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Thema:

BDPh Zukunftskommission: Möglicher Ansatz: Ein Beirat der Arbeitsgemeinschaften

soeste2919 Am: 07.10.2023 11:54:53 Gelesen: 67849 # 1
BDPh beschliesst neue Zukunftskommission / Leitung von Alfred Schmidt Hallo ! Fand die HV statt oder ist sie gar ausgefallen? MfG. soeste2919
nagel.d Am: 07.10.2023 13:24:19 Gelesen: 67807 # 2
Die Versammlung hat stattgefunden, ich war als Einzelmitglied selbst vor Ort.
saeckingen Am: 07.10.2023 15:01:09 Gelesen: 67772 # 3
Wieso soll sie ausgefallen sein? Grüße Harald
Richard Am: 21.12.2023 09:22:35 Gelesen: 67487 # 4
Nachdem die Redaktion der Philaseiten bisher keinen öffentlichen Beitrag über die Hauptversammlung und den Philatelistentag lesen konnte, veröffentlichen wir einen Beitrag eines Teilnehmers der HV, der uns am 1.10. erreichte: Eröffnung 10.00 Uhr Ende 13.30 Uhr ohne Pause. Als Protokollführer fungierte Reinhard Küchler, Leiter Geschäftsstelle des BDPh. Für die Antragskommission/-prüfungskommission wurde aus den Reihen der Einzelmitglieder Franz-Josef Pütz und Frau Masssen einstimmig von der Versammlung gewählt. Als Adresse für die neue Geschäftsstelle wurde die Adresse Am Hofgarten 4 in Bonn mitgeteilt. Der Umzug soll spätestens zu Beginn des Jahres 2024 erfolgen. Dort ist der BDPh Mieter in einer 90 m² Wohnung. Der dortige Vermieter (unter anderem eine Immobiliengesllschaft) zieht in die Räumlichkeiten des BDPh im Haus der Philatelie als Mieter ein. Hier ist der BDPh also Mieter und Vermieter zugleich. Anwesend auf der Veranstaltung waren 20 Vertreter der 12 Landesverbände/ Mitgliedsverbände und 5 Einzelmitglieder (U.a. Pütz, Scheiden, Maassen und ich), leider hatte ich keinen Einblick in die Anwesenheitsliste. Insgesamt waren 22.467 wahlberechtigte Stimmen anwesend. Insgesamt gibt es rund 22.000 Mitglieder mit einer rückläufigen Tendenz. Diese rückläufige Tendenz ist unter anderem darin geschuldet, so wurde es aus verschiedenen Landesverbänden gemeldet, daß sich Ortsvereine aufgelöst haben und die dortigen Mitglieder, trotz persönlichen Anschreibens der entsprechenden Landesverbände oder anderer Ortsverbände, in keinem anderen Verein angemeldet haben, auch nicht als Einzelmitglieder im BDPh. Für 2050 wurden zwei Szenarien vorgestellt, wobei meiner Meinung nach die Austritte hier nicht oder nur unzureichend mit in Betracht gezogen wurden: 1. Prognose bei Eintritt von jährlich 200 Personen gibt es 2050 noch rund 4.000 Mitglieder 2. Prognose bei Eintritt von jährlich 400 Personen gibt es 2050 noch rund 10.000 Mitglieder Insgesamt gibt es derzeit 900 Vereine und Arbeitsgemeinschaften. Für Wahlkommision/ Wahlprüfungskommision wurden die Landesverbände 09, 11 und 06 gennant, welche vom Verwaltungsrat genannt wurden, Einzelmitglieder wurden keine benannt. Für die Einzelmitglieder im Verwaltungsrat hat Herr Scheiden den Vorstand an sein Versprechen aus der Hauptversammlung in Bensheim erinnert, hier eine Lösung zu präsentieren. Seitens des Verwaltungsrates unter anderem das Argument der enormen Kosten für die Einladung der Einzelmitglieder. Hier wurde von einem Mitglied unter Bezug auf § 38 BGB darauf hingewiesen, daß eine Vertretung von natürlichen Personen nicht möglich ist. Seitens des Präsidiums kam hier dann der Vorschlag eine Interessengemeinschaft zu gründen, was aus meiner Sicht das Problem nicht löst. Unter dem Punkt verschiedenes wurde ein Initiativantrag gestellt und mündlich vorgetragen. Diese Art wurde unter Berufung auf die Geschäftsordnungvon Herrn Pütz, was ich finde auch zu recht, gerügt. Die Art und weise wurde dann zur Abstimmung gebracht und für die Hauptversammlung mit Stimmenmehrheit durch die Landesverbände angenommen. Es wurde mit 13.445 Ja-Stimmen beschlossen, eine Zukunftskommision unter Vorsitz des Präsidenten Schmidt zu gründen. Was dies soll, entzieht sich meiner Kenntnis und der Erfolg ist aus meiner Sicht auch eher fragwürdig, hier würde ich eher behaupten, daß bei dem ganzen Verhalten, angefangen beim Vorstand/ Präsidium über Landesverbandsvorsitzende und Vorsitzende in den Ortsverbänden nichts erreicht wird, solang man nicht aus seiner Komfortzone herausgeht und andere Wege beschreitet (Zeiten und Orte der Treffen in Ortsvereinen z.B.). Mitglieder gewinnt man über diese Art nicht. Gleichzeitig darf ich anmerken, daß ich in ganz Bautzen keinen einzigen Hinweis auf den Tag der Briefmarke und die Ausstellung in der Stadthalle gesehen habe, ein Beispiel für Negativwerbung ("Haben wir noch nie gemacht, warum soll man das ändern?" Einen Standardspruch den ich bisher mehr als einmal gehört habe). Noch ein paar Worte zu Entlastungen. Der Bundesvorstand, Schatzmeister und die Leiter der Bundesstellen wurden alle en Block einstimmig entlastet, bei 1 Gegenstimme. Als Kassenprüfer bleibt Herr Ente, neu gewählt wurde Herr Klier und Frau Wachentung. Herr Klier ist Steuerberater. Der Bundesbeitrag für 2025 und 26 wurde nicht geändert, da es in den Haushaltsplänen derzeit keine Negativauswirkungen gibt. Als nächsten Ort und Zeitpunkt für die nächste Hauptversammlung wurde Hamburg über das Wochenende 03.-05.10.2025 genannt. Hier folgen sicherlich noch genauere Informationen über die Geschäftsstelle.
Droenix Am: 22.12.2023 16:57:04 Gelesen: 67262 # 5
Dann kann man Herrn Schmidt nur viel Erfolg wünschen und hoffen, dass seine Kommission breit, mit sehr guten Leuten besetzt wird. Dazu gehört auch unbequeme Philatelisten und Querdenker einzuladen. Die geschilderten Aussichten für 2050 wären der Horror! Dabei sind doch die Rahmenbedingungen gar nicht so schlecht. Die Baby Boomer beginnen nun in den Ruhestand zu gehen. Viele haben in früherer Kindheit einmal Briefmarken gesammelt. Hier muss angesetzt werden diese Generation für die Philatelie zu begeistern. Die Möglichkeiten hierzu sind vielfältig! Dazu müssen wir alle raus aus unserem Schneckenhaus und aus unserer Blase und unter Nutzung der neuen als auch der alten Medien auf potentielle Sammler zugehen!
Richard Am: 27.12.2023 15:36:59 Gelesen: 66784 # 6
@ Richard [#4] Unter dem Punkt verschiedenes wurde ein Initiativantrag gestellt und mündlich vorgetragen. Hallo zusammen, - um welchen Antrag handelt es sich ? - von wem wurde er gestellt ? Zudem habe ich vergeblich auf der Seite des BDPh geforscht, unter welchen Voraussetzungen ein Antrag gestellt werden kann. Soweit ich mich erinnere von 20 Einzelmitgliedern und Monate vor der Hauptversammlung. Ich hoffe das Jahresende nicht in Unkenntnis der Antworten zu erleben. Schöne Grüsse, Richard
nagel.d Am: 27.12.2023 16:16:00 Gelesen: 66757 # 7
@ Richard [#245] Hallo Richard, der von dir genannte und gesuchte Antrag war mein Antrag, welcher noch auf der Hompage des BDPh zu lesen ist (Stand 27.12.2023). Dieser wurde im Protokoll (ebenfalls auf der Seite des BDPh unter Downloads zu finden, Stand 27.12.2023) unter laufender Nummer 19 abgehandelt, da der Antrag keine Unterstützer fand. Die Art und Weise, wie man als Einzel-/Direktmitglied Anträge zur Findung der 19 weiteren Mitglieder einreichen soll, dürfte hinreichend bekannt sein. Es gibt in der HV lediglich einen Antrag der aus den Reihen der Landesverbände/Mitgliedsverbände vorgetragen wurde und dieser ist auch von Herrn Pütz gerügt worden. Allerdings ohne Erfolg, da dieser Antrag in der Form stattgegeben wurde aber nicht im Protkoll aufgeführt wurde, um ihn nachzulesen.
Richard Am: 31.12.2023 09:13:06 Gelesen: 66632 # 8
Unser Mitglied Bodo von Kutzleben zitierte bereits am 27.5.2009 (von 14 Jahren) einen Beitrag auf der Internetseite des BDPh, de wir hier wiedergeben. BDPh Zukunftskommission Lese gerade unter Aktuelles in der BDPh-HP diese Zeilen: Intensive Diskussion (wp) Am 23. und 24. Mai 2009 trafen sich in Bonn die Mitglieder der BDPh-Zukunftskommission. In intensiven Gesprächen wurden dabei Fragen der Verbandsstruktur, der zukünftigen Entwicklung der Philatelie und der Rahmenbedingungen des verbandlichen Ehrenamts behandelt. Dabei analysierte der kleine Kreis die aktuelle Situation, diskutierte unterschiedliche Zukunftsszenarien und verständigte sich auf Empfehlungen, die dem Bundesvorstand und dem Verwaltungsrat bei seiner gemeinsamen Sitzung Ende Juni in Bietigheim-Bissingen vorgelegt werden sollen. Für die Kommission bietet die Philatelie genügend Zukunftspotential, um nicht beim „Chor der Unkenrufe“ zur Verbands- und Vereinsarbeit mitzusingen. Das Schöne dieser Freizeitbeschäftigung muss wieder stärker in den Mittelpunkt rücken und kommuniziert werden. Die Mitgliedergewinnung muss zur Hauptaufgabe aller Ebenen des Verbandes werden. Gleichzeitig muss der Verband auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen reagieren und sich weiter öffnen, noch mehr Kooperationsmöglichkeiten untereinander schaffen und vorhandene Synergien noch besser nutzen. Ich möchte hiermit die Frage stellen, wer sitzt da drin, im "Zukunftsforum" und hat hier diskutiert? Ich kenne nur die Aussagen von vielen: "Brauchen wir nicht, haben wir nicht, machen wir nicht" und so weiter! Bodo A. v. Kutzleben Soweit das Zitat. Bodo könnte nach 14 Jahren die Frage stellen, was wurde durch die Kommissionen des BDPh erreicht ? Und was will die neue Zukunftskommission erreichen ? Die Zukunftskommission ist vor mehr als drei Monaten beschlossen worden, da sollten mindestens die vom Leiter Alfred Schmidt in die Kommission berufenen Mitglieder bekannt sein. Alles Gute allen Lesern für ein gesundes philatelistisches 2024, Richard
Ron Alexander Am: 31.12.2023 10:02:24 Gelesen: 66602 # 9
Schönen Sonntag morgen, für mich klingt es so „viel geredet, wenig gemacht“. Es ist doch nicht schwer zumindest mal die Rahmenbedingungen zu skizzieren. Würde behaupten hier fallen jedem 1-2 Dinge ein die man angehen sollte und auch wie man das machen könnte. Hier sehe ich genau das Problem, der BDPh macht sein Ding, in seinen eigenen vier Wänden und bezieht nicht die moderne Philatelie mit ein wie sie seit Jahren schon mit gelebt wird. Da man in seiner eigenen Welt ist, hat man ja auch keinen Druck, da keiner widerspricht. Neue Ideen kommen nur wenn man auf die Key Player der neuen digitalen Welt zugeht und versucht diese mit ins Boot zu holen. Wobei neue digitale Welt an sich auch schon wieder überholt ist. Grüße, Ron
guy69 Am: 01.01.2024 08:28:44 Gelesen: 66445 # 10
Man beachte das Datum ! Es wäre nett sich einmal 2 Minuten dafür zu nehmen.

