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Weltausstellung Boston 2026 vom 23. bis 30. Mai 2026

Richard Am: 12.06.2024 15:44:49 Gelesen: 27350 # 1
Weltausstellung Boston 2026 vom 23. bis 30. Mai 2026 (tf/pcp) Das Bulletin Nr. 1 zur Weltausstellung Boston 2026 wurde kürzlich in digitaler Form veröffentlicht und kann unter Boston2026.org eingesehen und heruntergeladen werden. Dieses erste von zwei zu erwartenden Bulletins enthält über 50 Seiten, die den Lesern die Planung der alle Jahrzehnte stattfindenden internationalen Ausstellung in den USA anhand der Menschen und Organisationen vorstellen, die sie ermöglichen. Der Präsident der Boston 2026, Yamil Kouri, sagte: „Wir haben viel Arbeit in diese informative Broschüre gesteckt, die die meisten Fragen potenzieller Besucher und Teilnehmer beantworten wird. Wir haben auch mehrere Artikel über die historische Bedeutung des Großraums Boston für die Gründung der Nation und ihre philatelistischen Bezüge aufgenommen“. Erste Informationen über Hotels sind ebenfalls enthalten. Zum jetzigen Zeitpunkt sind acht Hotels in Gehweite des Boston Convention and Exhibition Center, dem Veranstaltungsort der Messe, gebucht. Es wird nach erschwinglicheren Möglichkeiten gesucht, die weiter vom Stadtzentrum entfernt, aber mit den zahlreichen öffentlichen Verkehrsmitteln, die Boston bietet, leicht zu erreichen sind. Reservierungen für alle Angebote werden ab dem Frühjahr 2025 möglich sein. Auf mehreren Seiten wird den Spendern gedankt. Die verschiedenen Spendenstufen werden erläutert und mit verschiedenen Dankeschön-Prämien verbunden, einschließlich der Aufnahme in den Minuteman Club. Als anerkannte 501(c)3-Organisation können Spenden in den USA von der Steuer abgesetzt werden, wenn sie einzeln aufgeführt werden. Bulletin Nr. 1 enthält eine Auflistung der gegenwärtigen Standinhaber, die über 75 sind. Es sind noch Standplätze für 4- oder 8-Tage-Optionen verfügbar. Interessierte Händler werden dringend gebeten, sich an den Vorsitzenden der US/Kanada-Börse Mark Reasoner (Mark.Reasoner@Boston2026.org) oder den Vorsitzenden der internationalen Börse Sandeep Jaiswal (Sandeep.Jaiswal@Boston2026.org) zu wenden. Die Postverwaltungen werden noch in diesem Jahr mit Informationen zur Teilnahme kontaktiert. Die Boston 2026 World Expo findet vom 23. bis 30. Mai 2026 im Boston Convention & Exhibition Center statt. Ausführliche Informationen zur Messe finden Sie unter Boston2026.org und auf Twitter und Facebook. Tragen Sie sich in die Boston 2026-E-Mail-Liste ein, um aktuelle Informationen zu erhalten, sobald diese verfügbar sind. Thomas M. Fortunato Leiter der Öffentlichkeitsarbeit von Boston 2026 Tom.Fortunato@Boston2026.org
Richard Am: 18.01.2025 09:30:52 Gelesen: 27155 # 2
Boston 2026 Bulletin #2 jetzt verfügbar (tf-Boston/pcp) - Das zweite Boston 2026-Bulletin mit detaillierten Informationen über die Weltausstellung, insbesondere über die Ausstellungsregeln und die Anmeldung, wurde soeben veröffentlicht und ist in elektronischem Format auf der Website der Messe unter boston2026.org verfügbar. Das 44-seitige Dokument enthält die offiziellen IREX (Individual Regulations particular to Boston 2026), die von der Fédération Internationale de Philatélie (FIP), dem Dachverband des internationalen Ausstellungswesens, für die Anerkennung der Ausstellung gefordert werden. Boston 2026 ist nicht nur eine, sondern präsentiert mehrere Ausstellungen, die gleichzeitig stattfinden und auf denen die besten Aussteller der Welt vertreten sind. Die größte Ausstellung ist die FIP-Ausstellung, die aus 4.000 Exponat-Rahmen besteht, die bewertet werden und um Medaillen von Bronze bis zu Groß-Gold und Sonderpreisen konkurrieren, ebenso wie die Teilnehmer der Literaturklasse. Ein separater Polarsalon mit 200 Rahmen, die sowohl wettbewerbsfähige als auch nicht wettbewerbsfähige Exponate enthalten, wird ebenso stattfinden wie ein Deutsch-Amerikanischer Salon mit 50 Rahmen. Der jährliche Wettbewerb 2026 APS Champion of Champions rundet die Ausstellungen ab. Weitere Ausstellungen außerhalb des Wettbewerbs ergänzen die Raritäten, darunter eine Ehrenklasse von Weltrang sowie institutionelle, ephemerische und andere eingeladene Exponate. Für alle Ausstellungsarten werden nur elektronische Anmeldungen über das entsprechende Formular akzeptiert. Alle Anmeldungen werden online sein, sobald die neue Boston 2026-Website online ist. Bulletin #2 enthält außerdem einen Zeitplan der Ausstellungstermine, Informationen für Gesellschaften und Postverwaltungen sowie zwei aktuelle Artikel, die Frauen aus der Region Boston und Afroamerikaner auf Briefmarken hervorheben. Die Boston 2026 World Expo findet vom 23. bis 30. Mai 2026 im Boston Convention & Exhibition Center statt. Ausführliche Informationen zur Messe finden Sie unter Boston2026.org sowie auf Twitter und Facebook. Tragen Sie sich in die Boston 2026-E-Mail-Liste ein und erhalten Sie Updates, sobald diese verfügbar sind.
saeckingen Am: 24.01.2025 15:34:08 Gelesen: 27097 # 3
Boston 2026 New Website Online The Boston 2026 World Expo web site has been redesigned as the show nears the sixteenth month before it opens its doors. Boston 2026 Executive Director Mark Butterline explained, “We’ve been working behind the scenes planning this change for some time in collaboration with our event management contractor, Cvent. Their integrated platform combined the user-friendly marketing and registration applications we were looking for to enhance both viewer and attendee experiences.” It all starts with the web site. Users will find it equally easy to view and navigate on both a monitor and mobile device of any size. Philatelic exhibitors and literature entrants alike will be pleased to find that the online application forms for the various options are now active and available. This includes the FIP competition, Polar Salon and Ephemera display. An updated bourse floor plan is online. A little more than two-thirds of the 150 dealer booths are now filled, with the majority of unreserved booths smaller in size and towards the back of the hall. The current dealer list includes booth numbers. These fill more than half of the left side of the sales space. On the right are the USPS Retail and Cancellation Area and the Welcome to Stamp Collecting Pavilion, both flanked by the USPS Presentation Area in between. Most postal administrations and society tables will be surrounding this area in their respective Europe, Americas, Asia/Pacific and Polar Pavilions, along with their related exhibits. Boston 2026 visitors now have their first opportunity to register to attend the show. Entrance is free all eight days, however, pre-registration is recommended to avoid long lines at showtime. Hotel reservations are being handled separately by OnPeak housing management. Details are expected to be added to the web site by early March. Boston 2026 World Expo takes place May 23-30, 2026, at the Boston Convention & Exhibition Center. Full show details may be found at Boston2026.org and on Twitter and Facebook. Sign up to be added to the Boston 2026 email list and receive updates when available. Thomas M. Fortunato Boston 2026 Public Relations Chair Tom.Fortunato@Boston2026.org --- Boston 2026 Neue Website online --- Die Website der Weltausstellung Boston 2026 wurde neu gestaltet, da sich die Ausstellung dem sechzehnten Monat vor ihrer Eröffnung nähert. Der Exekutivdirektor von Boston 2026, Mark Butterline, erklärte: "Wir haben hinter den Kulissen schon seit einiger Zeit an der Planung dieser Änderung gearbeitet, und zwar in Zusammenarbeit mit unserem Auftragnehmer für das Veranstaltungsmanagement, Cvent. Ihre integrierte Plattform kombiniert die benutzerfreundlichen Marketing- und Registrierungsanwendungen, nach denen wir gesucht haben, um sowohl die Erfahrungen der Zuschauer als auch die der Teilnehmer zu verbessern." Alles beginnt mit der Website. Sie ist sowohl auf Bildschirmen als auch auf mobilen Endgeräten jeder Größe gleichermaßen gut zu sehen und zu navigieren. Philatelistische Aussteller und Literatureinreicher werden sich freuen, dass die Online-Anmeldeformulare für die verschiedenen Optionen jetzt aktiv und verfügbar sind. Dies gilt auch für den FIP-Wettbewerb, den Polarsalon und die Ephemera-Ausstellung. Ein aktualisierter Hallenplan ist online. Etwas mehr als zwei Drittel der 150 Händlerstände sind jetzt belegt, wobei die meisten nicht reservierten Stände kleiner sind und sich im hinteren Teil der Halle befinden. Die aktuelle Händlerliste enthält die Standnummern. Diese füllen mehr als die Hälfte der linken Seite der Verkaufsfläche aus. Auf der rechten Seite befinden sich der USPS-Einzelhandels- und Entwertungsbereich und der Pavillon "Willkommen beim Briefmarkensammeln", beide flankiert vom USPS-Präsentationsbereich dazwischen. Die meisten Postverwaltungen und -gesellschaften werden diesen Bereich in ihren jeweiligen Pavillons Europa, Amerika, Asien/Pazifik und Polar umgeben, zusammen mit den dazugehörigen Exponaten. Die Besucher von Boston 2026 haben jetzt die erste Gelegenheit, sich für die Messe zu registrieren. Der Eintritt ist an allen acht Tagen frei, eine Vorregistrierung wird jedoch empfohlen, um lange Warteschlangen bei der Messe zu vermeiden. Die Hotelreservierung wird separat von OnPeak Housing Management durchgeführt. Einzelheiten werden voraussichtlich Anfang März auf der Website veröffentlicht. Die Boston 2026 World Expo findet vom 23. bis 30. Mai 2026 im Boston Convention & Exhibition Center statt. Ausführliche Informationen zur Messe finden Sie unter Boston2026.org sowie auf Twitter und Facebook. Tragen Sie sich in die E-Mail-Liste von Boston 2026 ein und erhalten Sie aktuelle Informationen, sobald diese verfügbar sind. Thomas M. Fortunato Leiter der Öffentlichkeitsarbeit von Boston 2026 Tom.Fortunato@Boston2026.org Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
22028 Am: 14.02.2025 12:22:43 Gelesen: 26986 # 4
Wie ich aus erster Hand vom FIP Präsidenten, den ich persönliche kenne, auf Nachfrage erfahren habe ist die BOSTON 2026 keine vollwertige FIP Ausstellung, sondern ist nur eine FIAP Ausstellung FIP Anerkennung. Die kleine aber wichtigen Feinheit ist, dass man zwar, wenn das Exponat auf einer Nationalen (BDPh oder FEPA) Ausstellung für FIP mit 5 Rahmen qualifiziert ist und dann mindesten LV erhielt das Exponat bei der nächsten FIP Ausstellung für 8 Rahmen qualifiziert ist. Ein früher 8-Rahmen Exponat das vorher bei FIP bereits mit z.B. Gold bewertet wurde kann zwar mit 8 Rahmen in Bosten ausgestellt werden, das Ergebnis zählt aber nicht für die FIP. Ehrlich gesagt, frage ich mich, warum der US-Verband nicht in der Lage ist, eine komplette FIP-Ausstellung zu organisieren. Selbst kleine Länder wie Rumänien im Jahr 2024 oder jetzt Uruguay waren / sind in der Lage, es zu schaffen.
drkohler Am: 14.02.2025 12:55:49 Gelesen: 26976 # 5
@ 22028 [#4] Ich kann mich noch an informelle Gespräche erinnern anlässlich NY 2016 (oder wars Washington 2006? - zu lange her), mit Leuten die in der Organisation des Events beteiligt waren. (Ich war nur die Fliege an der Wand, die die Ohren spitzte, da ich mit der Sache nichts zu tun hatte). Damals ging es um die Frage, ob die FIP überhaupt an den zukünftigen World Expos eingeladen werden sollte. Der Grund waren die absolut horrenden Kosten wegen all den FIP-Funktionären, die sich offenbar königlich bedienten und logierten. Von der offiziellen Website: FIP Recognizes Boston 2026 Boston 2026 is sanctioned by the American Philatelic Society (APS) in accordance with the General Regulations for Exhibitions (GREX) of the Fédération Internationale de Philatélie (FIP). As such, Boston 2026 is a World Exhibition with Provisional Recognition of the FIP granted at the 173rd Board Conference Meeting of the FIP Board of Directors on June 3, 2024. Und aus dem neusten Bulletin: The main exhibition has the recognition of the Fédération Internationale de Philatélie (FIP) and will adhere to all FIP rules, including entry requirements, frames allocation and judging criteria. Also das liest sich eigentlich wie: Die FIP ist voll dabei. FIP erkennt Boston 2026 an Boston 2026 wird von der American Philatelic Society (APS) in Übereinstimmung mit dem Allgemeinen Reglement für Ausstellungen (GREX) der Fédération Internationale de Philatélie (FIP) sanktioniert. Als solche ist Boston 2026 eine Weltausstellung mit vorläufiger Anerkennung der FIP, die auf der 173. Vorstandskonferenz des FIP-Vorstands am 3. Juni 2024 erteilt wurde. Und aus dem neusten Bulletin: Die Hauptausstellung ist von der Fédération Internationale de Philatélie (FIP) anerkannt und wird alle FIP-Regeln einhalten, einschließlich der Teilnahmebedingungen, der Rahmenzuteilung und der Bewertungskriterien. Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Lars Boettger Am: 14.02.2025 18:00:00 Gelesen: 26936 # 6
@ 22028 [#4] Ehrlich gesagt, frage ich mich, warum der US-Verband nicht in der Lage ist, eine komplette FIP-Ausstellung zu organisieren. Selbst kleine Länder wie Rumänien im Jahr 2024 oder jetzt Uruguay waren / sind in der Lage, es zu schaffen. Sie wollten es ausdrücklich nicht. Gründe: - Sie können die Juroren selber aussuchen - Sie können z.B. eine "FDC-Klasse" (in den USA sehr populär und erfolgreich) abhalten, wäre als fullfledged FIP-Gedöns nicht möglich (Aussage auf der HAFNIA auf Nachfrage) Beste Grüße! Lars
Richard Am: 27.03.2025 09:37:27 Gelesen: 26722 # 7
BOSTON 2026: Online-Hotelreservierungssystem jetzt aktiv (FEPA/AIJP) - Hotelreservierungen für die Weltausstellung Boston 2026, die in vierzehn Monaten stattfindet, sind jetzt möglich. Acht offizielle Messehotels wurden aus dem gesamten Bostoner Seaport-Distrikt ausgewählt und repräsentieren die Hotelketten Hilton, Hyatt, Marriott, Omni und Yotel. Alle sind mit drei oder vier Sternen ausgezeichnet, vollständig rollstuhlgerecht und nur wenige Gehminuten vom Boston Convention & Exhibition Center entfernt. Das Hotel Westin Boston Seaport District, das als Hauptquartier der Messe dient, und das Omni Boston Hotel at the Seaport sind direkt mit dem Messezentrum verbunden. Reservierungen werden für den Check-in einige Tage vor der Eröffnung der Messe, während der Veranstaltung und einige Tage nach dem Ende der Veranstaltung vom Dienstag, dem 19. Mai, bis zum Montag, dem 1. Juni, entgegengenommen. Die Zimmerpreise pro Nacht liegen zwischen 229 und 333 US-Dollar. Die angegebenen Preise gelten für Einzel-/Doppelbelegung. In einigen Messehotels sind auch Dreibett- und Vierbettzimmer verfügbar. Diese ermäßigten Preise sind nur bei Reservierungen über den Link zur Boston 2026-Website zu onPeak, dem mit der Unterkunftsverwaltung der Messe beauftragten Unternehmen, verfügbar. Es wird weiterhin darüber verhandelt, ein oder zwei weitere Unterkünfte außerhalb des Stadtzentrums in die Liste aufzunehmen. Auch diese werden nach Bestätigung auf der Hotelseite von Boston2026.org zu finden sein. Hotelzimmer werden nach Verfügbarkeit angeboten, ohne Garantie, dass zusätzliche Zimmerkontingente freigegeben werden, sobald sie ausgeschöpft sind. In jedem Fall ist eine Anzahlung per Kreditkarte oder Scheck in Höhe einer Übernachtung erforderlich. Reservierungen müssen 72 Stunden vor dem Anreisetag storniert werden, um eine Gebühr für eine verspätete Stornierung in Höhe einer Übernachtung und Steuern zu vermeiden. Die Weltausstellung Boston 2026 findet vom 23. bis 30. Mai 2026 im Boston Convention & Exhibition Center statt. Ausführliche Informationen zur Ausstellung finden Sie unter Boston2026.org und auf X und Facebook. Tragen Sie sich in die E-Mail-Liste von Boston 2026 ein, um Updates zu erhalten, sobald diese verfügbar sind. Thomas M. Fortunato Vorsitzender der Öffentlichkeitsarbeit von Boston 2026 Tom.Fortunato@Boston2026.org
22028 Am: 27.03.2025 11:49:04 Gelesen: 26701 # 8
@ Richard [#7] Nicht wenige Internationale Aussteller werden diese Ausstellung aus den bekannten politischen Turbulenzen in den USA boykottieren. Auch ich werde, da es zum einen keine hundertprozentige FIP Ausstellung welche mir nichts bringt ist und der aktuellen unabsehbaren eventuellen Probleme bei der Einreise dort nicht teilnehmen.
saeckingen Am: 27.03.2025 14:12:50 Gelesen: 26677 # 9
Ich habe letzte Woche mein Hotel reserviert, die nahegelegen Hotels werden recht schnell voll sein. Man kann die Reservierung problemlos später ändern bzw. kostenfrei stornieren. Es gibt sicherlich einige lauten Stimmen, die einen Boykott fordern, aber ich plane andere Philatelisten und Freunde zu treffen, aber niemanden aus der aktuellen Regierung. Sollte mich Trump treffen wollen, werde ich ihm leider absagen müssen. ;-) Ich war 2016 in New York und es war sehr beeindruckend, was die Amerikaner da auf die Beine stellen. Die haben für diese Ausstellungen einfach unglaubliche Mittel zur Verfügung. Wenn ich mich nicht irre, war alleine der Überschuss von New York ein Mehrfaches vom ganzen Budget der IBRA. Grüße Harald
nitram Am: 27.03.2025 15:04:29 Gelesen: 26659 # 10
Es geht doch vor allem darum, ob man sich in einem Land, in dem die Demokratie in Rekordtempo abgebaut wird, wohlfühlen kann oder nicht. Wir haben diese Frage vor ein paar Wochen für uns verneint und werden nicht nach Boston fahren, weder als Aussteller noch als Besucher. Das ist sehr schade, da das seit Jahren anders geplant war und wir uns auf einen mehrwöchigen Aufenthalt in den USA gefreut hatten. Viele Grüße Martin
22028 Am: 27.03.2025 15:13:27 Gelesen: 26650 # 11
@ saeckingen [#9] Hallo Harald, wegen Boston, sorry, ich habe da meine Prinzipien und als Rentner kann ich entscheiden wo ich hinreise oder nicht, im beruflichen Leben musste ich da Rücksicht nehmen. In ein Land mit einem Faschistischen und Rechtsradikalen Präsidenten der die Geschichtsschreibung ändert, Minderheiten unterdrückt, die Umwelt massiv schädigt, seine Stiefellecker sich in die Politik anderer Länder einmischen (Musk und AFD), sorry, da muss ich nicht hinreisen. Genauso wie in die Türkei. Ich kenne mittlerweile genug Sammler die nicht hinfliegen, bin also nicht alleine. Wegen NY2016, meine Frau und ich waren 2 Wochen in NY, von der Ausstellung war ich nicht so überzeugt. Sie war zwar groß und imposant, ob sie aber ein finanzieller Erfolg war ? Wie ich hörte nur eine schwarze Null, Besuchermäßig eher mau, man hat jeden gezählt der reinging, mich also sicher 20-30 mal.
drkohler Am: 27.03.2025 17:53:05 Gelesen: 26624 # 12
Ich war auch an der New York 2016 und die Ausstellung war deutlich "kleiner" als Washington 2006 (die ganze Arabienwelt fehlte in NY, ebenso fehlten die Demostände der privaten Drucker weitestgehend). Diese grössten Ausstellungen finden nur alle 10 Jahre statt, deshalb ist der Aufwand enorm und finanziell auch ein berechenbares Risiko weil Sponsorengelder (zB New York: 900.000 von Sammlern, 880.000 von der USPost) reichlich fliessen. Besuchermäßig eher mau, man hat jeden gezählt der reinging, mich also sicher 20-30 mal Da hast du was falsch mitbekommen. Anders als früher zählte man (Leute mit Clicker am Eingang) die Registrierungen. Ich kann mich nicht mal an Clicker an der NY2016 erinnern, wahrscheinlich nicht darauf geachtet. An den früheren Shows gab es die. Was mir allerdings auffiel, in NY waren deutlich weniger Schulklassen als Washington 2006, damals war das ein Kommen und Gehen. Es ist aber schon so, dass auch bei diesen Grossveranstaltungen die Besucher nicht (mehr) in Massen auftreten. Das Hobby ist halt auf "life support". Unvergessen mein Besuch im Intrepid Museum (Pier 86), bei dem auch ein Rettungschiff der Küstenwache angedockt war. Das Schiff kann speziell zur Bergung von Flugzeugen eingesetzt werden da es einen modernen Hebekran besitzt. Ich fragte den Kapitän noch, ob sie Ausrücken könnten und er hat begeistert erklärt, das sie jederzeit einsatzfähig seien. Während er noch sprach, war etwa 300-400m entfernt unten im Hudson ein alter WWII Flieger in den Hudson geknallt bei einer Veranstaltung von WWII Veteranen (Pilot hat glaube ich nicht überlebt). Das Rettungsschiff ist nicht ausgelaufen. da es zum einen keine hundertprozentige FIP Ausstellung Da kenne ich mich zuwenig aus. Boston2026 ist ja nicht eine Ausstellung, sondern mehrere parallel. Eine davon ist eine volle FIP Ausstellung laut Website (?). Soweit ich mich erinnere, wollte der Veranstalter versuchen einige/alle FIP Kosten zu sparen. Die FIP will mal Upfront $75k damit man sich FIP-Ausstellung nennen darf. Dazu kommen dann die Kosten aller FIP Funktionäre für Kost und Logis und An/Ab-Reise. Und die FIP Leute waren da nie schüchtern beim Einreichen der Rechnungen. Das hat damals in Washington hohe Wellen geworfen und zu vielen geballten Fäusten in Hosensäcken geführt. Ich werde trotz Orangehead dabei sein. Allerdings werde ich mir eine Unterkunft woanders suchen, Radius <1 Std Zugreise von einem Nest in der Gegend, da liegen $ 100 weniger Hotelkosten drin pro Tag. Kommt auch drauf an, was meine amerikanischen Kollegen vorhaben. Wer auch dabei sein will in Boston 2026, muss sich aber klar sein, dass 2026 das 250 jährige Gründungsfest stattfindet (2026 - 1776 = 250, wer hät's gedacht). Gerade Boston wird wahrscheinlich überrannt werden von Amis, die alle mal eine Teekiste über Bord werfen wollen. :-)
philamaxi Am: 28.03.2025 00:45:54 Gelesen: 26555 # 13
Ich hatte mir die Show eigentlich schon aufs Programm gesetzt, auch um auf roundtrip Freunde in Kanada zu besuchen. Aber jetzt ist mir die Situation zu unabsehbar für längerfristige Planung, wenn Europäer evtl. grundlos festgehalten oder wieder ausgewiesen werden. Schade, neugierig wäre ich schon gewesen... Ob es den USPS dann überhaupt noch als staatliche Institution gibt, erscheint mir fraglich, nachdem der General Postmaster zurückgetreten ist und wohl Privatisierung / Verkauf geplant wird ?
drkohler Am: 28.03.2025 07:27:48 Gelesen: 26515 # 14
@ philamaxi [#13] Die Panik vor dem Einreiseverbot sehe ich als etwas übertrieben an. Louis DeJoy hat den Bettel hingeworfen weil es absehbar war, dass er von Trump über kurz oder Lang gefeuert wird. Er hat schon vorher Meinungsverschiedenheiten mit Orangehead gehabt. Er hat letzten Monat grosszügig mit Doge den Abbau von 10'000 Stellen vereinbart damit Musk nicht seine Büros und Computer stürmt. Irgend wann hat dann wohl Trump/Musk herausgefunden, dass dieser Abbau von 10'000 Stellen schon von Biden Anfang Januar aufgegleist war und somit DeJoy Musk hier bloss an der Nase herumgeführt hat mit dem Abbau (Musks Leute haben Null Ahnung vom Postbusiness wie auch ziemlich von Allem was sie entlassen). Und wenn Biden im Spiel ist, dann dreht Orangehead völlig durch. Eine Privatisierung des US Postal Service ist ganz und gar nicht einfach. Er ist im Wesentlichen ein Mündel des Kongresses und da sind die Republinazis nur sehr knapp in der Mehrheit. 2026 ist schon wieder Wahljahr in den Staaten und wenn Orangehead weiter macht wie bisher könnte es böse in die Hosen gehen. Es kann schon sein, dass einige Republikaner (im Haus, die Senatoren sind relativ sicher weil da zählt fast nur das Geld bei der Wiederwahl) plötzlich ein Gewissen entwickeln wenn sie ihre Felle davonschwimmen sehen. Was zur Zeit heiss diskutiert wird in den Staaten ist die Möglichkeit, dass eine Privatisierung einhergehen könnte mit der Entwertung aller alten Marken. USPS ist dermassen im Defizit (Schuld des Kongresses im Wesentlichen wegen ganz spezieller Altersvorsorgeregeln), dass ein Privater (aka Trumpfreund) massiv Geld reinholen muss, da wäre eine Entwertung alter Marken schon mal ein guter Start. Bei der Einreise muss man einfach alles richtig ausgefüllt haben und nichts im Gepäck haben, was wie eine Ladeneinrichtung aussieht (die festgehaltene deutsche Tätowiererin hat da wohl schlecht ausgesehen). Die Einreisebeamten können relativ simpel gestrickt sein. Vor einigen Jahren habe ich einen Bericht auf CNN gesehen, wo man den indischen Megastar Sha Rukh Khan im Verhörzimmer im JFK sah. Keine Ahnung ob das damals diplomatische Verwicklungen ergab.
philamaxi Am: 28.03.2025 08:58:25 Gelesen: 26489 # 15
Es sind ja erst 58 Tage seit Beginn der "neuen Zeit", bis Boston 2026 sind es noch 489 TAGE; DA KANN NOCH VIEL PASSIEREN ! Wenn alle kritischen Kommentare auf FB etc. als Gründe herangezogen werden, dürften bis 50 % der Besucher abgewiesen werden. So ist keine längerfristige Vorplanung möglich, man wird hinter sämtliche USA-Besuche ein Fragezeichen setzen müssen, leider.
drkohler Am: 28.03.2025 11:41:42 Gelesen: 26453 # 16
@ saeckingen [#9] Ich habe letzte Woche mein Hotel reserviert, die nahegelegen Hotels werden recht schnell voll sein. Einige Daten vom APS Meeting gestern: - 3253 Hotelzimmer sind reserviert - Mehr als $950k von über 180 Donatoren garantiert (ohne USPS) - 53 ausl. Kommissäre ernannt - 4500 Rahmen vorhanden (davon werden 2700 in China produziert - haha 25% Zoll drauf). Mehr Rahmen werden organisiert - 100 Stände verkauft (ohne ausländische Postagenturen und Societies, das Akquirieren startet erst später im Jahr) - Verhandlungen mit der FIP sind am Laufen über den Status der Show. Volle Anerkennung wird angestrebt auch wenn das viel Geld kosten wird.
saeckingen Am: 28.03.2025 23:03:28 Gelesen: 26389 # 17
@ drkohler [#16] - 3253 Hotelzimmer sind reserviert Das stimmt, aber in vielen verschiedenen Hotels und die, die momentan schon auf der Webseite sind bis zu 27 Meilen entfernt. Daher werden die beiden Hotels in unmittelbarer Nähe, das Westin und das Omni, recht schnell voll sein. Allein schon wegen der Buchungen der Organisatoren. Die anderen Hotels, die angeblich sehr nahe sind, sind wesentlich weiter entfernt als es sich anhört, da die an der anderen Seite des Ausstellungskomplexes liegen und die Entfernung zum "Service Eingang" angegeben wird, als normaler Besucher muss man um alles herumlaufen. Grüße Harald
Paama Am: 05.04.2025 20:18:17 Gelesen: 26222 # 18
Mittlerweile hat das Organisationskomitee bekannt gegeben, dass man sich jetzt doch um den Status einer vollwertigen FIP Ausstellung (Patronage) bemühen will. Ich bin skeptisch, ob das mehr Teilnehmer aus dem Ausland anziehen wird. Ich denke, dass die gegenwärtigen politischen Turbulenzen das größere Problem darstellen.
Richard Am: 26.04.2025 09:42:34 Gelesen: 26047 # 19
Boston 2026 World Expo - Polar-Salon mit 200 Rahmen geplant (WB) - Ein Polar-Salon wird fester Bestandteil der Weltausstellung Boston 2026 sein, die vom 23. bis 30. Mai 2026 im Boston Convention and Exhibition Center stattfinden wird. Der Salon wird rund 200 Ausstellungsrahmen mit Wettbewerbs- und Ehrenausstellungsstücken der Polarklasse umfassen, die in einem eigenen Pavillon im Hauptausstellungsbereich untergebracht werden. Es wird außerdem Stände spezialisierter Sammelgesellschaften für Polargebiete und mehrerer Postverwaltungen aus den Polarregionen geben. Historische Gegenstände der Polarforschung werden ebenfalls ausgestellt. Für die Teilnahme am Polar Salon Boston 2026 ist keine vorherige Qualifikation des Exponats erforderlich. Neue Exponate sind erwünscht. Die Anzahl der Polar-Salon-Exponate kann zwischen einem und zehn Rahmen betragen. Die Jury des Polar-Salons wird von einem vierköpfigen Team aus Experten der Polarphilatelie besetzt. Interessierte wenden sich bitte an den BDPh-Kommissar für die Weltausstellung Boston 2026, Walter Bernatek, Postfach 11 08, 34312 Espenau. E-Mail: w.bernatek@bdph.de
22028 Am: 06.05.2025 10:12:00 Gelesen: 25899 # 20
Im aktuellen Newsletter vom 5. Mai sieht sich die Veranstaltungsleitung genötigt auf angeblichen Hype und Misinformationen in den Sozialen Medien hinsichtlich der Einreise in die USA hinzuweisen. Den entsprechenden Passus habe ich in Fett markiert, es darf sich jeder seine eigene Meinung dazu bilden… There has been much hype and misinformation circulating mostly on social media warning potential visitors to the United States to reconsider their travel plans. Let’s set the record straight. Boston 2026 committee members reviewed several overseas official government web sites in the past week and found all had their security alerts of travel to the U.S. at the lowest possible level. Foreign nationals should review any travel advisories to the U.S. posted on their department of state’s web site for the most complete and accurate details. The change in federal administration has brought increased scrutiny to the process of entering the United States by Customs and Border Protection agents meant to ensure security for all. Whether driving across the border from Canada or Mexico, or arriving an airport, the documentation requirements remain the same depending one’s country of origin to avoid potential delays. Expect border agent random security checks to possibly include examining electronic devices, cell phones, laptops, and alike checking phone logs, photos, social media and text messages to prevent entry from wrongdoers. A handful of reports of entry denials overshadow the fact that more than 4.5 million non-U.S. citizen air passenger arrivals alone took place last month in March. Canadians staying in the US over 30 days are now required to register online with U.S. Immigration authorities in advance of travel. That time period was formerly six months. Vor allem in den sozialen Medien kursieren viele Hype- und Fehlinformationen, die potenzielle Besucher der Vereinigten Staaten davor warnen, ihre Reisepläne zu überdenken. Lassen Sie uns das richtig stellen. Die Mitglieder des Komitees Boston 2026 haben in der vergangenen Woche mehrere offizielle Regierungswebsites in Übersee überprüft und festgestellt, dass alle ihre Sicherheitswarnungen für Reisen in die USA auf die niedrigstmögliche Stufe gesetzt haben. Ausländische Staatsangehörige sollten alle Reisehinweise für die USA auf der Website ihres Außenministeriums überprüfen, um möglichst vollständige und genaue Informationen zu erhalten. Der Wechsel in der Bundesverwaltung hat dazu geführt, dass die Einreise in die Vereinigten Staaten von den Zoll- und Grenzschutzbeamten strenger kontrolliert wird, um die Sicherheit für alle zu gewährleisten. Unabhängig davon, ob Sie die Grenze von Kanada oder Mexiko aus überqueren oder an einem Flughafen ankommen, bleiben die Dokumentationsanforderungen je nach Herkunftsland die gleichen, um mögliche Verzögerungen zu vermeiden. Bei den stichprobenartigen Sicherheitskontrollen der Grenzbeamten werden möglicherweise auch elektronische Geräte, Mobiltelefone und Laptops untersucht und Telefonprotokolle, Fotos, soziale Medien und Textnachrichten überprüft, um die Einreise von Straftätern zu verhindern. Eine Handvoll Berichte über Einreiseverweigerungen überschatten die Tatsache, dass allein im vergangenen Monat März mehr als 4,5 Millionen Flugpassagiere ohne US-Staatsbürgerschaft in die USA einreisten.
drkohler Am: 11.05.2025 12:50:04 Gelesen: 25791 # 21
Wie ich gerade lese, wurde gestern in Birmingham die Boston 2026 Ausstellung offiziell zur FIP Patronage Stufe aufgewertet. Offenbar hat man die Kröte geschluckt von den Veranstaltern und irgend wo noch >$100'000 gefunden für die Kosten dafür. [Redaktionell verschoben aus dem Thema "Europhilex 2025 vom 07.05. bis 11.05.2025 in Birmingham"]
22028 Am: 11.05.2025 16:35:05 Gelesen: 25741 # 22
@ drkohler [#21] Gestern beim Palmares in Birmingham wurde zwischen der FIP, der APS und dem Boston 2026 Komitee der Vertrag unterschrieben. Wie man hörte hatte das Boston Komitee massive Angst nicht genug Anmeldungen zu bekommen. Was man sonst von nicht wenigen Landeskommissaren hörte schreibe ich nicht öffentlich. Ich werde nun vermutlich mein Kolumbien Exponat wie in Birmingham ausgestellt in Boston anmelden aber NICHT hinfliegen. Die Ausstellung unterstütze ich gerne, die dortige Regierung aber nicht und gehe davon aus dass bei einer echten FIP Ausstellung auch Juroren aus Südamerika im Einsatz sind die diese Exponate auch entsprechend einschätzen können und bewerten. Ich hatte in Birmingham noch mit mehreren Juroren über mein Exponat und den betreffenden Juroren gesprochen und gute Kommentare Hinweise bekommen. Birmingham war für mich nur das Versuchskaninchen meines Exponates das sehr kurzfristig auf 8 Rahmen erweitert wurde.
drkohler Am: 11.05.2025 17:38:32 Gelesen: 25722 # 23
@ 22028 [#22] Die Ausstellung unterstütze ich gerne, die dortige Regierung Naja Boston ist so ziemlich die unfreundlichste Gegend für Trump. :-) Was man sonst von nicht wenigen Landeskommissaren hörte schreibe ich nicht öffentlich. Da wäre ich gerne Fliege an der Wand gewesen, aber ich habe es leider nicht nach Birmingham geschafft.
drkohler Am: 14.05.2025 21:23:34 Gelesen: 25575 # 24
@ 22028 [#22] Gestern beim Palmares in Birmingham wurde zwischen der FIP, der APS und dem Boston 2026 Komitee der Vertrag unterschrieben. Wie man hörte hatte das Boston Komitee massive Angst nicht genug Anmeldungen zu bekommen. Ich konnte heute auf der Bernaba mit Cheryl Ganz (Präsidentin der APS und auch im Bostonkommittee weit oben in der Foodchain) plaudern. Erstmal sind sie sehr zufrieden mit den ausländischen Anmeldungen, sowohl was Aussteller als auch Händler und Poststellen betrifft. Dann ging es noch um die FIP-Anerkennung die ein monatelanges zähes Ringen war offenbar. Das der Vertrag dann in Birmingham unterschrieben wurde, war ein nützlicher Nebeneffekt. Der Grund warum die Bostoner in Birmingham waren ist aber ein ganz Anderer und gewisser Massen originell. Sie haben von den Engländer sämtliche Rahmen gemietet für Boston 2026! Die Rahmen gehen dann auf Reise von Altengland nach Neuengland. Der ursprüngliche Plan war ja in China ein paar Container Rahmen herstellen zu lassen. Dank Orangehead und seinen Tarifen (heute sind sie ja wieder runter auf 30% aber was ist morgen?) war das finanzieller Selbstmord. Durch Mieten statt Kaufen sparen sie sogar deutlich Geld.
22028 Am: 15.05.2025 08:37:05 Gelesen: 25504 # 25
@ drkohler [#24] Danke für die Infos, dass Cheryl Ganz (Ich kenne sie seit vielen Jahren persönlich) sagt dass es viele Anmeldungen gibt, nun ja, was soll sie sonst sagen. Wegen den Rahmen ist es sicher eine gute Idee, die alten Rahmen welche z.B. in NY2016 verwendet wurden waren Schrott und viel zu schmal. Ich hatte mir da im Vorfeld sogar die Konstruktionszeichnungen von Wade Saadi kommen lassen und konnte da zum Glück bei meinem damaligen Exponat gegensteuern. Andere Aussteller hatten da Pech und die Blätter überlappten sich teilweise ziemlich stark. Die Birmingham Rahmen haben eine sichtbare Breite von gut einem Meter Hatte keinen Zollstock dabei sonst hätte ich genau gemessen. Nur, Boston plant ca. 4000 Rahmen, soviel haben die Engländer nicht, da werden sie sich noch anderswo Rahmen leihen müssen. Die NY2016 Rahmen wurden meines Wissens nach zumindest teilweise verkauft.
Lars Boettger Am: 15.05.2025 08:44:07 Gelesen: 25501 # 26
@ drkohler [#24] Die englischen Rahmen haben den Vorteil, dass sie leicht zu bestücken sind, dass man sorgfältig arbeiten kann und sie schnell verschlossen und aufgemacht sind. Beste Grüsse! Lars
Eric Scherer Am: 15.05.2025 09:06:59 Gelesen: 25494 # 27
@ 22028 [#25] Im Moment dürften in Boston nur ganz wenige Anmeldungen liegen. Die schicken die Länderkommissare gebündelt kurz nach dem Anmeldeschluss. Wir hatten diesen Effekt auch bei der IBRA. Daher sind alle Aussagen im Moment nur Lippenbekenntnisse.
22028 Am: 15.05.2025 09:23:39 Gelesen: 25485 # 28
@ Eric Scherer [#27] Im Moment dürften in Boston nur ganz wenige Anmeldungen liegen. Die schicken die Länderkommissare gebündelt kurz nach dem Anmeldeschluss. Wir hatten diesen Effekt auch bei der IBRA. Daher sind alle Aussagen im Moment nur Lippenbekenntnisse. Ich denke das kann man pauschal so nicht sagen, die Anmeldungen gehen nur Online, ob die erst in Boston quergelesen werden und dann zum jeweiligen Landeskommissar zur Bestätigung gehen kann ich nicht sagen.
drkohler Am: 15.05.2025 11:43:57 Gelesen: 25450 # 29
@ Eric Scherer [#27] Ich denke die Bostoner sind schon im engen Kontakt mit den Kommissären und lassen sich Wasserstände übermitteln. Cheryl tönte auf jeden Fall sehr optimistisch. Auch als sie an einem Stand ein extrem seltenes Dokument von einem Basler Zeppelinflug kaufen konnte (ohne Verhandeln gekauft, das Ding ist offenbar extrem selten - ich habe aber keine Ahnung von der Materie). Hier noch eine Seite ihres Exponats über Basler Zeppeline. Ich übe noch mit meiner neuen Kamera und dem Photographieren von Exponaten, bis Boston muss es dann klappen. :-) Lessons learned: Ohne Stativ gehts nicht. Die Beleuchtung und das Glas der Rahmen führte bei fast allen Seiten zu extrem störenden Spiegelungen).
bovi11 Am: 15.05.2025 11:55:30 Gelesen: 25446 # 30
@ drkohler [#29] "Die Beleuchtung und das Glas der Rahmen führte bei fast allen Seiten zu extrem störenden Spiegelungen" Da helfen Polfilter.
drkohler Am: 15.05.2025 12:38:00 Gelesen: 25434 # 31
@ 22028 [#25] die alten Rahmen welche z.B. in NY2016 verwendet wurden waren Schrott und viel zu schmal. Das überrascht mich etwas, ich hatte das aber auch nicht bemerkt an der Ausstellung. Das amerikanische Pendant zu A4 ist ja breiter, aber weniger hoch. Ich hätte gedacht das gäbe vielleicht "senkrechte" Probleme für Europäer aber nicht in der Breite..
22028 Am: 15.05.2025 12:50:17 Gelesen: 25427 # 32
@ drkohler [#31] In NY war die sichtbare Rahmenbreite 88 cm..., OK, das passt bei den meisten Exponaten, damals gab es aber noch einige Sammler die auf dem deutschen "Lindner Blättern" ausstellten, die haben böse in die Röhre geschaut. A>uch die Einschlagmuttern mit welchen die Rahmenfront mit dem Rahmen verschraubt/verschlossen wurden passten oft nicht richtig...
drkohler Am: 15.05.2025 16:03:40 Gelesen: 25394 # 33
@ 22028 [#32] Auch die Einschlagmuttern mit welchen die Rahmenfront mit dem Rahmen verschraubt/verschlossen wurden passten oft nicht richtig. Ja daran kann ich mich allerdings erinnern. Der Satz "They have a few screws loose" war ein gängiger Scherz unter Kollegen die das auch sahen. ("They have a few screws loose" - sprichwörtlich auf Deutsch konvertiert: "Nicht alle Tassen im Schrank")
DL8AAM Am: 15.05.2025 17:04:05 Gelesen: 25371 # 34
@ drkohler [#33]

