Briefmarken Atteste

Thema:

Alliierte Besetzung Bizone AM Post Belege

volkimal Am: 30.01.2025 11:43:31 Gelesen: 3417 # 1
Hallo zusammen, für AM Post Belege gibt es bisher kein Thema. Daher ein neues Thema. Als erstes ein Brief von Floß nach Fürth vom 18.03.1946: Der Brief sieht für mich so aus, als ob er philatelistisch beinflusst ist. Eine Mischfankatur von AM Post und I. Kontrollratsausgabe mit zusätzlichem Stempel Gebühr bezahlt. Das Porto für einen Brief betrug 24 Pfg., die Einschreibegebühr 60 Pfg. Die Einschreibegebühr wurde mit dem Viererstreifen der AM Post-Marken abgedeckt. Es ist die 15 Pfg.-Marke des amerikanischen Drucks (MiNr. 8). Von den 24 Pfg. Briefporto wurden 20 Pfg. mit MiNr. 924 bezahlt. Die restlichen 4 Pfg. sind bar bezahlt worden. Der Ankunftsstempel vom Postamt Fürth 2 ist so schwach abgeschlagen, dass das Datum nicht richtig erkennbar ist. Man kann nur erkennen, dass die PLGZ nachträglich eingesetzt wurde. Es muss die (13a) sein. Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 30.01.2025 12:41:09 Gelesen: 3401 # 2
Hallo zusammen, gleich noch einen zweiten AM Post-Beleg vom 28.09.1946: Der Brieftext ist noch erhalten. Großvater schreibt an Willi Matzat: Lieber Willi! Du wirst Dich über diesen Brief bzw. Briefumschlag wundern. Aber ich hörte heute auf der Post, daß die M-Marken am 30.9. ihre Gültigkeit verlieren. Da klebte ich alles darauf, was ich zufällig noch hatte. Wenn Du Marken sammelst, wirst Du auch "Ganz-Sachen" sammeln... Die Information auf der Post war allerdings falsch. Die AM-Post Marken waren bis zum 31.10.46 gültig und wurden in der britischen Zone noch bis zum 7.11.46 geduldet. Den Brief hat Großvater mit 15 Marken zu 3 Pfg. und einer Marke zu 5 Pfg. frankiert. Insgesamt sind das 50 Pfg. Ein Brief der ersten Gewichtsstufe kostete => 24 Pfg. Damit ist der Brief um 26 Pfg. überfrankiert. Viele Grüße Volkmar
Baber Am: 30.01.2025 22:22:29 Gelesen: 3344 # 3
Ein Einschreibrief von Bremen nach Berlin, gelaufen am 15.5.1946 Amerikanischer Druck, frankiert mit 9 x Mi 5 und 6 x Mi 1, Gesamtfrankatur 84 Pfg Gruß Bernd
asmodeus Am: 31.01.2025 05:31:09 Gelesen: 3326 # 4
@ Baber [#3]

Die 3 Pfennig sind vom britischen Druck! Sie haben die enge Zähnung.