https://philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=400&CP=0&F=1
Richard Am: 01.01.2024 11:04:38 Gelesen: 66387 # 11
@ guy69 [#10] Danke. Dein Link ist so wichtig, dass ich den Beitrag (unverändert) hier nochmals zeigen möchte. Was erwarten wir als Sammler vom BDPh ? Im BDPh Forum gab es eine Diskussion, in welche Ideen zusammengetragen wurden, was der BDPh, die Vereine, Arbeitsgemeinschaften und Sammler verbessern können. Moderator Aleks hat diese in folgendem Beitrag zusammengefasst: --- Versuch einer Zusammenfassung des Brainstormings Ich habe versucht das Brainstorming zu Gruppen und Kurzstatements zusammenzufassen. Einiges habe ich vielleicht falsch gesehen und einiges hat sicher nichts mit dem BDPh zu tun, ich wollte aber nicht zensieren. Selbstverständnis des BDPh * Ein Verband sollte offen, sachlich und ehrlich zu den Mitgliedern sein und die Mitglieder ernst nehmen...so ist es auch möglich mit Kritik umzugehen und diese dann konstruktiv für die Zukunft einzusetzen. * Abbau der Diskrepanz Philatelist/Briefmarkensammler – kein Eliteclub * Eine Philatelie ansich gibt es nicht. Die Spannbreite reicht von IBRA-Gold bis Kilowarenablösung reicht, vom Salon in Monte Carlo bis zum Tauschabend im Hinterzimmer der Dorfkneipe. Der Verband muss allen eine Heimat bieten. Entscheidend ist der Eindruck, der unten an der Basis ankommt, Otto Normalsammlers Problem nun mal die schlechte Abstempelung bei der Post und nicht der Bordeaux-Brief. * Die Selbst-Organisation muss effizient sein. Die Organisation muss aus knallhartem Management und Idealisten bestehen. Proporz, Postenersitzen, Multifunktionen oder Wohlverhalten haben mit Verbandsmanagement nichts zu tun. * Der BDPh sollte sich nicht so sehr mit sich selbst beschäftigen oder sogar intern streiten. * Querdenker in der Philatelie dürfen nicht ausgegrenzt werden. Neue Sammelgebiete sind zu akzeptieren und nicht schlechtzureden * Bessere Nutzung und Unterstützung der Fähigkeiten der Personen und Organisationen vor Ort. Vereine mit Ideen für effektive Arbeit versorgen * Verbesserung der Kommunikation im Verband * Basisarbeit der Verbandsführung verbessern * der BDPh muss in allen Bereichen der Philatelie eine Vorreiterrolle übernehmen. * der BDPh muss sich als aktiven lebendigen Verband verkaufen. * Öffnung der Philatelistenvereine für Sammler aller Art Öffentlichkeitsarbeit * Präsenz zeigen im nicht philatelistischen Umfeld, z. B. lokale und regionale Verbrauchermessen. * Präsenz zeigen im philatelistischen Umfeld, z.B. Link auf die BDPh-Site auf philatelistischen Sites * Kino-Standbildwerbung, auch und gerade bei Filmen für Kinder und Jugendliche (Walt-Disney-Filme in der Vorweihnachtszeit), * Anzeigen in Blättern mit universeller Leserschaft, z.B. ADAC Motorwelt * Plakatwerbung in Städten, anlässlich philatelistischer Messen oder Ausstellungen * Informationsblätter (Flyer) in Postämtern auslegen * Beilagen zu Sendungen der Versandstelle erreichen wieder nur die Sammler, nicht die "Laufkundschaft" * "BDPh"-Ecken auf Messe-/ Ausstellungsständen von BDPh-Mitgliedern * Kooperation mit örtlichen Briefmarkenhändlern auf Messen, kann man sich anhängen? * Kooperation mit Post/privaten Briefdiensten auf Messen, kann man sich anhängen? * Vermarktung der BDPh-Präsentationen in der Lokalpresse * Unterstützung und Hilfen für die Vereine bei der Öffentlichkeitsarbeit und der Eigendarstellung. Tipps und Hinweise zu attraktiven Clubtreffen – weg vom Hinterzimmertreffen * Publikationen weiter streuen - Warum gibt's die Philatelie nicht am Bahnhofskiosk? Nachwuchsförderung * Die Jugendarbeit des BDPh und der Landesverbände ist mangelhaft. * Ich wünsch mir im Vorstand des BDPh einen Jugendbeauftragten, der nicht älter als 25 Jahre sein darf. * BDPh-Kinderpost im Kindergarten * Philatelie AG an Schulen * Dubletten nicht horten, sondern an Kinder und Jugendliche verschenken Aktive Mitgliederbetreuung und -Unterstützung * Newsletter * eMail-Info an Mitglieder über Ausstellungen im Nahbereich * Bild-Datenbank von Briefmarken zur freien Verfügung für Mitglieder * Literaturdatenbank * Argen, Vereine, Prüfer, Sammler anschreiben und in der philatelie Werbung für das BDPh Forum machen * Eine Internet-Tauschbörse schaffen. * Eine ständige Internetgalerie für Ausstellungssammlungen schaffen! Bei Ausstellern dafür werben ...mit Ansprechpartner, link usw. * Ausländische Verbände über das Forum informieren und um Beiträge bzw. Mitarbeit bitten, ...natürlich auch die mögliche Hilfestellung durch das forum bewerben... * Eine online-Stempelsammlung schaffen. * Einen online Briefmarkenkatalog aufbauen. * Neuheiten-Ankündigung(ohne Werbung natürlich) für alle Postfirmen im Forum ermöglichen. * Mehr Sammlerschutz * Prüfernachwuchs * Fachseminare, Fachvorträge * BDPh-Schriftenreihe zu übergreifenden Themen (keine Konkurrenz zu Argen) * Genauere Beschreibungen in Auktionskatalogen * Bessere Abstempelung von Sammlerbriefmarken * Vielleicht könnten wir!!! mit Unterstützung vom BDPh so 1-3 Vorträge und Seminare mal BDPh-offen zu einem Messe-Forumler-Treffen extra in einem Raum für interessierte Forumler organisieren...so mit Mikroskop, Scanner,BPP-Prüfer,Wasserzeichensucher usw. * Multimedia-Bibliothek zu den verschiedenen Interessengebieten * Philatelistisches Fachwissen, Fälschungserkennung, Technische Dokumentationen, z.B. Herstellungsverfahren von Briefmarken, Zähnungen, Exponatgestaltung, EDV in der Philatelie, etc. * Vorträge zu Philateliethemen anbieten Werbung für Briefmarken an sich * Werbung für das Hobby "Briefmarken" an sich * Slogan für das Briefmarkensammeln kreieren * Haben Aussteller (auch Großunternehmen) ggfls. Interesse, auf philatelistischem Wege für sich zu werben? Belege? Eigene Briefmarken? * Schlüsselreize sollen für das Briefmarkensammeln interessieren, wer sammelt ist potentielles Mitglied * Stärker auf die Presse mit philatelistischen Artikeln (z.B. zur Heimatgeschichte oder für eine Wochenendbeilage) zugehen. * personalisierte Briefmarken bei bundesweitem Anbieter mit BDPh-Werbung * auch als Jahresgabe * Briefmarken/Belege zum gefragten Gut machen Briefmarkensammeln attraktiver machen * Bewusstsein schaffen: Briefmarkensammeln bildet * Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens mit Vorbildfunktion "outen" sich als Briefmarkensammler * sich als Briefmarkensammler bekennen * auf Post AG und Anbieter einwirken, eine Sammler- und Sammlernachwuchsfreundliche Ausgabepolitik zum machen * Also weg mit den Selbstklebern, weg mit Labels, weg von den Zehnerbogen * -her mit Marken für sämtliche Postdienstleistungen, bei denen die Marke bereits ausgestorben ist, her mit Großbogen und Zusammendrucken, die die Jäger- und Sammlermentalität erst wecken. * Philatelisten verwenden nassklebende Briefmarken für ihre private Post. Philatelie offensiv darstellen * Die Philatelie als Hilfswissenschaft öffentlich darstellen! ...hierzu könnte man z.B. Geschichtsprofessoren und -Studenten...angehende Geschichtslehrer usw. anschreiben. * Hierzu könnte man auch mal die Heimatvereine, Vertriebenenverbände, Nationalitätenvereine, Stammbaum-Forscher, Namensforscher usw. ansprechen und auf die Möglichkeiten der Philatelie zur Erforschung der Geschichte verweisen. Den Angesprochenen könnte man Hilfe anbieten z.B. könnte man bei Fragen auf dieses Internet-Forum verweisen, man könnte Literaturtipps geben...auf philatelistische Bibliotheken verweisen usw. * Netzwerke bilden, z.B. mit anderen Sammlern Münzen, Ansichtkarten, etc. Auch die Modelleisenbahner erstellen thematische Objekte und müssen sich mit Geschichte beschäftigen * Werbegeschenke, Briefmarken-Tütchen mit Werbung BDPh * Forumsbereich: Philokartie-Ansichtskarten, Ansichtskartenbestimmung für Heimatsammler * Philateliehändler ansprechen, gemeinsame Aktionen (z.B. Brief-Aufkleber...oder/und 3x philatelie+Probemitgliedschaft) für die organisierte Philatelie machen. (Quelle: https://forum.bdph.de/showthread.php?5023-Was-erwarten-wir-vom-BDPh-ein-Brainstorming/page6 ) Mein Fazit: Es mangelt nicht an Aufgaben, sondern es mangelt an der Umsetzung der machbaren Ideen. Herzliche Neujahrsgrüsse Allen, die hier im Forum lesen und schreiben, Richard
Eric Scherer Am: 01.01.2024 14:22:21 Gelesen: 66305 # 12
@ Richard [#11] Lieber Richard, leider ist diese Liste ein ziemlicher Murks, um das mal offen zu sagen. Die Liste suggeriert zwei Dinge, die beide nicht stimmen: (1) dass der BDPh all das nicht tut. Das stimmt leider nicht. Auf der Liste gibt es kaum etwas, was nicht irgendwo läuft oder in der Vergangenheit immer mal wieder gelaufen ist. (2) wird einem das Gefühl gegeben, dass man einfach mal ganz viel machen kann und alles wird besser. Auch das stimmt nicht. Das ganze liest sich wie eine Anleitung zur operativen Hektik. Vielleicht ist etwas anderes viel wichtiger: Die organisierte Philatelie durchläuft einen demographischen und sozial-gesellschaftlichen Wandel - wie so viele andere Hobbies und Vereinigungen. Dabei steht sie insgesamt aber ganz gut und robust da. Auf jeden Fall viel besser, wie viele Schreibende in sozialen Medien uns weiss machen wollen. Aber das gilt wohl für alle Bereiche.
guy69 Am: 01.01.2024 16:11:44 Gelesen: 66256 # 13
Na prima. Dann ist ja alles in Ordnung.
Droenix Am: 01.01.2024 18:17:01 Gelesen: 66170 # 14
@ guy69 [#13] Nein, leider ist nicht alles in Ordnung. Mir ist bewusst, dass es ironisch gemeint war von Dir. Alles was die Situation besser macht, wie vom BdPh realistisch prognostiziert wird, sollte ausprobiert werden. Dazu kann Deine Auflistung in bestimmten Bereichen sehr helfen. Allerdings sind die Mittel dafür nicht unbegrenzt, deshalb müssten Schwerpunkte gesetzt werden. Dazu gehört m.E. die Generation Ü40 für die Philatelie zu begeistern und zu unterstützen. Die Jugendphilatelie sollte weiter gefördert werden, aber nur in Maßen. Die Jugend ist heute anderen Reizen ausgesetzt, gegen die die Philatelie nur schwer ankämpfen kann. Alleine durch die stundenlange Beschäftigung mit dem Smartphone und den sozialen Medien lässt wenig Platz für so ein Hobby wie die Philatelie, zumal auch das „Sammeln aus dem Verkehr“ nicht mehr möglich ist, wie früher.
Eric Scherer Am: 01.01.2024 19:12:11 Gelesen: 66129 # 15
@ alle Leider ist die Liste völlig einfallslos. Wenn man sie durchgeht, findet sich fast nichts, was nicht schon läuft. Einige Vorschläge hat der BDPh noch nicht umgesetzt: eine Printanzeige in der ADAC-Motorwelt oder Kinostandbildwerbung. Sorry, da erübrigt es sich, weiter zu diskutieren.
angim Am: 01.01.2024 19:48:48 Gelesen: 66103 # 16
Also, ich sammle Briefmarken seit 1978. Wenn ich mal zurückschaue, so ist es auch der Niedergang der Tauschkultur, der die gelebte Philatelie negativ beeinflusst hat. Frohes Neues Thomas
22028 Am: 01.01.2024 20:11:11 Gelesen: 66073 # 17
@ angim [#16] Tausch gibt es auch heute noch, allerdings ist die Anzahl der Tauschpartner, auch auf Grund der oftmals extremen Spezialisierung der Sammler sehr viele geringer geworden, andererseits, Ringtausch, sprich Marken gegen Geld und Geld wieder gegen Marken ist doch auch eine Art von Tausch.
Baber Am: 01.01.2024 21:58:57 Gelesen: 66013 # 18
@ Eric Scherer [#15] Auf Post AG und Anbieter einwirken, eine Sammler- und Sammlernachwuchsfreundliche Ausgabepolitik zu machen Genau an dieser für Nachwuchssammler vielleicht entscheidenden Stelle versagen die Sammlerverbände, da sie für die privatisierten Postdienstleister mit Milliardenumsätzen im Paketverkehr kein ernst zu nehmender Verhandlungspartner sind. Bei den Briefmarken versuchen die privaten Postdienstleister, mit der heutigen zahlungskräftigen Sammlerschaft noch so viel Profit wie möglich zu machen nach dem Motto „Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht“. Trotz ständig abnehmenden Briefvolumen produziert man immer mehr Briefmarken und Produkte, die den Namen Briefmarken eigentlich nicht verdienen, weil sie für den modernen automatisierten Briefverkehr nicht geeignet sind. Stichwort Porzellanmarke von Österreich.Junge Sammler gewinnt man dadurch nicht, denn im normalen Postverkehr finden sich diese „modernen Produkte“ nicht. Im Heft 6/2022 der österr. Verbandszeitung “Die Briefmarke“ machte der stellvertretende Präsident des VÖPh im Leitartikel den gut gemeinten Vorschlag, auf persönlichen Briefen doch wieder mehr Sondermarken zu verwenden. Er spricht speziell die Gemeinden und Behörden an, bei Briefen an zu ehrende Mitbürger doch eine auf die Gemeinde bezogene Sondermarke zu verwenden. Die Idee ist natürlich ehrenwert, passt aber leider nicht zur Ausgabenpolitik der österreichischen Post AG. Schauen wir uns einmal die Frankaturwerte einige ortsbezogenen Sondermarken der letzten Jahre an: 125 Jahre Gmundner Straßenbahn: Nominale 2,70 € Kunsthaus Graz: Nominale 2,75 € Peter Anich, Sohn der kleinen Gemeinde Oberperfuss in Tirol : Nominale 2,30 € 100 Jahre Burgenland: Nominale 2,10 € Granatkapelle im Zillertal: Nominale 2,75 € Bundesgärten Wien: Nominale 4,30 € Achenseebahn Jenbach Tirol: Nominale 3,00 € Glaubt wirklich jemand, dass Bürgermeister in den oben genannten Gemeinden einen Glückwunsch an Jubilare oder eine Ehrung an verdiente Gemeindebürger mit einem Porto von 2,10 bis 4,30 € verschicken, wenn ein Standardbrief 0,95 € und ein Großbrief bis 75 g 1,50 € kostet? In der nächsten Gemeinderatssitzung würde sie die Opposition sofort als Verschwender von Steuergeldern an den Pranger stellen. Gruß Bernd
Sammler Individuell Am: 02.01.2024 00:24:10 Gelesen: 65942 # 19
Eine Frage: Was haben hochpreisige österreichische Marken auf Briefen an Jubilare mit der Zukunftskommission des BDPh zu tun?
guy69 Am: 02.01.2024 06:00:03 Gelesen: 65904 # 20
@ Eric Scherer [#15] Bitte versichern Sie noch einmal ob Sie verstanden haben, woher die Liste kommt.
jahlert Am: 02.01.2024 22:34:28 Gelesen: 65738 # 21
@ Eric Scherer [#12] Ich verstehe nicht, was hier gemeint ist: Auf jeden Fall viel besser, wie viele Schreibende in sozialen Medien uns weiss machen wollen. Aber das gilt wohl für alle Bereiche. Wer will wem was weismachen ('etwas Unzutreffendes glauben machen')?
nagel.d Am: 03.01.2024 15:24:31 Gelesen: 65560 # 22
Leider treffen die in [#11] angegebenen Punkte genau das, was der Sammler an der Basis feststellt, wo es hakt. Und spricht man als Aussteller explizit Verantwortliche an einer Ausstellung an, was einem als Außenstehendem auffällt, bekommt man bei der Kritik, daß um das Ausstellungslokal/-halle keine Werbung zu finden sei die Antwort, daß die Gemeinde/Stadt bestenfalls erst für Sonntags (meist letzter Tag der Veranstaltung) Werbung gestattet hätte. Die reservierten Sitzplätze, die man Donnerstags nachmittags vorgefunden hat schon für Samstags abends reserviert sind und man sich trotzdem hätte hinsetzen können. Letztendlich muß man sich dann als außenstehnder Aussteller die Frage der Verantverantwortlichen, warum man sich in Vereinsangelegenheiten einmischt gefallen lassen. Und die Spitze des Eisbergs ist es dann, daß man noch einen Anruf eines Verantwortlichen aus dem Landesverband erhält, mit dem Hinweis, man solle sich nicht in Vereinsangelegenheit eines Ortsverbandes einmischen und solange er (hier der Anrufer) als Verantwortlicher im Landesverband sitzt, würde er alles tun, daß man als ausstellendes Direktmitglied des BDPh im entsprechenden Bereich des Landesverbands nicht ausstellen kann und außerdem solle man sich doch dann noch in einem Ortsverein (in meinem näheren Umfeld ist der nächste noch existierende Ortsverband ist für mich 11 km entfernt) des Landesverband anmelden. An anderer Stelle habe ich dann von Verantwortlichen gehört, solange ich (Weltweitsammler) nicht Altdeutschland und Deutsches Reich bis zu einem bestimmten Datum sammle sei ich ja kein richtiger Sammler und auf die Anmerkung von mir daß ich dies im Rahmen der Weltweitsammlung sammle die Antwort bekam auf diesem Niveau diskutiere man nicht mit mir. Hier scheint einiges in den Landesverbänden und im BDPh schief zu laufen und man bewegt sich in einer Seifenblase, die alle Verantwortlichen vor den wirklichen Sachen des Normalsammlers abschirmen. Sollten man solch ein Bild an potentiellen Sammler die irgendwo eintreten wollen vermitteln, wundert es mich persönlich nicht, daß die Zahl der Sammler in der organisierten Philatelie zurück geht. Und da kann man auch noch weitere Kommissionen ins Leben rufen, die versprechen etwas zu verbessern. Verbessern und Ändern kann man meiner Meinung nach nur etwas, wenn man mal von seiner Komfortzone aufsteht und sich den Normalsammlern nähert, nicht an seinem Posten auf biegen und brechen festhalten und auch mal von der "haben wir noch nie gemacht warum sollten wir das machen"-mentalität wegkommen. Zum Schluß werde ich hier die Kommentare hierauf nur noch zur Kenntnis nehmen und nicht weiter kommentieren.
Richard Am: 14.01.2024 09:38:09 Gelesen: 65334 # 23
Leider komme ich nicht immer mit dem lesen der vielen Fachzeitschriften sowie den Informationen der Arbeitsgemeinschaft nach. Heute habe ich in der philatelie November 2023 zu den Aufgaben der Zukunftskommission gelesen: - die Analyse des aktuellen IST-Zustands des BDPh in seiner Struktur und Altersverteilung seiner Mitglieder - die Festlegung eines anzustrebenden SOLL-Zustands - und die Definition von Massnahmen zur Erreichung dieses neuen SOLL-Zustands unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen - die Bewertung der Auswirkungen von umgesetzten Massnahmen. Die Landesverbände sind angehalten Vertreter für die Kommission zur Verfügung zu stellen. Soweit der Auszug aus der philatelie. Mir ist aufgefallen - dass diese Aufgabenstellung ähnlich ist wie in den letzten 15 Jahren - und dass diesmal im Gegensatz zur letzten Kommission, die sehr gut gearbeitet hat, aber mit einem Ergebnis, welches die Landesverbände nicht wollten [der Abschlussbericht wurde nicht in der philatelie veröffentlicht, dafür aber auf Philaseiten], die Vertreter der Landesverbände in der Kommission das Sagen haben. Ich wünsche dem BDPh und den Landesverbänden ein Gutes Gelingen, Richard
johanneshoffner Am: 14.01.2024 17:18:53 Gelesen: 65047 # 24
@ TeeKay Im Corona Jahr 2020 wurde recht schnell das Online Seminar Format umgesetzt. Teils waren 60 Personen dabei, - dabei auch viele, die an Orten wohnen, wo es wenig Möglichkeiten gibt sich mit anderen Sammlern zu treffen. - dabei waren auch viele Ältere, die nicht mehr zu einer Abendveranstaltung gehen. - Dabei auch viele, die noch im Arbeitsprozess stehen und nur unter Schwierigkeiten zu einem ARGE Treffen quer durch die Republik reisen können. Ich habe diese Nachmittage sehr genossen und einige Sammler kennengelernt, bzw. nach langem E-Mail Kontakt das erste Mal gesehen. Für mich war das ein Gewinn. Danke Eric und sein Team! Der Schweizer Verband VSPHV hat leider verpasst mitzumachen, obwohl sehr viele Teilnehmer aus der Schweiz kamen. Johannes
Eric Scherer Am: 14.01.2024 19:23:17 Gelesen: 64969 # 25
@ TeeKay Die BDPh-Online-Seminare nutzen die aktuell am häufigsten für solche Vorträge genutzte Softwareplatform am Markt. Die Auflösung ist die Standardauflösung, die es erlaubt, bei nahezu allen Bandbreiten ein gutes Bild zu haben. Wir hatten im letzten Jahr bis zu 100 Teilnehmende, das ist absolute Weltklasse.
22028 Am: 15.01.2024 09:24:06 Gelesen: 64814 # 26
@ TeeKay Die BDPh Seminare werden von den Referenten von Zuhause aus abgehalten und nicht jeder hat ein Glasfaserkabel oder sonstigen sehr schnellen Internetzugang (ich übrigens auch nicht, trotzdem habe ich schon einen Vortrag über Zoom abgehalten und nehme auch häufig teil), da kann es schon mal zu Aussetzern kommen. Das habe ich aber auch bei anderen Vorträgen weltweit bemerkt und sollte kein Grund für solch eine destruktive Kritik sein. Ist aber wieder typisch Alman, immer nur das angeblich Schlechte herausstellen. Vorschlag, melde Du Dich doch mal als Referent.
saeckingen Am: 16.01.2024 10:05:49 Gelesen: 64655 # 27
Es kann sich doch jeder mal ein Bild vom online Angebot des BDPh machen und an den Online-Seminaren teilnehmen: https://www.bdph.de/seminareonline Ich finde das eine großartige Gelegenheit über den eigenen Tellerrand heraus zu blicken. Was die Qualität angeht - technisch ist mit Zoom finde ich alles auf dem Stand der Technik. Die Vorträge sind von Sammlern für Sammler gemacht. Es sind natürlich keine professionelle durchgestylte Präsentationen von Marketingprofis, wobei der eine oder andere Referent da schon sehr nahekommt und sich wirklich viel Mühe gibt! @ Eric Scherer [#25] Wir hatten im letzten Jahr bis zu 100 Teilnehmende, das ist absolute Weltklasse. Das finde ich ehrlich gesagt nicht. Von über 20.000 Mitgliedern und allen anderen eingeladenen Sammlern nehmen gerade mal 20-100 an einem Vortrag teil, obwohl die Seminare gut beworben werden. Das zeigt meiner Meinung nach auch die geringe Akkzeptanz der modernen Medien bei den Sammlern. Das Ausstellungswesen wird kritisiert, weil es nur für wenige sei, der BDPh wird kritisiert, weil er moderne Möglichkeiten angeblich zu wenig nutzt, aber die Tatsache ist, dass selbst bei regionalen Ausstellungen regelmässig mehr Sammler teilnehmen und ausstellen oder sich Exponate anschauen als beim bestbesuchten Online-Seminar dabei sind! Grüße Harald
Eric Scherer Am: 16.01.2024 10:20:28 Gelesen: 64641 # 28
@ Eric Scherer [#25] Wir hatten im letzten Jahr bis zu 100 Teilnehmende, das ist absolute Weltklasse. @ saeckingen [#27] Das finde ich ehrlich gesagt nicht. Von über 20.000 Mitgliedern und allen anderen eingeladenen Sammlern nehmen gerade mal 20-100 an einem Vortrag teil, obwohl die Seminare gut beworben werden. Das zeigt meiner Meinung nach auch die geringe Akkzeptanz der modernen Medien bei den Sammlern. Mittlerweile haben sich online Seminare rund um die Welt etabliert, ob die Royal, der Collectors Club of New York, die APS, oder eine der zahlreichen Study Groups. Das sind Hunderte von philatelistischen Online Seminaren weltweit pro Jahr. Auf Basis dieser durchgeführten Veranstaltungen gibt es heute klare Benchmarks. Normale Meetings haben 10-20 Teilnehmende, Meetings bei den "Grossen" haben im Schnitt 50 Teilnehmende, mehr als 100 Teilnehmende sind die absolute Seltenheit. Die 100 zu "knacken" haben die BDPh Online Seminare jetzt zwei bis drei Mal geschafft. Das ist schon ziemlich gut. Wir müssen auch bedenken, der potentielle Teilnehmerkreis beschränkt sich auf Menschen, die der Deutschen Sprache mächtig sind. Das ist einer der grossen Vorteile, den die Royal nutzen kann. Sie spricht per se viel mehr Personen an. Ein normales Seminar, wie etwa die postgeschichtlichen Seminare in Ulm, haben bis zu 30 Teilnehmende. Auch hier muss sich die Online Seminare des BDPh nicht verstecken. Aus der Erfahrung heraus, sind 100 Teilnehmende aber auch mehr als genug. Je mehr Personen teilnehmen, umso mehr nehmen nicht mehr wirklich aktiv und bewusst teil. Damit ist das auch nicht schlimm.
nagel.d Am: 16.01.2024 12:44:10 Gelesen: 64575 # 29
@ Eric Scherer [#28] Ich hätte dazu dann mal zwei Fragen 1. Wie wurden die Sammler denn eingeladen? 2. Welcher Kreis von Sammlern wurde eingeladen und wer hat darüber entscheiden?
22028 Am: 16.01.2024 12:51:43 Gelesen: 64570 # 30
@ nagel.d [#29] Meines Wissens werden alle Sammler eingeladen wo der BDPh die E-Mail-Adresse hat und die Freigabe für „Werbemails“ hat (da kann ich mich aber auch täuschen wie das intern beim BDPh gehandhabt wird), des Weiteren wird auf den sozialen Medien und auch in Foren und der BDPh Homepage Werbung mit den Registrierungslinks gemacht. Auch in der Philatelie wurde dies publiziert. Wenn ein Philatelist, der Online aktiv ist, jemand über die Online Seminare NICHT informiert ist, der hat sicher was falsch gemacht, hinter dem Mond gelebt will ich nicht sagen.
Eric Scherer Am: 16.01.2024 13:18:02 Gelesen: 64556 # 31
@ nagel.d [#29] Lieber Dirk, die BDPh Online-Seminare werden auf vielfältigen Kanälen beworben: - über Hinweise in der Zeitschrift Philatelie - über News-Meldungen auf der BDPh Homepage - über die ständige Landing-Page http://www.bdph.de/seminareonline - über regelmässige Social Media Posts für einzelne Vorträge - über Meldungen an Dritte, u.a. publiziert die RPSL und die APS unsere Termine - über den eigenen Mailing-Verteiler für die Online-Seminare - über den E-Mail-Verteiler des BDPh - über Reposts und Meldungen durch unsere Partner und unser Netzwerk
Detlev0405 Am: 16.01.2024 13:33:25 Gelesen: 64545 # 32
@ 22028 [#26] Neee es geht auch anders - einfach mal das Gute als Vorbild hinstellen. Wobei ich Glück hatte und viele mitgewirkt haben. Vor Jahren habe ich Richard eine Mail geschickt und um Rat gebeten - soll ich oder soll ich nicht meinen Beitrag zur Tschechoslowakischen Luftpost bis 1939 hier veröffentlichen ? Und er hat mir den berühmten "Tritt" in den Hintern gegeben und seid dem gibt es diesen Beitrag. Dann wurde ein Wolfgang Rotter "saintex" auf meine Bemühungen aufmerksam, hat mir das A B C der Luftpost beigebracht und mir auch bei komplizierten Destinationen erfolgreich mit Hilfe seiner Spezialbibliothek geholfen. Und durch Eigeninitiative im Internet habe ich viel gelernt. Ein weiterer erfahrener Sammler half mir, meine Beiträge einem noch grösseren Publikum bekannt zu machen. So landete mein Beitrag bei der ARGE Tschechoslowakei in den Forschungsberichten. Solche Mitglieder hier im Forum wie Florian haben mich tatkräftig unterstützt wenn ich Fragen hatte und prompt beantwortet. Was will ich damit sagen ? Nicht nur immer fordern von irgendwelchen Institutionen sondern selbst auch mit Hand anlegen. Ich bin mit meinem Spezialgebiet ein Produkt dieses Forums. Durch das Mitwirken verschiedener hier. Und was ist dabei herausgekommen ? Ich berate heute eine Auktionsfirma zu meinem Spezialgebiet und ein Verleger hat mich angesprochen, ob ich denn nicht mitwirken könnte an einem deutschsprachigen Handbuch zur Luftpost der Tschechoslowakei / CSSR / Tschechien. Ja mache ich, mir wurde viel gegeben und ich möchte etwas zurück geben. Ach übrigens wegen den neuen Medien - ich habe meine gesamte Sammlung übers Internet aufgebaut und das weltweit. Bisher hatte ich noch keinen einzigen Ausfall gehabt (Glückskind ?) . Beste Grüße Detlev
nagel.d Am: 16.01.2024 13:45:53 Gelesen: 64534 # 33
@ Eric Scherer [#31] Danke Für die klärende Info. Allerdings erhalte ich keine Mails über den Mailverteiler des BDPh (ich kann mich auch nicht erinnern hier Werbemails abbestellt zu haben) noch über die Reposts und Meldungen durch unsere Partner und unser Netzwerk. Somit denke ich ist in den genannten Punkten noch Handlungsbedarf (auch wenn ich hier nur für mich reden kann). vielleicht läßt sich dies bei Einzelfällen auch per Direktabfrage klären.
22028 Am: 16.01.2024 14:33:00 Gelesen: 64513 # 34
@ Detlev0405 [#32] Was will ich damit sagen ? Nicht nur immer fordern von irgendwelchen Institutionen sondern selbst auch mit Hand anlegen. Wo fordere ich in meinem vor Dir verlinkten Beitrag was von Instutitionen oder hast Du den falschen Beitrag verlinkt?
22028 Am: 16.01.2024 15:32:34 Gelesen: 64476 # 35
@ nagel.d [#33] Schaust Du auch hier: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=333813
Detlev0405 Am: 16.01.2024 18:22:25 Gelesen: 64418 # 36
@ 22028 [#35] Nein, Du hast Dich beklagt, dass immer nur das angeblich Schlechte hervorgehoben wurde und ich habe Dir darauf hin ein positives Beispiel zeigen wollen. Nicht mehr - nicht weniger. Gruß Detlev
Richard Am: 06.02.2024 09:49:00 Gelesen: 64181 # 37
Im BDPh Forum schreibt Hugo67 In diesem soeben veröffentlichten Video sprechen der APS-Präsident und andere leitende US-Philateliefunktionäre über die aktuelle Lage: Insbesondere wird die Altersstruktur thematisiert (aktuelles Verhältnis der unter-60-Jährigen zu über-60-Jährigen 20/80) und die Erwartung geäußert, dass man mithilfe der aktuell intensivierten Rekrutierungsanstrengungen und der Modernisierung des APS-Angebots hofft, die Mitgliederzahl bald stabilisieren und von diesem niedrigen Plateau aus wieder wachsende Mitgliederzahlen verzeichnen zu können. [1] https://www.youtube.com/watch?v=T_fqOoyvaqs (77 Min.) --- Soweit Hugo. Ich habe mich sofort an die Zukunftskommission des BDPh erinnert, die vor mehr als 4 Monaten beschlossen wurde. Noch ist es nicht ganz geschafft, die Abwärtsbewegung der Mitgliederzahlen zu drehen. Schöne Grüsse, Richard
Ron Alexander Am: 06.02.2024 13:15:36 Gelesen: 64072 # 38
Schönen Nachmittag, also die BDPh Online Seminare wurden wirklich sehr stark beworben. Ich habe den Artikel in der Philatelie gelesen aber auch in den Sozialen Medien wie Facebook & Instagram gab es mehrere Postings sowie Storys wo darauf hingewiesen wurde (Durch viele Philatelie Content Creator). Ich selbst habe auf die BDPh Online Seminare auf YouTube und TikTok hingewiesen durch extra Videos. TikTok: Ob es einen Mehrwert bringt/gebracht hat, kann ich natürlich nicht sagen. ;-) Weiterhin habe ich über meinen Ortsverein auch die Information erhalten, die Ortsgruppenleitung hat hierzu eine E-Mail vom BDPh weitergeleitet wo auf die Seminare hingewiesen wird. Sicherlich wäre interessant wie man auf diesen Verteiler kommen kann, dass sehe ich hier ggf. noch als offene Baustelle aber der BDPh hat hier m.E. ausführlich darauf hingewiesen. Grüße, Ron
Eric Scherer Am: 07.02.2024 11:41:07 Gelesen: 63878 # 39
@ Ron Alexander [#38] Alle Personen, von denen die E-Mail-Adresse beim BDPh bekannt sind, erhalten ein entsprechendes E-Mail. Im Moment sind das ca. 20 % aller Mitglieder. Der BDPh ist stets bemüht, diese Datenbasis auszubauen. Am einfachsten die E-Mail mit Mitgliedsnummer der Geschäftsstelle melden.
nagel.d Am: 07.02.2024 12:22:34 Gelesen: 63851 # 40
@ Eric Scherer [#39] Meine Mailadresse ist bekannt, da ich öfter Anfragen per Mail an die Geschäftstelle richte, aber dennoch keine Informationen per Mail bekomme. Die früher per Brief verschickten Informationsschreiben kann ich mich nicht erinnern, wann ich da die Letzten Briefe bekommen habe.
opti53 Am: 07.02.2024 15:13:59 Gelesen: 63773 # 41
Hallo, in der Regel haben doch die Ortsvereine eMail-Adressen ihrer Mitglieder. Ich habe bisher noch nicht davon gehört, dass z.B. unser Verein mal gebeten wurde, die eMail-Adressen an den BDPh zu übermitteln. Andererseits könnten manche Mitglieder irritiert sein, wenn sie nicht nur vom lokalen Verein, sondern auch vom BDPh Mails bekämen. Vielleicht könnte man so eine Aktion in der Philatelie ankündigen, und dann durchführen. Viele Grüße Thomas
Ron Alexander Am: 07.02.2024 15:21:10 Gelesen: 63762 # 42
@ Eric Scherer [#39] Das war mir nicht bekannt, hier könnte man ggf. kommunizieren, wenn jemand BDPh News bekommen möchte dieser direkt an den BDPh melden soll. Im Ortsverein wurde ich darauf zumindest nicht hingewiesen. Grüße, Ron
Eric Scherer Am: 08.02.2024 08:55:19 Gelesen: 63629 # 43
@ Ron Alexander [#42] Ist in Planung!
Richard Am: 10.02.2024 09:20:12 Gelesen: 63494 # 44