Nee, sprichwirtwörtlich übersetzt "die haben 'ne Schraube locker" ;-)

BTW, auch meine Fotoversuche in NYC ging seinerzeit übelst in the trouses ;-) Ich hatte es aber auch nur mit meiner billigen Handykamera versucht, die konnte die Spiegelungen nicht mal ansatzweise ausgleichen ... für meine Privatzwecke war es zwar noch ganz OK, aber zum Vorzeigen eher komplett unbrauchbar.

Beste Grüße
Thomas

PS: Meine Frau hat bereits Interesse verstärktes an Boston angemeldet, aber sie hat aber als absolute Nichtphilatelistin wieder nur Interesse an der Rahmenwüste, insbesondere an Sammlungen mit historisch-semimusealen Hintergründen ;-)
drkohler Am: 15.05.2025 18:57:44 Gelesen: 25329 # 35
@ DL8AAM [#34] Für nicht mehr alle Tassen im Schrank gibt es unzählige Idiome im Englischen, vor Allem im informellen Bereich. Unter Anderem eben auch die mit den losen Schrauben :-) (Ist halt ein ruhiger Nachrichtentag wenn wir uns über Tassen unterhalten :-)
22028 Am: 16.05.2025 16:30:48 Gelesen: 25195 # 36
Bevor die Bogen bei mir verschwinden, hier Bilder der bisher 4 Kleinbogen mit Werbevignetten zur Bosten 2026.
Holzinger Am: 16.05.2025 17:16:04 Gelesen: 25171 # 37
Was meinst Du mit "verschwinden"? (vernichten oder in die eigene Ablage?). Sollte kein eigenes Interesse bestehen, bekunde ich Interesse.
22028 Am: 16.05.2025 20:53:15 Gelesen: 25122 # 38
@ Holzinger [#37] Mit verschwinden meine ich das nicht wiederfinden, sende mir eine Mail.
Richard Am: 20.05.2025 09:18:46 Gelesen: 24870 # 39
Boston 2026 jetzt allgemeine Weltausstellung (Thomas M. Fortunato, 12. Mai 2025/pcp) Die Fédération Internationale de Philatélie (FIP) hat den Status der Boston 2026 World Expo von „Anerkennung“ auf die höchste Stufe „Schirmherrschaft“ angehoben und die Veranstaltung nun als allgemeine Weltausstellung eingestuft. Die Vereinbarung wurde zwischen der FIP, Boston 2026 und Vertretern der American Philatelic Society während der EuroPhilEx am vergangenen Wochenende in Birmingham, Großbritannien, getroffen. Die FIP ist die Philatelie-Entsprechung der Vereinten Nationen und vertritt fast 100 nationale Philatelie-Organisationen aus aller Welt. Sie standardisiert Richtlinien für internationale Wettbewerbe jeder Größe und bietet verschiedene operative Strukturen zur Unterstützung von Ausstellungsveranstaltern. Die FIP bietet mehrere Stufen der Beteiligung mit steigenden organisatorischen Anforderungen und finanziellen Beiträgen für jede Stufe. Die vorläufige Genehmigung der Ausstellung durch die FIP erfolgte im Jahr 2022, woraufhin eine Vereinbarung getroffen wurde, die Boston 2026 den Anerkennungsstatus verlieh. Seitdem wurden die Verhandlungen zwischen der FIP und den Verantwortlichen von Boston 2026 fortgesetzt, um die internationale Ausstellung in den USA unter der Schirmherrschaft auf die höchste Stufe zu heben. Dieser Vertrag wurde nun von beiden Organisationen unterzeichnet. „Der Erhalt des Patronatsstatus garantiert allen Teilnehmern volle Rechte, Privilegien und Möglichkeiten im Rahmen des FIP-Systems internationaler Ausstellungen“, sagte Yamil Kouri, Präsident von Boston 2026. „Die Jurymitglieder sind zu 100 % von der FIP akkreditiert, und alle Auszeichnungen werden von der FIP in ihrer offiziellen Auszeichnungsliste anerkannt und verzeichnet. Das bedeutet auch, dass qualifizierte ehemalige FIP-Goldmedaillengewinner an unserem Wettbewerb der Weltklasse teilnehmen können. So werden die besten Exponate der Welt unter einem Dach zusammengebracht, um die Gewinner des Grand Prix National, des Grand Prix International und des Grand Prix d'Honneur zu ermitteln.“ Potenzielle Aussteller werden darauf hingewiesen, dass Anmeldungen für philatelistische Ausstellungen nur elektronisch über die Website von Boston 2026 entgegengenommen werden und bis zum 30. September eingegangen sein müssen. Die nationalen Kommissare werden die zugelassenen Aussteller im November informieren. Die Frist für die Einreichung von Literatur ist der 31. Januar 2026. Reinaldo Macedo aus Brasilien, der zuvor zum FIP-Verbindungsbeamten ernannt worden war, ist nun FIP-Berater. Es wird erwartet, dass die meisten aktuellen und ehemaligen FIP-Funktionäre und -Beamten anwesend sein werden. Die Boston 2026 World Expo findet vom 23. bis 30. Mai 2026 im Boston Convention & Exhibition Center statt. Alle Details zur Messe finden Sie unter Boston2026.org sowie auf Twitter und Facebook. Melden Sie sich an, um in die E-Mail-Liste von Boston 2026 aufgenommen zu werden und aktuelle Informationen zu erhalten. Foto: Von links nach rechts: Yamil Kouri, Präsident der Boston 2026 World Expo, Prakob Chirikati, Präsident der FIP, Cheryl Ganz, Präsidentin der APS, und Reinaldo Macedo, Berater der FIP
saeckingen Am: 06.07.2025 09:40:19 Gelesen: 24088 # 40
Die Webseite von Boston 2026 hat jetzt eine Umfrage aufgenommen, was die Besucher neben Briefmarken den sonst noch so an Sammelartikel interessiert. https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSdCBmys-_xt6Nv-5ehgL-hoNLZb0dqZLZNIybQcDAcgKB2bLA/viewform Nach einer Abstimmung kann man sich auch die aktuellen Ergebnisse anzeigen lassen. Ich finde es ganz interessant zu sehen, was alles von Briefmarkensammlern sonst noch so gesammelt wird. Hier das aktuelle Ergebniss bei knapp 400 Teilnehmern: Grüße Harald
Baber Am: 06.07.2025 10:45:52 Gelesen: 24048 # 41
@ saeckingen [#40] Hallo Harald, was kann man sich unter Sammelgebiet "ephemera" vorstellen? Gruß Bernd
saeckingen Am: 06.07.2025 10:59:14 Gelesen: 24045 # 42
@ Baber [#41] Alle möglichen meist papierenen Stücke, die nicht philatelistischer Natur sind. https://de.wikipedia.org/wiki/Ephemera Oft fallen Stücke darunter, die Sammler als Ergänzung zu ihrer Sammlung mit aufnehmen, z.B. Fahrkarten und Fahrpläne zur Bahnpost. Grüße Harald
Eric Scherer Am: 06.07.2025 19:02:29 Gelesen: 23979 # 43
@ Baber [#41] Eigentlich alles, was man in der Open Philately neben Briefmarken zeigen kann oder was dort zulässig ist. In den USA gibt es eine eigene Arbeitsgemeinschaft zu dem Thema: https://www.ephemerasociety.org/
Richard Am: 06.07.2025 19:57:31 Gelesen: 23947 # 44
@ Eric Scherer [#43] Danke für den Link. Hier die Ergänzung auf facebook: https://www.facebook.com/EphemeraSociety/
TomF Am: 07.07.2025 04:20:34 Gelesen: 23887 # 45
Take our Boston 2026 Collectible Survey We have received dealer inquiries of other collectibles that may be of interest to show attendees and we would like to know what you may be interested in. Please take our quick one-minute survey. Your input is anonymous and everyone participating will be able to see the current tabulated results when done. Find the link to the survey on our home page at https://www.boston2026.org just under “Latest News.” If you haven’t done so already, receive show email updates by clicking the NEWSLETTER REGISTRATION link on our home page, then click the “Subscribe to our newsletter” checkbox at the bottom. Have questions or comments? Email me at tom.fortunato@boston2026.org. Nehmen Sie an unserer Umfrage zu Sammlerstücken für Boston 2026 teil Wir haben Anfragen von Händlern zu anderen Sammlerstücken erhalten, die für Messebesucher interessant sein könnten, und möchten gerne wissen, woran Sie interessiert sind. Bitte nehmen Sie an unserer kurzen, nur eine Minute dauernden Umfrage teil. Ihre Angaben sind anonym und alle Teilnehmer können nach Abschluss der Umfrage die aktuellen tabellarischen Ergebnisse einsehen. Den Link zur Umfrage finden Sie auf unserer Homepage unter https://www.boston2026.org direkt unter „Aktuelles“. Wenn Sie dies noch nicht getan haben, können Sie E-Mail-Updates zur Messe erhalten, indem Sie auf den Link „NEWSLETTER REGISTRATION“ auf unserer Homepage klicken und dann unten das Kästchen „Subscribe to our newsletter“ anklicken. Haben Sie Fragen oder Anmerkungen? Senden Sie mir eine E-Mail an tom.fortunato@boston2026.org. Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Richard Am: 27.09.2025 09:59:15 Gelesen: 22788 # 46
Frist für die Anmeldung zur Philatelieausstellung verlängert (Boston/pcp) Thomas Fortunato, PR-Beauftragter für die Philatelistische Weltausstellung in Boston 2026, teilte folgendes kürzlich mit: „Mitarbeiter der Boston 2026 haben mehrere E-Mails von potenziellen Ausstellern erhalten, die Berichte gehört haben, wonach für Ausstellungsexponate, die für die Ausstellung in die Vereinigten Staaten eingeführt werden, ein Einfuhrzoll oder eine Kaution in Höhe von 20 % des Versicherungswertes zu entrichten ist. Diese Berichte sind unbegründet. Die US-Finanzvorschriften in Bezug auf Angelegenheiten, die Aussteller, Händler und Postverwaltungen betreffen, werden weiterhin von Mick Zais, dem Vorsitzenden für Regierungsbeziehungen der Boston 2026, überwacht. Boston 2026 hat zusätzlich einen Zollagenten und professionelle Zollfachleute beauftragt, um Regierungsbeamten die besondere Situation einer philatelistischen Ausstellung zu erläutern. Wir warten auf ihre Entscheidungen. Da wir uns bewusst sind, dass die Zollsituation Aussteller davon abhalten könnte, sich zu bewerben, wird die Frist für philatelistische Exponate um einen Monat vom 30. September auf den 31. Oktober verlängert, da dann die endgültigen Vorgaben voraussichtlich bekannt sein werden. Wer erwägt, einen philatelistische Exponate oder Literatur anzumelden, sollte nicht zögern, dies zu tun. Die Frist für die Einreichung von Anmeldungen für Literatur läuft unverändert bis 30. Januar. Die Aufgaben des Ausstellungsauswahlkomitees beginnen wie geplant am 1. Oktober mit der Prüfung und Genehmigung der eingegangenen Anmeldungen. Die Benachrichtigungen über die Annahme von Exponaten werden bis Mitte November versandt. Angenommene Bewerber können bis zum Zeitpunkt der Zahlung der Gebühren an die nationalen Kommissare ohne Strafzahlung zurücktreten. Bei Fragen zur Ausstellung wenden Sie sich bitte an Generalkommissar Chris Lazarof (Chris.Lazaroff@Boston2026.org ) oder stellvertretenden Generalkommissar Dzintars Grinsfelds (Dzintars.Grinfelds@Boston2026.org ). Die Weltausstellung Boston 2026 findet vom 23. bis 30. Mai 2026 im Boston Convention & Exhibition Center statt. Ausführliche Informationen zur Ausstellung finden Sie unter Boston2026.org.“ Anmerkungen von Wolfgang Maassen, AIJP: Soweit der hier aus dem Englischen übersetzte Text. Zwei Passagen sind hier von der pcp-Redaktion kursiv hervorgehoben worden, weil sie widersprüchlich sind. Zum einen sagt Fortunato, dass Bedenken wegen eines eventuellen 20%-Einfuhrzolls der Exponate in die USA unbegründet sind, auf der anderen Seite teilt er mit, dass die Anmeldefrist bis zum 31. Oktober verlängert wurde, da dann voraussichtlich die endgültigen Bestimmungen (für die Einfuhr) bekannt sein werden.
22028 Am: 28.09.2025 15:11:27 Gelesen: 22653 # 47
@ Richard [#46] Ich gestehe mal, dass ich der vermutliche Auslöser dieses letzten Newsletters war. Das „Gerücht“ (wo Rauch ist ist auch Feuer) machte die Runde beim German Member Display bei der RPSL am 18. September. Daraufhin setzte ich ein Facebook Posting ab und bat das Boston 2026 Komitee um Stellungnahme. Daraufhin bekam ich eine E-Mail von Ýamil Kouri der schrieb: Zitat (übersetzt aus dem Englischen): Jemand hat mir gerade einen Beitrag von Ihnen über Boston 2026 und US-Zölle weitergeleitet. Das ist nicht der Fall, aber wir arbeiten mit Zollagenten und anderen sachkundigen Fachleuten zusammen, um Klarheit in dieser Angelegenheit zu schaffen, die selbst für US-Zollbeamte äußerst verwirrend ist. Wir haben unseren Fall der höchsten Regierungsebene vorgelegt und mit Hilfe von Gesetzen argumentiert, dass philatelistisches Material von Zöllen befreit ist, und warten nun auf eine Antwort. Sobald wir Klarheit haben, werden wir eine entsprechende Ankündigung machen. Der letzte Newsletter gehe nun noch einen Schritt weiter und vermeldet der Verlängerung des Anmeldschlusses, etwas was nicht ungewöhnliches ist, im allgemeinen aber dann gemacht wird wenn die Ausstellung Probleme hat die Rahmen zu füllen, sprich (noch) nicht genug Anmeldungen haben. Ich sehe es so dass das Komitee aktuell keinen Schimmer von dem Zoll/Tariff Implikationen hat und das nun als (Mit)Aufhänger für die Verlängerung nimmt. Ich frage mich allerdings was ist wenn es bis zum Ende der Anmeldefrist keine Klarheit gibt oder später noch die Situation sich verschärft. Was ist wenn der Aussteller schon seine Rahmengebühr bezahlt hat und später dann Zoll fällig wird? Werden die rahmengebühren rückerstattet, wenn der Aussteller entscheidet auf Grund der Zollgebühren doch nicht auszustellen? Die Rahmenbedingungen wurden ja geändert Sicher ist, es bleibt spannend. Ich habe ja ein 8 Rahmen Exponat angemeldet und werde da am Ball bleiben.
drkohler Am: 28.09.2025 16:13:02 Gelesen: 22612 # 48
Kein Mensch weiss, was im Kopf von Oranghead gerade abgeht. Es spielt gar keine Rolle, was der Zoll gerade denkt, deshalb wird man als Antwort nur Gebrabbel bekommen. Speziell die Beamten nicht, die gerade jetzt um ihre Jobs bangen wenn der Shutdown in DC wieder mal droht. Ich hatte mit Cheryl Ganz an der Bernaba geplaudert und sie war sehr zufrieden u.A. mit den Anmeldungen für die veschiedenen Ausstellungen (ohne Aufschlüsselung, Boston 2026 ist ja mehrere Ausstellungen "am gleichen Ort"). Sie war auch äusserst überzeugt, dass der Trumphammer nicht beim Smithsonian zuschlagen wird aber das scheint auch nicht mehr so sicher. Bereits sind zB in verschiedenen Museen Ausstellungsstücke im Keller verschwunden, die anscheinend nicht mehr "polititsch korrekt" sind. Kürzlich gerade im African Museum Bilder von gepeitschten Sklaven. "Sowas tun Amerikaner nicht" oder so.... Ich denke im Boston Komittee ist man nun doch langsam nervös geworden. Vielleicht erfährt man in Ulm in ein paar Wochen mehr von anwesenden Händlern. Die (wenigen, die nach Boston woll(t)en) Schweizer Händler sind sicher nicht bereit, 39% an Zoll abzudrücken.
Lars Boettger Am: 28.09.2025 18:15:24 Gelesen: 22568 # 49
@ drkohler [#48] Vielleicht erfährt man in Ulm in ein paar Wochen mehr von anwesenden Händlern. Das wäre auch meine Hoffnung - eventuell weiß das Haus Köhler / Corinphila ja etwas mehr. Beste Grüsse! Lars
nitram Am: 28.09.2025 20:39:42 Gelesen: 22507 # 50
Hallo in die Runde, weiter oben in diesem Thread hatte ich im März diesen Jahres geschrieben: "Es geht doch vor allem darum, ob man sich in einem Land, in dem die Demokratie in Rekordtempo abgebaut wird, wohlfühlen kann oder nicht. Wir haben diese Frage vor ein paar Wochen für uns verneint und werden nicht nach Boston fahren, weder als Aussteller noch als Besucher. Das ist sehr schade, da das seit Jahren anders geplant war und wir uns auf einen mehrwöchigen Aufenthalt in den USA gefreut hatten." Die Entwicklung in den USA seitdem bestätigt unsere Entscheidung fast jeden Tag. Für mich ist es weiterhin nicht zu verstehen, als Besucher, Aussteller, Juror, Kommissar, Händler, Auktionator in ein Land zu fahren, das auf dem besten Weg ist, ein Unrechtsstaat zu werden bzw. sogar schon einer geworden ist. Ich meine, das sollte an dieser Stelle noch einmal gesagt werden. Viele Grüße Martin
bovi11 Am: 28.09.2025 21:03:43 Gelesen: 22461 # 51
@ nitram [#50] Hallo Martin, volle Zustimmung von mir! Dieter
drkohler Am: 28.09.2025 21:15:39 Gelesen: 22444 # 52
@ nitram [#50] Das ist sicher richtig. Das Problem ist einfach: Ich komme nun langsam in der Ecke der "alten Knacker" an. Einige junge Leute stehen schon auf, wenn ich in die gefüllte Strassenbahn einsteige - spätestens daran merkt man, dass man alt wird, :-) Meine Kollegen in den Staaten sind ausnahmslos noch (z.T. deutlich) "ältere Knacker". Wenn wir uns nicht treffen in Boston 2026, dann ist die Wahrscheinlichkeit halt eben nahezu 100%, das wir uns nicht mehr treffen werden am nächsten Treffen in XY 2036. Sollen wir Boston vergessen, nur weil zur Zeit ein rachsüchtiger Typ am Ruder ist?
nitram Am: 28.09.2025 21:32:39 Gelesen: 22420 # 53
@ drkohler [#52] Vor diesem Dilemma habe auch ich gestanden, so wie vermutlich viele andere auch. Ich bin, um in Deinem Bild zu bleiben, "mittelalter Knacker", wollte aber sehr gerne in Boston einen der führenden Sammler/Forscher eines meiner Hauptsammelgebiete, mit dem ich seit Jahren per Email korrespondiere, persönlich kennenlernen. Dieser ist - mit Verlaub - ein "alter Knacker" und von daher ist es ungewiss, ob dieses persönliche Treffen irgendwann noch stattfinden wird. Im Ergebnis habe ich aber offensichtlich eine andere Entscheidung als Du getroffen (siehe oben [#50]).
Richard Am: 28.09.2025 23:36:28 Gelesen: 22329 # 54
Unser Mitglied Tom Fortunato hat mir gerade eine Mail geschrieben: Thank you for the comments in the thread. We continue to press customs and taxation officials for final word regarding the importation of exhibits and dealer material for the show, at which time we will make an announcement to all. Vielen Dank für die Kommentare in diesem Thread. Wir setzen uns weiterhin bei den Zoll- und Steuerbehörden für eine endgültige Entscheidung bezüglich der Einfuhr von Ausstellungsstücken und Händlermaterial für die Messe ein. Sobald wir eine Entscheidung erhalten haben, werden wir alle darüber informieren. Wollen wir darauf hoffen, genauso wie auf schönes Herbstwetter diesseits des grossen Teichs, Richard
sammler70 Am: 28.09.2025 23:37:26 Gelesen: 22328 # 55
@ drkohler [#52] Sollen wir Boston vergessen, nur weil zur Zeit ein rachsüchtiger Typ am Ruder ist? Meine eindeutige Antwort auf diese Frage ist: ja! Aufgrund der feindseligen Haltung, die dieser Typ gegenüber Europa und der ganzen Welt an den Tag legt, sollte man Amerika boykottieren und somit auch diese Veranstaltung. Es kann nicht angehen, dass er jeden Tag mit neuen Schikanen kommt, wie er Leute bei der Einreise gängeln kann. Ein Kollege von mir, der von der Firma aus nach Amerika muss, bekommt extra ein nagelneues Handy, auf dem nichts drauf ist, nur um nicht Gefahr zu laufen, dass er am Flughafen festgehalten wird. Das kann man nicht einfach hinnehmen und zur Tagesordnung übergehen. Wenn er sich von der Welt isolieren möchte, dann sollte ihn die Welt das auch spüren lassen. Kein Europäer oder sonstige Ausländer sollte nach Amerika reisen, wenn es nicht unbedingt sein muss. Das gilt aus meinen Augen sowohl für Händler, Aussteller oder einfach nur normale Besucher. Wenn das bedeutet, dass du deine Freunde nicht treffen kannst, so ist das traurig. Aber grundsätzlich haben sie diesen Typen gewählt und nicht du. Dann sind auch sie für die Konsequenzen mit verantwortlich. Das mag es jetzt etwas hart klingen und zu einem Sturm der Entrüstung führen, aber es ist meine Überzeugung. Wir dürfen nicht so weitermachen, als ob nichts geschehen wäre. LG Franz
Karsten1965 Am: 29.09.2025 01:35:44 Gelesen: 22306 # 56
Moin, ich bin ein simpel und einfach denkendes Individuum. Simpel: Ich lese mir alle Beiträge zu diesem Thema durch. Einfach: Ich verstehe einfach nicht, was die Überschrift mit dem Beitrag aus Thread 1 zu tun hat. Dieser war, auch wenn schon einige Zeit her, sachlich beschrieben und verständlich. Monate später? Politik gegen das Gastgeberland und seine Repräsentanten ohne die Gründe zu hinterfragen (Schuld sind immer die anderen.) Für mich keine Werbung für die Philatelie und reine Meinungsmache (siehe Überschrift). Grüße Karsten
bovi11 Am: 29.09.2025 06:40:05 Gelesen: 22231 # 57
@ Karsten1965 [#56] Wenn ein nicht unerheblicher Teil der potentiellen Besucher wegen des Idioten Abstand von einer Teilnahme nimmt, stört dieser doch ganz offensichtlich die Weltausstellung. Insofern trifft hier die Überschrift genau das Thema.
22028 Am: 29.09.2025 08:14:19 Gelesen: 22139 # 58
@ drkohler [#48] Ich hatte mit Cheryl Ganz an der Bernaba geplaudert und sie war sehr zufrieden u.A. mit den Anmeldungen für die veschiedenen Ausstellungen (ohne Aufschlüsselung, Boston 2026 ist ja mehrere Ausstellungen "am gleichen Ort"). Was soll sie auch anderes sagen, ich habe sie in Birmingham gesprochen, kenne sie schon lange.
drkohler Am: 12.10.2025 04:17:04 Gelesen: 21580 # 59
Wade E. Saadi ist vor Kurzem gestorben. Er war Präsident der letzten Weltausstellung NY 2016 und eine treibende Kraft hinter Boston 2026. https://stamps.org/news/closed-album-wade-saadi-1949-2025
TeeKay Am: 12.10.2025 15:43:11 Gelesen: 21405 # 60
Ich habe jahrelang Außenhandel mit einer Diktatur getrieben - Belarus. Da kam es regelmäßig vor, dass Waren kurzfristig anders verzollt und versteuert werden sollten, weil im Land grad Geld knapp war oder Russland nicht gefiel, dass in der Zollunion Westwaren überwogen. Was dann entweder zu einem Rennen um möglichst schnellen Import und Zollabfertigung oder zur absichtlichen Verzögerung führte. Da standen dann mit 500.000 Euro Autos beladene LKW an der Grenze und warteten auf die Gültigkeit neuer Regeln, weil das die Hälfte des Zolls bzw. Steuern sparte. Oder sie warteten auf dem Parkplatz des Zollamts auf das Inkrafttreten der neuen Regeln. Nun schaue ich mir an, was in den USA vorgeht. Mein Fazit ist da ganz klar, dass es absurd ist anzunehmen, irgendwelche definitiven Aussagen über die Zollbehandlung philatelistischen Ausstellungsmaterials in neun Monaten zu bekommen. Auch die Zollbeamten können nur sagen, wie sie Material jetzt behandeln würden, nicht, wie es in neun Monaten behandelt wird. Trump trifft Zollentscheidungen noch viel erratischer, als es Belarus je tat. Die Vorlaufzeiten bis zur Inkraftsetzung sind viel kürzer, teils nur Tage. In einem normalen Land würde Ausstellungsmaterial gar nicht verzollt werden, sondern wie in der EU zur vorübergehenden Verwendung zollfrei eingeführt werden können.
22028 Am: 18.10.2025 11:26:42 Gelesen: 21084 # 61
Es gab mal wieder ein update zu den Zöllen und Thomas Fortunato schrieb… Aktuelles zu den US-Zöllen für Philatelie Boston 2026 hat mit verschiedenen Beamten des US-Heimatschutzministeriums, zu dem auch die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde gehört, bezüglich der Zölle und der Ausstellung zusammengearbeitet. Es wurden Analysten der unteren Ebene, die auf Sammlerstücke spezialisiert sind, bis hin zur Ministerin für Heimatschutz Kristi Noem konsultiert, ebenso wie republikanische und demokratische Mitglieder des US-Senats und des Repräsentantenhauses. Die Novelle des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) von 1994 besagt, dass Informationsmaterialien von allen Zöllen befreit sind. Unser Fall, der von Mick Zais, dem ehemaligen amtierenden US-Bildungsminister während der ersten Trump-Regierung, vorgetragen wird, lautet, dass die Philatelie in erster Linie eine Bildungsaufgabe ist. Da Briefmarken, philatelistisches Material und Ausstellungsstücke Informationsmedien sind, die diesem Zweck dienen, sollten keine Zölle erhoben werden. Als ergänzende Strategie haben wir den Zollagenten Vantage Point beauftragt, uns bei der Beschaffung von vorübergehenden Einfuhrbriefen zu unterstützen, damit Ausstellungsstücke und anderes philatelistisches Material, das nicht verkauft wird, zollfrei in das Land eingeführt werden kann. Dadurch könnten die Kommissare von Boston 2026 und Aussteller aus dem Ausland, die „Ausstellungsstücke” mitbringen, sowie Auktionshäuser, die kein Material direkt auf der Messe verkaufen, ohne Bedenken ein- und ausreisen. Wir setzen unsere Bemühungen um eine möglichst rasche Lösung fort und danken allen Beteiligten für ihre Geduld und ihr Verständnis. Wir setzen unsere Bemühungen fort, um so schnell wie möglich eine Lösung zu finden, und danken allen Beteiligten für ihre Geduld und ihr Verständnis. Weitere Neuigkeiten werden bekannt gegeben, sobald eine endgültige Lösung gefunden ist. Kurz gesagt, wir (das Komitee) wissen nichts und aktuell scheint es so zu sein, dass eine Bankgarantie über den, was ich vermute, Versicherungswert des Exponates, hinterlegt werden muss, na ja, das wären nicht unerhebliche zusätzliche Kosten für den Aussteller. Und ob Kristi Noem, die berühmt berüchtigte Heimatschutzministerin mit dem noch berüchtigteren Spitznamen den ich hier nicht nenne was versteht und zu sagen hat.
drkohler Am: 25.10.2025 13:32:40 Gelesen: 20790 # 62
Das Neuste aus den Staaten: October 24, 2025 For Immediate Release Importation Tariff Issues Resolved Until this year, stamps and covers could be imported into the United States under Harmonized Tariff Schedule (HTSUS) 9704 free of duty. However, several months ago, new country specific tariffs came into effect. This affected philatelic material, which in turn, resulted in the global philatelic community fearing that foreign participants at the upcoming Boston 2026 World Expo would experience unacceptably high costs. After close consultation with US Customs and Border Protection (CBP) over the past several weeks, the Boston 2026 Organizing Committee is pleased to announce that stamps and covers are, once again, tariff free for entry into the US. Specifically, the initial ruling letter that resulted in philatelic tariffs has now been ruled void ab initio (i.e., null from the beginning) and voided. A new ruling letter holding that philatelic material covered by HTSUS 9704 is again tariff free will be issued by the CBP in the next few weeks. To ensure the free and smooth entry of philatelic material for the show, the show organizers have hired a customs brokerage firm, Vantage Point Services. They will provide foreign parties (i.e., dealers, auction houses, postal administrations and commissioners) importing philatelic material with the appropriate instructions and documentation for entry into the US. The customs broker offers support at multiple ports of entry, including Boston, New York, Miami, San Francisco and Los Angeles. Boston 2026 World Expo takes place May 23-30, 2026, at the Boston Convention & Exhibition Center. Full show details may be found at Boston2026.org and on Facebook, X and Instagram. Sign up to be added to the Boston 2026 email list and receive updates when available. Thomas M. Fortunato Boston 2026 Public Relations Chair U.S. East Commissioner [i]Importzollprobleme gelöst Bis zu diesem Jahr konnten Briefmarken und Briefumschläge gemäß dem Harmonized Tariff Schedule (HTSUS) 9704 zollfrei in die Vereinigten Staaten importiert werden. Vor einigen Monaten traten jedoch neue länderspezifische Zölle in Kraft. Dies betraf philatelistisches Material, was wiederum dazu führte, dass die weltweite Philatelistengemeinschaft befürchtete, dass ausländische Teilnehmer der bevorstehenden Weltausstellung 2026 in Boston mit unzumutbar hohen Kosten konfrontiert werden könnten. Nach intensiven Beratungen mit der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) in den letzten Wochen freut sich das Organisationskomitee von Boston 2026 bekannt zu geben, dass Briefmarken und Briefumschläge wieder zollfrei in die USA eingeführt werden können. Konkret wurde das ursprüngliche Entscheidungsschreiben, das zu den Philateliezöllen geführt hatte, nun für nichtig erklärt (d. h. von Anfang an ungültig) und aufgehoben. Ein neues Entscheidungsschreiben, wonach philatelistisches Material, das unter HTSUS 9704 fällt, wieder zollfrei ist, wird in den nächsten Wochen von der CBP herausgegeben. Um die freie und reibungslose Einfuhr von philatelistischem Material für die Ausstellung zu gewährleisten, haben die Ausstellungsorganisatoren eine Zollabfertigungsfirma, Vantage Point Services, beauftragt. Diese wird ausländischen Parteien (d. h. Händlern, Auktionshäusern, Postverwaltungen und Beauftragten), die philatelistisches Material importieren, die entsprechenden Anweisungen und Unterlagen für die Einfuhr in die USA zur Verfügung stellen. Der Zollagent bietet Unterstützung an mehreren Einreisehäfen, darunter Boston, New York, Miami, San Francisco und Los Angeles. Die Boston 2026 World Expo findet vom 23. bis 30. Mai 2026 im Boston Convention & Exhibition Center statt. Alle Details zur Ausstellung finden Sie unter Boston2026.org sowie auf Facebook, X und Instagram. Melden Sie sich an, um in die E-Mail-Liste von Boston 2026 aufgenommen zu werden und aktuelle Informationen zu erhalten. Thomas M. Fortunato, Vorsitzender für Öffentlichkeitsarbeit der Boston 2026 Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version) Also Stand heute werden keine Strafzölle mehr aufgelegt. Darauf wetten dass DT das nicht mit einem neuen Dekret rückgängig macht würde ich jetzt nicht unbedingt.
22028 Am: 25.10.2025 13:49:59 Gelesen: 20776 # 63
@ drkohler [#62] A new ruling letter holding that philatelic material covered by HTSUS 9704 is again tariff free will be issued by the CBP in the next few weeks. Das heißt aber dass Stand heute noch Zollgebühren fällig werden und erst in einigen Wochen ein neues Schreiben „ruling letter“ dazu veröffentlich wird.
drkohler Am: 25.10.2025 14:31:03 Gelesen: 20757 # 64
@ 22028 [#63] Ja, die amerikanischen Beamten-Mühlen drehen langsam. Speziell wenn die meisten Angestellten sich jetzt in einer Food-Line anstellen weil die Knete schon alle ist nach zwei Wochen unbezahlten Zwangsferien. (Das ist der Durchschnittsamerikaner schlechthin, er hat nichts auf dem Bankkonto und ist sofort in Bedrängnis wenn der Wochencheck nicht eintrifft.) Und da ist ja auch noch der orange Typ, der jederzeit wieder zuschlagen kann wenn es ihm nicht passt. Ich hatte mich in Ulm am Donnerstag durchgefragt durch Händler und Auktionsfirmen von wegen Boston 2026 ja/nein und das war einer der Kritikpunkte schlechthin.
Richard Am: 02.11.2025 09:20:00 Gelesen: 20407 # 65
BOSTON 2026: Importzollprobleme gelöst (Thomas Fortunato, 24.10.2025/pcp) Bis zu diesem Jahr konnten Briefmarken und Briefumschläge gemäß dem Harmonized Tariff Schedule (HTSUS) 9704 zollfrei in die Vereinigten Staaten importiert werden. Vor einigen Monaten traten jedoch neue länderspezifische Zölle in Kraft. Dies betraf auch philatelistisches Material, was wiederum dazu führte, dass die weltweite Philatelistengemeinschaft befürchtete, dass ausländische Teilnehmer der bevorstehenden Weltausstellung 2026 in Boston mit unzumutbar hohen Kosten konfrontiert werden könnten. Nach intensiven Beratungen mit der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) in den letzten Wochen freut sich das Organisationskomitee von Boston 2026 bekannt zu geben, dass Briefmarken und Briefumschläge wieder zollfrei in die USA eingeführt werden können. Konkret wurde der ursprüngliche Bescheid, der zu den Philateliezöllen geführt hatte, nun für nichtig ab initio (d. h. von Anfang an ungültig) erklärt und aufgehoben. Ein neues Entscheidungsschreiben, in dem festgestellt wird, dass philatelistisches Material, das unter HTSUS 9704 fällt, wieder zollfrei ist, wird in den nächsten Wochen von der CBP herausgegeben. Um die freie und reibungslose Einfuhr von philatelistischem Material für die Ausstellung zu gewährleisten, haben die Ausstellungsorganisatoren eine Zollagentur, Vantage Point Services, beauftragt. Diese wird ausländischen Parteien (d. h. Händlern, Auktionshäusern, Postverwaltungen und Beauftragten), die philatelistisches Material importieren, die entsprechenden Anweisungen und Unterlagen für die Einfuhr in die USA zur Verfügung stellen. Der Zollagent bietet Unterstützung an mehreren Einfuhrhäfen, darunter Boston, New York, Miami, San Francisco und Los Angeles. Die Boston 2026 World Expo findet vom 23. bis 30. Mai 2026 im Boston Convention & Exhibition Center statt. Ausführliche Informationen zur Messe finden Sie unter Boston2026.org sowie auf Facebook, X und Instagram. Melden Sie sich an, um in die Boston 2026-E-Mail-Liste aufgenommen zu werden und aktuelle Informationen zu erhalten, sobald diese verfügbar sind.
drkohler Am: 06.11.2025 09:24:31 Gelesen: 20184 # 66
Nachtrag: Wer zur Zeit daran denkt, philatelistisches nach den Staaten zu schicken, sollte auf seinem Zollsticker/formular folgende Nummern eintragen: HTSUS 9704.00.0000 IEEPA HTSUS 9903.01.31 (Das Erstere ist alte Nummer zur Sicherheit)
Richard Am: 02.12.2025 09:49:27 Gelesen: 19653 # 67
BOSTON 2026: Einfuhrzollentscheidung (Thomas M. Fortunato / pcp) - Die Website von Boston 2026 hat eine neue Webseite, die sich ausschließlich mit Zollfragen im Zusammenhang mit Briefmarken und philatelistischem Material befasst, einschließlich einer Kopie des neuen Entscheidungsschreibens zu HTSUS 9704, wonach solche Artikel wieder zollfrei sind. Siehe die Webseite „Tariffs“ unter http://www.Boston2026.org. Ein Schreiben vom 30. Oktober von Andrew Langreich, Leiter des Handelsbüros der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde, an Mark Butterline, Geschäftsführer von Boston 2026, bestätigt die Entscheidung, dass Artikel des Harmonized Tariff Schedule HTSUS 9704 (d. h. Briefmarken und anderes philatelistisches Material) von allen Zöllen und Abgaben befreit sind. Boston 2026 hatte zuvor den Zollagenten Vantage Point Services beauftragt, um sicherzustellen, dass diejenigen, die Hilfe bei der Einfuhr von Waren für die Messe benötigen, keine Schwierigkeiten haben. Diese Empfehlung wurde in dem Schreiben des Office of Trade Chief bekräftigt. Die Boston 2026 World Expo findet vom 23. bis 30. Mai 2026 im Boston Convention & Exhibition Center statt. Ausführliche Informationen zur Messe finden Sie unter Boston2026.org sowie auf Facebook, X und Instagram. Melden Sie sich an, um in die Boston 2026-E-Mail-Liste aufgenommen zu werden und aktuelle Informationen zu erhalten. [" / Zollprobleme gelöst" am 02.12.2025 um 18:35 Uhr redaktionell aus der Überschrift des Themas entfernt]
drkohler Am: 08.12.2025 14:07:04 Gelesen: 19348 # 68
Und der wilde Ritt geht weiter:

An investigation is being launched by a state committee with explosive allegations of corruption, mismanagement of public funds, and attempting to destroy evidence, among other things, by leadership at the Massachusetts Convention Center.
Under the weight of two Beacon Hill investigations, the Massachusetts Convention Center Authority (MCCA) board has scheduled an emergency meeting Sunday night behind closed doors to "discuss strategy with respect to litigation" and possibly fire the current head of the Seaport center, the CEO's lawyer says.