volkimal Am: 20.05.2025 14:49:02 Gelesen: 3168 # 5
Hallo zusammen, eine um 3 Pfg. überfrankierte Postkarte aus Bielstein vom 03.10.1946 ins benachbarte Krahm. Frankiert mit 15 Pfg. deutscher Druck. Der Stempel fehlt bisher in der Datenbank und der neben die Marke gesetzte Abschlag ist sehr klar. Viele Grüße Volkmar
spain01 Am: 20.05.2025 23:48:51 Gelesen: 3137 # 6
Hallo Allerseits, hier eine Mischfrankatur als portogerechtes Einschreiben mit All. Bes. MiNr. 918 und 925 sowie BiZone MiNr. 3z (2x), 9z und 24Cz: Gruß Michael
spain01 Am: 20.05.2025 23:53:54 Gelesen: 3136 # 7
Und hier noch eine portogerechte Mehrfachfrankatur der BiZone MiNr. 13: Gruß Michael
Briefuhu Am: 02.06.2025 11:06:45 Gelesen: 3005 # 8
Ein weiterer Brief mit einem Viererstreifen der Michel Nr. 13 vom 01.04.1946 von Hamm nach Hamburg. Benutzt wurde ein gebrauchter Umschlag von einem Brief vom 17.01.1945 der einfach überklebt wurde. Darunter noch eine 8 Pfennig Hitler. Schönen Gruß Sepp
Reini46 Am: 02.11.2025 15:56:29 Gelesen: 2468 # 9
Hallo, Brief vom 2.4.1946 aus dem Lager Hammerau nach Linz in Österreich. Frankiert ist der Brief mit 15 mal der 5 Pfennig amerikanischer Druck. Der Postverkehr nach Österreich wurde aus Deutschland am 1.4.1946 eröffnet, von Österreich nach Deutschland war der Postverkehr erst ab dem 17.4.1946 möglich. Dieser Brief blieb also in Österreich liegen und wurde erst nach dem 17.4. zugestellt. Grüße Reini46
Reini46 Am: 08.11.2025 17:11:29 Gelesen: 2398 # 10
Hallo, Brief vom 10.12.45 von Simbach am Inn nach Aschaffenburg. Das nötige Porto von 42 Pfennig wurde durch Briefmarken im Wert von 15 Pfennig sowie durch Barzahlung von 27 Pfennig entrichtet. Ich kann nicht glauben, daß damals die nötigen Marken nicht am Postamt vorrätig waren. Verständlich wird der Brief, wenn man auf den Absender schaut - Eduard Peschl. Der war ein großer Sammler (auch Prüfer ?) aus Passau, er war auch Brauereibesitzer. Warum wurde der Brief in Simbach aufgegeben - vielleicht hat Peschl nur dort einen Postler gefunden, der ihm diese Belege produziert hat. Brief 12 Pfennig, Einschreiben 30 Pfennig Grüße Reini46
Dieter 66 Am: 20.04.2026 12:17:20 Gelesen: 1677 # 11
Hallo, Aus einem Belegposten, ist mir diese Postkarte aufgefallen. AM Bizone 6 Pf. Rechtsseitig ist die Freimarke ungezähnt. Erst mal war ich skeptisch, viele ungezähnte Marken stellen sich meist als falsch heraus. Allerdings ist die Marke sogar breiter als die Vergleichsmarke. Gemessen 22,3 mm Wie seht ihr das, kann es sich tatsächlich um eine rechtsseitige, ungezähnte Marke handeln. Bei AM Marken bin ich raus, da dieses nicht mein Sammelgebiet ist. Wäre schön Eure Meinung zu hören. Beste Grüße Dieter.
Frankenjogger Am: 21.04.2026 16:40:59 Gelesen: 1584 # 12
@ Dieter 66 [#11] Der rechte Rand der Marke sieht farblich komisch aus, als wäre etwas unterlegt. Auch der Rand der Karte, mit Einriss oben und farbliche Abweichung sieht merkwürdig aus. Ist das eine ganze komplette Marke? Viele Grüße, Klemens
Dieter 66 Am: 21.04.2026 23:45:35 Gelesen: 1554 # 13
@ Frankenjogger [#12] Hallo Klemens, danke für dein Feedback. Eingerissen ist die Postkarte nicht. Es sieht eher nach ein Feuchtigkeitsschaden aus. Evtl. wurde die Karte leicht eingeknickt als diese feucht war. Die Marke weist an allen Kanten eine vollständige Verzahnung auf. Der Druck ist nicht symmetrisch. Linksseitig läuft das Druckbild in die Verzahnung. Evtl. hier noch besser zu sehen. Beste Grüße Dieter