@ Ron Alexander [#38] Hallo Ron, - auf wie viele Personen beziehen sich Deine Grafiken ? - woher sind Alter, Geschlecht und Ort bekannt ? Und was Du nicht beantworten kannst, ist die Frage, wie viele der Personen - waren zu diesem Zeitpunkt BDPh-Mitglieder oder - wurden danach BDPh-Mitglieder ? Die Mitgliedergewinnung mit dem Hauptziel eines langsamen Anstiegs (!) der Mitgliederzahl ist doch wohl der Hauptgrund für die Zukunftskommission ? Schöne Grüsse aus dem Allgäu, Richard
TeeKay Am: 10.02.2024 12:20:05 Gelesen: 63422 # 45
Tiktok Zugriffsstatistiken, die Daten kommen aus China und beziehen sich auf die 264 Abspielungen des Videos. Wer die Idee hat, jemand würde BDPh Mitglied, nachdem ein Video angeschaut wurde, verkennt die Mechanismen der Kundengewinnung auf Social Media. Erstens bedarf es dutzender, teils hunderter Kontakte mit der selben Person, bevor diese genügend Vertrauen für eine Kaufentscheidung aufbaute. Weder Ron (was auch nicht sein Job ist) noch der BDPh (was deren Job wäre) betreiben diesen Aufwand. Zweitens bedarf es einer Handlungsaufforderung ("Werde jetzt BDPh-Mitglied, klicke hier!"), die Ron sicherlich nicht macht, da er kein auf Verkaufsabschlüsse ausgerichtetes Content Marketing betreibt. Der BDPh hat auch keine Content Marketing Strategie. Und drittens bedarf es einer vom BDPh eingerichteten conversionstarken Landing Page, auf die die auf die Handlungsaufforderung reagierenden Menschen geleitet werden, um die Kaufentscheidung in einen echten Kauf umzusetzen. Oder der BDPh würde eine API bereitstellen und ein Affiliate Marketing Konzept erstellen, so dass Affiliate-Partner Mitglieder werben und die Kundendaten automatisiert dem BDPh zukommen lassen können. Und damit ist kein PDF-Formular gemeint, das man ausdrucken und per Post abschicken muss. Selbst wenn die ersten beiden Punkte erfüllt werden würden, gäbe es keinerlei Neumitgliedschaften, weil 3. vollständig fehlt. Der BDPh ist insofern in der Marketing-Steinzeit gefangen. In den USA startet am 15.2. ein neues Format, das die APS explizit deshalb aufbaute, weil sie feststellten, dass eine neue, internetaffine Sammlergruppe heranwuchs, die mit den traditionellen Formaten nichts anfangen und damit auch nicht erreicht werden kann. Auf StampED bin ich sehr gespannt. Mit etwas Glück kopiert der BDPh das dann im Erfolgsfalle bis 2050.
Eric Scherer Am: 10.02.2024 15:40:37 Gelesen: 63344 # 46
@ TeeKay [#45] Lieber TeeKay. Langsam nervst Du nur noch. Du erzählst hier irgendwelche Dinge, die ein wenig pseudo-klug klingen aber eigentlich reines Geschwurbele sind und dann sagst Du: "Der BDPh ist insofern in der Marketing-Steinzeit gefangen." Eine solche Behauptung muss man wohl nicht weiter kommentieren. Der BDPh hat viel Entwicklungsbedarf - oder formulieren wir es positiv - Entwicklungspotential. Wie Du sicher gemerkt hast (oder hast Du etwa nicht?) geht es nach dem Prinzip "Ein Schritt nach dem anderen" weiter. Was StampED der APS angeht: Wir sind gespannt, was da kommt und was das bringt. Dem APS wünschen wir natürlich viel Erfolg.
Zackensonne Am: 10.02.2024 19:28:53 Gelesen: 63263 # 47
@ Eric Scherer [#46] Oben, im Video [#37], gibt es dazu schon erste Zahlen, wenn ich es richtig verstanden habe. 1200 digitale Anmeldungen, teils neu, teils alte Mitglieder. Ab Minute 23 - das ist der Frageblock „wo sehen wir uns in X Jahren“ - da taucht auch ein gutes Wort auf, das mir recht wichtig erscheint: „listen“ (zuhören)- und das meint nicht: Wie schaffen wir es, dass andere Leute uns, den etablierte Philatelisten, zuhören, sondern genau das Gegenteil: Wir, als etablierte Philatelisten, müssen zuhören. Und das ist als existenzieller Skill gemeint. Im Zusammenhang mit „nach allen Seiten hin öffnen“ - Gar nicht so einfach!
TeeKay Am: 10.02.2024 19:33:57 Gelesen: 63258 # 48
Wenns euch nervt, dann doch nur, weil du tief in dir weißt, dass alle anderen es anders machen. Das kannst du dann pseudo-kluges Geschwurbel nennen, es ändert aber nichts daran, dass außer euch niemand sonst versucht, im Internet etwas mit auszudruckenden und per Post zu verschickenden PDFs zu verkaufen, die ihr dann in euren Videos nicht einmal nennt. Und wie viele Call to Actions werde ich in den Videos auf eurem Youtube-Kanal finden? Wie viele Call to Actions, die Zuschauer mit einem Klick zum gewünschten Ziel führen? Also in deinem Video "IT Werkzeuge" ist schon einmal keiner dabei und in Alfred Schmidts Video "Traditionelle Exponate" auch nicht. Also kein Call to Action - von einer direkten Verlinkung reden wir noch nicht einmal. Wenn also mal jemand die Videos finden, anschauen und dann der Gedanke reifen sollte, mehr darüber wissen zu wollen, steht dieser jemand vor einem Problem. Darum ist Richards Frage, wie viele Neumitglieder aufgrund eines Videos gewonnen wurden, so süß. Die Antwort wird immer 0 sein, weil es potenziellen Neumitgliedern überhaupt nicht angeboten wird. Das kannst du jetzt nervend finden. Du hättest aber auch fragen können, welche Literatur ich empfehle, um das Problem zu lösen. Denn möglicherweise hat ja dieser langsam nur noch nervende Penner in seinem Leben schon mal was online verkauft. Es potenziellen Kunden einfach zu machen, führt noch nicht zum Verkauf. Es potenziellen Kunden möglichst schwer zu machen, führt aber definitiv zu keinem Verkauf. Solange die Grundlagen nicht gelegt sind, muss niemand fragen, wie viele Verkäufe/Neumitglieder Videos brachten.
guy69 Am: 10.02.2024 20:16:37 Gelesen: 63226 # 49
Und das einfachste habt ihr schon an Bord. Euer Forum das seit Jahrzehnten vor sich hin dümpelt. Animiert die Leute, die das Fachwissen haben dort zu sein. Seid offen. Darf ich noch etwas zeigen was mich persönlich sehr schockiert hat ? https://forum.bdph.de/showthread.php?18704-Neues-auf-der-Website-des-Consilum-Philatelicum/page3
Frankenjogger Am: 10.02.2024 22:49:04 Gelesen: 63133 # 50
@ Eric Scherer [#46] Hallo Eric, genau das sind die Antworten, die junge Leute und auch Ältere resignieren lassen. Man bekommt den Eindruck, dass das der BDPh da oben ein Elite-Verband ist, der sich nicht in die Suppe spucken lassen will. Es wird der Eindruck erweckt, dass der BDPh ein Dinosaurier ist, der sich nicht anpassen will/kann, oder wenn, dann eben nur ganz langsam. Aber, wie wir wissen, sind die Dinosaurier ausgestorben. Ich will nicht alles schlecht reden, was der BDPh macht, du bist auch ein Beispiel von tollem Arrangement. Aber der Eindruck ist definitiv bei vielen vorhanden, dass bei vielen Köpfen im Management des BDPh und wohl auch in den Landesverbänden doch eine recht konservative Haltung vorherrscht. Der Zug der Weiterentwicklung von Kommunikationsmedien schreitet leider schneller voran, als das Vielen lieb ist. Da spielen Briefe, Telefon und Fax kaum mehr eine Rolle, leider. Und wie ich mittlerweile feststelle, auch Email ist schon so gut wie oldscool, noch mal leider. Darauf sollte ein so großer Verband wie der BDPh Antworten suchen. @ Richard [#44] schrieb: "Die Mitgliedergewinnung mit dem Hauptziel eines langsamen Anstiegs (!) der Mitgliederzahl ist doch wohl der Hauptgrund für die Zukunftskommission ?" Es wäre schon ein Erfolg, wenn eine Verlangsamung des Abstieges eintreten würde. @ guy69 [#49] schrieb es auch deutlich, dass das Forum des BDPh dahin dümpelt. Man sollte sich mal fragen warum. OK, die Frage ist hier an der falschen Stelle, denn wenn der BDPh das professioneller gemacht hätte, wäre wohl Richard nicht vorne dran mit seinen Philaseiten. Wer sich nicht bewegt, wird bewegt. Nur ist dann die Richtung evtl. nicht mehr selbst steuerbar. Mein Wort zum Sonntag, Klemens
drmoeller_neuss Am: 11.02.2024 11:06:18 Gelesen: 63034 # 51
Bevor man sich hier in Klein-Klein verliert, muss die entscheidende Frage beantwortet werden: Wie will sich der BDPh zukünftig aufstellen? Als Elite-Verein, wo man persönlich eingeladen und empfohlen werden muss, um Mitglied zu werden oder als Massenverein, wo die Mitglieder aber schon einmal über 50 Cent Beitragserhöhung diskutieren? Nächste Frage: Was soll ein Verband seinen Mitgliedern bieten? Es ist eine alte betriebswirtschaftliche Binsenweisheit, dass der tatsächliche oder gefühlte Nutzen höher als die Kosten für das Mitglied sein muss, sonst laufen früher oder später die Mitglieder weg. In einem Tennisverein ist die Frage nach dem Nutzen einfach: Die Zurverfügungstellung der Infrastruktur. Nur wenige Leute haben auf ihrem Grundstück einen privaten Tennisplatz, zum Tennisspielen muss ich also in einem Verein Mitglied sein. Als Briefmarkensammler brauche ich keine Infrastruktur, dieser Punkt fällt schon einmal weg. Was soll der Verband bieten? Man muss nicht alles selbst machen. Ich schlage zum Beispiel vor, das BDPh-Forum abzuschalten, und stattdessen Links auf stampsx, philaseiten etc. anzubieten. Die Arbeitskraft der Moderatoren des BDPh-Forums kann schon besser eingesetzt werden.
guy69 Am: 11.02.2024 11:16:01 Gelesen: 63026 # 52
@ drmoeller_neuss [#51] Genau das ist es was falsch läuft. Deine Meinung gibt genau das Gegenteil wieder ! Dein Klein-Klein sind die Lösungen. Und das nicht schon seit gestern. Die Spitze ist schon gut aufgestellt. Deine Fragen sind schon wieder der Anfang vom Ende. Ich klinke mich auch mal aus und harre der Dinge. Versetzt euch bitte einmal in die Zielgruppe der potentiellen neuen Mitglieder. Tut etwas für Sie. Weckt Interesse. Seid modern und offen.
Frankenjogger Am: 11.02.2024 11:36:16 Gelesen: 63010 # 53
@ drmoeller_neuss [#51] Generell gebe ich dir Recht, nur deinen letzten Absatz: "Als Briefmarkensammler brauche ich keine Infrastruktur, dieser Punkt fällt schon einmal weg. Was soll der Verband bieten? Man muss nicht alles selbst machen. Ich schlage zum Beispiel vor, das BDPh-Forum abzuschalten, und stattdessen Links auf stampsx, philaseiten etc. anzubieten. Die Arbeitskraft der Moderatoren des BDPh-Forums kann schon besser eingesetzt werden." möchte ich doch kommentieren. Als Briefmarkensammler brauche ich keine Infrastruktur, aber als kleiner Verein, der ja seine Beiträge anhand der Anzahl seiner Mitglieder an die Dachverbände abführt, evtl. schon. Warum sollte jeder kleine Verein z.B. eine eigen Webseite entwickeln? Da könnte der Dachverband unterstützen, mit entsprechendem Baukasten und Hosting, so dass jeder Verein, der das möchte, seine kleine Webpräsenz pflegen kann, quasi als Information im Web, zur Verfügung gestellt vom Dachverband. Einmal entwickeln, zentral hosten, das wäre aus meiner Sicht Kosteneffiziens, die sinnvoll wäre. Ob das dann auch aktuell gepflegt wird, wäre dann im Verantwortungsbereich der einzelnen Vereine. Aber die Infrastruktur könnte geliefert werden. Das Forum abschalten wäre für mich auch eine falsche Entscheidung, denn ein Forum ist ein immenser Datenschatz, den ein Verband pflegen und seinen Mitgliedern auch wieder zur Verfügung stellen kann. Nur weil der BDPh das Forum schlecht betreibt, heißt das noch lange nicht, dass es nicht sinnvoll wäre. So macht das eben jetzt stampsx und philaseiten. Nur was ist, wenn diese Portale nicht mehr existieren? Richard hat uns im letzten Jahr vor Augen geführt, wie schnell ggf. das Geld für den Strom ausgehen könnte. Bei stampsx ist das wohl nicht anders. Ich denke auch dort ist es ein Einzelbetreiber, sprich wenn demjenigen irgend etwas zustößt, war es das eventuell für die Community. Beim BDPh wäre evtl. mehr Planungssicherheit dahinter, denke ich. Nur mal so meine Gedanken, aber ich glaube das wurde auch schon von vielen anderen gedacht und ist nichts Neues. Schönen Sonntag, Klemens
Dobe Am: 11.02.2024 11:51:18 Gelesen: 62996 # 54
Nochmal die Bitte von mir auf die Nettiquette zu achten. Jeder inhaltlich noch so gute Beitrag verliert für mich an Wert, wenn er mit Spitzen und Abwertungen gespickt ist. Ich bin noch nicht beim BDPh, nur über Philaseiten bislang mit einer Community verbunden und sammle für mich allein im Moment. Ich habe nicht viel Zeit und was ich am allerwenigsten in meiner Freizeit möchte sind abwertende Kommentare. Wir sind erwachsen und in einer Demokratie respektiere ich die Meinung von Anderen, auch wenn sie von meiner Meinung abweicht. Unabhängig davon kann ich inhaltlich die Punkte von TeeKay und Grankenjogger inhaltlich nachvollziehen. Ganz pragmatisch und mal ganz anders gedacht: warum nicht einzelne Aspekte einer Homepage oder deren Aufmachung extern ausschreiben, zB über Fiverr (amerikanisches an der Börse notiertes Unternehmen welches eine Plattform für digitale Dienstleistungen betreibt; ist seriös, mein Partner und ich haben sowohl unser Logo als auch die Homepage darüber im Auftrag gegeben und sind sehr zufrieden). Man muss ja nicht alles selbst betreiben und ändern. Wichtig finde ich nur aus Respekt vor der älteren Generation, dass für diese Generation zusätzlich zu etwaigen Neuerungen alles so bleiben soll und darf wie es ist.
TeeKay Am: 11.02.2024 12:57:34 Gelesen: 62947 # 55
Man braucht nichts ausschreiben, wenn man nicht weiß, wohin man will. Dafür wäre eine Zukunftskommission gut. Sie sollte nur langsam mal ins Handeln kommen. Und das Ergebnis gälte es dann umzusetzen, und nicht wie beim letzten Mal undiskutiert in der Schublade verschwinden zu lassen. - Wo will man in 10 Jahren stehen? - Was muss man tun, um in 10 Jahren dort zu stehen, wohin man will? - Was benötigt man, um zu tun, was nötig ist, um in 10 Jahren dort zu stehen, wohin man will? - Was benötigt man dafür nicht mehr? - Welche Struktur benötigt man dafür? Meiner Meinung nach benötigt der Verband endlich hauptberufliche Mitarbeiter, die sich wie beim APS um nichts anderes kümmern, als dorthin zu kommen, wo man in 10 Jahren stehen will. Die Landesverbände sind abzuschaffen - das frei werdende Budget in Vollzeitkräfte beim Bundesverband zu investieren. Die Landesverbände sind unnötige Doppelstrukturen, die sich bisher vor allem als sehr effektive Bremsklötze erwiesen.
stampmix Am: 11.02.2024 13:35:54 Gelesen: 62917 # 56
@ TeeKay [#55] Kleines Problem dabei: Die Landesverbände SIND der BDPh.
Richard Am: 11.02.2024 13:56:28 Gelesen: 62896 # 57
@ Frankenjogger [#53] Nur was ist, wenn diese Portale nicht mehr existieren? Richard hat uns im letzten Jahr vor Augen geführt, wie schnell ggf. das Geld für den Strom ausgehen könnte. Bei stampsx ist das wohl nicht anders. Ich denke auch dort ist es ein Einzelbetreiber, sprich wenn demjenigen irgend etwas zustößt, war es das eventuell für die Community. Beim BDPh wäre evtl. mehr Planungssicherheit dahinter, denke ich. Hallo Klemens, ich habe seit vielen Jahren meinen Nachfolger eingearbeitet und eine Art Abteilungsleiter, die für die einzelnen Aufgaben zuständig sind. Es ginge auch ohne mich weiter. Ich habe vor Jahren mein Testament gemacht und notariell genau geregelt, was nach mir zu tun ist. Die gesamte Familie ist einverstanden und hat kein Erbe zu erwarten. Meine Mitarbeiterin, bekannt von den Briefmarken Messen, wird nach heutigem Stand für eine geregelte Übergabe sorgen, sie bekommt dafür eine Vergütung. Das Einzige was dauerhaft nicht geklärt ist, sind nach bisher ca. 1,5 Mio. Euro Kosten aller Art die schwindenden finanziellen Mittel. Das wird in Kürze im entsprechenden Thema diskutiert. Dass Deine Sorge über den dauerhaften Verbleib der Internetforen berechtigt ist, zeigt das Beispiel Briefmarken-Museum, Michel-Forum, Briefo und dem ersten Basler Taube Forum, alle vier sind von einem Tag auf den anderen ohne jede Ankündigung geschlossen worden. Bitte in diesem Thema NUR über den BDPh und dessen Zukunftskommission diskutieren und nicht über andere Foren. Meine Klarstellung war mir allerdings wichtig. Herzliche Grüsse, Richard
opti53 Am: 11.02.2024 17:14:09 Gelesen: 62741 # 58
@ stampmix [#56] Hallo stampmix, ganz korrekt ist Deine Aussage nicht. Die Ortsvereine führen einen wesentlichen Teil der Beiträge an die Landesverbände ab, und die geben einen Teil weiter an den zentralen Verband. Mit anderen Worten; da bleibt auch noch Geld beim LV hängen. Und es bedeutet auch, dass es Aktive gibt im Ortsverein, im LV und beim BDPh. Angesichts der zunehmenden Schwierigkeit, Menschen für diese Tätigkeiten zu finden, ist das u.U. eine Verschwendung von knappen Resourcen. Zusätzlich wird das, was von den Ortsvereinen nach oben kommt, durch den LV gefiltert. Dadurch kann ein Ortsverein den Eindruck gewinnen, im BDPh nichts wirklich einbringen zu können. Die förderale Struktur mag ihren Sinn gehabt haben, als es noch viel mehr Mitglieder gab. Viele Grüße Thomas
TeeKay Am: 11.02.2024 18:08:32 Gelesen: 62709 # 59
@ stampmix [#56] Korrekt. Nun können die Entscheider in den Landesverbänden überlegen, ob sie die aktuellen Strukturen zum Selbstzweck bis zum unabwendbaren Ende unverändert beibehalten möchten, oder ob diese Strukturen nicht vielmehr für ein höheres Ziel entstanden, das heute mit anderen Strukturen besser oder überhaupt erst erreichbar wäre.
Ron Alexander Am: 11.02.2024 22:11:37 Gelesen: 62614 # 60
Schönen guten Abend, m.E. Kann die Philatelie nur überleben, wenn die neue und alte Welt zusammen wachsen und lernen sich gegenseitig zu ergänzen. Die organisierte Philatelie ist hierbei noch sehr auf das klassische analoge Zeitalter ausgelegt. Der BDPh wacht hier m.E. so langsam aber sicher auf. Gerade Social Media bewegt sich einiges. So muss es dann auch weiter gehen. Dafür gehört für mich auch das Überarbeiten von Ausstellungen und der Einführung digitaler Aspekte, um so auch die digitale Zielgruppe anzusprechen. Es muss ggf. Auch ein Weg gefunden werden Ortsvereine zu unterstützen, wie ? Keine Ahnung! Aber sie bilden derzeit die Basis. Ich für meinen Teil versuche Philatelieinteressierte auf verschiedene Philateliethemen aufmerksam zu machen und da gehört für nicht auch dazu auf Angebote des BDPh hinzuweisen. Grüße, Ron
stampmix Am: 12.02.2024 11:00:53 Gelesen: 62454 # 61
@ TeeKay [#59] Die Zukunft des BDPh wird nicht in einer Zukunftskommission (nomen est omen) sondern beim Treffen der Landesfürsten am Vorabend der BDPh-Hauptversammlung besiegelt. Es werden zwar immer weniger Teilnehmer, aber solange man noch Skat dreschen kann ist alles gut. Ich verfolge das Thema jetzt seit über 10 Jahren und glaube zwischenzeitlich nur noch an eines: "Die Frösche werden ihren Sumpf nicht trockenlegen"
filunski Am: 12.02.2024 23:24:39 Gelesen: 62174 # 62
"Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit." Hallo zusammen, das vielleicht etwas angestaubte Sprichwort scheint mir auf die Situation des BDPh sehr zutreffend. Dazu aber gleich mehr. Lange schon lese ich hier mit und habe auch die früheren, vergeblichen Bemühungen um diese "Zukunftskommissionen" mitbekommen. Wegen der Sinnlosigkeit derselben (nicht sinnlos aufgrund der von den vergangenen, sehr engagierten Kommissionsmitgliedern geleisteten Arbeit und Ideen, sondern wegen deren sprichwörtlichem Kampf gegen Windmühlen, Don Quijote lässt grüßen) hatte ich für mich mit dem Thema abgeschlossen und wollte meine Zeit eigentlich sinnvoller verwenden, aber wenn ich hier die Auseinandersetzung verfolge, muss ich doch etwas dazu schreiben, auch wenn ich mich lieber der Arbeit in der Stempeldatenbank widmen würde. ;-) Auch unter, böse formuliert vielleicht gerade unter, der jetzigen Prämisse die Zukunftskommission zur Chefsache zu machen, ist sie ein totgeborenes Kind. Der gesamte BDPh mit seiner komplexen Struktur ist nicht nur ein Kind des 20. Jahrhunderts, sondern bis heute auch dort noch gefangen. Wir befinden uns inzwischen schon über 20 Jahre im 21. Jahrhundert mit insbesondere für die Philatelie komplett anderen Bedingungen und Strukturen, aber beim BDPh versucht man immer mehr sich an dem verblassenden Glanz früherer Zeiten festzubeißen und verschließt Augen und Ohren angesichts der nicht nur demographischen Entwicklung. Der BDPh ist "nur" noch eine Organisation für die heute überalterte Mitgliederstruktur ohne Chance auf nachhaltige Nachwuchsgewinnung. Es ist natürlich völlig richtig und wichtig den Interessen der Masse an alten Herren (ich gehöre inzwischen ja selbst dazu) gerecht zu werden, und wird dies überwiegend auch, aber den Anforderungen und Bedürfnissen einer volumenmäßig eher kleinen Menge an jungem philatelistischen Nachwuchs wird kaum Rechnung getragen. Ganz zu schweigen von der Erweckung einer Attraktivität der Philatelie für junge Menschen des 21. Jahrhunderts. Ja selbst die zumindest geistig jung gebliebenen und auch technisch (IT) aktuellen "alten Herren" verfallen ob der allgegenwärtigen nicht mehr zeitgemäßen IT und Kommunikationsstruktur ins Grübeln. Solche "Kleinigkeiten" wie von nagel in den inzwischen ausgelagerten Beiträgen angesprochen sind nur ein Zeichen dafür. Es bringt den BDPh dem 21. Jahrhundert auch keinen Schritt näher wenn er sich da auf die Position der Erreichbarkeit für die "alten Herren" zurückzieht. Es bleibt ja jedem unbenommen einen Brief per Post an die Geschäftsstelle zu schreiben oder zum Telefon zu greifen (beides übrigens Verfahrensweisen die bei den jungen Leuten von heute gar keine Option darstellen) , aber man sollte auch über heute übliche Kanäle (das ist inzwischen, wie auch schon mal angemerkt, noch nicht mal mehr die schon "veraltete" E-Mail) nicht nur erreichbar sein, sondern darüber auch zeitnah Antworten zu bekommen. Heutige, nicht nur Jugendliche, sondern auch die unter 40-jährigen lockt man damit nicht an. Schaut sich ein Statistiker die heutige Altersstruktur der BDPh Mitglieder und den jährlichen Zugang (nicht Zuwachs) an, dann kann er sicher ausrechnen wann das Ende der Fahnenstange erreicht ist und der oder die Letzte die Tür zusperrt. Wird wahrscheinlich spätestens so in der Mitte des 21. Jahrhunderts der Fall sein. Nun ist es ja nicht so, dass es nicht Ideen gäbe und sogar den Einen oder anderen engagierten, jüngeren Philatelisten (das sind in der Philatelie Leute so um die 40) der auch technisch auf dem Stand der Zeit ist und Ahnung hat. Aber diese "progressiven Youngpunks" werden ja gar nicht Ernst genommen oder gehört. Nein, wir haben hier in diesem Thema das beste Beispiel dafür (siehe Ron Alexander oder Teekay vs Eric Scherer). Sie werden von dem einzigen Vertreter des BDPh Vorstandes (was diesem durchaus positiv anzurechnen ist, da er sich hier wenigstens als Einziger der Diskussion stellt) als nervend empfunden und ihre Ideen von vornherein abgetan. Gerade Teekay, mit dem ich sicherlich oft nicht einer Meinung bin, hat einige sehr gute Vorschläge gemacht die den schon längst eingeleiteten Niedergang des BDPh zumindest verlangsamen könnten und es sicherlich wert sind ernsthaft verfolgt zu werden. Ein wichtiger Punkt wäre als Leiter der "Zukunftskommission" eine unabhängige, bezahlte Vollzeitkraft einzustellen und zwar einen Profi, nicht zu alt und auf dem Stand der Zeit, der sich um nichts anderes kümmert. So ehrenwert und vor allem kostengünstig ehrenamtliche Arbeit ist, hilft sie für eine solche über die Zukunft und das Bestehen dieser Oragnisation (oder einer neu zu schaffenden anderen Struktur) nicht weiter. Schon jetzt sind alle ehrenamtlich besetzten Vorstandsposten mit ihren Aufgaben genug ausgelastet und alle haben ja daneben (oder auch davor) noch anderes und oft auch wichtigeres zu erledigen. Solch eine Vollzeitkraft kostet natürlich Geld, aber wenn ich sehe wie viel Geld der BDPh und auch so mancher Landesverband in den vergangenen, früher mal goldenen Zeiten, angehäuft hat und hütet wie Alberich den Nibelungenschatz, sollte dies angesichts des Ziels dieser Organisation die Perspektive auf eine Zukunft zu bieten, kein Hindernis sein. So, wahrscheinlich habe ich mich jetzt auch in die Reihe derer die die aktuelle BDPh Führungsriege nerven eingereiht, aber das stört mich nicht. Persönlich komme ich gut auch ohne BDPh aus und so geht es sicher auch so mancher Unterorganisation in demselben, egal ob Ortsverein oder ArGe. Es schmerzt nur zusehen zu müssen, wie etwas sehenden Auges langsam an die Wand gefahren wird. Ave Caesar, morituri te salutant! In diesem Sinne, Peter
Droenix Am: 13.02.2024 09:54:42 Gelesen: 62067 # 63
@ filunski [#62] Hallo Peter, ich gebe Dir in vielen Deiner Punkte recht. Gerade, wenn nun vom BDPh Vorständen eine Zukunftskommission geleitet wird, die selbst in dem System seit vielen Jahren gefangen sind, wird es sehr schwer werden lösungsorientiert und erfolgversprechend zu agieren. Wichtig wäre, viele Querdenker und kreative Köpfe in die Zukunftskommission aufzunehmen, sonst sehe ich da wirklich schwarz. Gut, dass Du die Jüngeren (um die 40 Jahre) als Zielgruppe schreibst, die gewonnen werden müssen. Die Jugend werden wir nur noch bedingt für das Briefmarkensammeln gewinnen. Dazu fehlt die Einstiegsdroge Bund, die nun nachhaltig von der Deutschen Post zerstört wurde. Zudem hat die heutige Jugend durch den hohen täglichen Konsum der sozialen Medien einfach keine Zeit mehr für so ein Hobby wie Briefmarkensammeln. Es gibt aber auch Lichtblicke: Die Babyboomers im Alter von 60 Jahre +/- scheiden nun in den nächsten Jahren aus dem aktiven Arbeitsleben aus und sind sicherlich empfänglich für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, wie die Philatelie. Diese Personen haben alle schon einmal in der Kindheit Briefmarken gesammelt und können möglicherweise wieder dafür gewonnen werden. Sicherlich ist es nicht einfach an diese Altersgruppe heranzukommen, aber nicht unmöglich. Beste Grüße Peter
Dobe Am: 13.02.2024 10:58:41 Gelesen: 62027 # 64
@ filunski [#62] Ich kann mich der Analyse und den Vorschlägen nur anschließen. Ich skizziere vl. mal kurz meinen Weg zur Philatelie, um das aktuelle Problem an meinem eigenen Weg zu verdeutlichen. Als Anfang letzten Jahres meine Mutter verstarb, hatte ich die Aufgabe übernommen, die Briefmarkensammlung meines Vaters zu verkaufen. Mein Vater war über Jahrzehnte ein begeisterter Philatelist, auf vielen Briefmarkenmessen unterwegs (z.T. war ich dabei). Auch ich hatte als Kind eine kleine Briefmarkensammlung. Schon zu Lebzeiten wurden Teile der Sammlung meines Vaters bei einem bekannten deutschen Auktionshaus recht erfolgreich versteigert (viel Altdeutschland). Als ich dann zu einem professionellen Händler in meiner Gegend ging, sagte der mir, dass die "Philatelie eh tot" sei und seiner Einschätzung nach noch maximal 2000 Sammler existierten. Als ich dann durch einen Zufall beim Verkaufen und Versteigern der Sammlung meines Vaters auf eine Altitalien-Sammlung (bei einem bekannten deutschen ich glaube auch hier vertretenen professionellen deutschen Händler) stieß und aus welchen Gründen auch immer sofort fasziniert von den Farben, der Kunst und der Komplexität dieser sehr speziellen Sammelgebiets war, habe ich mich sofort sehr umfassend vertieft, weltweit die alten Werke zusammengesucht und mich dann daran gemacht, bei Auktionen etc pp mit Hilfe der alten Literatur einige Schätze aufzustöbern, was mir häufig auch gelang. Auf die spätere Anfrage bei dem Händler, ob es irgendwelche Ortsvereine gäbe etc pp, denen ich mich anschließen könnte, kam die Antwort, dass es nichts mehr in der Umgebung gäbe und dass er mir nicht helfen könne. Wir reden hier von einem professionellen Händler. Trotz meiner Interneterfahrung und digitalen Affinität bin im ich Internet nie und zu keinem Zeitpunkt auf irgendein Angebot für einen Jung-Philatelisten wie mich gestoßen. Nur durch einen Zufall (ging um die Bestimmung einer Sardinia) bin ich auf einen Beitrag dieser Homepage gelandet und habe mich dann nach einigen Wochen angemeldet. Eigentlich müsste jemand wie ich DIE Zielgruppe aktuell sein, im Berufsleben, mit Kontakt zu Kindern und Jugendlichen, finanziell einigermaßen abgesichert und bereit, für sein Hobby auch mal etwas Geld auszugeben. Ich habe Jahrzehnte Computer gespielt und mache das immer noch gelegentlich, aber wie viele Andere in meinem Alter auch fängt man an, sich nach intellektuell deutlich anspruchsvolleren Freizeitaktvitäten zu sehnen. Meine Generation ist digital affin und hat über die Eltern noch Kontakt zu Briefmarken gehabt. Aber diese Zielgruppe muss digital erreicht werden. Ich kenne das aus meinem aktuellen beruflichen Umfeld: Alles wird professionalisiert, das Marketing und das Fundraising überlässt man nicht mehr dem Zufall. Ich kenne die Struktur des BDPh nicht, kann nur davon ausgehen, dass meine Vorschreiber Ahnung davon haben. Ich kann nur ganz dringend empfehlen, dass alles in professionelle Hände zu legen - wenn ich nach Briefmarken suche, müsste z.B. auf der Google-Hitlist der BDPh ganz oben auftauchen - es müsste sich jemand darum kümmern, dass die Homepage modernisiert wird. Ich war jetzt mal auf der Homepage, ohne Frage, die ist ganz ordentlich programmiert und für einen echten Spezialisten auch bestimmt toll aufgemacht. Aber es kann nicht sein, dass auf der Start-Homepage "das WADP Nummerierung-System der UPU" steht (was um alles Welt in der Welt soll das sein?). Auf die Start-Homepage gehören bildgewaltige Informationen, die Lust auf Mehr machen, Links und Vertiefungs-Angebote. Bitte nicht falsch verstehen, für eine Hobby-Vereinigung ist das eine ziemlich gute Homepage, aber überhaupt nicht dafür geeignet, ein neues Klientel zu gewinnen. Sie dient eher den Mitgliedern - was auch völlig OK ist. Wenn aber das Ziel neue Mitglieder sein sollen, dann verfehlt die Homepage das Ziel. Mich hat das abgeschreckt. Ich konnte schlicht und ergreifend mit den Informationen auf der Homepage nichts anfangen. Jetzt kann man von oben herab sagen, dass ich keine Ahnung habe etc pp - das stimmt sicherlich; aber ich BIN ja die Zielgruppe, die gewonnen werden soll. Und dass ich als Neu-Philatelist keine Ahnung von vielen Dingen habe, ist trivial.
Altsax Am: 13.02.2024 11:48:59 Gelesen: 61990 # 65