Quelle: Boston Herald 7 December 2025

Willkommen in Boston :-)
Das sollte allerdings keine Konsequenzen haben für Boston 2026.
22028 Am: 08.12.2025 15:23:11 Gelesen: 19316 # 69
@ drkohler [#68] An investigation is being launched by a state committee with explosive allegations of corruption, mismanagement of public funds, and attempting to destroy evidence, among other things, by leadership at the Massachusetts Convention Center. Under the weight of two Beacon Hill investigations, the Massachusetts Convention Center Authority (MCCA) board has scheduled an emergency meeting Sunday night behind closed doors to "discuss strategy with respect to litigation" and possibly fire the current head of the Seaport center, the CEO's lawyer says. Eine staatliche Kommission leitet eine Untersuchung ein, in der unter anderem explosive Vorwürfe wegen Korruption, Misswirtschaft mit öffentlichen Geldern und versuchter Beweisvernichtung gegen die Leitung des Massachusetts Convention Center erhoben werden. Angesichts der beiden Untersuchungen durch Beacon Hill hat der Vorstand der Massachusetts Convention Center Authority (MCCA) für Sonntagabend eine Dringlichkeitssitzung hinter verschlossenen Türen anberaumt, um „die Strategie in Bezug auf den Rechtsstreit zu besprechen” und möglicherweise den derzeitigen Leiter des Seaport Centers zu entlassen, wie der Anwalt des CEO mitteilte.
22028 Am: 10.12.2025 17:42:40 Gelesen: 19158 # 70
Bosten 2026 meldet in den sozialen Medien, dass die Bewerbungsfrist für Rahmenexponate nun abgelaufen ist und 700 Anmeldungen eingegangen sind. Das dürfte deutlich weniger sein als erhofft, ergo bedeutet das im Umkehrschluss, dass wohl alle Exponate angenommen werden.
drkohler Am: 10.12.2025 18:16:00 Gelesen: 19139 # 71
Und wieder etwas zum Kopfschütteln: Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) hat vorgeschlagen, Reisende aus allen Ländern des Visa-Waiver-Programms – darunter die Schweiz, Deutschland, Österreich und zahlreiche EU-Staaten – zur Offenlegung ihrer Social-Media-Aktivitäten der vergangenen fünf Jahre zu verpflichten. Betroffen wären alle Personen, die für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen ohne Visum in die USA einreisen möchten und dafür eine Esta-Genehmigung benötigen. Bislang müssen Antragstellende lediglich Basisdaten wie Kontaktinformationen und eine Notfallperson angeben. Künftig könnte die Liste deutlich umfangreicher werden: Neben der Überprüfung von Social-Media-Einträgen der letzten fünf Jahre sollen auch E-Mail-Adressen der letzten zehn Jahre sowie detaillierte Angaben zu Familienmitgliedern erfasst werden. Wenn das durchkommt sinkt meine Beteiligungswahrscheinlichkeit auf ca 3 %.
22028 Am: 10.12.2025 18:27:03 Gelesen: 19132 # 72
@ drkohler [#71] Stimmt, allerdings, meine Frau und ich haben uns entschieden NICHT nach Boston zu fliegen. Dubai ist gebucht und Macao geplant.
TeeKay Am: 10.12.2025 21:44:24 Gelesen: 19081 # 73
@ drkohler [#71] "Und wieder etwas zum Kopfschütteln:" Diktatoren machen Diktatorensachen. Sollte doch langsam angekommen sein, die Message. Mal abgesehen davon existierte die Regel schon lange, wurde für Europäer nur nicht angewendet. Schon als ich mein Visum 2016 beantragte, gab es im Formular Eingabefelder für meine Social Media Accounts.
drkohler Am: 10.12.2025 23:07:27 Gelesen: 19047 # 74
Schon als ich mein Visum 2016 beantragte. Wenn du ein Visum für die Staaten willst, dann wirst du mindestens drei Mal Ganzkörper geröngt. Bei ESTA bezahlst du im Wesentlichen die Knete und gut ist. Bei meinen ersten Besuchen (mit Kollegen) in den Staaten hatten wir ein/zwei Mal die Adresse eines bekannten Freudenhauses in NY angegeben auf dem Formular als Kontaktadresse (damals muste man nur aufpassen, dass an allen Orten (die grünen Dinger die man im Flugzeug ausfüllen musste) exakt Worte und/oder Zahlen standen, der Officer hat sich sonst um Nichts Sorgen gemacht). Ich kann nur hoffen, die Daten sind gelöscht nach 40 Jahren :-)
DL8AAM Am: 11.12.2025 12:24:05 Gelesen: 18965 # 75
@ TeeKay [#73] Jou, die Frage nach den Social Media-Auftritten befindet sich bereits seit einigen Jahren auch in den ESTA-Anträgen - seit Biden, d.h. nicht nur bei echten Visa-Anträgen. Ich "durfte" dieses für unsere ESTAs auch schon 2x beantworten. BTW, ich musste mal in den 1990ern ein echtes US-Visum in Suva beantragen und damals musste man ausdrücklich "eidesstattlich" erklären, dass man nicht planen würde, den Präsidenten zu ermeucheln. Das war sogar ein eigenes Feld im Visaantragsformular... Man darf eben nicht immer gleich einfach alles Komische auf den aktuellen Chef schieben. Beste Grüße Thomas
bovi11 Am: 11.12.2025 13:04:00 Gelesen: 18936 # 76
@ DL8AAM [#75]

"Man darf eben nicht immer gleich einfach alles Komische auf den aktuellen Chef schieben."

Aktuell schon!
DL8AAM Am: 11.12.2025 16:01:30 Gelesen: 18880 # 77
@ bovi11 [#76] Nur gerade der aktuell angesprochene Punkt eben nicht.
saeckingen Am: 11.12.2025 16:21:54 Gelesen: 18867 # 78
Dann bin ich mal gespannt, ob ich ein ESTA bekomme, wenn ich bei Social Media nichts angebe. Ich habe außer LinkedIn noch nie ein Social Media Konto gehabt, oder zählen Phialaseiten auch ? ;-) Meine Telefonnummern musste ich eh schon die letzten Male als Kontaktnummern angeben, mehr als Mobil, Festnetz und Firmen-Mobil habe ich nicht. Grüße Harald
Walter Bernatek Am: 25.12.2025 11:42:49 Gelesen: 18246 # 79
So wird die Medaille für die Weltausstellung Boston 2026 aussehen:
drkohler Am: 25.12.2025 14:12:40 Gelesen: 18205 # 80
@ saeckingen [#78] Amen. Ich habe keine Social Medias. Ich habe kein Handy. Mein Pass läuft Tage vor der Ausstellung ab. Das heisst ich komme/käme mit einem leeren neuen Pass und einem leeren ESTA am Scharfrichter an im Flughafen.
Richard Am: 25.12.2025 18:17:25 Gelesen: 18146 # 81
@ saeckingen [#78] oder zählen Philaseiten auch (zu sozialen Netzwerken ?) Hallo Harald, ja, Philaseiten zählen zu sozialen Medien. Erkundige Dich einfach bei unserem Mitglied Tom Fortunato, dem Boston 2026 Public Relations Chairman. Grüsse aus dem Haus der Philatelie, Richard
22028 Am: 25.12.2025 18:26:29 Gelesen: 18139 # 82
@ Richard [#81]

ja, Philaseiten zählen zu sozialen Medien.

Erkundige Dich einfach bei unserem Mitglied Tom Fortunato, dem Boston 2026 Public Relations Chairman.


Es gibt eine gesonderte Email Adresse dafür, wer sich dahinter verbirgt ist mir aber nicht beknnt.
socialmedia@boston2026.org

Richard Am: 25.12.2025 21:54:09 Gelesen: 18081 # 83
@ saeckingen [#78] Hallo Harald, die Google-KI meint dazu: Frage: " gehören die philaseiten zu den sozialen medien ? " Antwort: Obwohl Philaseiten.de oft als Portal oder Fachforum bezeichnet wird, erfüllt die Plattform die wesentlichen Kriterien von sozialen Medien (Social Media) im weiteren Sinne: - Interaktion und Community: Nutzer können sich registrieren, Profile erstellen und direkt über Kommentare oder Forenbeiträge miteinander kommunizieren. - Nutzergenerierte Inhalte (User-Generated Content): Die Inhalte bestehen primär aus Beiträgen, Fragen und Bildern, die von den Sammlern selbst hochgeladen werden. - Wissensaustausch: Die Plattform dient als digitales Netzwerk für eine spezifische Interessengruppe (Philatelisten), was ein Kernmerkmal sozialer Netzwerke ist. In internen Diskussionen auf der Website wird das Portal jedoch häufig von modernen Social-Media-Giganten wie Facebook oder Instagram abgegrenzt, wobei Philaseiten.de eher als spezialisiertes Fachforum oder Internetportal wahrgenommen wird. Dennoch ordnen Experten solche interaktiven Wissensgemeinschaften der Kategorie Social Media zu, da sie den dialogischen Austausch und die gemeinschaftliche Gestaltung von Inhalten fördern.
22028 Am: 28.12.2025 12:04:25 Gelesen: 17791 # 84
Gerade kam die Nachricht, dass mein Exponat mit 8 Rahmen „Colombia Private Postal Services 1870-1967 / A century of overland mail transportation by private postal companies” bei der FIP Ausstellung BOSTON 2026 angenommen wurde. Derzeit arbeite ich noch an den beiden Exponaten für DUBAI 2026, da ist Abgabefrist beim BDPh Mitte Januar 2026, danach geht es mit dem Boston Exponat weiter. Nicht, dass mir langweilig wird.
Richard Am: 08.03.2026 15:54:10 Gelesen: 15979 # 85
Jury für Boston 2026 benannt (Thomas M. Fortunato / pcp) Die Weltausstellung Boston 2026 wird eine Jury aus 42 renommierten, international akkreditierten Preisrichtern der FIP aus aller Welt haben, die rund 3.500 Rahmen mit Exponaten und fast 200 Einsendungen aus dem Bereich Literatur bewerten werden. Vertreter aus 26 Ländern, von Argentinien bis zum Vereinigten Königreich, stehen auf der Liste. Die größte Gruppe kommt aus den Vereinigten Staaten mit 11 Mitgliedern. Das Präsidium der Jury für Boston 2026 wird von Präsident Peter McCann aus den USA und Ehrenpräsident Prakob Chirakiti aus Thailand geleitet. Zum Team gehören regionale Vizepräsidenten, consultants und Sekretäre. Fotos der meisten Jurymitglieder sind jetzt auf der Website von Boston 2026 unter der Registerkarte „Commissioners & Judges” zu finden. Die Boston 2026 World Expo findet vom 23. bis 30. Mai 2026 im Boston Convention & Exhibition Center statt. Alle Details zur Messe finden Sie unter Boston2026.org sowie auf Facebook, X und Instagram. Melden Sie sich an, um in die Boston 2026-E-Mail-Liste aufgenommen zu werden und aktuelle Informationen zu erhalten.
Richard Am: 11.03.2026 09:57:11 Gelesen: 15794 # 86
Aktuelle Zollinformationen mit Auswirkungen auf Boston 2026 (Thomas Fortunato – BOSTON 2026-PR/Übersetzung DeepL-pcp) Nachdem der Oberste Gerichtshof die im Rahmen des International Emergency Economic Powers Act von 1977 verhängten Zölle des Präsidenten für verfassungswidrig erklärt hat, werden in der Proklamation des Präsidenten vom 20. Februar alternative Zollmaßnahmen zur Erreichung ähnlicher Ziele dargelegt, die am Dienstag, dem 24. Februar, um 00:01 Uhr Eastern Time in Kraft treten. Eine gründliche Überprüfung dieser neuesten Gebühren ist für die Teilnehmer von Boston 2026 tatsächlich eine gute Nachricht. Absatz 14(j) befreit „Informationsmaterial, Spenden und Begleitgepäck” von diesen neuen Zöllen. Briefmarken und philatelistisches Material wurden durch frühere Arbeiten von Boston 2026-Beamten als „Informationsmaterial” klassifiziert. In Anhang 1 der Proklamation wird der HTSUS-Code 9903.03.11 genannt, der neue Ausnahmecode, den Zollbeamte verwenden müssen, um Informationsmaterial von der Besteuerung auszunehmen. Der Zollagenturservice von Boston 2026 arbeitet diese neuen Klassifizierungen durch, um sicherzustellen, dass Aussteller, Kommissare, Händler, Postverwaltungen und andere problemlos in die USA einreisen können. Die Boston 2026 World Expo findet vom 23. bis 30. Mai 2026 im Boston Convention & Exhibition Center statt. Alle Details zur Messe finden Sie unter Boston2026.org sowie auf Facebook, X und Instagram.
22028 Am: 12.03.2026 16:39:47 Gelesen: 15664 # 87
Welcher deutsche Sammler fliegt denn nach Boston und würde mir evtl. ein Buch bei der Ausstellung abholen und mitbringen?
22028 Am: 22.03.2026 19:58:54 Gelesen: 15192 # 88
Seit einiger Zeit ist die Exponatsliste von Boston 2026 online, leider nur als HTML Datei, ich habe die aber mal in Excel konvertiert so dass ich die deutschen Exponate filtern konnte. Hier die Liste der deutschen Exponate, jeweils alphabetisch gelistet, aufgeteilt in Wettbewerbs-Rahmen Exponate, Literaturexponate und die des Deutschen- und Polarsalons. Viel Erfolg allen Ausstellern. https://web.cvent.com/event/bbbdc1d9-e50e-44dd-8bef-eb36c9d1251f/websitePage:4bc1d9a1-721b-4b90-8709-8d0163a84972
drkohler Am: 25.03.2026 00:11:55 Gelesen: 14958 # 89
Nachdem die Pläne mit den Poststellen immer sehr anämisch aussahen bis anhin, sieht es mittlerweile doch so aus, das etliche ausländische Poststellen anwesend sind. Leider ist es so, dass kein Einziger der Händler in der Händlerliste auftauchen, die ich in Washington 2006 und NY 2016 ausgiebig beackerte (speziell in den ersten Tagen, da gab es in den Grabbelkisten viele teure Sachen zum Postpreis). Von Wenigen wusste ich, dass sie verstorben sind und das Geschäft abgewickelt wurde. Proportional sind schon sehr viele in der Händleraufstellung tatsächlich Auktionatoren und Clubs, da gibt es deutlich weniger zu beackern als früher. In Washington 2006 waren noch alle BM-Drucker anwesend. In NY 2016 waren es nur noch zwei. Jetzt in Boston ist gar keiner mehr dabei. Bei den Druckern gab es immer viel zu diskutieren (und in Washington/NY sogar Druckproben als Preise zu gewinnen). Die Araber fehlen auch vollständig seit 2006, damals war noch ein grosser Bereich "Arabien" vorhanden. Die rührigen Agenturen scheinen auch zu fehlen. Die meisten der Freunde, die ich treffen wollte, pendeln zur Zeit zwischen Notfallstation, Spital und Arzt hin und her. Auch da sieht es also leider schlecht aus. Wenn man dann noch die Situation betrachtet auf den Amiflughäfen (Schlägertrupps, die die "Sicherheit garantieren sollen", halbleere Towers die Fahrzeuge auf Pisten schicken), da kommen schon Bedenken auf. Allerdings ist Boston 2026 eben die letzte Grossaustellung die ich besuchen könnte. Auch sich mal wieder durch Faneuille Hall durchzufressen (wenn die Halle überhaupt noch so funktioniert wie vor Jahrzehnten) ist ein guter Grund, dennoch hinzufliegen. Überhaupt kann ich mein Anwesen nur touristisch mitbegründen (ausserdem will ich noch im Smithsonian ein Spezialarchiv durchforsten aber da ist noch keine Zusage gekommen).
drkohler Am: 01.04.2026 16:35:30 Gelesen: 14574 # 90
Neuster Stand Anfang April: Finanzen: Budget $4.1 Mio. Erwartete Ausgaben $3.7 Mio. Donatoren: > 50 Organisationen, > 180 Einzelmasken total um $1.1 Mio. Pledges (das ist versprochenes Geld im Falle eines Defizits): ca $1.2 Mio. Ausstellung: ca. 800 Exponate (ohne Literaturkategorie) in ca 4000 Rahmen 70 Organisationen 24 Postagenturen - sehr grosszügige Zahl, Stamperiia (druckt bunte Zettelchen für jedes Land das will) ist alleine etwa 8 mal gezählt 114 Rahmen im Ehrenhof 120 Händlerstände (ca 40% davon allerdings Auktionatoren und Societies...) Sonstiges: Der Rolls Royce von QE II soll auch da sein :-) 47 FIP judges (das sind die grossen Geldfresser bei FIP-Ausstellungen) Grosse LEGO Area Grosse Kinder & Anfänger Area. Das wird ein einsamer Ort sein. Kein Anfänger geht in die wohl teuerste Stadt der USA ausser ein paar ver(w)irrte Bostoner. Grosse Postkartenbörse M.M.n. sind das Sonstige wohl Panikreaktionen um leeres Gelände in der grossen Halle zu füllen.
Eric Scherer Am: 02.04.2026 04:46:07 Gelesen: 14482 # 91
Diese Zahlen liegen gut beim Vierfachen der IBRA. Man darf da schon fragen, ob solche Invests noch Sinn machen. Ich werde nicht dabei sein, weder als Aussteller noch als Besucher. Ist einfach alles zu teuer. Die Sache mit den FIP-Juroren ist auch eine Sache. Zu viele Leute mit einem riesigen Ego aber zu wenig Wissen. Die positiven Ausnahmen bestätigen die Regel.
Konrad Krämer Am: 02.04.2026 09:52:26 Gelesen: 14418 # 92
Ich lass mich mal überraschen.
22028 Am: 03.04.2026 15:19:23 Gelesen: 14218 # 93
Die Kanadische Post hat bestätgt aus finanziellen Gründen nicht an der Ausstellung teilzunehmen. https://canadianstampnews.com/canada-post-opts-out-of-boston-2026/
Cantus Am: 04.04.2026 02:12:33 Gelesen: 14139 # 94
Vielleicht lässt sich ja ein gewisser Herr Trump zu diesem Anlass noch ein paar besondere Bedingungen für Besucher aus dem europäischen Ausland einfallen, wer weiß. Ich bleibe da lieber daheim und gebe mein Geld hier aus, auch da ist genug interessantes Material im Angebot. Viele Grüße Ingo
Lars Boettger Am: 06.04.2026 13:36:53 Gelesen: 13877 # 95
@ Eric Scherer [#91] Die Sache mit den FIP-Juroren ist auch eine Sache. Zu viele Leute mit einem riesigen Ego aber zu wenig Wissen. Die positiven Ausnahmen bestätigen die Regel. Hallo Eric, ich bin echt gespannt, was wir von den FIP-Juroren für Ergebnisse präsentiert bekommen. Ich habe meine Maximaphilie-Sammlung angemeldet und bin gespannt, ob tatsächlich ein für diese Klasse akkreditierter Juror die Sammlung juriert. Oder ob sie wieder "en passent" mitjuriert wird. Beste Grüsse! Lars
Eric Scherer Am: 06.04.2026 13:44:04 Gelesen: 13871 # 96
@ Lars Boettger [#95] Hallo Lars. Bei Maxima-Philatelie würde ich mir da nicht allzu viel Hoffnungen machen. In Dubai sind ja schon die Ganzsachen diesem Problem zum Opfer gefallen. Und meine eigenen Erfahrungen in der Postgeschichte waren bisher auch nicht gut. Letztlich habe ich auf Rang 1 im europäischen Ausland ausgestellt. Da sagten die Juroren von sich aus „wir haben keine Ahnung“. Aber sie haben sich genau deshalb vorher aufgeschlaut und bemüht. Auf FIP-Ebene habe ich ausser viel Nonsense wenig Brauchbares als Feedback bekommen.
Lars Boettger Am: 07.04.2026 11:24:23 Gelesen: 13704 # 97
@ Eric Scherer [#96]

Auf FIP-Ebene habe ich ausser viel Nonsense wenig Brauchbares als Feedback bekommen.

Hallo Eric,

ich war froh, dass ich für Dubai wenigstens noch ein Feedback bekommen habe. Ich bin gespannt, wie das für Boston läuft. Ich werde auf jeden Fall den Kommissar bitten, das Feedback für mich einzuholen.

Man sollte eigentlich meinen, dass man für das Geld, das man ausgibt, auch ein paar Tipps zur Verbesserung bekommt.

Beste Grüße!

