Briefmarken Atteste

Thema:

Der Michel Katalog - was mir nicht gefällt

Vernian Am: 18.08.2024 12:19:05 Gelesen: 8948 # 1
Die in den letzten Jahren getätigten Entscheidungen seitens MICHEL, was sie und was sie nicht katalogisieren bzw. wo, sind doch zunehmend befremdlich. Die in großer Stückzahl in Verkehr gelangte 010er - Dauerwert - Ausgabe wird nur im Spezial und nur als "Abart" gelistet. Diese neuen DPAG-Sondereditionen sollen ebenfalls nur im Spezial als Listung erwähnt werden, obgleich sie genau wie die "echten" Marken frankaturgültig und (zumindest Kaiser und Wacken) eine durchaus hohe Anzahl bereits in den Verkauf und Verbrauch gegangen ist (die Bilder und Berichte vom / über den Verkauf in Wacken haben mich sehr erstaunt). Ein Katalog soll doch u.a. auch das katalogisieren, was gesammelt wird. Und dass die 010er - "Abart" für einen modernen Deutschland-Sammler mindestens genauso von Interesse (oder sogar noch interessanter) ist wie eine BRD Nr. 255 K oder Nr. 310/1 b kann wohl niemand bestreiten. Und wenn zahllose Kaiser-Fans und Wacken-Besucher sich an diesen Ausgaben erfreuen und sie kaufen und als Porto verkleben und in alle Welt versenden, dann werden ebenfalls nicht wenige diese Ausgaben gerne in einem Katalog suchen und "bewertet" sehen wollen ... Derartige in großer Stückzahl verbreitete Briefmarken - ob es nun ein fehlerhafter Druck ist, oder nicht "hoheitlich-amtlich" herausgegebene, aber genehmigte, zulässige Postwertzeichen sind - werden Sammlern und Nicht-Sammlern auffallen (und möglicherweise sogar zum Sammeln animieren (kleiner Scherz am Rande), ;-) und ggf. in entsprechenden Katalogwerken gesucht werden, um sich über diese Marke / Ausgabe zu informieren. Wenn aber der "Normalo" darüber nichts findet, glaubt er entweder an einen Scherz oder eine Fälschung und verliert entweder das Interesse daran oder er ist dadurch erst recht angefixt und sucht weiter - und wird ggf. frustriert sein, weil er nichts dazu finden kann. Und hat MICHEL nicht auch lange Zeit (oder tut es noch immer?) die posteigenen Privat-Werbe-Ganzsachen katalogisiert? Die vermutlich nur von zwei, drei Handvoll Sammlern gesammelt werden dürften? Wie gesagt: Alles nicht nachvollziehbar. Ich bin der Ansicht, MICHEL sollte sich eingehendst überlegen, wofür sein Name und seine Katalogwerte eigentlich stehen, sich dabei auch durchaus einmal bei anderen Katalogherstellern im Ausland Anregungen holen (bspw. bei Yvert & Tellier in Frankreich), und lieber irgendwelche nur schwer erkennbaren Farbunterschiede wie bei der Nr. 310/1 aus dem Katalog streichen, dafür aber offenkundige Besonderheiten wie die 010er verzeichnen, und für diese "Sondereditionen" (oder wie bspw. für die österreichischen Dispenser-Marken) genauso wie für andere Unterkategorien (Zwangszuschlagsmarken, Automatenmarken, Dienstmarken, Nachportomarken, usw.) eigene neue Unterkategorien einführen - die dann eben nicht zur "Vollständigkeit" gehören, aber nachschlagbar (und bei Interesse sammelbar) (Katalog = Nachschlageverzeichnis) sind. Nehmen wir das Beispiel Yvert & Tellier: Hier werden zwar sogar Luftpostausgaben und Blöcke / Kleinbögen separat erfasst, während sie bei MICHEL in den normalen Jahrgängen verzeichnet sind (was ich jetzt nicht unbedingt für nachahmenswert erachte), aber bspw. die in Frankreich lange Zeit weit verbreiteten "Marken mit Vorausentwertung", die bei MICHEL unter den regulären Ausgaben verzeichnet werden, sind dort eine eigene Kategorie (die m. E. Sinn macht). Und von Beginn an wurden die "personalisierten" Marken, die fast immer auch mit einem durch die Post angebotenen Eigenmotiv verausgabt werden, in dieser Form in eigener Kategorie notiert. Ja selbst die Vignettenblöcke der C.N.E.P. (einer französischen philatelistischen Händler- und Prüfer - Vereinigung) werden als eigene Kategorie katalogisiert, obgleich diese keinerlei postalische oder Frankatur-Funktion haben. Sie werden / wurden aber offensichtlich in Frankreich so umfangreich gesammelt, dass sich der Kataloghersteller veranlasst sah, diese zu erfassen und zu bewerten. D.h. Y&T katalogisiert all das, was tatsächlich auf dem Sammlermarkt in Bezug auf "Philatelie" auch nachgefragt ist - und alles, was dabei nicht "regelkonforme Postausgaben" sind, wird separat erfasst und dargestellt. Der Begriff "Katalogisieren" und der daraus resultierende "Katalog" soll erfassen und listen, was für den jeweiligen Themenbereich und den daran Interessierten von Interesse ist. Dass man dabei definiert, was dazu gehört und was nicht, bestimmte Aspekte begrenzt oder ausgrenzt ist logisch und vernünftig. Diese Definitionen müssen aber fortlaufend überprüft und ggf. angepasst werden. Dass man in dieser Ein- und Ausgrenzung klar erkennbare und in hoher Stückzahl verbreitete, von gewissen definierten Normen abweichende, Ausgaben nur als Randnotiz in einen Spezialkatalog verbannt (höchstwahrscheinlich auch ohne Abbildungen), dies widerspricht doch geradezu eklatant dem Sinn und Zweck eines Katalogs !! ?? Was soll nun der Sammler oder ein (bislang) Nicht-Sammler, der, wenn ihm ein entsprechendes Marken-Produkt vorliegt, dieses in einem Katalog sucht und nicht findet, davon halten? Kurz: "Der Katalog ist Scheisse, da ist ja noch nicht mal meine Marke verzeichnet" = Keine gute Werbung für den Kataloghersteller. Dass Sammlerzahlen und damit die Philatelie seit langen Jahren auf einem recht kontinuierlich absteigendem Ast sind, ist ja immer wieder thematisiert. Dass MICHEL als Unternehmer dies seit genauso langer Zeit durch Anpassungen seines Angebots, seinen Definitionen für die Katalogisierung zu begegnen versucht, ebenfalls. Was bei MICHEL dabei ebenfalls seit langem auffällt, das ist eine gewisse Arroganz und Überheblichkeit als "DER" etablierteste Philatelie-Kataloghersteller Deutschlands und mit weltweitem Renommee, von der er nicht abkommt. Dabei scheint ihm die Bodenhaftung abhandengekommen zu sein. "Back to the roots" - Zurück zu den Wurzeln bedeutet da der Wunsch. Kataloghersteller = katalogisieren = erfassen. Erfassen, was für das Thema von Interesse ist. Selbstverständlich im Rahmen von Definitionen, was dazu gehört und was nicht. Aber dabei immer flexibel auf die Realitäten reagieren und nicht an Altem festhalten. Der Wacken-Käufer oder Empfänger will seine Erwerbung / Postsendung - Marke irgendwo nachschlagen können. Vernünftig und bildlich erfasst, möglichst "bewertet" - und nicht in Form eines sündhaft hochpreisigen Spezialverzeichnisses, von dem er vermutlich gar keine Kenntnis hat, dass es das gibt) Scheint man international übrigens genauso zu sehen - die "Sondereditionen" sind (wenn auch unvollständig bislang) bspw. bei "stampworld"(1) erfasst - als ganz "normale" Ausgabe. (1) https://www.stampworld.com/de/stamps/Germany/Postage%20stamps/2020-2024?year=2024 [Beitrag redaktionell kopiert aus dem Thema "DPAG Neue Briefmarken Kategorie "Sondereditionen", da es im Beitrag fast ausschliesslich um die Michel Kataloge geht. Überschrift anhand eines sinngemässen Zitats gewählt]
ArGe Baltikum Am: 18.08.2024 17:05:34 Gelesen: 8768 # 2