@ Dobe [#64] "Trotz meiner Interneterfahrung und digitalen Affinität bin im ich Internet nie und zu keinem Zeitpunkt auf irgendein Angebot für einen Jung-Philatelisten wie mich gestoßen. Nur durch einen Zufall (ging um die Bestimmung einer Sardinia) bin ich auf einen Beitrag dieser Homepage gelandet und habe mich dann nach einigen Wochen angemeldet. Eigentlich müsste jemand wie ich DIE Zielgruppe aktuell sein, im Berufsleben, mit Kontakt zu Kindern und Jugendlichen, finanziell einigermaßen abgesichert und bereit, für sein Hobby auch mal etwas Geld auszugeben. Ich habe Jahrzehnte Computer gespielt und mache das immer noch gelegentlich, aber wie viele Andere in meinem Alter auch fängt man an, sich nach intellektuell deutlich anspruchsvolleren Freizeitaktvitäten zu sehnen. Meine Generation ist digital affin und hat über die Eltern noch Kontakt zu Briefmarken gehabt. Aber diese Zielgruppe muss digital erreicht werden. Ich kenne das aus meinem aktuellen beruflichen Umfeld: Alles wird professionalisiert, das Marketing und das Fundraising überlässt man nicht mehr dem Zufall. Ich kenne die Struktur des BDPh nicht, kann nur davon ausgehen, dass meine Vorschreiber Ahnung davon haben. Ich kann nur ganz dringend empfehlen, dass alles in professionelle Hände zu legen - wenn ich nach Briefmarken suche, müsste z.B. auf der Google-Hitlist der BDPh ganz oben auftauchen - es müsste sich jemand darum kümmern, dass die Homepage modernisiert wird. Ich war jetzt mal auf der Homepage, ohne Frage, die ist ganz ordentlich programmiert und für einen echten Spezialisten auch bestimmt toll aufgemacht. Aber es kann nicht sein, dass auf der Start-Homepage "das WADP Nummerierung-System der UPU" steht (was um alles Welt in der Welt soll das sein?). Auf die Start-Homepage gehören bildgewaltige Informationen, die Lust auf Mehr machen, Links und Vertiefungs-Angebote. Bitte nicht falsch verstehen, für eine Hobby-Vereinigung ist das eine ziemlich gute Homepage, aber überhaupt nicht dafür geeignet, ein neues Klientel zu gewinnen. Sie dient eher für die Mitglieder - was auch völlig OK ist. Wenn aber das Ziel neue Mitglieder sein sollen, dann verfehlt die Homepage das Ziel. Mich hat das abgeschreckt. Ich konnte schlecht und ergreifend mit den Informationen auf der Homepage nichts anfangen." Das kann ich Wort für Wort unterschreiben! Die Zielgruppe sind weniger die Jugendlichen, sondern diejenigen, die schon irgend einen Bezug zur Philatelie hatten (und sei es über die Altvorderen) und sich für dieses Hobby (neu) interessieren. Um diese potentiellen Zielgruppe für die Philatelie zu gewinnen, sollte die BDPh-homepage zu einem zentralen Anlaufpunkt gemacht werden mit übersichtlich dargestellten wesentlichen Informationen, die einen Interessenten ansprechen. Menschen mit den geschilderten Erfahrungen gehören in eine Zukunftskommission. Jedes Unternehmen, das sich nicht ständig "neu erfindet", also auf das eingeht, was Neukunden haben wollen, schießt sich selbst aus dem Markt, siehe das Versandhaus Sieger. Der BDPh hat seine traditionellen Abläufe seit Jahrzehnten perpetuiert und allenfalls dann geändert, wenn der Mitgliederrückgang andere Kostenstrukturen erforderte. Man wird die Philatelie nie wieder zu einer Massenveranstaltung machen können. Sie hat aber immer noch genügend Potential, denjenigen, die nicht nur vor Bildschirmen leben wollen, eine sehr interessante Freizeitbeschäftigung zu bieten. Eine einfachere und kostengünstigere Werbung dafür als eine gut gemachte homepage ist schwer vorstellbar.
filunski Am: 13.02.2024 19:46:50 Gelesen: 61852 # 66
@ Dobe [#64] aber ich BIN ja die Zielgruppe, die gewonnen werden soll. Hallo Dobe, Super Beitrag! Du triffst genau den Nerv, oder besser gleich mehrere. Dein Beispiel zeigt ganz deutlich, wen man noch für die Philatelie als "Nachwuchs" gewinnen kann. Die heutige Jugend, und auch schon die von vor 10 Jahren, kann man für Philatelie nur noch in ganz, ganz wenigen Ausnahmefällen gewinnen und die paar kommen von sich aus drauf. Eine Zukunftsperspektive hat wirklich der Personenkreis so ab 40 und gerade dann, wie schon geschildert diejenigen die am Ende ihres Berufslebens stehen, Zeit haben, finanziell abgesichert sind und eine (neue, vielleicht alte) Freizeitbeschäftigung suchen. Die muss man "abholen"! Das sind aber alles Leute, auch wenn sie schon um die 60 sind, die in ihrem Berufsleben (dadurch auch privat) heutzutage und auch schon seit ein paar Jahrzehnten, voll "digitalisiert" sind mit allem Drum und Dran. Das sind Personen die oft gestandene Menschen mit Charakter und Lebenserfahrung sind, wissen was sie wollen und auf alle Fälle ernst genommen werden wollen. Das kann man alles noch ausbauen, muss aber nicht jetzt sein. ;-) Der Leiter einer Zukunftskommission muss auch unbedingt ein "Externer" sein (der das leckgeschlagene Schiff "BDPh" ins Trockendock schleppt), der unbeeinflußt und unbeeindruckt an die Sache ran geht. Auch dein Punkt, solche Leute mit Erfahrungen wie du sie gemacht hast beim Versuch einer philatelistischen Kontaktaufnahme, mit einzubinden, ist sehr wichtig und beim BDPh könnte man daraus, wenn man nur wollte, viel lernen. Nun gut, zumindest liest ja der Eine oder Andere aus der "oberen Etage" des BDPh hier mit (wie ich heute durch eine E-Mail auf meinen Beitrag erfahren durfte) und vielleicht dringt ja mal jemand zu den Verantwortlichen durch. Nicht erst im Jahre 2050 wenn der letzte kommissarische BDPh-Präsident zum Nachlassverwalter wird. Viele Grüße, Peter
TeeKay Am: 13.02.2024 20:44:29 Gelesen: 61793 # 67
Auf der Website seiner Apotheke macht es Alfred Schmidt übrigens ganz gut. Das erste, was einem entgegen poppt, ist die Möglichkeit, per Chat eine Bestellung aufzugeben. Oder per Shop. Überall kann man bestellen.
DL8AAM Am: 13.02.2024 21:05:32 Gelesen: 61770 # 68
@ Eric Scherer [#46] Was StampED der APS angeht: Wir sind gespannt, was da kommt und was das bringt. Nur damit sich Leser über das Ding "StampED" informieren kann, hier der aktuelle Link zu diesem Angebot des APS [1]. Mal schauen, ob wir uns hier davon inspirieren lassen können. Beste Grüße Thomas [1] https://stamped.pub
TeeKay Am: 13.02.2024 21:20:52 Gelesen: 61746 # 69
Ein Onlinemagazin selbst bringt nichts - es muss in ein Gesamtkonzept eingebettet werden. Beim APS hab ich eher das Gefühl, dass der das hinbekommt, da der sich auch eine Riege Festangestellter leistet.
Dobe Am: 13.02.2024 21:52:20 Gelesen: 61724 # 70
@ DL8AAM [#68] Danke für den Tipp - habe mich mal direkt angemeldet und bin sehr gespannt. Die Homepage sowie das Titelbild mit Jimi Hendrix aus kleinen One Penny Blacks (?) ist erst einmal richtig cool. Dazu richtig witzige Anekdoten (wer um alles in der Welt kommt auf die Idee, Schmelzkäse als Post zu versenden?) - ich musste herzlich lachen. Titel: cheesy facts - unbedingt lesen, ist ein Report über jemanden, der auf Tumblr Fotos hochgeladen hat, wie er eingepackten Schmelzkäse mit Briefmarken beklebt und dann versendet und danach die Ergebnisse postet. Ich kann natürlich nur aus meiner Perspektive sprechen - erster Eindruck: cool, witzig und modern. Natürlich können wir Deutsche dieses amerikanisch Lockere nicht kopieren, aber erst einmal eine richtig gute Idee. Dazu jetzt schon ein recht professionell wirkendes Fundraising - da sind definitiv keine Anfänger am Werk!
Zackensonne Am: 13.02.2024 22:30:21 Gelesen: 61686 # 71
@ DL8AAM [#68] Danke für den Link, sehr schick! Auch auf Insta, übrigens. Denke spricht so die Leute um die 30 an. (28 bis 40, würde ich sagen) In der Umsetzung, so wie ich es sehe, technisch erst mal einfach. Oder? Erkenne aber eine Strategie. Aber das Design ist einfach mal komplett frisch, da steckt was hinter. Hier noch die Projektpräsentation https://www.youtube.com/watch?v=CevtNY0y17M
saeckingen Am: 14.02.2024 08:56:54 Gelesen: 61548 # 72
@ filunski [#62] Ein wichtiger Punkt wäre als Leiter der "Zukunftskommission" eine unabhängige, bezahlte Vollzeitkraft einzustellen und zwar einen Profi, nicht zu alt und auf dem Stand der Zeit, der sich um nichts anderes kümmert. Das finde ich einen tollen Vorschlag! Andere unterstützen diese Forderung ja auch! Wer von Euch ist bereit das Ganze zu sponsern? So ein Vollzeit Profi kosten so um die € 200.000-€ 250.000 pro Jahr mit allen Lohnnebenkosten. Ich denke, wenn das einer von Euch übernimmt, setzt der BDPh diesen Vorschlag sofort um! Der BDPh selbst spart Gelder ein, wo es nur geht, da das Budget leider kaum noch etwas erlaubt. Man hat ja sogar seinen Sitz im Haus der Philatelie in Bonn aufgeben müssen. Selbst kleine Erhöhungen des Jahresbeitrages werden von den Landesverbänden entweder ganz abgewürgt oder nur stark gekürzt angenommen. Der vorgeschlagene Profi würde aber ca. € 10 pro Mitglied und Jahr kosten. Grüße Harald
filunski Am: 14.02.2024 09:28:54 Gelesen: 61528 # 73
@ saeckingen [#72] Hallo Harald, du hast ja völlig Recht! ;-) Vollzeitkraft ist wahrscheinlich der falsche Begriff, Asche auf mein Haupt für solch eine vorschnelle Bemerkung. Zu denken wäre etwa an jemanden wie einen Unternehmensberater als Kopf/Leiter einer solchen Kommission. Nur für einen bestimmten Zeitraum/definierten Auftrag, bis das Projekt steht. Keine Festanstellung, das würde sicher zu weit führen und wäre auch finanziell eher schwierig. Und zu den Kosten, wie schon mal geschrieben, sowohl BDPh wie auch viele LV, sitzen auf sehr viel Geld und wenn eine Perspektive für die Zukunft das Ziel sein soll, dann muß man halt die Sparbücher mal öffnen. Diese Finanzierung muss nicht über Mitgliedsbeiträge erfolgen. Gruß, Peter
TeeKay Am: 14.02.2024 09:46:27 Gelesen: 61516 # 74
@ saeckingen [#72] Einnahmeseite verbessern, statt polemisch jeden guten Vorschlag in der von dir genutzten Form abzuwehren. Der APS hat bei vergleichbarer Mitgliederzahl ein deutlich größeres Budget. Da die Landesverbände der BDPh sind, wählen die halt derzeit selbst ihren baldigen Untergang. So sollte es der BDPh dann auch jederzeit offen kommunizieren.
nagel.d Am: 14.02.2024 12:01:37 Gelesen: 61449 # 75
@ filunski [#73] Auch ein Unternehmensberater mag bezahlt werden.
22028 Am: 14.02.2024 12:04:57 Gelesen: 61447 # 76
@ TeeKay [#74] Der APS hat bei vergleichbarer Mitgliederzahl ein deutlich größeres Budget. Die Spendenbereitschaft der Amerikaner ist auch ungleich höher als die der Deutschen. Wenn ich mich recht erinnere hat der letzte APS Newsletter mitgeteilt, dass alleine für stampEd über US-$ 15.000 an Spenden eingegangen sind. Spenden für die Match Factory waren noch VIEL höher. Auch die Freiwilligendienste beim APS werden gerne genommen. Deine Vorschläge in Ehren, aber realistisch sollten sie schon sein und nicht immer gleich diejenigen die nicht deiner Meinung sind entsprechen runtermachen, ansonsten, wie üblich von Dir, viel Management Bingo. Und ja, ich bin über 60, war im Beruf in meiner Position als Bauleiter vor Ort für internationale Großprojekte recht erfolgreich und habe nicht immer alles mitgemacht was junge Besserwisser meinten, und seltsam, die von mir geleiteten Projekte waren erfolgreicher als die mit Highflyer besetzten, man sieht es ja in der heutigen Regierung was da abgeht bei Leuten, die nie im Leben (erfolgreich) arbeiteten und ein Land führen wollen.
Altsax Am: 14.02.2024 12:23:10 Gelesen: 61428 # 77
@ filunski [#73] "sowohl BDPh wie auch viele LV, sitzen auf sehr viel Geld und wenn eine Perspektive für die Zukunft das Ziel sein soll, dann muß man halt die Sparbücher mal öffnen" Die letzte Strukturkommission hatte einstimmig eine Konzept ausgearbeitet, das aus ihrer Sicht in der "Philatelie" zur Diskussion gestellt werden sollte. Schon gegen dessen Veröffentlichung gab es im Verwaltungsrat Widerstand. Daher hatte der Bundesvorstand nicht den Mut, es überhaupt den Mitgliedern zur Kenntnis zu geben. Warum sollten die reichen Landesverbände jetzt das Geld für ein Konzept zur Verfügung stellen, das vermutlich auch nicht viel anders aussehen wird als die seinerzeitige Verschlußsache. Jedwedes Zukunftskonzept muß den heutigen gesellschaftlichen Gegebenheiten Rechnung tragen. Dazu gehört Transparenz und offene Kommunikation, eingebettet in eine einfache Organisationsstruktur mit wenigen Gremien, deren Entscheidungen offen kommuniziert werden. Das geht automatisch zu Lasten des Einflusses der Vorstände der Landesverbände. Die derzeitige Struktur ist so aufgebaut, daß die Landesverbände "Dienstleister" der Vereine sind und der Bundesvorstand als Dienstleister für die Landesverbände zu betrachten ist. Jedes Zukunftskonzept muß die Funktionalität des Ganzen betrachten und die Strukturen an die derzeitigen Gegebenheiten anpassen. Dazu gehört, daß auch funktionierende Vereine Probleme haben, Vorstandsmitglieder zu finden. Dazu gehört, daß immer mehr Landesverbände unter die kritische Schwelle der Mitgliederzahl fallen. Das lässt sich alles organisatorisch lösen, sobald sich die Einsicht in die Notwendigkeit eines Strukturwandels auch in den Landesverbänden durchsetzt. Das ist der eigentliche Knackpunkt. An Ideen- und Geldmangel wird ein Zukunftskonzept nicht scheitern.
Eric Scherer Am: 14.02.2024 12:36:02 Gelesen: 61412 # 78
@ 22028 [#76] Generell funktioniert die us-amerikanische Gesellschaft viel stärker über Spenden und ehrenamtliches Engagement. Dafür sind die Steuern niedriger und die Staatsquote deutlich niedriger als in Deutschland. Man muss sich nur den Spesenfluss für Boston 2026 anschauen - da haut es einen fast um.
filunski Am: 14.02.2024 13:01:36 Gelesen: 61384 # 79
@ Altsax [#77] "Das läßt sich alles organisatorisch lösen, sobald sich die Einsicht in die Notwendigkeit eines Strukturwandels auch in den Landesverbänden durchsetzt. Das ist der eigentliche Knackpunkt. An Ideen- und Geldmangel wird ein Zukunftskonzept nicht scheitern." Hallo zusammen, das ist genau der Knackpunkt, und genauso den Nagel auf den Kopf getroffen ist alles was du geschrieben hast! Wir können uns hier noch so viele Gedanken machen, Ideen vorstellen, Bedenken für und wider äußern u.v.m., gefragt ist zu handeln. Und zwar initiiert durch den BDPh Vorstand (der dann in den LV und dem Verwaltungsrat die richtigen Strippen ziehen müsste). Aber der BDPh Vorstand "beobachtet" ja lieber erst mal aufmerksam (so viel ich weiß seit nunmehr ca. 17 Jahren...). So wird das aber NICHTS. Man kann es nur wiederholen, BDPh und die LV sind aufmerksame Zuschauer bei ihrem eigenen Untergang. Dadurch geht aber keineswegs die Philatelie unter, die wird zwar im Umfang abnehmen, dadurch in der Qualität vielleicht wachsen, aber auf neuen Wegen und in neuen, zeitgemäßen Strukturen, die sie sich selbst schafft, weiter gedeihen. Ein Beispiel sind Foren wie dieses hier, aber auch die APS die es anscheinend geschafft hat sich gegen die Bedenkenträger durchzusetzen. Das kostet natürlich Geld (das alte Lied), aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Altsax nannte es "Einsicht", ich nenne es "Wille", im Endeffekt das Gleiche. Bin mal gespannt, was wir in 10-15 Jahren hier im Forum dazu schreiben und lesen, wenn die meisten Ortsvereine dicht gemacht haben, die vielleicht noch übrigen durch Zusammenschluß entstandenen LV Nord und Süd vor der Geschäftsunfähigkeit stehen weil sich für ihre 90 jährigen Vorsitzenden keine Nachfolger mehr finden und auch von dem Geld, das jetzt noch für Investitionen in Zukunftsperspektiven zur Verfügung steht, nichts mehr übrig ist? Ist jetzt natürlich alles nur utopisches "Geschwurble", die Realität wird vielleicht viel schneller, düsterer aussehen. Und damit bin ich wieder da, wo ich schon einmal war Ave BDPh, morituri te salutant! In diesem Sinne, Peter
TeeKay Am: 14.02.2024 16:59:51 Gelesen: 61270 # 80
@ 22028 [#76] " ansonsten, wie üblich von Dir, viel Management Bingo." Da du es jetzt schon mehrfach versuchtest, den Eindruck zu erwecken, ich sei ein von der harten Unternehmensrealität entwöhnter Manager, wollen wir doch mal festhalten: Ausweislich deines Linkedin-Profils hast du eine lebenslange Managerkarriere in einem Großkonzern gemacht, während ich seit der 4. Klasse mein Geld eigenverantwortlich verdiene - unterbrochen von einer zweijährigen Angestelltenzeit. Von uns beiden bin ich derjenige, der sich schon immer selbst überlegen musste, wie er Produkte erstellt, die selbst gesuchte Kunden kaufen und von ebenfalls selbst gesuchten Angestellten oder mir selbst erzeugt werden. Ich stelle mir seit jeher exakt die Fragen und beantworte sie, die sich auch der BDPh schon vor 25 Jahren hätte stellen sollen. Bei dir waren es Konzernabteilungen, die all die Fragen für dich lösten, die nicht dein eigenes kleines Aufgabenfeld betrafen. Ich persönlich erachte dich inzwischen als Troll, der wenig zur Diskussion beiträgt und immer wieder durch Ad-hominem- statt Sachargumente auffällt. Wäre es nicht für alle viel nützlicher, wenn du deine zweifelsfrei vorhandenen vielfältigen Erfahrungen mit Projekten in sehr exotischen Gegenden nutzt, sie auf die hier besprochenen Herausforderungen anwendest und mit Ideen zum Thread beiträgst?
Richard Am: 15.02.2024 09:28:41 Gelesen: 61107 # 81
@ TeeKay [#60] Ein Beispiel für Internetseiten: Wenn ich auf der Seite des BDPh [1] den Landesverband Saar mit 12 Vereinen und 330 Mitgliedern anklicke, öffnet sich nicht die Internetseite des Landesverbands, sondern die Seite der Firma Picsell [2], dem Anschein nach ein Händler für Internet Domains. Das kapern fremder Seiten geschieht normalerweise wenn die jährlichen Kosten der Internet Domain nicht mehr bezahlt werden oder werden können. Es kann aber auch ganz andere Gründe haben, auf jeden Fall finde ich es verstörend für die Nutzer. Es kann sich aber auch um den Verkauf oder die Rückgabe der Domain durch den Landesverband gehandelt haben. Für den Philatelie-Interessierten aus dem Saarland macht dieses Beispiel keinen guten Eindruck. Schöne Grüsse, Richard [1] https://www.bdph.de/index.php?id=22 [2] http://briefmarkensammler-saarland.de/de
Altsax Am: 15.02.2024 10:06:30 Gelesen: 61077 # 82
@ Richard [#81] "Wenn ich auf der Seite des BDPh [1] den Landesverband Saar mit 12 Vereinen und 330 Mitgliedern anklicke, öffnet sich nicht die Internetseite des Landesverbands, sondern die Seite der Firma Picsell [2], dem Anschein nach ein Händler für Intzernet Domains." Wenn ein Landesverband nur noch 12 Vereine mit 330 Mitgliedern betreut, wäre es längst an der Zeit, ihn aufzulösen und bei einem größeren Verband Unterschlupf zu suchen. Eine andere Erklärung für fehlende Bereitschaft zu dieser Konsequenz zu finden, als einen "Egotrip" des Vorsitzenden, fällt schwer. Das Beispiel zeigt aber sehr schön, woran Strukturveränderungen im BDPh scheitern. Ich habe mehrfach von Landesverbandsvorsitzenden die Auffassung gehört, man sei schließlich nicht Teil des BDPh, sondern die Landesverbände hätten den BDPh ins Leben gerufen zur Erledigung ihrer zentralen Aufgaben. Der Bundesvorstand werde von ihnen eingesetzt und habe ihre Weisungen zu befolgen. Bei diesem Selbstverständnis muß man sich über das Beharrungsvermögen nicht wundern.
stampmix Am: 15.02.2024 10:18:58 Gelesen: 61061 # 83
@ Altsax [#82] Ich habe mehrfach von Landesverbandsvorsitzenden die Auffassung gehört, man sei schließlich nicht Teil des BDPh, sondern die Landesverbände hätten den BDPh ins Leben gerufen zur Erledigung ihrer zentralen Aufgaben. Der Bundesvorstand werde von ihnen eingesetzt und habe ihre Weisungen zu befolgen. Man muss den Landesverbänden zugutehalten, dass sie den Weg des Gesund-Schrumpfens konsequent und erfolgreich gehen. Vielleicht benötigen sie eines Tages den BDPh "zur Erledigung ihrer zentralen Aufgaben" nicht mehr und der Landesverband Deutschland, oder auch DACH, wird die Sammlerinteressen wahrnehmen?
Zackensonne Am: 15.02.2024 13:17:15 Gelesen: 60987 # 84
@ Richard [#81] Krass, einfach nur krass! Ich denke, so Leute wie TeeKay könnten das allerschlimmste in 30 Minuten beheben - wenn man sie ließe. Ein paar PNs, ein paar Klicks, fertig. Sind da fundamentale Kommunikationsgemeinschaften komplett kollabiert? Existiert denn noch eine organisierte Philatelie im Saarland?
TeeKay Am: 15.02.2024 14:25:10 Gelesen: 60943 # 85
@ Richard [#81] Die Website wurde 2021 modernisiert. Bis 2021 war das ein Webdesign von Anfang des Jahrtausends, als Frames bei Hobby-Websites noch üblich waren. 2021 war es aber auch kein professionelles Webdesign, sondern offensichtlich von einem wenig mit dem Thema vertrauten zusammengebastelt. 2022 wurde wieder auf das alte Webdesign zurückgewechselt. Webdesign und Betrieb einer Website wäre eine schon besprochene Möglichkeit des BDPh, Vereine zu unterstützen. Als die Wayback Machine im Mai 2023 vorbeischaute, war die Website bereits offline. @ Zackensonne [#84] 30 min reichen wirklich nur aus für das allerschlimmste. Für mehr haben auch weder ich noch die BDPh-Vorstände Zeit. Aber Feuerlöschen ersetzt keine stringende Strategie. Onlinemarketing funktioniert nur, wenn alle relevanten Teile vorhanden sind und ineinander greifen. Und dafür braucht man Vollzeitkräfte. Es ist unmöglich, dass der Vorstand das allein umsetzen könnte. Alfred Schmidt und Eric Scherer sind Vollzeit in ihren eigenen Unternehmen gebunden. Ich nehme mal an, sie wollen auch Zeit für ihr Hobby haben. Die verbliebene Restfreizeit ist keinesfalls ausreichend, um eine umfassende Kommunikations- und Verkaufsstrategie zu erarbeiten und umzusetzen. Der Markt für Philatelie existiert. Websites zur Ahnenforschung erleben einen Boom. Die Menschen interessieren sich für die Vergangenheit. Philatelie bietet einen Blick in die vergangenen 170 Jahre - die Vorphilatelie noch weiter zurück - die andere Hobbies nicht bieten können. Ich persönlich würde mein Marketing auf dieser Idee aufbauen. Dafür benötigt es andere Publikationen. Wenn ich willkürlich die Ausgabe Juli 2023 der philatelie herausziehe, so kommt auf den ersten 22 Seiten nichts, was an Geschichte interessierte Menschen interessieren würde. Auf den Seiten 23 bis 26 kommt Geschichte, aber bebildert mit lauter Neuheiten-Belegen. Auf den Seiten 32 bis 35 kommt dann erstmals etwas, was ich persönlich zum Hauptaugenmerk sämtlicher Außenkommunikation machen würde: Geschichtlich sehr interessante Themen belegt mit historisch relevanten Belegen. In dem Fall Kriegsgefangenenpost. Mir sagten schon etliche Menschen, dass sie es sehr spannend finden, sich diese Post anzusehen. Diese alten Belege, eingebettet in eine gut erzählte Geschichte, machen es möglich, sich gedanklich in der Zeit zurück zu versetzen. Man kann miterleben, sich vor dem inneren Auge vorstellen, wie es damals war. So geht es mir jedesmal, wenn ich mir meine Berlin-Sammlung anschaue. Weiter geht es erst wieder auf den Seiten 44 bis 46 mit der Entwicklung der Panzerwaffe, auch belegt mit historischen Belegen. Und das war es dann auch. 68 Seiten, von denen nur 11 auf den Interessenboom an Laien-Ahnen- und Geschichtsforschung einzahlen. Statt Selbstbeweihräucherung, Neuheiten und spezialisierten philatelistischen Artikeln sollten die philatelie zu einem Geschichtsmagazin umgebaut und so auch vermarktet werden - samt anderem Namen. Die Philatelie selbst hat einen miesen Ruf als langweiliges, veraltetes Hobby - warum sollte man also ausgerechnet den mit dem Namen herausstellen? Es bräuchte Geschichtenerzähler, die mit Zuarbeit z.B. der Argen spannende Geschichten erzählen.
Altsax Am: 15.02.2024 15:56:50 Gelesen: 60899 # 86
@ TeeKay [#85] "Der Markt für Philatelie existiert. Websites zur Ahnenforschung erleben einen Boom. Die Menschen interessieren sich für die Vergangenheit. Philatelie bietet einen Blick in die vergangenen 170 Jahre - die Vorphilatelie noch weiter zurück - die andere Hobbies nicht bieten können. Ich persönlich würde mein Marketing auf dieser Idee aufbauen. 68 Seiten, von denen nur 11 auf den Interessenboom an Laien-Ahnen- und Geschichtsforschung einzahlen. Statt Selbstbeweihräucherung, Neuheiten und spezialisierten philatelistischen Artikeln sollten die philatelie zu einem Geschichtsmagazin umgebaut und so auch vermarktet werden - samt anderem Namen. Die Philatelie selbst hat einen miesen Ruf als langweiliges, veraltetes Hobby - warum sollte man also ausgerechnet den mit dem Namen herausstellen? Es bräuchte Geschichtenerzähler, die mit Zuarbeit z.B. der Argen spannende Geschichten erzählen." In Bezug auf die Gewinnung neuer, zukunftsträchtiger Zielgruppen ist das zweifelsfrei ein sinnvoller Ansatz. Finanziert wird der BDPh aber von der existierenden Mitgliedschaft, für die meist die "Philatelie" das das wenn nicht einzige, so doch bedeutendste Kontaktmedium zum Verband darstellt. Die Mehrzahl dieser Mitglieder sammelt nach "alter Art" Briefmarken. Für sie muß die Verbandszeitschrift (auch) Inhalte bringen, die für Bindung sorgen. Viele Unternehmen sind schon gescheitert, weil sie keine zukunftsfähigen Produkte anboten, aber nicht wenige auch deshalb, weil sie bei der "Erschließung neuer Märkte" die alten vernachlässigten. Die Kombination aus beidem ist der Schlüssel zum Erfolg!
TeeKay Am: 15.02.2024 17:31:12 Gelesen: 60859 # 87
Wie gross die Bindung der bestehenden Mitglieder an die Zeitschrift ist, zeigt ja der Austritt ganzer Vereine und die Diskussion um wenige Cent Preiserhöhung. Die Inhalte begeistern doch auch keine Bestandsmitglieder.
22028 Am: 15.02.2024 17:48:38 Gelesen: 60841 # 88
@ TeeKay [#87] Die Inhalte begeistern doch auch keine Bestandsmitglieder. Auf meinen letzten Artikel zur Privatpost in Kolumbien habe ich eine ganze Reihe von positiven Feedbacks bekommen. Wenn Dir der Inhalt nicht passt, wann hast Du den letzten Artikel für die Philatelie zur Veröffentlichung eingereicht? Die Philatelie lebt von den eingereichten Artikeln. Immer nur Kritisieren wird auf die Dauer doch langweilig. Wenn Du was verbessern willst, solltest Du auch mal aktiv werden, und damit meine ich nicht hier bei Philaseiten auszuteilen „Action speaks louder than words“
Michael Mallien Am: 15.02.2024 22:09:04 Gelesen: 60743 # 89
@ TeeKay [#87] Die Inhalte begeistern doch auch keine Bestandsmitglieder. Hallo Thomas, vielleicht ist Dir nicht bewusst, von wem die Fach-Artikel in der philatelie stammen? Es gibt, soweit ich weiß, keine Redaktion oder Journalisten des BdPh, die sich die Themen aktiv suchen. Vielmehr sind es wir, die engagierten Philatelisten, die Artikel zu ihren Fachgebieten bei der Redaktion einreichen. In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um Bestandsmitglieder. Im Grunde ist es ähnlich wie hier auf den Philaseiten. Wer seine eigenen Sammelgebiete fördern möchte wird journalistisch aktiv und veröffentlicht Beiträge dazu. Persönlich habe ich das bisher "nur" in den Veröffentlichungen der Arge (AGF), in der ich Mitglied bin, getan und eben hier auf den Philaseiten. Ich plane schon lange mal etwas in die philatelie zu bringen, eben um meine Sammelgebiete zu fördern. Die Reichweite ist schließlich nicht zu vernachlässigen. Wenn Du geschichtlich interessante philatelistische Themen für die philatelie hast, würde ich sie bestimmt interessiert lesen. Viele Grüße Michael
Phil A. Telist Am: 16.02.2024 12:29:48 Gelesen: 60561 # 90
"Wenn Du geschichtlich interessante philatelistische Themen für die philatelie hast, würde ich sie bestimmt interessiert lesen." Dem kann ich mich nur vollen Herzens anschließen. Die Zeitschrift lebt von den Beiträgen der Mitglieder. Herzliche Grüße von der Redaktion.
Richard Am: 19.02.2024 09:10:48 Gelesen: 60325 # 91
Eines unserer Mitglieder hat uns zwei Grafiken zum BDPh zur Verfügung gestellt. Die Mitgliederzahl hat sich demnach seit 2008 (60.000) bis 2024 (geschätzt 20.000) drastisch um zwei Drittel ermässigt - in nur 16 Jahren. Setzt sich dieser Trend ungebremst fort, würde der BDPh bis 2040 nur noch etwa über 6.000-7.000 Mitglieder verfügen. Verbunden damit wäre ein teilweiser Verlust der bisherigen Struktur von Ortsvereinen, Arbeitsgemeinschaften und Landesverbänden innerhalb des BDPh. Die zweite Grafik zeigt die Altersstruktur mit einem "Peak" (englisch für Gipfel, Spitze, Scheitelwert) der heute 84-jährigen mit rund 700 [*] Mitgliedern - für nur einen Jahrgang. In 16 Jahren werden diese Mitglieder mit 100 Jahren auch bei bester gesundheitlicher Versorgung fast nicht mehr vorhanden sein. Der Vorstand BDPh hat die Probleme und notwendigen Aufgaben richtig erkannt, allerdings nicht erst jetzt, sondern vor 17 Jahren, als dieses Forum und Portal gegründet wurde. Bisher ist uns aus den Reihen der Zukunftskommission keinerlei Informationen bekannt geworden. Mitglieder, die über bessere aktuelle Informationen verfügen, dürfen gerne hier schreiben oder uns vertraulich ihr Wissen mailen. Schöne Grüsse, Richard [*] korrigiert 19.02.2024 von 700.000 auf 700 Mitglieder Hinweis: Die beiden Grafiken wurden am 22.03.2024 um 14 Uhr auf Verlangen des BDPh Vorstands entfernt.
JoergH Am: 19.02.2024 09:49:51 Gelesen: 60297 # 92
@ Richard [#91] Irgendwas verstehe ich da wohl nicht richtig. In der Grundschule habe ich mal gelernt, dass eine Teilmenge nicht größer sein kann als die Gesamtmenge - finde ich bei allen Vorbehalten gegenüber der Mengenlehre auch heute, 50 Jahre später, nach wie vor logisch. Wie können dann von 20.000 Mitgliedern (Gesamtmenge) 700.000 Mitglieder im Alter von 84 Jahren (Teilmenge) sein? Meine Vermutung: an irgendeiner Stelle ist da das Komma zu weit nach rechts oder links gehüpft. Jörg
stampmix Am: 19.02.2024 10:32:00 Gelesen: 60254 # 93
@ Richard [#91] Die Mitglieder-Grafik beruht offensichtlich aus inter-, extra- oder sonstwie polierten Werten. Du bist doch Direktmitglied im BDPh und kannst anhand der HV-Protokolle korrekte Zahlen liefern. Die 700 (ganzen, ohne Nachkomma) 84-Jährigen sind doch ein toller Beweis zur Vereinstreue der Philatelisten. Für die Zukunft einer wann auch immer tätigen Kommission wäre die summierte Mitgliederzahl der 0-65 jährigen wichtig, nicht ein beliebiger Einzel-Jahrgang.
nagel.d Am: 19.02.2024 12:35:55 Gelesen: 60184 # 94
@ stampmix [#93] Laut Protokoll der HV gibt es 22.467 stimmberechtigte Mitglieder. Die Stimmen der Einzelmitglieder sind, sofern sie nicht abgerufen worden sind, den entsprechenden Landesverbänden oder Arbeitsgemeinschaften zugeschlagen worden (Gemäß Satzung). Das Ergebnis ist also man kann hier nicht zwischen Einzelmitgliedern und Mitglieder in den Landesverbänden, Ortsverbänden oder Arbeitsgemeinschaften differenzieren, es gibt nur ein Gesamtergebnis.
Baber Am: 19.02.2024 15:34:07 Gelesen: 60085 # 95
@ Richard [#91] der heute 84-jährigen mit rund 700.000 Mitgliedern Hallo Richard, da würde sich der BDPh aber freuen, wenn er 700.000 Mitglieder allein in dieser Altersgruppe hätte. Ich glaube, es muss 700 heißen. Gruß Bernd
Dobe Am: 19.02.2024 23:11:58 Gelesen: 59950 # 96
Ich habe gerade die erste Ausgabe des StampED Magazins gelesen und muss sagen: es ist richtig gut geworden, die Zielgruppe ist definitiv unter 30 Jahre - Kenntnisse aller gängigen SocialMedia Begriffe werden werden vorausgesetzt, eine Protagonistin ist eine junge Frau aus der LGBTQ+ Community - Basics werden erklärt, überall Links, etc pp - das kann alles weitere Kampagnen nicht ersetzen, ist aber definitiv die richtige Richtung. Die Aufmachung, der Stil etc, nicht zu viel Text, mehr Bilder - das würden meine Kids (13-20) auch lesen. Die Aufmachung ist aber schon sehr professionell - da waren Profis am Werk, die wussten genau, was sie da tun. Aber als Anregung absolut sinnvoll :-).
Richard Am: 22.02.2024 09:37:55 Gelesen: 59744 # 97
@ JoergH [#92] @ stampmix [#93] @ nagel.d [#94] @ Baber [#95] Hallo zusammen, ich sehe mit Freude, mein Beitrag wird sehr aufmerksam gelesen, vielen Dank. Die Zahl habe ich gerade von irrtümlichen 700.000 auf 700 geändert und dies unter dem Beitrag festgehalten, sie sollte auch aus der Grafik zu erkennen sein. Bei dieser Gelegenheit nochmals mein Satz aus [#91]: Mitglieder, die über bessere aktuelle Informationen verfügen, dürfen gerne hier schreiben oder uns vertraulich ihr Wissen mailen. Weitere Informationen zur Geburten- und Sterbezahl [1] und den Baby-Boomern siehe Wikipedia und die Grafik im Abschnitt "Deutschland". Schöne Grüsse, Richard
TeeKay Am: 22.02.2024 09:59:16 Gelesen: 59728 # 98
@ Richard [#91]