Lars
Eric Scherer Am: 08.04.2026 11:37:25 Gelesen: 13565 # 98
Salut Lars Ja - ich kann mir das bestens vorstellen. Da zahlt man gut und gerne zwischen 1'000 und 2'000 EUR für so eine Teilnahme (Rahmengebühren, Kommissarskosten, Transportkosten und Verzollungskosten) und bekommt am Ende kein Feedback oder ein unqualifiziertes. Für mich ist das ein echtes Ärgernis. Als ich das erste Mal international ausgestellt habe, hatte ich grossen Respekt. Da die "grossen" Juroren, hier ich kleiner Sammler - eigentlich ein Anfänger. Mit der Zeit hat sich mein Bild geändert und aktuell ist es im Keller. Das heisst nicht, dass es hervorragende und engagierte Juroren gibt. Ja, die gibt es. Aber wie heisst es: Ausnahmen bestätigen die Regel.
drkohler Am: 08.04.2026 19:54:59 Gelesen: 13462 # 99
Naja, wir wollen die Kirche doch im Dorf lassen. Auf internationalen Ausstellungen werden hochspezielle Exponate gezeigt. Oft liegen in den Exponaten Jahre bis Jahrzehnte von Forschung (ausser den "Ich bin reicher als du"-Exponaten, die gibt es auch noch). Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Experte genau so ein hochspezialisiertes Exponat "lesen" kann, ist doch eher gering. Er kann auch die Jahrzehnte der Forschung nicht nachvollziehen in den paar Tagen/Wochen zwischen Erhalt des Abstracts und der Ausstellung. Also müssen die Experten oft "das Beste daraus machen", resp. besten Falles auf alte Bewertungen zurückgreifen wenn sie Glück haben (was bei internationalen Exponaten allerdings gegeben ist denke ich). Da gibt es wohl in einer Expertengruppe immer Ausreisser nach oben und unten. Wenn man Pech hat als Aussteller ist es halt das untere Ende der Skala.
Eric Scherer Am: 08.04.2026 20:12:33 Gelesen: 13448 # 100
@ drkohler [#99] Nur eine Frage: Hast Du schon mal international ausgestellt? Bist Du Juror? Ein guter Juror muss in der Lage sein, sich in eine Thema so weit einzuarbeiten, dass er dem Sammler hilft und keinen Unsinn von sich gibt. Gerade Juroren auf niedrigeren Rängen können das aus meiner Sicht ziemlich gut. Es gibt zum Jurieren eine ganze Palette an Kriterien - die sollte ein Juror beherrschen. Aber dieses Wissen fehlt gerade vielen internationalen Juroren. Grund ist einfach: Sie haben kaum Erfahrung, da sie nicht aus Ländern kommen, wo jedes Jahr mehrere Ausstellungen stattfinden. Auf nationaler Ebene gilt +/- 2 Punkte als Rahmen für die Qualität der Bewertungen.
drkohler Am: 08.04.2026 21:08:11 Gelesen: 13416 # 101
@ Eric Scherer [#100] Das sind aber zwei Fragen. :-) Beides Mal klar nein, ich habe bis jetzt lediglich zuhören können bei Jurybewertungen (auch das ist schwierig weil die Juroren keine "Fremden" dabei haben wollen. War jeweils die Sammlungen von (USA-)Kollegen die mich "einschleusen" konnten). Das war jeweils so, dass ein Juror (der mit Kenntnissen) den anderen Mitjuroren erzählt hat wie "gut" das Exponat ist und die Mitjuroren haben dann weise genickt und/oder auch an Nicklichkeiten rumgemäkelt. Die waren froh dass sich Einer von ihnen wirklich auskennt im beackerten Gebiet. Es ist nunmal Fakt, dass ein Juror auf seinen Gebieten ein Ass ist, auf anderen Gebieten Ahnung hat und auf dem ganzen Rest möglicher Weise genauso ratlos ist wie Jedermann. Du verlangst nichts anderes dass ein Juror aus Dnwebworksijok (Sibirien) ein Exponat "Die Variation des Kreuzes der Baden-Württemberger Wurstausgabe im Verhältnis zur Bayrischen Wurst" nicht nur exakt bewerten sondern auch noch Hilfestellung geben kann. Es ist doch klar das kann nicht funktionieren. Da entscheidet dann halt die Persönlichkeit/Erfahrung der Juroren und/oder ob ihnen dein Gesicht passt. Ich habe Jurorengruppen gesehen die insgesamt Null Ahnung hatten von einem Exponat und das ging dann halt in die Hosen für den Kollegen. Das artet dann im schlimmsten Fall halt in rudelweisen Punktabzügen wegen Nicklichkeiten aus damit "die Juroren ihre Arbeit gemacht haben". In Boston wird wohl jeder Juror 50-200 Exponate zu bewerten haben. Da suchen sie sich zuerst die Exponate aus, die sie "kennen", dann die Exponate, in denen sie Ahnung haben. Die Exponate, die dann übrig bleiben, können (müssen aber nicht) die Arschkarte gezogen haben. Juroren können viel, aber nicht alles. Wenn du die Arschkarte gezogen hast mit deinem Exponat kann das natürlich totalen Ärger bedeuten. Das heisst aber nicht im Umkehrschluss, dass die Juroren Ärsche waren. Wenn ich an eine Ausstellung gehe, dann schaue ich erst mal die Exponate an, die mit meinem Sammelgebiet (mehr oder weniger) konkurrieren. Da kann ich dann sagen "Wow, der hat wirklich mehr als ich" oder "Naja, das kann ich vielleicht auch". Dann schaue ich mir interessante Exponate an und denke "Gut gemacht", "Finde ich nicht so toll". Die Badische/Bayrische Wurst schaue ich mir nicht an. Wenn dann Jurygruppen auftauchen (bei den Exponaten die ich gelungen/verfehlt benotete), versuche ich mich anzuschleichen und die Ohren zu spitzen um zu hören wie falsch ich lag. Klappt selten weil die Juroren das gar nicht mögen. Aber wenn ich zufälliger Weise hinter dem Exponat stehe auf der anderen Seite ...
Eric Scherer Am: 08.04.2026 21:25:35 Gelesen: 13403 # 102
@ drkohler [#101] Lieber Dr. Kohler. Leider hast Du hier weder Ahnung noch Erfahrung.
DL8AAM Am: 08.04.2026 22:38:38 Gelesen: 13355 # 103
Naja, ich stand zufällig in Essen vor einem (deutschsprachigen) Exponat, als eine Gruppe fremdsprachiger Juroren zu Besuch vorbei kamen. Ich wurde von einem Jüngeren dann gefragt, ob ich Englisch könnte - und ich habe ihnen dann die "Zusatzbeschreibungen" (wie 'einzige bekannte Einheit' oder 'selten, einer von drei bekannten Belegen' oder so - also nicht die Belegbeschreibung selbst) übersetzen dürfen. Den ging es scheinbar nur drum, ob diese Zusatzinformationen entsprechend 'als vorhanden abhakbar' waren. Ich war dann eine gute Viertelstunde mit der Gruppe unterwegs, war spassig. Insgesamt wirkten sie interessiert und wirklich aufgeschlossen, konnten aber scheinbar mit dem Exponat selbst wenig anfangen. Ich hatte den Eindruck, dass das im Wesentlichen hier um die "Form" und weniger um den Inhalt ging. Es ist auch eine Frage, ob das der echte Beurteilungsbesuch war, oder nur eine "Zusatzsichtung". Beste Grüße Thomas PS: Nur zur Einordnung, ich selbst habe von den Ausstellungsregularien und den Bewertungsmaßstäben absolut keine Ahnung.
JanClauss Am: 08.04.2026 23:23:54 Gelesen: 13330 # 104
Auf unserem seit 52 Jahren regelmäßig am Ersten Freitag im Monat stattfindenden Kölner Stammtisch - zunächst der ArGe Jugoslawien, dann der CCPh-Kölner Expertenrunde und nun (wieder) der ArGe Südost-Philatelie (SOPhia) - hatten wir 2025 einen Vortragenden - Mitglied unserer Gruppe und noch dazu FIP-Juror - der doch ernsthaft behauptete, man müsse von den Ländern, die man auf Ausstellungen bewertet, keine Ahnung haben. Als ihm dann ein Anwesender (übrigens NATO-General aus Belgien) sagte, dann könne er ihm ja ein perfektes Bulgarienexponat hinlegen, welches nur aus Fälschungen bestünde, und der Herr FIP-Juror würde das ja nun nicht bemerken, stimmte der Juror dem zu !!! Für den BG-Sammler wie auch für mich war das der definitive Todesstoß etwaiger künftiger Ausstellungsavancen. So etwas werde ich nie in meinem Leben tun, denn es verletzte meine Ehre, wenn ein Nichtsahnender mir dann auch noch die Fehlpunktzahl levitenmäßig ´runterbetete. Nicht mit mir! Wenn mir mein lieber Sammlerfreund Eric jetzt sagte, ich habe weder Ahnung noch Erfahrung, mag er recht haben, aber zuhören und aus Erzähltem eigene Schlüsse ziehen, kann ich schon, denn ich vermute ´mal, dass ich nach knapp 70 Jahren intensiver Sammeltätigkeit und Auktionserfahrung nicht mehr zu den Anfängern gehöre.
drkohler Am: 08.04.2026 23:51:45 Gelesen: 13324 # 105
@ JanClauss [#104] Ja solche Müsterchen habe ich ähnlich auch erlebt. Sind bei mir allerdings bloss knapp 50 Jahre intensive Sammeltätigkeit, also laut dem Allwissenden Eric habe ich noch weniger Ahnung.
Eric Scherer Am: 09.04.2026 08:46:08 Gelesen: 13211 # 106
Lieber Dr Kohler, lieber Jan Clauss Die Diskussion zeigt klar die Grenzen von Internet-Foren auf: 1. Die ursprüngliche, sachliche und sicher interessante Diskussion wird durch irgendwelche Wortmeldungen in eine völlig andere Richtung geführt. 2. Es wird schnell unverschämt. Schade. Nun ein wenig zu den Details: - die ursprüngliche Diskussion ging um die Juryarbeit und hier insbesondere um das Jury-Feedback bei FIP-Ausstellungen. Hier sehe ich Defizite und Handlungsbedarf. Für mich selbst habe ich beschlossen, dass ein finanzielles Invest von > EUR 2'000 für eine FIP-Ausstellungsteilnahme (das sind die Kosten ohne die eigene Anreise) gegenüber dem, was geboten wird, in keinem sinnvollen Verhältnis stehen. Lars hat dazu u.a. aufgeführt, wie schwierig es überhaupt ist, an FIP-Ausstellungen als Aussteller Feedback zu erhalten. Es ist aber genau dieses Feedback, was man als Aussteller braucht, um das eigene Exponat weiterzuentwickeln. Hierzu nur soviel: Ich überarbeite meine Exponate auf FIP-Ebene vor jeder Ausstellung sehr umfangreich und weitreichend. Wir reden da von mehreren Wochen Arbeit. - Grundsätzlich muss ein Juror in der Lage sein, Exponate im Bereich der Ausstellungsklasse, für die er ausgebildet und akkreditiert ist, sachlich zu bewerten. Diese Fähigkeit erwirbt sich jeder Juror (bzw. sollte sie erwerben). Ich selbst bin auch der Meinung, dass das relativ problemlos möglich ist. U.a. gibt es dazu den Ausstellungsanmeldebogen, der für den Juror viele wichtige Hinweise gibt inkl. Literaturhinweise. Aus meiner Sicht ist das Problem auf FIP-Ebene hier, dass es leider zu viele Juroren gibt, denen diese Fähigkeiten fehlen, da sie aus Ländern ohne lokale Ausstellungskultur kommen. Des Weiteren gibt es eine zweite Klasse von Juroren, die bewusst oder unbewusst Vorbehalte leben. Ein typischer Vorbehalt ist etwa, dass alles "Ab UPU" keine richtige Philatelie mehr ist. Wichtig auch der Hinweis: Juroren arbeiten immer in Teams. Ich glaube, auf FIP-Ebene sind das Dreier-Teams. - Das angeführte Beispiel aus Bulgarien ist dahingehend falsch, dass es sehr viele Mechanismen gibt, um Fälschungen zu entdecken. Ein wichtiger Beitrag ist da die Vorgeschichte. Ein Exponat auf FIP-Ebene musste sich qualifizieren und mehrmals ausgestellt werden. Eine wichtige Rolle spielt insbesondere die sog. "Expert-Group", d.h. eine Gruppe von erfahrenen Prüfern, die die Exponate durchsieht. Natürlich ist es nicht möglich, dass die Expert-Gruppe alle Exponate im Detail durchsicht. Ein Bulgarien-Exponat, dass zu einem grossen Teil aus Fälschungen besteht, würde die Expert-Gruppe sicher aufdecken. Für alle, die hier mal reinschauen wollen, empfehle ich den jeweiligen Bericht der Expert-Gruppe zu lesen. Das ist sehr spannend und hat schon etwas die Aura eines Krimis. - Nun zum Schluss noch zum pupertären Muskelspiel der letzten Beiträge: Der eine schreibt, er habe über 50 Jahre Erfahrung, der andere über 70 Jahre. Aber Erfahrung mit was? Mit Ausstellen? Mit Ausstellen auf FIP-Ebene? Ich selbst habe 1978 das erste Mal ausgestellt und 1986 das erste Mal auf FIP-Ebene. - Nun nochmals die Zusammenfassung: Jan Clauss schreibt von "Nichtsahnenden", die Ausstellungsexponate beurteilen. Das ist vielleicht etwas überspitzt ein Teil meiner Aussage: Wir haben leider auf FIP-Ebene zu viele "Nichtsahnende" Juroren. Den Grund führe ich auch an: Wenn man aus einem Land kommt, wo es keine profunde Ausstellungskultur gibt, kann man sich als Juror auch nicht entsprechend aus- und weiterbilden. Auch hier ist ein Blick auf die Internet-Seiten einer Weltausstellung hilfreich und jeder kann das selber machen: Schaut Euch an, wo die Juroren herkommen und ratet mal, an wievielen lokalen Ausstellungen diese schon juriert haben. In Deutschland kenne ich Juroren mit 100 und mehr Juroreneinsätzen. Wie sieht das bei einem Juror aus Weissnichtwodaslandüberhauptliegt aus?
johanneshoffner Am: 09.04.2026 09:19:57 Gelesen: 13192 # 107
Ich habe an zwei FIP Ausstellungen ausgestellt und habe bei einer ein ausführliches Jury Gespräch gehabt. Mein Thematisches Exponat auf deutsch wurde von drei Juroren juriert.

Aus dem Gespräch nehme ich mit:
- die Juroren haben sich das Exponat intensiv angeschaut und diskutiert. Sie haben mir wertvolle Tipps gegeben.
- Bei einem Blatt hat ein Juror, der übrigens kein deutsch sprach, gefragt, ob ich zuerst das Material oder zuerst den roten Faden hatte. Damit hat er bei diesem Blatt ins Schwarze getroffen.
- Ich habe grosse Achtung vor den Juroren, die sich Zeit nehmen und mit den Exponaten auseinander setzen und auch sich auf die Ausstellung vorbereiten.

Weiterhin gilt für mich: der Wettbewerb ist sportlich, also Schiedsrichterentscheidung zählt.

Übrigens ich sammle erst seit 28 Jahren richtig, bin also bei den vielen sammelerfahrenen Mitschreibern hier im Forum noch echter Novize, das möge man mir nachsehen.
Eric Scherer Am: 09.04.2026 10:17:20 Gelesen: 13158 # 108
@ johanneshoffner [#107]

Thematik ist sicher der Bereich, wo die besten Juroren unterwegs sind. Eine einfache Frage: was waren die Nationalitäten Deiner drei Juroren? Ich denke, dass Du hier schon den Schlüssel zu Deinen guten Erfahrungen findest. Wieso hattest Du nur ein Gespräch? Wurde das nicht angeboten oder hast Du es nicht in Anspruch genommen?
Lars Boettger Am: 09.04.2026 11:28:01 Gelesen: 13128 # 109
@ Eric Scherer [#106]

Aus meiner Sicht ist das Problem auf FIP-Ebene hier, dass es leider zu viele Juroren gibt, denen diese Fähigkeiten fehlen, da sie aus Ländern ohne lokale Ausstellungskultur kommen.

@all: Als Juror versuchst Du, jedes Jahr mindestens einen Einsatz zu bekommen, egal ob regional, national oder international. Idealerweise hast du drei-vier Juroren-Einsätze pro Jahr. Es gibt in Europa viele Länder, wo das möglich ist - wenn Du Dich als Juror aktiv darum bemühst. Aber es gibt auch Länder in Europa, in denen das nicht der Fall ist (insbesondere kleinere Länder). Als Verbandspräsident versuchst Du, möglichst einen Juror bei einer FIP zu benennen. Die FIP wählt einen Großteil der Juroren aus. Ich unterstelle hier, dass nicht immer nach der Qualität eines Juroren gekuckt wird, sondern ob mir als FIP die Nominierung etwas politisch bringt. Wie gesagt, dass ist eine böse Unterstellung... Aber wenn man als Juror zu so einer Veranstaltung eingeladen wird, dann steht man in der Schuld der "FIP-Familie" =D

In der Regel sind die Juroren sehr gut, aber jeder Juror hat sein Spezialwissen und nicht jeder kennt sich in alle Ländern gut aus. Darum werden z.B. in der Postgeschichte europäische Juroren auf europäische Gebiete "losgelassen". Das soll dafür sorgen, dass die Bewertungen nicht zu weit abweichen. Als Aussteller ist es immer gut, wenn meine Sammlung bekannt ist, wenn ich als Autor bekannt bin oder wenn es ein "bedeutendes" Thema ist. Wichtig ist auch, dass ein Juror im FIP-Team ist, der Deine Sammlung kennt und sich nicht scheut, bei Fehlbewertungen einzugreifen.

Des Weiteren gibt es eine zweite Klasse von Juroren, die bewusst oder unbewusst Vorbehalte leben. Ein typischer Vorbehalt ist etwa, dass alles "Ab UPU" keine richtige Philatelie mehr ist.

Ich habe den Eindruck, dass für einige Juroren alles nach 1860 keine richtige Philatelie mehr ist... Ab Mitte 1860 kommt es schon zu "philatelistisch inspirierten Belegen".

@ drkohler [#101]

In Boston wird wohl jeder Juror 50-200 Exponate zu bewerten haben.

Nein. Üblich sind etwa 30-40 Exponate (Ausnahme können die Jugendexponate sein).

Beides Mal klar nein, ich habe bis jetzt lediglich zuhören können bei Jurybewertungen (auch das ist schwierig weil die Juroren keine "Fremden" dabei haben wollen.

Aus gutem Grund! Was das Jury-Team bespricht und was im Jury-Zimmer diskutiert wird, geht niemanden etwas an! Wir achten darauf, dass kein "Kiebitz" uns belauscht. Ich kenne viele Juroren gut und es hilft nach meiner Erfahrung sehr, wenn man mit viel (schwarzem) Humor an das Jurieren herangeht. Es ist nur wichtig, dass wir dann bei der Punktevergabe wieder ernst werden.

Vorbereitung ist alles: Bei internationalen Ausstellung sollte pro Exponat je ein Team-Mitglied als "First Responder" dienen. Er hat sich auf das Exponat vorbereitet, er stellt die Stärken und Schwächen vor, er hat im Vorfeld Experten kontaktiert. Dann werden im Jury-Team die Punkte vergeben. Mit dieser Vorgehensweise sollte es ausgeschlossen sein, dass es zu Fehlbewertungen kommt.

Beste Grüße!

Lars
johanneshoffner Am: 09.04.2026 11:30:08 Gelesen: 13124 # 110
@ Eric Scherer [#108] Die Juroren waren Herr Maas (D), ein Herr aus Brasilien und einer aus Italien. Bei der zweiten Ausstellung konnte ich leider nicht anwesend sein. Noch eine uralte Geschichte: Das erste Mal habe ich 2001 auf Rang III an der BALABRA in Liestal/Schweiz ausgestellt. Die Jurorin Frau Beatrice Rölli hat sich richtig Zeit genommen, um mir Mut zu machen mit meiner Sammlung fortzufahren. Sie hat mir auch nochmals erklärt, in welche Richtung ich mein Exponat in PG oder Traditionell weiterentwickeln kann. Hätte ich da die deutlich undiplomatischeren Juroren aus der Gegend um Basel gehabt, die durchaus dafür bekannt sind, recht holzschnittartig eine Rückmeldung zu geben, hätte ich sicherlich gar nie weiter gemacht. Letztendlich ist mein Exponat in der Thematik gelandet. Daran hat die Jurorin Christina Rölli einen grossen Anteil. Auch auf der Rang II Ausstellung 2019 in Bulle waren die Jurorinnen auch sehr hilfreich und haben mir Wege gezeigt, mein Exponat zu verbessern, nicht nur bei Aufmachung und Rotem Faden sondern auch beim philatelistischen Material. Bei den Jurygesprächen (virtuelle NAPOSTA) in Corona Zeiten am Computer bin ich Herrn Maas sehr dankbar, der sich an einem Abend viel Zeit genommen hat, um das Exponat einzuordnen. Du siehst, ich habe gute Erfahrungen gemacht. Auf Stufe III-I, Multilaterale und FIP. Ich kann mir bei extrem spezialisierten Exponaten in traditioneller oder PG vorstellen, dass die Juroren Schwierigkeiten haben, sich entsprechend inhaltlich vorzubereiten. Um das zu gewährleisten, müssen die Aussteller eben auch ihre Hausaufgaben machen und geeignete Literatur angeben. Wenn der Rote Faden also die Geschichte dem Betrachter (hier Juror) nicht klar wird, kann es am Betrachter (Juror) oder auch am Aussteller liegen. Gruss Johannes
Eric Scherer Am: 09.04.2026 11:36:02 Gelesen: 13121 # 111
@ johanneshoffner [#110] Den Juror aus Brasilien kann ich wahrscheinlich erraten. Joachim Maas ist wahrscheinlich einer drei besten Thematik-Juroren weltweit. Da hast Du einfach die richtigen Leute gehabt. @ Lars Böttger [#109] Das was Du schreibst in allen Ehren. Meine konkreten Erfahrungen waren nicht so gut. Meine "First Responder" in den letzten Jahren waren aus Thailand, Malaysia und einem arabischen Emirat. Vorbereitet waren die alle drei definitiv nicht. Unter den Kolonialsammlern (ich meine nicht die Deutschen) kenne ich immer mehr, die ihre Kolonie nicht unter Asien oder Afrika melden sondern unter Europa. Vielleicht eine sinnvoll Symptombekämpfung.
Lars Boettger Am: 09.04.2026 15:42:33 Gelesen: 13064 # 112
@ Eric Scherer [#111]

Unter den Kolonialsammlern (ich meine nicht die Deutschen) kenne ich immer mehr, die ihre Kolonie nicht unter Asien oder Afrika melden sondern unter Europa. Vielleicht eine sinnvoll Symptombekämpfung.

Hallo Eric,

das kann ich gut nachvollziehen. Aber das ist m.E. ein FIP-typischer Ansatz: Ja, es macht Sinn, Juroren aus vielen Ländern zu haben, damit auf dem FIP-Kongress alles reibungslos läuft und man keinen Gegenwind erwarten muss. Schliesslich hat man ja gerade auf Kosten des Organisators gut gespeist und genächtigt. Aber damit verscherzt die FIP sich jegliches Wohlwollen bei den Ausstellern. Die schlussendlich die Ausstellung mit ihren Gebühren mitfinanzieren.

Beste Grüße!

Lars

P.S. Wobei europäische Juroren auch keine Garantie für eine stimmige Bewertung sind =D
Konrad Krämer Am: 11.04.2026 12:06:27 Gelesen: 12839 # 113
Hallo zusammen, leider stimmt sehr viel von dem hier geschriebenen und ich habe schon mal gesagt, dass es der Philatelie meines Erachtens nicht gut tut, wenn Juroren die Aussteller immer wieder verprellen. Meistens sind es nur ein oder zwei Punkte die über ein besseres Ergebnis entscheiden. Klar ist, dass es keinen Juroren gibt, der alle Feinheiten eines Exponates kennen kann, klar ist aber auch, dass er an der Bewertung teilnehmen muss. Ein Spagat den ich als Aussteller nicht gerne übernehmen würde. Richtig ist aber auch, dass ich bei einer internationalen Ausstellung schon mal einen guten Rat bekommen habe. Glück, der Juror konnte deutsch, war aber kein Deutscher. Ich bin allerdings auch der Meinung, dass wenn ich international ausstellen will, ich mich dem ganzen "Brimborium" unterwerfen muss. Wenn ich das nicht will, stelle ich in der Liga auch nicht aus. Klingt hart, ist aber meine Meinung. Mal hat man Pech und mal gewinnen die Anderen, das ist nun mal so. Übrigens, ich bin in Boston, mal sehen was da so los ist in Sachen Juroren und Co. Ich stelle allerdings diesmal nicht im Wettbewerb aus. Ggf. treffe ich ja jemanden aus der Runde hier. Viele Grüße Konrad Krämer
22028 Am: 11.04.2026 14:25:11 Gelesen: 12784 # 114
@ Konrad Krämer [#113] Ich bin allerdings auch der Meinung, dass wenn ich international ausstellen will, ich mich dem ganzen "Brimborium" unterwerfen muss. Wenn ich das nicht will, stelle ich in der Liga auch nicht aus. Klingt hart, ist aber meine Meinung. Mal hat man Pech und mal gewinnen die Anderen, das ist nun mal so. Absolut, ganz meine Meinung die schon länger vertrete. Die Regeln sind, auch wenn sie schon liberalisierter sind, in Teilen noch antiquieret, auch in den Köpfen vieler alter Juroren haben sich die neueren Regeln noch nicht festgesetzt. Ich hatte nun schon 2 mal (Bangkok und nun erst wieder in Dubai z.B. Sato als Juror, den kannste für NICHT Fernöstliche Gebiete, voll in der Pfeife rauchen, und mein Overland Mail, Exponat ist halt Asiatisch aber nicht fernöstlich. Andererseits hatte ich z.B. in Bukarest einen Juror aus Peru für mein Kolumbien Exponat der das traditionelle Exponat, auf Grund der vielen Briefe, in Postgeschichte umsetzte, etwas was andere Südamerikanische Juroren kritisierten, aber es menschelt halt, und das ist bei jeder Sportart wo Menschen Juroren so. Ausnahme, Du hast ein Multi-Millionen Exponat, dann ärgerst Du doch auch ggfls über die Juroren, dass es nicht zum Grand Prix reichte.
Lars Boettger Am: 11.04.2026 16:13:40 Gelesen: 12752 # 115
@ 22028 [#114]

und

@ Konrad Krämer [#113]

Ich bin allerdings auch der Meinung, dass wenn ich international ausstellen will, ich mich dem ganzen "Brimborium" unterwerfen muss. Wenn ich das nicht will, stelle ich in der Liga auch nicht aus. Klingt hart, ist aber meine Meinung.

Hallo Rainer, hallo Konrad,

klares NEIN! Als Aussteller erwarte ich von einem Juror nur eines: Gutes Feedback zu meinem Exponat. Alles andere ist erst einmal nebensächlich. Mein Anspruch an mich als Juror ist, dass ich einem Aussteller die wichtigsten Punkte, die er verbessern kann, mitteile. Von einem Aussteller erwarte ich, dass er diese Punkte zur Kenntnis nimmt und sacken lässt und - sofern sie für ihn logisch sind - umsetzt.

Für mich ist die FIP eine mafiöse Organisation, welche die Wünsche der Aussteller ignoriert, in dem sie schlecht ausgebildete Juroren einsetzt. Wir sind bei einer FIP-Ausstellung auf einer Weltmeisterschaft, da möchte ich keine Schiedsrichter aus der Kreisklasse oder keinen Opa, der in der Vergangenheit lebt.

Warum nutze ich das Wort "mafiös": Der FIP-Präsident will gewählt werden. Wer wählt den FIP-Präsidenten? Die Verbandsvorsitzenden bzw. die Deligierten, die zufällig in sehr vielen Fällen FIP-Juroren sind. Wer also den Flug und seine Reisekosten bezahlt bekommt, in der Weltgeschichte umherreist und auf die Festveranstaltungen eingeladen wird, der wählt auch gerne denjenigen, der ihm das ermöglicht.

Beste Grüsse!

Lars

P.S. Mein Ehrgeiz ist (bzw. war) es, einmal FIP-Juror zu werden.
Altsax Am: 12.04.2026 12:06:32 Gelesen: 12624 # 116
Lieber Lars, Deine Schilderung der Verhältnisse bei der Jurorensuswahl erinnert mich an die Erzählung eines Freundes, der als Direktor ein Gymnasium leitete: „Es gibt keinen schlechten Lehrer, nur gute und sehr gute“ Seine Aufgabe bestehe darin, dafür zu sorgen, daß keine Klasse zu oft und/oder zu lang einen guten Lehrer bekomme. Wer das Lehrerexamen bestehe und seiner Schule zugeteilt werde, liege nicht in seiner Entscheidungsmöglichkeit. Genau so ist es mit den weniger fähigen Juroren. Wenn sie gar nicht erst in ihr Amt kommen, kann die FIP sie auch nicht einteilen. Beste Grüße Jürgen PS: In Deutschland ist es auch nicht unüblich, Landesverbandsvorsitzende, die ihren philatelistischen Zenit überschritten haben, weiterhin als Juroren einzusetzen.
Eric Scherer Am: 12.04.2026 13:02:16 Gelesen: 12598 # 117
@ Lars Boettger [#115] Lieber Lars Vielen Dank für Deine deutlichen Worte. Ich habe mir nicht getraut, dass so deutlich zu sagen. Ich bin aber klar anderer Meinung wie Konrad [#113] und Rainer [#114]: Ich muss es nicht akzeptieren, dass man bei Weltausstellungen mit absoluten Provinz-Juroren konfrontiert wird. Ich muss es auch nicht akzeptieren, dass die Jury-Gespräche an FIP-Ausstellungen idR chaotisch und stiefmütterlich organisiert sind. Und ich rede hier noch nicht einmal von den Grand Prix-Auszeichnungen. Ich hoffe, dass die grossen und mitgliederreichen Verbände hier endlich einmal aufwachen. Liebe Grüsse Eric
22028 Am: 12.04.2026 16:43:34 Gelesen: 12521 # 118
@ Lars Boettger [#115]
@ Eric Scherer [#117]

Auch wenn ich eure Meinung respektiere, ist meine Erfahrung teilweise doch eine etwa andere.

Ich stimme überein, dass die Jury Gespräche meist nutzlos sind, nicht wenige Aussteller verzichten darauf da die Jurykommentare oftmals sehr vom Juror abhängig sind und beim nächsten Jurygespräch wieder andere Kommentare kommen.
Aber, das polemische Herumpoltern bzgl. der Juryarbeit ist sicher nicht hilfreich.

Ich schrieb vorher schon, dass sich schon einiges änderte und man halt nicht mir dem Vorschlaghammer an die FIP (oder untergeordnete Verbände) herantreten kann, dann schalten die, ich würde das auch, auf stur.
Es gibt Komitees die für die Regeln verantwortlich sind, sowohl Du, Lars als auch Du, Eric, sind bzw. waren in der Verbands- und auch Juryarbeit tätig. Ihr solltet das wissen.

Wir haben in Deutschland doch einige nicht einflussreiche FIP Mitglieder…, habt ihr mal versucht an die heranzutreten?
Lars Boettger Am: 12.04.2026 17:19:46 Gelesen: 12500 # 119
@ 22028 [#118]

Es gibt Komitees die für die Regeln verantwortlich sind, sowohl Du, Lars als auch Du, Eric, sind bzw. waren in der Verbands- und auch Juryarbeit tätig. Ihr solltet das wissen.

Hallo Rainer,

das weiss ich alles. Ich bin so extrem frustriert, weil mich die FIP bisher sehr effektiv an einer Mitarbeit behindert hat. Meine Postings haben eine sich seit Jahrzehnten hinziehende Vorgeschichte. Wenn Dir immer wieder einer mit dem Knüppel gegen die Kniescheibe schlägt, dann verlierst Du irgendwann einmal die Geduld.

Beste Grüsse!

Lars
22028 Am: 12.04.2026 17:49:49 Gelesen: 12474 # 120
@ Lars Boettger [#119] Ich kann Deinen Frust verstehen…, aber evtl. hast Du Dich in der Vergangenheit mit den falschen Leuten unterhalten. Ich kommuniziere u.a. z.B. direkt per WhatsApp mit dem FIP Präsidenten Prakoop… Um bei Boston zu bleiben, gestern war ich beim Briefmarkenverein in Bogota, die hatten eine kleine 1-Rahmen Werbeschau eröffnet, dabei auch z.B. Dario Diez getroffen den ich seit Jahren kenne, er hat 3 Exponate in Boston (ich war immer der Meinung dass 2 Exponate eines Azsstellers bei FIP das Maximum sind)…, das Thema jurieren war dort überhaupt kein Thema…, hier im Bild vor seinem Exponat der Provisorien von Antioquia zu sehen. Die kommende Woche werde ich ihn wieder mal besuchen und sehen was er noch an netten Stücken hat von denen er sicn trennen würde. Er lebt in der Gegend von Bogota wo ich 1987/88 nur 3 Straßen weiter lebte. Und einer der Juroren in Boston ist z.B. Santiago Cruz den ich auch seit Jahren kenne, hier am Bild links zu sehen…, was er juriert teilte er mir nicht mit, das darf er ggfls. im Vorfeld auch gar nicht.
Eric Scherer Am: 12.04.2026 18:18:58 Gelesen: 12455 # 121
@ 22028 [#120] Lieber Rainer. Soll ich das jetzt positiv bewerten: Du kommunizierst mit dem FIP-Präsidenten über Whatsapp?
22028 Am: 12.04.2026 18:23:23 Gelesen: 12449 # 122
@ Eric Scherer [#121]

Du kommunizierst mit dem FIP-Präsidenten über Whatsapp?

