Der Vorsitzende beklagte, dass die Argen nach Aussage des BDPh-Präsidenten im Herbst 2024 beim Bundestag in Bautzen auch für den BDPh "nicht mehr wichtig sind". Ich habe diese Meinung bisher bestritten, bin aber verwundert, dass zu diesem wichtigen Verbandstag kein Mitglied des Bundesvorstands erschienen ist.
Auf der BDPh-Webseite finden wir unter Bundesstellen noch immer den Text "Als Forum der Arbeitsgemeinschaften werden alle zwei Jahre die „Soester Gespräche“ organisiert." Das ist seit vielen Jahren nicht mehr der Fall und neue Aktivitäten des Bundesvorstandes sind hier nicht zu erkennen.
(übermittelt von Werner Müller, Vorsitzender ArGe Münzen und Geldwesen, im BDPh-Forum)
---
Nach eigenen Angaben hat der VPhA 560 Mitglieder in 27 Arbeitsgemeinschaften
[1] http://www.vpha-online.de/?jjj=1712009288347
Thema:
VPhA Verband philatelistischer Arbeitsgemeinschaften hat Auflösung beschlossen
Am: 02.04.2024 09:19:40
Gelesen: 12393
# 1
Verband philatelistischer Arbeitsgemeinschaften vor der Auflösung
Am Samstag erreichte die Mitglieds-ArGen der Bericht der Verbandstage in Bonn. Der VphA wird sich auflösen - die Auflösung scheiterte beim außerordentlichen Verbandstag am 23.3.2024 nur an der zu geringen Teilnehmerzahl. Sie soll auf dem formell erforderlichen weiteren ao. Verbandstag am 8.6.2024 nachgeholt werden.
Der Vorsitzende beklagte, dass die Argen nach Aussage des BDPh-Präsidenten im Herbst 2024 beim Bundestag in Bautzen auch für den BDPh "nicht mehr wichtig sind". Ich habe diese Meinung bisher bestritten, bin aber verwundert, dass zu diesem wichtigen Verbandstag kein Mitglied des Bundesvorstands erschienen ist.
Auf der BDPh-Webseite finden wir unter Bundesstellen noch immer den Text "Als Forum der Arbeitsgemeinschaften werden alle zwei Jahre die „Soester Gespräche“ organisiert." Das ist seit vielen Jahren nicht mehr der Fall und neue Aktivitäten des Bundesvorstandes sind hier nicht zu erkennen.
(übermittelt von Werner Müller, Vorsitzender ArGe Münzen und Geldwesen, im BDPh-Forum)
---
Nach eigenen Angaben hat der VPhA 560 Mitglieder in 27 Arbeitsgemeinschaften
[1] http://www.vpha-online.de/?jjj=1712009288347
Der Vorsitzende beklagte, dass die Argen nach Aussage des BDPh-Präsidenten im Herbst 2024 beim Bundestag in Bautzen auch für den BDPh "nicht mehr wichtig sind". Ich habe diese Meinung bisher bestritten, bin aber verwundert, dass zu diesem wichtigen Verbandstag kein Mitglied des Bundesvorstands erschienen ist.
Auf der BDPh-Webseite finden wir unter Bundesstellen noch immer den Text "Als Forum der Arbeitsgemeinschaften werden alle zwei Jahre die „Soester Gespräche“ organisiert." Das ist seit vielen Jahren nicht mehr der Fall und neue Aktivitäten des Bundesvorstandes sind hier nicht zu erkennen.
(übermittelt von Werner Müller, Vorsitzender ArGe Münzen und Geldwesen, im BDPh-Forum)
---
Nach eigenen Angaben hat der VPhA 560 Mitglieder in 27 Arbeitsgemeinschaften
[1] http://www.vpha-online.de/?jjj=1712009288347
Am: 02.04.2024 10:28:20
Gelesen: 12345
# 2
@ Richard [#1]
" Der Vorsitzende beklagte, dass die Argen nach Aussage des BDPh-Präsidenten im Herbst 2024 beim Bundestag in Bautzen auch für den BDPh "nicht mehr wichtig sind"."
Wenn das so ist, können die Argen ja endlich aus dem BDPh austreten, auf dass es keine Zwangsmitgliedschaften in einem obsoleten Bundesverband mehr geben muss. WinWin Situation für alle, würde ich sagen.
Ich frage mich nur, was für den BDPh überhaupt noch wichtig ist.
Am: 02.04.2024 10:52:50
Gelesen: 12323
# 3
@ TeeKay [#2]
" Der Vorsitzende beklagte, dass die Argen nach Aussage des BDPh-Präsidenten im Herbst 2024 beim Bundestag in Bautzen auch für den BDPh "nicht mehr wichtig sind"."
So hat das der BDPh-Präsident Alfred Schmidt nicht gesagt. Werner Müller hat das im BDPh-Diskussionsform klargestellt.
Zitat Müller:
Hier hob Alfred Schmidt die Wichtigkeit der Zusammenschlüsse von Vereinen vor, auch den ArGen käme zukünftig mehr Bedeutung zu, eine Mitgliedschaft im Ortsverein sei aber die "mittelfristig beste Option" – was der APHV-Vorsitzende Hans-Gerd Treschnak später bei der Aussprache als "Ohrfeige für die ArGen" bemängeln sollte.
Anmerkung: Es muss VPhA heißen statt APHV
Werner Müller wünschte sich, dass "mal wieder etwas für die ArGen gemacht wird",
Eigentlich ist das eine gute Nachricht, dass sich ein Verband, den offensichtlich niemand braucht, auflöst.
Eine andere Frage ist, was man den Arbeitsgemeinschaften anbieten kann. Viele sind Mitglied in einem Landesverband, was eigentlich keinen Sinn macht. Besser wäre es, der BDPh würde eine Direktmitgliedschaft für Arbeitsgemeinschaften anbieten (Beitrag pro Mitglied etwa in der gleiche Höhe wie jetzt über Landesverband).
Alternativ lässt man die Argen gehen. Und wieder hat der BDPh ein paar Mitglieder weniger.
Am: 02.04.2024 11:46:15
Gelesen: 12285
# 4
Der Mehrwert dieses Verbandes hat sich mir nie erschlossen.
Am: 02.04.2024 12:10:52
Gelesen: 12263
# 5
@ drmoeller_neuss [#3]
" Hier hob Alfred Schmidt die Wichtigkeit der Zusammenschlüsse von Vereinen vor, auch den ArGen käme zukünftig mehr Bedeutung zu, eine Mitgliedschaft im Ortsverein sei aber die "mittelfristig beste Option""
Seh ich komplett umgekehrt. Argen bringen neues Wissen hervor, Ortsvereine eher nicht. Arge-Mitglieder sind mit deutlich größerer Wahrscheinlichkeit aktive Sammler, da der Aspekt des regelmäßigen lockeren Zusammentreffens weitgehend als Mitgliedschaftsgrund entfällt. In den Argen werden die Inhalte erschaffen, mit denen sich hervorragende Werbung für die Philatelie machen lässt. Hier werden auch die Dinge überhaupt erst gefunden und publiziert, die für hohe Katalogbewertungen von Spezialitäten sorgen, mit denen sich wiederum andere Sammler selbst motivieren. Und der wichtigste Vorteil des Ortsvereins lässt sich weitgehend mit Internetapplikationen kompensieren: das regelmäßige Beisammensein. In Zeiten schwindender Mitglieder und 25 Jahre, nachdem das Internet populär wurde, ausgerechnet Ortsvereine, bei denen eine gewisse Mindestanzahl interessierter Menschen räumlich stark konzentriert sein muss, als den Wesenskern des eigenen Verbands anzusehen, ist der Weg in den Untergang.
Am: 02.04.2024 13:20:14
Gelesen: 12203
# 6
Hallo an alle,
als Vorsitzender zweier Argen (Briefpostautomation und R+V-Zettel) möchte ich mich doch mal zu diesem Thema äußern.
Beide Argen waren nie in dem genannten Verband philatelistischer Argen und mir war und ist bis heute auch nicht ersichtlich, was für Vorteile die Arge Briefpostautomation bzw. Arge R+V-Zettel durch eine Mitgliedschaft gehabt hätte. Seit ich Vorsitzender bin, hat sich auch nie ein Vertreter dieses Verbands der philatelistischen Argen bei mir gemeldet oder versucht mich zu überzeugen dort Mitglied zu werden.
Ich halte es daher für einen vernünftigen Schritt, diesen Verband aufzulösen, den derzeit werden wir ja leider nicht viel mehr Philatelisten, die auch irgendwie organisiert sein müssen, es wird eher schwieriger auch in einer Arge genug aktive Mitglieder zu finden.
Als Arge fühlen wir uns beim BDPh gut aufgehoben und dort gibt es ja beispielsweise den dieses Jahr auch wieder stattfindenden Literaturwettbewerb.
Soweit eine kleine Ergänzung von meiner Seite als Vorsitzender zweier Argen.
Viele Grüße Jürgen
Am: 02.04.2024 16:25:09
Gelesen: 12090
# 7
Nur mal eine generelle Frage zum Verständnis und zu den organisatorischen Grundlagen:
Verstehe ich das richtig, wenn ich Mitglied in einer ArGe werden will, muss ich ...
2.3 Jedes Mitglied einer ArGe/FoGe/MoGr mit einem Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland muss nachweislich über einen Landesverband des BDPh, über den Verband Philatelistischer Arbeitsgemeinschaften (VPhA) oder als Einzelmitglied Mitglied im BDPh sein. [1]
Heisst aber, wenn ich kein Mitglied in einem Ortsverein bin, ich dann aber nicht mehr direkt über eine ArGe, d.h. über den VPhA (der "irgendwie" dann ja einem LV gleichgestellt ist), in eine ArGe eintreten kann? Außer ich erwerbe den Status eines individuellen BDPh-Direktmitglieds? Oder verstehe ich da etwas falsch?
Ich bin derzeit (nur noch) über eine Aux, d.h. über eine "Arbeitsgemeinschaft" indirekt im amerikanischen Verband APS Mitglied und habe mich aber seit ein paar Monaten mit der Idee getragen, über eine ArGe der "modernen Philatelie" wieder Mitglied in BDPh zu werden. Eine OV- oder Direktmitgliedschaft wäre eigentlich für mich keine wirklich gewollte Alternative. Das hiesse aber, wenn es den "Landesverband" VPhA nicht mehr geben sollte, entfiele für mich die Möglichkeit in einer (mich interessienden) ArGe [bzw. so (wieder) im BDPh] Mitglied zu werden?
Sorry, falls ich die Struktur der organisierten deutschen Philatelie gänzlich falsch interpretiert und mich vergaloppiert habe.
Beste Grüße
Thomas
[1] http://www.vpha-online.de/index.php/verbandservice/2020-05-04-19-11-23/website-service
Am: 02.04.2024 16:33:33
Gelesen: 12084
# 8
Wenn du noch kein Mitglied beim BDPh bist, kannst du über deine Arge für 20 Euro im Jahr Direktmitglied des BDPh werden. Die Arge führt dann deine 20 Euro an den BDPh ab.
