Briefmarken Atteste

Thema:

Exponat Goethe und seine Zeit

Dudley Am: 03.08.2024 07:59:30 Gelesen: 3610 # 1
Italienreise Goethes 1786 Für mein Exponat "Goethe und seine Zeit in Weimar", das ich beim BdPh-Teamwettbewerb zeige, benötige ich ihre Unterstützung. Für den unten gezeigten Beleg mit der Tischbein-Marke von Goethe sollte ich eine Beschreibung haben. - Was ist das für ein Beleg - Wozu wird er benötigt - Welches sind die wichtigsten Angaben Danke für ihre Unterstützung
christel Am: 03.08.2024 08:25:34 Gelesen: 3600 # 2
@ Dudley [#1] Hallo. Dein Beleg ist eine Italienische Inlandspaketkarte. Sie begleitet die Sendung vom Aufgabepostamt (Moena -- Trentino-Südtirol) bis zum Postamt des Empfänger (Poggio Rusco -- Mantua). Die Sendung selbst war eine Einfache Wertsendung (Assicurata convenzionale) mit einem angegebenen Wert von 50.000 Lire = ~25 Euro. Die gesamte Gebühr für Transport und Versicherung Betrug 9.000 Lire = Frankatur. Ich finde dein Thema Goethe total interessant und spannend. Würde gerne mehr sehen. "Christel"
HWS-NRW Am: 03.08.2024 11:14:21 Gelesen: 3570 # 3
@ Dudley [#1] Hallo Dudley, als Preisrichter sehe ich diesen Beleg etwas problematisch an, das Motiv des Herrn Goethe gibt es sicherlich besser (sauber gestempelt), hier gibst Du für den netten Beleg schon viel Platz auf, bei 6-8 Rahmen weniger das Problem, aber Du solltest Dich schon mehr auf den thematischen Bereich konzentrieren und zusätzlich "Besonderes" zeigen. Als Beispiel: Auf Wunsch der NS-Führung (Hitler) sollten neben den PWZ auch die Freistempel ab 1942/43 eine neue "arische" Schrifttype erhalten, hier zwei Belege aus dem Jahre 1943. mit Sammlergruß Werner
Ilves2020 Am: 03.08.2024 16:29:19 Gelesen: 3515 # 4
Hallo zusammen, im direkten Vergleich finde ich die italienische Paketkarte viel symphatischer. Die Stempel sind doch gut lesbar, vor allem für eine Paketkarte, bei der sicherlich niemand auf philatelieverwertbare Entwertungen geachtet hat. Da das Gemälde in Italien entstanden ist, finde ich einen italienischen Beleg mit einer Marke, die dieses Gemälde zeigt, schon ziemlich klasse. Und was der NS-Bezug Besonderes zu diesem Thema beitragen soll, entschließt sich mir nicht. Wenn das für Preisrichter wichtig ist, dann mache ich mir da ein paar Gedanken. Ich würde liebend gerne auf höhere Bewertungen verzichten, wenn ich dafür solchen "Arier"-Kram aus meinem Exponat heraushalten kann. @ Dudley: Viel Spaß mit Deinem Goethe-Exponat, klingt spannend! Thomas
22028 Am: 03.08.2024 16:43:23 Gelesen: 3511 # 5
@ Dudley [#1] In der aktuellen Philatelie ist der Beitrag "275. Geburtstag von Johann Wolfgang von Goethe", da gibt es sicherlich einige Inspirationen zum Thema.
10Parale Am: 03.08.2024 19:28:55 Gelesen: 3478 # 6
@ HWS-NRW [#3] Ich schulde es meinem Deutsch-Lehrer, mein Abitur-Thema in Deutsch war Goethe´s "FAUST". Und ich habe das als Baby-Boomer recht gut hingekriegt. @ lives Wenn das für Preisrichter wichtig ist, dann mache ich mir da ein paar Gedanken. Dazu mach ich mir wirklich auch Gedanken und lass den Zauberlehrling sprechen, dessen Schöpfer sich, - wüsste er um die NS-Zeit -, wohl 3 Mal im Grabe umdrehen würde: Herr und Meister! hör mich rufen! - Ach, da kommt der Meister! Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister Werd ich nun nicht los. Liebe Grüße 10Parale
christel Am: 03.08.2024 19:39:02 Gelesen: 3472 # 7
@ 10Parale [#6] @ alle Es gibt ja auch nicht NS-lastige schöne Freistempler mit Goethe Bezug! "Christel"
evwezel Am: 03.08.2024 20:36:47 Gelesen: 3449 # 8
@ christel [#7] Guten Abend Christel, ein spannendes Thema! Das Goethe-Haus wurde bei einem Luftangriff am 22. März völlig zerstört und nach dem Krieg wieder liebevoll rekonstruiert (siehe auch [1] ). Weiß jemand von Euch, wie man das damals geschaft hat? Sind die Baupläne vielleicht erhalten geblieben? Weniger bekannt ist, dass die Vollendung des Kölner Doms auch (jedenfalls zum Teil) Goethe zu verdanken ist. Dafür bin ich den Mann ewig dankbar! Mit herzlichem Gruß aus den Niederlanden, Emiel [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Goethe-Haus
fogerty Am: 03.08.2024 22:08:12 Gelesen: 3420 # 9
@ christel [#2]