"Setzt sich dieser Trend ungebremst fort, würde der BDPh bis 2040 nur noch etwa über 6.000-7.000 Mitglieder verfügen. Verbunden damit wäre ein teilweiser Verlust der bisherigen Struktur von Ortsvereinen, Arbeitsgemeinschaften und Landesverbänden innerhalb des BDPh."

Ohne irgendetwas zu ändern, wird sich der Trend jedoch beschleunigen, da der Verband mit abnehmender Mitgliederzahl zunehmend dysfunktional wird. Die Beiträge der weniger werdenden Mitglieder werden zu einem immer größeren Anteil für keinen Nutzen stiftende interne Verbandsbürokratie aufgebraucht. Der Leistungsumfang sinkt. Zudem skalieren die Strukturen nicht mit der Mitgliederzahl nach unten. Ein Verein löst sich nicht erst auf, wenn der letzte Tod ist, sondern schon deutlich eher. Mich würde daher nicht wundern, wenn schon 2030 die Entscheidung fällt, dass der BDPh keine Existenzgrundlage mehr hat, er aber zweckfrei weiter geführt wird, weil einige Funktionäre es so wollen.
alemannia Am: 22.02.2024 13:46:53 Gelesen: 59624 # 99
@ Richard [#91] Hallo zusammen, wenn ich die 2. Grafik richtig interpretiere, zeigt sie nicht die Anzahl der Mitglieder im BDPh, sondern die Mitglieder in einem Bundesverband Deutscher Philatelisten. Handelt es sich hierbei um die Funktionsträger in den Landesverbänden, evtl. zuzüglich derer im Verband Philatelistischer Arbeitsgemeinschaften und der Deutschen Philatelisten-Jugend? Gruß Guntram
Lars Boettger Am: 22.02.2024 14:23:11 Gelesen: 59594 # 100
@ alemannia [#99] Handelt es sich hierbei um die Funktionsträger in den Landesverbänden, evtl. zuzüglich derer im Verband Philatelistischer Arbeitsgemeinschaften und der Deutschen Philatelisten-Jugend? Hallo Guntram, die Funktionsträger sind nicht separat aufgeführt, sondern die Grafik zeigt alle Mitglieder, die über einen Verein, eine Arbeitsgemeinschaft, die DPhJ oder als Direktmitglied Mitglied im BDPh sind. Dabei spielt die Funkion keine Rolle. Beste Grüsse! Lars
Richard Am: 24.02.2024 09:44:07 Gelesen: 59327 # 101
Ergänzend ein Auszug aus dem Protokoll der BDPh Hauptversammlung 29.09.2023 in Bautzen: (BDPh, 15.12.2023) 24. Verschiedenes Der Landesverband Südwest (09) stellt den Antrag, dass der BDPh eine Zukunftskommission unter dem Vorsitz des BDPh-Präsidenten einrichten soll. Aufgaben der Kommission sollen sein: • die Analyse des aktuellen Ist-Zustands des BDPh in seiner Struktur und Altersverteilung der Mitglieder; • die Festlegung eines anzustrebenden künftigen Soll-Zustands; • die Definition von Maßnahmen zur Erreichung dieses neuen Soll-Zustands unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen; • die Bewertung der Auswirkungen von umgesetzten Maßnahmen. Die Landesverbände seien angehalten, Vertreter für die Kommission zur Verfügung zu stellen. Der Antrag wird mehrheitlich angenommen. Konrad Krämer schließt die Hauptversammlung um 13.30 Uhr
bernhard Am: 24.02.2024 14:16:10 Gelesen: 59237 # 102
@ Dobe [#64] Hallo zusammen, ich denke genau hier bei diesem Beispiel wäre eine gute Möglichkeit anzusetzen. Beim Verkauf des Nachlasses müssen sich die Erben automatisch etwas mit der vorhandenen Briefmarkensammlung auseinandersetzen. Bei entsprechenden google-Eingaben könnte man an eine entsprechende Seite des BDPh oder eines entsprechend vorbereiteten Youtube-Filmes gelangen, welche dem Nutzer hilfreiche Informationen über die Verwertung gibt und gleichzeitig aber auch anregt, Teilgebiete ggfs. einfach weiter zu sammeln. Zu verschiedenen Themen könnten dann verschiedene Sammlungs-Beispiele gebracht werden, welche spannende Einblicke in die Welt der Philatelie geben. Am besten verknüpft mit Zeitgeschichte, z.B. Inflation, Ende und Wiederaufbau der Post 1945, aber auch Motivthemen, Ländersammlungen … Jede ArGe könnte z.B. dazu leicht verständliche zeit- und postgeschichtliche Inhalte beisteuern, ja eine eigene Seite dazu beisteuern. Eine Kommission könnte sich speziell um diese Inhalte kümmern, bis sie stehen. Der potentielle Verwerter, der angesprochen werden soll, könnte sich hier noch mehr mit dem Sammlungsthema des Verstorbenen beschäftigen und selbst dabei angeregt werden. Auch zeigt das Beispiel vom Nutzer Dope, dass zumindest bestimmte Teile des Forums für alle kostenlos zugänglich bleiben müssen! Wenn die Einnahmen aus Werbung und Spenden nicht ausreichen, sollte hier genauso wie beim BDPh die Einsicht reifen, dass man irgendwo sparen muss/sollte (z.B. philachat, Debrix …). Alles was mitgeschleppt werden muss, belastet dauerhaft. Dies gehört zwar eher in das Thema über die Zukunft der PhilaSeiten, muss hier aber wegen dem Zusammenhang erwähnt werden. Ich hatte auch ganz am Anfang mal vorgeschlagen eine Umfrage zu machen, wer überhaupt verschiedene Funktionen und Bereiche nutzt. Bei philachat war ich heute aus Neugierde wieder mal drin, da kann man auf der ersten Seite noch die Neujahrsgrüße nachlesen. Diese Neujahrsgrüße sind gleichzeitig mit dem Satz verbunden „Falls das hier noch irgendwer liest...“ Man weiß nicht einmal wann die entsprechenden Posts entstanden, es fehlt irgendwie ein Tagesdatum. Aber sicherlich findet sich zu jedem Punkt wieder eine passende Ausrede (Kosten nur marginal, wird von einigen Usern genutzt, ist etwas einmaliges in der Phila-Welt usw.). Viele Grüße Bernhard
Altsax Am: 24.02.2024 14:48:17 Gelesen: 59214 # 103
@ Richard [#101] "Der Landesverband Südwest (09) stellt den Antrag, dass der BDPh eine Zukunftskommission unter dem Vorsitz des BDPh-Präsidenten einrichten soll. Aufgaben der Kommission sollen sein: • die Analyse des aktuellen Ist-Zustands des BDPh in seiner Struktur und Altersverteilung der Mitglieder; • die Festlegung eines anzustrebenden künftigen Soll-Zustands; • die Definition von Maßnahmen zur Erreichung dieses neuen Soll-Zustands unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen; • die Bewertung der Auswirkungen von umgesetzten Maßnahmen. Die Landesverbände seien angehalten, Vertreter für die Kommission zur Verfügung zu stellen." Die Jahreshauptversammlung des BDPh hatte in Wolfsburg im Jahre 2007 mit 55,5 zu 44,5 %`der Stimmen dem Antrag zur Einrichtung einer Zukunftskommission zugestimmt, die bis zur Jahreshauptversammlung 2009 Vorschläge für eine Strukturreform des BDPh erarbeiten und vorlegen soll. Im Jahre 2018 wurde eine "Strukturkommission" eingerichtet, deren Vorgehen exakt den obigen "Aufgaben" folgte, also so falsch nicht gewesen sein kann. Die erarbeiteten Vorschläge durften auf Betreiben des Verwaltungsrates nicht einmal veröffentlicht werden. Wer soll daran glauben, daß diesmal wirklich zukunftsweisende Ergebnisse erzielt und umgesetzt werden, wenn die Kommissionsmitglieder nur aus Verbandsvertretern und von ihnen abhängigen Mitgliedern des BDPh-Vorstandes bestehen ?
filunski Am: 24.02.2024 15:25:27 Gelesen: 59185 # 104
@ Altsax [#103] "Wer soll daran glauben, daß diesmal wirklich zukunftsweisende Ergebnisse erzielt und umgesetzt werden, wenn die Kommissionsmitglieder nur aus Verbandsvertretern und von ihnen abhängigen Mitgliedern des BDPh-Vorstandes bestehen ?" Hallo Altsax, ich sehe das schon fast als rhetorische Frage. ;-) Aber die realistische Antwort darauf wäre: Niemand. Nicht nur, dass die ganze Geschichte an "Und ewig grüßt das Murmeltier" erinnert, ist und bleibt es wie in der großen Politik auch. Es gibt nur Absichtserklärungen und viele Konjunktive (wir müssten, wir sollten, es wäre schön, nötig etc.), aber raus kommt am Ende noch nicht mal heiße Luft. Wer sollte auch die ganze Arbeit nochmals machen? Diejenigen, die sich beim letzten Mal vergeblich viel Arbeit und Mühe gemacht und vor allem viel Zeit investiert haben, hat man (BDPh, Verwaltungsrat und LV) "vorgeführt" und verprellt. Der jetzige BDPh Vorstand hat doch gar nicht die Zeit und jemanden der sich "full time" um diese Aufgabe kümmert und "last not least" wohl auch gar nicht dIe richtige Motivation (das Schiff ist zwar leck geschlagen, die ersten "Ratten" verlassen es schon, aber es schwimmt ja noch). Gruß, Peter
Altsax Am: 24.02.2024 15:59:45 Gelesen: 59148 # 105
@ filunski [#104] So uneingeschränkt pessimistisch bin ich nicht. Herrn Schaile ist es immerhin gelungen, eine Mehrheit für den Antrag seines Landesverbandes zu bekommen. Nicht in allen Landesverbänden ist noch die kalkhaltige Betonfraktion am Ruder, die bisher alle Reformversuche zu blockieren wußte. Vielleicht setzt sich ja doch einmal die normative Kraft des Faktischen in Form von Realitätssinn durch.
Richard Am: 09.03.2024 09:27:13 Gelesen: 58879 # 106
In seiner Mitgliederzeitschrift Südwest Aktuell veröffentlichte der Mitgliederstärkste LV Südwest die Entwicklung der Mitgliederzahlen von 1951 bis Ende 2023: Wie daraus entnommen werden kann, hat sich die Zahl der Mitglieder in den vergangenen 10 Jahren um 3.221 oder 44 % auf 4.041 ermässigt bei einem Rückgang der Mitgliedervereine um 25 oder 18 % auf 112. Vor 30 Jahren betrug die Zahl der Mitglieder noch 15.011 In den anderen Landesverbänden sieht es vermutlich ähnlich aus. Eine Aufgabe für die Zukunftskommission des BDPh Präsidenten Alfred Schmidt, deren Zusammensetzung noch immer nicht veröffentlicht wurde.
TeeKay Am: 09.03.2024 10:59:33 Gelesen: 58828 # 107
Sehr schön sehen wir auch, dass die durchschnittliche Mitgliederzahl pro Verein nur noch 36 beträgt. 1956, als es etwa 10% mehr Gesamtmitglieder gab, hatte jeder Verein durchschnittlich 74 Mitglieder. Selbst zum Start 1951 waren es schon 67 Mitglieder pro Verein. Die Philatelie leistet sich damit einen sehr kleinteiligen Organisationsgrad, bei dem ein immer größerer Anteil der Mitglieder mit Organisationsbürokratie befasst ist und dafür einen immer größeren Anteil der Einnahmen aufwendet (durch sinkende Mitgliederzahl bei mutmaßlich min. gleichbleibendem Aufwand), ohne dass für die Mitglieder noch sichtbar Mehrwert geschaffen werden kann (weshalb es keine Neumitglieder gibt). Interessant ist, dass bereits in den 60ern die Zahl der Mitglieder pro Verein sein Hoch erreichte. Ab da wurde weiteres Mitgliederwachstum durch zusätzliche Vereine, nicht mehr durch mehr Mitglieder pro Verein erzielt. Das Gesamtmitgliederhoch wurde eher erreicht als das Hoch bei der Vereinszahl. Seit Mitte der 1990-er sinkt die Zahl der Mitglieder viel, viel schneller als die Zahl der Vereine, was zu oben beschriebener Überbürokratisierung der gesamten Organisation führt, die immer mehr mit sich selbst als mit der Mehrwertschaffung für Mitglieder befasst ist. Wichtig ist jetzt, dass der BDPh keinesfalls irgendetwas überstürzt, sondern ganz behutsam und mit Bedacht vorgeht und sich viel Zeit mit Nachdenken, Planung und Diskussion befasst. Wie Richard in seinem letzten Absatz sagt, sind wir zum Glück noch in der Nachdenkphase.
Lars Boettger Am: 09.03.2024 17:41:40 Gelesen: 58714 # 108
@ TeeKay [#107] Die Philatelie leistet sich damit einen sehr kleinteiligen Organisationsgrad, bei dem ein immer größerer Anteil der Mitglieder mit Organisationsbürokratie befasst ist und dafür einen immer größeren Anteil der Einnahmen aufwendet Die Zahlen lügen nie. Aber die Wahrheit hier m.E. etwas anders gelagert: - Die Ortsvereine haben, analog zum Mitgliederrückgang, auch ihre Vorstände bzw. Verwaltungseinheiten verkleinert. In der Regel bestehen die Vereinsvorstände aus drei geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern und eventuell ein-zwei Beisitzern. "Tauschobmann" oder "Materialwart" sind Positionen, die sich überlebt haben. "Schriftführer" gibt es nur noch sehr selten. Eine Position, die bei vielen Vereinen nicht bzw. nicht mehr besetzt ist, ist der Öffentlichkeitsarbeiter. Das ist eine extrem wichtige Position für die Aussenwirkung. - Dein Argument bezüglich der Einnahmen kann ich für einen Ortsverein nicht nachvollziehen. Ich erhalte kein Fahrgeld oder ähnliches und kenne jetzt keinen Orstverein, bei dem etwas ähnliches gezahlt wird. Mit dem jährlichen Beitrag finanzieren wir Veranstaltungen (siehe z.B. "Infotag zum Älterwerden"). Auf Landesverbands- oder Bundesebene ist der Rückgang anders gelagert, da hast Du nicht unrecht. Es gibt diesen negativen Basiseffekt, andererseits ist auch der BDPh-Vorstand gegenüber dem Vorstand von vor 30 Jahren deutlich kleiner. - Größe hat nicht automatisch etwas mit Vereinsaktivität zu tun. Wenn Du eine gute Idee hast, dann setze sie im Verein um. Egal, ob Du 10 Mitglieder oder 100 Mitglieder hast. was zu oben beschriebener Überbürokratisierung der gesamten Organisation führt, die immer mehr mit sich selbst als mit der Mehrwertschaffung für Mitglieder befasst ist. An was machst Du die "Überbürokratisierung" fest? Der BDPh hat letztes Jahr sehr erfolgreich eine grosse FIP-Ausstellung veranstaltet. Wer das verpasst hat, hat wirklich etwas verpasst. Da war für alle Sammler etwas dabei, egal, ob Du im Wettbewerb ausgestellt hast oder bei den Postanstalten Deine Bestände auffüllen wolltest. Der LV Südwest ist als nicht-kommerzieller Veranstalter der IBB Ulm eingetreten. Es ist fraglich, ob ohne unser finanzielles Commitment der Nachfolger der IBB Sindelfingen überhaupt stattgefunden hätte. Die Pressekampagne zur "010"-Marke war sehr erfolgreich und hat bei dem ein oder anderen Verein zu neuen Kontakten und neuen Ideen geführt. Der Verein in Haldensleben veranstaltet diese Jahr eine nationale Ausstellung zusammen mit Brasilien. Ich freue mich schon darauf, alte Freunde wiederzusehen! Unter der Federführung von Eric Scherer läuft die Seminar-Reihe des BDPhs weiter. Was ich mir wünschen würde (und da tute ich in ein Horn, in dass Du m.E. auch schon geblasen hast), wäre eine deutlich verstärkte Präsenz auf den Social Media-Kanälen. Bzw. nicht nur ein Präsenz, sondern eine Social-Media-Strategie. Aber das ist Aufgabe der Landesverbände und des Bundesverbandes. Da kann ich als kleiner Vereinsvorsitzender nichts bzw. nicht viel daran ändern. Beste Grüsse! Lars
TeeKay Am: 09.03.2024 20:04:19 Gelesen: 58655 # 109
@ Lars Boettger [#108] " An was machst Du die "Überbürokratisierung" fest?" An reinen Kosten/Nutzen-Erwägungen der Mitglieder. Das Thema Mitgliedsbeitrag ist ein Dauerbrenner, obwohl es um relativ kleine Beträge geht. Einige Vereine treten aus, weil es ihnen zu teuer wird, nicht, weil sie sich auflösen. Offenbar generiert die komplette Organisationskette Verein-Landesverband-Bundesverband aus Sicht vieler Mitglieder in Relation zu den Beiträgen nicht genügend Nutzen. Dazu kommt das Thema der Neukundengewinnung, das überhaupt nicht läuft. Aus meinem Diagramm lese ich persönlich ab, dass die organisierte Philatelie in Deutschland ihre Schlagkraft zersplittert, statt vereint. Das gesamte Organisationskonstrukt muss verwaltet werden, wofür Geld, Zeit und mentale Energie draufgeht, die dann nicht für andere Dinge zur Verfügung stehen.
Richard Am: 12.06.2024 09:49:01 Gelesen: 57399 # 110
Thomas Heckel, Vorsitzender des LV Bayern, ging in seinem Bericht zu den Schwerpunkten der Verbandsarbeit auch auf die Zukunft des BDPh ein. Hier einige Auszüge aus [1]. --- LV aktuell 2/348 9 TOP 6 Jahresbericht des 1. Vorsitzenden Thomas Heckel berichtet über die Schwerpunkte der Verbandsarbeit. - BDPh: Auf der BDPh Hauptversammlung in Bautzen wurde eine Prognose der Mitgliederzahlen vorgestellt. Diese werden jährlich um ca. 7-8% sinken. Im Februar 2024 fielt die Zahl der Mitglieder erstmalig unter 20.000 Mitglieder. Das Durchschnittsalter beträgt 73 Jahre. 6.000 Mitglieder sind mehr als 80 Jahre alt. Weitere 6.500 Mitglieder sind zwischen 70 und 80 Jahre alt. In 2050 werden es ohne Gegensteuern nur noch ca. 4.000 Mitglieder sein. - Gründung einer Zukunftskommission beim BDPh, da erkannt wurde, dass die Vereine vor Ort der wichtigste Vertriebskanal sind. Für Ideen und Vorschläge wurde eine E-Mail-Adresse eingerichtet. - Messe: Die Messen in Ulm und München sind die einzigen verbliebenen Messen. Stand heute finden beide Messen auch in 2025 statt. - Ausstellungen: Viel Aufwand, aber wenig Erfolg in Bezug auf die Mitgliederwerbung. - Finanzen: Die Entwicklung ist negativ. Dies ist vor allem begründet in der Kostenübernahme der Beitragserhöhung des BDPh für die Vereine und die Säumigkeit einzelner Vereine bei der Beitragsentrichtung. --- In einer Stellungnahme zu aktuellen Themen berichtete Vertreter des BDPh, Konrad Krämer (kleiner Auszug aus [1]: - dass die nächste Jahreshauptversammlung des BDPh in Hamburg stattfindet - dass die Stiftung das Haus der Philatelie neu vermietet hat. Die Bundesgeschäftsstelle hat sich von 450 m² auf 100 m² verkleinert. Sie ist nun Am Hofgarten 4 in Bonn zu finden. Die Räumlichkeiten werden von der Bundesgeschäftsstelle, dem BDPh und der Stiftung genutzt. Der BDPh hat sich in diesem Zuge auch personell auf 1,75 Stellen verkleinert. [1] https://joomla.ew-print.com/LV-Aktuell/2024-06.pdf --- Meinung: Fast alle diese Punkte haben mit dem Thema Zukunft und Zukunftskommission zu tun, sonst würden sie nicht in diesem Thema zu lesen sein. Ein erstes Ergebnis: Für Ideen und Vorschläge wurde eine E-Mail-Adresse eingerichtet.. Immerhin, es geht voran. Grüsse aus der Redaktion, Richard
TeeKay Am: 12.06.2024 12:43:55 Gelesen: 57319 # 111
@ Richard [#110] - Ausstellungen: Viel Aufwand, aber wenig Erfolg in Bezug auf die Mitgliederwerbung. Wie oft wurde ich wohl schon belehrt, dass es beim Ausstellungswesen nicht um interessante, informative, werbliche Zurschaustellungen der Menschen zum Sammeln motivierenden Aspekte der Philatelie geht, sondern um hart reglementierte Wettbewerbe von Philatelisten untereinander, die nichtmal die Philatelisten selbst interessieren müssen, sondern nur die Juroren? Ein erstes Ergebnis: Für Ideen und Vorschläge wurde eine E-Mail-Adresse eingerichtet. Immerhin, es geht voran. Da steht ja nicht, dass die Mails auch abgerufen, gelesen und das Gelesene in Handlungen umgesetzt werden. In den Foren gabs jedenfalls noch keine konstruktiven Diskussionen mit BDPh-Vorständen über eingebrachte Vorschläge. Insofern bin ich skeptisch, dass das unter Ausschluss der Öffentlichkeit besser laufen könnte.
DL8AAM Am: 12.06.2024 16:17:44 Gelesen: 57221 # 112
@ TeeKay [#111] Woher kommt Dein Wissen, dass die Wettwerbe die Philatelisten nicht interessieren? Die "Ausstellungen" sind eben reine "verbands-" interne Wettbewerbe, wie in jedem anderen Verein und Verband auch, die eines der wichtigsten "verbandlichen" Aufgaben sind. Das ist vom Dackelklub bis zum Sportverein so. Und auch die Meisterschaften im Dackelzüchten, Amateurfunkpeilen, Hochgeschwindigkeitsmorsen oder Um-die-Wette-Funken, sowie Kegeln und Bogenschießen haben keine wirklich werbende Außenwirkung, nicht alles kann eben ein Millionenheer von chipsfutternden Sofarianern vor den TV locken, und? Trotzdem stellt das "dort" keiner wirklich in Frage. Eher das Gegenteil, so etwas lässt einen zusammenrücken und Vorbild sein. Warum ist das hier anders? Was haben Philatelisten gegen Wettbewerbe? Neid? Zumal hier die Beiträge in aller aller Regel nur ein Bruchteil, als in anderen Verbänden kostet. Was ich in den meisten Philaklubs an Jahresbeitrag zahle, wäre zum Beispiel in meinem Amateurfunkverband ein Monatsbeitrag - und auch da bekomme ich außer einem monatlichen Verbandsmagazin und vielleicht einen monatlichen OV-Abend zum Klönen im Gasthaus eigentlich auch "nichts", natürlich außer dem Wir-Gefühl und das ich auf meinen Visitenkarten "Member of ..." drucken darf. Come on Aber bei dieser abweisenden, negativen Grundeinstellung, die man hier oft liest, sehe ich eher recht düster in die verbandliche Zukunft. Eigentlich würde ich erwarten, dass sich die immer weniger werdenden Philatelisten gerade deshalb in Scharen organisieren, zusammenschließem allein aus Solidarität zum gemeinsamen Hobby. Wir ... ;-) Nur wird sich das "Wir" sicherlich auf Dauer in der Tiefe nicht mehr in lokalen Vereinigungen darstellen lassen. Alleine schon von der demographischen Zusammensetzung der Hobbyisten. Wir sind keine Massenbewegung mehr und werden auch keine mehr werden, egal was wir anstellen. "Junge, hippy Mädels" (und Jungs) werden niemals den Weg zu uns finden. Unsere verbliebene Energie sollten wir nicht in sinnlosen Windmühlenkämpfen verschwenden. Da macht mich so ein Statement, wie oben: "Gründung einer Zukunftskommission beim BDPh, da erkannt wurde, dass die Vereine vor Ort der wichtigste Vertriebskanal sind" eher sehr traurig. Glaubt man wirklich immer noch daran, dass die Vereine vor Ort "als vertriebsweg" flächendeckend eine Massenbewegung von Außenstehenden auslösen können? Die guten alten 1950-er und 1960-er Jahre kommen unter den heutigen Rahmenbedingungen einfach nicht wieder. Beste Grüße Thomas
TeeKay Am: 12.06.2024 16:36:39 Gelesen: 57205 # 113
@ DL8AAM [#112] Woher kommt Dein Wissen, dass die Wettwerbe die Philatelisten nicht interessieren? Von meiner Beobachtung fast leerer Ausstellungshallen.
Droenix Am: 12.06.2024 17:46:11 Gelesen: 57153 # 114
Kennt jemand die Email-Adresse der Zukunftskommission ? Neue Mitglieder zu gewinnen, ist zu kurz gesprungen. Neue Sammler/-innen brauchen wir. Erst dann stellt sich das Thema Mitglieder! Die Philatelie hat durchaus eine Zukunft, soweit es geschafft wird neue Sammler oder Wiedereinsteiger zu gewinnen. Nun beginnen die ersten der Babyboomer Generation in den Ruhestand zu gehen. Alle von dieser Generation haben als Kind schon einmal Briefmarken gesammelt. Jetzt muss gehandelt werden und wir müssen diese Gruppe mit unserer Begeisterung für die Philatelie anstecken. Das wird nicht über die Vereine gehen, wenn meist nur noch einmal im Monat ein Treffen stattfindet. Ausstellungen in der jetzigen Form sind auch nur bedingt dazu geeignet neue Sammler anzulocken. Dazu benötigt es z.B. Führungen der Aussteller durch ihre Sammlung. Wir müssen insbesondere präsenter in den Printmedien als auch in den sozialen Medien sein.
nagel.d Am: 12.06.2024 19:19:40 Gelesen: 57083 # 115
Was Ausstellungen angeht, so sehe ich das Problem, daß diese Veranstaltungen in die Öffentlichkeit kaum oder schlecht kommuniziert werden, hier meine ich über die Medien außerhalb der Philatelieszene, zum anderen finden diese Veranstaltungen dann statt, wenn kein anderes Ereignis (Z.B. Stadtfest, Weihnachtsmarkt o.ä.) in dem jeweiligen Ort stattfindet. Mein Vorschlag wäre, man sollte diese Ausstellung mit anderen örtlichen Veranstaltungen verknüpfen um durch "Laufkundschaft" auf das Thema Philatelie aufmerksam zu machen.
Richard Am: 16.06.2024 09:54:51 Gelesen: 56795 # 116
In 2009 - vor 15 Jahren ! - gab es bereits das BDPh Zukunftsforum. Wer den folgenden Text dazu im BDPh-Forum verfasst hat ist nicht zu sehen, vermutlich Wolfgang Peschel, Mitglied der Zukunftskommission. Ich zitiere: Intensive Diskussion (wp) Am 23. und 24. Mai 2009 trafen sich in Bonn die Mitglieder der BDPh-Zukunftskommission. In intensiven Gesprächen wurden dabei Fragen der Verbandsstruktur, der zukünftigen Entwicklung der Philatelie und der Rahmenbedingungen des verbandlichen Ehrenamts behandelt. Dabei analysierte der kleine Kreis die aktuelle Situation, diskutierte unterschiedliche Zukunftsszenarien und verständigte sich auf Empfehlungen, die dem Bundesvorstand und dem Verwaltungsrat bei seiner gemeinsamen Sitzung Ende Juni in Bietigheim-Bissingen vorgelegt werden sollen. Für die Kommission bietet die Philatelie genügend Zukunftspotential, um nicht beim „Chor der Unkenrufe“ zur Verbands- und Vereinsarbeit mitzusingen. Das Schöne dieser Freizeitbeschäftigung muss wieder stärker in den Mittelpunkt rücken und kommuniziert werden. Die Mitgliedergewinnung muss zur Hauptaufgabe aller Ebenen des Verbandes werden. Gleichzeitig muss der Verband auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen reagieren und sich weiter öffnen, noch mehr Kooperationsmöglichkeiten untereinander schaffen und vorhandene Synergien noch besser nutzen. Die Mitglieder des Gremiums: Dr. Bergmann, Arnstadt; Werner Müller, Lünen; Frank Walter, Berlin; Dr. Jürgen Glietsch, Merseburg; Oswald Janssen, Moormerland; Günther Korn, Bonn; Wolfgang Peschel, Bonn; Axel Brockmann, Rosengarten Franz Karl Lindner. Gleichzeitig muss der Verband auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen reagieren und sich weiter öffnen, noch mehr Kooperationsmöglichkeiten untereinander schaffen und vorhandene Synergien noch besser nutzen. Welche der zuletzt vorgeschlagenen Massnahmen wurden in den letzten 15 Jahren tatsächlich und konsequent umgesetzt ? Waren es nur "leere Worte" oder wurde das Beschlossene tatkräftig im BDPh, den Landesverbänden und Ortsvereinen umgesetzt ? Grüsse aus dem Allgäu, Richard
soeste2919 Am: 16.06.2024 11:07:34 Gelesen: 56741 # 117
Hallo ! Alle diese Leute werden zu der Erkenntnis gekommen sein: Ohne Moos nichts los ! Einen schönen Sonntag wünscht soeste2919
nagel.d Am: 17.06.2024 11:43:49 Gelesen: 56555 # 118
@ soeste2919 [#117] *ironie ein* ja ja die Vereine und das liebe Geld - aber ohne Moos nix los (ein oller Spruch aus meiner Jugend) *ironie aus*
drmoeller_neuss Am: 17.06.2024 12:00:31 Gelesen: 56546 # 119
@ soeste2919 [#117] Leider gilt für die organisierte Philatelie auch: Mit Moos nichts los! Rechnet einmal die Barvermögen aller Vereine und Verbände zusammen. Ich schätze, dass pro BdPh-Mitglied weit über 100 Euro zusammenkommen. Es fehlt nicht an Geld, sondern an Ideen und den Strukturen, um überhaupt Ideen umzusetzen. Weniger Verbandsbürokratie würde sogar Kosten einsparen.
Altsax Am: 17.06.2024 12:24:31 Gelesen: 56531 # 120
@ drmoeller_neuss [#119] "Es fehlt nicht an Geld, sondern an Ideen und den Strukturen, um überhaupt Ideen umzusetzen. Weniger Verbandsbürokratie würde sogar Kosten einsparen." Genau darum geht es! Jeder kennt die Probleme, aber niemand kümmert sich um konkrete Lösungen. Wenn Vereine sich wegen Mitgliederschwunds auflösen, dann fehlt es an attraktiven Angeboten. Wenn sich aber intakte und aktive Vereine auflösen, weil sich keine Vorstandsmitglieder mehr finden, dann gibt es Lösungen, die ein Landesverband finden und umsetzen können muß! Aktuell droht sogar einer funktionierenden Arbeitsgemeinschaft (Preußen) das Schicksal der Auflösung, weil offenbar niemand der Vorsitz übernehmen will. Die Auflösung einer so wichtigen klassischen Arbeitsgemeinschaft wäre ein Armutszeugnis erster Klasse auch für den BDPh. Vielleicht braucht es ein solches Signal, um die Blockaden gegenüber Strukturveränderungen zu lösen.
saeckingen Am: 18.06.2024 07:44:07 Gelesen: 56349 # 121
@ Altsax [#120] Die Auflösung einer so wichtigen klassischen Arbeitsgemeinschaft wäre ein Armutszeugnis erster Klasse auch für den BDPh. Wieso ist es ein Armutszeugnis für den BDPh wenn in einem aktiven Verein mit vielen Mitgliedern niemand bereit ist ein Amt zu übernehmen? Das ist ein Armutszeugnis für die Mitglieder, die nur konsumieren wollen, aber nichts beitragen. Das ist aber leider ein gesellschaftliches Problem, das Vereine in allen möglichen Bereichen betrifft. Dagegen steigt seit Jahren das Anspruchsdenken der Mitglieder an die Vereine. Man hört immer öfters "man müsste dieses tun" oder "wir brauchen das". Selbstverständlich wird von den Vorstandsmitgliedern erwartet, das alles zusätzlich ehrenamtlich zu liefern - dafür bezahlt man ja schließlich auch ein paar Euro Jahresbeitrag! Grüße Harald
drmoeller_neuss Am: 18.06.2024 11:44:56 Gelesen: 56270 # 122
@ Altsax [#120] Aktuell droht sogar einer funktionierenden Arbeitsgemeinschaft (Preußen) das Schicksal der Auflösung, weil offenbar niemand der Vorsitz übernehmen will. Die Auflösung einer so wichtigen klassischen Arbeitsgemeinschaft wäre ein Armutszeugnis erster Klasse auch für den BDPh. Vielleicht braucht es ein solches Signal, um die Blockaden gegenüber Strukturveränderungen zu lösen. @ saeckingen [#121] Wieso ist es ein Armutszeugnis für den BDPh wenn in einem aktiven Verein mit vielen Mitgliedern niemand bereit ist ein Amt zu übernehmen? Das ist ein Armutszeugnis für die Mitglieder, die nur konsumieren wollen, aber nichts beitragen. Das ist aber leider ein gesellschaftliches Problem, das Vereine in allen möglichen Bereichen betrifft. Nun könnte der BDPh hier durchaus aktiv werden und sich mit den noch aktiven Mitgliedern zusammensetzen. Warum löst man sich auf? Ist niemand bereit, die Bürden der "Vereinsbürokratie" zu übernehmen? Oder gibt es niemanden mehr für die Rundbriefe? Oder gibt es einfach zu wenig aktive Mitglieder? Wenn es an der "Bürokratie" scheitert, könnte man einen übergeordneten Verein ins Leben rufen, vielleicht einen "ArGe e.V. Die (ehemalige) ArGe Preussen würde dann als interne Abteilung laufen, mit eigenem Budget und Rundbrief. Das Modell fahren einige Sportvereine, warum sollte es in der Philatelie nicht gehen? Zum Thema "Rundbriefe": vielleicht genügt ein Newsletter, der nicht gesetzt und gedruckt werden muss? Auch hier könnte der BdPh unterstützen, und z.B. einen zentralen Server für alle Arbeitsgemeinschaften einrichten. Die Briten haben schon so etwas, in Deutschland dauert alles wie üblich länger, bis der letzte Bedenkenträger überzeugt oder aus dem Weg geräumt ist. Und der Fall "zu wenig Mitglieder": hier könnte in der "Philatelie" ein Aufruf gestartet werden und die Arbeitsgemeinschaft vorgestellt werden. Das Sammelgebiet "Preussen" ist ein wesentlicher Pfeiler der deutschen Philatelie, und für den Erhalt der Arbeitsgemeinschaft kann dann einmal die Frage, ob die Deutsche Post mit blauer oder schwarzer Farbe stempeln soll (Vorsicht: überspitzt formuliert!) hinten herunter fallen.
Lars Boettger Am: 18.06.2024 13:29:18 Gelesen: 56207 # 123
@ drmoeller_neuss [#122] Wenn es an der "Bürokratie" scheitert, könnte man einen übergeordneten Verein ins Leben rufen, vielleicht einen "ArGe e.V. Die (ehemalige) ArGe Preussen würde dann als interne Abteilung laufen, mit eigenem Budget und Rundbrief. Das Modell fahren einige Sportvereine, warum sollte es in der Philatelie nicht gehen? Wärst Du bereit, Dich als Projektmanager für die "ARGE e.V." dem BDPh zur Verfügung zu stellen? Beste Grüsse! Lars
Altsax Am: 18.06.2024 14:44:40 Gelesen: 56154 # 124
@ saeckingen [#121] Wieso ist es ein Armutszeugnis für den BDPh wenn in einem aktiven Verein mit vielen Mitgliedern niemand bereit ist ein Amt zu übernehmen? Das ist ein Armutszeugnis für die Mitglieder, die nur konsumieren wollen, aber nichts beitragen. Das ist aber leider ein gesellschaftliches Problem, das Vereine in allen möglichen Bereichen betrifft. Dagegen steigt seit Jahren das Anspruchsdenken der Mitglieder an die Vereine. Man hört immer öfters "man müsste dieses tun" oder "wir brauchen das". Selbstverständlich wird von den Vorstandsmitgliedern erwartet, das alles zusätzlich ehrenamtlich zu liefern - dafür bezahlt man ja schließlich auch ein paar Euro Jahresbeitrag! Wenn ich das richtig sehe, geht es bei der Arge Preußen, ebenso wie in vielen Ortsvereinen, nicht darum, daß niemand die aktive Arbeit (Rundbrief, Veranstaltungsorganisation etc.) machen will, sondern eher um die Formalien des Vereinsrechts mit den damit verbundenen Verpflichtungen. Wenn sich niemand mehr fände, der bereit ist, sich um den eigentlichen Vereinszweck zu kümmern, dann wäre dessen Auflösung die logische konsequenz. Allein um die formalen Anforderungen des Vereinsrechts geht es mir. Das könnten die Verbände resp. der BDPh mit etwas organisatorischem Geschick so lösen, daß sich Vereine resp. Arbeitsgemeinschaften auf ihre Kernaufgaben beschränken könnten. Ob dazu ein separater Verein erforderlich ist, bezweifle ich. Eine Führung als Abteilung dürfte völlig ausreichen. Daß im Falle der Arge Preußen eine Arbeitsgemeinschaft betroffen ist, dürfte (hoffentlich!) eher Ausnahme bleiben. Daß sich Ortsvereine mangels Bereitschaft zur Übernahme von Vorstandsämtern auflösen, ist hingegen traurige Realität.
drmoeller_neuss Am: 18.06.2024 16:30:29 Gelesen: 56094 # 125
@ Lars Boettger [#123] Meine Antwort überschneidet sich mit der von Altsax. Erst einmal müssen wir herausfinden, wo der Schuh in der ArGe Preussen drückt. Ich bin in zwei Arbeitsgemeinschaften Mitglied (Poststempelgilde, ArGe Jugoslawien). Beide sind zum Glück gross genug und stehen mit eigenen Beinen auf dem Boden. Die ArGe Jugoslawien umfasst aber schon seit längerer Zeit einige Philatelisten, die mit dem eigentlichen Sammelgebiet "Jugoslawien" nichts am Hut haben. Wir wollen jetzt (endlich) eine Satzungsänderung angehen und auch den Namen ändern, der auch bei Kroaten und Slowenen nicht so gut ankommt. Aber schon heute finden sich in der ArGe allerlei Klassik-Sammler, von Klassik Sachsen, über Südnigeria, Indien, Bulgarien, um nur einige zu nennen. Demnächst werden wir auch digital und bieten eine "Online Mitgliedschaft" an, wie das die meisten britischen Studiengruppen schon heute machen. Und wenn sich ein Verein auflöst, kann man die Mitglieder einfach gehen lassen. Oder der Nachbar-Ortsverein oder eine themenverwandte ArGe kümmert sich um die herrenlosen Schäfchen. Natürlich darf man den auflösenden Verein nicht als einfache Beute betrachten, sondern muss den Empfindlichkeiten der Mitglieder entgegenkommen. Der Tauschabend kann ruhig als "Stammtisch" weiterlaufen, die Rundbriefe eben als Veröffentlichung einer Arbeitsgruppe. Veilleicht erlässt man auch den Neu-Ankömmlingen den ersten Jahresbeitrag als "Schnuppermitgliedschaft". Ich bin regelmässig zu Gast im Briefmarkenverein SV Blerick. Der ist eine Abteilung des Eisenbahnersportvereines und nutzt praktischerweise auch deren Vereinsheim. Die Briefmarkengruppe selbst kommt mit zwei "Funktionären" aus. Zurück zur Frage: Wärst Du bereit, Dich als Projektmanager für die "ARGE e.V." dem BDPh zur Verfügung zu stellen? Prinzipiell ja, aber das sollte in eine Zukunftskommission eingebunden werden.
DL8AAM Am: 18.06.2024 16:44:27 Gelesen: 56086 # 126
@ Altsax [#124] Solange das alles rechtlich-eigenständige Vereine sind, müssen diese Vereine den Behörden gegenüber verantwortliche Personen, die sogenannten "BGB §26er" angeben (und eintragen lassen), die rechtlich verbindlich für den Verein agieren. Das kann den Vereinen keiner abnehmen. Und auch sonstige formalen Anforderungen aus dem Vereinsrecht erfüllen, hinzu kommt u.U. auch noch "Finanzrechtliches". Dann müsste man so machen, wie mein Amateurfunkdachverband. Dort sind die 1000+ Ortsvereine keine eigenständigen Vereine, sondern nur unselbständige Ortsgruppen. Man ist Direktmitglied im Bundesverband und zahlt als Mitglied seinen Verbandsbeitrag direkt an den Bundesverband, dieser teilt dann den OVs entsprechend ihrer Mitgliederzahl einen "Bruchteil" dieser Gelder für eigene Aufwendungen zu. Wobei auch hier die Finanzbehörden vor einigen Jahren ziemliche Probleme geschaffen haben, denn diese vielen kleinen "Pfennig-Handkassen" auf OV-Ebene wurden "per Gesetz" Teile der großen Gesamtkasse des Bundesverbandes, was einen riesigen Rattenschwanz von formalrechtlichen Vorgaben für die "Handkassenführer" der OVs und des Bundesschatzmeisters nach sich zog. Der Bundesverband kann jetzt einen Jahresabschluß erst dann erstellen, wenn wirklich jede kleine Handkasse in Hintertupfingen "rechtlich sicher" mit der Bundeskasse abgerechnet wurde. Heisst, obwohl diese kleinen "Stammtisch-OV" keine rechtlich eigenständigen Gruppierungen sind, haben sie trotzdem mehr als 75 % der formalen Aufgaben und Anforderungen zu erfüllen, die auch echte Vereine haben. Diese Konstruktion hilft also auch nicht (mehr) weiter, um die Vereine so von formalen Verpflichtungen zu entlasten. Das Vereinsrecht in Deutschland ist leider schon sehr umfangreich und "fordernd", auch für reine "Hobbyspass- und Freizeitgruppen". Das Thema "Entlastung" ist leider nicht so einfach, wie man es sich vielleicht denkt. Thomas
Richard Am: 25.06.2024 09:40:39 Gelesen: 55852 # 127
Unser Mitglied Dittmar Wöhlert meinte am 1.6.2009 im BDPh-Forum zur damaligen Lage: Für die Kommission bietet die Philatelie genügend Zukunftspotential, um nicht beim „Chor der Unkenrufe“ zur Verbands- und Vereinsarbeit mitzusingen. Das Schöne dieser Freizeitbeschäftigung muss wieder stärker in den Mittelpunkt rücken und kommuniziert werden. Die Mitgliedergewinnung muss zur Hauptaufgabe aller Ebenen des Verbandes werden. Gleichzeitig muss der Verband auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen reagieren und sich weiter öffnen, noch mehr Kooperationsmöglichkeiten untereinander schaffen und vorhandene Synergien noch besser nutzen. Wenn ich falsch liege, bitte ich um sofortige Korrektur: Aber ist das nicht die originäre Aufgabe des hauptamtlichen ÖA-Referenten des BDPh, mit dem übrigens teilweise die Beitragserhöhung begründet wurde?! Wenn ich mir dann anschaue, dass: - ...eine Broschüre "Der Bund Deutscher Philatelisten - Der Verband" an die Vereine versandt wird, so kann ganz leicht der Eindruck entstanden, dass der BDPh offenbar zu viel Geld hat, wenn er eine solche - unnötige - Imagebroschüre konzipieren (mit externer Unterstützung!), drucken UND versenden kann. Was sollen die Vereine mit der Broschüre denn praktisch anfangen (außer in den Schrank zu stellen)? Welcher praktischer Mehrwert wird mit dieser Broschüre denn für die Vereine verfolgt? - ...bei dem Top-Event des Jahres (Jahrzehnts?) die Öffentlichkeitsarbeit darin besteht, täglich das Veranstaltungsprogramm im Internet zu veröffentlichen, aber bis heute (!!!) auf der BDPh-Homepage über die IBRA (immerhin mit einem eigenen Festabend, bei dem ich ausgehe, dass es sich hierbei um ein eigenes Event gehandelt hat) Bilder fehlen, so frage ich mich nach dem "Nutzen". Bilder findet man übrigens auf der Seite des Landesrings NRW oder im philaforum.com. Warum nicht beim BDPh? Anmerkung: Ich wünsche mir hier auf der BDPh-Homepage Bilder von den Besuchern und Akteuren der IBRA; nicht von den Funktionären.... - ...es bis heute meines Wissens kein Konzept seitens des mit Beiträgen der Vereinsmitglieder finanzierten Hauptamtlichen ÖA-Referenten gibt, wie und in welchem Umfang der BDPh die ÖRTLICHE Mitgliederwerbung der Vereine unterstützen kann/wird (war übrigens in der Stellenanzeige explizit genannt). Man sollte bei allen Direktmitgliedschaften NICHT vergessen, dass die breite Basis des BDPh eben in den Vereinen liegt. Das mit dem Zukunftsforum ist ja alles ganz toll, aber: Papier ist geduldig und Ideen müssen umgesetzt werden. Foren und Klausurtagungen gab es in den letzten Jahren viele, jeder von uns kann sich selbst die Frage beantworten, was sich (positiv) geändert hat. Und: Es gab schon in der Vergangenheit auch hier im Forum gute Ideen. Warum hat man nicht ein paar Köpfe aus der Basis mit eingebunden? Mir scheint es so, dass das Zukunftsforum - das zur BDPh-HV 2007 (!) beantragt wurde - nun schnell vor der nächsten HV aktiv werden sollte koste was es wolle..... So jetzt habe ich genug meinem Ärger Luft gemacht... Viele Grüße aus der Pfalz Dittmar Wöhlert
fdoell Am: 26.06.2024 11:08:37 Gelesen: 55665 # 128
@ DL8AAM [#126] Das Vereinsrecht in Deutschland ist leider schon sehr umfangreich und "fordernd", auch für reine "Hobbyspass- und Freizeitgruppen". Ich habe gerade 12 Jahre Vorstandschaft als Schriftführer, Redakteur des Mitteilungsblatts und Webmaster in einem lokalen Verein (10% Frauenanteil in der Mitgliedschaft, 50% Frauenanteil im Vorstand!) aus privat angestrebten Umzugsgründen) beendet und muss sagen, dass die Formalitäten nun wirklich nicht sehr aufwendig sind. Neben einer Anmeldung der vertretungsberechtigten Vorstandsmitglieder nach § 26 BGB beim Amtsgericht (in Bayern über einen Notar, der im Wesentlichen die Existenz einer realen Person anhand eines Ausweisdokuments prüft, weswegen der Termin persönlich stattfinden muss) sind formal (!) wichtig: – Einmal jährlich: Durchführung und Protokollierung einer Mitgliederversammlung (in unserem Verein Dauer ca. 40 Minuten), vorlaufend: Kassenprüfung – Fortlaufend: Kassenführung zum Nachweis der Einnahmen und Ausgaben (für 20–40 Vorgänge im Jahr plus Mitgliedszahlungen, wenn nicht per SEPA-Lastschrift), Führen der Mitgliederlisten, Abführung der Anteile für den LV Was davon nun so aufwendig ist, dass es so abschreckt und sogar die Vereinsauflösung droht, verstehe ich nicht. Könnte das mal jemand hier schreiben, der nach einer Vorstandstätigkeit gefragt wurde und sie abgelehnt hat? Zudem sind (aber nicht formal vorgeschrieben) natürlich Kontakte zu allen möglichen Personen und Institutionen erwünscht, in meinem Verein auch die Organisation eines Sommerfestes, einer Weihnachtsfeier, von Tauschtagen und monatlichen Vereinsauktionen und generell das sich kümmern um ein Vereinslokal (hier: wöchentliche Treffen zum Mitgliederaustausch) und um neue Mitglieder, Kontaktperson bei Erbauflösungen, Nachhalten der Mitgliedsbeitragszahlungen, Erstellen eines Mitteilungsblatts, Pflege eines Webauftritts oder einer Facebook- bzw. Insta-Gruppe und anderes mehr. Das sind aber alles Aktivitäten, die vom Willen und Engagement Einzelner abhängen und keine Pflichtaufgabe in einem eingetragenen Verein sind, wobei sich natürlich die Frage stellt, warum man einen Verein betreiben sollte, der nur Formalitäten erfüllt.
DL8AAM Am: 26.06.2024 13:07:27 Gelesen: 55616 # 129
@ fdoell [#128] aufwendig ist, dass es so abschreckt und sogar die Vereinsauflösung droht, verstehe ich nicht. Könnte das mal jemand hier schreiben, der nach einer Vorstandstätigkeit gefragt wurde und sie abgelehnt hat? Aufwändig schon, aber nicht "so aufwändig". Ich habe es seinerzeit auch nicht abgelehnt (bin Schriftführer und 2. Vorsitzender, d.h. eingetragener "§26er" - bei uns in Niedersachsen ist übrigens auch eine notarielle Eintragung notwendig). Das hat man einmal gemacht und gut ist es. Absonsten organisiert sich unser Verein selbst ohne "Befehle" des Chefs. Das funktioniert gut, da der Verein eben auch übersichtlich ist und die Aktiven alles per Absprache untereinander selbst erledigen. Die echte "offizielle" Vorstandsarbeit beschränkt sich auf eine notwendige Mitgliederversammlung (1x Einladung- und 1x Protokollschreiben, damit ist mein offizieller Job erfüllt), der Chef leitet die Versammlung und die Kassenchefin bucht. Das ist eigentlich die einzige die fortlaufend wirklich was tun muss. Dann alle paar Jahre, alle 4 oder so, den "Stress" mit dem Finanzamt wegen der Gemeinnützigkeit (keiner spendet ohne steuerlich wirksame Spendenbescheinigung...hi). Und auch das ist kein echtes Hexenwerk, wenn man "klein genug" ist. Das war's. Und trotzdem haben sich in unserem Stadtverband in den letzten Jahren 2 Vereine aufgelöst (von 15 oder so) und eine weitere Auflösung ist bereits kundgetan - weil sich keiner mehr zur Wahl stellen will - ich verstehe es auch nicht. Beste Grüße Thomas
saeckingen Am: 26.06.2024 17:01:44 Gelesen: 55520 # 130
@ DL8AAM [#129] Und trotzdem haben sich in unserem Stadtverband in den letzten Jahren 2 Vereine aufgelöst (von 15 oder so) und eine weitere Auflösung ist bereits kundgetan - weil sich keiner mehr zur Wahl stellen will - ich verstehe es auch nicht. Und nur um es klarzustellen - das sind keine Briefmarkenvereine, oder!? Das Phänomen keine Freiwilligen mehr zu finden, die ehrenamtlich für die anderen arbeiten wollen, ist nämlich kein spezifisches Problem in der Philatelie! Ich bin selbst in mehreren Vereinen im Vorstand aktiv und kann die "Bürokratie" auch nicht als Ursache dieses Trends bestätigen. Im unten verlinkten Artikel [1] wird das Problem der Vereine gut beschrieben und auch Gründe dafür aufgeführt. Grüße Harald [1] https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.die-probleme-der-vereine-warum-so-verantwortungsscheu.c0a0a4be-f6a9-49fa-9798-80c3ad201f61.html
nagel.d Am: 26.06.2024 18:00:23 Gelesen: 55487 # 131
In der aktuellen Philatelie, welche heute bei mir in der Post war, war ein längerer Bericht über die Kommision. Beim Überfliegen des Berichts habe ich gelesen, daß man bei den Landesverbänden und Ortsverbänden einen Fragebogen versandt hat um die Mitglieder in den Verbänden zu befragen. Ob das nicht Bürokratie ist, frage ich mich.
Frankenjogger Am: 26.06.2024 20:29:55 Gelesen: 55426 # 132
@ nagel.d [#131] "Ob das nicht Bürokratie ist, frage ich mich." Bist du davon betroffen? Die Umfrage ging nicht an die Vereinsmitglieder, sondern an die Vereinsvorstände. Sorry, aber was soll denn daran Bürokratie sein? Der Aufwand war wirklich nicht groß. Zum einen muss man ja nicht antworten. Aber, wenn man nicht antwortet sollte man sich fragen, was ein Verein für einen Sinn macht. Man will ja mit dem Verein etwas bewirken und sollte dann auch den Kontakt zum Dachverband halten und mit dem kommunizieren, vor allem wenn es wo zwickt. Man kann auch irgendwie alles schlechtreden. VG, Klemens
nagel.d Am: 26.06.2024 20:47:15 Gelesen: 55407 # 133
@ Frankenjogger [#132] Klemens das ist schon für manchen Vorstand Bürokratie genug. Natürlich kann man dann darüber streiten wie gewissenhaft der Fragebogen ausgefüllt und auch zurückgeschickt wird. Ich will mit dem Fragebogen nichts schlechtreden, es ist ein Anfang für das Verändern. Und sicherlich wird der ein oder andere Fragebogen bei den Verantwortlichen irgendwo in die Tonne getreten, was ich nicht ausschließen will, aber Veränderungen kann man auch ohne Fragebogen bewirken in dem man den Dachverband direkt anschreibt, dafür brauche ich keinen Fragebogen.
Clemens M Brandstetter Am: 27.06.2024 00:39:11 Gelesen: 55335 # 134
@ saeckingen [#130] Meine Sichtweise auf das Problem "ehrenamtlich für andere da zu sein" sehe ich differenzierter: Partnerschaften und Familien reduzieren sich in der heutigen Zeit auf den kleinsten gemeinsamen Nenner und der heisst "ICH". Ausnahmen beschädigen die Regel, zugegeben. Dieses "ICH" finden wir heute überall, nicht nur in den kleinsten vorgenannten Verbänden. Firmen, Gemeinden, Staaten, Religionen und eben auch Vereine leiden unter dem "ICH"-Syndrom. Wozu sollte man für andere - gar ausserhalb des selbst definierten Rudels - da sein, gar Verantwortung übernehmen? - "WIR" ist uns abhanden gekommen: aberzogen, gestohlen oder freiwillig abgelegt. Ursachenforschung überlasse ich anderen.
DL8AAM Am: 27.06.2024 00:58:55 Gelesen: 55330 # 135
@ Clemens M Brandstetter [#134] "WIR" ist uns abhanden gekommen: aberzogen, gestohlen oder freiwillig abgelegt. Dazu passt, Zitat 2022 wohnte und wirtschaftete in knapp 41 % der 40,9 Millionen Haushalte (in Deutschland -ed) nur jeweils eine Person, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. [1]. Das sagt doch schon alles. Wenn die Hauptprämisse heute eben "Selbstverwirklichung" lautet, ist es halt so. Gewollt. Wertfrei, mal ganz ohne wertenden Kommentar gesagt. ;-) "Wir" versuchen hier einfach nur gegen der Trend der Außenwelt gegenzuhalten (...) mit einer weiteren don-quijotischen Zukunftskommission? ;-) Also? Was tun? Mit dem Bulldozer über die bestehende Verbandsstruktur? Nur haben wir leider keine kleinen Keimlinge, wartend im Boden, die dann frisch nachwachsen würden. Hmmm. Nachsatz: "Destatis" ist das offizielle Alias des "Statistischen Bundesamts", d.h. das ist also eine bundesbehördliche Angabe, d.h. das ist (sollte) keine Fakenews (sein). LG Thomas [1] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/06/PD23_N037_12_63.html
TeeKay Am: 27.06.2024 19:00:16 Gelesen: 55171 # 136
@ nagel.d [#133] Klemens das ist schon für manchen Vorstand Bürokratie genug. Dann kann sich der Verein auch gern selbst auflösen, da schon ein absolutes Minimum an Mitarbeit zu viel ist. Ich will mit dem Fragebogen nichts schlechtreden, es ist ein Anfang für das Verändern. Und sicherlich wird der ein oder andere Fragebogen bei den Verantwortlichen irgendwo in die Tonne getreten, was ich nicht ausschließen will, aber Veränderungen kann man auch ohne Fragebogen bewirken in dem man den Dachverband direkt anschreibt, dafür brauche ich keinen Fragebogen. Der Verband will aber nicht warten, dass du und andere ihnen Mails schreiben, sondern offenbar ein Stimmungsbild erhalten, handfeste Daten, Wünsche, Bedarfe und Bedürfnisse ermitteln, erfahren, was die Mitglieder am Verband schätzen, was sie nicht schätzen und vielleicht darauf aufbauend auch ein Marketingkonzept entwickeln. All das geht nicht, wenn der Verband aus einem Bauchgefühl heraus agiert.
nagel.d Am: 27.06.2024 21:10:05 Gelesen: 55104 # 137
@ TeeKay [#136] Natürlich können sich dann die Vereine gleich ganz auflösen wenn ihnen diese Bürokratie zu viel ist, muß ich dir vollkommen recht geben. Ich gehe sogar einen Schritt weiter auf kurz oder lang werden sich einige Vereine aufgrund der Altersstruktur auflösen (Generation 70 +) und das Problem ist, daß man es versäumt hat frühzeitig junge und jüngere Generationen mit einzubinden. Natürlich kommt jetzt das Gegenargument es gibt Vereine die das bereits getan haben. Auch da gebe ich denjenigen, die dieses Argument anführen recht, nur es sind immer noch gefühlt zuv iele die das nicht ändern wollen.
Stefan Am: 27.06.2024 21:28:20 Gelesen: 55091 # 138
@ nagel.d [#137] Ich gehe sogar einen Schritt weiter auf kurz oder lang werden sich einige Vereine aufgrund der Alterstruktur auflösen (Generation 70 +) ... Wir sind bereits mittendrin in diesem Prozess der Vereinsauflösung, auch aufgrund des Durchschnittsalters der Mitglieder des betroffenen Vereins und mangelnden Nachfolger(n) für Vorstandsposten. Gruß Stefan
Droenix Am: 01.07.2024 21:28:12 Gelesen: 54839 # 139
Die Halle hatte Oberlichter, die in der Mittagszeit direkt die Sammlungen bestrahlt haben. Die Reaktion von Herrn Alfred Schmidt war: "Das war bei der letzten Aufstellung vor vier Jahren aber anders". Das kann sein, aber es wäre doch gut gewesen, wenn er es das auch diesmal vorher angesehen hätte. Das Versprechen von Herrn Alfred Schmidt, die Seite meiner Sammlung mit einem Tuch zu verdecken, wurde natürlich nicht eingehalten. Hat er es vergessen oder war es ihm egal? Ich weiß es nicht, deshalb habe ich mit einem eigenen Handtuch an den drei Tagen nachgeholfen und war in der Zeit bei meiner Sammlung vor Ort. Auf die Versprechungen von Herrn Schmidt sollte sich also niemand wirklich verlassen. Am Samstag war der Festabend. Ein Festredner meinte die fehlenden Mitglieder durch Doppelmitgliedschaften zu korrigieren: Also sollte Herr Schmidt bei ihm in Südwest und er von Südwest bei Alfred Schmidt Mitglied werden ????? Er hat scheinbar jemand den Knall nicht gehört zu haben! Ich habe mit vielen Philatelisten vor Ort gesprochen. Ob die Kündigungen des Vereinslokals oder dass der Vereins fast bei 80 Jahren im Durchschnitt war, es war eine ganz große Sorge, dass es nicht mehr lange mit unserer Philatelie weitergeht. Es wird von allen Seiten auf Lösungen gesucht, aber nicht mit lustigen Sprüchen. Warum kommen dazu bisher keine Antworten vom BDPH? Ja, ich sehe es kritisch. Ja, aber ich will unsere Leidenschaft auch weiter pflegen! Es ist fünf vor zwölf! Es gibt viele gute Vorschläge. Dazu gehören aber Doppelmitgliedschaften sicherlich nicht dazu! Es gibt gute Ideen, wenn sich der BdPH endlich verändert. Ron Pichler hat einige gute Ideen. Ich glaube es benötigt mehr. Viele große Philatelisten sind dazu bereit. Ist auch der BDPh bereit? [Redaktionell teilkopiert aus dem Thema "Debra 2024 Rang 1 Ausstellung Haldensleben 27.-30.06.2024"]
nagel.d Am: 02.07.2024 10:43:51 Gelesen: 54684 # 140
@ Droenix [#139]