Am: 02.04.2024 17:41:24
Gelesen: 12032
# 9
@ TeeKay [#2]
Wenn das so ist, können die Argen ja endlich aus dem BDPh austreten, auf dass es keine Zwangsmitgliedschaften in einem obsoleten Bundesverband mehr geben muss. WinWin Situation für alle, würde ich sagen. Ich frag mich nur, was für den BDPh überhaupt noch wichtig ist.
Der Heftinhalt der Publikationen der ArGen wird in der "philatelie" publiziert. Das heisst, andere Mitglieder können nachsehen, über welche Themen wir in den ArGen Artikel geschrieben haben. Ebenso hält der BDPh eine Literaturdatenbank bereit, in der ein interessiertes Mitglied stöbern kann. Diese "Werbeplattform" geht für die ArGen verloren, wenn sie aus dem BDPh austreten. Und ja, es melden sich immer mal wieder interessierte Sammler, die einen Artikel möchten oder die zu einem ähnlichen Thema publiziert haben. Als Vorsitzender einer ArGe bin ich froh, wenn ich mal einen Artikel von einem Nicht-Mitglied veröffentlichen kann.
Zum anderen ist es für mich eine Sache der Solidarität: Kein einzelner Sammler oder keine Arbeitsgemeinschaft hätte bei Delcampe oder Ebay den Fuss in die Tür gebracht, um aktiv Fälschungen zu bekämpfen. Mittlerweile ist die Zusammenarbeit zwischen BDPh und APHV eingespielt und wir haben ein paar effektive Möglichkeiten, gegen die schwarzen Schafe vorzugehen.
Ortsvereine können nur durch Aktivitäten attraktiv bleiben: Regelmäßige Vorträge und die Organisation von Börsen gehören dazu. Wer weiß, wie viel Geld und Manpower die Organisation einer Börse kostet, der wird das nicht alleine stemmen wollen. Ein weiterer Punkt: Das Internet ist zwar ganz nett, aber nicht alleine seligmachend. Du kannst auf einer Börse immer noch gute Stücke für wenig Geld bekommen, die Du als Internet-Sammler nie zu Gesicht bekommen hättest. Weil auf Börsen ein anderes Publikum kommt! Der LV-Südwest hat mit dem "Mobilen Beratungsdienst" einen zusätzlichen Service zu bieten, wenn es um die Beratung von Sammlern und Nicht-Sammlern geht.
Geht der BDPh unter, geht das alles verloren. Von daher tut es mir immer weh, wenn von "überflüssig" oder "kann weg, braucht kein Mensch" geredet wird. Der Frosch im Teich kennt das Meer nicht. Für ihn ist es kein Verlust, wenn es weg ist. Aber für den Rest der Welt ist das nicht der Fall.
Beste Grüsse!
Lars
Am: 02.04.2024 18:21:52
Gelesen: 11992
# 10
Lieber Lars,
ich kann Dir nur beipflichten.
Ein nationaler Verband hat eine grössere Schlagkraft als Vereine oder Einzelmitglieder.
Gerade in der Fälschungsbekämpfung, Literatur oder mit der Verbandszeitschrift leisten die nationalen Verbände viel.
Der Vergleich mit dem Frosch ist gut. :-)
Viele Grüsse,
Johannes
Am: 02.04.2024 18:35:50
Gelesen: 11974
# 11
Über den Sinn des VPhA ist seit der Gründung kontrovers diskutiert worden. Viele Landesverbandsvorsitzende sahen ihn nur als lästige und überflüssige Konkurrenz. In der Geschichte des Verbandes gab es leider nur wenige erfolgreiche Vorsitzende. Wir brauchen hier heute nicht mehr über einzelne Namen reden.
Als Leiter einer thematischen ArGe vermisse ich den VPhA aber doch etwas. Die jährlichen Mannschaftsmeisterschaften in Mondorf le Bain, der Salon auf der Naposta in Trier sind mir in guter Erinnerung.
Auch der BDPh tut sicher etwas für die ArGen. Mit der Pflege der Literaturdatenbank, mit der Abrechnung der Zuschüsse für unsere Mitteilungsblätter ist sicher einige wichtige Arbeit zu erbringen. Der ArGe-Literaturwettbewerb ist durchaus eine gute Sache, für uns als thematische ArGe aber weniger interessant. 2022 nahmen 33 ArGen teil, davon 3 thematische. In der Rubrik Monografien, Handbücher etc. haben wir nicht genug anzubieten; bei Mitteilungsblätter und Internet durchaus. Aber für die Soester Gespräche gibt es bisher kein neues Format.
Was wir als thematische ArGe vermissen, ist ein Verband nur für die Thematik. Im BDPh sind rund 30 solcher ArGen organisiert. Es gibt noch einige weitere. Für viele interessante Themen gibt es aber keine ArGe. Diese Lücke schloss früher die DMG. Diese Lücke sollte der VPhA schließen, dem aber gleichzeitig Postgeschichtler und Ländersammler zugeordnet wurden, was nicht so gut funktionierte. In Bayern gibt es für diese Sammler die ArGe thematische Philatelie Bayern e.V., die aber nicht einmal eine Internetseite hat.
In anderen Ländern gibt es hier sehr gute Angebote, zum Beispiel [1] in Italien oder die. So etwas bräuchten wir meiner Meinung in Deutschland auch.
[1] http://www.cift.club
[2] http://www.americantopical.org (ATA)
Am: 02.04.2024 18:46:35
Gelesen: 11963
# 12
@ TeeKay [#8]
Die 20,00 Euro für eine Direktmitgliedschaft über eine Arge stimmen schon lange nicht mehr! Die Beitragsordnung im Downloadbereich des BDPH (Link unten) stammt vom 9. November 2019 und regelt die Beiträge für 2021 und 2022. Zitat: "Für die Jahre 2021 und 2022 wird folgender Jahresbeitrag für den Bund beschlossen: Mitglieder der philatelistischen Verbände: 15 Euro Einzelmitglieder: 42 Euro ArGe-Direktmitglieder: 20 Euro"
Auf der BDPH-Hauptversammlung 2021 in Bonn wurde eine Beitragserhöhung um 3,00 Euro beschlossen (Link unten). Zitat:
"21. Festsetzung des Bundesbeitrags für die Geschäftsjahre 2023 und 2024
Der Antrag zur Anhebung des Bundesbeitrags ab dem Jahr 2023 von 15,- auf 20,- Euro wird von Schatzmeister Walter Bernatek auf eine Anhebung von jährlich drei Euro modifiziert. (…..)
Bei der offenen Abstimmung wird der Antrag auf Anhebung des Bundesbeitrags um drei Euro jährlich ab 2023 gegen 6.245 Nein-Stimmen mehrheitlich angenommen."
"Um drei Euro jährlich" kann man auch so verstehen, dass der Beitrag für Arge-Direktmitglieder 2023 auf 23,00 Euro und 2024 auf 26,00 Euro steigt. Gemeint war aber eine Erhöhung um einmalig 3,00 Euro. Die Beitragsordnung im Downloadbereich hätte schon Ende 2021 aktualisiert werden müssen. Sie ist es auch heute nach zweieinhalb Jahren noch nicht. Auf der Hauptversammlung in Bautzen 2023 wurde die Beibehaltung der Beiträge für 2025 und 2026 beschlossen. Selbst der BDPH- Geschäftsführer schrieb in einer E-Mail vor wenigen Wochen noch von 20,00 Euro Arge-Direktbeitrag. Vermutlich ist er auf die völlig veraltete Beitragsordnung im Downloadbereich hereingefallen. Als Geschäftsführer des BDPH sollte er eigentlich besser über die aktuellen Beiträge Bescheid wissen als ehrenamtliche Vorstände/ Kassenwarte von Arbeitsgemeinschaften.
Solche "Kleinigkeiten" stiften Verwirrung und zeigen zumindest mir, dass es im BDPH ziemlich chaotisch zugeht. Ich halte den BDPH und die Landesverbände auch für überflüssig, nicht nur wegen des Beitrags-Chaos.
https://www.bdph.de/fileadmin/Dateien/Downloadbereich/Der_Verband/2019-11-09_Beitragsordnung.pdf
https://www.bdph.de/fileadmin/Dateien/Downloadbereich/Der_Verband/Protokoll_HV_2021_Bonn_2022-02-02.pdf
Am: 03.04.2024 12:49:29
Gelesen: 11770
# 13
@ philamueller [#11]
" Was wir als thematische ArGe vermissen, ist ein Verband nur für die Thematik".
Da kann man als Thematiker nur beipflichten. Nur wer würde einen anderen Dachverband organisieren? Dann könnte man doch gleich mit dem VPhA [ohne Postgeschichtler und Ländersammler] weitermachen. Der VPhA wird aufgelöst, weil sich niemand gefunden hat.
Hier noch die BDPH-Speisenkarte (gültig bis Ende 2026)
Mitglieder über philatelistische Verbände 18 €
Einzelmitglieder (Direktmitglieder) 45 €
Direktmitglieder über eine ArGe 23 €
Gegenleistung des BDPH - vielleicht kann das jemand von des Headquarters ergänzen (ich vermeide meist Anglizismen - ich habe HQ spasshalber einst als Grosskopferte übersetzt, was vielen Freude bereitet hat):
Bezug der Zeitschrift "Philatelie" mit Terminankündigungen
ggf. Hinweise auf Inhalt einer ArGe-Zeitschrift
Teilhabe am Ausstellerpass-Monopol
Bereitstellung von Ständen an Grossveranstaltungen
Virtuelles und analoges Zeigen von Exponaten
Bereitstellung eines Forums u.a. zur Eigen-Präsentation
Online-Seminare mit Experten
Zugang zu Literaturdatenbank virtuell & analog
Fälschungsbekämpfung auf Verkaufsplattformen
Kontakte mit Gleichgesinnten
...
Problematisch sehe ich die BDPH-Zwangsmitgliedschaft über eine ArGe, die die BDPH-Solidarität zwar materiell stärkt, aber das Anwerben von wirklichen Neumitgliedern in einer ArGe erschwert. Grundsätzlich gilt aber das Sprichwort: Liebe es, ändere es oder lass es bleiben.
Am: 03.04.2024 14:13:58
Gelesen: 11695
# 14
@ Lars Boettger [#9]
Die Philatelie braucht eine Dachorganisation. Man kann aber über die Form und den Umfang diskutieren. Inzwischen hat der BDPh die gleiche Größe wie ein großer Landesverband vor 30 Jahren. Die Digitalisierung hat viele Arbeitsabläufe vereinfacht. Brauchen wir die Landesverbände noch? Schlagkräfte Regionalteams direkt unter dem Vorstand des BDPhs könnten das gleiche leisten, ohne den bürokratischen Aufwand für die Verwaltung eines Landesverbandes. Die Initiativen könnten auch unter der Schirmherrschaft des BDPhs weiterlaufen. Der "Mobile Beratungsdienst" ist eine sehr gute Einrichtung, davon könnte es ein paar in Deutschland geben.
