Thema:
Vom Briefmarken sammeln, kaufen, verkaufen, versteuern und versichern
Am: 29.07.2024 16:39:47
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# 1
Guten Tag,
ich beschäftige mich erst seit ca 2 Monaten mit Briefmarken da ich eine relativ große Sammlung hinterlassen bekommen habe (wie es wahrscheinlich bei einigen anderen Menschen auch der Fall ist) ich habe allerdings einige einzelne Briefmarken die einen gewissen Wert besitzen und würde gerne wissen ob es besser ist diese bei einer Auktionsseite zu verkaufen z.b bei Cata Wiki oder sie auf diversen Seiten für einen ganz guten Festpreis anzubieten.
Über jede gute Information bin ich sehr dankbar
Am: 29.07.2024 17:07:36
Gelesen: 5080
# 2
@ Florian22 [#1]
Hallo Florian,
für unsere Mitglieder bieten wir seit 17 Jahren die PPA-Auktion an; einfach, schnell und kostenfrei.
In der Regel werden 25-30 % der Lose verkauft, bei den anderen fehlt die Nachfrage, die Qualität passt nicht oder der Mindestpreis wird zu hoch angesehen.
Versuche es mit dem ersten Angebot, dann bekommst Du ein Gespür.
Hier die letzte abgeschlossene Auktion [1]. Die übrigen Marken werden entweder vom Anbieter zurückgezogen oder im Nachverkauf zum Festpreis (Ausrufpreis) angeboten.
Schöne Grüsse, Richard
[1] https://www.ppa-auktion.de/cgi-bin/auktion.pl?do=bu&bu=487#pagetop
Am: 29.07.2024 18:01:07
Gelesen: 5037
# 3
Dazu müssten wir wissen, was du unter" einen gewissen Wert besitzen" verstehst. Das können Marken mit 5, 50, 500 oder 5.000 Euro Handelswert sein. Während für ersteres Philaseiten vermutlich die einfachste Option ist, wäre eBay für zweitere Kategorie die ertragreichere und für 500 oder 5.000 Euro Handelswert ein klassisches Briefmarkenauktionshaus. Vielleicht denkst du auch nur, die Marken hätten einen gewissen Wert, sind aber einzeln unverkäuflich und nur per Masse bei eBay zu kleinen Preisen absetzbar.
Auktionen sichern schnelle Verkäufe zum Marktwert, sofern das Material einen Marktwert hat. Festpreisverkäufe dauern entweder sehr lang, wenn der Preis höher sein soll als Auktionen, oder der Preis liegt unter dem Marktwert und ein Verkauf erfolgt sehr schnell.
Am: 29.07.2024 19:22:30
Gelesen: 4976
# 4
Danke für sie schnellen Antworten.
Ich habe mich bis jetzt bei stampworld erkundigt nach den einzelnen Preisen ich denke da habe ich mich nicht großartig geirrt, bei einer Sache wundere ich mich noch gewisse Marken werden für ca 15-20 % Katalogwert versteigert oder einzeln gut verkauft andere gehen auch sehr gut für 40 % oder sogar bis 50 % weg.
Woran erkenne ich denn für wie viel Prozent Katalogwert ich eine Briefmarke gut anbieten kann dass sie auch nach einer gewissen Zeit realistisch verkauft wird?
Und ich habe einen guten Eindruck für das Erzielen von guten Preisen bei -Catawiki-bekommen liege ich da richtig oder können sie mir etwas anderes empfehlen?
Hingegen das Verkaufsportal von dieser Seite eignet sich sehr gut zum Einkaufen das hatte ich mir schon irgendwie gedacht. :)
Am: 29.07.2024 19:30:08
Gelesen: 4968
# 5
Werte sind von 200 bis 3000 € Katalogwert wobei über 500 € nur wenige.
