@ Dieter 66 [#22]
Hallo,
durch deine Angaben zu den damaligen Portostufen kann ich nun meine „normalen“ AM-POST-Bedarfsbelege aus 1945-1946 mit berechneter Frankatur besser einordnen und beschreiben - das hat mir wirklich sehr geholfen- danke!
Besonders deinen Hinweis „
In der Zeit lassen sich viele Bedarfsbriefe finden, die überfrankiert und keine Mache sind“ werde ich künftig im Hinterkopf behalten. Er erklärt vieles, was ich sonst schnell falsch deuten würde.
Ich möchte dir nun ein Einschreiben zeigen:

Einschreibbrief mit britischer Militärzensur - Braunschweig → Neu-Isenburg 14.01.1946, Britische Zone → Amerikanische Zone
Frankatur: 82 Pf (AM-POST MiNr. 42, 24, 16)
Stempel: Aufgabe Braunschweig 14.01.46 / Ankunft Neu-Isenburg 02.02.46 (Laufzeit 19 Tage)
Einschreibzettel: „Braunschweig 1 / 745“
Zensur: Britische Militärzensur „MILITARY CENSORSHIP CIVIL MAILS 10915“, Verschlussstreifen „OPENED BY …“
Wenn ich mit den Portostufen nach den Angaben aus diesem Thread rechne, ergibt sich für den 14.01.1946 ein Sollporto von 12 Pf (Fernbrief bis 20 g) + 30 Pf (Einschreiben) = 42 Pf.
Damit wäre dieses Einschreiben mit seiner 82-Pf-Frankatur um 40 Pf überfrankiert.
Stimmt diese Portoberechnung, wog er etwa mehr als 20g? Denn dann hätte ich eine sichere Grundlage, um auch meine anderen AM-POST-Einschreiben aus dieser Zeit korrekt einzuordnen und die Frankaturen entsprechend zu beschreiben.
Viele Grüße und danke im voraus Post-Bote