Warum nicht? Ist das verboten? Ich kenne ihn persönlich und er gab mir schon einige gute Tipps.
Lars Boettger Am: 12.04.2026 18:27:39 Gelesen: 12446 # 123
@ 22028 [#120] Ich kann Deinen Frust verstehen…, aber evtl. hast Du Dich in der Vergangenheit mit den falschen Leuten unterhalten. Ich kommuniziere u.a. z.B. direkt per WhatsApp mit dem FIP Präsidenten Prakoop… Hallo Rainer, Prakob und ich stehen im regelmässigen E-Mail-Austausch. Das ist aus meiner Sicht ein Teil des Problems. Alles läuft über den Präsidenten. Warum? Gibt es keinen FIP-Vorstand, wo jeder für gewisse Fragen zuständig ist? In Luxemburg wird alles gemacht, um einem Sammler oder Aussteller weiterzuhelfen. Wenn er eine Anmeldefrist verpasst hat, dann kann er oft trotzdem noch ausstellen, weil man mit allen Beteiligten spricht und eine Lösung findet. Ich hatte letztes Jahr für einen anderen Aussteller ein Exponat zurückgezogen, damit er noch ausstellen kann (begrenzte Rahmenzahl). Das kam ihm zu Gute und für mich war das kein Beinbruch. Ich stelle jetzt in Trochtelfingen aus, weil dort ein Freund eine regionale Ausstellung organisiert und weil ich ihn unterstützen möchte. Was ich damit sagen möchte - ich bin lösungsorientiert und ich unterstütze, wo ich nur kann. Sowie Du auch! Kommunikation ist alles. Die FIP kommuniziert ebenfalls, aber wenn Ihnen etwas nicht passt, gibt es furchtbar viele Regeln, warum etwas nicht geht. Und wenn es der FIP in den Kram passt, dann wird überhaupt nicht kommuniziert und Du stehst da wie Klein-Doofi. Gut, jetzt werden viele der Leser sagen, er ist ein Klein-Doofi =D Beste Grüsse! Lars
Eric Scherer Am: 12.04.2026 20:30:44 Gelesen: 12370 # 124
@ 22028 [#122] Mit Deiner Aussage baust Du einen Zusammenhang auf zwischen Deiner Kommunikation mit dem FIP-Präsidenten und der Juryarbeit an FIP-Ausstellungen. Darauf wollte ich hinweisen. Deine Aussage war quasi fast schon ein freudscher Versprecher.
22028 Am: 12.04.2026 23:35:53 Gelesen: 12317 # 125
@ Eric Scherer [#124] Mit Deiner Aussage baust Du einen Zusammenhang auf zwischen Deiner Kommunikation mit dem FIP-Präsidenten und der Juryarbeit an FIP-Ausstellungen. Darauf wollte ich hinweisen. Deine Aussage war quasi fast schon ein freudscher Versprecher. Da darfst Du hineininterpretieren was Du magst, ich kommuniziere mit vielen Sammlern, einige davon sind auch Juroren , und da kommt das Thema jurieren incl. den Regeln selbstverständlich auch zur Sprache. Ist das auch verboten?
Konrad Krämer Am: 13.04.2026 09:41:01 Gelesen: 12178 # 126
Hallo zusammen, ich glaube wir schweifen hier von der Überschrift "Bosten" in ein Thema "Juroren" usw. ab. Sollten wir das ganze nicht ändern? Viele Grüße Konrad Krämer
Richard Am: 14.05.2026 15:50:32 Gelesen: 10622 # 127
Postverwaltungen auf der Boston 2026 (23.–30. Mai) (wm-pcp) Selbst zu diesem späten Zeitpunkt, kaum 14 Tage vor Ausstellungsbeginn, wächst die Liste der Postbehörden und -verwaltungen, die an der Weltmesse Boston 2026 teilnehmen werden. Dies ist umso erstaunlicher, als selbst große Ausstellungen und Messen in Europa kaum noch Zulauf von Postfirmen aller Art haben. Thomas Fortunato, der Presse-Referent der BOSTON 2026 gab hierzu vor kurzem einen Überblick: Die Inter-Governmental Philatelic Corporation (IGPC), Auslandsvertreter für zahlreiche Postverwaltungen weltweit, wird bei der Boston 2026 am Stand G522 vertreten sein und dort drei ihr wichtige Kunden – das Vereinigte Königreich, Israel und die Marshallinseln – vertreten, um die neuesten Briefmarkenausgaben zu verkaufen. Ebenso bringt Stampera Neuerscheinungen vieler seiner Kunden mit. Es wird erwartet, dass Briefmarken von BEEPOST (die internationalen Privatpostdienste von Estland, Finnland und Litauen), der Zentralafrikanischen Republik, Dschibuti, Guinea, Guinea-Bissau, Sierra Leone und Togo zum Verkauf angeboten werden. Zu den teilnehmenden Ländern unter den anwesenden Postverwaltungen gehören: Andorra (spanisch), Bermuda, Zypern, die Färöer, Fidschi, Gibraltar, Grönland, Georgien, Guernsey, Indien, Irland, die Isle of Man, Jersey, Rumänien, Spanien, die Türkei, die Ukraine und natürlich die Vereinigten Staaten. Auch die Postverwaltung der Vereinten Nationen wird vor Ort sein. Deutschland fehlt ebenso wie zahlreiche andere Staaten unter den 31 Postfirmen/-Agenturen. Offenbar noch nicht außer Mode ist ein kostenloser Philateliepass, der von Scott Stamp LLC angeboten wird, den Herausgebern von Linn’s Stamp News und dem Scott Standard Postage Stamp Catalogue. Es mag eine nette Erinnerung sein, diesen Pass auf der entsprechenden Länderseite mit Briefmarken und deren Sonderstempel der Ausstellung zu füllen. Die Kassen der Postfirmen füllt dies auf jeden Fall. Die Boston 2026 World Expo findet vom 23. bis 30. Mai 2026 im Boston Convention & Exhibition Center statt. Alle Details zur Ausstellung findet man unter Boston2026.org sowie auf Facebook, X und Instagram.
Richard Am: 21.05.2026 09:26:55 Gelesen: 10026 # 128
Der Buccleuch-Block: Der größte Briefmarkenfund der Neuzeit wird am 28. Mai 2026 bei der BOSTON 2026 versteigert! (wm-pcp) Kennern und Großbritannien-Spezialisten ist dieser spektakuläre Teilbogen von 48 Exemplaren der „Two-Pence Blue“ von 1840 gut bekannt. Denn es handelt sich um die größte bekannte Einheit einer der weltweit ersten beiden Briefmarken, die im Mai 1840 herausgegeben wurden. Er wurde schon einmal vor 30 Jahren bei der ANPHILEX 1996 in New York City anlässlich der Hundertjahrfeier des Collectors Clubs gezeigt. Nun wird er vom Eigentümer über das renommierte Auktionshaus Siegel in den USA zu einem Schätzpreis von 5 bis 7,5 Mio US-Dollar angeboten. Unter der Adresse http://www.siegelauctions.com findet man die Geschichte dieser Einheit, die auf Walter Francis Montagu Douglas Scott, dem 5. Herzog von Buccleuch und 7. Herzog von Queensberry (1806–1884) zurückgeht, der diesen 48er-Block erworben hatte, geschildert. Er war in Vergessenheit geraten und wurde erst bei einer Inventarisierung des Dalkeith Palastes, eines schottischen Herzogssitzes in Midlothian, Schottland, wieder aufgefunden. In der Palastbibliothek entdeckte der Sekretär des Herzogs zwei große Briefmarkeneinheiten, die 1840 und 1841 von Großbritannien herausgegeben worden waren. Sie waren ordentlich aufgerollt und in einem Fach eines alten Reiseschreibpults aus Leder aufbewahrt, das auf einem Tisch stand. Der 48er-Block erlangte sofort Berühmtheit als der größte Briefmarkenfund der modernen Nachkriegsgeschichte – der Buccleuch-Block. Innerhalb eines Jahres nach seiner Entdeckung wurde der Buccleuch-Block über H. R. Harmer Ltd. für 6.500 £ privat an Gordon P. Bailey, einen Sammler aus Surrey, England, verkauft. Als die Bailey-Sammlung aufgelöst wurde, wurde der Block erneut privat abgegeben. Der nächste dokumentierte Besitzer war Renato Mondolfo (1918–1992). 1985 wurde der Block von William E. und Michael Lea, zwei namhaften britischen Briefmarkenhändlern, an Hassan Shaida verkauft, einen iranischen Sammler, dessen Ausstellung „Queen Victoria: The Birth of the World’s First Postage Stamps“ 1990 den Grand Prix National auf der Stamp World London gewann. Kurz darauf wurde die gesamte Shaida-Sammlung, einschließlich des Buccleuch-Blocks, von Guido Craveri, einem europäischen Händler, erworben.
drkohler Am: 23.05.2026 14:42:25 Gelesen: 9652 # 129
@ Richard [#128] Und los geht es ! Falls der Block schon verkauft ist bei Kelleher kann man auch 5 inverted Jenny's kaufen.
22028 Am: 23.05.2026 14:49:34 Gelesen: 9644 # 130
@ drkohler [#129] Gewaltige Menschenmassen.
nagel.d Am: 23.05.2026 15:06:43 Gelesen: 9638 # 131
@ drkohler [#129] Boah einen solchen Ansturm haben selbst deutsche Veranstaltungen nicht erlebt, ich hoffe man findet bei dem Ansturm auch noch Platz um in Ruhe Fachgespräche zu führen. Am Ende würde mich die Gesamtzahl der Besucher interessieren.
22028 Am: 24.05.2026 09:01:44 Gelesen: 9348 # 132
Facebook Fund, mein Kolumbien Exponat beim Aufbau durch den BDPh Präsident.
saeckingen Am: 24.05.2026 09:29:02 Gelesen: 9329 # 133
Meine Exponate "Deutsches Auslandspostamt Lamu" und "Deutsches Auslandspostamt Zanzibar" im deutsch-amerikanischen Salon.
22028 Am: 24.05.2026 09:35:50 Gelesen: 9320 # 134
@ saeckingen [#133] Schöne Sachen, von meinem "Monteur" habe ich leider keine Bilder bekommen, schade, hätte gerne kontrolliert, dass alles korrekt montiert ist.
saeckingen Am: 24.05.2026 09:42:55 Gelesen: 9311 # 135
@ 22028 [#134] Ich habe die Bilder meiner beiden Rahmen von einem Sammlerfreund, der in Bosten ist, bekommen. Leider nur in recht geringer Auflösung. Grüße Harald
Lars Boettger Am: 24.05.2026 09:44:04 Gelesen: 9309 # 136
@ saeckingen [#133] Hallo Harald, falls Du einen DIN-A3-Drucker hast, dann würde ich mir überlegen, ob ich nicht im LAMU-Exponat die Seiten 9 und 10 auf eine Seite bringe. Das hätte den Vorteil, dass der Beleg auf Seite 10 gerade gerückt werden könnte. Nachteil - die Symmetrie geht flöten. Dir viel Spass in Boston! Beste Grüsse! Lars
HWS-NRW Am: 24.05.2026 09:50:06 Gelesen: 9304 # 137
@ saeckingen [#135] Hallo Harald, tolle Exponate und ich wünsche Dir einen vollen Erfolg. Auch an Rainer die besten Wünsche für das m.E. verdiente Gold. Zu den Ausstellungsrahmen, "wie peinlich sind die denn", ist halt die USA. mit Sammlergruß Werner
saeckingen Am: 24.05.2026 10:20:16 Gelesen: 9286 # 138
@ Lars Boettger [#136] Hallo Lars, für die seltenen Gelegenheiten, wo ich die Sammlung in einem Rahmen zeigen ist das eine Überlegung wert. Ansonsten ist das halt "nur" meine Sammlung, die ich alles zusammen in einem Binder haben möchte. Ich werde Lamu im Dezember in Monaco zeigen, dafür muss ich eh noch einiges ändern um zwei interesssante Neuzugänge aus der letzten Köhler Auktion mit einzubauen. Grüße Harald PS: 12 der 16 in den USA gezeigten Seiten des Auslandspostamtes Lamu sind über die Webseite der ArGe Kolonien anzusehen: https://kolonialmarken.de/sammlungen-online/
drkohler Am: 25.05.2026 01:23:39 Gelesen: 9107 # 139
Das Foto war knapp 1 Stunde bevor die Show begann. Viele Besucher waren schon im grossen Saal wo die Eröffnungsfeier stattfand. Die war gut besucht, sicher ca 400 bis 500 Leute waren es dann schon. Heute Sonntag war es dann schon ruhiger. Sch..wetter zur Zeit in Boston, 10 Grad, dichter Nebel und Regen. Dazu kommt noch Memorial Day Weekend da beiben die Einheimischen eh weg. Alles heult auch wegen den hohen Spritpreisen, da fährt keiner seinen Tank leer nur für Briefmarken schauen. Dazu diese Preise. Ich war gerade in der Faneuil Hall und Quincy Market. Da hatte ich mich vor zig Jahren durchgefuttert mit Lobster und Clam Chowder für wenig Geld. Jetzt ein Becher mit 7 Erdbeeren 14 Dollar, 1 Tasse Clam Chowder 20 Dollar, 1 Seafoodplatte (nicht wirklich viel drauf) 65 Dollar, Pizzastückchen für 10 Dollar etc, etc. Irgendwie habe ich das anders in Erinnerung. Ich denke es werden weniger Besucher kommen als in NY 2016. Viele Händler haben Grabbelkisten mit Bögen, zum Postpreis angeboten und da sehe ich einen steten Strom von Leuten die auch fleissig kaufen. Bei den Hochpreishändlern scheint es ruhiger zu sein. Grüße aus Boston
drkohler Am: 25.05.2026 13:57:01 Gelesen: 8976 # 140
@ saeckingen [#135] Fotografieren ist wie so oft schwierig wegen all den Licht Reflexionen. Die Bilder sind gut in dieser Hinsicht. Die Mehrheit der Rahmen sind ausgeliehen von der Royal Philatelic Society, also man müsste sich in London beschweren. Sie wollten ihre Rahmen in China herstellen lassen, aber dann hatte Orangehead so seine eigenen Ideen. (Hier ist grad Sichtweite 0 wegen dichtem Nebel deshalb kann ich Zeit verschwenden, es gibt im wahren Sinn Nichts zu sehen in Boston zur Zeit).
22028 Am: 25.05.2026 15:00:00 Gelesen: 8940 # 141
@ drkohler [#140]

Die Mehrheit der Rahmen sind ausgeliehen von der Royal Philatelic Society, also man muesste sich in London beschweren.

Von der Royal mit Sicherheit nicht, wenn dann vom Britischen Verband, die haben aber sicher keine 4000+ Rahmen, muss also noch einen anderen Lieferanten geben.
Die Britischen Rahmen dürften die gleichen Rahmen wie in Birmingham 2025 sein..., die sind zumindest breit genug, nicht wie bei NY 2016...
drkohler Am: 25.05.2026 15:31:23 Gelesen: 8920 # 142
Der Eröffnungsspeaker hat sich ausdrücklich bei den Briten bedankt für all die Rahmen. Irgend welche Engländer, ist ja auch Wurscht. Das wichtigste war am Ende, dass sie nicht in Trumps Zollfalle gerieten.
drkohler Am: 25.05.2026 16:56:55 Gelesen: 8867 # 143
@ 22028 [#141] Hier einige (lausige) Bilder:
drkohler Am: 25.05.2026 16:59:08 Gelesen: 8865 # 144
Und mehr:
22028 Am: 25.05.2026 17:21:04 Gelesen: 8846 # 145
@ drkohler [#143] Für mich passt es, bei einem Rahmen muss etwas korrigiert werden, der Kommissar weiß schon Bescheid. Nun muss nur jemand mit einem Schlüssel gefunden werden.
drkohler Am: 27.05.2026 21:47:51 Gelesen: 8352 # 146
@ 22028 [#145] Unten im zweiten Frame ist die Anordnung jetzt Anders.
22028 Am: 27.05.2026 21:50:34 Gelesen: 8347 # 147
@ drkohler [#146] Ich weiß, das wurde nun korrigiert.
22028 Am: 28.05.2026 08:01:10 Gelesen: 8239 # 148
Lars, Glückwunsch zu 87 Punkten (Großvermeil). ich bin nicht ganz glücklich mit meinen 88 Punkten (und Ehrenpreis). Der Ehrenpreis sagt mir dass die Juroren zumindest teilweise die Qualität des Materiales/Gebietes/Exponates anerkannt haben, was ihnen sonst nicht gefallen hat, wer weiss?
Lars Boettger Am: 28.05.2026 10:01:18 Gelesen: 8181 # 149
@ 22028 [#148]

Hallo Rainer,

vielen Dank! Das sind mehr Punkte, als erwartet. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was ich davon halten soll. Vielleicht gibt das Jurygespräch neue Hinweise.

Dir auch herzlichen Glückwunsch zu Grossvermeil und Ehrenpreis! Du hast die gleiche Punktzahl wie in Birmingham bei der letzten internationalen Ausstellung - und das Material deutlich verbessert. Ich bin gespannt, was der Kommissar über das Jurygespräch erzählt.

Beste Grüsse!

Lars
22028 Am: 28.05.2026 10:32:02 Gelesen: 8163 # 150
@ Lars Boettger [#149] Danke, das Material wurde zwar verbessert, die Struktur an die Jurykommentare angepasst, die extremen Seltenheiten (da die Juroren „Zitat aus Birmingham“) nicht lesen sondern nur sehen wollen) markiert, aber es ist halt nach wie vor in den Augen von vielen Juroren ein recht modernes Gebiet, hinzukommt dass Privatpost in der Wichtigkeit nicht so hoch angesehen ist wie die Staatliche Post, auch wenn wie im Fall von Kolumbien, die meist im Staatlichem Auftrag bzw. mit Staatlicher Genehmigung, da die Infrastruktur der Staatliche Post nicht so gut war, operierte. Aber, und es tut mir leid das zu sagen, ich verliere so langsam die Lust. Ob es Jurykommentare gibt, mal sehen, mir würden schon die Namen der Juroren genügen.
Richard Am: 29.05.2026 09:16:05 Gelesen: 7973 # 151
Boston 2026 World Stamp Show - Erfolgreiche deutsche Beteiligung (Kirsten Schönherr, BDPh) - Die internationale Philateliewelt traf sich in Boston zur „Boston 2026 General World Stamp Exhibition“, einer FIP-General-Weltausstellung mit Teilnehmern aus aller Welt. Zahlreiche Exponate wurden nach den internationalen FIP-Richtlinien bewertet und zeigten erneut die beeindruckende Vielfalt unseres Hobbys. Besonders erfreulich aus deutscher Sicht: Joachim Maas erreichte mit seinem Exponat „Inaccessible? Incomparable? Unforgotten? Pre-Columbian Cultures in Middle and South America“ hervorragende 96 Punkte (Large Gold) sowie einen Sonderpreis. Weitere deutsche Ergebnisse: Alfred Schmidt: „Prussian Mail to Foreign Countries 1850–1867“ 93 Punkte (Gold) Jürgen Herbst: „Handbuch der Sächsischen Francomarken sowie deren Entwertungen“ 93 Punkte (Gold) Michael Bockisch: „World Catalog of (almost) All Postal Stationery Featuring Railways, Trams and Cable Cars“ 91 Punkte (Gold) Michael Bockisch: „Die Bildpostkarten des Deutschen Reiches, Danzigs und Böhmen & Mährens“ 91 Punkte (Gold) Ute und Elmar Dorr: „Hungarian Post Offices in Foreign Letter Service from 1900 to the Outbreak of World War I“ 90 Punkte (Gold) Michael Bockisch: „Die Bildpostkarten Deutschlands nach 1945“ 90 Punkte (Gold) Rainer Fuchs: „Colombia Private Postal Services 1870–1967“ 88 Punkte (Vermeil) Bernd Juchert: „Ziegenaugen auf Brief“ 88 Punkte (Vermeil) Reinhold Henke: „Berlin Victim and Housing Imprint“ 87 Punkte (Vermeil) Bernd Juchert: „Ziegenaugen im Viererblock“ 87 Punkte (Vermeil) Auch der philatelistische Nachwuchs war vertreten: • Emely Janzer – 83 Punkte (Vermeil) • Emil Koslowski – 76 Punkte (Large Silver) • Felix Janzer – 75 Punkte (Large Silver) • Lukas Bott – 78 Punkte (Large Silver) • Yannick Besser – 78 Punkte (Large Silver) Herzlichen Glückwunsch an alle Ausstellerinnen und Aussteller!
22028 Am: 29.05.2026 20:33:06 Gelesen: 7775 # 152
@ Richard [#151] Da zeigt sich dass Frau Kirsten Schönherr leider keine Philatelistin ist bzw. sich mit den Bewertungsrichtlinien nicht auskennt. Ab 85 -89 Punkte gibt es kein Vermeil, sondern Großvermeil, und, mich stört es nicht, aber mein Sonderpreis wurde auch ignoriert.
Altsax Am: 29.05.2026 21:40:55 Gelesen: 7734 # 153
@ 22028 [#152]

Immerhin werden vollständige Ergebnislisten aller deutschen Teilnehmer veröffentlich und nicht nur solche der Teilnehmer, die selbst für die Verbreitung ihrer eigenen nebst Anmerkungen zu den Unzulänglichkeiten der an der Bewertung beteiligten Juroren sorgen.
Lars Boettger Am: 29.05.2026 23:12:09 Gelesen: 7690 # 154
@ Richard [#151]

Ich beglückwünsche alle Aussteller, die sich in Boston beteiligt haben und hoffe, dass sie mit ihrem Ergebnis zufrieden sind!

Beste Grüsse!

Lars
drkohler Am: 30.05.2026 02:01:07 Gelesen: 7648 # 155
@ Lars Boettger [#154] An unserem Stand waren heute drei Juroren zugegen und was die so losliessen (unter Freunden) war schon etwas irritierend für Unbeteiligte wie mich. Was ich so heraushören konnte war oft Unverständnis zwischen den nationalen US Juroren und den FIP Juroren. Die nationalen sehen natürlich auch die Bewertungen an der FIPs. Gar keine Freude dürfte der Exhibitor haben, der statt den üblichen 91 bis 92 Punkten grad mal 76 Punkte bekam von den FIPs. Einer bekam seine normale Punktzahl obwohl er sein Exponat deutlich verbesert hatte. Laut zweier Juroren hat er vergessen, diese Verbesserungen in der Synopsis aufzuzählen. Das ist anscheinend ein tödliches Versäumnis. Siegel Auction hat die ganze Medaillien Gala boykottiert wegen gewissen Vorfällen in der Jurierung. Auch die Juroren am Stand gingen nicht zur Gala. Ich hörte das Wort Korruption an der Stelle. Irgendwie ist mein Eindruck schon dass es bei der Jurierung zu oft zu wild zuging. Die Händler waren soweit zufrieden mit den Umsätzen aber alles klagt über die hohen Preise in Boston. Publikum war in den ersten Tagen zahlreich, schon am dritten Tag waren die 30.000 überschritten. Für 2036 sucht man an der Westküste nach Veranstaltern, Chicago hat schon mal präventiv abgelehnt.
22028 Am: 30.05.2026 09:10:02 Gelesen: 7568 # 156
@ drkohler [#155] Was ich so heraushören konnte war oft Unverständnis zwischen den nationalen US Juroren und den FIP Juroren. Die nationalen sehen natürlich auch die Bewertungen an der FIPs. Gar keine Freude dürfte der Exhibitor haben, der statt den üblichen 91 bis 92 Punkten grad mal 76 Punkte bekam von den FIPs. Einer bekam seine normale Punktzahl, obwohl er sein Exponat deutlich verbessert hatte. Laut zweier Juroren hat er vergessen, diese Verbesserungen in der Synopsis aufzuzählen. (Das ist anscheinend ein tödliches Versäumnis). Amerikanische (und Süd Amerika zähle ich da dazu) und FIP Regeln unterscheiden sich teilweise ziemlich stark. Ein Beispiel: In einem Postgeschichtlichen Exponat waren komplette Briefmarkenbogen und das Exponat wurde bei National in Bogota sehr hoch bewertet. Auf meinen Hinweis hin, dass in einem postgeschichtlichen Exponat keine losen Briefmarken oder gar komplette Bogen gehören meinte man „hier macht man das“, OK, die Bogen sind nun in meinem traditionellen Exponat, geholfen hat es aber auch nicht. Daher bin ich neugierig darauf ob ich die Namen der Juroren erfahre. Wie man hört spielt die graue Eminenz, sprich der ehemalige FIP Präsident, im Hintergrund noch eine sehr große Rolle, und Politik, ich möchte es nicht unbedingt Korruption nennen, spielt eine sehr große Rolle.
22028 Am: 30.05.2026 12:58:15 Gelesen: 7493 # 157
Facebook Fund: BDPh Präsident Alfred Schmidt gewinnt den Grand Prix der Championship Class in Boston! Ein herausragender Erfolg für die deutsche Philatelie: Bei der Boston 2026 World Expo, einer der bedeutendsten Briefmarkenausstellungen der Welt, konnte sich unser BDPh-Präsident Alfred Schmidt mit seinem Exponat „Prussia: The First Three Issues 1850–1859“ in der FIP Championship Class durchsetzen. Zu Alfreds Mitbewerbern gehörten renommierte Aussteller aus Bolivien, Kanada, Tschechien, Finnland, Frankreich, Indien, Norwegen, Peru, St. Pierre & Miquelon, den USA und Uruguay. Viele von ihnen zählen seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Philatelisten weltweit. Dass sich ein deutsches Exponat in diesem internationalen Feld der Champions behaupten konnte, ist eine außergewöhnliche Leistung und eine große Auszeichnung für die deutsche Philatelie. Diese Klasse gilt als die absolute Königsklasse der Philatelie. Hier treten nicht gewöhnliche Wettbewerbsexponate an, sondern bereits vielfach ausgezeichnete Spitzenexponate der Weltelite. Lieber Alfred, zu diesem großartigen Erfolg gratulieren wir von Herzen!
Lars Boettger Am: 30.05.2026 15:12:46 Gelesen: 7427 # 158
@ 22028 [#157] Wenn ich mich nicht komplett irre, dann ist das zu Alfreds Linken Yamil H. Kouri, M.D., der Hauptorganisator der "BOSTON 2026" (Präsident des OK und "Commissioner General"). Beste Grüsse! Lars
nitram Am: 30.05.2026 15:50:37 Gelesen: 7407 # 159
Für ein Exponat den Grand Prix National, den Grand Prix International und jetzt den Grand Prix d'Honneur verliehen zu bekommmen, ist mit einem Wort überragend. Wie viele Exponat gibt es, die das analog dem Exponat Prussia: The First Three Issues 1850-59 geschafft haben? Da kann man Alfred Schmidt nur herzlich zu diesem großartigen Erfolg gratulieren!
22028 Am: 30.05.2026 16:17:49 Gelesen: 7382 # 160
@ Lars Boettger [#158] Du irrst Dich nicht.
Richard Am: 02.06.2026 09:16:42 Gelesen: 6978 # 161
Aufbau Messe Boston 2026 "Exploring stamps" - Aufbau der Messe Boston: https://www.youtube.com/watch?v=UcNP2Z1zILw
drkohler Am: 04.06.2026 07:05:46 Gelesen: 6682 # 162
Erste Nachbetrachtungen von den Veranstaltern (aus Podcast des NY Collector's Club): - FIP patronage was a mistake - not worth it - Complaints about food (underwhelming, overpriced) but always the case for big conference venues - Next time, fewer frames to make it all more manageable, and fewer days: 5-6 max - 10 years too long to wait until the next one - better make it 5 Auf gut Deutsch: - FIP Anerkennung war ein Fehler - war es nicht wert - Fressen und Saufen viel zu teuer (wie immer an solchen Orten) - Zu viele Rahmen, zu lange Dauer, besser 5-6 Tage - 10 Jahre von Show zu Show sind zu lang, besser 5 Jahre Meine eigenen Betrachtungen dazu: - Einige US-Judges am Stand waren sichtlich unzufrieden mit den FIP-Judges, was ich so raushören konnte - Boston ist bizarr teuer was das Essen betrifft, $100 pro Restaurantbesuch praktisch normal (mein Hotelzimmer hatte eine kleine Küche, also nicht mein Problem). - Die Rahmenzahl war ok (sind ja mehrere Ausstellungen gewesen in Einer). Allerdings warum die einzelnen Ausstellungen "eingemauert" wurden durch Wände, mit nur einem engen Zugang? - 10 Jahre sind sicher zu lang, aber 5 Jahre Vorbereitungszeit sind echt stressig. Wegen Stress hat wohl Chicago schon frühzeitig "Nein Danke" gesagt zur nächsten Show 2036 (2031?) und man sucht offenbar in der Gegend San Francisco/San Diego nach Orten/Sklavenarbeitern.
Lars Boettger Am: 04.06.2026 10:56:56 Gelesen: 6597 # 163
@ drkohler [#162]

Leider hatte ich vergessen, dass die Veranstaltung gestern Abend war und mich nicht mehr eingeloggt...

