Briefmarken Atteste

Thema:

Philatelistische Zeitschriften in Mitteleuropa in den 2020-er Jahren

JanClauss Am: 13.07.2024 10:17:05 Gelesen: 1795 # 1
Liebe Philateliegeschichtler, bitte klärt mich doch mal auf, ob ich mit der folgenden Aufzählung allein der Printmedien, die heute noch in Deutschland erscheinen, richtig liege: 1. AiJP-Magazin (Wfg.Maassen) 2. APHVmagazin (Maassen für APHV-Mg) 3. BMS* (Philapress) 4. DBR* (PSBN Billion) 5. DBZ/se* (Philapress) 6. philatelie (BDPh "über" Philapress) 7. postfrisch (DHL Group über Bertelsmann) 8. VdPh West (Inlay in NRW/RLP zur philatelie) 9. Werthaltig (Hauszeitschr.The Global Phil.Network/GPN) Zählt man noch unsere deutschsprachigen Nachbarländer dazu, kommt man auf genau 1 Dutzend: 10. BM (des VÖPh in Wien) 11. SBZ (des SBHV in Bern) 12. Moniteur (der FPhL in Luxbg) Von Maassen erscheint noch dazu PhilaHistorica, auch als Printausgabe erhältlich (normalerweise aber als e-Ausgabe). *Als sog. "Kiosk-Ztschr. gibt es mittlerweile nur noch diese drei
JanClauss Am: 13.07.2024 10:42:33 Gelesen: 1775 # 2
Wenn man die Hauszeitschriften sämtlich hinzuzählt - "Werthaltig" gehörte ja auch dazu -, käme man mit den "Borek-Berichten" und der "Sieger-Post" natürlich auf eine höhere Anzahl von Printmedien. Auch KRÜGER in München hatte, soweit ich mich entsinne, eine Hauszeitschrift. Und wenn man die "richtig gebundenen" und verlagsseitig professionell erstellten Rundbriefe der ArGen - lose Flatterblätter im Kellerdruck einmal weggelassen - hinzunähme, käme man allein mit den bei Druckfrey in Neulingen produzierten rund zwei Dutzend Rundbriefen der ArGen (AROS, BG, GR, Nordische, Preußen, RUS, YU usw.) auf bestimmt drei Dutzend.
Richard Am: 13.07.2024 12:43:00 Gelesen: 1744 # 3
@ JanClauss [#1] Hallo Jan, wenn Du die Zeitschrift des VdP West aufzählst, die ich zum Beispiel nicht erhalten und nicht kaufen kann, dann solltest Du auch die Zeitschriften der anderen Landesverbände, wie Südwest, Bayern oder Nordost dazuzählen. Wenn Du werthaltig von Krüger aufführst, die ich vor 40 oder 50 Jahren erhalten habe. dann bitte auch die Dutzenden von Zeitschriften, die noch in den 1950-er Jahren erschienen sind. Oder die Berner Briefmarken Zeitung von Zumstein. Vergleichen sollte man nicht Abo- und Kiosk-Zeitschriften mit reinen Mitgliederzeitschriften, wie dem APHV Magazin, nicht ein Krüger Magazin oder Borek Berichte als nicht kostenfreie "Werbe- und Verkaufszeitschriften" mit Mitgliederzeitschriften wie die BBZ, die philatelie und das APHV Magazin. Manche der Druckwerke, ohne dass ich irgendetwas gegen sie schreiben kann, sind vorwiegend Zweitverwendungen von bereits an anderer Stelle erschienenen redaktionellen Beiträgen. Grüsse aus dem Allgäu, Richard
JanClauss Am: 13.07.2024 20:16:31 Gelesen: 1661 # 4
@ Richard Ob Mitgliederzeitschriften oder nicht: Wenn ich alle derzeit in Deutschland erscheinenden phil. Printmedien - ohne die von Ortsvereinen (zB Siegburger SBF), Landesverbänden (zB VdPh West) oder ArGen (das dürften allein rund 100 sein) - aufzähle, komme ich auf neun. Da sind dann keine "Wiederkäuer" dabei, wobei doch gerade die Hauszeitschriften nicht zu jenen gehören. "Markenzeichen" zB kaut gar nichts wieder, im Gegenteil: Es selbst wird eher woanders zweitverwendet (es klaut also nicht, sondern wird eher be-klaut). 1. AiJP-Magazin 2. APHVmagazin 3. BMS 4. DBR 5. DBZ/se 6. Junge Sammler 7. MiR 8. philatelie 9. postfrisch
zobbel Am: 14.07.2024 12:39:54 Gelesen: 1550 # 5
Es sollte zwischen Publikumszeitschriften und Vereins-/Mitgliederzeitschriften unterschieden werden, also: - der Leser kauft die Zeitschrift am Kiosk oder hat er sie beim Verlag abonniert - der Leser ist Mitglied eines Vereins oder (mittelbar) eines Verbandes und bekommt die Zeitschrift ohne Mehrkosten zum Mitgliedsbeitrag. Hierzu gehören auch die Hauszeitschriften von Händlern, Auktionshäusern und Versandstellen. Publikumszeitschriften * BMS (6.900) * DBR (vermutl. 5.250) * DBZ/se (4.800) * MiR (?, unter 8.000) Verbands- oder Mitgliederzeitschriften * AiJP-Magazin (?) * APHVmagazin (?) * Junge Sammler (?) * philatelie (21.000) * postfrisch (?) * Das Archiv (5.000) So habe ich das auch in der Wikipedia eingeteilt (muß ich mal aktualisieren). https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_philatelistischer_Zeitschriften Auflagezahlen: https://www.zobbel.de/stamp/auflage.htm
JanClauss Am: 14.07.2024 19:25:31 Gelesen: 1511 # 6