Frankenjogger Am: 23.04.2026 13:55:21 Gelesen: 1433 # 14
@ Dieter 66 [#13] Es sieht immer noch etwas verwirrend aus. Ein Bild mit höherer Auflösung, auch von der Rückseite könnte evtl. mehr Aufschluss bringen. Viele Grüße, Klemens
Dieter 66 Am: 24.04.2026 11:31:45 Gelesen: 1377 # 15
@ Frankenjogger [#14] Hallo Klemens, habe jetzt mit 1200 dpi eingescannt sowie auch die Rückseite. Die Frage wäre, ob sich es lohnen würde die Postkarte einem Prüfer vorzustellen. Schönen Gruß Dieter
Frankenjogger Am: 24.04.2026 12:17:01 Gelesen: 1364 # 16
@ Dieter 66 [#15] Ja, jetzt ist es besser zu erkennen. Wir haben im Verein einen ausgewiesenen AM-Spezialisten. Ich frage ihn mal. Viele Grüße, Klemens
Dieter 66 Am: 12.08.2026 21:42:05 Gelesen: 763 # 17
Dieser Beleg scheint auf dem ersten Blick nichts Besonderes zu sein. Ein 12 Pfg. AM- Freimarke auf einen Ortsbrief und anscheinend überfrankiert. Da hätten doch 8 Pfg. ausgereicht. In diesem Fall allerdings nicht. In der RPD Hamburg gab es eine Besonderheit. In der Zeit vom 1.7.45 – 12.8.45 verfügte der Präsident der Reichspostdirektion des Bezirkes Hamburg (galt nur in den Hamburger Bezirken) mit dem Schreiben vom 10. Juli 1945 an alle Ämter und Amtsstellen des Bezirkes, dass auch im Ortsverkehr des zivilen Postdienstes Briefe bis 20 g eine Postgebühr von 12 Rpf. zu entrichten sind. Wobei es noch eine Verfügung vom 4.7.1945 gibt, in der noch von 8 Rpf. die Rede ist. Hier sei noch angemerkt, dass bereits im Vorfelde die Ämter telefonisch über die Änderung der Postgebühr informiert worden sind. Schriftlich allerdings erst später. So lassen sich tatsächlich, allerdings sehr selten, noch Ortsbriefe finden die nach dem 1.7.45 im Bezirk Hamburg mit 8 Rpf. freigemacht und unbeanstandet gelaufen sind. Es dauerte eben manchmal ein paar Tage bis alle Ämter die neuen Vorschriften verinnerlicht hatten. Gruß Dieter.
mumpipuck Am: 13.08.2026 01:05:18 Gelesen: 742 # 18
@ Dieter 66 [#17] Hallo Dieter, das ist eine sehr interessante Information, von der ich noch nie gehört habe. Danke! Burkhard
User #357456033 Am: 13.08.2026 12:00:16 Gelesen: 686 # 19
@ Dieter 66 [#17] Gute Info, danke dafür. Aus FFM - philatelistisch beeinflusster Beleg Frankfurt am Main → Neu‑Isenburg, 13.02.1946, Rückseite leer und noch verschlossen. Frankiert mit 45 Pf der AM‑POST‑Ausgabe (Amerikanischer Druck): MiNr. 2 (4 Pf), MiNr. 3 (5 Pf), MiNr. 4 (6 Pf), MiNr. 5 (8 Pf), MiNr. 6 (10 Pf) und MiNr. 7 (12 Pf) - Überfrankatur. Das korrekte Porto für einen Fernbrief bis 20 g im Februar 1946 betrug 24 Pf (vgl. Postgebührenübersicht, u. a. hier: rund‑um‑briefmarken.de ). Damit ergibt sich bei meinem Beleg eine Überfrankatur von 21 Pf.
Dieter 66 Am: 13.08.2026 17:09:35 Gelesen: 616 # 20
@ mumpipuck [#18] @ Post-Bote [#19] Erstmal vielen Dank für euer nettes feedback, gern geschehen. Am 5.7.45 wurde in Frankfurt am Main der private Postverkehr für PK´s eröffnet. Später dann auch für Briefe. Vor der Besatzung galt für Neu-Isenburg Ortsverkehr. Nach der Wiedereröffnung jedoch der Tarif für Fernverkehr, also für Briefe 12 Pf. Erst ab dem 1.3.1946 gab es die Portoerhöhung auf 24 Rpf. im Fernverkehr. 45 Pf. hätten für ein Einschreiben gereicht, (12 + 30) dann nur 3 Pf. zu viel Porto Gruß Dieter.