Vielleicht sollte das mal jemand den Juroren sagen, die Michel-Kataloge mit schöner Regelmässigkeit eine Punktzahl bei Literaturwettbewerben verpassen, die mit „Gold“ bezeichnet werden. Zum Thema „Bedeutung in der Philatelie“.
Henry Am: 18.08.2024 19:24:34 Gelesen: 8634 # 3
Jetzt möchte ich zu diesem Thema doch mal eine vielleicht ketzerische Meinung vortragen. Irgendwie ist es langsam unverständlich, was manche Sammler von einem Katalog erwarten. Eigentlich würde es doch völlig ausreichen, wenn im Katalog nur das erwähnt wird, was auf den Markt geworfen wird. Mit all den Angaben, die der jeweilige Herausgeber dazu veröffentlicht, aber ohne jede Bewertung. Der Handelswert ergibt sich einfach dadurch, dass der Interessent das Geld bietet, das er für das Handelsstück ausgeben will und der Händler sagt ja oder nein. Oder der Händler verlangt seine Vorstellung und der Kunde sagt ja oder nein. Für den Tausch gilt das Gleiche. Dieses Verfahren würde die Katalogherstellung um Vieles billiger machen und auf längere Sicht das tatsächliche Sammeln wieder hoffähiger machen. Der graue Handel hätte es schwerer, beim gewerblichen Handel würde sich sicher früher oder später eine allgemeine Konsolidierung herausbilden. Den Zutritt zu Sammlervereinen könnte es fördern, weil dort die marktgegebenen Informationen am ehesten zu erhalten wären. Im Ernst glaube ich allerdings nicht, dass eine solche Sichtweise viel Zustimmung erhalten wird. Mit philatelistischem Gruß Herny
nagel.d Am: 18.08.2024 20:03:50 Gelesen: 8593 # 4
@ Vernian [#1] Gibt es denn eine echte Alternative, gerade für deutsche Sammler, zu Michel?
Vernian Am: 18.08.2024 20:17:56 Gelesen: 8569 # 5
@ nagel.d [#4] Nein - aber deshalb kann dieser doch seine Qualität (die er unbestreitbar hat) verbessern, in dem er sich den Entwicklungen anpasst. Übrigens bin ich mit der von Richard gewählten Überschrift nicht glücklich - dies war in meinem Beitrag eine "in den Mund gelegte" denkbare Äußerung in der beschriebenen Situation eines Suchenden, spiegelt aber nicht meine grundsätzliche Meinung wider. So wird ein falscher Eindruck vermittelt.
Richard Am: 19.08.2024 18:00:59 Gelesen: 8336 # 6
@ nagel.d [#4] Was im Michel wirklich wichtig ist: Sammler in Deutschland und aller Welt erhalten mit dem Michel eine einheitliche Norm, in der (nahezu) alle Briefmarken und Ganzsachen weltweit eine einheitliche Referenz (Katalognummer) erhalten. Statt einer langen Beschreibung des Handelsgutes reicht die Referenznummer plus Zusatzangaben über die Erhaltung etc., damit beide wissen, über was sie sprechen oder schreiben. Michel-Nummern gehören nicht allen und auch nicht den Sammlern, sondern dem Entwickler der Nummern Systematik, vermutlich dem Schwaneberger Verlag oder einem dort bekannten Rechteinhaber. Nicht nur das. Gäbe es den Michel nicht mehr und würde niemand die Katalognummern aus der Vermögensmasse des Verlags kaufen, dürfte das System möglicherweise künftig nicht mehr verwendet, mit Sicherheit aber nicht fortentwickelt werden. Ich will den Teufel nicht an die berühmte Wand malen, aber ohne die Michel Nummern würde der Handel, die Auktionsfirmen und die Sammler, die mit Fehl- und Bestandslisten arbeiten, im Regen stehen. Schöne Grüsse, Richard
nagel.d Am: 19.08.2024 19:06:16 Gelesen: 8270 # 7
@ Richard [#6] Ich gebe dir in deiner Ausführung vollkommen recht. Schlecht ist Michel auch nicht, nur die Informationen darin lassen teilweise zu wünschen übrig und die Einteilung einiger Länder sind auch teilweise nicht nachvollziehbar bzw. Informationen teilweise fehlerhaft. Nur wenn man sich über den Michel beschwert, sollte man dann auch seine Ansicht teilen welche Alternative man sich vorstellt. Sicherlich man kann über die Wertfindung im Michel bzw. bei dem Schwaneberger Verlag diskutieren, hier habe ich schon mehrmals den Begriff "Schönrechnerei" bzw. "Reichrechnerrei" im Bezug auf Michelwerte gehört. Hier kann sich dann jeder sein eigenes Bild davon machen.
drmoeller_neuss Am: 20.08.2024 10:02:16 Gelesen: 8094 # 8
@ Richard [#6] Michel-Nummern gehören nicht allen und auch nicht den Sammlern, sondern dem Entwickler der Nummern Systematik, vermutlich dem Schwaneberger Verlag oder einem dort bekannten Rechteinhaber. Zumindest im modernen Bereich hat der BGH das verneint, weil die einfache Durchnummerierung von Neuerscheinungen nach Ausgabedatum keine besondere schöpferische Leistung darstellt. Das BGH-Urteil und die Fragestellung sind auf den Philaseiten bereits ausführlich diskutiert worden (Schwaneberger Verlag gegen Philotax). [1] Nicht nur das. Gäbe es den Michel nicht mehr und würde niemand die Katalognummern aus der Vermögensmasse des Verlags kaufen, dürfte das System möglicherweise künftig nicht mehr verwendet, mit Sicherheit aber nicht fortentwickelt werden. Die "Fortentwicklung" hält sich doch im engen Rahmen, und die Neuheitensammler sterben langsam, aber sicher aus. Alte Kataloge sind genügend auf dem Markt, so dass ich alle gebrauchten Michel-Kataloge, die älter als 10 Jahre sind, einfach entsorge, da sich bei einem zu erwartenden Erlös von ca. einem (!) Euro sich der Verkauf nicht lohnt. [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=5816&page=0
Richard Am: 21.08.2024 09:20:08 Gelesen: 7862 # 9
@ Vernian [#5] Nein - aber deshalb kann dieser doch seine Qualität (die er unbestreitbar hat) verbessern, in dem er sich den Entwicklungen anpasst. Der Verlag ist in erster Linie darauf bedacht, stets ausreichende Gewinne zu erzielen, um alle, die in aller Welt etwas mit der Herstellung der Verlagserzeugnisse zu tun haben, bezahlen zu können. Auch die Betriebsrenten nach der Pensionierung (deswegen kam die Bilanz des Verlags vor vielen Jahren in die roten Zahlen). Das erreicht er bei fallenden Zahlen der Sammler / Händler = potentielle Käufer: - durch Erhöhung der Katalogpreise - durch Einsparung von Personal- und Sachkosten - indem er Teile des Katalogs weglässt (z.B. "Jahrgangswerttabellen") - durch eine genaue Analyse, ob sich die Aufnahme neuer Gebiete (Wacken und Co., es gibt noch tausende von Sängern/Sängerinnen/Gruppen/Instrumentalisten und Orchestern, die eine Marke verdient haben) nicht die Kosten schneller erhöhen als die viel geringeren Einnahmen. Auch Mitarbeiter müssen für neue Arbeiten zur Verfügung stehen) - indem er Kataloge einstellt (Telefonkarten) oder in grösseren Zeitabständen herausgibt - und noch vieles mehr. Ich war 40 Jahre im von mir gegründeten Verlag tätig, riesige Verluste haben sich mit hohen Gewinnen abgelöst, es hat viel Spass gemacht, aber den Stress mit der Kalkulation möchte ich mir als Firmenchef nicht noch einmal antun. Meine Zeitschrift, gegründet 1972, hat bis heute (unter anderem Titel, aber ähnlichem Inhalt) überlebt. Schöne Grüsse, Richard
nagel.d Am: 24.08.2024 15:49:51 Gelesen: 7563 # 10
Wie in der neuen Briefmarkenrevue und der Deutschen Briefmarkenzeitung zu lesen ist, sollen die Marken aus Eigenproduktion mit Inschrift Deutsche Post (Wacken und Roland Kaiser als Beispiel) im "Michel Spezial" in einer Liste geführt werden ohne jedoch ohne eine eigene Nummer. Warum im Michel Spezial und nicht im im Anhang des normalen Michel? Die Frage kann man sich glaube ich selber beantworten.
Hornblower Am: 25.08.2024 12:33:29 Gelesen: 7349 # 11
Hallo zusammen,