Seitdem DAS ARCHIV mit einem Technikmuseum kooperiert, kann man es schwerlich noch als philatelistische Ztschr. ansehen. Schaut Euch mal die letzten vier-fünf Hefte an: da ist praktisch nichts für uns drin! Die Zeiten, in denen es sich "Archiv für Postgeschichte" nannte, sind nun Archäologie und Frühgeschichte. Es ist ein Jammer, aber die Zunft der Philatelisten schrumpft, und die Zeiten, in denen sich Jungpostbeamte bei Amtsantritt zu drei Institutionen verpflichteten (1. ein Postscheckkonto, 2. die Mitgliedschaft in der Dt.Ges.f.PGesch und 3. die in der Postgewerkschaft) sind allemal vorbei. Nur dadurch hatte DAS ARCHIV einst eine Riesenmitglieder- und -leserschaft. Die Gesellschaft war damals der größte historische Verein Europas, und jetzt ist die DGPT ein Kooperationsverein für Kommunikation aller Art und für Technikgeschichte. Als ehemaliger Autor bedauert dies keiner mehr als ich, und ich kenne einige, die deshalb mit diesem Verein (der DGPT) brachen.
stephan.juergens Am: 18.07.2024 23:17:15 Gelesen: 1320 # 7
@ zobbel [#5] "Die Briefmarke" (eigentlich Österreich), verlagstechnisch bei Michel/Schwaneberger in München aufgehängt, erwähnt zumindestens mündlich gegenüber (potentiellen) Anzeigenkunden, dass sie in Deutschland die reichweitenstärkste Zeitschrift wären. Die Zeitschrift wird ja nicht nur an die VÖB-Mitglieder verschickt, sondern auch an alle Abonnenten, die bei der österreichischen Post ein Abo im Neuheitenbezug haben. Ungefähr die Hälfte der Auflage würde in Deutschland bleiben. Schriftlich habe ich ein solches Statement von denen noch nicht gesehen (ich denke mal "postfrisch" dürfte in Deutschland die höchste Auflage haben). [Beiträge [#1] bis [#7] redaktionell ausgelagert aus dem Thema "Philatelistische Zeitschriften Deutschland seit 1945", welchem die Entwicklung der Jahrzehnte seit 1945 bis etwa 2020 als Schwerpunkt hatte und weiter haben soll.]
drmoeller_neuss Am: 19.07.2024 14:36:02 Gelesen: 1257 # 8
Ich würde nur die Printmedien aufführen, die eine ISSN haben (ISSN = Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke). Manches hektographierte Vereinsblättchen hat eine höhere Auflage als die PhilaHistorica, die aber eine ISSN bzw. ISBN hat. Ohne dieses Kriterium wäre "ALDI informiert" eine der größten Wochenzeitschriften in Deutschland. :) [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke
zobbel Am: 19.07.2024 16:34:33 Gelesen: 1232 # 9
@ stephan.juergens [#7] Ausweislich der Mediadaten 2024 sieht die Verteilung so aus: Österreich: 32.000 Stk. Deutschland: 7.000 Stk. Rest der Welt: 1.000 Stk https://voeph.at/fileadmin/1_VOEPh_KEEP/2024_BRIEFMARKE/Mediadaten_2024_BM__1_.pdf Der VÖPHV hat laut https://voeph.at/voeph/ueber-uns 7.500 Mitglieder in 205 Vereinen. PS: Äpfel und Birnen: die "Briefmarke" muß man natürich mit der "philatelie" bzw. "postfrisch" vergleichen, nicht mit BMS/DBR/DBZ!
JanClauss Am: 31.08.2024 23:41:41 Gelesen: 1061 # 10
Die ISSN ist kein Kriterium für ein Printmedium. Sie bedeutet lediglich "International Standard Series Number" und wird für Periodika aller Art vergeben. Der 1959-2019 erschienenen FISCHER WELTALMANACH, neben der Bibel wohl Deutschlands auflagenstärkstes Buch (mit 7 Mill. Exemplaren, plus denen in Schwedisch und Polnisch) beispielsweise, hatte - obwohl ein "klassisches Buch", auch eine ISSN. Ein Mal jährlich ist nämlich auch "periodisch". Billions DBR hat keine ISSN und ist - neben dem BMS - doch das auflagenstärkste Fachperiodikum Deutschlands. Eine ISSN kann sich jeder kostenlos besorgen, auch ein dörflicher Angelverein für sein 4-Seiten-Blättchen oder ALDI für sein millionenstarkes Wochenblatt. Die ISSN ist lediglich eine einst von der UNESCO zwecks standardisierter Periodika-Erfassung entwickelte Nummerierung. Sie sagt nichts über die Seriosität, die Auflage, die Vertriebsform oder sonstwas aus. Übrigens ist das für die "Schwesternnummer" ISBN bei Büchern genau dasselbe: Mein posthistorisches Buch zum Hitler-Stalin-Pakt, in einem ordentlichen Verlag erschienen, hat eine Auflage von lediglich 50 Stück und trotzdem eine ISBN. Vorteil ist, dass dies dann offiziell aussieht und ´was "hermacht". Nachteil ist, dass man an Bund ("DNB") und Land kostenlos 2+2 Pflichtexemplare abliefern muss. Allerdings sind alle ISSN- und ISBN-Publikationen weltweit in den jeweiligen nationalen Bibliographien gelistet, da sie ja auch (wie übrigens alle ISSN-Periodika) zwangsabgeliefert werden. Bei der "Grauen Literatur" (jener ohne ISSN/ISBN) ist das aber eben nicht der Fall.