Brauchen wir in allen Lebenslagen eine Vereinsbürokratie mit Notar und Vereinsregister? Oder können sich interessierte Sammler nicht auch ohne Vereinsstrukur treffen wie zum Beispiel monatlich in Essen-Steele oder in einem Forum moderierte Themen betreiben?
Zitat Lars: Zum anderen ist es für mich eine Sache der Solidarität: Kein einzelner Sammler oder keine Arbeitsgemeinschaft hätte bei Delcampe oder Ebay den Fuss in die Tür gebracht, um aktiv Fälschungen zu bekämpfen.
Thema "Fälschungsbekämpfung": hier sollte man der "Privatinitiative" um Jürgen Kraft und stampsx dankbar sein, die den BDPh förmlich vor sich hergetrieben hat.
Zum Glück gibt es mit Wolfgang Lang im APHV einen Mitstreiter, der die Fälschungsbekämpfung konsequent unterstützt und keine falsche Rücksicht auf "gute Freunde" im eigenen Verband nimmt.
Die Literaturdatenbank auf den BDPh-Seiten ist eine gute Sache. Es setzt aber voraus, dass die Überschrift aussagekräftig ist, d.h. das die wichtigsten Schlagworte bereits in der Überschrift auftauchen. Noch besser wäre es, wenn die Arbeitsgemeinschaften für jede Neuerscheinung einen kurzen Abstrakt auf ihrer Homepage bereithalten würden bzw. Schlagwörter zum Suchen für die BDPh-Literaturdatenbank liefern würden.
Die gedruckten Seiten mit den Literaturnachrichten in der "Philatelie" habe ich mir noch nie angesehen, vielleicht geht es vielen anderen Lesern genauso? Dann könnte man auf 50.000 gedruckte Seiten in der "Philatelie" verzichten und auf die Datenbank verweisen.
Zitat Lars: Von daher tut es mir immer weh, wenn von "überflüssig" oder "kann weg, braucht kein Mensch" geredet wird. Der Frosch im Teich kennt das Meer nicht. Für ihn ist es kein Verlust, wenn es weg ist. Aber für den Rest der Welt ist das nicht der Fall.
Manchmal kommt bei mir auch Wehmut hoch. Natürlich erinnere ich mich an die Zeiten, wo es noch Telefonzellen gab und Dampflokomotiven gefahren sind. Man kam damals mit einer Mülltonne aus und hat sich zum Geburtstag noch Briefe geschrieben. Trotzdem benutze ich lieber mein Handy und fahre im bequemen ICE mit 300 Stundenkilometer durch die Landschaft. Und meine Großeltern hatten mir erzählt, dass es in jedem Stadtteil mehrere Hufschmiede gab.
Die besten Überlebenschancen haben die Frösche, die sich an Süß- und Salzwasser angepasst haben.
Am: 03.04.2024 14:58:48
Gelesen: 11657
# 15
@ drmoeller_neuss [#14]
"Die Literaturdatenbank auf den BDPh-Seiten ist eine gute Sache. Es setzt aber voraus, dass die Überschrift aussagekräftig ist, d.h. das die wichtigsten Schlagworte bereits in der Überschrift auftauchen. Noch besser wäre es, wenn die Arbeitsgemeinschaften für jede Neuerscheinung einen kurzen Abstrakt auf ihrer Homepage bereithalten würden bzw. Schlagwörter zum Suchen für die BDPh-Literaturdatenbank liefern würden."
Noch besser wäre es, im Jahr 2024 anzukommen: Die PDFs der Rundbriefe werden hochgeladen, vollautomatisch im Volltext indiziert, um anschließend durchsuchbar zu sein. Die PDF-Ausgaben können von interessierten Lesern dann gleich online gekauft werden, inklusive Up- und Crosselling-Optionen für weitere Ausgaben und Mitgliedschaften. Stattdessen muss ich mir eine 25 Jahre alte, seit 20 Jahren nicht mehr gewartete Software installieren, die schon vor 25 Jahren eine schlechte Usability hatte, jeden Artikel manuell eingeben und verschlagworten, auf dass die Software dann eine CSV-Datei erstellt, die irgendwer irgendwo manuell einpflegen muss. In der FG Berlin gibts keinen, der das noch machen will.
Am: 03.04.2024 16:43:16
Gelesen: 11569
# 16
@ TeeKay [#15]
Es gab ja mal ein Projekt, die Eingabe der Daten über eine Webseite zu ermöglichen; dieses ist aber vor Jahren eingeschlafen [1][2].
Wer ein Abbild vom Inhaltsverzeichnis veröffentlicht, und nicht dessen Inhalte zusätzlich als Text, hat das Prinzip des Internets nicht verstanden in 2024 [3].
[1] https://forum.bdph.de/showthread.php?17349-Neue-Seite-f%FCr-BDPh-Literaturnachrichten-im-Aufbau/page3
[2] https://www.bdph-service.de/literatur/
[3] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=8491&CP=0&F=1
Am: 03.04.2024 16:55:13
Gelesen: 11550
# 17
@ zobbel [#16]
"Es gab ja mal ein Projekt, die Eingabe der Daten über eine Webseite zu ermöglichen; dieses ist aber vor Jahren eingeschlafen."
Die Literatursuche gibt es auf der BdPh-Seite: Philatelie/Literatur-Datenbank [1]
Viele Grüße
Bernhard
[1] https://www.bdph.de/index.php?id=34https://www.bdph.de/index.php?id=34
Am: 04.04.2024 00:01:51
Gelesen: 11391
# 18
@ bernhard [#17]
Es geht aber um die Dateneingabe. Die ist manuell, sehr aufwendig und ermöglicht am Ende keine Volltextsuche.
Am: 10.04.2024 01:17:23
Gelesen: 11077
# 19
Um nochmals zur eigentlichen Überschrift "VPhA" zurückzukommen:
Als langjähriger "Deputy Director" des Bonner GSI hatte ich knapp 1/4 Jahrhundert lang zahlreiche Möglichkeiten, phil. Veranstaltungen mit zu organisieren oder gar federführend zu leiten, z.B. das legendäre Jahrestreffen 2017 von FgGB, FGI (Indien/Südasien) mit zahlreichen Gästen aus Grossbritannien und den Niederlanden (insgesamt 70 Personen), welches sogar vom damaligen (indischstämmigen) Oberbürgermeister Bonns, Ashok Sridharan, eröffnet wurde.
Im GSI-Kontext hatte auch mich der VPhA-Vorsitzende einmal gefragt, ob nicht auch "meine" ArGe Jugoslawien im VPhA Mitglied werden wolle. Auf meine Frage, welchen Mehrwert dies für die ArGe-YU hätte, bekam ich allerdings seitens des VPhA-Präsidenten eine schon arg verstörende Antwort: "Um meine Position in den BDPh-Gremien zu stärken". Das war für einen ArGe-Vorsitzenden und Vorständler anderer ArGen wie mich aber nun wahrlich kein Grund, dem VPhA beizutreten. Hätte Herr Treschnak gesagt: "Bei mir könntest Du Deine Anliegen besser an der Spitze durchsetzen", wären wir ihm vielleicht beigetreten. Da wir uns aber im damaligen Verband Mittelrhein (PhVM) und heute im VdPh West wohlfühlen, kann auch ich den meisten Vor-Schreibern dieser Thematik nur zustimmen, dass der VPhA wohl in der Tat keine Rolle spielte bzw. Aktivität für die ArGen wahrnahm und deshalb abtrat.
Am: 11.06.2024 09:06:36
Gelesen: 10349
# 20
VPhA Auflösung zum 30. September 2024 beschlossen
(Kül) - Der Verband Philatelistischer Arbeitsgemeinschaften e.V. (VPhA) hat am Samstag, 8. Juni, seine Auflösung zum 30. September 2024 beschlossen. Wie es in einer Pressemitteilung des Vorstands heißt, war es weder im Vorfeld noch während des jüngsten außerordentlichen Verbandstags im März gelungen, einen satzungskonformen Vorstand zu finden. Der Beschluss zur Auflösung erfolgte während des 10. außerordentlichen Verbandstags einstimmig mit 52 anwesenden oder durch Vollmacht vertretenen Stimmen von insgesamt 60 Stimmen.
Der langjährige Vorsitzende Hans-Gerd Treschnak und Schatzmeister Jürgen Kuhn schreiben in ihrer Pressemitteilung: „Wir blicken auf erfolgreiche 31 Jahre mit mancherlei Höhepunkten zu verschiedenen Messe- und Ausstellungsveranstaltungen, sowie informativen und innovativen Verbandstagen zurück. Wir durften erfolgreiche Aussteller unserer Mitglieds-ArGen und Artikel-Redakteuren begleiten und sind diesen besonders für Ihre tatkräftige Mitwirkung zu Dank verpflichtet.“ Die Zusammenarbeit mit den ArGe-Verantwortlichen sei stets konstruktiv und darauf ausgerichtet gewesen, die Mitgliedschaft in den ArGen lukrativ zu gestalten.
Am: 11.06.2024 22:30:02
Gelesen: 10128
# 21
@ Clemens M Brandstetter [#13]
Leider fühlte sich niemand vom BDPH betroffen, dessen Leistungen zu ergänzen.
Daher aus einem Rundschreiben aus einer ArGe (unten)
Bisher erwähnt:
Bezug der Zeitschrift "Philatelie" mit Terminankündigungen
ggf. Hinweise auf Inhalt einer ArGe-Zeitschrift
Teilhabe am Ausstellerpass-Monopol
Bereitstellung von Ständen an Grossveranstaltungen
Virtuelles und analoges Zeigen von Exponaten
Bereitstellung eines Forums u.a. zur Eigen-Präsentation
Online-Seminare mit Experten
Zugang zu Literaturdatenbank virtuell & analog
Fälschungsbekämpfung auf Verkaufsplattformen
Kontakte mit Gleichgesinnten
ergänzt (modifiziert - Doppelerwähnungen möglich - Werbung für den BDPH ist eigentlich nicht meine Aufgabe):
•Druckkostenzuschüsse für Sonderveröffentlichungen.
•Jährlicher Förderbeitrag von ca. 125 € für regelmäßigen Publikationen und damit zugleich Ankauf eines Kontingents (z.Z. 8 Expl.) der Forschungsberichte. Dadurch ist eine etwas höhere und damit günstigere Druckauflage möglich.
•Die Bundesgeschäftsstelle sowie die Bundesstelle Forschung und Literatur des BDPh verteilen Publikationen an die philatelistischen Bibliotheken München, Hamburg und Frankfurt, an das Museum für Kommunikation Berlin, an den Verband Österreichischer Philatelisten-Vereine, Wien und an die Redaktion der BDPh-Verbandszeitschrift "philatelie" sowie die 2 kostenlosen Pflichtexemplare an die Deutsche Bibliothek in Leipzig.
•Regelmäßig Kurzbesprechung von Forschungsberichten sowie der Sonderschriften in der monatlich erscheinenden Verbandszeitschrift „philatelie“. Das ist kostenlose Werbung.