Sollte sich jetzt jemand noch für den Inhalt dieser Sendung interessieren, "ind.usato", zu deutsch, gebrauchtes Kleidungsstück.

Grüße
Ivo
Gauss Am: 03.08.2024 22:32:58 Gelesen: 3407 # 10
@ evwezel [#8] Im von Dir verlinkten Artikel steht: "Zudem war durch die sehr gute, vor der Zerstörung angefertigte Dokumentation ein wirklich originalgetreuer Wiederaufbau möglich,..."
evwezel Am: 03.08.2024 23:14:58 Gelesen: 3391 # 11
@ Gauss [#10] Vielen Dank! Diesen Satz hatte ich völlig übersehen.
Dudley Am: 05.08.2024 13:30:31 Gelesen: 3279 # 12
@ christel [#2] Der Teamwettbewerb geht über 3 Jahre. Beginnt mit 2 Rahmen im 1. Jahr und endet mit 4 Rahmen im 3. Jahr. 2024 ist das 4. Jahr, pro Team sind 5 Teilnehmer zugelassen, und insgesamt sind 9 Teams aus ganz Deutschland am Start. Mein Exponat ist in der "Open Philatelie", d.h. ich habe 50% philatelistische Belege und 50% nichtphilatelistisches Material dabei. Unser letzter Wettbewerb ist auf der Briefmarkenmesse Ulm Ende Oktober. Bislang liegt unser Team vom LV Südwest auf Rang 2. Die Übersicht des Exponates ist beigefügt.
Eilean Am: 13.03.2025 20:28:17 Gelesen: 2863 # 13
@ Dudley [#12] Nur ganz am Rande, tolles Exponat. Ich habe etwas, was erst auf dem zweiten Blick etwas mit Goethe zu tun hat: Ein Brief aus Kongo, vom dortigen Goethe-Institut. Gruß Andreas
Dudley Am: 14.03.2025 11:38:18 Gelesen: 2804 # 14
Das Jammern, dass es nichts Neues gibt und jeder Vereinsabend eigentlich wie immer verläuft, hat mit dem Team-Wettbewerb ein Ende. Im Jahr 2022 startete der bisher 3. Team-Wettbewerb des Bundes Deutscher Philatelisten e.V. während der Regionalen Wettbewerbsausstellung „Kornwestheim 2022“. Zeitgleich wurden die „50. Kornwestheimer Tage“ auf dem Marktplatz gefeiert. Alle Teilnehmer hatten den Auftakt des Wettbewerbs in bester Erinnerung. Für den Wettbewerb hatten sich neun Teams aus sieben Landesverbänden angemeldet. Am Team-Wettbewerb konnten sich Vereine, Jugendgruppen oder eigens dafür zusammengestellte Sammlergemeinschaften mit einer fünfköpfigen Mannschaft beteiligen. Jedes Teammitglied muss dafür ein völlig neues, noch nie in einem Wettbewerb gezeigtes Ausstellungsexponat aufbauen. Gestartet wurde in der ersten Runde in Kornwestheim 2022 mit zwei Rahmen pro Teilnehmer. Ein Jahr später, in der zweiten Runde in Bautzen, zeigte jeder Teilnehmer drei Rahmen und in der dritten und letzten Runde waren in Ulm vier Rahmen pro Exponat gefordert. Jeder Rahmen war mit 12 DIN A 4 Blättern bestückt. Exponate des Team-Wettbewerbs und die Bewertung nach der 3. Runde Ein erfahrenes Juryteam unter der Leitung von Bernward Schubert von den Briefmarkenfreunden Kornwestheim begleitete über drei Jahre die Entwicklung der Exponate und gab gezielte Ratschläge zur Weiterentwicklung. Auch die beiden jugendlichen Philatelisten Lukas Bott (Team 7, "Die Olympischen Sommerspiele in Deutschland") und Tim Tscheter (Team 3, "Kinder und Jugendliche im Straßenverkehr") konnten davon profitieren. 