Zb aus des USA, Helgoland, Belgien, Bergdorf
Am: 29.07.2024 19:38:49
Gelesen: 4959
# 6
@ Florian22 [#4]
Werte sind von 200 bis 3000 € Katalogwert wobei über 500 € nur wenige.
Hallo Florian,
erste Frage: Sind die Marken kompetent geprüft?
zweite Frage: Wer hat die Marken bestimmt?
Warum willst Du die Marken verkaufen? Briefmarkensammeln ist eines der ressourcenschonendsten Hobbys. Alte Briefmarken muss keiner mehr herstellen, es gibt sie schon. Man kann sich in Ruhe damit beschäftigen und braucht erst einmal nicht viel: Ein alter Katalog, eine vernünftige Pinzette, Wundbenzin aus der Apotheke und ein Schälchen zum Wasserzeichen suchen. Bekommst Du alles für 10 - 20 Euro.
Ansonsten: Bilder! Bei Helgoland gibt es Fälschungen, Nach- und Neudrucke. USA ist ein Minenfeld selbst für fortgeschrittene Sammler (siehe Thread zu dem Z-Grill) und bei Belgien gilt, dass es die meisten Marken zwar für ein paar Euro gibt, aber der Teufel ganz extrem im Detail steckt. Ausserdem sind Fälschungen überall ein Problem.
Beste Grüsse!
Lars
Am: 29.07.2024 19:39:07
Gelesen: 4956
# 7
Hallo,
bei altdeutschen Marken (Helgoland, Bergedorf) ist der Wert sehr stark vom Zustand abhängig. Bei Helgoland gibt es auch Neudrucke. Wenn es sich aber um geprüfte Marken handelt, ist die Feststellung des realen Wertes schon leichter. Am Zustand kann es liegen, dass die eine Marke vielleicht nur mit 20 % vom Katalogwert bezahlt wird, eine andere aber mit viel höheren Ansätzen.
Viele Grüße
Thomas
Übrigens vielen Dank, dass Du die vielen 2en reduzieren konntest.
[Anmerkung der Redaktion: Das haben wir heute von uns aus reduziert]
Am: 29.07.2024 19:51:16
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# 8
@ Florian22 [#4]
Der Katalogwert sagt bei gesuchten Marken nicht viel aus.
Ich habe auch schon mehr 500 % des Katalogpreises bezahlt.
Wie Lars schon geschrieben hat: Abbildungen, Abbildungen, Abbildungen - aber gute Scans.
Am: 09.08.2024 03:30:05
Gelesen: 4768
# 9
Ich habe nicht vor alle Briefmarken zu verkaufen sondern nur wenige einzelne welche einen gewissen hohen Wert besitzen. Ich habe auch ganze Alben welche auch einen sehr hohen Wert haben von der DDR mit einigen tollen Sondermarken. Da diese aber mit einer extrem Mühe angefertigt wurden, bringe ich es nicht übers Herz diese auch zu verkaufen. :)
Und ja das stimmt sich mit Briefmarken zu beschäftigen, ist eine ganz nette Sache und man benötigt nicht viel, das hätte ich selber schwer anders schreiben können, ich beschäftige mich eigentlich erst seit ein paar Tagen damit und es zieht mich immer weiter hinein. Ich interessiere mich allerdings dafür (so etwas macht mir einfach Spaß) für einen guten Preis Briefmarken zu erwerben und anschließend einzeln für einen guten Preis wieder zu verkaufen dann eventuell ein paar noch zu behalten. Vielleicht hat ja jemand in dem Bereich Erfahrung.
Zu dem Namen, ja ich hatte vor diesen noch zu ändern da ich nicht wusste dass dieser so extrem deutlich auffallend angezeigt werden würde, aber das wurde schon von einem sehr netten Menschen übernommen.
Am: 09.08.2024 07:40:37
Gelesen: 4723
# 10
@ bovi11 [#8]
Ich habe auch schon mehr 500 % des Katalogpreises bezahlt.
