi11 Am: 21.02.2025 08:28:04 Gelesen: 14461 # 81
@ sammler70 [#79] @ alex11 [#80] Genau so ist es. Es mag zutreffen, dass das Vermächtnis nicht schriftlich festgehalten wurde. Man darf aber sicher davon ausgehen, dass mit der Übergabe der Sammlung an den BDPh der Wille verbunden war, diese der Nachwelt als Ganzes zu erhalten. Dabei ist es völlig unerheblich, ob der Durchschnittspreis pro Stück niedrig ist; maßgeblich ist allein das über Jahrzehnte zusammengetragene Gesamtwerk. Ich kann auch durchaus nachvollziehen, dass nach der Veräußerung des Hauses der Philatelie Platzprobleme entstanden sind. Das darf aber meines Erachten nach nicht dazu führen, dass eine solche Sammlung in alle Winde verstreut wird. Ich folge auch nicht der Darstellung des Mitglieds „Flieger“, wonach sich Vorstandsmitglieder persönlich bereichert haben. Mich wundert aber, dass sich der BDPh nicht dazu äußert, was bei der Übergabe der Sammlung vereinbart wurde (schriftlich oder auch mündlich).
Eric Scherer Am: 21.02.2025 15:01:36 Gelesen: 14294 # 82
Die Scans der Sammlung können im Moment nur in Form eines USB-Sticks abgegeben werden. Wer Interesse daran hat, soll sich bitte vertrauensvoll via Mail an die Geschäftsstelle des BDPh unter info@bdph.de angefordert werden. Geben Sie bitte dazu Ihre Postadresse an.
Roda127 Am: 21.02.2025 16:39:11 Gelesen: 14230 # 83
@ Eric Scherer [#82] Vielen Dank für die Mühen. Ich werde mich in der kommenden Woche in der Geschäftsstelle melden. Ein schönes Wochenende
Roda127 Am: 28.02.2025 17:48:21 Gelesen: 13713 # 84
So nur kurz: Am Sonntag den 23.02.25 habe ich den Stick in der Geschäftsstelle bestellt und heute hatte ich diesen im Briefkasten. Mal schauen was da so alles drauf ist. Ein schönes Wochenende allen.
johanneshoffner Am: 06.03.2025 16:53:43 Gelesen: 13422 # 85
Herr Küchler hat mir den Stick mit den Scans geschickt. Besten Dank! Die Scans sind von sehr guter Qualität man kann vergrössern und sieht die Details. Die Scans sind gut sortiert, ich konnte alles schnell finden, nach dem ich gesucht habe. Zusammen mit dem Handbuch der ARGE Lochungen haben Sammler einen unglaublichen Fundus an Material und Wissen zur Verfügung. Heimatsammler, Postgeschichtler und viele andere Spezialisten finden hier sehr viel für ihre Sammlungen. Es ist wirklich phantastisch was hier zur Verfügung gestellt wird!
oisch Am: 01.04.2025 23:46:28 Gelesen: 12592 # 86
Kann mich den Aussagen meines "Vorschreibers" vollumfänglich anschließen und jedem, der sich intensiver mit dem Sammelgebiet beschäftigen möchte, empfehlen, sich die Datensammlung gegen Übersendung eines ausreichend dimensionierten Sticks (32 mB) zuschicken zu lassen. Herzlichen Dank an Herrn Küchler und Mitarbeitern für diesen Service. Gruß Klaus
Perfin Fan Am: 02.04.2025 09:04:26 Gelesen: 12465 # 87
@ oisch [#86] Ich beschäftige mich seit Jahren sehr intensiv mit dem Sammelgebiet. Aber was nützt es mir, eine wunderbare digitale Zusammenstellung zu erwerben, die in dieser Form nie wieder in natura zu sehen sein wird. Im Prinzip könnte ich da auch meine eigene Perfin-Sammlung (nur 50 Ordner) einscannen und zu Geld machen. Dann schau ich mir die Bilder an und erfreue mich daran, was ich damals nicht alles zusammengetragen habe.