45 Philatelisten in neun Teams stellten ihre Exponate in der dritten und letzten Runde Ende Oktober 2024 in Ulm mit je vier Rahmen aus. Jedes Teammitglied baute ein völlig neues noch nie im Wettbewerb gezeigtes Ausstellungsexponat auf. Das Team 7 vom Landesverband Südwest mit 2 Mitgliedern von den Briefmarkenfreunden Kornwestheim, Frau Angelika Dunda-Schubert (Exponat: "Auf Schritt und Tritt ... Schuhe") und Gerhard Schweinle (Exponat: "Goethe und seine Zeit in Weimar"), war das Siegerteam des Team-Wettbewerbs. Somit ging der Siegerpokal, gestiftet vom Landrat Dietmat Allgaier, an den Landesverband Südwest. Bernward Schubert zeigte sich beeindruckt: „Diese Runde und insgesamt dieser 3. Team-Wettbewerb ist der Ausgeglichenste aller bisherigen Wettbewerbe. Die geringen Bewertungsabstände zwischen den einzelnen Teams zeigen die starke Leistungsdichte der Aussteller". Folgende Teams waren am Start mit folgendem Endergebnis: 1. Team „FRANKEN“ ARGE Thematische Philatelie Bayern – Platz 8 mit 385 Punkten 2. Team „Main Team“ – Platz 2 mit 434 Punkten 3. Team „Eifel“ – Platz 5 mit 417 Punkten 4. Team „Hannover 86“ – Platz 3 mit 431 Punkten 5. Team „Wittekind I“ – Platz 4 mit 418 Punkten 6. Team „Wittekind II“ – Platz 3 mit 431 Punkten 7. Team „269 Jahre Südwestler“ (Dieter Schaile, Remseck, Angelika Dunda-Schubert, Kornwestheim, Lukas Bott, Bruchsal-Hambrücken, Thomas Wolf, Remseck, Gerhard Schweinle, Kornwestheim) – Platz 1 mit 438 Punkten 8. Team „Trochtelfingen-Gammertingen“ – Platz 7 mit 414 Punkten 9. Team „Hallenser von der Saale“ – Platz 6 mit 415 Punkten
Ron Alexander Am: 14.03.2025 15:00:15 Gelesen: 2775 # 15
Zum Thema Goethe, eine Maximumkarte mit einer Goethe Marke der FZ Württemberg, abgestempelt in FFM. Sonst keine andere Maximumkarten Ausgabe dazu bekannt. Grüße, Ron
sammler70 Am: 02.09.2025 09:02:52 Gelesen: 2017 # 16
Hallo einen schönen Guten Morgen. Ich persönlich bin ja nicht so der Typ, der besonders viel von Wettbewerben in der Philatelie hält. Ich erfreue mich an Ausstellungsexponaten, weil ich interessiert bin an Hintergründen zu den philatelistischen Stücken und weil ich finde, dass es Sammlungen einfach auflockert und interessant macht, wenn man nicht nur Briefmarken aneinanderreiht. Außerdem bewundere ich jedem, der sich die Arbeit macht und auch das bastlerische Geschick besitzt so etwas auf die Beine zu stellen. Ich halte aber nicht sehr davon, hier Ränge zu vergeben, weil ich der Meinung bin, dass das Alltags- und Berufsleben genügend Stress bietet, so dass ich mich nicht auch noch in meiner Freizeit und gegen andere messen und durchsetzen muss. Ich komm ich zum Beispiel nicht erinnern, dass jemand auf die Idee gekommen wäre, berühmte Maler in einem Wettbewerb gegenüberzustellen. Die Bilder sind einfach schön und gut, sie gefallen einem oder nicht. Aber ob jetzt Van Gogh oder da Vinci oder sonst irgendjemand besser als der andere ist, ist doch völlig egal. Sie sind alle große Künstler. Wie subjektiv die Bewertungen sind, sieht man ja hier und diesem relativ kleinen Thema. Ich freue mich, wenn ich mir Exponate