Versprechen kann man viel. Doppelmitgliedschaft, damit kann man die Statistik auch nur Schönrechnen. Und wenn die Mitglieder in den Ortsvereinen 70 + sind hilft das auch nicht mehr viel.

Vorschläge wurden viele gemacht, nur was von diesen Vorschlägen umgesetzt wird oder die Ergebnisse in den "Untiefen" einer Schreibtischschublade verschwinden, wie die Ergebnisse anderer Kommisionen, die seitens des BDPh ins leben gerufen wurden, lasse ich mal im Raum stehen und da kann sich jeder sein eigenes Bild machen.
Droenix Am: 02.07.2024 14:57:07 Gelesen: 54613 # 141
@ nagel.d [#140]

das Problem ist die Uhr, die gegen die Philatelie läuft. Es geht m.E. auch weniger um Mitgliedschaften sondern um neue Sammler/Philatelisten, die gewonnen werden müssen. Wenn das nicht bald geschieht, wird in zehn bis zwanzig Jahren unser Hobby nur noch ein Nischendasein haben. Bei einem Durchschnittsalter von 73 Jahren der Mitglieder heute, werden viele dann nicht mehr da sein.
Lars Boettger Am: 02.07.2024 15:22:48 Gelesen: 54598 # 142
@ Droenix [#139]

Am Samstag war der Festabend. Ein Festredner meinte die fehlenden Mitglieder durch Doppelmitgliedschaften zu korrigieren: Also sollte Herr Schmidt bei ihm in Südwest und er von Südwest bei Alfred Schmidt Mitglied werden

Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Aussage ernst gemeint war. Andererseits hätte diese Vorgehen den Vorteil, dass der Südwesten einen erfahrenen Funktionär in seinen Reihen hätte, der wieder Vorstandspositionen übernehmen kann.

Beste Grüsse!

Lars
nagel.d Am: 02.07.2024 16:53:37 Gelesen: 54550 # 143
@ Droenix [#141] Da hast du recht und das ohne Zweifel. Andererseits habe ich die persönliche Erfahrung gemacht, als ich mich für eine Mitgliedschaft in einem Ortsverein gesucht habe, wurde mir als Vereinsneuling vorgeschrieben was ich zu sammeln hätte. Verbesserungsvorschläge wurden mit dem Totschlagargument "Haben wir noch nie gemacht warum sollten wir das jetzt tun" abgewiesen. Sorry aber wenn andere Sammler diese und gleiche Erfahrung gemacht haben, wundert mich die jetzige Problematik nicht. Ein weiteres Totschlagargument kam dann bei mir (Weltweitsammler) hinzu: "Ich sei ja kein richtiger Sammler (bezogen auf Weltweitsammlung) und auf diesem Niveau würde man dann auch mit mir nicht mehr weiter diskutieren, ich solle gefälligst Altdeutschland bis 1900 sammeln", auch eine solche Aussage sagt schon alles.
Droenix Am: 02.07.2024 17:08:08 Gelesen: 54541 # 144
@ Lars Boettger [#142]

es war wohl mit einem gewissen Augenzwinkern vorgetragen worden. Bei uns am Tisch hat keiner gelacht, nur mit dem Kopf geschüttelt.
Droenix Am: 02.07.2024 17:10:15 Gelesen: 54538 # 145
@ nagel.d [#143]

das ist schlimm und ich kenne einen ähnlichen Fall von einem Sammler, den ich zu einem Vereinsabend eingeladen habe. Leider war ich selbst nicht dabei, aber da war der Tenor ähnlich, mit dem Zungenschlag, dass nur Postgeschichte Bedeutung hat. Der Sammler kam nicht mehr....
angim Am: 02.07.2024 20:03:29 Gelesen: 54473 # 146
@ Droenix [#145] Ein Problem, was die Philatelie hat, ist eine gewisse Arroganz gegenüber andersdenkenden Sammlern. Hier wird gerne mal abgewertet, was jemand für Interessen hat. Bildchensammler, Fliegensch.....sammler, Katalogabhaker sind Begriffe, die intern diskriminieren. Wir sollten damit aufhören Philatelieinteressierte herunterzumachen. Es gibt verschiedene Wege sich der Philatelie zu nähern. Darum sollte man da sehr tolerant sein. Idealerweise kann man einen Neuling inspirieren neue Wege des Sammelns zu beschreiten. Viele Grüße Thomas
nagel.d Am: 02.07.2024 20:11:53 Gelesen: 54464 # 147
@ Droenix [#145]

Wundert es dich dann warum hier die vorgebrachten Vorschläge nicht fruchten?
Droenix Am: 02.07.2024 21:35:12 Gelesen: 54405 # 148
@ angim [#146]

sehr richtig! Niemand ist als Postgeschichtler geboren worden. Fast jeder hat mit dem Ablösen von Briefmarken aus dem Verkehr angefangen. Wohin dann die Wege gehen, soll von jedem respektiert werden.
Droenix Am: 02.07.2024 21:36:00 Gelesen: 54403 # 149
@ nagel.d [#147]

Nein, leider wundert es mich nicht mehr....
Clemens M Brandstetter Am: 03.07.2024 15:02:54 Gelesen: 54248 # 150
Zum Artikel in der Philatelie JG 75 (565): Die Zukunftskommission des BDPh Im Allgemeinen beraten in einer Kommission Expertinnen und Experten über eine bestimmte Angelegenheit. Danach legt die Kommission einen Ergebnisbericht vor, dem ein Abschlussbericht folgt, den dann wiederum Entscheidungsträger umsetzen oder ignorieren können. Mir erscheint es problematisch, wenn Expertinnen und Experten sowohl in der Kommission mitarbeiten, den Ergebnisbericht formulieren und letztlich Entscheidungsträger sind. Das verleitet dazu, den Abschlussbericht so zu formulieren, dass es keine Veränderungen gibt (Der Volksmund hat dafür den Begriff Blabla geschaffen). Meist kann man bei solchen Konstellationen auf lange Listen von Schlussberichten zurückblicken, die nichts bewirkt haben. Über Zukünftiges zu entscheiden ist schwierig, zugegeben, zumal Vorhersagen problematisch sind, weil man die Zukunft ja noch nicht kennt. Man sollte deshalb die Ausgangslage analysieren, was bereits geschehen ist und man kam zum Ergebnis, dass statistisch - bei einer Lebenserwartung von 100 Menschen-Jahren - der BDPh in 10 Jahren nur mehr wenige Mitglieder haben wird. In solchen Fällen beginnen Expertinnen und Experten mit Konzepten, in denen sie vor allem auf jenen Strang hinweisen, an dem alle zu ziehen haben. Doch hier versagt das Konzept bereits, denn mit keinem Wort werden philatelistische Arbeitsgemeinschaften erwähnt. Natürlich sind auch diese von Überalterung ihrer Mitglieder geplagt. Dazu später mehr! Nun sollen erfolgreiche Praxisbeispiele aufgezeigt werden, wie Ortsvereine mit Erfolgsmodellen bisher gearbeitet haben; gleichzeitig sollen die grössten Baustellen enttarnt werden. Offensichtlich wurde in einer ersten Welle ein Diskussionspapier erstellt, das u. a. auf einer Umfrage im Landesverband SW aufbaut. Als vorläufige Quintessenz wurden vier Punkte herausgearbeitet: Stärkung der Ortsvereine, Marketing & Mitgliedergewinnung auf allen Strukturebenen, Digitale Vernetzung, Vermarktungspotenziale rund um die Philatelie [was immer das ist]. Nach einer weiteren Auswertung soll es konkret werden mit Hilfen und Unterstützungsleistungen. Das Marketing soll ausgebaut und zwischen Struktureinheiten besser verzahnt werden. Öffentlichkeitsarbeit soll weiter gestärkt werden um so, Zitat „eventuell doch das eine oder andere Mitglied neu zu gewinnen“ [sic!]. Abschliessend wird ausgedrückt, dass Kräfte zu bündeln sind, erfolgreiche Ideen sollen sich verbreiten, um so Kommunikation und Zusammenarbeit zu verbessern (oder soll nur dies verbessert werden). In seinem Entrée zu dieser Zeitschrift entdeckt Eric Scherer die „alten Jungen“ als potentielle Mitglieder, will heissen, junge Junge will man für Briefmarken schon gar nicht mehr gewinnen. Scherer meint richtig, dass Philatelie viel mehr ist als Briefmarkensammeln, es gehe um Geschichte, Heimat, Innovation, Industrialisierung, Kommunikation und Globalisierung. Philatelie erzählt Geschichten und man müsse zeigen, dass diese Geschichten wahnsinnig spannend seien. - Lieber Herr Scherer, wie recht sie haben, ich bin allerdings verwundert, dass Sie meine Netz-Seite „Wie sammeln?“ offensichtlich nicht kennen, hier habe ich seit Jahren „Ihre“ Rezepte deponiert: https://wirbellose.at/sammeln-aber-wie Nun noch ein Wort zu den Arbeitsgemeinschaften (Sie werden weder in der Information in der Philatelie noch bei Scherer erwähnt - ausgestorben?): natürlich können Mitglieder in Ortsvereinen informative Heimatsammlungen aufbauen, aber ich denke, spannende Geschichten können nur im Verbund der ArGen geschrieben und an die Öffentlichkeit gebracht werden. Input, Umsetzung und Präsentation können ArGen rund um Technik, Musik, Zoologie oder Medizin wesentlich besser gestalten als Ortsvereine, denn wer würde eine philatelistische Publikation über „Gott weiss was“ im Ortsverein von Hintertupfingen suchen? Hier ist rasch und zügig ein Umdenken innerhalb des BDPh in Angriff zu nehmen, ansonsten wird auch der „alte Junge“ rasch die Freude am Gestalten von Geschichten verlieren, seinen Hintern zu Golf- statt Firmenlochungen bewegen, Weinberg statt Agrarphilatelie betreiben, Mozart kugeln statt Mozart sammeln oder gar sein Geld bei Ärzten ausgeben, statt über Ärzte zu schreiben….
Lars Boettger Am: 03.07.2024 16:04:44 Gelesen: 54214 # 151
@ Clemens M Brandstetter [#150]

Im Allgemeinen beraten in einer Kommission Expertinnen und Experten über eine bestimmte Angelegenheit. Danach legt die Kommission einen Ergebnisbericht vor, dem ein Abschlussbericht folgt, den dann wiederum Entscheidungsträger umsetzen oder ignorieren können.

