Briefmarken Atteste

Thema:

Österreich Hackato Crypto Stamps Sisi und Franz: Von einem Imperium zum Nächsten

Richard Am: 19.12.2024 09:24:21 Gelesen: 3118 # 1
Post Österreich HACKATAO x CRYPTO STAMP ART: Von einem Imperium zum Nächsten. Unter diesem Titel bietet die Österreichische Post vier neue Kryptobriefmarken an. Dabei steht quasi eine Art ideeles Heiligtum der jüngeren Österreichischen Geschichte im Zentrum: Das Kaiserpaar Sisi & Franz. Die Österreichische Post schreibt dazu: Die neue Crypto stamp art Kollektion in Kooperation mit Hackatao beinhaltet vier exklusive Crypto stamps. Jeweils zwei, die das Leben, und zwei, die den Tod des Kaiserpaares Sisi & Franz thematisieren. Jede Briefmarke wird durch ihren digitalen Zwilling auf der Blockchain ergänzt. Die animierten digitalen Versionen gibt es in verschiedenen Seltenheitsstufen. Jedes der vier Motive ist auf 2.500 Stück limitiert. Der Nominalwert beträgt 21,80 €. Ein Highlight dieser Edition ist die erstmalige Verwendung eines Soulbound Tokens, der als digitales Echtheitszertifikat dient und die physische und digitale Version der Briefmarken untrennbar verbindet. Dadurch ist ein Wallet-zu-Wallet-Transfer nicht möglich. Die digitale Crypto stamp befindet sich auf der Blockchain. (Text: Post Österreich) Sisi und Franz erfahren unter anderem bei den internationalen Streaming-Diensten eine Renaissance. Die Österreichische Post greift diesen Trend auf und setzt einen kritischen Gegenpool. Viele Philatelisten werden die Darstellung wahrscheinlich als eine Art Angriff auf die Hagiographi von Sisi und Franz ansehen, gleichzeitig dürften diese Darstellungen sicher den einen anderen Kunst- und NFT-begeisterten wirklich ansprechen. Was finden Sie? Mit dieser Darstellung sind Sisi und Franz aber ganz sicher in der modernen Pop-Kultur angekommen. #österreich #sisi #kaiserinsisi #kaiserfranzjosef #kundkmonarchie #popart #nft #cryptostamp #kryptomarke
Holo-Gert Am: 19.12.2024 12:05:51 Gelesen: 3060 # 2
Da bin selbst ich sprachlos, auf was die Österreichische Post jetzt gekommen ist. 2 Ausgabenserien gilt es zu unterscheiden. Erstens die crypto stamps seit der ersten Ausgabe 1.0 Einhorn 2019. Hier ist die Post inzwischen bei der 5.2 Drache angekommen. Zweitens die crypto stamp art-Serie seit 2023. Bei der ersten Ausgabe 2023 konnte man auf der Plattform tokapi.com 4 NFTs erwerben, die es virtuell in verschiedenen Häufigkeitsstufen gab. Dazu bekam man von der Post noch weitere Geschenke, vor allem die postgültige physische Special art stamp. Das ganze Geschäft war objektiv gesehen ein Reinfall. Von 2500 sogenannten "boxes" wurden nur 516 zum Preis von je 500 € verkauft. Die zweite Ausgabe 2024 bestand aus 3 Ausgaben von NFTs zu je 333 € und 3 Ausgaben zu je 666 €. Alles 6 Ausgaben sind trotz der geringen Auflage noch zu haben. Auch hier gab es dazu wieder weitere "Geschenke", vor allem wieder zwei physische Special art stamps. Jetzt ist man wohl noch schlauer geworden. Die neuen "Marken" sind primär wieder physische Produkte mit dem hohen Nennwert von 22,80 €. Allerdings zeigt erst wieder ihr "virtueller Zwilling", also der dazugehörige NFT, in welcher virtuellen Häufigkeit diese NFTs existieren. Dazu die Österreichische Post: "Die animierten digitalen Versionen gibt es in verschiedenen Seltenheitsstufen." Genaueres aber erfährt man nicht. tokapi.com ist inzwischen nicht mehr aufzurufen, man wird zu blever.xyz umgeleitet. Wer also in die Welt der NFTs einsteigen will, kann dann seine Marke in seine wallet einlesen. Wer nur Informationen erhalten will, kann nachforschen, wie viele dieser NFTs tatsächlich in den NFT-Marktplätzen, z.B. bei OpenSea angeboten oder gar gehandelt werden. Dieser Aufwand lohnt sich für mich aber nicht mehr, hier muss ich passen.
DL8AAM Am: 19.12.2024 15:51:24 Gelesen: 3011 # 3
@ Holo-Gert [#2]