wenn ich das Ganze richtig verstanden habe, bringt die Deutsche Post AG jetzt ihre eigenen "Briefmarken Individuell" heraus, wie das schon viele von uns sicher auch gemacht haben. Diese Marken katalogisiert MICHEL doch auch nicht, warum sollte er es also jetzt tun?

Die Deutsche Post AG ist rein rechtlich seit 1995 ein Privatpostunternehmen, wie die Mannheimer Morgenpost oder viele andere, nur eben größer. Daher gibt es ja auch keine Postämter mehr, sondern nur noch Filialen, wie bei REWE, ALDI o. ä.

MICHEL katalogisiert aber nur staatliche Marken, also die, die vom Finanzministerium als Behörde der Bundesrepublik Deutschland ausgegeben werden. Bei MICHEL lässt sich sicher manches kritisieren, aber dass man dieses Zeug nicht katalogisiert, kann ich persönlich durchaus nachvollziehen, zumal es auch vom Umfang her gar nicht möglich wäre. Ich habe meine Deutschland-Sammlung daher auch 1995 abgeschlossen.

Oder habe ich etwas übersehen und liege falsch?
Gruß
Michael
Richard Am: 25.08.2024 13:06:32 Gelesen: 7316 # 12
@ Hornblower [#11] Hallo Michael, ich sehe das anders. Beispiel: Liechtenstein (Basis Michel Spezial 2018/2019): Bis Seite 1319 (Mi.Nr. 1923) werden die Marken mit der Landesbezeichnung "Fürstentum Liechtenstein" September 2018 katalogisiert. Von Seite 326 bis 330 werden die "Offiziellen Kollektionsbögen" der Jahre 2013 bis 2018 katalogisiert. Insgesamt 10 Bögen mit je 10 verschiedenen = 100 Marken, die sowohl einzeln als auch pro Bogen mit Katalogpreisen zugeordnet und bewertet werden können. Die "Landesbezeichnung" ist hier mit "Liechtensteinische Post AG" angegeben und sie können genauso zur Frankatur verwendet werden die die "Fürstentum Liechtenstein". Im Vorwort schreibt Michel "Mit den Marken auf Privatbestellung ... Die Marken aus Kollektionsbögen tragen das Logo der Liechtensteinischen Post AG und unterscheiden sich so von den Marken auf Privatbestellung!. Ich selbst sehe, von geringen rechtlichen Unterschieden abgesehen, eine durchaus ähnlich Situation wie bei den Sondereditionen der Deutschen Post AG. Letztendlich geht es in Deutschland und anderen Ländern weitgehend ums Geld der Sammler. Und ich wage eine Prognose: Irgendwann, vielleicht in fünf Jahren, wird die Michel die Sondereditionen der Deutschen Post in die Kataloge aufnehmen oder gesonderte Kataloge veröffentlichen. Jeder darf jedoch gerne seine eigene Meinung dazu behalten. Allen einen schönen Sonntag, Richard
Hornblower Am: 25.08.2024 13:19:47 Gelesen: 7300 # 13
Hallo Richard, besten Dank für den Hinweis auf Liechtenstein, denn das war mir nicht bekannt. Das ist in der Tat dann allerdings unlogisch und ein Kritikpunkt an MICHEL. Hier hätte ich ein konsequentes Vorgehen erwartet. Aber wie gesagt - mir ist es eigentlich egal, da ich diese Sachen ohnehin nicht kaufe bzw. sammle. In meinen Augen wird damit lediglich versucht, die Quartalsergebnisse zu erhöhen. Ob das auf Dauer funktioniert, weiß ich nicht, glaube es aber nicht. Vielleicht sollte die Deutsche Post AG weniger BWL-Studenten, dafür aber mal einen erfahrenen Philatelisten einstellen. (Sarkasmus aus!). Gruß Michael
Henry Am: 26.08.2024 10:01:29 Gelesen: 7097 # 14
@ Hornblower [#11] Hallo Michael, nein, das sind keine "Briefmarken individuell", auch wenn sie so aussehen. Diese tragen nämlich genau diese Bezeichnung und die Auflage hängt von der individuell getätigten Bestellmenge ab. Die neuen Ausgaben tragen offiziell die Bezeichnung "Deutsche Post" und werden nur von der Deutschen Post als "Sondereditionen" zu bestimmten Anlässen in festgelegter Auflagehöhe herausgegeben. Mir geht es nur darum, die Begriffe richtig zu verwenden, weil es feine, aber wichtige Unterscheidungen sind bei der philatelistischen Aufarbeitung. Mit philatelistischem Gruß Herny
Hornblower Am: 26.08.2024 11:16:38 Gelesen: 7046 # 15
@ Henry [#14] Hallo Henry, besten Dank für diese Klarstellung, die natürlich richtig ist. Ich hatte diesen kleinen, aber feinen Unterschied übersehen. Trotzdem bleiben es für mich rein rechtlich betrachtet aber immer noch Privatpostmarken. Kann man, muss man aber nicht erwerben. Ich würde, wenn ich noch Neuheiten sammeln würde, ein paar Belegstücke erwerben und gut wäre es. Aber wie gesagt, das ist meine Ansicht, die man nicht teilen muss. Das, was heute als Philatelie veranstaltet und angeboten wird, ist nicht mehr meine Welt. Lindenberg würde sich glaube ich im Grabe umdrehen, wenn es noch existieren würde. Gruß Michael
Vernian Am: 26.08.2024 11:27:14 Gelesen: 7034 # 16
@ Hornblower [#15] da solltest Du Dir auch mal die entsprechende Diskussion zu ansehen: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=19520 Best Vernian
Hornblower Am: 26.08.2024 12:15:26 Gelesen: 6993 # 17
@ Vernian [#16] Hallo Vernian, besten Dank für den Link, ich habe (wenn auch nicht alle) Beiträge zumindest überflogen. Alles in allem hat mich die Diskussion um diese Dinger (ob Privatpost oder nicht, für mich sind es Privatpostmarken und ich bin da wohl nicht allein) zumindest belehrt, dass ich vor knapp 30 Jahren alles richtig gemacht habe, als ich mit den Neuheiten aufgehört habe. Man nenne mich ruhig altmodisch, aber bei Altdeutschland oder Deutsches Reich fühle ich mich besser aufgehoben, als bei so etwas. Aber wie gesagt, meine Ansicht. Nochmals Danke und Gruß Michael
Richard Am: 26.08.2024 12:25:05 Gelesen: 6985 # 18
@ alle Bitte zum Thema "Michel Katalog" zurückkommen. Die bisherige Überschrift "Der Michel Katalog ist Sch. - ich bin unzufrieden" habe ich in eine freundlichere Schreibweise geändert. Schöne Grüsse, Richard
HWS-NRW Am: 26.08.2024 15:56:14 Gelesen: 6871 # 19
@ Richard [#18] Hallo Richard, DANKE für die Text-Änderung dieses Threads. Wir sollten grundsätzlich dankbar sein, dass es die MICHEL-Kataloge gibt und wem sie nicht gefallen, der muss sie ja nicht kaufen. Und zu meckern haben immer irgend welche Sammler, das war so und es wird immer so sein. Euch Beiden ein lieber Sammlergruß Werner
bayern klassisch Am: 05.09.2024 10:44:31 Gelesen: 6547 # 20
Liebe Gemeinde, da mein neuester Michel-Spezial von 2017 datiert, mag es sein, dass sich zwischenzeitlich hier etwas geändert hat, aber ich bin mir nicht sicher, weil vorgeschlagene und bewiesene Datierungen von der Michel-Redation nicht als geändert bzw. nicht geändert rückgemeldet werden. Hier 2 Beispiele mit Originalquelle, also dem K. B. Verordnungs- und Anzeigeblatt: Damit bestätigte die bayerische Postverwaltung die Ausgabe der 1 Kreuzer und 3 Kreuzer Portomarken am 31.3.1871, wobei zu sagen ist, dass diese Einzelverordnung erst in dem Verordnungs-Blatt am 3.4.1871 publiziert wurde. Ab diesem Datum wurden die VO-Blätter den Poststellen zugesendet, was i. d. R. damals 1-2 Tage dauerte und erst dann konnten die Poststellen diese Marken in benötigten Quantitäten anfordern, hierfür Bestellzettel ausfüllen, diese an ihr vorgesetztes Bezirksamt schicken, wo man die Bestellungen entgegen nahm, die benötigten Portomarken eintütete und gegen Lieferschein den Poststellen zusandte. Man darf also annehmen, dass es frühe Verwendungen um den 7. oder 8. April 1871 geben könnte, wobei ich selbst aus dem April 1871 noch nie eine gesehen habe. Michel gibt als Ersttag für die Porto Nr. 2 den 1.4.1871 an, was falsch ist, wie ich oben bewiesen habe, aber bei der Porto Nr. 3 kommt er gar auf den 1.7.1870, was noch mehr falsch ist, da ab dem 1.7.1870 nur die gezähnten FREIMARKEN an die Schalter kamen, nicht aber die Porto Nr. 3, von der erst im April 1871 die Rede sein wird. Sollte wider Erwarten der 1.7.1871 gemeint gewesen sein, wäre auch das natürlich falsch, weil zu diesem Zeitpunkt überhaupt keine neue Bayernmarke an die Schalter kam, weder als Frei-, noch als Portomarke getarnt. Liebe Grüsse von bayern klassisch
opti53 Am: 05.09.2024 13:38:16 Gelesen: 6455 # 21
@ bayern klassisch [#20] Hallo, wenn das Thema so eindeutig ist, gehört es eindeutig in die Rubrik "Änderungsbedarf im Deutschland Spezial", oder? Viele Grüße Thomas
bayern klassisch Am: 05.09.2024 14:00:08 Gelesen: 6426 # 22
@ opti53 [#21] Ich kenne leider nicht alle Threads hier, aber du darfst das gerne kopieren, wo es am besten hinein passt. Liebe Grüsse von bayern klassisch
alemannia Am: 05.09.2024 14:02:00 Gelesen: 6423 # 23
@ bayern klassisch [#20]

Hallo,

inwieweit eine Änderung im Spezial,Band 1 nach 2017 erfolgte, dürfte doch festzustellen sein, da hier Mitlesende sicherlich im Besitz einer neueren Ausgabe sind.

In meiner Arge (Alliierter Kontrollrat) haben wir einen Forschungsbeirat, der u.a. für die Vorbereitung, Abstimmung und Entscheidung der an die Michel-Redaktion zu meldenen Änderungen und Ergänzungen zuständig ist. Mitglied im Forschungsbeirat ist auch der/die zuständige Redakteur/in der MICHEL-Redaktion.

Gibt es eine solche Arbeitsgruppe in der Arge Bayern klassisch nicht? Die Michel-Redaktion geht bei Änderungsvorschlägen sicherlich lieber über die "Fach-Arge".

Für mich ist das verständlich.