Aber oft (meist) auch nur 5 - 10 %, oder teilweise auch weniger, um hier nicht einen falschen Eindruck entstehen zu lassen.
Viele Grüße,
Klemens
Am: 09.08.2024 10:10:30
Gelesen: 4663
# 11
@ Florian22 [#9]
Lieber Florian,
ich habe eine ähnliche Geschichte wie Du. Sehr viele in diesem Forum beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit Briefmarken, ich bin auf dem gleichen Weg zu Briefmarken gekommen wie Du. Kleine Warnung am Rande: wenn es einen packt, dann aber richtig, ich verbringe seit 1,5 Jahren den größten Teil meiner freien Zeit damit, mir weltweit die Literatur zusammen zu suchen und nach speziellen Sammlungen, Abarten, besonderen Typen meines Sammelgebiets zu suchen.
Bzgl. deiner Frage: Ja, das geht - man kann mit Briefmarken Geld verdienen, ABER: du wirst vorher sehr viel Zeit und Geld investieren müssen. Man muss erst einmal in der Lage sein, eine Fälschung vom Original zu unterscheiden. Dann muss man lernen, welche Qualitätsunterschiede es gibt. Dieselbe Marke in verschiedenen Qualitätsstufen kann 10 €, 100 € und in einigen Fällen auch 1.000 € wert sein. Da kommt es auf das Detail an, das wirst du zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht beurteilen können.
Des Weiteren: Eine Briefmarke ohne Attest/Zertifkat ist sehr viel schwerer verkäuflich und bringt auch nicht den eigentlichen Wert. D.h. du brauchst erst einmal die Kenntnis, um einschätzen zu können, welche Marken überhaupt prüfwürdig sind, dann muss man noch einschätzen ob der Aufwand lohnt und dann brauchst du noch einen Prüfer. Und die kosten Geld. Ich habe mittlerweile etwa 300 Marken und Briefe prüfen lassen. In den allermeisten Fällen hatte ich im Vorfeld das richtig eingeschätzt und es waren Originale. Durch die Prüfung war in vielen Fällen der Wert enorm gestiegen. Aber es kommen schnell einige 1.000 € an Prüfgebühren zusammen. Das muss einem klar sein. Dann aber kann man die Marken auch extrem gut und schnell verkaufen und erhält dann auch den realen Gegenwert. für mich lohnt sich das. Das hängt aber sicherlich auch vom Sammelgebiet ab.
Aber es geht - noch ein wichtiger Hinweis: Ich verkaufe hauptsächlich über eBay und CataWiki - die Umsätze solltest du beim Finanzamt melden. Mein Steuerberater weiß davon, ich lasse das über Liebhaberei laufen, weil meine Ausgaben höher sind als meine Ausgaben (und das wohl auch so bleiben wird). Solltest du aber nur verkaufen, muss das versteuert werden.
Ich persönlich verkaufe Marken nur, um an die absoluten Top-Marken und Briefe zu kommen. Ich halte alle Ausgaben und Einnahmen akribisch fest, um den Überblick zu behalten. Zudem könnte es sinnvoll sein, die Sammlung zu versichern, sollte sie sehr wertvoll sein. Meine Sammlung habe ich zusätzlich versichern lassen.
Für weitere Fragen und Erfahrungsaustausch kannst du mich gerne persönlich anschreiben - ich kann dir sagen: Briefmarken sind ein tolles Hobby.
Viele Grüße
Michael
Am: 09.08.2024 10:22:30
Gelesen: 4651
# 12
@ Dobe [#11]
Meine Sammlung habe ich zusätzlich versichern lassen.
Was hast du wie versichert, und wie ist das dokumentiert?
Viele Grüße,
Klemens
Am: 09.08.2024 10:24:44
Gelesen: 4645
# 13
@ Frankenjogger [#12]
Das würde mich auch interessieren, eine normales Hausrat etc. macht das meines Wissens nicht.