User #357456033 Am: 13.08.2026 17:56:17 Gelesen: 601 # 21
@ Dieter 66 [#20] Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung zur Frankfurter Tariflage nach der Wiedereröffnung - diese lokale Besonderheit war mir nicht bekannt. Dann lag das Sollporto meines Belegs also noch bei 12 Pf. Wieder etwas dazugelernt - danke für die hilfreiche Ergänzung! Ein weiterer AM‑POST‑Beleg aus FFM, auch dieser ist somit überfrankiert: Frankfurt (Main) → Neu‑Isenburg, 13.02.1946, Rückseite leer und noch verschlossen. Frankiert mit vier Marken aus dem linken oberen Bogenrand MiNr. 2 zu je 4 Pf der AM‑POST‑Ausgabe (Amerikanischer Druck), Gesamtfrankatur 16 Pf. Beste Grüße Post‑Bote
Dieter 66 Am: 14.08.2026 14:22:50 Gelesen: 495 # 22
@ Post-Bote [#21] In der Zeit lassen sich viele Bedarfsbriefe finden die überfrankiert und keine Mache sind. Hier zwei Beispiele. Fernbrief von Rotenburg (Fulda) nach Speyer-Dudenhofen. Nach der Portoerhöhung. 1 Pf. zu viel Porto. Dann nimmt man eben eine 25 Pf AM-Freimarke. Das Datum des Abgangsstempels ist der 02.3.46. Ein Tag nach der Portoerhöhung. Fernbrief von RHENA nach Speyer-Dudenhofen. Vor der Portoerhöhung. 3 Pf. zu viel Porto. Dann nimmt man eben eine 15 Pf AM-Freimarke. Das Datum des Abgangsstempels ist der 10.11.45. Gruß Dieter.
User #357456033 Am: 14.08.2026 17:50:05 Gelesen: 474 # 23
@ Dieter 66 [#22] Hallo, durch deine Angaben zu den damaligen Portostufen kann ich nun meine „normalen“ AM-POST-Bedarfsbelege aus 1945-1946 mit berechneter Frankatur besser einordnen und beschreiben - das hat mir wirklich sehr geholfen- danke! Besonders deinen Hinweis „ In der Zeit lassen sich viele Bedarfsbriefe finden, die überfrankiert und keine Mache sind“ werde ich künftig im Hinterkopf behalten. Er erklärt vieles, was ich sonst schnell falsch deuten würde. Ich möchte dir nun ein Einschreiben zeigen: Einschreibbrief mit britischer Militärzensur - Braunschweig → Neu-Isenburg 14.01.1946, Britische Zone → Amerikanische Zone Frankatur: 82 Pf (AM-POST MiNr. 42, 24, 16) Stempel: Aufgabe Braunschweig 14.01.46 / Ankunft Neu-Isenburg 02.02.46 (Laufzeit 19 Tage) Einschreibzettel: „Braunschweig 1 / 745“ Zensur: Britische Militärzensur „MILITARY CENSORSHIP CIVIL MAILS 10915“, Verschlussstreifen „OPENED BY …“ Wenn ich mit den Portostufen nach den Angaben aus diesem Thread rechne, ergibt sich für den 14.01.1946 ein Sollporto von 12 Pf (Fernbrief bis 20 g) + 30 Pf (Einschreiben) = 42 Pf. Damit wäre dieses Einschreiben mit seiner 82-Pf-Frankatur um 40 Pf überfrankiert. Stimmt diese Portoberechnung, wog er etwa mehr als 20g? Denn dann hätte ich eine sichere Grundlage, um auch meine anderen AM-POST-Einschreiben aus dieser Zeit korrekt einzuordnen und die Frankaturen entsprechend zu beschreiben. Viele Grüße und danke im voraus Post-Bote
Starrydog Am: 14.08.2026 19:19:31 Gelesen: 459 # 24
@ Post-Bote [#23] Dieser Brief wurde von der amerikanischen Zensurbehörde zensiert. Zensurstelle Offenbach (Main). Der Zensurstempel ist Typ A-1a und der Verschlusszettel ist Typ A-101. Grüße John
User #357456033 Am: 14.08.2026 19:38:03 Gelesen: 452 # 25
@ Starrydog [#24] Hallo, vielen, vielen Dank für die ausführliche Zensur‑Einordnung! Ich hatte dazu gar nicht gefragt, weil ich mir bei der Zensur recht sicher war - aber deine detaillierte Bestimmung der Zensurstelle Offenbach sowie der Stempel‑ und Verschlusszettel‑Type ist wirklich perfekt und eine wertvolle Ergänzung sowie Richtigstellung zu diesem Beleg. Das hilft mir sehr weiter und rundet die Beschreibung des Einschreibens sauber ab. Mal schauen was Dieter66 noch dazu sagen kann. Schönen Abend und beste Grüße Post‑Bote
Starrydog Am: 14.08.2026 19:42:11 Gelesen: 451 # 26
@ Post-Bote [#25] Freut mich, dass ich helfen konnte. Ich hoffe, mein Deutsch ist nicht allzu schlecht. Hallo Zusammen, 5 Pf Ganzsache um 9.3.46 versandt Neun Tage nach der Portoerhöhung . Keine Nachgebühr oder Strafgebühr (Duldung in der britischen Zone bis 9.3 [1]). Grüße John [1] AM Post 1945/1946. Marken, Besonderheiten, Verwendungen. Handbuch und Katalog. Wehner et al.