- FIP Anerkennung war ein Fehler - war es nicht wert

Das wundert mich persönlich nicht. Es kostet viel Geld, aber es ist nicht sicher, was es bringt. Wobei ein Faktor m.E. mit Sicherheit der US-Präsident und seine Politik war.

- Zu viele Rahmen, zu lange Dauer, besser 5-6 Tage

Kann ich nachvollziehen.

- 10 Jahre von Show zu Show sind zu lang, besser 5 Jahre

Es bleibt abzuwarten, ob die Show in Boston einen Überschuss erzielt hat, den man als Startgeld für die Finanzierung der nächsten Show stecken kann. Wichtig sind auch die Sponsoren - waren sie zufrieden mit der Show?

- 10 Jahre sind sicher zu lang, aber 5 Jahre Vorbereitungszeit sind echt stressig.

Die Aussage kann ich nicht nachvollziehen. Deutschland wird das schaffen, Großbritannien schafft das seit ein paar Jahrzehnten. Ist alles möglich: Kleines Team, das weiß, was es macht.

- Einige US-Judges am Stand waren sichtlich unzufrieden mit den FIP-Judges, was ich so raushören konnte

Jedes Land hat eigene Kriterien, wie und was juriert wird. Ich bin nächste Woche als Preisrichter in Paris auf der "ParixPhilex" und werde einen Teufel tun, jedes Exponat "deutsch" zu jurieren. Andererseits war ich auch schon unzufrieden der Leistung der FIP-Preisrichter, kann das also zum Teil nachvollziehen.

Beste Grüße!