•Regelmäßiger Nachweis aller einzelnen Artikeltitel nebst Autor aus unseren Forschungsberichten in der Rubrik „Literaturnachrichten“ der Website des BDPh (http://www.bdph.de), der die Software hat entwickeln lassen und die Speicherkapazität bezahlt. Die Möglichkeit, dass jeder Interessent weltweit darauf zugreifen kann, bedeutet ebenfalls kostenlose Werbung.
•Auch Sonderschriften werden in der Rubrik Literaturnachrichten gesondert besprochen. Mit Hilfe der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte werden diese Bücher kostenlos an philatelistische Bibliotheken in Deutschland verteilt. Das bringt Kaufaufträge für Bücher und einzelne Forschungsberichte.
•Durch die regelmäßige Präsentation der Leistungen werden außenstehende Sammler zum Beitritt ermutigt, „reine“ Werbung bringt kaum neue Mitglieder – nur gute Leistungen. Diese müssen aber der Sammlerwelt bekannt gemacht werden, speziell der Nicht-Organisierten.
•Nahezu alle diese Leistungen werden von ehrenamtlichen Helfern, die selbst Mitglieder im BDPh sind, kostenlos geleistet – für uns!
Am: 23.06.2024 09:09:12
Gelesen: 9840
# 22
Verband Philatelistischer Arbeitsgemeinschaften e. V. im BDPh e. V.
Presseberichte 24_06_75
(VPhA) - Am 8. Juni 2024 fand in Osnabrück der 10. außerordentliche Verbandstag des Verbandes Philatelistischer Arbeitsgemeinschaften e.V. statt.
Aufgrund der Tatsache, dass es nicht gelungen war, weder im Vorfeld, noch auf dem 19. ordentlichen Verbandstag am 22.3.2024, einen satzungskonformen Vorstand nach §26 BGB zu finden, wurde in Osnabrück die Auflösung des Verbandes der Philatelistischen Arbeitsgemeinschaften e.V. zum 30.September 2024 beschlossen. Der Beschluss erfolgte einstimmig mit 52 anwesenden oder durch Vollmacht vertretenen Stimmen von insgesamt 60 Stimmen.
Wir blicken auf erfolgreiche 31 Jahre, mit mancherlei Höhepunkten zu verschiedenen Messe- und Ausstellungsveranstaltungen, sowie informativen und innovativen Verbandstagen zurück. Wir durften erfolgreiche Aussteller unserer Mitglieds-ArGen und Artikel-Redakteuren begleiten und sind diesen besonders für Ihre tatkräftige Mitwirkung zu Dank verpflichtet.
Die Zusammenarbeit mit den ArGen-Verantwortlichen war stets konstruktiv und darauf ausgerichtet, die Mitgliedschaft in unseren Argen lukrativ zu gestalten. Warum, weil Wissen und Vielfalt manchen Sammlerfreund und -freundin weitergebracht haben.
Unser Dank gilt auch der Redaktion unseres Verbandsorgan DBZ und hier insbesondere Frau Birgit Freudenthal und Herrn Torsten Bernd. Wir bedanken uns bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Bundesgeschäftsstelle für ihr tatkräftiges Mitwirken, wenn wir Gast im Hause der Philatelie sein durften.
Es darf nicht die Unterstützung und Mitwirkung der Philcolux zur EX-PHIMO vergessen werden bei den gemeinsamen Durchführungen der Wettbewerbe zum 1-Rahmen-Team-Wettbewerb für ArGen, hier besonderen Dank an Roger Thill und Carlo Lonien sowie Jos Wolff.
Am: 01.08.2024 09:35:38
Gelesen: 9520
# 23
Im BDPh-Forum veröffentlichte unser Mitglied Zobbel folgende Meldung:
Nach mehreren Gesprächen mit dem Vereinsvorstand und Herrn Küchler (BDPh-Geschätsstelle), hat sich die Aussage als Mißverständnis herausgestellt.
Alle Argen, die bei der Auflösung des VPhA ihre BDPh-Mitgliedschaft verlieren, wurden vom BDPh ausführlich informiert. Hier nochmal die wichtigsten Punkte:
- Die BDPh-Satzung sieht keine direkte Mitgliedschaft eines Vereins oder einer ArGe vor. Es kann nur eine Mitgliedschaft in einem Landesverband geben, der Mitglied im BDPh ist.
- Die Argen können Mitglied in einem Landesverband werden. Dadurch verändert sich für das einzelne Mitglied (außer der Mitgliedsnummer) nichts.
- Einem Arge-Mitgled steht auch auch frei, sich als "ArGe-Direktmitglied" zu registrieren. Eine solche ArGe-Direktmitgliedschaft setzt voraus, dass die ArGe-Mitglieder zunächst gegenüber ihrer ArGe die Bereitschaft dazu erklären. Diese Mitglieder werden dann von der ArGe bei der BDPh-Geschäftsstelle gemeldet und zahlen den Jahresbeitrag (plus ArGe-Beitrag) an die ArGe. Diese erhält dann einmal im Jahr eine Rechnung für die ArGe-Direktmitgliedschaften (aktuell 23 €).
Die BDPh-Geschätsstelle steht jederzeit zur weiteren Beratung bereit. Verteter des BDPh sich auch immer auf den Messen (z.B. Ulm) präsent und stehen persönlich zur Verfügung.
Am: 01.08.2024 10:20:17
Gelesen: 9484
# 24
Eine paar Verständnisfrage für mich. Nach Richard [#23] kann sich der Verband nicht auflösen ohne dass die ARG"en ihre Mitgliedschaft im BDPH verlieren? Wie kommt es dann zu einer solchen Information, die durch verschiedene Fachzeitschriften gegangen ist? Oder war dies den ARGEn so nicht bekannt bzw. diesen nicht kommuniziert worden? Wieso kann eine ARGE bzw. FG nicht Direktmitglied im BDPh werden? Selbst wenn sich der VPhA auflöst, müßte doch mehrere Lösungsoptionen zur Verfügung stehen (Direktmitgliedschaft im BDPH oder Mitgliedschaft in einem Landesverband, welcher dann Mitglied im BDPH ist). Oder war die Auflösung ein Schnellschuß?
Für mich sieht die Mitteilung von Richard [#23] aus als hätte man einen "Bock" geschossen und man rudert wieder zurück "alles auf Anfang", oder hat man doch Lösungen für Vorstand gefunden? Hat man vielleicht auch festgestellt wenn die ARGEn wegfallen verliert man auf einmal Anzahl x an Mitgliedern?
Am: 01.08.2024 11:39:28
Gelesen: 9373
# 25
Im BDPh konnten noch nie einzelne Vereine Mitglied werden, immer nur Landesverbände und natürliche Personen[1]. Der Vorstand des BDPh kann da auch keine Lösungen finden, da er die Satzung des BDPh nicht ändern kann. Was es gibt, es die Arge-Direktmitgliedschaft für natürliche Personen. Dabei führt die Arge den BDPh-Mitgliedsbeitrag für das BDPh-Arge-Direktmitglied ab. Dann sind aber immer noch die Arge-Mitglieder BDPh-Mitglieder, nicht die Arge selbst. Die Arge muss über andere Wege BDPh-Mitglied werden, damit es überhaupt Arge-Direktmitglieder geben kann.
Ist natürlich alles ein unnötig komplexes Gebilde, dessen einziger Sinn darin zu bestehen scheint, die Landesverbandsbürokratie am Leben zu erhalten, damit dort einige Menschen etwas Geld ausgeben können.
[1] https://www.bdph.de/fileadmin/Dateien/Downloadbereich/Der_Verband/2020-01-09_Satzung.pdf
§3: " Mitglieder des Bundes sind die nach geographischen Gesichtspunkten organisierten philatelistischen Verbände sowie der Verband Philatelistischer Arbeitsgemeinschaften e.V. und die Deutsche Philatelisten-Jugend e.V. (Mitgliedsverbände) und natürliche Personen (Einzelmitglieder)."
Am: 01.08.2024 11:58:47
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# 26
@ TeeKay [#25]
die Landesverbandsbürokratie am Leben zu erhalten
Das dürfte sicherlich einer der Gründe sein, warum auch immer. Das war vor vielen Jahrzehnten (bis heute) im Sportverband ähnlich, da wurden in ab den 60-ern politische Kreise aufgelöst und zusammengefasst, wobei die Sportverbandskreise bis heute erhalten blieben, da gibt es nun Kreisverbände für Kreise, die heute "keiner" mehr kennt, weil keiner der Präsidenten auf seinen Präsidententitel verzichten wolle ;-)
Ein Problem in meinen Augen ist aber, wenn der "Landesverband" VPhA wegfällt und eine ARGE damit, weil sie in keinem anderen Landesverband Mitglied ist, aus dem BDPh fliegt, dann können dessen Mitglieder ja auch keine ARGE-Direktmitgliedschaft im BDPh eingehen. Der BDPh kann ja keine Rechnungen an Nichtverbandsmitgliedsorganisationen schicken? Das würde für ARGEs gehen, die bereits Mitglied in einem Landesverband sind und sind (und bleiben) dessen Mitglieder nicht sowieso bereits über den Landesverband Mitglied im BDPh (sein können)? Für diese ARGE-Mitglieder dürfte sich kein Problem ergeben.
Beste Grüße
Thomas
Am: 01.08.2024 13:16:39
Gelesen: 9273
# 27
Die einzelnen ArGen müssten mMn einen Mitgliederentscheid herbeiführen, um in einen Landesverband einzutreten. Mitgliederentscheid deshalb, weil diese Mitgliedschaft mit erheblichen, regelmäßig wiederkehrenden Kosten verbunden ist.
Bis dahin können die ArGe-Mitglieder, die nicht über einen anderen Verein ohnehin schon BDPh-Mitglied sind, aber BDPh-Mitglied sein wollen, BDPh-Direktmitglied werden. Obwohl das die Vereins- und Landesverbandsbürokratie spart, ist das traurigerweise die mit Abstand teuerste Mitgliedschaft. Was wieder zeigt, dass der BDPh keine Interessenvertretung der organisierten Philatelie, sondern der Landesverbände ist.
Ich bin Mitglied bei Posthorn-Heuss, die VPhA-Mitglied waren. Im aktuellen Rundbrief ist der VPhA nur insofern Thema, als dass er als eine der letzten Amtshandlungen dem Posthorn-Heuss-Vorsitzenden eine Medaille verlieh. Eine Mail des BDPh wurde auch abgedruckt, in der über die verschiedenen Möglichkeiten einer künftigen BDPh-Mitgliedschaft informiert wurde. In der Mail wird auch die Arge-Direktmitgliedschaft erwähnt, ohne zu sagen, dass dafür erstmal die Arge einem Landesverband beitreten muss.
Laut Protokoll war die Verbandsauflösung auch nur insofern Thema auf der ArGe-Hauptversammlung, als dass über die Auflösung des Verbandes informiert wurde. Handlungsimpulse für den Verein selbst sah man da offenbar nicht. Bis heute nennt sich die ArGe Mitglied im VPhA und BDPh. Der VPhA ist aber auch erst Ende September aufgelöst.
Ich persönlich fände es nicht schade, wenn Posthorn-Heuss einfach als unabhängige ArGe weitermacht und sich die Verbandsbürokratie spart.