anschauen kann und mich persönlich mit meinen ganz persönlichen Einstellungen dazu darüber erfreue. Jetzt bin ich aber von meinem eigentlichen Anliegen abgekommen. Ich wollte eigentlich nur fragen, ob man diese Exponate auch online bewundern kann. Auf der Seite des BDPh habe ich jetzt leider nichts gefunden. Nach dem es aber eine doch relativ große Veranstaltung des BDPh war, würde es der Sache schon gebühren, wenn man ihm besondere Aufmerksamkeit widmen würde. LG Franz
Lars Boettger Am: 02.09.2025 09:33:45 Gelesen: 2005 # 17
@ sammler70 [#16] Ich halte aber nicht sehr davon, hier Ränge zu vergeben, weil ich der Meinung bin, dass das Alltags- und Berufsleben genügend Stress bietet, so dass ich mich nicht auch noch in meiner Freizeit und gegen andere messen und durchsetzen muss. Hallo Franz, Deine Meinung kann ich auf einem persönlichen Level nachvollziehen. Dann sollten wir schleunigst alle Wettbewerbe abschaffen - Tour de France, Basektball-Europameisterschaft, Formel 1, Olympiade, alle Wettbewerbe im Sport ;) Ich bin kein "ambitionierter Freizeitsportler", habe aber den ein oder anderen Wettbewerb mitgemacht. Die Erinnerungsmedaillen sind alle entsorgt, aber ich erinnere mich sehr gerne an die Events zurück. Es gibt Sammler, die nicht im Wettbewerb ausstellen wollen. Ich bin ein grosser Fan des Wettbewerbs, weil ich weiß, was es Dir persönlich bringt. Wenn Du Briefmarken und Belege sammelst, dann fallen Dir Lücken im Material überhaupt nicht auf. Wenn Du einen Plan für eine Ausstellungssammlung machst, dann merkst Du mit einem Mal, was Dir noch fehlt, was es vielleicht nicht gibt, was Du noch brauchst. Du fängst an, Registraturen anzulegen. Du suchst nach Früh- und Spätdaten, nach Stempeln von kleinen Ortschaften, nach Maximumkarten von Ländern, die keine Maximumkarten machen. Im Wettbewerb auszustellen ist eine Leidenschaft! Eine Leidenschaft, die in der Regel zu einem Erkenntnisgewinn führt. Ich komm ich zum Beispiel nicht erinnern, dass jemand auf die Idee gekommen wäre, berühmte Maler in einem Wettbewerb gegenüberzustellen. Es gab von 1912 bis 1948 Kunstwettbewerbe bei den olympischen Spielen [1]. Der LV Südwest führt einen Malwettbewerb bei der IBB Ulum 2025 durch: "Eiszeit auf der Alb" [2]. Die Gewinner erhalten einen Bogen mit ihren Bildern als personalisierte Marken und Geldpreise. Beste Grüsse! Lars [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstwettbewerbe_bei_den_Olympischen_Spielen [2] https://www.briefmarken-suedwest.de/SUEDWEST-AKTUELL/SWA-299-SuedwestAktuell-2025-09_www_Briefmarken-Suedwest_de.pdf
sammler70 Am: 02.09.2025 10:01:25 Gelesen: 1992 # 18