Lars
22028 Am: 06.06.2026 09:46:57 Gelesen: 6330 # 164
Leider war es dem Deutschen Kommissar bzw. dessen Beauftragten nicht möglich einen Termin für das Jurygespräch bei meinem Exponat zu bekommen. Zwei Bekannte welche in Boston waren, beides Aussteller auf Weltniveau die auch Juroren sind, haben es aber privat mal angesehen und schrieben mir (Namens nicht genannt): Dir gratuliere ich auch zu deinem sehr gelungenen Exponat, auch wenn du mit der Punktzahl nicht zufrieden bist, was ich völlig verstehe. XXX und XXX haben dein Exponat angesehen. Wir finden dein Treatment und deine Beschreibungen sehr gelungen und können keine generellen Verbesserungsvorschläge machen. Wir beide finden, dass es 90 Punkte verdient hätte. Ich hatte den Eindruck, dass die Jury insgesamt eher konservativ war, so dass es ungewöhnliche Themen wie deins schwer hatten. Ein weiteres Problem ist, dass internationale Juries von Ausstellung zu Ausstellung wechseln und sie daher keine Entwicklungen der Exponate verfolgen können. Mir persönlich kommt es vor das mit den wechselnden Juroren die leider oftmals den Werdegang des Exponates nicht kennen (oder nicht kennen wollen) etc. das Ausstellen, zumindest bei FIP zum „ad absurdum“ macht. Beispiel, in Birmingham wurde das Treatment bemängelt, im Detail die fehlende Struktur und die Formend wurden von der frühesten bis zu der ältesten sortiert gezeigt. Nun habe ich eine Struktur eingearbeitet, prinzipiell wieder früh nach spät, aber mit 5 Kapiteln. Ergebnis, je einen Punkt für Treatment und Importance gab es weniger. Das bringt mich wieder zu meinem Lieblingsthema, warum wird die Wichtigkeit (maximal bewertet, auch Punkte) wenn sich die Wichtigkeit mittlerweile schon etwas relativiert hat. Früher wurde die Wichtigkeit des Exponates gemäß der Wichtigkeit des Gebietes in der weiten Welt der Philatelie gewertet, da war Altdeutschland schon relativ unwichtig. Heute wird die Wichtigkeit des Exponates gemäß der Wichtigkeit des Gebietes in der weiten Welt der Philatelie (5 Punkte) und 5 Punkte für die Wichtigkeit des Exponates innerhalb des Gebietes des Exponates an sich gewertet. Der Kommentar von Birmingham dass die Jury nicht erkannt hast dass das Material extrem selten ist und ich doch einen roten Rahmen um die GAAANZ seltenen Stücke machen soll hat so gewirkt dass das dafür nun Punkt mehr gab. Ich habe über den Jurysekretär die Kommentare der Juroren von Boston erfragt, bisher habe keine bisher Antwort der Juroren erhalten. Der Sekretär kann die gerne anonymisiert senden, mich interessieren die Kommentare hat.
Angelika Am: 08.06.2026 13:54:11 Gelesen: 6045 # 165
Hallo, zum Thema Weltausstellung Boston 2026 vom 23. bis 30. Mai 2026 können wir nach allem wichtigen eine einfache Postkarte zeigen. Wir haben heute Post aus den USA erhalten. Unser Freund und Präsident der Meter Stamp Society Mr. Roder überraschte uns mit diesem Grüßen. Mit Grüßen von Angelika und Hajo (Nordluchs)
Eric Scherer Am: 08.06.2026 14:01:54 Gelesen: 6028 # 166
@ Angelika [#165] Die US-Post hat auch schon besser gestempelt.
Konrad Krämer Am: 08.06.2026 16:59:23 Gelesen: 5913 # 167
Hallo Eric, das war einer der vorrätigen Stempel bei der Ausstellung, die lagen an der Stempel-Stelle der Post im Saal in Unmengen herum, ich habe die Damen dort etwas bedauert, die Wünsche waren manchmal haarsträubend. Ich schätze mal es waren bestimmt 15 - 20 verschiedene.
drkohler Am: 08.06.2026 17:14:32 Gelesen: 5900 # 168
@ Eric Scherer [#166] Der Beleg wurde wahrscheinlich selbst gestempelt. Es gab die Stelle, wo US-Angestellte stempelten (manchmal lange Warteschlange) und den "Selbststempelbereich" mit verschiedenen Stempeln. AFDCS = American First Day Cover Society, also ein "eigener" Stempel der AFDCS, sehr wahrscheinlich bewilligt von der USPost (?).
DL8AAM Am: 08.06.2026 19:21:10 Gelesen: 5792 # 169
@ Eric Scherer [#166] Da hatte ich bei meiner Stempelung aus Boston scheinbar etwas mehr Glück. ;-) @ drkohler [#168] Jein, der stammt von einer "Station" - d.h. offiziell schon ein 'echtes' Sonderpostamt bzw. eine offizielle Sonderstempelstelle der USPS - namens "AFDCS Station". Das bedeutet, dass das kein "privater" Stempel, auch kein Mailer's Postmark Permit (MPP) Stempel ist, sondern ein ganz regulärer Sonderstempel der USPS selbst. Wer den entworfen, bezahlt und dann (im Einzelfall) auch genutzt haben könnte, mag aber auf einem ganz anderen Blatt stehen. ;-) Siehe auch den passenden Artikel bei Linn's AFDCS sponsors postmarks for Boston 2026 — one pictorial for each day [1], dort steht each postmark will be available at the USPS cancellations booth, heisst der Stempel wurde (zumindest) offiziell von der USPS (-Stempelstelle) selbst geführt und abgeschlagen, zumindest planmäßig. Beste Grüße Thomas [1] https://www.linns.com/news/afdcs-sponsors-postmarks-for-boston-2026-one-pictorial-for-each-day
Nordluchs Am: 08.06.2026 19:57:43 Gelesen: 5757 # 170
@ Angelika [#165] Hallo, Stempel hier Stempel dort. Keiner achtet auf die witzig von der Meter Stamp Society gestaltete Rückseite der Karte! Unsere Kollegen in den USA haben sich viel Mühe gegeben. Gruß Hajo
DL8AAM Am: 08.06.2026 20:10:55 Gelesen: 5738 # 171
@ Nordluchs [#170] Jou, ' in Franking we trust' ;-) In der Form kann man sich auch sogar als Philatelist mit KI-Erzeugnissen arrangieren. Und BTW, auch die Hochglanzqualität der Karte kommt äußerst edel daher. ;-)
drkohler Am: 10.06.2026 20:32:04 Gelesen: 5405 # 172
Nun ist auch klar, warum Siegel (unter Anderen) nicht an der Boston 2026 Preisverschenkung teilnahm: When Competitions Have No Competition In an unprecedented decision at a major competitive international stamp exhibition, Dr. Peter McCann, the FIP jury president and the National Class team leader, nominated only one exhibit for the Grand Prix National award at Boston 2026 World Expo (“Boston show”), the U.S. decennial international exhibition held this past May 23-30. The effect of this single nomination was to make Vernon R. Morris, Jr. MD, the preordained Grand Prix National “winner” with his exhibit, Transition of American Mail from British Colonial to USPO: 1685 to 1799. To the best of my knowledge and others, this has never happened before. Background The Boston show and the awards were held under the auspices of the Fédération Internationale de Philatélie (FIP), an international organization headquartered in Zurich, Switzerland. The FIP president and the honorary FIP president at Boston 2026 is Dr. Prakob Chirakiti, who resides in Thailand. The Grand Prix National class (GPN) is limited to subjects related to the exhibition host country; in this case, the United States. The Grand Prix International class (GPI) includes Large Gold exhibits of other subject areas. Finally, the Grand Prix d’Honneur class (GPH) is limited to exhibits that have earned three FIP Large Gold awards in three separate years. Almost without exception, FIP competitions have multiple nominees for each of the three Grand Prix awards. At FIP Palmares awards events, the winners are chosen by jury members through a voting process. The ballots are ceremoniously counted on stage and the winner in each class is announced. It is the “Academy Awards” of philately. What Happened in Boston In Boston, there were four GPI nominations and three GPH nominations. The winners of the competition in these two classes were chosen from the nominees. The decision to nominate only one exhibit for the GPN award broke with tradition and effectively excluded other worthy competitors. There were three 97-point exhibits, including Dr. Morris’s Transition of American Mail exhibit and his other exhibit of Blood’s local post. The third exhibit to receive 97 points and a Large Gold was Gordon Eubanks’s 1847 Issue, titled First Federally Issued Postage Stamps of the United States. In addition, there were two contenders with 96 points: Handling American Domestic and International Mail 1860-1869: The Decade of Turmoil, Expansion and Resurgence, shown by Daniel M. Knowles MD, and A Country Divided: Effects of the American Civil War on the Mails, shown by Daniel J. Ryterband. One would have expected to see four nominations with an equal number of exhibitor candidates. In normal circumstances, the eligible exhibitors—Eubanks, Knowles, Morris and Ryterband—would have been invited to the stage. The jury would vote by ballot, the ballots would be counted, and the winner would be announced. Obviously, by taking the extraordinary step of nominating only one exhibit, the jury team headed by Dr. McCann eliminated any possibility that someone other than Dr. Morris could win. As soon as the jury report was posted to the Boston show website on Wednesday evening (May 27), there were expressions of incredulity at the single GPN nomination. This decision was confirmed with jury members and organizers on Thursday (May 28), and requests for additional nominations were made and refused. The black-tie Palmares ceremony dinner was held on Friday (May 29), but some ticket holders decided not to attend. The GPN award was bestowed on Dr. Morris without the traditional (and by then pointless) vote counting process. Response to the Single Nomination In response to the single nomination, there were several angry exchanges between outraged Boston show attendees and official Boston show organizers and jury members. Dr. McCann was asked what occurred, and he responded by saying that all jury members decided there was no need for a contest because Dr. Morris’s exhibit was clearly the best. Mark Banchik, president of the American Philatelic Society and a voting jury member, was asked how there could be just one nomination, and he responded by saying that a lot of work needs to be done to improve the relationship between the FIP and APS. Since the show closed on May 30, more discussions have occurred behind the scenes. Jury members bound by confidentiality have avoided any public statements. While reports have been made that there will be changes in judging leadership, very little has been done to provide accountability for exactly what happened at the Boston show. No one in a position to know has publicly stated which jury members made the decision to nominate only one exhibit/exhibitor for the Grand Prix National. Neither the FIP nor the APS has announced an investigation into what occurred. Officials who received a written letter from Gordon Eubanks, the other 97-point contender, have not responded to his simple request for an explanation. Demand for Accountability In all competitive events, process is everything. Participants and spectators expect that rules will be followed by everyone, including the jurors who decide who wins or loses. While arguments over the merits of the final vote always happen in any competitive event, the expectation is that there will at least be a vote to choose the winner. When a small group or single individual changes the customary process to produce a specific outcome, there must be an explanation. At Boston, the GPN competition among exhibits was eliminated through a single nomination. By Wednesday evening, only one person could win the coveted Grand Prix National. The hard work with a significant investment of time and money by all worthy exhibitors was disregarded. Until we know why only one exhibit was nominated and who made that decision, there will be a cloud over the event and the outcome. That is unfair, not only to the competitors who deserved to be on stage for the final vote, but also to the winner, whose trophy no longer represents achievement, but instead symbolizes the whims and biases of one or a few individuals. Everyone involved in the Boston show and in philately in general deserves better than that from Dr. McCann and the other FIP jury members. This is an opportunity for them to justify and take ownership of their decision. They should have the courage to answer questions rather than hide behind a veil of secrecy. The APS is in a unique position to lead a thorough and transparent investigation. I encourage all of you receiving this email to contact Mark Banchik at the APS and demand answers. He and the entire board can be reached at https://stamps.org/about/contact/aps-board-of-directors Regards, Scott Trepel
Richard Am: 11.06.2026 15:03:32 Gelesen: 5191 # 173
@ drkohler [#172] Hier eine DeepL Übersetzung für alle, die nicht alles exakt verstehen. Wenn Wettbewerbe keine Konkurrenz haben In einer beispiellosen Entscheidung auf einer bedeutenden internationalen Briefmarkenausstellung nominierte Dr. Peter McCann, FIP-Jurypräsident und Leiter des Teams für die Nationalklasse, nur eine einzige Ausstellung für den Grand Prix National auf der Boston 2026 World Expo („Boston-Ausstellung“), der alle zehn Jahre stattfindenden internationalen Ausstellung in den USA, die vom 23. bis 30. Mai dieses Jahres stattfand. Diese einzige Nominierung hatte zur Folge, dass Dr. Vernon R. Morris Jr. mit seiner Ausstellung „Transition of American Mail from British Colonial to USPO: 1685 to 1799“ zum vorbestimmten „Gewinner“ des Grand Prix National gekürt wurde. Meines Wissens und nach Kenntnis anderer ist so etwas noch nie zuvor vorgekommen. Hintergrund Die Ausstellung in Boston und die Preisverleihung fanden unter der Schirmherrschaft der Fédération Internationale de Philatélie (FIP) statt, einer internationalen Organisation mit Sitz in Zürich, Schweiz. FIP-Präsident und Ehrenpräsident der FIP bei der Veranstaltung „Boston 2026“ ist Dr. Prakob Chirakiti, der in Thailand lebt. Die Klasse „Grand Prix National“ (GPN) ist auf Themen beschränkt, die einen Bezug zum Gastgeberland der Ausstellung haben; in diesem Fall zu den Vereinigten Staaten. Die Klasse „Grand Prix International“ (GPI) umfasst „Large Gold“-Exponate aus anderen Themenbereichen. Die Klasse „Grand Prix d’Honneur“ (GPH) schließlich ist auf Exponate beschränkt, die in drei verschiedenen Jahren drei FIP-„Large Gold“-Auszeichnungen erhalten haben. Bei den FIP-Wettbewerben gibt es fast ausnahmslos mehrere Nominierte für jeden der drei Grand-Prix-Preise. Bei den FIP-Preisverleihungen werden die Gewinner von den Jurymitgliedern im Rahmen einer Abstimmung ermittelt. Die Stimmzettel werden feierlich auf der Bühne ausgezählt, und der Gewinner jeder Klasse wird bekannt gegeben. Es handelt sich um die „Oscars“ der Philatelie. Was in Boston geschah In Boston gab es vier GPI-Nominierungen und drei GPH-Nominierungen. Die Gewinner des Wettbewerbs in diesen beiden Kategorien wurden aus den Nominierten ausgewählt. Die Entscheidung, nur eine Ausstellung für den GPN-Preis zu nominieren, brach mit der Tradition und schloss andere würdige Mitbewerber faktisch aus. Es gab drei Ausstellungen mit 97 Punkten, darunter Dr. Morris’ Ausstellung „Transition of American Mail“ und seine weitere Ausstellung über die lokale Post von Blood. Die dritte Ausstellung, die 97 Punkte und eine große Goldmedaille erhielt, war Gordon Eubanks’ Ausstellung „1847 Issue“ mit dem Titel „First Federally Issued Postage Stamps of the United States“. Darüber hinaus gab es zwei Beiträge mit jeweils 96 Punkten: „Handling American Domestic and International Mail 1860–1869: The Decade of Turmoil, Expansion and Resurgence“ von Daniel M. Knowles, MD, und „A Country Divided: Effects of the American Civil War on the Mails“ von Daniel J. Ryterband. Man hätte erwartet, dass es vier Nominierungen mit ebenso vielen Kandidaten unter den Ausstellern geben würde. Unter normalen Umständen wären die teilnahmeberechtigten Aussteller – Eubanks, Knowles, Morris und Ryterband – auf die Bühne gebeten worden. Die Jury hätte in geheimer Abstimmung abgestimmt, die Stimmzettel wären ausgezählt worden, und der Gewinner wäre bekannt gegeben worden. Es liegt auf der Hand, dass die Jury unter der Leitung von Dr. McCann durch den außergewöhnlichen Schritt, nur ein einziges Exponat zu nominieren, jegliche Möglichkeit ausgeschlossen hat, dass jemand anderes als Dr. Morris gewinnen könnte. Sobald der Bericht der Jury am Mittwochabend (27. Mai) auf der Website der Bostoner Messe veröffentlicht wurde, gab es ungläubige Reaktionen auf die einzige GPN-Nominierung. Diese Entscheidung wurde am Donnerstag (28. Mai) von den Jurymitgliedern und den Veranstaltern bestätigt, und Anträge auf weitere Nominierungen wurden gestellt und abgelehnt. Das festliche Palmares-Galadinner fand am Freitag (29. Mai) statt, doch einige Ticketinhaber entschieden sich, nicht daran teilzunehmen. Der GPN-Preis wurde Dr. Morris ohne das übliche (und zu diesem Zeitpunkt sinnlose) Auszählungsverfahren der Stimmen verliehen. Reaktion auf die einzige Nominierung Als Reaktion auf die einzige Nominierung kam es zu mehreren hitzigen Wortgefechten zwischen empörten Besuchern der Bostoner Ausstellung und den offiziellen Veranstaltern sowie den Jurymitgliedern. Dr. McCann wurde gefragt, was vorgefallen sei, woraufhin er antwortete, dass alle Jurymitglieder zu dem Schluss gekommen seien, ein Wettbewerb sei nicht notwendig, da Dr. Morris’ Ausstellung eindeutig die beste sei. Mark Banchik, Präsident der American Philatelic Society und stimmberechtigtes Jurymitglied, wurde gefragt, wie es sein könne, dass es nur eine Nominierung gebe, woraufhin er antwortete, dass noch viel Arbeit nötig sei, um die Beziehungen zwischen der FIP und der APS zu verbessern. Seit dem Ende der Ausstellung am 30. Mai gab es hinter den Kulissen weitere Diskussionen. Die an die Schweigepflicht gebundenen Jurymitglieder haben öffentliche Äußerungen vermieden. Zwar wurde berichtet, dass es Veränderungen in der Leitung der Jury geben werde, doch wurde bislang kaum etwas unternommen, um Rechenschaft darüber abzulegen, was genau bei der Ausstellung in Boston geschehen ist. Niemand, der darüber Bescheid weiß, hat öffentlich erklärt, welche Jurymitglieder die Entscheidung getroffen haben, nur ein Exponat bzw. einen Aussteller für den Grand Prix National zu nominieren. Weder die FIP noch die APS haben eine Untersuchung der Geschehnisse angekündigt. Die Verantwortlichen, die ein Schreiben von Gordon Eubanks, dem anderen Anwärter mit 97 Punkten, erhalten haben, haben auf seine einfache Bitte um eine Erklärung nicht reagiert. Forderung nach Rechenschaftspflicht Bei allen Wettbewerben kommt es vor allem auf den Ablauf an. Teilnehmer und Zuschauer erwarten, dass sich alle an die Regeln halten, auch die Juroren, die über Sieg und Niederlage entscheiden. Zwar gibt es bei jedem Wettbewerb immer Diskussionen über die Richtigkeit der endgültigen Entscheidung, doch wird erwartet, dass zumindest eine Abstimmung stattfindet, um den Sieger zu ermitteln. Wenn eine kleine Gruppe oder eine einzelne Person den üblichen Ablauf ändert, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen, muss es dafür eine Erklärung geben. In Boston wurde der GPN-Wettbewerb unter den Ausstellern durch eine einzige Nominierung abgeschafft. Am Mittwochabend konnte nur noch eine Person den begehrten Grand Prix National gewinnen. Die harte Arbeit und der erhebliche Zeit- und Geldaufwand aller würdigen Aussteller wurden damit ignoriert. Solange wir nicht wissen, warum nur ein Exponat nominiert wurde und wer diese Entscheidung getroffen hat, wird ein Schatten auf der Veranstaltung und dem Ergebnis liegen. Das ist unfair, nicht nur gegenüber den Teilnehmern, die es verdient hätten, bei der Schlussabstimmung auf der Bühne zu stehen, sondern auch gegenüber dem Gewinner, dessen Trophäe nun nicht mehr für eine Leistung steht, sondern vielmehr die Launen und Vorurteile einer oder mehrerer Personen symbolisiert. Alle, die an der Ausstellung in Boston und an der Philatelie im Allgemeinen beteiligt sind, verdienen Besseres von Dr. McCann und den anderen Mitgliedern der FIP-Jury. Dies ist eine Gelegenheit für sie, ihre Entscheidung zu begründen und Verantwortung dafür zu übernehmen. Sie sollten den Mut haben, Fragen zu beantworten, anstatt sich hinter einem Schleier der Geheimhaltung zu verstecken. Die APS ist in der einzigartigen Lage, eine gründliche und transparente Untersuchung zu leiten. Ich bitte alle, die diese E-Mail erhalten, sich an Mark Banchik bei der APS zu wenden und Antworten einzufordern. Er und der gesamte Vorstand sind unter https://stamps.org/about/contact/aps-board-of-directors erreichbar. Mit freundlichen Grüßen, Scott Trepel
Richard Am: 27.06.2026 09:49:58 Gelesen: 3758 # 174
BOSTON 2026 mit Licht und Schatten (wm-pcp) Die Weltausstellung ist seit fast einem Monat vorbei, aber einen „offiziellen“ Nachbericht gibt es bisher nicht. Presse-Manager Tomas Fortunato, der vor der Veranstaltung mit meist wöchentlichen Berichten glänzte, lässt nun nichts mehr verlautbaren. Der Website der FIP-Ausstellung kann man die Hauptgewinner entnehmen, das Palmares und Fotos von den Veranstaltungstagen herunterladen. Der Grand Prix National Award ging an Vernon R. Morris, Jr. für sein Exponat Transition of American Mail from British Colonial to USPO: 1685 to 1799, den Grand Prix International gewann David Hobden für Defence of the Border – Canadian Military Mails 1667-1885 und BDPh-Präsident Alfred Schmidt war mit Prussia: The First Three Issues 1850-59 einmal mehr für einen Grand Prix dabei, in diesem Fall den Grand Prix d’Honneur. Diskussionen gab es im Nachherein um den Grand Prix National, für den nur ein Kandidat (und keine sog. „Follower“) benannt worden waren, obgleich wohl mehrere in Frage gekommen wären. Jurypräsident Peter McCann, USA, muss sich dabei wohl etwas gedacht haben. Dem über 300 Seiten umfangreichen Ausstellungskatalog sind auch andere interessante Fakten zu entnehmen. So zum Beispiel eine Liste der Sponsoren und Förderer. Da nicht die konkrete Ziffer der Zuwendung genannt wird, sondern nur Betragsgruppen (z.B. 75.000–99.999 $) kann man nicht genau sagen, welche Mittel die Ausstellung von Firmen, einzelnen Philatelisten, aber auch von Vereine und Arbeitsgemeinschaften erhalten hat. Aber selbst wenn man die niedrigste Ziffer jeder Betragsgruppe ansetzt, beläuft sich der Gesamtbetrag bereits mindestens auf über eine Million US-Dollar! Und wenn man gerade beim Geld ist: Die häufigste Kritik der ausländischen Besucher dieser Veranstaltung betrifft die exorbitanten Preise für Hotelzimmer, Essen, Trinken, Transport etc. Nicht in der Kritik nachzulesen war, dass bei den über 50 Juroren Deutschland nicht vertreten war. Während die Exponate jeweils mit Titel und einigen erläuternden Zeilen zum Inhalt im Katalog vorgestellt wurden, wurden die Literaturexponate gerade einmal mit meist zwei Zeilen (Name des Ausstellers und Titel des Exponates) abgefertigt! Exponate im „Polar-Salon“ genossen den Luxus, mit bis zu elf Zeilen beschrieben zu werden. Die Behandlung der Literatur-Exponate war einmal mehr nicht entsprechend dem Reglement der FIP für Literatur! FIP-Consultant Reinaldo Macedo scheint dies nicht aufgefallen zu sein und Literatur-Aussteller fragen sich schon, was man noch tun kann, damit die FIP auf die Einhaltung ihres eigenen Reglements achtet! Ob Javaid Muhammad, der immerhin Jury-Sekretär dieser Ausstellung war und Präsident der FIP-Literatur-Kommission ist, dies überhaupt beachtet und zur Sprache gebracht hat, ist dem Berichterstatter nicht bekannt. Was bleibt? Eine Ausstellung in schwierigen – auch politischen! – Zeiten, die nicht unbedingt in die Geschichte eingehen wird. Denn auch andere Erwartungen wurden nicht immer erfüllt. Siegel Auctions Galleries gelang es nicht, den berühmten Buccleuch-Block (48er-Block der 2p blau von 1840) an den Mann zu bringen, weil dieser nicht den geforderten Mindestpreis, sondern nur 4,4 Mio $ erreichte. Auch einige Pretiosen – als Privatverkauf über Heinrich Köhler offeriert – (darunter auch der berühmte „Alexandria ‚Blue Boy‘“) blieben liegen. Nicht alle Bäume wachsen in den Himmel, – selbst in Boston nicht!
22028 Am: 27.06.2026 10:43:45 Gelesen: 3725 # 175