Gruß
Guntram
bayern klassisch Am: 05.09.2024 14:16:53 Gelesen: 6401 # 24
@ alemannia [#23] Hallo Guntram, es gibt so etwas bei der ARGE Bayern nicht, weil es niemanden beim Michel gibt, der darauf reagieren würde. Für Bayernsammler und Forscher ist der Michel Kinderkram, auf den einzugehen kaum lohnt. Der Michel ändert nur seine Fehler, wenn ein BPP diese kommuniziert. Bei Bayern ist das Herr Sem. In wieweit eine der beiden Seiten (Michel und Herr Sem) ein wirkliches Interesse hat, falsche Behauptungen zu korrigieren, ist für mich nicht ersichtlich. Herr Sem gibt bzw. gab eigene Kataloge heraus, so dass ihn nicht interessiert(e), was im Michel steht und stand und der Michel hält sich an der Person BPP fest, weil er fachlich von keinem Sammelgebiet irgend etwas versteht. Originalquellen, wie von mir Gescannte, werden ob ihres etwas anspruchvolleren, zeitgenössischen Inhalts nicht verstanden. Somit bleibt alles beim Alten und die Kataloge verkaufen sich auch so scheinbar gut genug. Der Michel ist heute unter den avancierten Sammlern keine Grundlage mehr, oder, um es etwas härter zu formulieren: Was der Michel druckt ist fachlich eher unten, als oben; es interessiert einfach keinen mehr. Nur weiß der Michel das nicht, weil er nur Output kennt und kaum Input. Aber schön, wenn es noch Leute gibt, die einen philatelistischen Output generieren. Liebe Grüsse, Ralph
alemannia Am: 05.09.2024 14:31:17 Gelesen: 6392 # 25
Hallo Ralph, sorry, habe ich in meinem Beitrag leider nicht erwähnt: Im Forschungsbeirat meiner Arge ist auch der zuständige BPP-Prüfer. Gruß Guntram
bayern klassisch Am: 05.09.2024 14:45:40 Gelesen: 6376 # 26
@ alemannia [#25] Bei unserer ARGE ist Herr Sem auch seit ewigen Zeiten Mitglied, aber das ändert nichts an meiner Aussage. Man muss halt wollen wollen. Liebe Grüsse, Ralph
bedaposablu Am: 05.09.2024 17:54:34 Gelesen: 6289 # 27
Hallo miteinander! Was mich schon lange am Michel stört, ist der große Umfang zu fast 100 Euro! Warum gibt Michel nicht einen separaten Katalog SBZ mit DDR und einen mit Bund heraus. Wer DDR sammelt braucht nicht alles aus den Bund 2000-er. Das macht auch die Preise angenehmer und die jeweiligen Kataloge müssen auch nicht jedes Jahr neu herausgegeben werden, können aber spezieller werden. Vielleicht sollte Michel auch einen Bund-Schnitt mit dem Jahr 2000 machen und alles andere in einen neuen Katalog. Ein Deutschland Spezialkatalog sollte eigentlich fast alles aufnehmen, egal ob mit oder ohne Preise oder nur mit Texthinweis, auf Druckzufälligkeiten sollte verzichtet werden bzw. ein separater Katalog erscheinen. Bestes Beispiel für einen guten Katalog war der "DDR-Spezial". Ja, ja , der Schwaneberger Verlag will den Sammler maximal abschöpfen und merkt nicht, daß er auf dem Ast sitzt an dem gesägt wird. Aber sollte man den Sammler nicht bei guter Laune durch Inhalt und Preis halten, als maximal auszuquetschen? Junge Sammler mit wenig Geld macht man gleich platt und schreckt sie von der Philatelie ab. Eine Katastrophe sind für mich auch die Briefkataloge bzw. -bewertungen. Kein Hinweis auf seltene Portostufen etc. Viel Geld für wenig Leistung! Dies sind nur von mir ein paar Gedanken zum Michel-Deutschland-Band 2. Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
22028 Am: 05.09.2024 18:08:02 Gelesen: 6277 # 28
@ bedaposablu [#27] Es gab doch schon mal die Individualkataloge, zum anderen wie ausquetschen, abschöpfen enthalte ich mich mal, ich denke aber Du kennst die Preissteigerungen, Lohnerhöhungen etc. der letzten Jahre. Wodurch werden die Druckkosten eines Buches hauptsächlich verursacht? Gibt es Chancen, dass die Buchpreise sinken? Der Hauptgrund für die in den letzten Jahren gestiegenen Buchpreise sind die steigenden Produktions- und Transportkosten . Der Preis für Papierzellstoff ist in den letzten drei Jahren jedes Jahr um über 20 % gestiegen.
Lars Boettger Am: 05.09.2024 19:50:59 Gelesen: 6224 # 29
@ bayern klassisch [#24] Lieber Ralph, wenn ich mir das Folgende unter der Brille "wie generiere ich philatelistischen Nachwuchs" ansehe, dann kann empfinde ich das als "Anti-Werbung" für unser Hobby: Der Michel ist heute unter den avancierten Sammlern keine Grundlage mehr, oder, um es etwas härter zu formulieren: Was der Michel druckt ist fachlich eher unten, als oben; es interessiert einfach keine mehr. Nur weiß der Michel das nicht, weil er nur Output kennt und kaum Input (aber schön, wenn es noch Leute gibt, die einen phil. Output generieren). Wie liest so etwas ein hoffnungsfroher Neueinsteiger: "Die Michel-Kataloge taugen nix, die ändern nix. Die 'wahren' Sammler wollen nicht, dass etwas besser wird und behalten ihr Wissen für sich". Und das finde ich ausgesprochen schade. In Deutschland wird jeder mit dem Michel-Katalogen des Schwaneberger Verlages "sozialisiert". Sie sind eine gute Grundlage für den Anfänger und den Allgemein-Sammler. Spezialisten wie Du haben die Aufgabe, über ihren Prüfer die Michel-Kataloge inhaltlich zu verbesseren. Wenn wir es nicht machen, dann macht es keiner. Und wenn ich will, dass mir jemand meine Sammlung noch einmal abkauft, dann brauchen wir jetzt Nachwuchs. Beste Grüsse! Lars
johanneshoffner Am: 05.09.2024 20:14:37 Gelesen: 6198 # 30
@ Lars Boettger [#29] Lieber Lars, besten Dank für Deine ausführliches und richtiges Statement. Ich bin sehr froh, dass es die Michelkataloge gibt, sie stellen eine Fülle von Informationen bereit. Wir spezialisierten Sammler sind dafür verantwortlich, dass neues Wissen generiert wird und wir können der Michelredaktion Verbesserungsvorschläge machen, die dann auch meist umgesetzt werden. Wer ihn nicht haben will, braucht ihn ja nicht zu kaufen. Viele Grüsse, Johannes
Stefan Am: 05.09.2024 20:31:12 Gelesen: 6174 # 31
@ bedaposablu [#27] Vielleicht sollte Michel auch einen Bund-Schnitt mit dem Jahr 2000 machen und alles andere in einen neuen Katalog. Ich würde den Schnitt eher zum 01.01.2002 ab Einführung des Euro als Bargeld setzen, aber sonst: ja, ein dritter Katalogband wird sich irgendwann (bereits demnächst?) sicherlich nicht vermeiden lassen. Ein Deutschland Spezialkatalog sollte eigentlich fast alles aufnehmen, egal ob mit oder ohne Preise oder nur mit Texthinweis, auf Druckzufälligkeiten sollte verzichtet werden bzw. ein separater Katalog erscheinen. Eigentlich macht der Michel Deutschland Spezial seit Jahren bereits genau das, was du da beschreibst. Druckzufälligkeiten sollten mittlerweile i.d.R. nicht mehr im Katalog zu finden sein (Pseudoplattenfehler, Doppel- und Dreifachdrucke von Marken im Offsetdruckverfahren von Bund/Berlin, ...). Für Druckzufälligkeiten gab es von Michel früher einmal einen eigenen Katalog. Gruß Stefan
nagel.d Am: 05.09.2024 20:36:33 Gelesen: 6167 # 32
Der Informationsgehalt des Michel geht teiwelse so am Sammler vorbei, daß man sich manchmal wundert, daß es den Michel überhaupt noch gibt. Aber trotzdem gibt es immer noch Sammler die beharrlich an Michel fest halten und wenn man sie mit den anderen Katalogen konfrontiert wollen sie von den Inhalten dieser Katalogen nichts wissen und behaupten dann noch: "Steht nicht im Michel und in den Michel-Rundschauen" also ist alles was andere Kataloge schreiben "Fakenews" wie es so schön auf neudeutsch heißt. Selbige Sammler rechnen dann ihre Sammlung noch nach Michel schön und teuer.
Frankenjogger Am: 05.09.2024 20:41:33 Gelesen: 6160 # 33
@ Lars Boettger [#29] "Spezialisten wie Du haben die Aufgabe, über ihren Prüfer die Michel-Kataloge inhaltlich zu verbesseren." Dem muss ich leider deutlich widersprechen. Wenn Michel eine Verbesserung seiner Waren will, dann ist es deren Aufgabe, sich um die Aktualität seiner Ware zu bemühen und nicht die der Spezialisten, ihre Erkenntnisse an Michel heranzutragen und um Gnade zu bitten, dass diese angenommen werden. Michel ist aus meiner Sicht, was die Wertdarstellung angeht, ein Katalog für den Handel, nicht für die Sammler. Seit Jahr(zehnt)en werden die realen Preise bei Michel nicht mehr richtig abgebildet. Im realen Handel reduzieren sich ständig die Preise, bei Ebay, auch bei Tauschtagen, ist man mittlerweile bei 10 % Michel oder darunter für Standard-Ware. Das zeigt sich dann auch bei Erben, wenn sie mit Phantasievorstellungen an Werten hoffnungslos enttäuscht werden. Ich könnte noch weiter ausholen, aber es bringt nichts. Michel-Kataloge sind ein gutes Nachschlagewerk für Briefmarken-Sammler, zur wirklichen Wertermittlung taugen sie aus meiner Sicht leider nicht mehr. Für Philatelisten sind sie leider (meist) untauglich, da das Wissen mittlerweile wohl meist Jahr(zehnt)e hinterher hinkt. Für Philatelisten ist die spezielle Literatur einfach unabdingbar. Es muss aber auch nicht alles im Michel stehen. @ bedaposablu [#27] "Warum gibt Michel nicht einen separaten Katalog SBZ mit DDR und einen mit Bund heraus. Wer DDR sammelt braucht nicht alles aus den Bund 2000er." Weil es dafür meist spezielle Literatur von ARGE'n gibt, die besser ist. Man braucht die auch nicht zyklisch neu zu kaufen, weil man irgendwann selbst ein Gespür für den Wert der jeweiligen Stück bekommt. Ich habe das Gefühl, dass die bei Michel die eierlegende Wollmilchsau gerne hätten, den Aufwand dafür aber nicht leisten können. Es wird aber offeriert, dass sie das breitbandige Wissen hätten und mittlerweile entsprechend hohe Preise fordern. Ich glaube, auf Dauer geht das schief. Mein Wort zum Freitag, Klemens
bovi11 Am: 05.09.2024 20:50:57 Gelesen: 6146 # 34
Ich stimme Lars und Johannes und denen zu, die im MICHEL die Grundlage für jedes Sammeln von Briefmarken sehen.

