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Furtwängler Freistempel / "FRANKA" - Freistempler A

inflamicha Am: 20.01.2021 20:58:10 Gelesen: 2024999 # 1
Guten Abend, die Gebührenzettel sind zwar erst mal abgearbeitet, aber es gibt ja noch andere schöne Sachen. Im Jahre 1922 meldete die Firma "Uhrenfabrik vorm. L. Furtwängler Söhne AG" aus Furtwangen in Baden das Patent für einen "Wertstempelapparat für Postsendungen" an, im Februar/März des Jahres 1923 wurden die ersten Geräte aufgestellt. Bewährt haben sich diese Absenderfreistempelgeräte nicht, ein Grund wird die hohe Störanfälligkeit gewesen sein. Von den registrierten 20 Apparaten waren nur wenige für längere Zeit im Einsatz, meist durch Stillstandszeiten für nötige Reparaturen unterbrochen. Anfang November 1923 sind die letzten Geräte stillgesetzt worden. Schon damals wanderten solche Belege vorrangig im Papierkorb, weshalb die Anzahl der vorhandenen Stücke sehr gering ist. Der hier vorgestellte Faltbrief innerhalb Berlins stammt vom Landesfinanzamt Groß-Berlin: Am 25.5.1923 (PP 13) kostete der Brief innerorts 40 Mark Porto- hier dargestellt durch "040". Der verwendete Apparat ist bei Dürst unter A 5 registriert, der Wertrahmen zeigt das Muster A II. Der bisher registrierte Einsatzzeitraum reicht von Februar bis Juli 1923. Gruß Michael [Redaktionell kopiert am 06.02.2025 aus dem Thema "Deutsches Reich Inflationsbelege"]
inflamicha Am: 08.10.2023 22:01:43 Gelesen: 685409 # 2
Guten Abend, ein seltener Furtwängler-Absenderfreistempel: Die Firmenpostkarte der Chemiefabrik Carl Gentner Göppingen nach Stuttgart vom 3.8.1923 (PP 15) war mit 400 Mark freizumachen. Die Firma gehörte zu den wenigen Nutzern der neuartigen Firmenfreimpler der Firma Furtwängler. Diese Geräte waren sehr störanfällig und ihre Nutzungsdauer währte in einem Fall nur wenige Tage, die längste Einsatzzeit währte ca. 6 Monate. Durch ihre Größe kam es so wie hier teilweise zu undeutlichen Abschlägen, begünstigt durch die unten umgeklappte Schreibmaschinen-Postkarte und die dadurch bedingte unterschiedliche Höhe der zu bedruckenden Unterlage. Während der Stempelabdruck auf dem unteren Teil noch relativ kräftig ausfiel, ist der obere Stempelteil nur mehr oder weniger zu erahnen. Mit am besten ist noch der Schornsteinfeger als Markenzeichen der Firma Gentner zu erkennen. Gruß Michael [Redaktionell kopiert am 06.02.2025 aus dem Thema "Deutsches Reich Inflationsbelege"]
B.L. Am: 26.08.2024 11:01:09 Gelesen: 1832 # 3
Furtwängler Freistempel / "FRANKA" - Freistempler A Guten Tag, für meine Freistempelsammlung suche ich einen Abdruck der Furtwängler-Maschine 1923 (IPMSC A1) auf einem Poststück von guter Qualität. Vielen Dank für Ihre Vorschläge. Mit freundlichen Grüßen
Nordluchs Am: 26.08.2024 14:30:22 Gelesen: 1788 # 4
@ B.L. [#3] Hallo, meinen Sie den Furtwängler A 1 vom Reichstag? Da sieht es schlecht aus, da nicht benutzt. Es gibt wenige A 1 von Berlin Charlottenburg 2, Außenhandelsstelle für Maschinenbau, benutzt in der Zeit vom 11.07.-24.08. 1923! Aber überwiegend in bescheidener Qualität. Ist Ihnen das folgende Werk bekannt? Die aufgefunden Stempelglocke ist vom A 1. https://philaseiten.de/philabuch/show/283 Mit freundlichen Grüßen H.-J. Förster
Nordluchs Am: 27.08.2024 16:13:40 Gelesen: 1706 # 5