Das war das Problem der vergangenen Zukunftskommissionen. Das wird dieses Mal nicht geschehen. Wenn Maßnahmen beschlossen werden, wird ein Zeitraum definiert, in dem sie wirken sollen. Wirken sie nicht oder nicht wie erwartet, wird nachjustiert. Wenn es nach mir geht, dann begeben wir uns in einen kontinuierlichen Prozess von Ideen, daraus abgeleiteten Maßnahmen und späterer Erfolgskontrolle (wen das interessiert, möchte "kaizen" googeln). So etwas hört nie auf.

In solchen Fällen beginnen Expertinnen und Experten mit Konzepten, in denen sie vor allem auf jenen Strang hinweisen, an dem alle zu ziehen haben. Doch hier versagt das Konzept bereits, denn mit keinem Wort werden philatelistische Arbeitsgemeinschaften erwähnt.

Die ArGen haben bzw. bekommen auf absehbare Zeit m.E. mit wenigen Ausnahmen die gleichen Probleme wie die Ortsvereine. Du bringst auf Deine Webseite einige gute Beispiele, aber wir müssen viel weiter gehen. Jeder Vertriebler wird geschult, wie er neue Kunden akquiriert und Bestandskunden hält. Wir müssen unseren Vereinen das Angebot machen, sich ebenso schulen zu lassen. Sonst werden wir potentielle Sammler wie @ nagel.d [#143] vertreiben. Jede Sammelidee ist erst einmal gut, jeder soll seine Ideen im Verein vorstellen dürfen. Wir können nicht erwarten, dass jeder Sammler einmal zu einem Spezialisten wird. Für die Mehrheit der Sammler ist es in Ordnung, wenn sie sich mit Gleichgesinnten in einem Verein treffen, dort über Marken klönen und Marken kaufen oder tauschen.

Beste Grüße!

Lars
nagel.d Am: 03.07.2024 17:31:16 Gelesen: 54164 # 152
@ Clemens M Brandstetter [#150] Schöner Beitrag @ Lars Boettger [#151] Das Thema Ortsverein in einem Landesverband hat sich für mich in dem Punkt erledigt, da zum einen in meiner näheren Umgebung die Ortsvereine sich aufgelöst haben und der nächst mögliche Verein 10 - 15 km entfernt ist und ich daher die Wahl der Direktmitgliedschaft im BDPh getroffen habe. Nungut, das mag vielleicht nicht jedes (potentielles) Mitglied tun und somit hat man die Mitglieder verloren die wie in meinem Beitrag @ nagel.d [#143] "abgefertigt" hat. Ich gehe hier sogar weiter man hat sie verärgert und unter Umständen vom weiteren Sammeln abgehalten. Hier sollte ein Umdenken aller beginnen nach meiner Meinung. Und lieber Lars Böttger nimm die Kritik von mir nicht persönlich, sie ist als allgemeine Kritik anzusehen.
Ilves2020 Am: 03.07.2024 19:41:40 Gelesen: 54096 # 153
Hallo werte Philateliegemeinde, ist denn das Festhalten an e.V.s wirklich die Lösung? Oder nicht eher ein Hinderungsgrund, um Leute/Sammler fester an den Philateliefelsen zu ketten? Ja, ich weiß, Vereinsrecht. Was soll's? Die leicht arrogante Ablehnung seitens langjähriger und verdienter (wirklich?) Philatelisten gegenüber allem, was über deren Horizont hinaus geht, kenne ich auch. Kennt wohl jeder in der einen oder anderen Spielart. Das gibt´s auch hier, ich bin momentan nur zu bequem, danach zu suchen. Begriffe wie Katalognummernabhaker sind sicherlich nicht förderlich, um Sammler, die nicht ihr superspezielles Spezialgebiet gefunden haben, zu ermuntern, hier länger zu verweilen. Ich bin auch kein Spezialsammler im engeren Sinne, bin ich überhaupt Philatelist im engeren Sinne? Ich liebe Finnland und versuche ständig, meine Finnland-Sammlung, auch über die Katalognummern hinaus, zu vergrößern. Echt gelaufene Briefe etc. finde ich immer sehr spannend. Dafür habe ich auch Literatur aus Finnland (Sprache verstehe ich mittlerweile ganz okay) im Schrank. Aber darüber hinaus finde ich jedwede Briefmarke weltweit interessant, momentan insbesondere Südamerika. Rugby als Motivthema sowieso immer. Werde ich damit jemals ein Niveau erreichen, das irgendwie spezialisiert ist? Nein. Aber ich habe einfach unheimlich Bock auf Briefmarken und das seit ca. 1978. Rein zufällig auch das Jahr, in dem Punk explodiert ist. Und da bin ich sicherlich nicht der einzige und auch nicht der einzige, der nicht in kleinbürgerlichen e.V.-Strukturen verkümmern will. Und ich werde Briefmarken lieben und sammeln, bis jemand den Deckel auf der Urne über meiner Asche zudreht. Dies ist kein Plädoyer gegen Vereine sondern für unser Hobby. Lasst uns allen Sammlern die Gewissheit geben, dazu zu gehören. Löst das Strukturprobleme? Keineswegs. Aber es bringt vielleicht den Spaß in das Hobby zurück. Und dann auch die Leute. Enjoy! Thomas
Koban Am: 03.07.2024 20:43:27 Gelesen: 54061 # 154
@ angim [#146]
@ Ilves2020 [#153]

Der Begriff Katalognummernabstreicher wird zwar gelegentlich abwertend verwendet, ist aber m.E. ein völlig wertfreier Begriff um Sammelgewohnheiten zu beschreiben.

Gleiches trifft z.Bsp. auf den Begriff Motivsammler zu. Es kommt halt immer auf den Kontext an.

Ich benutze den Begriff gelegentlich auch als Selbstbeschreibung, zumindest dann wenn es um die Komplettierung der Sammlungen meines Vaters geht.

Gruß,
Koban
Medizinphilatelie Am: 05.08.2024 10:02:28 Gelesen: 53285 # 155
Frägt man Künstliche Intelligenz zur Zukunft der Philatelie so teilt ChatGPT folgendes mit: Die Zukunft der Philatelie: Herausforderungen und Chancen Die Philatelie, das Sammeln und Studieren von Briefmarken, steht vor einer spannenden Zukunft, die sowohl Herausforderungen als auch Chancen bietet. In einer zunehmend digitalen Welt ist es wichtig, die Attraktivität dieses traditionsreichen Hobbys zu bewahren und zu fördern. Hier sind einige Gedanken zur Zukunft der Philatelie: Digitale Transformation Die Digitalisierung hat das Potenzial, die Philatelie grundlegend zu verändern. Digitale Plattformen und Online-Communities ermöglichen es Sammlern weltweit, sich zu vernetzen, Wissen auszutauschen und ihre Sammlungen zu präsentieren. Virtuelle Ausstellungen und Auktionen machen es einfacher, seltene Stücke zu finden und zu erwerben. Nachwuchsgewinnung Eine der größten Herausforderungen für die Philatelie ist die Gewinnung junger Sammler. Traditionelle Methoden müssen durch kreative Ansätze ergänzt werden, um das Interesse der Jugend zu wecken. Schulen und Jugendeinrichtungen könnten in philatelistische Programme integriert werden, um das Interesse an Geschichte, Kunst und Kultur zu fördern. Philatelistische Bildung Die Förderung philatelistischer Bildung ist entscheidend. Workshops, Seminare und Online-Kurse können dazu beitragen, das Wissen und die Leidenschaft für die Philatelie zu vertiefen. Museen und Bibliotheken könnten verstärkt philatelistische Ausstellungen und Veranstaltungen anbieten. Nachhaltigkeit Mit dem zunehmenden Bewusstsein für Umweltfragen gewinnt auch die Nachhaltigkeit in der Philatelie an Bedeutung. Der Druck von Briefmarken auf umweltfreundlichem Papier und die Förderung nachhaltiger Sammelpraktiken können dazu beitragen, die Umweltbelastung zu minimieren. Kulturelle Bedeutung Die kulturelle Bedeutung der Philatelie sollte betont werden. Briefmarken sind historische Dokumente, die Einblicke in die Geschichte, Politik und Kultur eines Landes geben. Durch die Förderung dieses kulturellen Erbes kann das Interesse an der Philatelie gestärkt werden. Innovative Konzepte Die Einführung innovativer Konzepte wie interaktiver Briefmarken, die durch Augmented Reality lebendig werden, könnte die Attraktivität der Philatelie erhöhen. Solche Technologien bieten neue Möglichkeiten, die Geschichten hinter den Briefmarken auf faszinierende Weise zu erzählen. Zusammenarbeit und Vernetzung Die Zusammenarbeit zwischen philatelistischen Vereinen, Museen und Bildungseinrichtungen kann die Zukunft der Philatelie sichern. Gemeinsame Projekte und Initiativen können das Hobby für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich und attraktiv machen. Fazit Die Zukunft der Philatelie liegt in der Fähigkeit, sich anzupassen und zu innovieren. Durch die Nutzung moderner Technologien, die Förderung von Bildung und Nachhaltigkeit sowie die Betonung der kulturellen Bedeutung kann die Philatelie weiterhin eine faszinierende und bereichernde Tätigkeit bleiben. Es liegt an den heutigen Sammlern und Institutionen, den Weg für zukünftige Generationen zu ebnen und die Leidenschaft für dieses einzigartige Hobby am Leben zu erhalten.
TeeKay Am: 05.08.2024 15:03:51 Gelesen: 53198 # 156
Da hat eine Software, die jedes Wort auf Basis statistischer Verteilungsmuster rät, ja binnen Sekunden handfestere Ergebnisse geliefert als die BDPh-Zukunftskommission nach fast einem Jahr.
Dobe Am: 05.08.2024 15:11:31 Gelesen: 53192 # 157
Ich finde es schon fast beängstigend, dass eine KI-basierte Software in kürzester Zeit derart komplexe Fragestellungen derart kompetent beantworten kann.
drmoeller_neuss Am: 05.08.2024 15:23:52 Gelesen: 53183 # 158
@ Dobe [#157] Für mich das typische KI-Geblubber. Das Geschriebene würde auch für Postkarten, Münzen, Ü-Eierfiguren und vieles mehr passen.
Michael Mallien Am: 05.08.2024 16:32:47 Gelesen: 53147 # 159
@ Medizinphilatelie [#155] Interessant finde ich diese Passage: Innovative Konzepte Die Einführung innovativer Konzepte wie interaktiver Briefmarken, die durch Augmented Reality lebendig werden, könnte die Attraktivität der Philatelie erhöhen. Solche Technologien bieten neue Möglichkeiten, die Geschichten hinter den Briefmarken auf faszinierende Weise zu erzählen. Warum ist noch keine Postverwaltung darauf gekommen so eine Marke aufzulegen? Finde ich spannender als Kryptomarken. Und wenn es die Postverwaltungen preislich nicht übertreiben, könnten dadurch vielleicht tatsächlich jüngere Leute auf die Philatelie aufmerksam gemacht werden. Viele Grüße Michael
opti53 Am: 05.08.2024 16:52:13 Gelesen: 53134 # 160
@ TeeKay [#156] Die Kompetenz der Antworten würde ich auch schon etwas in Frage stellen. Man muss es zwar nicht so negativ wie drmoeller_neuss als KI-Geblubber bezeichnen, aber sehr viel an Konkretem findet man nicht. Zur Nachwuchsgewinnungheißt es : "Traditionelle Methoden müssen durch kreative Ansätze ergänzt werden, um das Interesse der Jugend zu wecken." Was sind denn in diesem Sinne die traditionellen Methoden? Die traditionellste Methode bestand früher darin, dass man täglich mit Briefen zu tun hatte, die mit Briefmarken frankiert waren. Dadurch wurde bei mir als Kind das Interesse geweckt. Zudem fand man in der Schule Klassenkameraden, denen es ähnlich ging. So fing man zu tauschen an, und eine erste Sammlung entstand. Die meiste Post erleben junge Leute ohne jede Briefmarke, und meistens ist es ohnehin nur Werbung. Das hätte ich damals auch nicht spannend gefunden. Die beste Methode heute an Briefmarken zu kommen, ist durch Erben. Dann fühlen sich die meisten aber Überfordert und wollen lieber durch Verkauf des Ererbten Geld sehen. Wie könnte da eine kreative Methode der Nachwuchsgewinnung aussehen? Vielleicht kann man wenigstens den eigenen Enkeln eine kleine Sammlung zukommen lassen, mit der sie nicht überfordert sind. Aber ist das kreativ genug? Es fehlt einfach der alltägliche Umgang mit den Briefmarken. Und das werden wir nicht wieder hinbekommen. Jeder kann sich an die eigene Nase fassen. Wie viele Briefe verschicken wir selber noch. Und wenn es sein muss, dann kommt meistens eine dieser selbstklebenden Marken drauf, weil es praktischer ist. Wer achtet denn darauf, wirklich philatelistisch zu frankieren. Ich erwerbe ab und zu Marken bei ebay. Ich bin da jedesmal enttäuscht, wenn entweder keine Marke auf dem Brief klebt, oder nur etwas, wass man schon hunderte Mal hat. Selbst wenn der Verkäufer selber kein Sammler ist, wäre es gut, wenn er sich bewußt wäre, dass der Käufer ein Sammler ist. Selbst die Post versäumt es, die Sammler richtig zu bedienen. Wenn man Marken im Abo bezieht, bekommt man zwar einen Brief, aber nur mit Freimachungsvermerk. Wie schön wäre es, wenn da auch eine Marke drauf wäre, oder wenigstens eine eingedruckte. Viele Grüße Thomas
TeeKay Am: 05.08.2024 18:01:34 Gelesen: 53098 # 161
@ opti53 [#160] ChatGPT hat keine Kompetenz und Wissen, da wie gesagt jedes einzelne Wort auf Basis zuvor ermittelter statistischer Verteilungsmuster geraten wird. Die Software liefert Ausgaben, die lediglich wie Antworten auf gestellte Fragen wirken.
opti53 Am: 05.08.2024 19:02:05 Gelesen: 53063 # 162
@ TeeKay [#161] Ich wollte auch nicht sagen, dass ChatGPT Kompetenz hat. Die verschiedenen Aspekte, die betrachtet wurden, sind es teilweise wert, untersucht zu werden. Hier liefert aber ChatGPT keine verwertbaren Inhalte. Ein schönes Beispiel für den fehlenden Sinngehalt ist das Thema Nachhaltigkeit. Der Druck auf umweltfreundlichen Papier wird die Zukunft der Briefmarke auf keinen Fall sichern. Wenn andere Freimachungsarten die Briefmarke verdrängen, nutzt auch umweltfreundliches Papier nichts, da dann gar nichts mehr gedruckt wird. Viele Grüße Thomas
Droenix Am: 05.08.2024 20:18:47 Gelesen: 53016 # 163
@ drmoeller_neuss [#158] Ganz meine Meinung. Das ChatGPT etwas hierzu beisteuern kann, ist für mich nicht zu sehen. Der BDPh hat gute Konzepte, ABER es liegt doch zu erst an uns, die Philatelie weiterzuentwickeln. Das ist doch die Herausforderung, neue Mitglieder zu gewinnen, die Philatelie als etwas Besonderes und Schönes zu zeigen. Wir alle müssen nun dafür sorgen, dass unser geliebtes Hobby weitergeführt wird mit uns und vielen neuen Mitgliedern.
DL8AAM Am: 05.08.2024 20:54:12 Gelesen: 52993 # 164
@ drmoeller_neuss [#158] Uff, diese Antwort der KI bringt mich dazu, damit man wieder entspannt in die Zukunft schauen kann. ;-) Der aktuelle Hype und die Panikmache um die KI lies ja schon fast dystopische Aussichten aufkommen. Aber nach diesem nichtssagenden, komplett inkompetenten Text aus Allgemeinposten, ganz ohne Intelligenz, stimmt mich wieder froh. ;-) Ganz besonders typisch ist der Teil zur Nachhaltigkeit. Noch ist die KI weit, ganz weit davon entfernt eine I zu sein. Noch ist das nur eine bessere Version einer Suchmaschine mit programmierten Zeitgeist, für Faule. Noch. ;-)
TeeKay Am: 05.08.2024 21:30:54 Gelesen: 52971 # 165
Da Large Language Modelle nichts wissen, sondern Antworten nur raten, können sie keine besseren Versionen einer Suchmaschine sein. Mit spezifischeren Prompts und zusätzlichem Kontext bekommt man auch spezifischere Ausgaben der Modelle, die aber trotzdem stets auf Basis statistischer Wortverteilungsmuster geraten sind. [Redaktion: Übersetzung Prompts nach DeepL: Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen]
Richard Am: 16.08.2024 09:18:27 Gelesen: 52728 # 166
@ TeeKay [#165] An den letzten Beitrag mit der Übersetzung Promts / Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen schliesst sich die erste hier bekannt gewordene und flächendeckende hessische Fragebogenaktion an: Den Fragebogen des LV Hessen Rhein-Main erhielten alle hessischen Vereine als ausführliche Befragung. Bitte lesen Sie selbst. Ob sie wohl mehrheitlich oder gar alle antworten werden ? Der Fragebogen könnte eine Anregung für die anderen Landesverbände sein, gleiche oder ähnliche Fragebögen zu versenden. Werden sie sich mehrheitlich mit eigenen Aktionen anschliessen ? Ob die Ergebnisse veröffentlicht werden oder geheim bleiben ? Schöne Grüsse, Richard
saeckingen Am: 16.08.2024 09:47:59 Gelesen: 52709 # 167
@ Richard [#166] Dieser Fragebogen sollte an alle Vereine aller Landesverbände gegangen sein. Auch die Arbeitsgemeinschaften haben einen solchen inzwischen erhalten. Ich bin auch mal gespannt, ob man etwas bezüglich der Rückläufe erfahren wird. Ich schätze, dass die Rückmeldungsquote bei den Ortsvereinen nicht sehr hoch sein wird. Für die ArGe Kolonien war ich am Ausfüllen beteiligt und wir haben den Fragebogen zurückgeschickt. Grüße Harald
Lars Boettger Am: 16.08.2024 10:23:36 Gelesen: 52690 # 168
@ saeckingen [#167] Hallo Harald, beim LV-Südwest waren es bis jetzt 40% Rücklauf von den Vereinen - mit teilweise sehr aufschlussreichen Aussagen. Obwohl die Frist schon lange abgelaufen ist, gehen noch Fragebögen ein. Beste Grüße! Lars
TeeKay Am: 16.08.2024 11:23:51 Gelesen: 52658 # 169
Was im Fragebogen fehlt sind Fragen zum BDPh selbst. Was schätzen die Vereine am BDPh und Landesverband? Warum sind sie noch Mitglied im Verband? Wenn es dort andere Antworten gäbe als "Weil wir da schon immer Mitglied waren", dann könnte man die Antworten auch als Basis für Werbung nutzen und zum Ausbau der Dienstleistungen in dieser Richtung.
nagel.d Am: 16.08.2024 13:20:00 Gelesen: 52611 # 170
Interessanter "Fragenkatalog", auf die Ergebnisse bin ich gespannt.
opti53 Am: 16.08.2024 15:11:49 Gelesen: 52575 # 171
@ Lars Boettger [#168] Hallo Lars, wieso ist die Frist zur Rücksendung der Fragebögen schon abgelaufen? Es steht überall der 30.9. als Termin drauf. Wir haben den Fragebogen bei uns im Vereinsvorstand auch schon diskutiert. Was uns negativ aufgefallen ist, sind Fragen wie z.B. die Mitglieder untereinander kommunizieren. Woher soll man das wissen? Der Fragebogen ist von zentraler Stelle erstellt worden. Die Landesverbände firmieren zwar als Herausgeber, aber es ist nichts vom jeweiligen LV individuell hinzugefügt worden. Da hätte man auch gleich BDPh draufschreiben können. Viele Grüße Thomas
DL8AAM Am: 16.08.2024 15:19:05 Gelesen: 52572 # 172
Das Problem bei dieser Art von Fragebögen ist meist, dass sich fast nur die wirklich Aktiven aktiv daran beteiligen. Die inaktiveren bzw. die, die bereits am "auslaufen" sind, melden sich seltener und genau diese will man ja - mit abzuleitenden Aktionen - "retten". Sinnvoller (aber wenig praktikabel) wäre es, jeden Verein aufzusuchen und das persönliche Gespräch am Vereinsabend zu suchen, so dass man auch die ansonsten unsichtbaren Stammtisch"meckerer" (wertfrei gemeint!) hört. Trotzdem wären die Statistiken wirklich sehr interessant, insbesondere die Infos zur "Digitalisierung" der Vereinsarbeit. Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinsorganisationen scheint (?) nämlich die Onlineverfügbarkeit bei uns sehr schlecht ausgeprägt. In meinem Schützenverein z.B. kommunizieren wir seit vielen Jahren ausschließlich nur noch digital, per Email und per Social Media, denn 100,1% aller Mitglieder sind dort (zumindest 1x täglich) erreichbar. Auch Nachrichten der übergeordneten Verbände kommen nur noch digital, entweder per persönliche Email, Newsletter oder Webseite. Wobei das Schützenwesen in Teilen ja auch dafür verschrien ist, eine ähnliche Altersstruktur zu haben, wie der örtliche Philaklub. Bei uns Schützen sind aber auch alle "90jährigen" bei WhatsUp ;-) Ich bin mal auf die Auswertung gespannt! Beste Grüße Thomas
22028 Am: 17.08.2024 09:58:35 Gelesen: 52456 # 173
Ich habe das Thema Fragebogen gestern beim Vereinsabend des Würzburger Vereins auch auf den Tisch gebracht, man will das Thema nun innerhalb des Vereins, nicht nur im Vorstand diskutieren, das war auch der Wunsch, Aussage des Vorstands, des LV Bayerns und wurde so im dazugehörigen Anschreiben mitgeteilt.
zobbel Am: 17.08.2024 17:09:29 Gelesen: 52359 # 174
Kontaktdaten der Zukunftskommission: zukunftskommission@bdph.de Die Mitglieder: Alfred Schmidt (Präsident BDPh) a.schmidt@bdph.de Markus Kohler (2. Vors, LV Südwest) Markus.Kohler@Briefmarken-Suedwest.de Holger Evers (stv. Vors. Verwaltungsrat BDPH, Vors. LV Niedersachen) hre-evers@t-online.de Norbert Witte (Vors. LV West) witte@vdph.de Kirsten Schönherr (Schatzmeisterin, PV Bautzen) schoenherr@gmx.com
ArGe Baltikum Am: 18.08.2024 18:22:07 Gelesen: 52176 # 175
In der ArGe Baltikum haben wir uns dazu entschlossen, den Fragebogen nicht allein vom Vorsitzenden ausfüllen zu lassen. Etliche Aktive haben eigene Gedanken (oder ist es anders rum - wer eigene Gedanken äussern und Ideen umsetzten „darf“, wird aktiv?) und äussern die auch entsprechend - hier an den BDPh adressiert.

Die Bitte um das Ausfüllen des Fragebogens durch Vorstände zeigt m.E., dass ein gewisses hierarchisches Denken bei den Erstellern des Fragebogens wohl unausgesprochen den Vereinen (ob inhaltlichen = ArGen oder lokalen = Ortsvereinen) „angedichtet“ bzw. diesen unterstellt wurde.

Internationales Teamwork, Vernetzung, Zusammenarbeit ohne formelle Strukturen, mit Nutzung aller technischen Möglichkeiten, wird die Zukunft der forschenden Philatelie bilden, davon bin ich überzeugt. Gleich ob eine Organisation „dahintersteckt“ oder nicht.

Die Fragen verraten aus dieser Sicht mehr über den oder die Fragebogenersteller als sie glauben. Nur ein Beispiel: Wie Vereinsmitglieder miteinander kommunizieren, wissen die gefragten Vorstandsmitglieder oft nicht. Besser wäre die Frage gewesen, ob der Verein eine Kommuniktionsstruktur anbietet und wenn ja welche. Facebookgruppen oder Zoom-Konferenzen zum monatlichen Austausch (die von der ArGe Baltikum für jedermann angeboten wird, bereits seit über 3 Jahren) kamen in den vorgefertigten Antworten z.B. gar nicht vor…