Darüber hinaus bin ich eher auf der kritischen Seite.

Mir fehlen nämlich plausible Argumente dafür, warum zum Beispiel der MICHEL Deutschland-Spezial jährlich in 2 Bänden erscheint.

Bis auf die Neuheiten der Bundesrepublik Deutschland finden sich aber kaum Änderungen in den beiden Bänden. Warum soll man sich also jährlich dicke Wälzer kaufen, nur um die katalogisierten Neuheiten abzuhaken? Viele mir bekannte Sammler haben zudem mit dem Jahr 2000 oder mit dem Jahr 1990 aufgehört, Neuheiten zu sammeln.

Das führt im Ergebnis dazu, dass nur die größeren und großen Händler und Auktionatoren die aktuellen Kataloge kaufen. Dazu kommen jedes Jahr dann noch die Sammler dazu, die tatsächlich in deutlich längeren Intervallen Kataloge kaufen.

Wegen der überschaubaren Änderungen bei den Marken vor 2000 ist man in der Regel gut beraten, (ungebrauchte) Kataloge zu erwerben, die ein der zwei Jahre alt sind. Die kosten nämlich nur noch einen Bruchteil von dem, was für die jeweils aktuellen Kataloge verlangt wird.

Diese neuen aber nicht neuesten Kataloge kosten in der Herstellung aber nicht weniger, als aktuelle Kataloge. Meiner Meinung nach sollte der Verlag über eine verbrauchergerechte Anpassung im oben beschriebenen Sinne nachdenken. Die damit verbundenen Umsatzeinbußen könnten mit innovativen Produkten ausgeglichen werden, über die ich mir aber keine konkreten Gedanken gemacht habe.

