Briefmarken Atteste

Thema:

Altdeutschland Baden Kreuzband bestimmen

letimbre Am: 05.10.2024 15:58:20 Gelesen: 3129 # 1
Oben rechts sieht es so aus, als ob ein Prüfer, mit Namen Sehm, diesen "Beleg" signiert hat. Er (der Beleg) ist leicht mit Falz auf ein Stück Papier befestigt und ist auch Rückseitig komplett. Meine Fragen: Was wurde mit einem Kreuzband befördert ? Gibt es einen anerkannten Prüfer mit Namen Sehm ? Ist dieser Beleg selten ? Kann man einen Preis hierfür ansetzen ? Vielen Dank im voraus für eventuelle Antworten ! Schöne Grüsse Dirk
bayern klassisch Am: 05.10.2024 17:07:46 Gelesen: 3111 # 2
@ letimbre [#2] Hallo, Rückseite ist blank, oder egal zu zeigen? Inhalt kann man nicht von vorne sehen. Ist er noch vorhanden? Der Empfänger hatte 16 Kreuzer zu bezahlen. Mit Kreuzband wurden üblicherweise Drucksachen verschickt, wofür es eine eigene, moderierte Taxe gab. Beste Grüsse von bayern klassisch
letimbre Am: 05.10.2024 17:27:16 Gelesen: 3093 # 3
@ bayern klassisch Vielen Dank für die Informationen. Rückseitig ist auch geschrieben und Vermerke. Sie ist ja eigentlich nicht egal zu zeigen, aber ich wollte dass Kreuzband nicht vom Papier lösen, um nicht eine eventuelle Prüfungssignatur zu zerstören. Selbige "Sehm" (?) hat ja dass Kreuzband mit seiner Signatur an dass Papier "gebunden". Der Inhalt ist nicht vorhanden.
bayern klassisch Am: 05.10.2024 18:01:23 Gelesen: 3077 # 4
@ letimbre [#3] Dann zeige doch einfach mal die Rückseite, was ich eh immer tun würde, wenn sie nicht gerade blank ist.
letimbre Am: 05.10.2024 18:37:11 Gelesen: 3067 # 5
@ bayern klassisch Vielleicht schreibe ich verkehrt. Ich habe das Kreuzband noch nicht vom unterliegenden Papier gelöst und kann daher die Rückseite nicht scannen. Ich bin genau derselben Meinung, dass eine Rückseite immer wichtig ist sobald sie nicht blank ist. Aber ich bin wirklich nervös, das Prüferzeichen zu "brechen". Gibt es deines Wissens einen Baden/Altdeutschland Prüfer mit Namen Sehm ?
Stefan Am: 05.10.2024 18:45:36 Gelesen: 3060 # 6
@ letimbre [#5] Gibt es deines Wissens einen Baden/Atdeutschland Prüfer mit Namen Sehm. ? Vielleicht Peter Sem (ohne "h"), BPP-Prüfer [1] für Bayern und Thurn & Taxis? Gut möglich, dass er gelegentlich (im Einzelfall) auch benachbarte Gebiete geprüft hat (dann allerdings ohne den Namenszusatz "BPP"). Gruß Stefan [1] https://www.bpp.de/briefmarkenpruefer/aktiv/peter-sem/
letimbre Am: 05.10.2024 18:52:58 Gelesen: 3055 # 7
@ Stefan Vielen Dank für die Information. Dass werde ich mal etwas näher untersuchen. Gruss Dirk
bayern klassisch Am: 05.10.2024 18:57:05 Gelesen: 3053 # 8
@ letimbre [#5] Das verstehe ich nicht - ein Scan der Rückseite zerstört doch nichts?
letimbre Am: 05.10.2024 19:06:39 Gelesen: 3045 # 9
@ bayern klassisch Nein, das ist völlig richtig. Aber das Kreuzband ist ja mit Falz auf dem grauen Papier befestigt und von dem Prüfer Sehm übergehend gestempelt worden. Wenn ich also dass Kreuzband löse, zerstöre ich damit den übergehenden Prüfstempel (falls dies überhaupt einer ist). Erster Schritt müsste sein, herauszufinden ob es einen Prüfer Sehm gibt (oder ob dies eine frühere schreibweise war vom Sem). Falls es kein Prüfer ist (sondern vielleicht einfach nur eine Sammlersignatur) würde ich natürlich gerne die Rückseite scannen und zeigen. Wie gesagt ist die Rückseite oftmals genauso wichtig wie die Vorderseite.
Richard Am: 05.10.2024 19:23:17 Gelesen: 3034 # 10
@ letimbre [#9] Woher hast Du diesen Beleg ? Grüsse, Richard
letimbre Am: 05.10.2024 19:35:41 Gelesen: 3023 # 11
@ Richard Von einem kleinen Tauschtag hier in einem Verein. Man braucht kein Mitglied zu sein, um vorbeizuschauen und ich fand ihn sehr interessant. So wie viele meiner Belege, die ich im Laufe der Jahre gesammelt habe. Eigentlich immer nur nach dem Aussehen und nicht so sehr nach bestimmten Gebieten. (Ohje :-( ) Grüsse, Dirk
Richard Am: 05.10.2024 20:39:44 Gelesen: 2990 # 12
@ letimbre [#3] Es gibt einen Prüfer, unser Mitglied Peter Sem (BPP) - ohne "h" -, dieser hat jedoch vermutlich kein Baden geprüft. In der Atteste Datenbank kannst Du Dir über 1.400 seiner Atteste und Befunde von ihm ansehen. Woher weisst Du, dass es sich um eine Prüfsignatur handelt ? Ist es vielleicht das Zeichen eines der vielen Besitzer ? Rätselraten ohne dass Du die Rückseite zeigst führt nicht weiter. Schliesslich gibt es noch jede Menge gefälschte Prüfzeichen. Merke: Nicht das Prüfzeichen muss echt sein, sondern die Marke oder der Beleg. Schöne Grüsse, Richard
Lars Boettger Am: 06.10.2024 00:28:56 Gelesen: 2961 # 13
@ Richard [#12]

