Briefmarken Atteste

Thema:

Europa Marken Belege und Diskussionen rund um das Europa Marken

wajdz Am: 14.01.2025 19:01:42 Gelesen: 947 # 1
Redaktioneller Text: 10 Beiträge, die sich weit überwiegend aus Diskussionen im Thema "Europa Marken auf Belegen" fanden, nach hier redaktionell zur Diskussion mit Schwerpunkt Europa Marken ausgelagert Fernbrief D 8752 MAINASCHAFF – DDR 8019 DRESDEN , 28.5.90 - Bund Freimarken Sehenswürdigkeiten · MiNr 1448, 15.02.1990; Waagerechtes Paar aus Bogen - Ausgabe Europa-Marken – Postalische Einrichtungen · MiNr 1461, 1462, 03.05. 1990 Vermutlich Sammlerbrief, der Standardbrief in die SBZ und DDR galten als Inland, kostete lt. Gebührenheft (Stand 1. September 1989) 1,00 DM, die Postkarte 0,60 DM. MfG Jürgen -wajdz-
JanClauss Am: 15.01.2025 01:00:46 Gelesen: 919 # 2
Leider habe ich in dieser Rubrik ganz oberfächlich gezählt mindestens 20 Belege abgebildet gesehen, die keine Bedarfsbelege sind. In meiner 7-bändigen CEPT-Sammlung 1948-2000 habe ich stets auf den linken Borek-Vordruckseiten zwei-drei Bedarfsbelege drapiert (es dürften um die 1.000 Stück sein) und kann mittlerweile diese bestimmt von "gemachten" gut unterscheiden. Es ist ein Jammer, dass die Europathematik heute markttechnisch wie überflüssiges Bund-Berlin-DDR-Material beachtet wird (also gar nicht mehr!). Seit dem AFINSA-Kassettenskandal in Spanien - war das in den 1990-er Jahren? - ist diese Thematik zusammengebrochen und auf dem Nullpunkt angelandet. Nicht einmal echte Bedarfspost - als Neubonner seit 1985 habe ich viel Bedarfspost von hochrangigen Europäern aus deren Bundestagsbüros an Land gezogen - ist heute philatelistisch begehrt, weil das Thema insgesamt tot ist. Seit dem Tod des Gründers der ArGe Vereintes Europa, Friedrich Wilhelm Oetker aus Hannover - gibt es auf diesem Gebiet bis auf ein kleines Anhängsel bei der ArGe Jugoslawien auch keine Lobby mehr.
Quincy Am: 16.01.2025 10:40:28 Gelesen: 872 # 3
@ JanClauss [#2] Vieles spricht beim folgend abgebildeten Briefumschlag von Dún Laoghaire (County Dublin) nach Zittau, gestempelt am 29. April 1969 (1 Tag nach dem Ersttag), für einen echten Bedarfsbeleg. Die Frankatur, 1'9 Shillings (= 21 Pence), ist für einen irischen Luftpostbrief aus dieser Zeit portogerecht. Auch der damals sehr gebräuchliche Maschinenstempel mit dem Slogan "Prevent Forest Fires" (dt.: "Verhütet Waldbrände") spricht für echte Bedarfspost. Gruß Hans-Jürgen
wajdz Am: 16.01.2025 15:29:23 Gelesen: 833 # 4
@ JanClauss [#2] Lieber Freund · Besser machen ! In diesem Thema noch nicht einen Beleg eingestellt, und das läuft seit September 2020, aber auf eigene Fachkompetenz verweisen. Eine bildgestützter Vergleich, Bedarf – Mache, hätte vermutlich mehr zur Wertschätzung dieses Themas beigetragen als die Klage über mangelnde Begeisterung bei der Sammlern, sich mit Europaausgaben zu beschäftigen. Hier nun ein Brief aus einer Wühlkiste, Cypern – Nordirland mit AIR-MAIL AUFKLEBER, und sicherlich Bedarf mit der Ausgabe EUROPA/CEPT 1963 – Baum mit 19 Blättern, MiNr Cy 215, 28.01.1963, gestempelt NICOSIA , CYPERN 13.10.63 MfG Jürgen -wajdz-
JanClauss Am: 17.01.2025 01:09:35 Gelesen: 796 # 5
@ Quincy [#3] Hoffentlich lernen wir uns am 21.-23. März in Düren kennen. Dann können wir uns britisch, irisch, indisch und jugoslawisch austauschen. Dort treffen wieder Mitglieder der 5 ArGen FgGB, FAI, FGI, BPA und StGroepGB (NL) zusammen.