Für andere Länder gilt das gleichermaßen oder jedenfalls in ähnlicher Form.
bayern klassisch Am: 05.09.2024 22:16:37 Gelesen: 6098 # 35
@ Lars Boettger [#29] Lieber Lars, ich finde, dass das Sammeln nach Michel Historie ist, oder zumindest bald sein wird. Ein Jugendlicher sollte das tun, was ihm Spaß macht, also nicht mühsam Sätze zusammen suchen, Bewertungen akzeptieren, die nur noch mit viel Humor zu ertragen sind und sich in Sammelgebiete zu verrennen, die als tolle Sache suggeriert werden, im richtigen Leben aber viel zu speziell sind. Sicher steht im Michel auch eine Menge sinnvolles - die ersten 10 oder 15 Seiten (geschätzt, ich zähle jetzt nicht nach) - aber das ist schon seit 50 oder mehr Jahren so. Ansonsten sind alle Innovationen eher spurlos an denen vorbei gegangen. Schon die Aufmachung mit Abbildungen, die allenfalls mit Lupe erblickbar sind, spricht gegen eine weite Ausbreitung aus Qualitätsmedium. Jugendliche fangen nicht an zu sammeln, weil es Kataloge gibt. Jugendliche fangen ein Hobby an, weil sie fasziniert werden von dem, was für sie faszinierend ist: Das können interessante Motive sein, schöne alte Schriften vergangener Zeiten, viele bunte Marken auf großen Briefen, Marken und Belege aus Ländern/Gegenden/Orten, wo man schon mal Urlaub gemacht hat, oder sonst etwas. Zur Michel-Redaktion: Hier hat es schon jemand angesprochen, dass es eine Bringschuld gibt, den Sammlern die neuesten Forschungsergebnisse zu liefern und diese zu verarbeiten. Anfragen, gerne 1-2 mal jährlich an die verschiedenen Argen, was gesichert Neues in den Katalog eingepfegt werden sollte, wären eine gute, simple und richtige Maßnahme. Nichts davon findet statt. Fachliche Kompetenz ist dort nicht vorhanden - die Mitarbeiter könnten auch bei der Sozialversicherung arbeiten, Brötchen verkaufen, oder Drucker reparieren. Sie repetieren ein Produkt, von dem sie selbst nichts verstehen und bleiben ihren eigenen Themen fremd. Wer aber seine Arbeit nicht versteht, dem fehlt auch die Motivation, sein Produkt zu optimieren und Optimierungsbedarf gibt es sehr wohl. M. E. dient dieser Katalog heute en masse den Reichrechnern, die die Kataloge gerne kaufen, um zu glauben, ihre Bund, Berlin oder DDR - Postfrischsammlung wäre im letzten Jahr wieder 5% wertvoller geworden und den Nummernabstreichern, die "komplett" sein müssen, um ihre Schätze präsentabel zu finden. Aber die Zeit der Vordruckalbenfüller geht zu Ende und es wird so gut wie nichts nachkommen. Diese gelebte Oberflächlichkeit ist es, die niveauvolle Jugendliche eher abstößt, als für unser Hobby zu gewinnen vermag. Was clevere und aufgeschlossene Jugendliche suchen, finden sie nicht im Michel. Ich bleibe daher bei Nigels Spruch immer wieder hängen: Sammeln, wie es einem Spaß macht. Das Grundwissen bekommt man durch einen alten Katalog, gerne auch einen Michel von 1990, alles weitere kommt von allein, oder geht von allein. Die Argen leisten hier in Deutschland eine phantastische Arbeit, sind im Internet präsent, helfen, wo sie können, sind hoch kompetent, ohne für ihre Leistungen adäquate Kostenbescheide den Anfragenden in Rechnung zu stellen. Dazu sind die Mitgliedsbeiträge oft ein Witz, wenn man bedenkt, welches Wissen man dafür bekommt. Die Foren sind ein Quell des Wissens und der (Weiter-)Bildung, auch philasearch z. B. ist für Jugendliche und Spezialisten eine nie versiegende Quelle - man muss sich nur ihrer bedienen und kosten tut es auch nichts. Allein was hier im Forum an geballtem Wissen steckt, lässt jeden Michelnummernkatalogsammler erblassen - und kostet auch nichts, im Gegensatz zum Katalog. Ich wage mal die Behauptung, dass es in 10-15 Jahren keinen "Michel" mehr geben wird, weil die, die dann noch aktiv sammeln werden, nicht mehr normativ sammeln, oder in Argen zugange sein werden, wo der Michel schon lange keine Rolle mehr spielt. Die Zukunft der Philatelie liegt in ihrer unglaublichen Individualisierungsmöglichkeit, tollem Material für jeden, ihrer Bezahlbarkeit, ihrer schöpferischen Kraft, der "Social-Philately" als Bindeglied zwischen Geschichte und philatelistischen Darstellung, der Erforschung vieler Dinge, der Möglichkeit am physischen Beleg zu lernen und Erkenntnisse zu gewinnen und und und. Liebe Grüsse, Ralph
DL8AAM Am: 05.09.2024 22:35:02 Gelesen: 6085 # 36
Auch wenn ich inhaltlich nicht widersprechen möchte, dass allermeiste das hier geschrieben wurde stimmt. Trotzdem brauchen "wir" als weltweite Sammlercommunity so etwas wie einen Michel, zumindest eine Katalogisierung "aller" verausgabten Briefmarken. Ob das in Papierform sein muss, sei dahingestellt. Das System wird sich - wie in meinen Augen richtig orakelt - in 10 Jahren oder so von selbst erledigt haben. Ideal wäre eine weltweite Community mit Schwarmwissen à la Wikipedia, die ehrenamtlich so einen freien Weltkatalog aufstellt. Das wäre "der Weg" für die Digitalisierung der philatelistischen Zukunft. "Ich" (mit Ich meine hier, den allgemeinen Allgemeinsammler) will schon, wenn ich über eine unbekannte, für mich am Rande "interessante" Briefmarke stolpere, diese katalogtechnisch auch wiederfinden, ohne aber gleich zum Spezialisten zu mutieren. Im Wald finde ich es beim Wandern auch toll, den Namen eines auffälligen Baumes zu wissen, es ist einfach "interessanter" der Sache einen Namen geben zu können, aber ohne gleich ein Uni-Lehrbuch zur Botanik kaufen zu müssen. Im Zweifelsfall habe ich den Namen nach 2 Jahren wieder vergessen. Auch nicht schlimm. Ich trete doch nicht für die eine Burundibriefmarke in eine Burundi-ARGE ein und kaufe mir teure Fachliteratur, nur um diesen einen "wertlosen" Fund einordnen zu können. Dafür sind solche Kataloge gut und absolut notwendig. Beste Grüße Thomas