@ Lars Boettger [#17] Vielen Dank für deine Antwort und die Aspekte, die ich nicht so im Detail beachtet habe, weil ich eben kein Aussteller bin. Es war auch nur meine ganz persönliche Ansicht. Mich hat nur eine Erzählung eines Vereinskameraden, der auch schon europaweit ausgestellt hat, dermaßen geschockt, dass ich innerlich zum Gegner solcher Veranstaltungen wurde. Da hat ein vielleicht 14 jähriger Junge ein Exponat ausgestellt zu einer Themensammlung. Nach Auskunft meines Kameraden waren dort auch wirklich schöne Marken enthalten aber der Junge hat den Fehler gemacht zu viele Vordrucke und Abonnements zu verwenden. Daraufhin wurde sein Exponat knallhart zugehängt. Der Junge fing dann an zu weinen und verließ mit seinen Eltern die Veranstaltung. Und so etwas darf in meinen Augen nicht passieren. Ja, er hat sich nicht an die Regularien gehalten und das Vorgehen mag nach den Richtlinien richtig gewesen sein. Im Sinne einer guten Jugend- und Nachwuchsarbeit hätte ich mir hier jedoch mehr Fingerspitzengefühl gewünscht. Der Junge hätte von mir eine Urkunde für seine Teilnahme erhalten und für den Mut sich zu präsentieren. Darüber hinaus hätte er von mir auch eine ausführliche Dokumentation erhalten, was er falsch gemacht hat und wie er es in Zukunft besser machen kann. Ich hätte ihn aber nicht vor allen Leuten blamiert und sein Exponat mehr oder weniger in die Tonne geschmissen. So etwas darf meines Erachtens nicht vorkommen und schon gar nicht bei einem Kind. LG Franz
10Parale Am: 02.09.2025 15:28:25 Gelesen: 1930 # 19
@ sammler70 [#18] Diese Geschichte von dem Jungen, sollte sie sich so zugetragen haben, zeigt auf, wie hart das Geschäft einem schon als Jugendlicher treffen kann. Ich weiß noch, - wenn wir schon von Wettbewerben und deren Auftreten in Philatelie und Sport reden -, wie ich als Jugendlicher Nadia Comaneci bewunderte, diese rumänische Kunstturnerin, wie sie da an Reck und Barren und im Bodenturnen die Welt begeisterte und manch Tränendrüse aktivierte. Erst später und auch durch die Heirat mit meiner lieben Frau aus Rumänien konnte ich noch deutlicher erkennen, welche Mühe und Arbeit und vor allem Entbehrungen und Disziplin hinter dieser prachtvollen Leistung stand. Doch jedem sein Erfolg! Ich schreibe hier eigentlich nur, weil ich im Moment selbst ein einzelnes Blatt über Goethe zusammenstellen will im Rahmen einer kleinen Expertise, die ich zu einem anderen Thema verfasse. Goethe war ja durchaus in seiner Zeit auch eine gewichtige Stimme, ein Sprachrohr sozusagen, der in gewissen Kreisen gehört wurde. Nach Goethe kommt dann Schiller dran, später Heine und zu jedem dieser Herren will ich ein Blatt machen. Für mich ist es eine Herausforderung, philatelistische Belege zu besitzen, um eine andere Geschichte zu erzählen. Ich habe schon wunderbare Exponate gesehen, zuletzt in Bern auf der BERNABA 2025. Doch was nehme ich über Goethe, um darzustellen, was er beispielsweise über ein bestimmtes Thema, nehmen wir die "LIEBE", geschrieben hat. Schnell werde ich fündig mit BERLIN Michel 61 - 63, Goethejahr, am besten noch ein FDC mit Sonderstempel vom 29.7.49 (1), zahle dafür einen dreistelligen Betrag und schreibe dazu irgendeinen Spruch Goethes über die Liebe, beispielsweise "Der erste Verlust", ein wunderbares Gedicht über die erste Liebe:
Ach, wer bringt die schönen Tage,
Jene Tage der ersten Liebe,
Ach, wer bringt nur eine Stunde
Jener holden Zeit zurück!
 

