Thema:
Tauschtage: Sind die Räume und die Tauschplätze künftig noch zu finanzieren ?
Am: 02.10.2024 15:47:21
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# 1
Gelsenkirchener Briefmarkenfreunde
Kein Großtauschtag zu Allerheiligen 2024 in Gelsenkirchen
Seit Jahrzehnten führen die „Gelsenkirchener Briefmarkenfreunde 1967 e. V.“ am 1. November einen Großtauschtag durch, der viele Sammlerinnen und Sammler aus ganz NRW und den angrenzenden Bundesländern in die Ruhrgebietsstadt zieht.
Doch am 1. November 2024 wird leider kein Großtauschtag stattfinden. Veranstaltungsleiter Matthias Leisner bedauert den Ausfall und erklärt die Hintergründe:
„2022 und 2023 hatten wir sehr erfolgreiche Tauschtage an unserem neuen Standort in Gelsenkirchen-Rotthausen. Der Zuspruch hat unsere Erwartungen beide Male übertroffen. Von den vielen Besucherinnen und Besuchern haben wir sehr positive Rückmeldungen erhalten und hätten gerne weiterhin dort unseren traditionsreichen Großtauschtag durchgeführt. Leider hat unser Vermieter, die Evangelische Emmaus Kirchengemeinde Gelsenkirchen, die Miete für den Saal drastisch erhöht und auch keine Gesprächsbereitschaft gezeigt, uns bei der Miete entgegenzukommen. Wir hätten Tischgebühren von mindestens 25 Euro nehmen müssen, nur um die Unkosten zu decken. Das können und wollen wir niemandem zumuten.“
Die „Gelsenkirchener Briefmarkenfreunde 1967 e. V.“ konzentrieren sich nun darauf neue Räumlichkeiten zu finden, um 2025 wieder einen Großtauschtag an Allerheiligen anbieten zu können. Sollte dies gelingen, werden der Termin und der Veranstaltungsort über die üblichen Kanäle sowie unsere Internetseite http://www.briefmarkenfreunde-ge.de rechtzeitig bekannt gegeben.
Am: 02.10.2024 20:25:40
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# 2
@ Richard [#1]
Keine so erfreuliche Nachricht, zumal der Grund für den Ausfall, - lese ich zwischen den Zeilen -, ganz und gar nicht an mangelndem Interesse von Briefmarkensammlern liegt, sondern an zu hohen Tisch- bzw. Standgebühren.
25,-- Euro sind beispielsweise für einen Flohmarktteilnehmer gar nicht so unüblich. Meistens wird nach Quadratmeter und Tiefe berechnet, ganz selten gibt es Pauschalpreise für einheitliche Plätze.
Im November beispielsweise findet in Basel eine Briefmarkenbörse statt, da kostet der günstigste Tisch 40 Schweizer Franken, ein 10-er Block 1.400 Franken.
Ich möchte die Evangelische Kirchengemeinde da nicht in Schutz nehmen, aber ich kann mir vorstellen, dass auch sie unter schwindenden Einnahmen leidet. Zudem geben wir doch für alles Mögliche Geld aus (eine 1-stündige medizinische Rückenmassage beispielsweise kostet bei uns ab 45,-- Euro), warum nicht mal auch für unser Hobby?
Liebe Grüße
10Parale
Am: 02.10.2024 21:12:29
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# 3
Hallo,
ja, das ist das Problem vieler Vereine.
Früher konnte man mit Tauschtagen die Vereinskasse füllen, heute kann man froh sein, wenn man auf Null rauskommt.
Seit die Kommunen Kostenrechnungen eingeführt haben, werden Raummieten immer teurer.
Das Ende vom Lied wird sein, dass kaum mehr jemand solche großen Räume mietet/mieten kann und die Kommunen haben dann noch weniger Einnahmen. Sie verstehen nicht, dass solche Veranstaltungen die Gemeinschaft in den Kommunen stärkt, und dass so etwas subventioniert werden sollte (meine Meinung).
Aber, wir sind halt ein kapitalistisches Land.
Viele Grüße,
Klemens