JohannesM Am: 02.04.2025 19:04:42 Gelesen: 12276 # 88
@ Perfin Fan [#87] Warum hast du dir denn die Sammlung nicht angeschaut, als sie noch da war? So groß kann dein Interesse dann doch wohl nicht gewesen sein. Beste Grüße Eckhard
DL8AAM Am: 02.04.2025 21:24:53 Gelesen: 12176 # 89
@ Perfin Fan [#87] Das passiert im Prinzip mit jeder Sammlung. Jede Sammlung wird früher oder später 'zerschlagen', nachdem der Sammler seinen Spass hatte. Es sei denn der Sammler stiftet gleich ein komplettes Museum mit genug Ressourcen für 'auf ewige Zeiten', denn selbst staatliche Museen geben ja regelmäßig Bestände ab, warum auch immer. Auch da bleibt keine Sammlung auf ewig in seiner ursprünglichen Form erhalten. Wichtig ist halt 'nur' wichtige Sammlungen für die Nachwelt zu dokumentieren.
Perfin Fan Am: 03.04.2025 08:22:23 Gelesen: 12086 # 90
@ JohannesM [#88] 1) Weil ich nicht extra von Österreich nach Bonn fahre, um hunderte Ordner durchzublättern. Zudem wurde, wie bereits erwähnt, nicht mal ArGe-Mitgliedern auf Anfrage die Sichtung gestattet. 2) Weil mein Hauptsammelgebiet Österreich ist und ich Zeit wie Geld lieber dahin investiere. 3) Weil ein Sammlerkollege die Vonhoff-Sammlung schon vor Jahren bereits persönlich gesichtet hat und ich von ihm alle Österreich-relevanten Informationen bekommen habe. Man hätte sie zumindest einmal im Rahmen einer großen Wanderausstellung präsentieren können, bevor man sie verscherbelt. Aber Firmenlochungen sind halt nach wie vor ein Randgebiet der Philatelie bzw. immer noch für viele ein Fall für die runde Ablage.
22028 Am: 03.04.2025 16:13:24 Gelesen: 11953 # 91
@ Perfin Fan [#90] Man hätte sie zumindest einmal im Rahmen einer großen Wanderausstellung präsentieren können Und dann kommen 3 Hansel und schauen sie sich an, da sind die Scans die man bekommt sicher besser.
DL8AAM Am: 03.04.2025 16:46:24 Gelesen: 11925 # 92
@ Perfin Fan [#90] Man hätte sie zumindest einmal im Rahmen einer großen Wanderausstellung präsentieren können Warum machst Du das an "Firmenlochung", als ein sogenanntes Randgebiet der Philatelie, fest? Deine Idee einer großen Wanderausstellung wäre selbst für ein absolutes Top 5 "Kern-"Gebiet der Philatelie vollkommen illusorisch. Alleine schon praktisch, mal ganz abgesehen vom Aufwand, räumlich, ehrenamtlich-personell, wie finanziell. Wie viele Regalmeter wären das noch mal, die dann auf Rahmen aufgezogen werden müssten? Die Idee war doch nicht wirklich ernstgemeint. Oder meintest Du die Ordner werden einfach so interessierten Ortsverbänden zum unkontrollierten Durchblättern am OV-Abend zugeschickt? Und nein, für mich sind Perfins absolut kein Randgebiet, kein Fall für die runde Ablage. Ich selbst habe etliche, die auch kein Randdasein in meinen Briefmarkenalben fristen. Perfins, gehören natürlich vollkommen gleichberechtigt in die Philatelie, genau so wie Freistempel, PPIs oder Fiscals auch, die sich bei mir in den "Hauptbüchern" befinden. Eine komplette Sammlung z.B. sämtlicher FRANKIT-Geräte Deutschlands wäre philatelistisch sicherlich ebenso wertvoll und sehr wünschenswert, aber auch für diese wirst Du keinen bzw. keine Institution finden, die die 1:1 als Ganzes auf ewige Zeiten 'nach Dir' übernehmen würde. Eine Organisation wie der BDPh, das ist ein Dachverbandsverein und kein Museumsträger, er hat hier nur die Aufgabe der Wissensrettung und Bewahrung - und genau dieser ist er ja wohlvorbildlich nachgekommen. Auch die Wiedereingliederung einer 'toten Sammlung' in den Kreis der aktiven Sammler ist auch eine Art "eines Verdienstes", ein Gewinn für die lebendige Philatelie. Wissensbewahrung und Bespassung der aktiver Sammlerschaft. Was willst Du denn mehr von einem Hobbistenklub erwarten? Wenn dann sogar noch ein paar Cent für satzungsgemäße Zwecke, zur Föderung der Philatelie rausspringen, ist das doch sogar ein willkommener "guter" Zusatznutzen für die aktive Philatelie. Nein, ich bin aktuell kein Mitglied im BDPh (nur ein "Affiliate" in seinem amerikanischen Gegenstück, dem APS). Beste Grüße Thomas
