Ich bin nicht nur Fördermitglied von Wikipedia, sondern seit langer Zeit auch als möglicher Autor und Mitschreiber an bereits bestehenden Artikeln dort registriert. Was haltet ihr nun davon, wenn ich beginne, Wikipedia zu einzelnen Ortsbeschreibungen als zusätzliche Information saubere Abbildungen von Landpoststempeln / Poststellenstempeln oder, falls gewünscht, auch sauber formatierte Abbildungen kompletter Postbelege als Ergänzung zur Veröffentlichung anbiete? So könnte man eine weitere Verbindung zwischen den Philaseiten und Wikipedia herstellen, die dann nicht nur einseitig wäre (wie bisher) und durch die vielleicht Einzelne Lust bekommen, sich auch einmal mit alten Poststempeln und nicht nur mit alten Ansichtskarten zu beschäftigen.
Natürlich würde das nur Sinn machen, wenn das nicht nur vereinzelt geschähe, aber wenn ich vielleicht erst einmal 500 verschiedene derartige Stempel herausarbeite, sauber waagerecht ausrichte und so bearbeite, dass sie sauber lesbar sind und dann der Wikipedia-Redaktion zur Veröffentlichung anbiete, dann würden mögliche Betrachter vielleicht eher einmal auf die Idee kommen, sich selber darum zu bemühen, solche Stempel oder Belege aufzutreiben, sei es für eine Heimatsammlung oder für eines der vielen kleinen Dorfmuseen oder eben auch ganz allgemein, weil es Freude macht und das Allgemeinwissen fördert, wenn man sich mit solcher Materie beschäftigt.
Da ich parallel solche Stempel auch immer bei den Philaseiten veröffentliche und, im Gegensatz vielen Anderen, stets großen Wert auf eine saubere Abbildung der Stempel lege und im Text auch immer einen Link zu Wikipedia hinterlege, besteht aus meiner Sicht durchaus die Möglichkeit, dass nicht nur die Philaseiten dadurch noch mehr Aufmerksamkeit bekämen, sondern vielleicht könnten dadurch auch einige Betrachter als neue Sammler in unserem Kreis begrüßt werden.
Falls Andere meinem Beispiel folgen wollen, so sollten wirklich nur gute Abbildungen dort angeboten werden, also zum Beispiel so ein Stempel

aber nicht bloß aus einem Scan oder einer Fotografie ausgeschnittene Abbildungen wie z.B. solches Material:
(schlecht zu lesen, unten verwaschen)oder
(zwar gut lesbar, aber schief stehend)oder
(Stempel viel zu schwach und es fällt auf, dass links irgend etwas fehlt)Aus dem letzten Stempel kann man aber mit ein wenig Bearbeitung auch eine gute Abbildung generieren, denn dabei kommt es nicht auf die Originalfarbe an, sondern nur darauf, zu dokumentieren, wie so ein Stempel früher aussah. Es sollen dabei in erster Linie schließlich keine Philatelisten oder Stempelsammler angesprochen werden, sondern Menschen, die in aller Regel zuvor keinen persönlichen Bezug zu derartiger Materie hatten. ´
Der bearbeitete Stempel könnte dann so aussehen:
Die schwache linke Kante fällt dabei nicht mehr ins Gewicht, da sich das Auge des Betrachters automatisch auf die Schrift konzentriert.
Was meint ihr dazu?
Viele Grüße
Ingo


Herzliche Sonntagsgrüsse von einem in diesem Winter erstmals weissen Ries(Krater)rand
Edwin
Zwei Übersichtsbilder vom Ort sind zu sehen, sonst nichts. Dafür wird dir empfohlen, zuir Gemeindre Panschwitz-Kuckau zu wechseln, da Jauer dorthin eingemeindet worden ist. Nach dem empfohlenen Wechsel siehst du wiederum ein paar Bilder:
Als Erstes siehst du das Wappen und ein Bild des Klosters, weiter unten eine Übersichtskarte des Landkreises Bautzen und zwei entferntere Bilder des Ortes und schließlich noch einmal das Kloster.
Im Abschnitt "Kultur und Sehenswürdigkeiten" ist immerhin erwähnt, dass "Der Ortsteil Schweinerden, u. a. mit einer großen ehem. Poststation aus dem 18. Jahrhundert im Zuge der Via Regia vollständig unter Denkmalschutz" steht[1], Das war's dann aber auch schon an Bezügen zum Postgeschehen im Ort Panschwitz-Kuckau, zum Postgeschehen im Ort Jauer ist aber auf beiden Seiten nichts zu finden.