Dieter 66 Am: 14.08.2026 20:32:40 Gelesen: 433 # 27
@ Post-Bote [#25] Soweit ich mich erinnern kann, ansonsten muss ich das nochmal nachschlagen, wurde der Interzonenverkehr aus der britischen in die amerikanische Zone am 28.9.45 eröffnet. Mit deinen 42 Pf. liegst du genau richtig. Absender und Empfänger wurden mit Schreibmaschine geschrieben. Es ist kein Geschäftsbrief, welches ggf. die Verwendung einer Schreibmaschine noch erklären könnte. Die Freimarken wurden mittig, mit einem gleichen Abstand aufgeklebt. (Nicht rechts oben wie üblich). Es wurde darauf geachtet, ein sauberes Exemplar zu erstellen. Recht eindeutig für einen philatelistischen, beeinflussten Beleg. Du scheinst mehrere Belege mit dem gleichen Empfänger zu haben. Da bestand wohl eine Sammlerfreundschaft. Beste Grüße Dieter.
User #357456033 Am: 15.08.2026 11:13:21 Gelesen: 358 # 28
@ Starrydog [#26] Dein Deutsch ist absolut verständlich - und deine Beiträge sind eine sehr interessante Ergänzung zu den AM-POST-Belegen. Nochmals vielen Dank für die genaue Bestimmung der Zensur und auch für den Hinweis zur geduldeten Weiterverwendung der 5-Pf-Ganzsache (ein schönes Stück!) nach der Portoerhöhung und der bis zum 9.3.46 geltenden Duldungsregelung. Solche Details helfen sehr dabei, die damaligen Übergangsregelungen besser zu verstehen. @ Dieter 66 [#27] Vielen Dank für deine ausführliche Einschätzung und die Bestätigung des Sollportos von 42 Pf - das hilft mir bei der Einordnung meiner AM-POST-Einschreiben aus dieser Zeit sehr weiter. Deine Hinweise zur Schreibmaschine, zur sauberen Ausführung und zur mittigen Frankatur sind für mich besonders interessant. Dadurch wird die Entstehung und der Charakter dieser Belege deutlich nachvollziehbarer. Was die Empfängeradresse betrifft: Ja, ich habe tatsächlich eine ganze Reihe von AM‑POST‑Belegen, die im gegenseitigen Austausch zwischen denselben beiden Anschriften gelaufen sind. Es handelt sich vermutlich um eine Sammlerfreundschaft, die offenbar über längere Zeit bestanden hat - der Austausch lässt sich noch bis in die ersten Jahre der Bundesrepublik verfolgen. Danke dir nochmals für die hilfreiche und klare Einordnung! Schönes Wochenende und beste Grüße Post-Bote
Dieter 66 Am: 15.08.2026 16:14:20 Gelesen: 319 # 29
@ Starrydog [#26] Hallo John, du hast eine Ganzsache vorgestellt mit der Empfängeradresse Lütjenburg. Dieser Beleg würde gut in meine Heimatsammlung Lütjenburg passen. Wärst du ggf. bereit den Beleg abzugeben ? Ich bin übrigens auch Mitglied der Arge DeuNot. Du kannst mir auch gerne eine Mail zusenden. Beste Grüße Dieter.
User #336253058 Am: 23.08.2026 19:11:23 Gelesen: 532 # 30
Fehlverwendung und Irrtum vom Amt Die Höhe des Portos hätte bei dieser Ortspostkarte aus Wiesbaden gestimmt, nicht aber die Frankierung. Es scheint, dass den Postbeamten noch nicht klar war, dass Deutschland in Besatzungszonen zerteilt war, deren Markenausgaben untereinander nicht gültig waren. So haben sie anscheinend nicht gemerkt, dass die Thüringen-Ganzsache in Wiesbaden nicht gültig war.