Gibt es wenigstens denn nun für den Frankierwert der physischen Briefmarke in Höhe von € 21,80 eine reguläre postalische bzw. sinnvolle Verwendungsmöglichkeit? Ist das nun endlich wieder ein Postwertzeichen oder nur ein postalisch wertloser Zettel?
Holo-Gert Am: 22.12.2024 11:43:44 Gelesen: 2894 # 4
@ DL8AAM [#3] Das würde mich zwar wundern, ausgeschlossen ist es aber nicht. Aber da geht wohl selbst der größte Träumer nicht davon aus, dass sich wirklich jemand die Mühe macht ein entsprechendes Poststück zu versenden. Ich selbst besitze die Crypto stamp 1.0 Einhorn echt gelaufen an mich auf großem Brief und zwei Päckchen mit späteren crypto stamps, alles genau portogerecht. Das war es dann aber auch. Von den immer wieder erschienenen FDCs ohne postalische Verwendung halte ich persönlich gar nichts.
prinzlodi Am: 22.12.2024 13:31:25 Gelesen: 2865 # 5
@ DL8AAM [#3] 21,80 EUR kosten ein XL-Brief (Welt) in der Versandart ECO: XL-Brief darf bis zu 2 kg wiegen mit L + B + H <= 900 mm und größte Ausdehnung 500 mm Er unterscheidet sich vom L-Brief dadurch, dass der L-Brief nur bis zu 353×250×30 mm groß sein darf. Das heisst, für eine portogetrechte Versendung ist darauf zu achten, dass die Maße über der des L-Briefs liegen.
TeeKay Am: 22.12.2024 13:43:50 Gelesen: 2862 # 6
Mich wundert, dass die Post noch bei NFTs hängen geblieben ist. Kein Mensch interessiert sich mehr für NFTs. Die Crypto-Karawane zog längst weiter zu Shitcoins, die in weniger als einer halben Minute erstellt werden können, die eine durchschnittliche Lebensspanne von 78 Minuten haben, von denen schon 13 Mio erschaffen wurden, von denen täglich 40.000 bis 50.000 neue hinzu kommen und die eine kombinierte Marktkapitalisierung von 100 Milliarden Dollar haben. Was könnte motivierender sein, was könnte mehr Jungsammler anziehen, als die Adaption dieses Prinzips für Briefmarken? https://www.forbes.com/sites/ninabambysheva/2024/11/13/inside-the-wild-money-machine-fueling-cryptos-stupidest-bubble/
DL8AAM Am: 22.12.2024 17:11:08 Gelesen: 2829 # 7
@ prinzlodi [#5] Danke für die Info, zumindest könnte man diese Marke ja doch sinnvoll postalisch einsetzen, also doch ein Postwertzeichen. Ganz im Gegensatz zu einigen vorherigen Ausgaben. Dann wollen wir mal nicht streng sein. ;-)
Richard Am: 23.12.2024 00:52:31 Gelesen: 2771 # 8
@ Holo-Gert [#4] @ alle Ich habe noch keine Katalogisierung im Michel gesehen. Kann mir bitte jemand den Verkaufspreis (NICHT den Nennwert !) des kompletten Satzes nennen ? Ich möchte gerne den voraussichtlichen Michel-Wert errechnen. Schöne Grüsse, Frohes Fest, Richard
Holo-Gert Am: 28.12.2024 00:41:57 Gelesen: 2631 # 9
Also, nachdem ich mir nun eine Marke für 21,80 € geleistet habe, was auch der Nennwert der Marke ist, weiß ich nun immerhin, dass jede der 4 Marken mit Auflage 2500 Stück mehrere, vermutlich 5 virtuelle Seltenheitsstufen hat. Blau ( offiziell Donau-blau ) je 1303 Stück, grün ( offiziell Alpen-grün ) je 667 Stück, violett 333 Stück, ..... Die virtuell seltenste Farbe scheint rot zu sein ( offiziell Imperial-Rot ). Dann hatte ich ehrlich gesagt einfach keine Lust mehr auf noch mehr Recherche.
Holo-Gert Am: 31.12.2024 16:09:51 Gelesen: 2528 # 10
So langsam tröpfeln weitere Informationen ein. Vielen mag es langweilig, seltsam oder gar "wahnsinnig" erscheinen, ich gebe es hier trotzdem rein als Information wieder. Die Farben werden noch unterschieden, ob es Kaiser Franz Joseph oder Sisi (Sissi) betrifft: Farbe/ Auflage jeweils/ KFJ/ Sisi blau: 1303/ Marine-Blau/ Donau-Blau grün: 667/ Alpen-Grün/ Madeira-Grün violett: 333/ gold: 167/ Medaille-Gold/ ? rot: 25/ Königlich-Rot/ Flucht-Rot rot "glitch": 5/ Da wenden sich die "traditionellen" Sammler (zu Recht) mit Grausen ab.