DL8AAM Am: 30.04.2025 16:30:04 Gelesen: 11314 # 93
Sollte das hier zur abschließenden Vereinzelung der Restbestände gehören? 'Aus einer einmaligen Lagerauflösung'. Aktuelle Angebotskarte der Firma Primus aus dem April 2025. Drei (zufällig ausgewählte) Perfins für € 9,95, statt € 19,90, das zeigt doch die heutige Wertigkeit von Perfins an. ;-) Zitat 'Kaum einmal angebotene Juwele ...'. Ketzerisch gesagt, vielleicht kommt ja so das Sammelthema Perfins nun auch (zu Recht) in der Tiefe der "Breiten Sammelerschaft" an, dann hätte das Ganze sogar ja doch noch ein 'gutes Ende' ;-) Beste Grüße Thomas
drmoeller_neuss Am: 30.04.2025 16:54:54 Gelesen: 11296 # 94
@ DL8AAM [#93] Ein Detail am Rande: im Text steht "TOP-Lot mit 3 verschiedenen Perfins des Deutschen Reiches !" Ich denke, dass es ein Druckfehler ist und statt "3" sollte es "30" heissen. Dann würde das auch zur "Beispielsabbildung" passen. Würden tatsächlich nur 3 (!) Marken mit Lochungen geliefert, wäre das erstens ein stolzer Preis und zweitens die ganze Werbung abmahnwürdig. Auch 30 zufällige Lochungen halte ich persönlich mit 9,90 EUR noch für gut bezahlt. Generell ist die Initiative der Firma Primus zu begrüßen, in dem man das Augenmerk auf das nicht alltägliche legt, und Perfins sind immer noch ein erschwingliches Sammelgebiet.
DL8AAM Am: 30.04.2025 17:08:15 Gelesen: 11283 # 95
@ drmoeller_neuss [#94] Ich vermute, da liegst Du vollkommen richtig, das sollte ziemlich sicher ein "30 statt 3"-Druckfehler sein. Ist mir nicht aufgefallen. ;-) Aber 3,30 Euro für eine zufällig ausgewählte Lochung wäre, dann doch wieder etwas zu wertig ;-)
Perfin Fan Am: 30.04.2025 17:47:17 Gelesen: 11258 # 96
@ DL8AAM [#93] Also falls jemand Interesse haben sollte - dieses Angebot unterbiete ich! ;-) Bei mir liegen ca. 10.000 DR-Perfin-Dubletten rum. Wenn ich da für jeweils 40 Stück 10 Euro krieg, bin ich überglücklich.
drmoeller_neuss Am: 30.04.2025 18:21:49 Gelesen: 11232 # 97
@ Perfin Fan [#96] Bekomme ich von Dir dann auch regelmäßig Werbung auf Hochglanzpapier? Spass beiseite, und um wieder auf das Thema zurückzukommen, diese PRIMUS-Werbung hebt sich positiv von vielen anderen Werbeaktionen mit vergoldeten Briefmarken, "Münzen" aus Goldfolie, die "letzten Marken des Deutschen Reiches" ab. Und 10 Euro als "Initialzündung" halte ich für verschmerzbar. Die nächsten Perfins werden dann günstiger eingekauft oder aus Groschenbüchern herausgefischt. Und die ArGe Lochungen sollte sich mit dem BDPh zusammen überlegen, wie die digitalisierte Perfin-Sammlung auf einem USB-Stick vermarktet werden kann.
Perfin Fan Am: 30.04.2025 19:04:23 Gelesen: 11178 # 98
@ drmoeller_neuss [#97] Die digitalisierte Sammlung vermarkten? Da ist meiner Meinung nach jeder Cent zu viel investiert. Ich glaube, jeder halbwegs an deutschen Perfins interessierte Sammler - so er denn nicht noch internetlos auf einer Insel lebt - weiß mittlerweile, dass es die Möglichkeit gibt, das Ganze um wenig Geld auf einem Datenträger zu erhalten. Ein diesbezüglicher Hinweis ("Es gibt den Stick, wo kriegt man ihn?") auf den einzigen beiden relevanten Anlaufstellen für deutsche Firmenlochungen - die ArGe-Lochungen-Website und die perfinworld von Peter Foltz - sollte eigentlich genügen.