Vernian Am: 06.09.2024 00:35:00 Gelesen: 6044 # 37
Ich bin zwar wohl eher als kritischer Zeitgenosse hier bekannt, und dieser Thread basiert ja sogar auf einer kritischen Wortmeldung von mir, die Richard verselbständigt hat, aber ich möchte dem sehr deutlich negativem Tenor in Hinsicht auf die MICHEL-Kataloge so auch nicht folgen. Natürlich sind die MICHEL-Kataloge, wie vermutlich jede andere Briefmarkenkatalogausgabe sonst auch (sei es Yvert & Tellier aus Frankreich, sei es Scott, sei es wen auch immer es noch so an etablierten internationalen oder ggf. auch nationalen Katalogherstellern gibt), umfangreicher Kritik ausgesetzt, eben je nachdem, was der jeweils mal mehr, mal weniger spezialisierte Sammler aus seiner Sicht darin vermisst oder zu kritisieren findet. Wovon man generell mal abgehen sollte, das ist, einen Briefmarkenkatalog auf die frühere Basis "Bewertung" herunterzubrechen, die heute nur noch als "Werte-Tendenz", zumindest für gängige Ware und im niedrigen Preissegment, angesehen werden kann. Was einem ein Katalog geben sollte, dass ist eine chronologische Listung von Markenausgaben und Informationen darüber, also über jeweilige Gebiete, postalische Veränderungen, Informationen über die Marken und ihren Ausgabeanlässen selbst, Besonderheiten einzelner Ausgaben, wenn sie regelmäßig oder in gewisser Anzahl auftreten. Damit man als Sammler einen Überblick hat, wann in welchem Markengebiet unter ggf. welchen Umständen welche Marken herausgegeben wurden und ob es bei diesen Marken ggf. häufigere Variationen gibt. Diese Basis erfüllt MICHEL in vielen Dingen (bei den regulären Katalogen, also nicht etwa einem "Michel Junior") ganz ausgezeichnet, und oftmals besser in seiner Informationsfülle als die Kataloge anderer (auch ausländischer) Hersteller. Und deshalb hat MICHEL auch eine verdiente Anerkennung in diesem Bereich. Man wende den Blick mal von Deutschland oder gar der deutschen Klassik ab und nehme mal ein eher unübliches Ausgabeland zum Vergleich, bspw. Andorra (wobei allein der Vergleich "Bundesrepublik" vermutlich genauso ausfällt), und vergleiche, welche Informationen MICHEL zu dem Land, dem Sammelgebiet, den einzelnen Ausgaben in seinem Katalogwerk gibt, und wie dies bei den Konkurrenten aussieht. Ich glaube, mehr muss ich dazu nicht ausführen. Natürlich ist für einen etablierten Frankreichsammler der Yvert & Tellier, oder bei ausgeprägter Spezialisierung der Maury (so wie für den Deutschland-Sammler der MICHEL Spezial), unverzichtbar. Und der US-Sammler wird seinen Scott nicht missen wollen. Aber die informative Detailfülle, die die MICHEL-Kataloge geben, vermisst man oftmals deutlich bei anderen Katalogherstellern. Ich bemängle bei MICHEL vieles, was hier bereits gesagt wurde, und befürworte viele der geäußerten Kritiken oder Anregungen. Aber pauschal den MICHEL-Katalog in die Tonne treten - Nein, dass hat er nicht verdient! So far Vernian
bovi11 Am: 06.09.2024 07:06:05 Gelesen: 5970 # 38
@ Vernian [#37] "Ich bemängle bei MICHEL vieles, was hier bereits gesagt wurde, und befürworte viele der geäußerten Kritiken oder Anregungen. Aber pauschal den MICHEL-Katalog in die Tonne treten - Nein, dass hat er nicht verdient!" Genau so ist es!
alex11 Am: 06.09.2024 08:06:24 Gelesen: 5949 # 39
@ bayern klassisch [#35] "Fachliche Kompetenz ist dort nicht vorhanden - die Mitarbeiter könnten auch bei der Sozialversicherung arbeiten, Brötchen verkaufen, oder Drucker reparieren. Sie repetieren ein Produkt, von dem sie selbst nichts verstehen und bleiben ihren eigenen Themen fremd. Wer aber seine Arbeit nicht versteht, dem fehlt auch die Motivation, sein Produkt zu optimieren und Optimierungsbedarf gibt es sehr wohl." Was ist denn das für ein arroganter Nonsense ? Den Herrn z.B., welcher jahrezehntelang den Michel Österreich hauptverantwortlich betreut hat, kenne ich ziemlich gut. Ein Prüfer und Top-Experte im Bereich österreichische Briefmarken, welcher unzählige Stunden hereingesteckt hat, um den Michel Österreich auf hohem Level zu halten. U.a. durch das Einpflegen zahlreicher Plattenfehler, welche man nicht einmal im ANK dokumentiert findet. Die Michel-Werke sehe ich jedenfalls als weiterhin unverzichtbar an; irgendeine 'Schwarmintelligenz', welche das in der gleichen Vollständigkeit ersetzen könnte, bewerte ich als unrealistische Träumerei. Grüße Alexander
22028 Am: 06.09.2024 08:38:46 Gelesen: 5917 # 40
@ alex11 [#39] Danke für die klaren Worte. Auch mich stören, kann fast schon sagen tun weh, manche Kommentare hier, sei es teilweise von gestandenen Philatelisten, teilweise von Bildchensammlern. Wer will kann ja Herrn Hohenester beim Symposium des Concilium Philatelicum im BDPh ansprechen. „Handel im Wandel – 75 Jahre APhV: Symposium vom 8. bis 10. November“ Hans Hohenester beschreibt Michel-Kataloge heute und früher vor den Herausforderungen der Zeit Allerdings ist es wieder so was typisch deutsches…, das Glas ist halb leer, und kritisieren im Internet ist einfach, das gilt hier auch bei den Philaseiten nicht nur für den Michel, auch BDPh oder Ausstellungswesen ist auch so ein Hassthema wo jeder Dahergelaufene „sein Bestes“ zu geben kann… Jeder Neusammler wird von den Diskussionen hier abgeschreckt und wundern sich diese Kommentatoren warum, fasst euch mal an die ewigene Nase.