Am: 09.08.2024 10:25:04
Gelesen: 4644
# 14
Ich habe eine Auflistung der wertvollsten Briefmarken meiner Sammlung inkl. Zertifikate mit aktuellem Verkaufspreis bestimmt und dann kam jemand von der Versicherung vorbei und hat sich das angeschaut und wie die Sammlung gelagert und gesichert wird. Dann wurde eine Versicherungssumme vereinbart.
Viele Grüße
Michael
Am: 09.08.2024 10:26:12
Gelesen: 4642
# 15
@ Dobe [#11]
ich lasse das über Liebhaberei laufen, weil meine Ausgaben höher sind als meine Ausgaben
Das hat mit Gewerblicher oder Privater Einstufung beim Finanzamt meiner Meinung nach nichts zu tun.
Am: 09.08.2024 10:28:14
Gelesen: 4642
# 16
Dafür wurde in der Hausratversicherung ein extra Passus eingefügt - die Versicherungen können da ja machen was sie wollen - sobald es verschriftlicht wird ist es versichert.
Das ging bei mir recht problemlos, natürlich kostet es dann etwas mehr. Aber außer Diebstahl (extrem unwahrscheinlich, wer klaut schon Briefmarken) ist ja nur Feuer die große Gefahr.
Viele Grüße
Michael
Am: 09.08.2024 10:32:57
Gelesen: 4636
# 17
@ 22028 [#15]
Da kenne ich mich überhaupt nicht aus - dafür habe ich ja einen Steuerberater - und dem gebe ich alle Unterlagen von mir. Er war da ziemlich entspannt. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen - ich fand nur den Hinweis wichtig, dass Fabian daran denkt, dass zu melden, wenn er daran denkt, Briefmarken zu verkaufen.
Am: 09.08.2024 10:41:10
Gelesen: 4625
# 18
@ Dobe [#16]
ist ja nur Feuer die große Gefahr
oder Wasser, meist das zum Löschen von Feuer. ;-)
Viele Grüße,
Klemens
Am: 09.08.2024 12:27:11
Gelesen: 4570
# 19
@ Dobe [#17]
Da kenne ich mich überhaupt nicht aus - dafür habe ich ja einen Steuerberater - und dem gebe ich alle Unterlagen von mir. Er war da ziemlich entspannt.
Hier noch ein Hinweis: Der APHV ist weit weniger entspannt, als das Finanzamt (oder der Steuerberater). Wenn die Umsätze über ein privates Konto 1.000 pro Jahr übersteigen, dann solltest Du Rücknahmen zulassen, die Echtheit garantieren und jegliche Hinweise auf "Privatverkauf, keine Gewährleistung" löschen.
Beste Grüße!
Lars
Am: 09.08.2024 12:45:07
Gelesen: 4561
# 20
@ Florian22 [#1]
Um zum Eingangsbeitrag zurückzukommen: aussagekräftige Photos helfen für die erste Einschätzung, um aber den marktgerechten Wert einer grösseren Sammlung feststellen zu können, muss ein Experte sich das Material persönlich anschauen.
Eine Anlaufsstelle sind sicher Auktionshäuser, man darf aber hier keine Wunderdinge erwarten, da es sich auch für den Auktionator und sein Personal wirtschaftlich rechnen muss. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich Deine Sammlung als "Nachlass in 4 Umzugskartons, bitte besichtigen" im Auktionskatalog wiederfindet. Mittleres Material wird meistens in solchen Konvoluten belassen, damit die überhaupt verkauft werden.
Dann sind wir schon beim Thema: Eine komplette DDR Sammlung (mit Köpfen, Lackaufdruck etc.) postfrisch bringt ca. 150 Euro netto. Eine Bund-Sammlung vor der Euro-Zeit (bis ca. 2000) bringt postfrisch zwischen 400 und 500 Euro. Das Zubehör ist darin schon erhalten. Wenn es sich um saubere, neuwertige Vordruckalben handelt, lohnt es sich, die Marken herauszunehmen und in einem Steckbuch anzubieten, und das Zubehör separat zu verkaufen.