Ron Alexander Am: 30.04.2025 19:41:06 Gelesen: 11139 # 99
@ Perfin Fan [#98] Warum nicht versuchen? Social Media promoten und mal schauen was passiert. Grüße, Ron
Taschentuch Am: 19.08.2025 21:41:49 Gelesen: 9197 # 100
Hallo Sammlerfreunde, keine Ahnung, ob dies hier schon gezeigt wurde: https://www.ebay.de/itm/406065173997 Anbieter ist frankeder-philatelie, bis dato ohne Bewertungen. Mit bestem Gruß aus der Lüneburger Heide Michael
Richard Am: 20.08.2025 09:32:08 Gelesen: 9042 # 101
@ Taschentuch [#100] Hallo Michael, danke für Deinen wertvollen Hinweis. Frank Eder ist Händler seit mindestens 2007 (und wie ich seither) Mitglied im Händlerverband APHV. Ich zeige hier das Angebot vnn Ebay: [ebay]406065173997[/ebay] und aufgrund des allgemeinen Interesses die für 30.000.- Euro angebotenen ca. 10.000 Marken der Vonhoff-Sammlung. PERFINS über 130.000 Stück die VonHoff-Sammlung -> Die wohl berühmteste Sammlung deutscher Perfins begonnen vom Sammler VonHoff, weitergeführt von Wirth und schließlich als Grundlage von Dr. Hillmann für den 2-bändigen Katalog verwendet welcher beiliegt. Die Perfins wurden mit verschiedenen Marken belegt, aber jede Marke ist nur einmal per Perfin enthalten, so dass man von über 130.000 verschiedenen Marken sprechen kann, die Anzahl verschiedener Perfins liegt naturgemäß niedriger. Es wurden auch teure Marken, bessere Farben usw. integriert, d.h. diverse Einzelstücke haben 2 oder 3-stellige Handelspreise. Wir haben drei Bände abgebildet: DR Sammlung Nr.31-827 (939 Marken) ab der Ausgabe Pfennige, 3x 5 Mark Reichspost, 118a+b je geprüft, Weimar mit Flugpost, Nothilfen bis zur 1 M Chicagofahrt, Dienst mit D 65 FM (Befund), im Anhang noch eine Sammlung Bayern. Der Band Symbole ab den Punkt-Perforationen bis zum Berliner Elefanten. A-AEW zeigt den ersten Band der Sammlung und eine Übersicht wie vollständig diese Sammlung bereits ist und die Arbeit welche durch die Zuordnung und Erfassung in der Sammlung steckt. Auch außergewöhnliche Gebiete wie Oberschlesien fehlen nicht. Eine einmalige Gelegenheit zum Erwerb einer Sammlung an der mehrere Experten beteiligt waren. Es handelt sich um 47 Bände und einen Katalog.
sammler70 Am: 20.08.2025 12:50:01 Gelesen: 8920 # 102
@ Richard [#101] Vielleicht stehe ich jetzt auf dem Schlauch, aber was ich nicht verstehe, ist, hier werden 47 Bände angeboten. Oben ist die Rede von circa 160 Ordnern und 3 Regalmetern. Handelt es sich damit hier nur um einen Teil der Sammlung und welcher Teil genau ist das, weil die Bilder beziehen sich ja auf Deutsches Reich und sind nur 3 Alben? LG Franz
Perfin Fan Am: 20.08.2025 13:09:13 Gelesen: 8906 # 103
@ sammler70 [#102] Das ist nur der alphabetische Teil der Sammlung. Die Orts-Sammlung steht aktuell schon mit unzähligen Auktionen bei Ebay drinnen. Aber das war ihm wahrscheinlich zu viel Arbeit, die Buchstaben einzeln einzustellen. 10.000 Marken kann allerdings unmöglich stimmen oder ist unglaublich überteuert - wer zahlt denn schon 3 Euro pro Firmenlochung, ohne zu wissen, was da dann tatsächlich dabei ist. Da wird der Herr Eder, genauso wie bei seinen Ortsangeboten, ordentlich runtergehen müssen, damit ihm die jemand abnimmt. Soweit ich gesehen hab, sind bislang nur einige kleine Lote mit wenigen Marken und "exotischen" Orten weggegangen.
drmoeller_neuss Am: 20.08.2025 20:23:32 Gelesen: 8731 # 104
Mit den Dezimalpunkten hat es der Anbieter nicht so. Es sind 130.000 Marken, pro Marke etwa 25 Cent, dazu noch die Alben und die Kataloge. Ich glaube, der Anbieter geht erst einmal den einfachen Weg. Wenn es einen Käufer für 30.000 EUR gibt, spart er sich das Vereinzeln der Sammlung.