stampmix Am: 06.09.2024 10:16:58 Gelesen: 5857 # 41
@ 22028 [#40] ... Auch mich stören, kann fast schon sagen tun weh, manche Kommentare hier, ... ... sei es teilweise von gestandenen Philatelisten, teilweise von Bildchensammlern. ... das gilt hier auch bei den Philaseiten nicht nur für den Michel, auch BDPh oder Ausstellungswesen ist auch so ein Hassthema wo jeder Dahergelaufene „sein Bestes“ zu geben kann ... und wundern sich diese Kommentatoren warum..., fasst euch mal an die ewigene Nase... So isses! Vielleicht mal wieder zurück zum Thema?
nagel.d Am: 06.09.2024 11:03:52 Gelesen: 5814 # 42
@ DL8AAM [#36] Ich muss dir recht geben, einen Katalog brauch man als Sammler, nur Inhaltlich ist eben Michel nicht der beste.
22028 Am: 06.09.2024 11:20:11 Gelesen: 5800 # 43
@ nagel.d [#42] nur Inhaltlich ist eben Michel nicht der beste. Welcher ist denn als Gesamtpaket, nicht nur für 1-2 Länder oder Gebiete, besser?
TeeKay Am: 06.09.2024 17:43:50 Gelesen: 5669 # 44
@ 22028 [#40] Auch mich stören, kann fast schon sagen tun weh, manche Kommentare hier, [...] teilweise von Bildchensammlern. [...]kritisieren im Internet ist einfach, das gilt hier auch bei den Philaseiten nicht nur für den Michel, auch BDPh oder Ausstellungswesen ist auch so ein Hassthema wo jeder Dahergelaufene „sein Bestes“ zu geben kann…[...] Wie üblich ein sehr wertschätzendes, von tiefem Respekt für deine Diskussionspartner:innen geprägtes Statement, das geradezu sklavisch ausschließlich auf Sachargumenten fußt und auf die Argumente der Mitdiskutant:innen im Details eingeht. Jeder Neusammler wird von den Diskussionen hier abgeschreckt und wundern sich diese Kommentatoren warum, fasst euch mal an die ewigene Nase. Da können wir nur hoffen, dass die Neusammler:innen bis zu deinem leuchtenden Beispiel für gesittete Debattenkultur durchhalten, um zu erkennen, dass es noch zu Hoffnung Anlass gebende, von überwältigenden Enthusiasmus und Optimismus durchtränkte gestandene Philatelist:innen gibt, die völlig zu Unrecht und nur wegen ihrer Verfechtung und Verteidigung der organisierten Philatelie bei Umfragen zu den beliebtesten Mitgliedern der Philaseiten wenig Beachtung finden.
nagel.d Am: 06.09.2024 19:02:46 Gelesen: 5615 # 45
@ 22028 [#43] Für Liechtenstein habe ich den Liechtensteinkatalog von SBK (Zumstein) für die Schweiz den Schweizer Briefmarkenkatalog (Zumstein); in klammern jeweils das entsprechende Pendant, jeweils für den Schweizer Händlerverband, und für Aland habe ich den Fillips Spezialkatalog Aland. Das sind derzeit die Kataloge mit denen ich gerade für Liechtenstein, Schweiz und Aland arbeite.
Stefan Am: 06.09.2024 19:49:24 Gelesen: 5579 # 46
@ nagel.d [#45] Für Liechtenstein hab ich den Liechtensteinkatalog von SBK (Zumstein) für die Schweiz den Schweizer Briefmarkenkatalog (Zumstein); in Klammern jeweils das entsprechende Pendant, jeweils für den Schweizer Händlerverband, und für Aland habe ich den Fillips Spezialkatalog Aland. Das sind derzeit die Kataloge mit denen ich gerade für Liechtenstein, Schweiz und Aland arbeite Es ist nichts Neues, dass ein Katalog aus dem Land selbst (in deinem Fall Liechtenstein, Schweiz, Aland) inhaltlich oftmals besser (ausführlicher) gestaltet ist als der Michel-Katalog für das betreffende ausländische Gebiet. Aus dem Fakt sollte man der Redaktion des Schwaneberger Verlages keinen Strick drehen wollen. Das Thema Verkaufspreis der Kataloge ist etwas anderes. Für verschiedene europäische Gebiete und eine Überseeländer habe ich neben dem Michel zusätzlich den Katalog aus dem jeweiligen Land im Bücherregal stehen, teils einfach nur aus Interesse (und als Nachschlagewerk), obwohl ich nicht alle Gebiete sammle. Ein solcher Katalog kann dann auch 20 Jahre alt sein. Gruß Stefan
nagel.d Am: 06.09.2024 20:48:36 Gelesen: 5529 # 47
@ Stefan [#46] Ich drehe hier Michel bzw. dem Schwaneberger Verlag keinen Strick daraus, hier ist es eben für mich der inhaltliche Aspekt das wichtige. Es gibt aber "Hardliner", die außer Michel keinen anderen Katlaog zulassen und ich bin der Meinung, daß hier ein Umdenken stattfinden soll.
bovi11 Am: 06.09.2024 21:14:44 Gelesen: 5498 # 48
Es gibt wenig Sinn, den Spezialsammler mit dem typischen Gebietssammler und deren Katalogbewertung zu vergleichen. Der „normale“ Sammler ist mit dem MICHEL-Katalog ganz gut bedient. Wie oft werden diese Sammler in Foren darauf hingewiesen, doch den einschlägigen MICHEL zu lesen, weil die gestellte Frage bereits dort beantwortet wird. Für den fortgeschrittenen Spezialsammler hingegen ist der MICHEL lediglich ein Anfang und nach und nach beschafft sich dieser Sammler Spezialliteratur. Daraus folgt, dass die MICHEL-Kataloge nach wie vor ihre Daseinsberechtigung haben. Aber: Bei fast allen MICHEL-Katalogen ist eine jährliche Erscheinungsweise überflüssig mit den Folgen die ich hier [#34] beschrieben habe. Gleiches gilt für diverse Aufteilungen der MICHEL-Kataloge.