Am: 01.08.2024 13:45:11
Gelesen: 9257
# 28
Der Beitrag von TeeKay [#27] wirft für mich dann die Frage auf, ob man nicht die Satzung des BDPh insofern ändern kann, daß auch ARGEn Direktmitglieder im BDPh sein können (wenn sie nicht in einem Landesverband sein wollen). Das ist natürlich mit einer Satzungsänderung und entsprechenden Kosten verbunden.
Bei Auflösung der Interessenvertretung sehe ich folgendes Szenarium; der BDPH verliert auf einen Schlag Anzahl x an Mitglieder, welches so in dem Vortrag und der Zukunftsberechnung in der Hauptversammlung in Bautzen nicht eingeflossen ist und mMn dadurch die Berechnungen zunichte gemacht sind dies hat dann zur Folge, daß der BDPh mehr Mitglieder verliert.
Daraus stellt sich mir dann wieder folgende Fragen: zum Einen wie will der BDPh diese Mitglieder zurückgewinnen? Zum Anderen liegen dem BDPh gesicherte Daten vor wieviel Mitglieder über Mehrfachmitgliedschaften (Direktmitglied und Mitgliedschaft in einem Verein/ARGE/FG) im BDPh gemeldet sind? Eigentlich müßte mann hier gnau auf die Zahlen der Mitglieder schauen und auch die Zahlen dann bereinigen um die Mehrfachmitgliedschaften, so ist mal meine Einschätzung.
Am: 01.08.2024 18:04:55
Gelesen: 9149
# 29
Die Landesverbände haben aber kein Interesse daran, dass einzelne Vereine sie umgehen können. Was herauskäme, wäre dann ein Konstrukt wie die Direktmitgliedschaft, die am wenigsten Kosten verursacht, aber mit Abstand am Teuersten ist. Vermutlich betrifft das ohnehin nur einen kleinen Teil der in Argen versammelten BDPh-Mitglieder, da viele Mitglieder mehrerer Vereine/ArGen sind.
Am: 01.08.2024 18:36:53
Gelesen: 9134
# 30
Es gibt noch die Möglichkeit, dass Arbeitsgemeinschaften beim Bundesstellenleiter (oder Bundesforschungsstellenleiter) des BDPh "angebunden" sind, so z.B. die Arge Polarphilatelie, die weder in einem Landesverband, noch beim VPhA Mitglied ist.
Reichlich kompliziert das ganze Konstrukt. Ca. 50.000 organisierte Sammler lassen sich auch ohne Landesverbände zentral über einen PC in der Bonner Geschäftsstelle des BDPh verwalten.
Am: 01.08.2024 19:16:27
Gelesen: 9099
# 31
@ TeeKay [#29]
Die Landesverbände haben aber kein Interesse daran, dass einzelne Vereine sie umgehen können.
Es ist die Entscheidung der ArGen, ob sie bei einem LV angeschlossen sein wollen oder nicht. Auch wenn ich nicht für einen LV spreche, ist es den LVs m.E. wurscht, ob die ArGen jetzt zu ihnen kommen oder nicht. Die meisten der ArGe-Mitglieder sind entweder über einen Ortsverein angebunden oder ArGe-Direktmitglied oder in einem ausländischen Verein.
Als LV-Schatzmeister freue ich mich über die ArGen, die bei uns in Südwest Mitglied sind. Sie zahlen einerseits Beitrag, andererseits fördern wir als LV die Veranstaltungen wie Werbeschauen oder Aktionen zum "Tag der Briefmarke".
Wir wollen doch, dass unsere Mitgliedsvereine aktiv sind, unabhängig davon, ob sie ArGen sind oder Ortsvereine! Darum die "Zukunftswerkstatt" und die "Zukunftskommission"!
Beste Grüsse!
Lars
Am: 01.08.2024 21:29:53
Gelesen: 9027
# 32
@ Polarpost040 [#30]
Es gibt noch die Möglichkeit, dass Arbeitsgemeinschaften beim Bundesstellenleiter (oder Bundesforschungsstellenleiter) des BDPh "angebunden" sind, so z.B. die Arge Polarphilatelie, die weder in einem Landesverband, noch beim VPhA Mitglied ist
Diese Aussage kann nicht richtig sein!
Am: 01.08.2024 21:50:12
Gelesen: 9012
# 33
@ Lars Boettger [#31]
Die meisten der ArGe-Mitglieder sind entweder über einen Ortsverein angebunden oder ArGe-Direktmitglied oder in einem ausländischen Verein.
Aus 2 Argen kann ich berichten, daß jeweils 25% der Mitglieder entweder über den "Freunde-Verein" im LV an den BDPh angebunden, oder (bei der 2. Arge) über den VPhA.
Am: 01.08.2024 22:38:08
Gelesen: 8977
# 34
@ zobbel [#30]
Als ehemaliges Vorstandsmitglied der Arge Polarphilatelie weiß ich, wo diese Mitglied bzw. angebunden ist. Es gibt einen Vertrag zwischen dem BDPh und der Arge, der im Wesentlichen die Anerkennung der BDPh-Satzung und -regeln abverlangt.
Wenn Du das nicht glaubst, dann frage mal in der Geschäftsstelle in Bonn nach. Ein Anruf genügt.
Am: 01.08.2024 22:50:20
Gelesen: 8969
# 35
@ Polarpost040 [#34]
Die Anerkennung der Arge hat nichts damit zu tun, wie die Arge (z.B. über einen LV) angebunden ist.
Oben ist dazu eigentl. schon alles gesagt.
Frage deinen Nachfolger wohin der BDPh-Beitrag hinwandert - Follow the money.
Am: 01.08.2024 23:06:34
Gelesen: 8959
# 36
@ zobbel [#34]
Die Arge Polarphilatelie ist seit 55 Jahren unverändert direkt beim BDPh angebunden, da hat sich nie etwas geändert. Die Arge führt direkt an den BDPh nur für wenige Arge-Direktmitglieder die BDPH-Beiträge ab. Die meisten anderen Mitglieder sind in meist örtlichen Vereinen beitragspflichtig, was den BDPh-Anteil angeht.
Ich bleibe bei meiner Aussage, dass es auch außerhalb eines LV möglich ist eine Arge im BDPh zu sein.
Am: 01.08.2024 23:13:13
Gelesen: 8953
# 37
Für die ArGe-Direktmitgliedschaft muss die ArGe in keinem Landesverband sein und bisher auch nicht im VPhA!
Man meldet die Mitglieder, die über keinen anderen Verein im BDPh angemeldet sind, direkt bei der Geschäftsstelle des BDPh an. Das kostet pro Mitglied € 23, fertig. Das geht schon seit bestimmt an die 10 Jahre so. Seitdem macht das eine ArGe der ich angehöre genauso. Eine andere meiner ArGen ist noch im VPhA und stellt zum Jahresende ebenfalls auf die ArGe Direktmitgliedschaft um. Der Jahresbeitrag ist pro Mitglied zwar um € 5 höher, aber dafür muss man auch nicht noch zusätzlich an einen Landesverband oder den VPhA zusätzliche Gelder abführen.
Eine Mitgliedschaft in einem Landesverband macht für eine überregionale ArGe meiner Meinung nach auch keinen Sinn.
Was wegfällt ist die Vertretung der Arbeitsgemeinschaften im Verwaltungsbeirat. Das hat bisher der VPhA für seine Mitglieder gemacht. Aber das macht eh keinen Unterschied, weil die Landesverbände den VPhA leider eh nicht unterstützt haben, sondern in oft als Konkurrenz gesehen haben, so wie viele auch die Arbeitsgemeinschaften als lästigen Wettbewerber zu den Ortsvereinen sehen.
Grüße
Harald
Am: 01.08.2024 23:21:14
Gelesen: 8949
# 38
@ Polarpost040 [#39]
Die Arge Polarphilatelie ist vom BDPH anerkannt, sie darf im Titel "im Bund deutscher Philatelisten (BdPh) e.V" führen. Vielleicht verstehst du dies unter "Anbindung" --- aber sie ist (nichtmal mittelbar) Mitglied im BDPh, da sie keinem LV angehört. Sie hat in keinem LV- oder BDPh-Gremium stimmrecht. Als Vorstand meiner Arge habe ich beim LV stimmrecht und kann mitentscheiden.
Liest man den Mitgliedsantrag bietet sie daher auch nur die BDPh-Direktmitgliedschaft für Interessenent die nicht schon BDPh-Mitglied über einen Ortstverein oder Arge, etc sind) an:
Der Status der Arbeitsgemeinschaft im Bund Deutscher Philatelisten (BDPh) erfordert es, dass alle deutschen Mitglieder auch dort eingeschrieben sind. Sollten Sie bisher nicht Mitglied im BDph sein, können Sie die Mitgliedschaft über uns beantragen (Kosten: 20,00 € pro Jahr). Wenn Sie schon beim BDPh Mitglied sind, z.B. über ihren heimatlichen Verein oder den Bielefelder Polarpost-Sammlerverein, geben Sie bitte oben ihre Mitgliedsnummer an.
https://www.arge-polarphilatelie.de/AntragArgePolar.pdf
Es bleibt dabei: kein Verein/Arge ist direkt "Mitglied" im BDPh.
Am: 01.08.2024 23:45:59
Gelesen: 8941
# 39
Mittlerweile dreht sich die Diskussion im Kreise.
Jede Arge darf selbst entscheiden, ob und wo sie Mitglied sein möchte, solange Sie die Anerkennungskriterien erfüllt (jedes Arge-Mitglied muß irgendwie in irgendeinem BDPh-Verein sei, ausländische Mitglieder in einer FIP-Organisation) um das "im Bund deutscher Philatelisten (BdPh) e.V" zu erlangen.
Was aber beklagenswert ist; die Kommunikation seitens des VPhA und auch des BDPh (soweit sie mir bekannt ist). Die Auflösung war doch schon monatelang im Gespräch. Das hätte man doch besser vorbereiten können.
Herrn Küchler nehme ich von der Kritik mal aus.
PS: Das Schreiben von Herrn Schmidt, das ich heute zugespielt bekam, ist zwar gut gemeint, aber man hat das Gefühl es geht mehr um "Entgeltsicherung": die Argen-Direktmitgliedschaft wird groß hervorgehoben (die 5 € Aufschlag landen ja direkt in Bonn und nicht bei einem LV), nur in einem Nebensatz werden Alternativen genannt: "Als Alternativen zu einem ähnlichen Preis gibt es die Anbindung an die Sammler-Service-Clubs der Mitgliedsverbände oder die Anbindung als Verein in einem Mitgliedsverband".
Am: 02.08.2024 00:37:15
Gelesen: 8929
# 40
@ zobbel [#38][#39]
Für die bisherigen Mitglieds-Argen im VPhA gibt es also drei Möglichkeiten:
1.) Nichts machen, keine Anbindung oder Mitgliedschaft im LV oder Dachverband.