@ Richard [#173] Mittlerwiele gibt es eine Stellungnahme von APS Präsidenten die ich hier als Englisches Original sowie als Deutsche Übersetzung, unkommentiert, einstelle. Boston Grand Prix National Award – Response and Action Plan Message from the APS President To our APS Community: I would like to address as President of the APS some of the controversy regarding the judging of exhibits which has been a topic of discussion across the hobby since the end of the Boston 2026 World Expo. But rather than just discussing details of what may or may not have occurred, I will speak about a path forward for the APS. The essence of the controversy was that only one US exhibit was nominated for the Grand Prix National. While it is not unprecedented for there to be only one nominee, it was certainly unexpected. Many of the actions I will outline will be brought before the APS Board. Also, and very importantly, Boston 2026 was a tremendous success on many levels. Unfortunately, a single event has caused distress for the many who had worked for years, some for more than 10 years, leaving them with a sense of diminished accomplishment. That is very unfortunate and undeserved. None of this reflects on the individual exhibiting results and awards. If you exhibited at Boston, your results are fair and appropriate. There is no correlation to be drawn from the Grand Prix National situation to other judging. The Background The exhibition was held under ‘Fédération International de Philatélie’ (FIP) rules, and was managed by the Boston 2026 show committee, which was given its “franchise” over a decade ago by the APS. Consequently, the APS did not have direct control over the show, with Boston FIP jury procedures contractually agreed to between the parties several years ago. The exhibition had nearly 700 exhibits and a judging corps of 43. The actual detailed judging was divided by exhibit class and assigned to small-sized teams of judges. The Grand Prix National (GPN) is awarded to those exhibits focused on the philately of the host country, in this case, the United States. These exhibits were judged by a team that was composed of 4 judges including the Jury President. This team would then make its recommendation(s) for the GPN, which would be brought before the full Jury Presidium (President, VPs, and secretary) who could then follow through on it or send it back for reconsideration. Somewhat unusually, but not without precedent, this team submitted a single exhibit which in their collective judgement was the best candidate for GPN as sole nominee for consideration. Had there been additional nominees, this would have been put to a vote of the entire jury of 43. With only a single nominee no vote was taken by the entire jury beyond that nominee. Herein lies the controversy: there were three exhibits potentially eligible for the GPN with scores of 97, and additional possible candidates that scored 96 points. Therefore, the consternation that has ensued is not without reason. What happened in Boston can be improved In retrospect, the National Team’s opinion that there was a single outstanding candidate above and beyond the others was presented to the entire jury. Based on numerical scores alone there were several extraordinary exhibits with equal ranking which deserved consideration. There has been the suggestion that the result was “rigged.” This assertion is unfounded. The outcome was ultimately a result of the initial nomination by the GPN team, which was unchallenged by the jury president, who given his extensive prior experience would normally ask the GPN team to reconsider their nominations. Based on the outcome this did not occur. The failure to act, given the presence of several apparently equally qualified exhibits is the source of concern. The APS had no standing in final jury selection, scheduling, process, and team composition as set forth in a series of signed agreements entered into with the FIP over a 10-year period. The Boston jury cannot revisit its decisions. The APS cannot hold an “inquest” into the jury’s deliberations. These are subject to FIP confidentiality rules. The violation of jury confidentiality would set a very difficult precedent for future juries. Juries need to operate with openness and frankness without details being shared. The fundamental issue is that jury leadership did not properly exercise oversight. There never should have been any allegation of bias. Moving Forward What occurred in Boston cannot recur. The APS must evaluate the causes, and assert fuller representation in the process going forward. Shortly after the conclusion of Boston 2026, the President of the jury was asked to resign from any official role representing the APS. For 100 years, the APS as the U.S. national federation for philately delegated its administration of international shows to ad hoc specially formed committees. As a result, the APS lacked direct control and was constrained in its actions by this relationship. This structure is virtually unique worldwide and will be re-evaluated. For future shows, the APS will be looking to acquire greater direct oversight. The reputation of the APS is paramount. The APS needs greater control in FIP show oversight than it has had to date. The APS’s current relationship with the FIP leaves the society at a strategic disadvantage. The APS currently has no representation on the FIP Board, and the APS’s cohort of FIP accredited jurors has contracted markedly. Reestablishing influence within the FIP requires sustained effort, particularly given the multi-year nomination, qualification, and development cycles involved. The APS is actively working to place qualified candidates into positions that will strengthen its future representation and influence. At Boston 2026, the APS made meaningful progress and laid a foundation for continued progress in the years ahead. Nevertheless, our recent experience with the FIP at the show reinforces ongoing concerns. We are seeking a positive and productive relationship with the FIP going forward, as the current one can be improved. APS leadership term limits are already in place. There are currently ‘soft’ judging term limits in place which need to be rethought and more formally codified. The FIP has also recently removed all of its published references to age limits from their Jury Guidelines. Exhibiting makeup and evaluation have continued to evolve, with techniques and expectations changing more rapidly than the regulatory framework. I am appointing an independent committee to report directly to me as a sounding board. By recruiting from outside traditional sources, I hope to bring a diversity of viewpoints. Again, thank you for your valued input. Respectfully, Mark Banchik APS President Boston Grand Prix National Award – Stellungnahme und Aktionsplan Nachricht des APS-Präsidenten An unsere APS-Gemeinschaft: Als Präsident der APS möchte ich auf einige der Kontroversen im Zusammenhang mit der Bewertung der Exponate eingehen, die seit dem Ende der Weltausstellung 2026 in Boston in der gesamten Sammlergemeinschaft diskutiert werden. Anstatt jedoch lediglich die Details dessen zu erörtern, was möglicherweise geschehen ist oder auch nicht, werde ich über einen Weg in die Zukunft für die APS sprechen. Der Kern der Kontroverse bestand darin, dass nur eine US-amerikanische Ausstellung für den Grand Prix National nominiert wurde. Zwar ist es nicht beispiellos, dass es nur einen Nominierten gibt, doch war dies sicherlich unerwartet. Viele der Maßnahmen, die ich skizzieren werde, werden dem APS-Vorstand vorgelegt werden. Außerdem – und das ist sehr wichtig – war die Boston 2026 in vielerlei Hinsicht ein enormer Erfolg. Leider hat ein einzelnes Ereignis bei vielen, die jahrelang – manche sogar mehr als zehn Jahre – daran gearbeitet hatten, Unbehagen ausgelöst und ihnen das Gefühl gegeben, dass ihre Leistung weniger gewürdigt wurde. Das ist sehr bedauerlich und ungerechtfertigt. Nichts davon wirft ein schlechtes Licht auf die individuellen Ausstellungsergebnisse und Auszeichnungen. Wenn Sie in Boston ausgestellt haben, sind Ihre Ergebnisse fair und angemessen. Es lässt sich kein Zusammenhang zwischen der Situation beim „Grand Prix National“ und anderen Bewertungen herstellen. Der Hintergrund Die Ausstellung fand nach den Regeln der „Fédération Internationale de Philatélie“ (FIP) statt und wurde vom Ausstellungsausschuss „Boston 2026“ organisiert, dem die APS vor über einem Jahrzehnt die „Lizenz“ erteilt hatte. Folglich hatte die APS keine direkte Kontrolle über die Ausstellung, da die FIP-Bewertungsverfahren für Boston bereits vor einigen Jahren vertraglich zwischen den Parteien vereinbart worden waren. Die Ausstellung umfasste fast 700 Exponate und ein 43-köpfiges Richtergremium. Die eigentliche detaillierte Bewertung erfolgte nach Exponatklassen und wurde kleinen Richterteams zugewiesen. Der Grand Prix National (GPN) wird an jene Exponate vergeben, die sich auf die Philatelie des Gastgeberlandes konzentrieren, in diesem Fall die Vereinigten Staaten. Diese Exponate wurden von einem Team bewertet, das sich aus vier Richtern einschließlich des Jurypräsidenten zusammensetzte. Dieses Team gab anschließend seine Empfehlung(en) für den GPN ab, die dem gesamten Jurypräsidium (Vorsitzender, stellvertretende Vorsitzende und Sekretär) vorgelegt wurden, das diese dann bestätigen oder zur erneuten Prüfung zurückverweisen konnte. Etwas ungewöhnlich, aber nicht ohne Präzedenzfall, reichte dieses Team eine einzige Ausstellung ein, die nach ihrem gemeinsamen Urteil der beste Kandidat für den GPN war, und schlug diese als einzigen Kandidaten zur Prüfung vor. Hätte es weitere Nominierte gegeben, wäre darüber in einer Abstimmung der gesamten 43-köpfigen Jury entschieden worden. Da es nur einen einzigen Nominierten gab, fand keine Abstimmung der gesamten Jury über diesen Nominierten hinaus statt. Hierin liegt die Kontroverse: Es gab drei Exponate, die mit einer Punktzahl von 97 potenziell für den GPN in Frage kamen, sowie weitere mögliche Kandidaten Was in Boston geschah, lässt sich verbessern Rückblickend wurde die Auffassung der Nationalmannschaft, dass es einen einzigen herausragenden Kandidaten gab, der den anderen weit überlegen war, der gesamten Jury vorgelegt. Allein auf der Grundlage der numerischen Bewertungen gab es mehrere außergewöhnliche Exponate mit gleicher Punktzahl, die eine Berücksichtigung verdient hätten. Es wurde vermutet, das Ergebnis sei „manipuliert“ worden. Diese Behauptung ist unbegründet. Das Ergebnis war letztlich das Resultat der ursprünglichen Nominierung durch das GPN-Team, die vom Juryvorsitzenden nicht in Frage gestellt wurde – obwohl dieser aufgrund seiner umfangreichen Erfahrung normalerweise das GPN-Team gebeten hätte, seine Nominierungen zu überdenken. Dem Ergebnis nach zu urteilen, ist dies nicht geschehen. Das Versäumnis, angesichts mehrerer offenbar gleichwertiger Exponate tätig zu werden, gibt Anlass zur Sorge. Die APS hatte keinen Einfluss auf die endgültige Auswahl der Jury, den Zeitplan, den Ablauf und die Zusammensetzung des Teams, wie dies in einer Reihe von unterzeichneten Vereinbarungen festgelegt war, die über einen Zeitraum von zehn Jahren mit der FIP geschlossen wurden. Die Bostoner Jury kann ihre Entscheidungen nicht revidieren. Die APS kann keine „Untersuchung“ der Beratungen der Jury durchführen. Diese unterliegen den Vertraulichkeitsvorschriften der FIP. Ein Verstoß gegen die Vertraulichkeit der Jury würde einen sehr problematischen Präzedenzfall für zukünftige Jurys schaffen. Jurys müssen offen und ehrlich arbeiten, ohne dass Einzelheiten preisgegeben werden. Das grundlegende Problem besteht darin, dass die Juryleitung ihre Aufsichtspflicht nicht ordnungsgemäß wahrgenommen hat. Es hätte niemals den Verdacht auf Befangenheit geben dürfen. Der Weg nach vorn Was in Boston geschah, lässt sich verbessern Rückblickend wurde die Auffassung der Nationalmannschaft, dass es einen einzigen herausragenden Kandidaten gab, der den anderen weit überlegen war, der gesamten Jury vorgelegt. Allein auf der Grundlage der numerischen Bewertungen gab es mehrere außergewöhnliche Exponate mit gleicher Punktzahl, die eine Berücksichtigung verdient hätten. Es wurde vermutet, das Ergebnis sei „manipuliert“ worden. Diese Behauptung ist unbegründet. Das Ergebnis war letztlich das Resultat der ursprünglichen Nominierung durch das GPN-Team, die vom Juryvorsitzenden nicht in Frage gestellt wurde – obwohl dieser aufgrund seiner umfangreichen Erfahrung normalerweise das GPN-Team gebeten hätte, seine Nominierungen zu überdenken. Dem Ergebnis nach zu urteilen, ist dies nicht geschehen. Das Versäumnis, angesichts mehrerer offenbar gleichwertiger Exponate tätig zu werden, gibt Anlass zur Sorge. Die APS hatte keinen Einfluss auf die endgültige Auswahl der Jury, den Zeitplan, den Ablauf und die Zusammensetzung des Teams, wie dies in einer Reihe von unterzeichneten Vereinbarungen festgelegt war, die über einen Zeitraum von zehn Jahren mit der FIP geschlossen wurden. Die Bostoner Jury kann ihre Entscheidungen nicht revidieren. Die APS kann keine „Untersuchung“ der Beratungen der Jury durchführen. Diese unterliegen den Vertraulichkeitsvorschriften der FIP. Ein Verstoß gegen die Vertraulichkeit der Jury würde einen sehr problematischen Präzedenzfall für zukünftige Jurys schaffen. Jurys müssen offen und ehrlich arbeiten, ohne dass Einzelheiten preisgegeben werden. Das grundlegende Problem besteht darin, dass die Juryleitung ihre Aufsichtspflicht nicht ordnungsgemäß wahrgenommen hat. Es hätte niemals den Verdacht auf Befangenheit geben dürfen. Dennoch bestätigen unsere jüngsten Erfahrungen mit der FIP auf der Ausstellung die anhaltenden Bedenken. Wir streben für die Zukunft eine positive und produktive Beziehung zur FIP an, da die derzeitige Beziehung verbesserungsfähig ist. Für die Führungspositionen bei der APS gelten bereits Amtszeitbeschränkungen. Derzeit gibt es „weiche“ Beschränkungen für die Amtszeit der Jurymitglieder, die überdacht und formeller festgeschrieben werden müssen. Die FIP hat zudem kürzlich alle veröffentlichten Verweise auf Altersgrenzen aus ihren Jury-Richtlinien entfernt. Die Ausstellungsvorbereitung und -bewertung haben sich weiterentwickelt, wobei sich Techniken und Erwartungen schneller ändern als der regulatorische Rahmen. Ich setze einen unabhängigen Ausschuss ein, der mir direkt als Beratungsgremium Bericht erstattet. Durch die Rekrutierung von Mitgliedern außerhalb der traditionellen Kreise hoffe ich, eine Vielfalt an Sichtweisen einzubringen. Nochmals vielen Dank für Ihre wertvollen Beiträge. Mit freundlichen Grüßen, Mark Banchik APS-Präsident
drkohler Am: 29.06.2026 16:21:35 Gelesen: 3448 # 176
Ja, das Banchik Gesülze is jetzt schon einige Wochen alt und, sagen wir mal höflich, trifft nicht den Geschmack vieler Teilnehmer und APS Mitglieder. Und dies in einer Zeit, wo die APS Mitglieder links, rechts, vorne und hinten verliert. Robert Siegel hat schon mal die verbale Keule herausgeholt und mit Austritt aus der APS gedroht falls wenn keine Untersuchung stattfindet. Mystic Stamp Company ist der grösste Recruiter für die APS. Don Sundman hat sich noch nicht geäussert soweit ich das sehe. Wenn der sich Siegel anschliesst dann wäre aber echt die Kacke am dampfen.
22028 Am: 30.06.2026 08:10:05 Gelesen: 3291 # 177
@ drkohler [#176] Ja, dieses nichtssagende und auf den Fall nicht eingehende Gesülze von Mark Banchik ist wirklich seltsam.
Philipp Harder Am: 30.06.2026 14:32:49 Gelesen: 3205 # 178
Mir fehlt in dieser Diskussion noch eine begründete Vermutung, WARUM McCann als Jurypräsident so gehandelt hat. Der "Skandal" dreht sich um den Grand Prix für eine Vorphila-Sammlung "Transition of American Mail from British Colonial to USPO: 1685 to 1799". Wer kein US-Postgeschichtler ist, würde eher für eine der US-Sammlungen mit Briefmarken abstimmen. Die Katalogwerte von frühen US-Briefmarken kennt jeder ernsthafte Philatelist; die Seltenheit von Stempeln und Destinationen können nur wenige Experten einschätzen. Rein optisch machen Briefe mit Marken (meistens) mehr her als solche ohne. Liege ich mit diesem Verdacht richtig? Ohne diesen "Trick" von Dr. McCann hätte Morris mit seiner Vorphila-Sammlung niemals einen Grand Prix gewonnen? https://web.cvent.com/event/bbbdc1d9-e50e-44dd-8bef-eb36c9d1251f/websitePage%3A70fc341e-9ed5-42c5-a529-a6d37f7a55d8
DL8AAM Am: 30.06.2026 17:26:23 Gelesen: 3122 # 179
@ Philipp Harder [#178] Naja, die Weltausstellung war in Boston, dem "Geburtsort" der Amerikanischen Revolution und dieses Jahr feiert man in den USA und ganz besonders in Boston als Zentrum, das 250jährige Jubiläum. Und um das dreht sich in den USA aktuell alles. Nur EU/D spricht 2026 über Trump und über Fußball. ;-) Dazu passt ganz genau das postgeschichtliche Exponat "Transition of American Mail from British Colonial to USPO: 1685 to 1799", dass ist im Prinzip genau die postgeschichtliche Abbildung des Jahresmottos in den USA. Zumal es ja beim Grand Prix auch immer nur um ein Thema des Gastlandes geht. Und was passt 2026 besser als die Revolution. Auf ARTE bzw. in deren Mediathek und in deren YouTube-Kanal wurde die Tage eine 6-teilige Dokumentation ins Netz gestellt [1]. Sehr sehenswert. Das also genau so ein "USA-Gründungs-" Thema für diesen domestic Wettbewerb ausgewählt wurde ist also schon folgerichtig. Die Frage, ob es hierzu keine thematisch passende Konkurrenz gab, kann ich aber nicht beantworten? Ich denke aber, viel qualitativ hochwertig Genugges sollte es hier aber nicht geben, oder? Die Feldpost der Kontinentalen Armee Washingtons oder so. Einzwei weitere "Alibi"-Sammlungen hätte man also schon finden können? Aber im Grundprinzip sollte hier wohl nur irgendwie das Revolutionsthema geehrt werden. Beste Grüße Thomas [1] https://www.arte.tv/de/videos/RC-027934/die-amerikanische-revolution-geburtsstunde-der-usa/
drkohler Am: 30.06.2026 18:11:50 Gelesen: 3094 # 180
@ Philipp Harder [#178] Die Luft da oben ist halt sehr dünn. Es gab insgesamt 4-5 Kandidaten für den "Preis aller Preise". Dazu waren 96 Punkte nötig und die Kandidaten kannten sich natürlich all schon lange. Über 96 Punkte zu kommen ist auch sehr schwer. Alle 10-20 Jahre findet jemand in einer Altpapierkiste einen sensationellen Beleg der den nächsten Punkt bringt. Der "normale" Weg ist halt "Mein Konkurrent stirbt vor mir, da kann ich mir dann seine Sahnestücke ersteigern. (Geld spielt da in diesen Sphären nicht wirklich eine Rolle). Mindestens zwei der "ausgeschiedenen" Kandidaten waren Grossdonatoren von Boston 2026. Wenn einer dieser Donatoren gewonnen hätte, wäre dann ein Riesengeschrei losgetreten worden von wegen "Aha man kann sich den Preis erkaufen"? Nicht unwahrscheinlich. An "unserem" Stand waren am Donnerstag auch zwei der übergangenen Konkurrenten und die waren sichtlich irritiert über die, ihrer Meinung nach, zu vielen Fehlbewertungen (ich glaube sogar, 22028 Kolumbien-Exponat wurde dabei auch gestreift weil es zu tief bewertet wurde). Ein Neuseeländischer "Nothingburger" wurde extrem zu hoch bewertet (ich glaube die Rede war von 87 statt der geschenkten 93 Punkte). Weil ich ab und zu den Stand bewachte für einige Minuten wenn die Kollegen eine Auszeit nahmen, war mein Gesicht mit der Zeit bekannt (meine zahlreichen Markenheftchen-Artikel in den letzten 2-3 Jahren waren auch hilfreich in der Hinsicht) und ich konnte "als anerkanntes Mitglied der Verschwörertruppe" mithören. :-) Normaler Weise werden solche Diskussionen unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutiert. Den "Capo del Capos" zu küren auf diesem Level ist immer ein schmaler Grat, irgend einer ist immer unzufrieden am Schluss. In Boston hat man offenbar eine Abkürzung benutzt die so nicht vorgesehen ist und alle auf dem falschen Fuss erwischte. Wird Etwas geschehen? Nicht sehr wahrscheinlich. Im Amerikanischen Sprachraum läuft das unter "Kick the can down the road until it vanishes". Im Fusballjargon wohl "Zeitspiel" bis kurz vor der roten Karte.
Richard Am: 30.06.2026 18:19:49 Gelesen: 3089 # 181
@ DL8AAM [#179] Dein "genugges" gefällt mir. Und Google erst recht: Kleiner philatelistisch-linguistischer Exkurs: Was ist eigentlich „Genugges“? Liebe Sammlerfreunde, in Beitrag [#179] fiel das wunderbare Wort „Genugges“ („...viel qualitativ hochwertig Genugges sollte es hier aber nicht geben...“). Da wir Philatelisten ja für unsere Detailtreue bekannt sind, lohnt sich hier ein Blick in die sprachliche Lupe. Bei „Genugges“ handelt es sich um eine höchst seltene, postgeschichtlich-linguistische Rarität – quasi ein Fehldruck der deutschen Sprache. In der Sprachwissenschaft nennt man so etwas eine Adjektivierung eines Adverbs (hier: das Wort „genug“ wird wie ein Eigenschaftswort dekliniert). Gemeint ist im Kontext schlichtweg: „Material, das qualitativ gut genug ist“. Es könnte sich auch um ein charmantes Kofferwort aus „Genügendes“ und „Zeug“ handeln. Man könnte es fast wie ein seltenes Prüfzeichen im Wörterbuch eintragen: Genugges (Substantiv, s.) = Die exakt ausreichende Menge an Spitzenmaterial für ein Grand-Prix-Exponat. Ein schöner Beweis dafür, dass im Forum nicht nur die Postgeschichte, sondern auch die deutsche Sprache lebendig weiterentwickelt wird! Soweit der Humor.
22028 Am: 01.07.2026 19:38:16 Gelesen: 2926 # 182
Im aktuellen "American Philatelist" sind nur Lobeshymnen zu Boston zu lesen, kein Wort zum Boston Grand Prix National Award.
Richard Am: 01.07.2026 21:22:41 Gelesen: 2872 # 183
@ 22028 [#182] Kannst Du bitte den Originaltext in englisch zeigen ? Grüsse, Richard
drkohler Am: 12.08.2026 20:16:38 Gelesen: 886 # 184
Heute ist noch ein email von Thomas Fortunato eingetrudelt:

Boston 2026 By the Numbers

Boston 2026 World Expo closed its doors about 10 weeks ago. The following stats for the show have been collected and verified:

Donors: 223
Donating Societies (donating only): 15
Donations Pledged: $1,201,896
Donations Paid to date: $1,199,096

Attendees: 20,017 individuals

Bourse Area Booths Sold: 113
Bourse Area Booth Holders: 115
Bourse Area Booth Fees Paid (including auctions): $1,096,152

Postal Administrations Represented: 31, among 18 booths

Events, Meetings and Presentations: 364
Participating Societies (with booth space and/or staged meeting): 118

Framed Exhibits: 719
Frames: 3746
Literature Exhibits: 192
Richard Am: 20.08.2026 15:06:31 Gelesen: 388 # 185
Boston 2026 in Zahlen (tf/pcp) Die Weltausstellung „Boston 2026“ schloss vor etwa 12 Wochen ihre Pforten. Die folgenden Statistiken zur Veranstaltung wurden erfasst und überprüft:
• Spender: 					223
• Spendende Vereine (nur Spenden): 	         15
• Zugesagte Spenden: 			  1.201.896 US-Dollar
• Bislang eingegangene Spenden: 	  1.199.096 $
• Besucher: 				     20.017 Personen
• Verkaufte Stände im Ausstellungsbereich: 	113
• Standbetreiber im Ausstellungsbereich: 	115
• Bezahlte Standgebühren im Ausstellungs-
  bereich (einschließlich Auktionen): 	  1.096.152 $
• Vertretene Postverwaltungen: 		         31, verteilt auf 18 Stände
• Veranstaltungen, Treffen und Vorträge: 	364
• Teilnehmende Vereine (mit Standfläche 
	und/oder organisierten Treffen): 	118
• Exponate in Rahmen: 			        719
• Rahmen: 			              3.746
• Literaturexponate: 				192
 

Besonders hervorzuheben sind die Gesamtzahlen zum ehrenamtlichen Einsatz vor, während und nach der Messe: • 477 registrierte Freiwillige, wobei über 380 Zeitfenster besetzt waren • Über 2.300 Arbeitsstunden, einschließlich Aufbau sowie Auf- und Abbau der Ausstellungsstücke Die Weltausstellung „Boston 2026“ fand vom 23. bis 30. Mai 2026 im Boston Convention & Exhibition Center statt. Alle Details zur Messe finden Sie unter Boston2026.org sowie auf Facebook, X und Instagram. Schauen Sie sich unbedingt die Fotos und Videos der Messe über die Links unten auf der Startseite an. Thomas M. Fortunato Vorsitzender für Öffentlichkeitsarbeit, Boston 2026 Tom.Fortunato@Boston2026.org