Es gibt einen Prüfer, unser Mitglied Peter Sem (BPP) - ohne "h" -, dieser hat jedoch vermutlich kein Baden geprüft.

Hallo Richard,

Peter Sem ist nicht "Sehm". Peter Sem hat auch kein Baden geprüft. Er dürfte das in seiner Zeit als BPP-Prüfer nur, wenn das Prüfgebiet Baden nicht durch einen anderen BPP-Prüfer besetzt ist.

@ letimbre [#11]

Hallo Dirk,

"Sehm" ist nach Ansicht der Seite von Tobias Huylmans kein Prüfer [1]. "Sehm" ist als Prüfer auch auf der finnischen Internetseite für Briefmarkenprüfer unbekannt [2]. Jeder kann eine Signatur auf etwas anbringen, was ihm gehört. Von daher ist die Signatur mit hoher Sicherheit privat und damit eher wertmindernd, da sie ein ansonsten schönes Streifband vorderseitig "verunziert".

Beste Grüsse!

Lars

[1] https://briefmarken-pruefer.de/de/
[2] https://www.filatelia.fi/experts/namess.html
letimbre Am: 06.10.2024 16:36:23 Gelesen: 2858 # 14
@ lars Boettger

Hallo Lars, vielen Dank für die Mühe im Bezug auf die Person Sehm... !! Ich werde also die Rückseite scannen und hier zeigen. Es ist einfach manchmal ein Dschungel und ich habe schon Klassikmarken von Ausschnitten abgelösst, um nachher festzustellen, dass sie geprüft waren...(hinterher auf die Rückseite des Ausschnittes geguckt, man lernt nie aus). Daher meine Bedenken. Liegt schon viele Jahre zurück, hat sich aber in meinem Körper festgesetzt. ;-)

Hast du / haben Sie eine Idee im Bezug auf einen Preis ? oder ist es wie so oft, dass der Preis so hoch oder niedrig ist, wie ein Sammler bereit ist, dafür zu zahlen.