2.) Mitgliedschaft im BDPh über einen LV mit Mitsprache-/Stimmrechten
3.) Anbindung (nur davon war in meinem Beitrag [#32] die Rede) an den BDPh über den Bundesstellenleiter ohne Mitsprache- oder Stimmrechte z.B. bei den Bundestagen des BDPh.
Die Vor- und Nachteile müssen die Argen abwägen und über eine Mitgliederversammlung abstimmen lassen.
Am: 04.08.2024 20:01:10
Gelesen: 8722
# 41
Ich komme gerade von einer Hauptversammlung die am Samstag stattgefunden hat. Die anwesenden Mitglieder wurden aber nicht über die Auflösung des VPhA informiert. Jetzt stellt sich mir hier unabhängig von der vorangegangenen Diskussion die Frage ob die ganze Sache nicht eine "Fakemitteilung" war um sich ins Gespräch zu bringen. Weiterhin sind meine Verständnisfragen [#24] und [#28] noch irgend wie offen, es wurden zwar konkrete Lösungsansätze diskutiert aber ob diese auch wirklich so umgesetzt werden, ist für mich immer noch offen bzw. meiner Meinung nach bezweifle ich das hier seitens des BDPh irgendetwas umgesetzt wird. Für mich wäre es wünschenswert wenn es anders ist.
Am: 04.08.2024 20:44:48
Gelesen: 8699
# 42
@ nagel.d [#41]
<Die anwesenden Mitglieder wurden aber nicht über die Auflösung des VPhA informiert.>
Das verstehe ich nicht. Warum fragt da keiner nach, wenn so etwas in öffentlichen Medien präsent ist?
Viele Grüße,
Klemens
Am: 04.08.2024 21:04:58
Gelesen: 8686
# 43
@ nagel.d [#41]
Der Auflösungsbeschluss wurde am 10. Juni 2024 beim Amtsgericht Hamburg hinterlegt. Die Website ist schon abgeschaltet. Beides wäre blöd, wollte man sich nur ins Gespräch bringen.
Am: 05.08.2024 00:38:11
Gelesen: 8608
# 44
Alle Arbeitsgemeinschaften, die Mitglied waren, wurden ausführlich und mehrfach darüber informiert!
Welche ArGe hat denn jetzt behauptet nichts davon zu wissen?
Grüße
Harald
Am: 05.08.2024 07:00:37
Gelesen: 8570
# 45
@ Frankenjogger [#42]
Das kann ich dir zwar nicht sagen warum keiner fragt, ich bin aber der Meinung dass es den Mitgliedern scheiss egal ist.
@ saeckingen [#44]
Ich bin nicht nur bei einer ARGE sondern bei mehreren. Ich warte mal jetzt auf die Ringmitteilungen, vielleicht werden da die Mitglieder informiert. Die andere Alternative aus meiner Sicht ist, man will unnötige Diskussionen vermeiden.
Am: 05.08.2024 07:54:20
Gelesen: 8548
# 46
@ nagel.d [#45]
Warm schwurbelst Du immer herum.
Ich kenne nur eine ARGE mit dem Namen „Ring“ im Titel und zwar den Ring der Liechtensteinsammler. Und just diese hatte am vergangenen Samstag 3. August ihre JHV.
https://www.liechtensteinsammler.de/
Am: 05.08.2024 08:16:12
Gelesen: 8536
# 47
War der Ring der Liechtensteinsammler überhaupt Mitglied im VPhA?
Grüße
Harald
Grüße
Harald
Am: 05.08.2024 09:02:42
Gelesen: 8518
# 48
@ saeckingen [#47]
@ 22028 [#46]
Ich bin ja auch in anderen ARGen und selbst dort ist nichts mitgeteilt worden.
Am: 05.08.2024 09:33:41
Gelesen: 8502
# 49
@ nagel.d [#48]
Ich bin ja auch in anderen ARGen und selbst dort ist nichts mitgeteilt worden
Die Auflösung des VPhA Verband philatelistischer Arbeitsgemeinschaften betrifft wie schon öfter mitgeteilt nur die ARGEn die auch im VPhA Mitglied waren, die normalen ARGEn die Mitglieder im BDPh sind betrifft das nicht, also mal mitteilen ob die ARGEn wo Du sonst noch Mitglied bist auch im VPhA Mitglied waren.
Am: 05.08.2024 10:56:17
Gelesen: 8459
# 50
@ nagel.d [#45]
Der Ring der Liechtensteinsammler war nie VPhA Mitglied. Folglich besteht auch kein Anlass, über das Thema in den kommenden Ringmitteilungen zu berichten.
Am: 05.08.2024 11:15:44
Gelesen: 8442
# 51
@ 22028 [#49]
in meinem Profil stehen momentan die ARGEn in den ich aktuell Mitglied bin und werden demnächst noch aktualisiert, sobald die Anmeldung bestätigt ist. Also wenn es ARGEn gibt die direkt Mitglied im BDPh sind und welche nur über den VPhA im BDPh organisiert sind, stellt sich mir die Frage warum man diese dann nicht auch als direkte Mitglieder in den BDPh übernimmt? Oder ist dies nicht gewollt?
Am: 05.08.2024 12:54:56
Gelesen: 8389
# 52
@ nagel.d [#51]
einfach übernehmen geht nicht. Die betroffenen Argen waren (bzw. sind, noch ein paar Wochen) Mitglied im VPhA, der sich bekanntlich in Auflösung befindet. Der VPhA war Mitglied im BDPh und hat die Interessen seiner Mitglieder gegenüber dem BDPh vertreten. Mit der Auflösung des VPhA sind deren bisherigen Mitglieder (Argen) automatisch "heimatlos" und müssen nun selbst entscheiden, ob sie weiterhin heimatlos bleiben wollen, was durchaus Vorteile hat, oder ob sie einen Dachverband über sich wünschen, dessen Bedingungen übernommen werden müssen, wenn man als Arge Wert auf den Zusatz "Mitglied im BDPh" legt.
Bei einer Bindung an den BDPh dürfen Mitglieder nur in die Arge aufgenommen werden, die auch irgendwo sonst BDPh-Mitglied sind, z.B. in einem Ortsverein oder als BDPH-Direktmitglied. Die Argen können zudem auch eine verbilligte Arge-Direktmitgliedschaft beim BDPh (zusätzlich zum Arge-Jahresbeitrag) anbieten, damit bisher nicht organisierte Sammler Mitglied in der Arge werden/ sein dürfen.
Diese Gängelung, also eine zusätzliche Zwangsmitgliedschaft beim BDPh für 23,00 Euro eingehen zu müssen, kommt bei einer Reihe von Sammlern gar nicht gut an und hat die eine oder andere Mitgliedschaft in Argen verhindert. Den weiteren Weg, den die betroffenen Argen jetzt einschlagen wollen, will daher gut überlegt sein.
Wenn die Argen dennoch einen Dachverband über sich wünschen, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten:
1.) Die Arge wird Mitglied in einem Landesverband neben diversen Ortsvereinen oder
2.) Die Arge bindet sich direkt an den BDPh vertraglich über den Bundesstellenleiter ohne Mitsprache- oder Stimmrecht an.
Am: 05.08.2024 13:30:13
Gelesen: 8363
# 53
@ Polarpost040 [#52]
Wenn ich das also richtig verstehe, ARGEn die schon im BDPh waren für die ändert sich nichts. Die anderen haben die Wahl zwischen Landesverband mit Vertretung im BDPh oder Mitglied im BDPh ohne Mitsprache und Simmrecht. Was dann bei mir wiederum die Frage aufwirft was ist mit den ARGen die bereits im BDPh waren ohne dem VPhA angehörten, haben die Mitsprache und Stimmrecht?
Am: 05.08.2024 13:53:17
Gelesen: 8355
# 54
@ nagel.d [#53]
Argen, die nicht im VPhA organisiert waren, können nur
- in einem Landesverband Mitglied sein (mit Stimmrecht beim LV, der wiederum beim BDPh) oder
- ohne Stimmrechte direkt über den Bundesstellenleiter des BDPh.
Für die Argen, die nicht im VPhA Mitglied waren, ändert sich nichts!
Am: 05.08.2024 14:27:56
Gelesen: 8339
# 55
@ Polarpost040 [#52]
Bei einer Bindung an den BDPh dürfen Mitglieder nur in die Arge aufgenommen werden, die auch irgendwo sonst BDPh-Mitglied sind, z.B. in einem Ortsverein oder als BDPH-Direktmitglied.
Es ist etwas komplizierter (oder einfacher, je nach Sichtweise): "Mitglieder eines anderen nationalen FIP‐Verbandes". Sonst müssten ausländische Mitglieder zuerst in einen Ortsverein eintreten oder BDPh-Direktmitglied werden.
Diese Gängelung, also eine zusätzliche Zwangsmitgliedschaft beim BDPh für 23,00 Euro eingehen zu müssen, kommt bei einer Reihe von Sammlern gar nicht gut an und hat die eine oder andere Mitgliedschaft in Argen verhindert.
Es gibt bei uns in der ArGe Mitglieder im Ausland, die den Vorteil einer Mitgliedschaft im BDPh sehen und darum über die ArGe Direktmitglied geworden sind.
Ich nehme bei Dir einen negativen Unterton gegenüber dem BDPh war, den ich so nicht verstehen kann. Ohne den BDPh gäbe es für Sammler viele Sachen nicht, die ich heute nicht mehr missen möchte.
Beste Grüße!
Lars
Am: 05.08.2024 15:01:39
Gelesen: 8320
# 56
@ Lars Boettger [#55]
Fakt bleibt, dass es Menschen gibt, die nur und ausschließlich Mitglied einer ArGe werden wollen und nicht noch Zwangsmitglied im BDPh, auch wenn es ohne den "für Sammler viele Sachen nicht" gäbe, die du heute nicht mehr missen möchtest.
Und aus mindestens einer ArGe hörte ich auch wohl begründet, dass die BDPh-Mitgliedschaft für die ArGe in Summe Zusatzkosten ohne Zusatznutzen bedeutet, der BDPh aus ArGe-Sicht unreformierbar in der Vergangenheit feststeckt und die ArGe-Mitgliedschaft im BDPh nur noch fortbesteht, weil es halt immer so war.
Am: 05.08.2024 15:18:52
Gelesen: 8305
# 57
@ Lars Boettger [#55]
"Ohne den BDPh gäbe es für Sammler viele Sachen nicht, die ich heute nicht mehr missen möchte"
Ich könnte auch sagen "Ohne den BDPh würde die Arbeit (Nachweis der BDPH-Mitgliedschaft ihrer Mitglieder) und die Mitgliedergewinnung der Argen leichter fallen".
Hast Du Dich als Funktionär des BDPh einmal gefragt, warum der VPhA durch Auflösung praktisch aus dem BDPh ausgetreten ist? Was ist seitens des BDPh getan worden, um das zu verhindern?
Warum ist denn der größte BSV des LV Südwest, Heilbronn, aus dem LV und somit dem BDPh ausgetreten. Woher kommt der immense Mitgliederschwund in der organisierten Philatelie. Glaubt der BDPH, das dies alles Sterbefälle sind? Als langjähriges Vorstandsmitglied in einer Arge habe ich einiges mitbekommen, was zu meiner kritischen Einstellung gegenüber dem BDPh führte. Das ist aber ein anderes Thema und gehört nicht zu diesem Diskussionsthema.