Allerdings kann ich absolut keinen Zusammenhang zwischen den 3 teuren Goethemarken und diesem Gedicht herstellen. Da bin ich wieder ganz bei dem kleinen jungen mit seinem "verfehlten" Exponat. Und ich bin wieder bei Nadia Comaneci (die übrigens nur 1 Monat älter ist als ich). Wettbewerbe sollten zum Erfolg führen, aber niemals zum Misserfolg, denn dieser führt dazu, dass man sich vom Thema abwendet. Deshalb werde ich auch wohl nie ausstellen, sondern, sollte jemand eines Tages in den Besitz meiner bescheidenen Sammlung kommen, soll er(sie) darüber denken, was auch immer. Ich tat es nur für mich. Oder wie singt Sinatra: "I did it my way". (1) https://www.ebay.de/itm/157262405712?_skw Liebe Grüße 10Parale [ebay]157262405712[/ebay]

Lars Boettger Am: 02.09.2025 18:42:30 Gelesen: 1896 # 20
@ sammler70 [#18]

Da hat ein vielleicht 14 jähriger Junge ein Exponat ausgestellt zu einer Themensammlung. Nach Auskunft meines Kameraden waren dort auch wirklich schöne Marken enthalten aber der Junge hat den Fehler gemacht zu viele Vordrucke und Abonnements zu verwenden. Daraufhin wurde sein Exponat knallhart zugehängt. Der Junge fing dann an zu weinen und verließ mit seinen Eltern die Veranstaltung. Und so etwas darf in meinen Augen nicht passieren.

Hallo Franz,

alle Juroren sind darauf trainiert, positives und konstruktives Feedback zu geben. Ja, ab und zu werden Exponate aus dem Wettbewerb genommen oder erhalten nur eine Beteiligungsurkunde, aber das passiert höchstselten. Das Bestreben der Jugendjuroren ist es, immer den Jugendlichen zu ermutigen. Wenn das Ergebnis nicht so ist wie erhofft, dann bekommt er vielleicht einen Preis, um ihn weiter zu motivieren. In dem von Dir geschilderten Fall hat auch die Jugendgruppe nicht gut gearbeitet, weil Jugendexponate immer die Mitgliedschaft in der DPhJ bzw. einem Landesring voraussetzen (sofern sich der Fall so in Deutschland zugetragen hat).

Beste Grüsse!

Lars

P.S. Mein erstes Exponat stand 2003 kurz davor, aus dem Wettbewerb genommen zu werden, weil es nicht dem Reglement entsprach. Der Jurypräsident hat aber Potential gesehen und darauf bestanden, dass es im Wettbewerb blieb.
sammler70 Am: 02.09.2025 19:15:18 Gelesen: 1887 # 21
@ Lars Boettger [#20] Hallo Lars, so würde ich mir das Vorgehen auch vorstellen. Ich habe die Geschichte nur von einem Sammlerfreund, der selbst lange im Landesvorstand Bayern tätig war und auch ausgestellt hat. Der hat uns die Geschichte erzählt, weil er selbst so schockiert war. Ich weiß auch nicht, wie lange das schon her ist. LG Franz
Dudley Am: 03.09.2025 15:06:55 Gelesen: 1836 # 22
Hallo, liebe Goethe Liebhaber, mein hier vorgestelltes Goethe-Exponat hat mir riesigen Spaß gemacht, auch mit meinen fast 80 Jahren habe ich viel über Goethe gelernt. Ein enormer Fundus an Material ist für so eine Ausstellung der Open Philatelie notwendig, das könnt ihr mir glauben. Das gesamte Material dieser Goethe-Ausstellung ist vom 6.-8.11.2025 bei HBA in der Auktion zu sehen und zu bekommen. Im Mai habe ich "Losgelassen", alle meine Sammlungen und Ausstellungen (auch Gefangenenpost Japan, etc.) sind bei HBA in der Auktion, insgesamt hat Herr Ehrengut 75 Umzugskartons bei mir abholen lassen. Zwar schmerzhafte Entscheidung - aber auf lange Sicht gute Entscheidung. Machts gut, liebe Grüße, Gerhard