Gestempelte Sammlungen kann man schwer pauschalisieren, alles hängt von der (Stempel-)qualität ab. Bundsammlungen fangen ab 50 Euro an (Eckstempel bzw. nicht prüfbare Stempelfragmente). Ein gestempelter Posthornsatz in Luxusqualität (zentrischer Vollstempel) kann dagegen mit einem postfrischen Satz durchaus mithalten.
@ Dobe [#16]
Diebstahl ist sehr unwahrscheinlich, die Einbrecher wollen Sachen, die klein sind und sich problemlos absetzen lassen (Schmuck, teure Handys etc.).
Auch Feuer ist gottlob selten, und die meisten Wohnungsbrände sind Brandstiftungen oder zumindest grob fahrlässig herbeigeführt. Hier kannst Du viel selbst vorsorgen (sind ein Feuerlöscher bzw. eine Löschdecke im Haus ? ist die Elektrik in Ordnung? Keine Kerzen verwenden, es gibt LED-Lichter etc.)
Der häufigste Tod von Briefmarken ist Feuchtigkeit. Auch hier sind Wirbelsturm und Starkregen unwahrscheinlich, solange Du die Sammlung nicht im Keller am tiefsten Punkt im Haus lagerst.
In "meinen" Immobilien treten dagegen Wasserschäden durch geplatze Wasser- und Heizungsrohre regelmäßig auf. Sind Deine Marken für diesen Fall und eventuelle Folgeschäden versichert?
Am: 09.08.2024 17:22:02
Gelesen: 4461
# 21
@ Lars Boettger [#19]
Lieber Lars,
das finde ich selbstverständlich, natürlich lasse ich Rücknahmen zu. Zudem garantiere ich für die Echtheit auch über die Rücknahmefrist hinaus. Aber sehr gerne lasse ich dich über meine paar Angebote drüber schauen, um eine Rückmeldung zu erhalten, ob das APHV-konform ist.
@ drmoeller_neuss [#20]: Guter Hinweis! Werde ich direkt nachhaken.
Am: 09.08.2024 17:37:17
Gelesen: 4450
# 22
Hallo,
als interessierter Mitleser befürchte ich, dass hier (wie in anderen Themen auch schon) zwei Dinge vermischt werden die rechtlich nahezu vollständig unabhängig gehandhabt werden:
1. Steuerrecht, das Finanzamt und der Steuerprüfer sind zuständig.
2. Wettbewerbsrecht: Aussagen des Finanzamtes und des Steuerprüfers interressieren niemanden, sind keinen Zipfel Papier wert.
Falls mich mein Eindruck nicht trügt, könnt Ihr ja selber hier im Forum und bei anderen die Ahnung haben weiter recherchieren.
Falls mein Eindruck mich betrogen hat, ignoriert Ihr bitte diesen Einwurf.
Grüße
Winfried
Am: 09.08.2024 19:16:01
Gelesen: 4398
# 23
@ Winni451 [#22]
Genau so ist es!
@ Dobe [#21]
"das finde ich selbstverständlich, natürlich lasse ich Rücknahmen zu. Zudem garantiere ich für die Echtheit auch über die Rücknahmefrist hinaus. Aber sehr gerne lasse ich dich über meine paar Angebote drüber schauen, um eine Rückmeldung zu erhalten, ob das APHV-konform ist."
Wenn die Handelsaktivitäten gewerblichen Umfang haben, nützt es nichts, eine Rücknahme einzuräumen. Die Wettbewerbswidrigkeit ergibt sich dann bereits daraus, dass gewerbliche Angebote als "privat" deklariert werden. Damit einher geht nämlich bereits die Tatsache, dass gewerbliche Anbieter Gebühren zahlen, private Anbieter aber nicht. Der Wettbewerbsvorteil liegt auf der Hand.