Es wird immer eifrige Verfechter für eine Mitgliedschaft im Dachverband geben, aber ebenso auch Kritiker. Auf Philaseiten.de wurden diese Argumente m.E. bereits hinreichend ausgetauscht.
Am: 05.08.2024 15:34:07
Gelesen: 8293
# 58
@ Lars Boettger [#55]
Es gibt bei uns in der ArGe Mitglieder im Ausland, die den Vorteil einer Mitgliedschaft im BDPh sehen und darum über die ArGe Direktmitglied geworden sind.
Ich nehme bei Dir einen negativen Unterton gegenüber dem BDPh war, den ich so nicht verstehen kann. Ohne den BDPh gäbe es für Sammler viele Sachen nicht, die ich heute nicht mehr missen möchte.
Wer an der "Philatelie" interessiert ist, bekommt für einen konkurrenzlos günstigen Preis von 23 Euro im Jahr eine Fachzeitschrift frei Haus geschickt.
Wer aber mit den Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaft vollauf zufrieden ist, wird nicht verstehen, eine Art von "Philatelie-Steuer" in Höhe des halben ArGe-Beitrages abdrücken zu müssen.
@ Polarpost040 [#52]
Auch die ArGen können sich etwas einfallen lassen. So kann man die "BdPh-unwilligen" Mitglieder als Fördermitglieder oder Gäste ohne Stimmrecht führen, und die ArGe-Rundbriefe dürfen auch an Nicht-ArGe-Mitglieder gegen einen Kostenbeitrag verschickt werden.
Am: 05.08.2024 16:07:30
Gelesen: 8269
# 59
@ drmoeller_neuss [#58]
"Auch die ArGen können sich etwas einfallen lassen. So kann man die "BdPh-unwilligen" Mitglieder als Fördermitglieder oder Gäste ohne Stimmrecht führen, und die ArGe-Rundbriefe dürfen auch an Nicht-ArGe-Mitglieder gegen einen Kostenbeitrag verschickt werden".
Das ist korrekt. Erfahrungsgemäß kommen bei einer bundesweit tätigen Arge selten mehr als 10% der Mitglieder zu den Mitgliederversammlungen angereist, um z.B. Vorstandswahlen beizuwohnen. Fördermitglieder sind willkommene Mitglieder einer Arge, aber ihnen bleibt das aktive Wahlrecht versperrt. Sie können nicht Vorstand, Kassenwart oder Geschäftsführer werden. Wenn ein ordentlich und gewissenhaft arbeitender Kassenwart hört, was für immense Arbeit es macht, sich die BDPh-Mitgliedschaft jährlich von den Mitgliedern nachweisen lassen, dann überlegt er sich das zweimal. Er macht diese Arbeit in seiner Freizeit ausschließlich für den BDPh. Je mehr aktiv wählbare Mitglieder eine Arge hat, desto eher die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Kassenwart finden lässt.
Vom BDPh unabhängige Argen haben dieses Problem natürlich nicht. Da muss der Kassierer nur den Eingang der Arge-Beiträge überwachen, viel mehr nicht. Für diese Tätigkeit wird sich viel leichter ein Kassenwart finden. Ich kenne einen gut befreundeten, ehemaligen Kassenwart aus einem inzwischen aufgelösten BSV, der so viel Zoff mit dem LV wegen abzuführender Beiträge hatte, dass er das Handtuch geworfen hätte, wenn der Verein sich nicht bald darauf aufgelöst hätte.
Deshalb mein Kommentar, dass die Mitglieds-Argen des bald ehemaligen VPhA sich gut überlegen sollten, welchen weiteren Weg sie gehen. Wer meint, Nutzen für sein Spezialgebiet aus der Zeitschrift "philatelie" ziehen zu können, sollte auf jeden Fall Direktmitglied beim BDPh werden. Er sollte aber von seiner Arge mit Spezialsammelgebiet nicht erwarten, das diese ihm mit viel Verwaltungsmehraufwand das nur einige Euro günstigere Abo für die "allgemeine" Briefmarkenzeitschrift "philatelie" ermöglicht.
Am: 05.08.2024 20:51:28
Gelesen: 8188
# 60
Übrigens wäre die eigene Website eine hervorragende Möglichkeit gewesen, alle Unklarheiten zu beseitigen und Mitglieder über ihre Optionen zu informieren. Vielleicht sogar richtig modern mit einer direkt zugänglichen Anmeldeoption bei Landesverbänden oder dem BDPh. Passenderweise wurde die Website als allererstes abgeschaltet.
Am: 05.08.2024 22:37:52
Gelesen: 8139
# 61
@ TeeKay [#60]
Meines Wissens muss eine Mitgliedschaft im BDPh bis zum 30.9. eines Jahres zum Ende eines Jahres gekündigt werden. Das müsste dann auch für die Mitgliedschaft des VPhA im BDPh gelten. Ob eine zeitig vorher beschlossene Auflösung des VPhA daran etwas ändert, weiß ich nicht. Auf jeden Fall wird der Verein erst nach einem Sperrjahr aus dem Vereinsregister gelöscht. Bis dahin muss es einen Liquidator geben, der die bürokratische Abwicklung vornehmen muss. Dazu gehört auch die Abwicklung des Vereinsvermögens.
Sieht die Satzung eine Verteilung nach Abzug der Liquidationskosten an die Mitglieder vor? An eine Stiftung, z.B. Stiftung Philatelie?
Darüber sollten die Mitglieder, die Arbeitsgemeinschaften, bis zur endgültigen Löschung über die Webseite informiert werden. Ich hatte ebenfalls den Eindruck, dass die Auflösung des Vereins und die Deaktivierung der Webseite nicht schnell genug gehen konnte.
Warum aber? Gab es Ärger mit dem BDPh oder warum ist der Vorstand so plötzlich zurückgetreten? Konnte man wirklich keinen Nachfolger aus den Reihen der Mitglieds-Argen finden oder wollten die Mitglieds-Argen aus mir unbekannten Gründen absichtlich den VPhA beerdigen, indem sich niemand zur Wahl stellte?
Am: 05.08.2024 23:36:28
Gelesen: 8117
# 62
@ Polarpost040 [#61]
Der Vorstandsvorsitzende Herr Treschnak ist jetzt 77 Jahre alt. Der Vorstand wird für 4 Jahre gewählt - das letzte Mal war 2020. 2024 wäre also neu zu wählen gewesen. Dass Herr Treschnak das mit 77 nicht noch einmal vier Jahre machen möchte, kann ich verstehen. Und da sich keiner fand, der Vorstand werden will, wurde ein Verbandstag einzig und allein zum Beschluss der Auflösung veranstaltet. Warum es kein Werben innerhalb der Mitgliedsvereine gab, um einen neuen Vorstand zu finden, weiß ich nicht. In meiner ArGe gab es jedenfalls keinerlei diesbezügliche Bemühungen, nicht einmal Informationen. In der philatelie gab es die erste Meldung dazu auch erst nach der beschlossenen Auflösung, die dann Alfred Schmidt natürlich sehr bedauerte. Rettungsbemühungen sehen meiner Meinung nach anders aus.
Vom Vereinsvermögen werden 5.000 Euro der DPhJ gespendet. Vom Rest gehen je 40% an die philatelistischen Bibliotheken Frankfurt und Hamburg und 20% an die Bibliothek in Zeitz.
Am: 06.08.2024 12:01:41
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# 63
@ TeeKay [#62]
Danke für die Info. Das Alter ist natürlich ein Argument.
Gerade wenn jemand lange Vorstandsvorsitzender eines Verbandes war, sollte doch so viel Herzblut an der Fortführung des Verbandes vorhanden sein, dass man alles daran setzt, dies zu erreichen. Gab es niemanden im Vorstand, z.B. einen Stellvertreter, der den Posten übernehmen hätte können?
Der erste Beitrag zu diesem Thema wurde am 2.4.24 veröffentlicht. Es ist bekannt, dass einige Funktionäre des BDPh hier im Forum Mitglied sind und solch wichtige Meldung sicherlich zeitnah mitbekommen haben.
Passiert ist aber nichts! Es müsste doch im Vorstand einen Aufschrei gegeben haben!
Scheinbar war es dem BDPh-Vorstand egal.
Der erste Verbandstag zum Zwecke der Auflösung fand am 22.3.24 statt. Einladungen dazu finden i.d.R. vier Wochen vorher statt, also Ende Februar. Alle Mitglieds-Argen mussten somit Kenntnis von dem Vorhaben gehabt haben. Kaum vorstellbar, dass der BDPh davon gar nichts mitbekommen hat und über Wochen und Monate bis zur endgültigen Auflösung offenbar untätig war.
Am: 06.08.2024 12:22:39
Gelesen: 8000
# 64
Die Einladung muss sogar 10 Wochen vorher verschickt werden.
Ich war nicht dabei, bin zu keinem Zeitpunkt in die Aktivitäten des VPhA involviert gewesen und habe keine anderen Infos als hier im Forum und über das beim Amtsgericht hinterlegte Sitzungsprotokoll bekommen. Für mich liest es sich so, als wäre der alte Vorstand in die ordentliche Versammlung 2023 gegangen im Vertrauen darauf, dass sich schon irgendwer melden würde. Das geschah nicht. Laut Satzung benötigt die Verbandsauflösung einen gesonderten Verbandstag. Der wurde für Februar 2024 einberufen. Auflösen konnte man den Verein mangels ausreichend Stimmen (75% Zustimmung der Anwesenden nötig und min. 50% der Stimmen anwesend) jedoch nicht, also wurde sofort eine neue Versammlung mit 10-Wochen-Frist zur Auflösung einberufen. Warum weder 2023, noch vor dem 22.03.24 noch vor der finalen Sitzung zur Vereinsauflösung im Juni exzessiv für neue Vorstände geworben wurde, weiß ich nicht.
Offenbar war den Mitgliedsvereinen und dem alten Vorstand der Verband inzwischen so gleichgültig, dass selbst zum ersten Sonderverbandstag zur Auflösung des Verbands im Februar nicht einmal 50% der Vereine anwesend waren oder ihre Stimmrechte deligierten.
Was wiederum meine Meinung bestärkt, dass die dreigliedrige Struktur - Verein, Verband, BDPh - unzeitgemäß und generell abzuschaffen ist. Künftig sollte jeder Sammler individuell entscheiden können, ob er Mitglied im BDPh wird. Weder braucht es Landesverbände, noch den Zwang, ganze Vereine inklusive all ihrer Mitglieder zu BDPh-Mitgliedern zu machen.
Damit das funktioniert, ist der BDPh professionell aufzustellen. Vollzeit-Verbandsangestellte müssen die Vorteile einer BDPh-Mitgliedschaft herausarbeiten und kommunizieren. Wahrscheinlich müssen überhaupt erst einmal zugkräftige neue Mitgliedsvorteile erschaffen werden. Die Verbandsangestellten müssen keine Philatelisten sein, sondern Profis in ihrem Aufgabengebiet.