Beste Grüsse
Dirk


Martin de Matin Am: 06.10.2024 17:00:43 Gelesen: 2846 # 15
@ letimbre [#14] "Hast du / haben Sie eine Idee im Bezug auf einen Preis ?" Als Vergleich bei der 384. Auktion von Köhler wurde ein frankiertes Nachnahmekreuzband von Baden für 200 Euro angeboten, blieb aber unverkauft. Gruss Martin https://www.philasearch.com/de/i_9117_106750/10_Altdeutschland_Baden/35-A384-6526.html?set_sprache=de&set_auktionnr=10787&set_anbieter=35&treeparent=COSUBGRP-10280%2CCO-10&pictureview=gallery&postype=PH-aftersale&row_nr=14&breadcrumbId=1728226239.4755
letimbre Am: 06.10.2024 17:36:04 Gelesen: 2833 # 16
@ Martin de Matin [#15] Hallo Martin, vielen Dank für den Link. Als Ansatz ganz hilfreich. Das Kreuzband bei Köhler ist frankiert. Macht dass nicht einen sehr grossen Unterschied ? Ist sicher seltener, frankiert.
Lars Boettger Am: 06.10.2024 17:53:41 Gelesen: 2821 # 17
@ letimbre [#16] Das Kreuzband bei Köhler ist frankiert. Macht dass nicht einen sehr großen Unterschied ? Ist sicher seltener, frankiert. Hallo Dirk, das muss nicht sein. Dein Streifband ist nur für Briefmarken-Sammler uninteressant. Damit fällt ein grosser Teil der Käuferschaft weg. Ich würde es für 20-25 EUR anbieten und hoffen, dass es jemand mitnimmt. Beste Grüsse! Lars
letimbre Am: 06.10.2024 18:03:59 Gelesen: 2812 # 18
@ Lars Boettger [#17] Hallo Lars, da hast du natürlich recht. Die Käuferschaft ist sehr klein, glaube ich. Ich werde es probieren zu dem Preis. Vielleicht gibt es eine bessere Chance bei ebay oderso ? Beste Grüsse Dirk
bayern klassisch Am: 07.10.2024 09:31:33 Gelesen: 2707 # 19
@ letimbre [#18] Hinten steht, wenn man den Scan dreht: "Postgeld wegen einer Allgemeinen Forderung". Der Empfänger hatte 16 Kreuzer dafür zu bezahlen. Da Drucksachen frankiert werden mussten, um in den Genuß einer Portobegünstigung zu kommen, fällt diese Variante schon mal weg. Da es kein Retour-Vermerk gibt, jedenfalls ist für mich keiner ersichtlich, hat der Empfänger die mit Porto belastete Sendung angenommen. Demnach war sie taxiert worden, wie ein gewöhnlicher Brief. Der Vergleich mit einem frankierten Kreuzband hinkt in mehrfacher Hinsicht: 1. Eine entsprechende Sendung, um als Drucksache unter Kreuzband zu firmieren, wäre bar zu frankieren gewesen, ehe es Marken gab (1.5.1851). Das ist nicht der Fall. 2. Wäre ein markenfrankiertes Kreuzband viel mehr wert, als dieses. Wenn bei Köhler, dem größten Auktionshaus in Deutschland, ein solches schon nicht verkauft wurde, sagt das einiges aus. Eine Wertermittlung ergibt sich nur beim Verkauf über eine Plattform, da es für eine Auktion zu geringwertig ist. Ich würde als Ausruf 10 Euro ansetzen und schauen, was sich tut. Ein Scan von vorn und hinten ist notwendig und eine postgeschichtliche Erklärung natürlich auch, wie auch sinnvolle Stichworte in der Beschreibung und Überschrift anzugeben sind, wenn man sein Stück auf das Radar vieler Sammler bringen will. Liebe Grüsse von bayern klassisch
letimbre Am: 07.10.2024 21:11:17 Gelesen: 2633 # 20
@ bayern klassisch [#19] Vielen Dank für die vielen Informationen. Ich werde es mal bei einer Plattform versuchen. Und dann hier berichten, wie es sich entwickelt hat. Ich bin selber gespannt. Liebe Grüsse Dirk