Am: 09.08.2024 20:36:47
Gelesen: 4355
# 24
Danke für den Hinweis, das war mir tatsächlich nicht klar. Ich bin davon ausgegangen, dass die Gewinnerzielungsabsicht ausschlaggebend ist, soweit auch die Aussage meines Steuerberaters. Mit einem Wettbewerbsrecht musste ich mich in meinem Leben noch nie beschäftigen. In meinem Berufsfeld spielt das keine Rolle.
Ich denke, ich werde mir eine rechtliche Beratung einholen und solange keine neuen Angebote bei eBay einstellen.
Danke für die vielen hilfreichen Antworten!
Michael
Am: 21.09.2024 04:56:53
Gelesen: 4014
# 25
Es tut mir leid für die späte Antwort!
@ Michael
Danke gerne komme ich ev. darauf zurück. :)
Ab welchem wert lohnt es sich eine Marke attestieren zu lassen ich dachte ca 80 bis 100 € Handelswert?
@ Michael
@ drmoellerneus
Gute Informationen haben mir weiter geholfen.
Und haha ja die wirtschaftliche Matrix schlägt zu - Steuer
Kennt einer Zufällig ein gutes Auktionshaus, welches tatsächlich in der Regel die besten Preise erzielt oder dafür bekannt ist, das wäre sehr wichtig für mich in dem Bereich einen Überblick zu erhalten.
Am: 21.09.2024 09:46:02
Gelesen: 3960
# 26
Lieber Florian,
ich glaube kaum, dass irgendjemand hier zum Thema Auktionshaus eine Empfehlung abgeben wird. Ich denke, du kannst das auch am besten selbst abschätzen, indem du auf Philasearch gehst und eine Weile dort die Auktionshäuser und ihre Preise sowie die Anzahl der verkauften Lose beobachtest.
Dazu kommt, dass viele Auktionshäuser eine gewisse Spezialisierung auf bestimmte Länder bzw. Gebiete haben und in Sammlerkreisen auch dafür bekannt sind - und schließlich hat das Auktionshaus keinen Einfluss darauf, wie gut deine Marken sind. Massenware, welcher jeder schon hat, wird wenig nachgefragt bzw., nur zu hohen Abschlägen und für viele Auktionshäuser lohnt der Aufwand nicht, Marken unter einem Handelswert von 40-50 € mit Scan und Beschreibung aufzubereiten. Die müssen ja auch wirtschaftlich denken.
Meiner persönlichen Erfahrung nach ist es am sinnvollsten, kleinere gute Marken über eBay zu verkaufen (wenn es nicht zu viele sind), gute und TOP-Marken einzeln über CataWiki. Bei größeren Sammlungen mit vielen guten bis TOP-Marken würde ich persönlich auf ein Auktionshaus zurückgreifen. Erstens würde bei einer größeren Anzahl zu verkaufender Marken irgendwann das Wettbewerbsrecht greifen (wie ich jetzt gelernt habe) und zum anderen sind Auktionshäuser einfach Profis in dem Gebiet.
Zur anderen Frage: Ja, so mache ich es auch. Ab einem realen Handelswert von 80-100 € lasse ich meine Marken prüfen. Manchmal lasse ich auch weniger wertvollere Marken prüfen, um vom Prüfer zu lernen - mein Prüfer sendet mir dann in einer extra-e-mail immer auch die Begründungen für abweichende Prüfungsergebnisse. Das ist wirklich toll und von ihm habe ich schon sehr viel gelernt.
Danke an dieser Stelle auch an bovi11, welcher mir außerhalb des Forums mit seiner Einschätzung sehr weitergeholfen hat. Wirklich toll.
Viele Grüße
Michael