Am: 06.08.2024 12:29:04
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# 65
@ Polarpost040 [#63]
Die recht spontane Auflösung des VPhA dürfte dem BDPh-Vorstand nicht ganz ungelegen gekommen sein, angesichts der wieder beginnenden Strukturdiskussion.
Tatsache ist, dass die Verbandsebene nicht mehr gebraucht wird, ausser von denen, die dort zur Zeit Ämter bekleiden. Natürlich ist die Auflösung der Landesverbände einfacher gesagt als getan. Neben notwendigen Satzungsänderungen (die Ortsvereine müssten dann beim BDPh direkt Mitglied werden können) muss auch die Verwertung des Vermögens geklärt werden.
Die Landesverbände dürften in der Summe auf mehrere Millionen kommen, und eine einfache Übertragung auf eine andere Organisation muss steuerrechtlich gut durchdacht sein. So haben der BDPh als gemeinnütziger Verein bzw. die Stiftung Philatelie eine Menge Auflagen zu erfüllen, die die Mittelverwaltung erheblich einschränken.
Am: 06.08.2024 14:44:10
Gelesen: 7899
# 66
Laut BDPh Website kamen 560 BDPh-Mitglieder über den VPhA. Also 3% aller Mitglieder. Die sind erstmal auf einen Schlag weg. Ich habe auch arge Zweifel, dass sich viele dieser 560 künftigen Ex-Mitglieder für den Anschluss ihrer ArGe an einen LV aussprechen oder Direktmitglied werden.
Insofern halte ich deine Annahme, die Auflösung kam nicht ungelegen, für unzutreffend. Ein fortbestehender VPhA, der außer der philatelie keinen Zusatzaufwand bedeutet, aber für 560 Mitglieder Beiträge abführt, ist besser, als auf diese Mittel zu verzichten. Vielmehr denke ich, dass es inzwischen eine Egal-Haltung aller Beteiligten gibt. Man meldete sich als Vorstand, weil es halt einer machen muss. Nennenswerten Gestaltungswillen kann ich beim BDPh nicht erkennen. Wie auch, bei in Vollzeit berufstätigen Vorständen, die den BDPh nebenbei in ihrer Freizeit betreuen? Sehr wahrscheinlich würde angesichts der Verbands- und Entscheidungsstruktur jeder ziemlich schnell dazu übergehen, nur das allernötigste zu machen. Ändern kann man ja eh nichts gegen den Willen der unnötigen Landesverbände.
Die Lösung des VPhA, das Vereinsvermögen anderen gemeinnützigen philatelistischen Vereinen mit gleicher Zielsetzung zu geben, dürfte steuerlich unbedenklich und einfach sein.
Am: 06.08.2024 15:57:33
Gelesen: 7865
# 67
@ TeeKay [#62]
In der philatelie gab es die erste Meldung dazu auch erst nach der beschlossenen Auflösung, die dann Alfred Schmidt natürlich sehr bedauerte. Rettungsbemühungen sehen meiner Meinung nach anders aus.
Es war zumindest mir schon seit Jahren bekannt, dass der VPhA Schwierigkeiten hatte, den Vorstand zu besetzen. Das kommt also nicht überraschend. Das ist ein Problem, dass sich mittlerweile durch die ganze Verbandsstruktur zieht. Egal ob Ortsverein, Landesverband oder BDPh - wenn keine Leute mehr da sind, die sich für die Weiterführung interessieren, dann ist ein Verein am Ende. Du kannst als BDPh auch nichts erzwingen. Die Lösungen müssen aus den Vereinen bzw. Verbänden selbst kommen.
@ Polarpost040 [#57]
Warum ist denn der größte BSV des LV Südwest, Heilbronn, aus dem LV und somit dem BDPh ausgetreten.
Das haben die Heilbronner Mitglieder so entschieden. Für mich erschienen die Gründe des Austritts hausgemacht zu sein - aber das ist mein rein persönlicher und eventuell auch nicht richtiger Eindruck. Als Außenstehender kratzt man sich am Kopf, wie so etwas passieren kann. Unsere Argumente für einen Verbleib wurden nicht gehört bzw. waren für die Mitglieder nicht relevant genug.
Erste Ergebnisse aus der LV-Südwest "Zukunftswerkstatt" werden wahrscheinlich in der nächsten "Südwest Aktuell" zu lesen sein.
Beste Grüsse!
Lars
[Hervorhebung durch die Redaktion, wir sind gespannt !]
Am: 12.08.2024 09:08:03
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# 68
Unser Mitglied, der BDPh Präsident Alfred Schmidt, hat am 1.8.2024 folgende Mail versandt:
Anbindung der Argen nach Auflösung des VPhA
*Date:* Thu, Aug 1, 2024, 19:02
*From:* < a.schmidt@bdph.de <mailto:a.schmidt@bdph.de>>
Sehr geehrte Sammlerfreundinnen und Sammlerfreunde,
da die ArGen im VPhA sehr verunsichert sind, wie es nun nach Auflösung
des VPhA mit Ihrer Anbindung an den BDPh weitergeht, möchte ich mich
heute einmal persönlich an Sie wenden.
Bisher war Ihre Anbindung durch einen relativ geringen Pauschalbetrag an
den VPhA abgegolten. Alle Möglichkeiten einer Anbindung, die Ihnen von
Herrn Küchler genannt wurden, bemessen sich an der Anzahl der Mitglieder
in Ihrer ArGe. Und zwar geht es nur um die *Zahl der Mitglieder, die
nirgendwo anders Mitglied im BDPh* sind. Es wäre also sinnvoll, wenn Sie
alle ArGe-Mitglieder ermitteln, die über einen Ortverein oder eine
andere ArGe bereits im BDPh organisiert sind. Für alle diese Mitglieder
besteht kein Handlungsbedarf. Wer nicht über eine anderen Verein oder
eine andere Arge Mitglied im BDPh ist, müsste von Ihnen künftig
angemeldet werden. Hierzu wären Name, Adresse und Geburtsdatum
mitzuteilen. Falls das direkt über den BDPh erfolgen soll: an die
Bundesgeschäftsstelle info@bdph.de <mailto:info@bdph.de> oder an mich
a.schmidt@bdph.de <mailto:a.schmidt@bdph.de> Dann würden Sie für diese
Mitglieder ab 2025 jährlich 23 Euro an den BDPh abführen, worin im
wesentlichen die Kosten für die Zeitschrift /philatelie/ enthalten sind.
Als Alternativen zu einem ähnlichen Preis gibt es die Anbindung an die
Sammler-Service-Clubs der Mitgliedsverbände
https://www.bdph.de/index.php?id=22
oder die Anbindung als Verein in einem Mitgliedsverband.
Das bedeutet beispielsweise, wenn 5 Ihrer Mitglieder nicht anderweitig
im BDPh wären, dass bei einer direkten Anbindung an den BDPh 115 Euro zu
entrichten wären. Dieser Betrag bewegt sich vermutlich in dem Rahmen,
wie Sie bisher an den VPhA bezahlt haben. Wenn das eine wesentlich
größere Zahl an Mitgliedern betrifft, wäre künftig zu überlegen, ob man
zwischen Beitrag mit BDPh bzw. Beitrag ohne BDPh unterscheidet. Das
würde bedeuten, dass die Mitglieder mit BDPh einen höheren Beitrag
zahlen. Ich weiß, dass das immer sehr schlecht zu vermitteln ist, wenn
man mehr Beitrag zahlen soll.
Was die Satzung Ihrer Argen angeht, so ist dort möglicherweise die
Anbindung an den VPhA verankert. Aus meiner Sicht ergibt sich aus der
Auflösung kein akuter Handlungsbedarf für Sie, Ihre Satzung zu ändern.
Da es den entsprechenden Verband nicht mehr gibt, ist die Anbindung
hinfällig. Da Ihre Satzung keine Ersatzbestimmung enthält, steht es
Ihnen frei, wie Sie Ihre Mitglieder künftig an den BDPh anbinden. Wenn
Sie einen Weg gefunden haben und das in einer künftigen Satzung
formulieren möchten, dann können Sie im Nachgang die Satzung anpassen.
Wenn Sie Fragen haben, dann können Sie sich gern an mich wenden, damit
wir den einfachsten Weg für die Anbindung Ihrer ArGe finden können. Mir
ist es sehr wichtig, dass Sie Teil des BDPh bleiben und die
Zusammenarbeit mit den anderen BDPh-ArGen als Bereicherung empfinden.
Die Zukunftskommission wird sich parallel dazu Gedanken machen, wie die
ArGen künftig in den Gremien des BDPh vertreten sein und ihre Interessen
wahrnehmen können. Bitte seien Sie der großen Wertschätzung versichert,
die ich Ihnen und Ihrer ArGe-Arbeit entgegenbringe.
Gern höre ich von Ihnen.
Viele Grüße
Ihr Sammlerfreund Alfred Schmidt
Am: 17.08.2024 09:37:02
Gelesen: 7349
# 69
Zur Interessenvertretung der Arbeitsgemeinschaften im BDPh schreibt "Die BDPh-Zukunftskommission" in der aktuellen Ausgabe der philatelie, August 2024, Seite 5:
Argen als Rollenmodell und Vorbild
Wir überlegen derzeit, wie wir die Interessenvertretung der Argen in der BDPh-Organisation stärken können, beispielsweise durch die Berufung oder Wahl aktiver Arge-Vorsitzender in den Bund. Die Argen können aufgrund ihrer Überregionalität und der daraus notwendigen und bereits gelebten digitalen Organisation als Rollenmodell und Vorbild auch für die Ortsvereine gelten.
Am: 25.10.2024 09:23:45
Gelesen: 6680
# 70
@ Richard [#69]
Passend zum Beitrag [#69] hier ein Zitat aus dem Rundbrief einer Arbeitsgemeinschaft zum VPhA:
Es wird zunächst berichtet, dass, wie bekannt, es nicht gelungen war, einen satzungsgemässen Vorstand für die VPhA zu finden. Weiter:
Dazu kam erschweren der frustrierende Umstand dazu, dass der Verband philatelistischer Arbeitsgemeinschaften zwar einen Sitz im Verwaltungsrat hatte, aber sämtliche vom VPhA dort gestellten Anträge umgehend von den Landesverbänden abgelehnt wurden.
Nun weiss die Redaktion nicht, wie sinnvoll und notwendig die vom VPhA gestellten Anträge wirklich waren - aber alle abzulehnen "hört" sich schon heftig an.
Es bleiben die Fragen:
- Wer vertritt im BDPh künftig die Interessen der Arbeitsgemeinschaften ?
- Wer vertritt im BDPh künftig die Interessen der rund 2.000 /= 10 %) Direktmitglieder ?
Direktmitglieder sind als vermutlich einzige Gruppe im BDPh von der Fragebogen-Aktion im BDPh ausgeschlossen.
Dafür dürfen sie aber die höchsten Beiträge im BDPh zahlen.
Grüsse aus dem Allgäu,
Richard (langjähriges Direktmitglied, kein Verein mehr in der Nähe)