JanClauss Am: 17.01.2025 01:21:35 Gelesen: 791 # 6
@ wajdz Lieber Jürgen, so einen tollen Türkisch-Zypern-Beleg aus der Grabbelkiste zu kriegen, ist wirklich schon eine Höchstleitung, chapeau! Ich wollte nicht besserwisserisch durchscheinen, sondern nur meinen Frust darüber ablassen, dass sogar schöne Bedarfsbelege, wie Du ihn gerade zeigtest, vom Markt derzeit leider wenig wertgeschätzt werden, weil sich die ganz große Mehrheit der CEPT-Sammler nach der AFINSA-Affäre zurückgezogen haben. Seit Jahren gehe ich mit hunderten meiner CEPT-Dublettenbriefe von Großtauschtag zu Großtauschtag (incl. Sindelfingen, Ulm und Essen) und habe bisher leider noch keinen einzigen gefunden, der derartiges Material "appreciates". Vielleicht sollte ich Dir dieses Konvolut zusenden, aber wir kennen uns ja gar nicht - und Berlin ist weit.
JanClauss Am: 17.01.2025 09:29:37 Gelesen: 774 # 7
@ wajdz [#4] Nicosia ist natürlich nicht Türkisch-Zypern, da hatte ich mich verhauen, zumal die Insel 1963 ja noch gar nicht geteilt war. Aber wenn Du einmal dort hinfährst, ist es für einen Berliner ganz besonders interessant zu sehen, wie eine von UNO-Blauhelmsoldaten bewachte Demarkationslinie mitten durch die Stadt verläuft. Heute haben wir in Europa - seit/nach dem Berliner Mauerfall - drei postalisch geteilte bzw. "gedoppelte" Länder: -- Andorra: Spanische und Französische Post (es gibt keine eigene andorranische) -- Bosnien: Föderale Staatspost, Kroatische Post und noch dazu Post der Serbischen Republik (weltweit einziges mir bekanntes Land mit drei Postverwaltungen) -- Zypern: Zyprische und Türkische Post. Als eine weitere Besonderheit könnte man noch die Europäische Kulturhauptstadt Gorizia (Görz) in Italien nennen, deren Hauptbahnhof in einem anderen Land liegt, nämlich unter dem Namen Nova Gorica in Slowenien! Aus der Luft gesehen verläuft auch dort die Staatsgrenze mitten durch die Stadt.
JanClauss Am: 17.01.2025 09:55:37 Gelesen: 768 # 8
@ Seku Schöner Bedarfsbeleg (und dann noch Prio Post) vom 30.12.2024 mit uralter Nominale aus den 1950er Jahren! Wäre natürlich interessant zu erfahren, wie die Post die 15 Francs auf €uroanteile umrechnete und deshalb "15 F = 26-28" dazu schrieb. Aber diese Frage kann uns nur ein Frankreichsammler erklären, der uns jetzt womöglich einen Beleg mit drei verschiedenen Währungen präsentiert: Alte Francs, neue Francs, €uro - derartige Doppelmischfrankaturen soll es geben!
Seku Am: 17.01.2025 12:27:54 Gelesen: 736 # 9
@ JanClauss [#8] Zitat: Wäre natürlich interessant zu erfahren, wie die Post die 15 Francs auf €uroanteile umrechnete und deshalb "15 F = 26-28" dazu schrieb. Hallo Jan Ulrich, es war nicht die Post, sondern der Absender, der die Notiz machte: 15 F = 2 € 28 Gruß Günther
JanClauss Am: 17.01.2025 16:29:25 Gelesen: 711 # 10
@ Seku [#9] Danke, man lernt ja immer dazu. Wäre natürlich schön gewesen, wenn unsere DPAG (jetzt DPDHL) sich ebenfalls 2001 rechtzeitig auf die Lernfähigkeit ihrer Mitarbeitenden eingestellt hätte, dann gäb´s heut für die moderne Deutschlandphilatelie nicht die größte finanzielle Katastrophe seit Einführung des ersten Postwertzeichens 1849 - das sind jetzt immerhin 175 Jahre! Bund-Berlin-DDR sowie CEPT-Europa und Jugoslawien gehören aus deutscher und europäischer Sicht sicherlich zu den größten Wertverlierern in den letzten 2 Dutzend Jahren.