Oder nehmen wir ein anderes Beispiel,
Bei Eingabe dieses Ortsnamens leitet Wikipedia automatisch weiter zu Maulbronn, wo Schmie als einer von drei Ortsteilen erwähnt wird. Im Sonderabsatz zu Schmie findet man das Ortswappen und
"Schmie ist wahrscheinlich zur Karolingerzeit gegründet worden. Der Name geht auf den gleichnamigen Fluss zurück. Im Jahr 788 findet eine urkundliche Erwähnung eines Schmiegaus statt. Die erste sichere schriftliche Überlieferung des Dorfes stammt aus dem Jahr 1308. Die Güter im Ort gehörten zunächst zu den Herren von Enzberg und Roßwag und gelangten bis Anfang des 15. Jahrhunderts in den Besitz des Kloster Maulbronns. Bis 1504 war Schmie jahrhundertelang württembergischer Grenzort zur Pfalz." [2],
aber kein Wort zum ehemaligen Postgeschehen im Ort. Und die begleitenden Bilder zum Ort Maulbronn zeigen neben Wappen und Lage im Landkreis die üblichen Sehenswürdigkeiten, Kirchen, Rathaus, Marktplatz, Kloster, Bahnhof und ein Fachwerkhaus, zum Postgeschehen ist aber überhaupt nichts zu finden, weder im Text noch als Bild.
Das bedeutet für mich, dass sich bei Wikipedia bisher niemand dafür interessiert, welch enorme Bedeutung das Postwesen für die Entwicklung all der vielen kleinen Orte hatte, denn ohne die Möglichkeit der Verbindung zwischen verschiedenen Orten, auch über größere Strecken oder in Gebiete mit anderen Sprachen oder Herrschaftsformen, hätte es niemals die sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen geben können, die heute das Bild vieler Orte prägen.
Da wäre es aber völlig verfehlt, mit dem Holzhammer zu kommen und philatelistisch vielleicht bedeutsame, ganz allgemein aber völlig unwichtige Daten wie die Geschichte von Poststempeln hochzuladen. Du wirst dich sicherlich auch nicht dafür interessieren, wie im Detail die technische oder organisatorische Entwicklung im Bereich der Landwirtschaft im jeweiligen Ort war oder welche Männergesangsvereine es im Laufe der Zeit so gab, auch weitergehende Informationen über den Einsatz von Postbussen oder bestimmter Lokomotivmodelle mag für Spezialisten solcher Themen vielleicht von Interesse sein, wer sich aber nur allgemein informieren will, der kann mit solchen Daten nichts anfangen.
Das, was aus meiner Sicht wirklich wichtig wäre, wäre zunächst die Abbildung eines Poststempels; dafür eignen sich am besten Rechteck- oder Halbspatelstempel, andere Stempelformen sind eher ungeeignet. Und darüber hinaus sollte es pro Ort wirklich nur ein Stempel sein, damit die Leser des Artikel quasi im Überlesen ,mitbekommen, dass es da auch einmal einen Poststempel gab, mehr aber nicht. Das Ganze muss sanft geschehen, damit es unterbewusst im Gedächtnis bleibt, das mit dem einzelnen Ort auch eine Post verbunden war oder ist. Wenn dann weiter unten bei den Weblinks ein Bezug zu der Philastempel-Datenbank hinterlegt ist, was natürlich voraussetzt, dass alle bei Wiki hochgeladenen Stempel auch in der Datenbank sind, können sich weitergehend Interessierte da umschauen und wir können so möglicherweise neue Philatelisten für unser Hobby gewinnen.
Ansonsten könnte vielleicht noch im Bereich der Geschichte ein kurzer Absatz zum Postgeschehen eingebaut werden, z.B. so:
Die Verbindungen zwischen den Menschen und Gewerken der verschiedenen Orte stellte die Post sicher, die sich im Laufe vieler Jahrhunderte vom reinen Botendienst bis zum Postgeschehen in der heutigen Zeit entwickelte. Da der Ort ..... zu klein war, um dort ein Postamt einzurichten, wurde wenigstens eine Poststelle angesiedelt, die u.a. abgehende Post annahm und dann zum Leitpostamt im nächsten größeren Ort weiterleitete. Dazu wurde vor Ort jeweils ein Poststellenstempel, landläufig auch Landpoststempel genannt, auf dem Poststück abgeschlagen. Im Laufe der Zeit gab es verschiedene Poststempelformen, bis schließlich die Eingemeindung nach ..... die eigene Poststelle überflüssig machte.
(so ein Text müsste natürlich noch genauer überdacht werden).
Viele Grüße
Ingo
[1]