Hallo, an einem Beispiel sollte den Lesern schon gezeigt werden um was es sich hier handelt. Hannover ,1 Landesfinanzamt Hannover, Gerät A 7 - mit Handstempel vom 7.7.1923, Ex-Sammlung G. Eich (RIP). Die Versuchsgeräte besaßen keine eigenen Ortsstempel. Da in Furtwangen hergestellt, bürgerte sich der Begriff „Furtwängler“ ein, aber amtlicherseits wurde das Gerät mit "FRANKA" - Freistempler A betitelt. Viele Grüße Hajo
Nordluchs Am: 01.09.2024 16:20:24 Gelesen: 1617 # 6
Hallo zusammen, heute am sonnigen Sonntag am PC gesessen und "altes Zeug" in die richtigen Schubladen geschoben. Es ist zwar bewusst nur ein Ausschnitt aus einem Beleg, aber es ist der anfangs erwähnte A 1 aus der Stempelglocke des Versuchsfreistempler "A" für Berlin Charlottenburg. Berlin Charlottenburg, Außenhandelsstelle für Maschinenbau mit Gerät A 1, Wertrahmen B II und zugesetztem Handstempel vom 19.07.1923. Viele Grüße Hajo
B.L. Am: 16.09.2024 14:26:43 Gelesen: 1525 # 7
Guten Tag! Vielen Dank für Ihre Beiträge, aber ich bin immer noch auf der Suche nach einem Postdokument mit diesem "Freistempel". Wenn mir jemand ein solches Dokument verkaufen kann, natürlich zu einem vernünftigen Preis, wäre ich ihm sehr dankbar.
HWS-NRW Am: 11.11.2024 14:38:06 Gelesen: 1391 # 8
Hallo und einen guten Tag, nun ist er endlich "mein": Die Furtwängler-Maschinen besaßen 15 verschiedene Wertrahmenformen, hatten aber den Nachteil, dass man nur fünf Wertstufen einstellen konnte, ferner erfolgte der Abdruck der Stempel, die über ein Farbtuch erfolgten, überwiegend schwach, handschriftliche Wertangaben gibt es aus dem Zeitraum der Hochinflation. Drucksache zu 200 Mark mit Versuchsstempel der Uhrenfabrik Furtwängler vom 22. August 1923 (Portoperiode 15), hergestellt mit seitlicher Zählnummer, die nur bei den privat genutzten Absenderfreistempel-Maschinen zum Einsatz kam.
Nordluchs Am: 11.11.2024 19:16:23 Gelesen: 1347 # 9
@ HWS-NRW [#8] Hallo zusammen, Hallo Werner, Glückwunsch zum schönen neuen Beleg. Nachfolgend eine kleine Berichtigung. Eine Stempelglocke mit bis zu 4 ( also nicht 5) drehbar gelagerten Stempelträgern, jeweils verbunden mit einem speziellen Zählwerk, die für das Freistempelgerät mit der amtlichen Bezeichnung „FRANKA“ steht. Der alte Begriff Furtwängler bezieht sich auf den Ort. Hersteller war eine andere örtliche Firma. Siehe dazu auch den Beitrag: [#3] Durch Absenken des Antriebdornes konnte durch Drehen der Glocke eine zusätzliche Wertstufe in Kombination eingestellt werden. Beispiel nachfolgend. Das jeweils vorhandene Zählwerk zeigte das an dem Abdruck an. Sollten diese Stufen nicht mehr ausreichen, wurde bei Bedarf eine neue Stempelglocke in Auftrag gegeben. Die Versuchsgeräte wurden von der Reichspost mietweise überlassen! Durch die galoppierende Inflation hatten die Geräte eine kurze Verwendungszeit. Viele Grüße Hajo
HWS-NRW Am: 04.02.2025 19:17:58 Gelesen: 1193 # 10
Hallo in die Runde, heute kann ich einen zweiten Furtwängler-Beleg vorstellen: Auch diese Fernpostkarte mit handschriftlich eingetragener Wertstufe zu 30.000 Mark, versandt am 5. September 1923 in der Portoperiode 17, wurde von der Firma ULrich Gminder in Reutlingen aufgegeben, nebengesetzt ein Kreis-Stegstempel mit Segmenten. Mit leicht stolzgeschwellter Brust und Sammlergruß Werner