Gruss
Friedhelm
22028 Am: 18.08.2024 18:25:25 Gelesen: 52174 # 176
@ ArGe Baltikum [#175] Zumindest im Begleitschreiben des LV Bayern stand, dass gewünscht sei den Fragebogen vom ganzen Verein / aktive Mitglieder, nicht nur vom Vorstand, auszufüllen.
Lars Boettger Am: 19.08.2024 16:21:47 Gelesen: 52040 # 177
@ ArGe Baltikum [#175] Die Fragen verraten aus dieser Sicht mehr über den oder die Fragebogenersteller als sie glauben. Nur ein Beispiel: Wie Vereinsmitglieder miteinander kommunizieren, wissen die gefragten Vorstandsmitglieder oft nicht. Besser wäre die Frage gewesen, ob der Verein eine Kommuniktionsstruktur anbietet und wenn ja welche. Hallo Friedhelm, meckern ist einfach. Ausfüllen und Deinen Kommentar ergänzen. Nicht jede ArGe stellt eine "Kommunikationsstruktur" für die Mitglieder auf. Eventuell brauchen wir das alle für die Zukunft! @ opti53 [#171] Der LV Südwest hatte 2022 von seinen Vereinen den Auftrag bekommen, eine Digitalstrategie zu entwerfen. Eine reine Digitalstrategie greift unserer Meinung nach zu kurz. Wir wollten von unseren Vereinen wissen, wo der Schuh drückt bzw. was sie von "denen da oben" erwarten, sei es digital oder analog. Die Fragebogenaktion startete bei uns im April 2024. Wir haben den anderen Landesverbänden und dem BDPh angeboten, die Fragebogen zu übernehmen. Beste Grüße! Lars
TeeKay Am: 19.08.2024 17:37:45 Gelesen: 52009 # 178
@ Lars Boettger [#177] meckern ist einfach. Ausfüllen und Deinen Kommentar ergänzen. Ich stelle in Abrede, dass der BDPh reformierbar ist. Ihr seid nicht in der Lage, Kritik anzunehmen und zu verarbeiten.
zobbel Am: 19.08.2024 18:44:14 Gelesen: 51982 # 179
In der Philatelie 565 (S. 6) wurden die vier "Kernbereiche" der Zukunftskommission identifiziert: - Stärkung der Ortsvereine - Marketing und Mitgliedergewinnung auf allen Strukturebenen - Digitale Vernetzung auf allen Strukturebenen - Vermarktungspotential rund um die Philatelie Und was fehlt? - Stärkung der Arbeitsgemeinschaften - Strukturreform Das spricht doch Bände! Das erste Thema wurde in der Philatelie 566 (der sehr lesenswerte Leserbrief von Frau Weisenhorn) leider mit einer ziemlich halbherzigen Replik voller Allgemeinplätze - so mein Empfinden - abgetan. Das zweite Thema wird weiter totgeschwiegen. Daran ist ja auch die letzte "Zukunftskommission" damals gescheitert... Jetzt sind wir 10 Jahre weiter und die Mitgliederzahl hat sich halbiert. Wann wacht man auf? Wenn der erste LV wegen Mangels an Vorstandskandidaten sich auflöst? War der VPhA keine Warnung?
Lars Boettger Am: 19.08.2024 19:32:45 Gelesen: 51943 # 180
@ TeeKay [#178] Ich stelle in Abrede, dass der BDPh reformierbar ist. Ihr seid nicht in der Lage, Kritik anzunehmen und zu verarbeiten. Der Meinung kannst Du gerne sein. Ich bin anderer Ansicht. Die föderale Struktur hat ihre Vor- und Nachteile. Wir können den Fragebogen nur den anderen LVs anbieten. Das er nicht jedem "passt", ist ganz normal. Andere LV, andere Fragen. Ich hätte mir gewünscht, dass die berechtigte Kritik nicht öffentlich in einem Forum breitgetreten worden wäre. Nicht jeder, der in der ArGe ist, nutzt die angebotenen Kanäle. Soweit sind wir noch nicht. Wir sind in der Erhebungsphase des Projektes. Lösungen bzw. Lösungsvorschläge kommen später. @ zobbel [#179] - Stärkung der Arbeitsgemeinschaften - Strukturreform Der Fragebogen an die ArGen wurde versendet. Sobald die Rückläufer eingehen, beginnt die Analysephase (nicht meine Aufgabe). Egal ob ArGe oder Ortsverein, die Kernprobleme sind sehr ähnlich (wenige aktive, viele passive Mitglieder). Vergleiche die Struktur von vor 10 Jahren und heute. Vieles erledigt sich von alleine. Aber, und das konnte noch keine Strukturkomission beantworten, wie bringst stellst Du den Kontakt zwischen Ortsvereinen und Bund bzw. LV her, wenn die Wege immer weiter werden? Ich muss oft ein paar hundert Kilometer für eine Vorstandssitzung fahren. So gerne ich Tauschtage oder Werbeschauen besuche, dafür reise ich nicht in der Bundesrepublik umher. Dafür gibt es Regionalvertreter und die anderen LV-Vorstandsmitglieder, welche "rund um die Uhr" für die Vereine in ihrer Nähe unterwegs sind. Die föderale Struktur hat noch ihren Sinn. Beste Grüsse! Lars
Ron Alexander Am: 19.08.2024 23:06:21 Gelesen: 51857 # 181
Schönen guten Abend, ich höre immer von vielen das dringend irgendwelche Homepages benötigt werden, aber wer schaut heute noch auf Homepages groß was nach? Ich besorge mir Informationen und Termine eigentlich überwiegend über soziale Medien. Facebook ist gerade bei den älteren Generationen beliebt und es sind dort sehr viele Philatelisten aktiv unterwegs. Ich würde daher ganz einfach: 1. Ortsvereinen zeigen wie sie eine Facebook Seite erstellen 2. erklären wie man Termine zu Veranstaltungen postet und einrichtet 3. erklären wie man mit z.B. Canva verwendet um ansprechende Social Media Posts erstellt mit geringem Aufwand Dann die Ortsvereine miteinander vernetzen so das sie sich gegenseitig pushen können und damit hat auch schon mal eine erste Reichweite. Homepage kann man m.E. in die Tonne treten, für Ortsvereine irrelevant, für einen LV noch ok um dort die Fäden zusammen zu führen. Dann hat man zumindest für Ortsvereine mal eine Basis geschaffen. Hast du die User aber auf Facebook kannst du auch sehr schnell Informationen verteilen etc. damit weitere Personen ansprechen. Mit ansprechen dann aber zeitgemäß, Punkt 3 beachten. Bitte keine Bilder von älteren Männern mit Kindern auf dem Schoß, da rennt doch jeder schreiend weg. Das wäre für mich das erste Paket für Ortsvereine und man kann ihnen das Heft des Handelns in die Hand geben mit m.E. wenig Aufwand. Alles weitere mit Digitalisierung etc. Ja muss kommen aber bis von unten nach oben und wieder umgekehrt was kommt, dauert es noch lange… Grüße, Ron
opti53 Am: 20.08.2024 09:57:31 Gelesen: 51733 # 182
@ Ron Alexander [#181] Hallo Ron, da ich selber nicht bei facebook bin, Du Dich aber wohl auskennst, hätte ich folgende Fragen: - Kann ein Verein ein Vereinskonto anlegen, oder müssen das einzelne Personen sein? - Ist das dann noch kostenlos? - Kann man da nur Termine posten, oder sind auch andere Informationen möglich? - Wie kann man herausfinden, welche Vereinsmitglieder damit erreicht werden können? Etwas überrascht hat mich die Aussage, dass facebook bei den älteren Generationen beliebt ist. Viele Grüße Thomas
TeeKay Am: 20.08.2024 12:52:34 Gelesen: 51673 # 183
Facebook ist immer kostenlos. Accounts können nur natürliche Personen anlegen, die dann als Admin für Vereinsseiten fungieren. Empfehlenswert ist es, sich mit dem Meta Business Manager zu befassen und min. 2 Personen mit der Administration der Vereinsseite zu bevollmächtigen. Andernfalls kann es schnell passieren, den Zugang zur Vereinsseite zu verlieren, zB im Todesfall des einzigen bei Meta hinterlegten Admins.
Ron Alexander Am: 20.08.2024 21:59:48 Gelesen: 51564 # 184
@ opti53 [#182] Schönen guten Abend, Philately und Social Media mache ich ja schon etwas länger. Der höchste Altersschnitt liegt bei Facebook. Dort sind auch sehr viele unterwegs und es gibt ja genügend Philatelie Gruppen mit mehreren tausend Mitgliedern etc. Das Facebook die Social Media Plattform der älteren ist, wurde doch auch schon in vielen Artikeln bestätigt, Google einfach mal. Es soll so langsam ein Umschwung einsetzen, da die Generation 50+ auch auf TikTok immer aktiver wird, aber mal abwarten wie es sich entwickelt. :D @ TeeKay [#183] TeeKay hat es in seinem posting sehr gut beschrieben, genau so. Termine kann man öffentlich stellen und jeder Interessierte kann es einsehen und hat auch die Möglichkeit seine Teilnahme aktiv zu bestätigen. Wenn er das möchte. Facebook ist kostenlos. Man sieht ja wer aktiv einer Seite folgt, da bestehen also schon Möglichkeiten. Grüße, Ron
zobbel Am: 20.08.2024 22:06:00 Gelesen: 51561 # 185
Hier der Fragebogen, der an die Argen versandt wurde:
opti53 Am: 20.08.2024 23:28:14 Gelesen: 51517 # 186
@ zobbel [#185] Besonders ARGE-spezifisch ist der Fragebogen nicht. Es ist eher der gleiche, der an die Vereine ging. Viele Grüße Thomas
Ron Alexander Am: 21.08.2024 09:46:46 Gelesen: 51433 # 187
@ opti53 [#182] Also Veranstaltungen z.B. vom Chemnitzer Briefmarken Club: Facebook: https://www.facebook.com/cbc.chemnitz Zum Thema Altersstruktur, Facebook: Instagram: Grüße, Ron Sorry Richard, falls ich den Thread hier missbrauche für das Thema, wenn es dich stört, bitte verschieben.
opti53 Am: 21.08.2024 14:44:58 Gelesen: 51328 # 188
@ Ron Alexander [#187] Hallo Ron, da es ja um die Zukunft des BDPh geht, ist es doch richtig, hier ein paar Informationen zu möglichen neuen Kommunikationswegen aufzuzeigen. Erst mal vielen Dank für das Zeigen einer Vereins-Facebook-Seite. Wie man aus den statistischen Zahlen über die Akzeptanz von Facebook und Instagram, die sich möglicherweise auf weltweite Daten stützen (oder?), erkennen kann, ist das beim Alter 65+ in beiden Fällen wieder stark abnehmend. In unserem (hoffentlich nicht repräsentativen) Verein sind aber 83 % der Mitglieder im Alter 65+. In der Gruppe 75+ haben wir bezogen auf alle Mitglieder 63 %. Und da nimmt die Akzeptanz moderner Medien weiter ab. Nur von 60 % unserer Mitglieder kennen wir eine Mail-Adresse. Also 40 % können wir nicht über Mail erreichen und wahrscheinlich haben die alle auch kein Smartphone. Nun ist es richtig, dass wir für die Zukunft jüngere Mitglieder brauchen. Da wird es mit moderner Kommunikation und sozialen Netzwerken grundsätzlich besser bestellt sein. Insgesamt bin ich mir halt nicht sicher, ob die Kommunikation über soziale Netzwerke das wichtigste Zukunftsthema ist. Viele Grüße Thomas
TeeKay Am: 21.08.2024 15:22:05 Gelesen: 51303 # 189
@ opti53 [#188] "In unserem (hoffentlich nicht repräsentativen) Verein sind aber 83 % der Mitglieder im Alter 65+. In der Gruppe 75+ haben wir bezogen auf alle Mitglieder 63 %. Und da nimmt die Akzeptanz moderner Medien weiter ab. Insgesamt bin ich mir halt nicht sicher, ob die Kommunikation über soziale Netzwerke das wichtigste Zukunftsthema ist." Niemand interessiert sich für die Kommunikationswege der paar tausend Opas im BDPh - außer dem BDPh selbst. Jeder andere würde schauen, wie und wo die 100 Mio deutschsprachigen Menschen kommunizieren, die nicht im BDPh organisiert oder nicht einmal Philatelisten sind. Jeder andere mit wenig Budget betreibt Social Media Werbung - organisch wie bezahlt - weil das die günstigste und zielgruppengenauste Werbung ist. Warum sollte ausgerechnet die Philatelie besser beraten sein, sich irgendwelchen anderen Kommunikationswegen zu widmen?
Lars Boettger Am: 21.08.2024 15:41:41 Gelesen: 51289 # 190
@ opti53 [#188] Insgesamt bin ich mir halt nicht sicher, ob die Kommunikation über soziale Netzwerke das wichtigste Zukunftsthema ist. Hallo Thomas, die Kommunikation über die sozialen Medien ist im Augenblick das Thema Nr. 1 - wir müssen hier in den Vereinen die Medienkompetenz schaffen, die Medien positiv "bespielen" zu können (da stimme ich mit TeeKay [#189] überein). Nachdem ich lange von Facebook abgemeldet war, habe ich mich in den letzten Wochen wieder angemeldet, um den Trierer Verein auf Facebook eine Präsenz zu schaffen. Eine Homepage ist ebenso wichtig. Beste Grüße! Lars
DL8AAM Am: 21.08.2024 22:07:45 Gelesen: 51008 # 191
@ Ron Alexander [#181] In großen Teilen hast Du zwar Recht, aber mit ich höre immer von vielen das dringend irgendwelche Homepages benötigt werden, aber wer schaut heute noch auf Homepages groß was nach? Ich besorge mir Informationen und Termine eigentlich überwiegend über soziale Medien. liegst Du leider falsch bzw. verwechselst Du Äpfel mir Birnen. Eine Webseite ist elementar. Nicht zur Kommunikation, sondern a) als Visitenkarte (gut das könnte man mit Abstrichen auch per Facebook) und wichtiger b) als Informationsquelle. Hier gehören gute Artikel, insbesondere mit Lokalbezug, z.B. über die philatelistische Heimatgeschichte bzw. das Vereinsmagazin (falls vorhanden). Oder man hat "Fachleute" im Verein, die ein Thema tief beackert haben und tiefgehende "Grundlagen"-Artikel schreiben können - auch interessante Ausstellungssammlungen. Wichtig sind gute Beiträge zur Information für Philatelisten, aber auch als Aushängeschild für zufällige Reinklicker. Zur digitalen Kommunikation mit Mitgliedern bzw. zur Verbreitung aktueller Termine ist eine Webseite aber eher ungeeignet. Alleine auch weil Webseiten, die erkennbar nicht "täglich" gewartet werden, eher sogar einen negativen Werbecharakter haben. Schlimm sind Webseiten, wo im Sommer unter Aktuelles immer noch die Weihnachtsfeier des Vorjahres beworben wird. Ein fatals Zeichen. Auf eine Webseite gehören (außer ich kann eine "tägliche" Aktualität durchgehend gewährleisten) eher nur allgemeine (echte) Informationen. Auch wenn ich täglich YouTube konsumiere, würde ich nie auf Idee kommen, mir dort Informationen zu suchen. 99 % der "Infobeiträge" sind absoluter Schrott bis gezielter Fake, so dass dort leider das restliche 1 % oft untergeht. Ich habe nach Jahren 2-3 gute Kanäle gefunden, das ist aber nicht der Weg. Meine digitalen Infos hole ich mir für Recherchen zu annähernd 100 % über Webseiten. Also, wichtig für einen lebendigen Verein (inklusive der positiven, werbenden Außenwirkung) ist die digitale Dreifaltigkeit: a) eine gute Webseite, als Visitenkarte und mit handfesten, echten Informationen "für die Ewigkeit", b) eine "laufende" Facebook-Seite für Werbung, Diskussionen, Fragen und längerfriste Terminbekanntmachungen und c) einen Social-Media-Kanal ("WhatsUp" oder Telegram) fürs Tagesgeschäft, für die kurzfristigen Dinge, für die "inoffiziellere" direkte Kommunikation, für Chats [auch gut für den internen Zusammenhalt] etc. Aber gerade Facebook ist für Außenstehende der erste Kontaktpunkt zum Verein oder zur Philatelie. Da stolpert unsere Zielgruppe ("Ü40" oder so) regelmäßig drüber. Gewollt oder per Zufall. Wichtig ist aber auch hier, das der Kanal fortlaufend und sichtbar aktiv ist. Falls das letzte Posting ein paar Monate alt ist, ist die Gruppe tot. In meinen (internationalen) Phila-Facebookgruppen, wie Perfins, Pre-Cancels, Südsudan etc. posten regelmäßig "Neue" Fragen und wenn sich diese willkommen fühlen, bleiben etliche auch dabei. Facebook ist in der internationalen Phila-Szene sehr beliebt. In Deutschland herrscht da leider auch mal wieder das digitale Mittelalter. Ohne "sowas" stirbt heute jeder Verein von alleine und ganz sicher aus. Keine vielleicht-ja-doch-nicht Grauzone. Ende der Diskussion. Sorry. @ opti53 [#182] Etwas überrascht hat mich die Aussage, dass Facebook bei den älteren Generationen beliebt ist. Ja, Facebook ist gefühlt inzwischen das Refugium der Ü50, fast schon eher das der Ü60er. "Die Jugend" ist dort kaum noch vorhanden. oder macht das vielleicht nur noch "wegen dem Opa" nebenbei mit. "Die Jugend" wechselt seine Social-Media-Plattformen alle paar Jahre. Als damals in "der Szene" Facebook angesagt war, haben viele der älteren erstmals Social Media entdeckt und während die Karawane mit "der Jugend" längst weitergezogen ist (zu Insta, TikTok oder so), blieben "die Alten" dort zurück (und unter sich). Die oben gezeigte Statistik ist leider etwas irreführend, da sie den Wert auf die "absoluten Werte" legt und damit eher die westliche Generationspyramide widerspiegelt, viele Ältere/Boomer & weniger "Jugendliches", als die echte Zusammensetzung. Interessant wäre hier mal zu sehen, wie hoch die Vernetzung innerhalb einer bestimmten Altersklasse ist. Und gefühlt ist mein gleichaltriger (50-60) Verwandten- und Freundeskreis komplett zu 100% bei Facebook aktiv und absolut keiner bei Insta/TikTok. Beste Grüße Thomas
Ron Alexander Am: 22.08.2024 21:45:08 Gelesen: 50862 # 192
@ DL8AAM [#191] Schönen guten Abend, Zu den Statistiken, ja ich kann natürlich nur meine bereitstellen, alles andere kann ja Facebook. :D Kann sie aber auch sagen, auch auf TikTok sind ältere Generationen aktiv, hier Auszug von meinem TikTok Kanal: Website sehe ich anders, aber darüber kann man ja diskutieren. Facebook ist aber m.E. Einfacher zu erstellen und zu pflegen. Wer möchte kann sich ja gerne noch ne Homepage machen, aber hier sehe ich eher die LV die auf einer Seite den Ortsverein vorstellen, mehr muss es m.E. Nicht sein. Wie du aber sagst, es muss ganz klar gepflegt werden, sonst bringt es auch nichts. Daher ja auch mein Ansatz mit Social Media Tools zu arbeiten. Es gibt aber aktive Facebook Briefmarken Gruppen, wenn Du welche suchst, melde dich gerne, weiß nicht ob es erlaubt ist hier zu posten. Oder bei mir auf YouTube vorbeischauen da bin ich auf das Thema auch schon eingegangen. ;-) Grüße, Ron
fdoell Am: 23.08.2024 00:15:15 Gelesen: 50812 # 193
@ Lars Boettger [#177] @ ArGe Baltikum [#175] Die Fragen verraten aus dieser Sicht mehr über den oder die Fragebogenersteller als sie glauben. Nur ein Beispiel: Wie Vereinsmitglieder miteinander kommunizieren, wissen die gefragten Vorstandsmitglieder oft nicht. Besser wäre die Frage gewesen, ob der Verein eine Kommuniktionsstruktur anbietet und wenn ja welche. Hallo Friedhelm, meckern ist einfach. Ausfüllen und Deinen Kommentar ergänzen. Nicht jede ArGe stellt eine "Kommunikationsstruktur" für die Mitglieder auf. Eventuell brauchen wir das alle für die Zukunft! Das war kein Gemeckere. Natürlich habe ich das in meinem Fragebogen entsprechend vermerkt. Dass nicht jede ArGe eine Kommunikationsstruktur aufstellt, denke ich auch. Eine wichtige Frage aus Sicht eines überregionalen Verbandes könnte aber sein, wie viele ArGen welche Arten von Strukturen aufstellen bzw. wie viele gar keine. Nimm das einfach als Hinweis an den BDPh-Vorstand als Veranlasser / Auftraggeber des Fragebogens. @ DL8AAM [#191] Eine Webseite ist elementar. Nicht zur Kommunikation, sondern a) als Visitenkarte (gut das könnte man mit Abstrichen auch per Facebook) und wichtiger b) als Informationsquelle. Hier gehören gute Artikel, insbesondere mit Lokalbezug, z.B. über die philatelistische Heimatgeschichte bzw. das Vereinsmagazin (falls vorhanden). Oder man hat "Fachleute" im Verein, die ein Thema tief beackert haben und tiefgehende "Grundlagen"-Artikel schreiben können - auch interessante Ausstellungssammlungen. Wichtig sind gute Beiträge zur Information für Philatelisten, aber auch als Aushängeschild für zufällige Reinklicker. Zum Inhalt einer Website habe ich 2017 bei den Soester Gesprächen ein paar Ideen vorgetragen die man hier nachlesen kann [1]. Sie gelten m.E. immer noch. Auch und gerade wenn man auch soziale Netzwerke wie Facebook und Co. bespielt. Ein Beispiel bietet das Web der ArGe Baltikum [2], das neben Infos über die ArGe und zu aktuellem Geschehen weltweite Informationen zum Baltikum zusammenträgt und vor allem 30 Sammelgebiete mit Abbildungen und postgeschichtlichen Zusammenhängen darstellt (bei ArGen ist nicht der Lokalbezug,, sondern das fachliche Thema Mittelpunkt). Mit diesem Web (72 Seiten) und einer englischen Version gleichen Inhalts sind wir mittlerweile fast 130 Mitglieder in 23 Staaten auf 4 Kontinenten, von denen seit 2022 mit der englischen Webversion (und einer englischen Version des Mitteilungsblatts) über 20 neu dazugekommen sind (die kein Deutsch sprechen). Manche Menschen im BDPh gucken allerdings ganz erstaunt, dass eine deutsche ArGe überhaupt Mitglieder im fernen Ausland hat... Wie schon an anderer Stelle geschrieben: Die Zukunft der philatelistischen Forschung liegt m.E. im Netzwerken, egal wie das technisch gemacht wird. Geheimnisse Einzelner im stillen Kämmerlein oder auf dem eigenen PC haben keine Zukunft. [1] https://arge-baltikum.de/assets/pdf/Web/2017_Internetauftritt.pdf [2] https://arge-baltikum.de
opti53 Am: 23.08.2024 09:51:36 Gelesen: 50741 # 194
@ fdoell [#193] Hallo Friedhelm, Deine Präsentation zum Thema Internetauftritt ist super. So etwas (ohne die Arge-spezifischen Teile) könnte ich mir als Handreichung des BDPh für die lokalen Vereine vorstellen. Sehr aufschlussreich ist auch die Feststellung über die Jobs (Inhalte, Design und Realisierung), und dass man eventuell 3 Personen dafür benötigt. Das ist für kleinere Vereine wohl meistens nur schwer zu stemmen. Viele Grüße Thomas
Richard Am: 23.08.2024 15:54:01 Gelesen: 50656 # 195
Im besonders für Sammler der nordamerikanischen Gebiete stets interessanten Rundbrief 187 der ArGe USA/CANADA meint Peter Kühlhorn, Verfasser der Seite „Editors Voice“ , zum Fragebogen des BDPh: Liebe Mitglieder, liebe Freunde der USA - und Canada - Philatelie, in diesen Tagen erhielt ich Post vom Philatelisten Verband Nord Deutschland e.V. im BDPh und noch zusätzlich vom BDPh. Es geht um das Thema Motivation und Ziele der organisierten Philatelie / Zukunftskommission des BDPh gemeinsam mit den Landesverbänden. In der Juli - Ausgabe der Zeit-schrift Philatelie wurde ebenfalls darüber berichtet. Nachdem ich den umfangreichen Fragebogen gelesen hatte, kam mir spontan dieser Spruch in den Sinn: „Wenn du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis“. In der Befragung geht es um den Fortbestand und die Stärkung der Ortsvereine. Und was ist mit den Arbeits– und Forschungsgemeinschaften? Ich möchte die Sache hier nicht weiter vertiefen nur denke ich, dass diese Arbeitsgruppe schon viel früher hätte ins Leben gerufen werden müssen, denn Warnzeichen gab es, nur wurden diese nicht wahrgenommen. --- Die sehr informative und ansprechende Webseite der Arge finden Sie unter https://www.arge-usa-canada.org/ , die Arbeitsgemeinschaft auf der Messe Ulm nur wenige Meter vom Philaseiten Stand entfernt. --- Auch Arbeitsgemeinschaften dürfen sich gerne hier im Thema Zukunftskommission einbringen !
fdoell Am: 24.08.2024 10:10:51 Gelesen: 50534 # 196
@ opti53 [#194] Wenn dir die Präsentation gefällt, dann vielleicht auch die [1] über das Corporate Design, den ich in Soest 2017 auch hielt. Die ArGe-spezifischen Darstellungen sieh bitte immer nur als Beispiel an, die hatte ich halt zur Hand, um optisch zu verdeutlichen, wovon ich spreche. Allerdings war das Thema für einige Zuschauer wohl zu abstrakt. Zum Schluss fragte mich einer provozierend, ob er denn jetzt seine Homepage mit dem gezeigten Titelbild der ArGe Baltikum gestalten solle. Ich konnte ihm nur antworten, dass er, wenn er gut aufgepasst hat, eigentlich gemerkt haben sollte, dass er sich seine eigenen Gedanken für sein Web machen sollte. Ich bekam in den Jahren danach auch einige Anfragen von Philatelisten, die etwas über die Gestaltung des eigenen Webs wissen wollten. Die waren von der BDPh-Geschäftsstelle an mich verwiesen worden. Nach meinen Antworten habe ich von denen aber nie wieder etwas gehört, nicht mal ein Danke. Vielleicht war die Aufforderung, sich selbst Gedanken zum eigenen Web zu machen, schon zu viel für die… Alle diese Fragen und Antworten zur Webgestaltung habe ich in einem Beitrag im BDPh-Forum zusammengefasst [2]. [1] https://arge-baltikum.de/assets/pdf/Web/2017_Corporate_Design.pdf [2] https://forum.bdph.de/showthread.php?15949-Vereins-und-Arge-Homepages-gewusst-wie/page3, dort Beitrag #23
Ron Alexander Am: 03.09.2024 14:32:00 Gelesen: 49877 # 197
Schönen Nachmittag zusammen, Die ist mein Beitrag zur Stärkung der Ortsvereine. Hatte es weiter oben ja schon mal beschrieben was meine Idee ist. Jetzt auch umgesetzt im ersten Video. Ortsvereine sind das Herzstück unserer Gemeinschaft – und jetzt haben wir die Möglichkeit, sie durch Social Media noch stärker zu machen! In diesem Video erfährst du, wie Vereine die Reichweite ihrer Botschaften erhöhen, neue Mitglieder gewinnen und mehr Unterstützung für ihre Projekte bekommen können. Ich zeige dir konkrete Tipps und Tricks, wie du Social Media effektiv nutzen kannst, um deinen Verein vor Ort sichtbar zu machen und aktiv zu fördern. Wie Social Media die Ortsvereine stärkt: Deine Chance, aktiv dabei zu sein! https://youtu.be/ZLoQK4gxURA Grüße, Ron
Richard Am: 03.09.2024 18:53:51 Gelesen: 49794 # 198
@ Ron Alexander [#197] Hallo Ron, hast Du zum WPhV in Stuttgart gute Kontakte, einem der ersten Vereine mit eigener Facebook Seite ? Wie sind die Erfahrungen des Vereins damit, haben sie viele Mitglieder gewonnen und konnte der Mitgliederrückgang insgesamt gebremst werden ? Grüsse aus der Ecke des Philatelie-vereinsfreien Teils des LV Südwest, Richard [1] https://www.facebook.com/search/top?q=w%C3%BCrttembergischer%20philatelistenverein%20stuttgart%201882%20e.v.
Ron Alexander Am: 03.09.2024 21:05:01 Gelesen: 49725 # 199
@ Richard [#198] Nabend Richard, Nein ich kann Dir keine Zahlen nennen, habe da keine Informationen. Grundlegend würde ich da aber eher in Richtung Chemnitzer Briefmarken Club schauen: https://www.facebook.com/cbc.chemnitz Die sind bedeutend aktiver, posten Veranstaltungen und auch regelmäßig philatelistische Beiträge. Grüße, Ron
Christoph 1 Am: 03.09.2024 23:34:08 Gelesen: 49675 # 200
@ Ron Alexander [#199] Sehr aktiv im www [1] und bei Facebook [2] sind auch die Jungen Briefmarkenfreunde in Salzwedel, Ortsteil Pretzier. [1] http://jbf-pretzier.philatelie-postgeschichte.de/ [2] https://www.facebook.com/groups/2106132786290856
Richard Am: 04.09.2024 09:16:09 Gelesen: 49612 # 201
In der aktuellen philatelie September 2024 Seite 4 und 6 hat sich die Zukunftskommission des BDPh gemeldet - Alfred Schmidt, Kirsten Schönherr von Markus Kohler. Es wird weitgehend zu der hier im Forum bereits vorgestellten Fragebogenaktion berichtet und angekündigt: Wir sind gespannt auf die Ergebnisse, die Ende Oktober in Ulm vorgestellt werden sollen. Einzelne Tendenzen zeichnen sich bereits ab: Es wird keine allgemeingültigen einfachen Lösungen geben. Es wird vor allem weiterhin Menschen brauchen, die sich für die Philatelie einsetzen, damit es in Zukunft nicht nur ein Kreis handverlesener älterer Menschen sein wird, der sich dem Hobby Briefmarkensammeln widmet. Soweit die ersten Ergebnisse der Zukunftskommission. Grüsse, Richard
Ben 11 Am: 05.09.2024 19:19:20 Gelesen: 49441 # 202
@ Richard [#201] Das erste Ergebnis ist: sie haben es nicht verstanden! " Briefmarkensammler schätzen überwiegend die Freude am Sammeln und an der ästhetischen Vielfalt sowie den Geschichten hinter den Briefmarken. Für sie ist das Sammeln an sich schon ein entspannendes und erfüllendes Hobby. Philatelisten hingegen nähern sich dem Thema eher als Wissenschaftler. Sie erforschen die Geschichte, Drucktechniken, postalische Verwendungen und kulturelle Hintergründe der Briefmarken, um ein tiefes Verständnis und umfangreiches Wissen über ihr Sammelgebiet zu erlangen." Der Tenor zieht sich jetzt fast über eine Seite und endet mit der Frage: "Ist es wirklich so, dass Briefmarkensammler und "Nicht-Philatelisten" nicht einmal ansatzweise zur Philatelie "bekehrt" werden wollen?" Das strotzt nur so vor Arroganz und Überheblich und zeigt deutlich: Die Zukunftskommission lebt in einer 2-Klassen-Vorstellung und kommt dort auch nicht raus. Sorry an all die Philatelisten, denen ich gerade auf die Füße getreten bin. Ben.
nagel.d Am: 05.09.2024 20:29:10 Gelesen: 49385 # 203
@ Ben 11 [#202] "Das strotzt nur so vor Arroganz und Überheblich und zeigt deutlich: Die Zukunftskommission lebt in einer 2-Klassen-Vorstellung und kommt dort auch nicht raus." Warum wundert mich diese Aussage nicht ?
Frankenjogger Am: 05.09.2024 20:56:36 Gelesen: 49360 # 204
@ Ben 11 [#202] "Sorry an all die Philatelisten, denen ich gerade auf die Füße getreten bin." Die Bemerkung ist sicherlich berechtigt. Ich sehe mich als Philatelist, und ich fühle mich nicht auf die Füße getreten. Der BDPh muss derzeit noch beide Klientel bedienen (können). Ob er das auf Dauer schafft, wird sich zeigen. Aber auch das ist Aufgabe der sog. Zukunftskommission. Die Philatelisten lassen sich durch ihre ARGE'n in ihren Interessen vertreten. Die kann der BDPh auf Dauer nicht ignorieren. Die Sammler, wenn das getrennt betrachtet werden muss, müssen sich überlegen, wie sie vertreten werden wollen. Das geht meiner Meinung nach nur über die Ortsvereine. Und da muss ich leider sagen, machen sich die "Sammler" leider (sehr) rar. Es sind meist diejenigen, die dort unter dem Radar laufen, sprich sie sind eher wenig aktiv. Sorry, an all die Sammler, denen ich gerade auf die Füße getreten bin. Noch ein Wort zum Freitag, Klemens
22028 Am: 05.09.2024 21:01:02 Gelesen: 49358 # 205
@ Frankenjogger [#204] Die Sammler, wenn das getrennt betrachtet werden muss, müssen sich überlegen, wie sie vertreten werden wollen. Das geht meiner Meinung nach nur über die Ortsvereine. Und da muss ich leider sagen, machen sich die "Sammler" leider (sehr) rar. Es sind meist diejenigen, die dort unter dem Radar laufen, sprich sie sind eher wenig aktiv. Absolut, das kann ich zu 100 % unterschreiben. Nicht wenige Sammler in Ortsvereinen sehen die regelmäßigen Treffen nur als Stammtisch zum kaufen/verkaufen/tauschen an, mal über den Tellerrand (es müssen ja nicht unbedingt meine Gebiete sein) ganz zu schweigen.
DL8AAM Am: 05.09.2024 21:57:00 Gelesen: 49314 # 206
@ Frankenjogger [#204] Die Bemerkung ist sicherlich berechtigt. Ich sehe mich als Philatelist, und ich fühle mich nicht auf die Füße getreten. Der BDPh muss derzeit noch beide Klientel bedienen (können). Ob er das auf Dauer schafft, wird sich zeigen. Aber die zweite Klientel stirbt aus. Das ist der Kern. Das "einfache Briefmarkensammler" wird langfristig aussterben, zumindest für die organisaierte Philatelie, lokale Kronkorken- oder Bierdeckelsammler-Stammtische gibt's ja auch nicht in nennenswerter Zahl. Das unter dem Radar noch viele reine Spass-Sammler (dann Wort soll keine Wertung sein!) existieren, sei dahingestellt. Aber unter dem Radar waren auch früher gefühlt 99% aller Spass-Sammler, auch zu den absoluten Hochzeiten. So wie mein Vater, 70 Jahre extensiv 'alles' gesammelt, dickste Alben und Ordner, ein Arbeitszimmer komplett voll, aber nie ein Fachbuch, kein Magazin, kein Michel (nur ein kleiner "Philex" alle paar Jahre), kein Verein, einfach nur Spass. Reicht. Vielleicht kann die Post mit ihren Sondereditionen diese Spass-Sammler weiter erreichen und für sich finanziell nützlich bespassen (gegönnt sei's ihr). Wir aber nicht mehr, wir haben die nie und werden diese auch nie erreichen. Nur früher war dass restliche eine Prozent groß genug, um trotzdem OVs ausreichend zu bestücken. Nur wenn die 99 % keine zig Millionen mehr sind, so wie damals (eingetragenes Warenzeichen "Früher war mehr Lametta"), dann ist das 1 % einfach zu wenig. Selbst wenn da Jugend nachkommen sollte. Ketzerisch gesagt, egal was wir tun, auf lange Sicht bleiben für die organisierte Philatelie nur noch die Philatelisten als nennenswerte Basis übrig und diese sammeln sich üblicherweise in überregionalen ARGEs oder gar internationalen Associations. Das ist die Zukunft der organisierten Philatelie. Nicht der "ein Stammtisch pro Ort". Sorry. My Two Cents. ;-) Ich kann mich irren, aber ich befürchte ... Beste Grüße Thomas PS: Und wenn der BDPh die ARGEs nicht jetzt besonders "pimpert", dann fallen die für die Organisierten auch noch weg. Man kann sich auch ohne nationalem Verband international erfolgreich vernetzen. Meine ARGE ist zum Beispiel so eine Association, die als Affiliate an dem amerikanischen APS angebunden ist (ohne das die ARGE-Mitglieder dort Mitglied im APS werden). Das einzige Monopol, was für die nationalen Verbänden dann noch übrig bliebe, wäre das internationale Ausstellungswesen. Und das wäre mir fast das Wichtigste am 'Organisiertsein', auch wenn ich nicht selbst ausstelle. New York, Taipei, Essen ... sind meine persönlichen philatelistischen Highlight-"Feelings" der letzten 10 Jahre, die Motivation 2-3 weitere Philateliejahre liefern.
saeckingen Am: 05.09.2024 22:12:55 Gelesen: 49304 # 207
@ DL8AAM [#206] Als hättest Du meine Gedanken gelesen. Sehr gute Zusammenfassung die ich genau so auch sehe. Grüße Harald
Ron Alexander Am: 07.09.2024 20:01:52 Gelesen: 49089 # 208
Schönen Samstag Abend, Hier jetzt mein zweiter aktiver Beitrag zur Stärkung der Ortsvereine. Damit alles erst mal von meiner Seite getan, für diejenigen die Lust darauf haben. So stärkst du deinen Ortsverein mit Social Media: Tipps zu Canva und der Meta Business Suite! https://youtu.be/pGg5M_NnAjU Grüße, Ron
Richard Am: 18.09.2024 09:41:55 Gelesen: 48611 # 209
Kürzlich kamen die Infla Berichte September 2024 bei mir an. Dort ist zu lesen, dass die Nachwuchsgewinnung zunehmend schwerer wird. Daher wurde am Vortag der Hauptversammlung, also am 15.06.2024, eine Arbeitsgruppe aus sieben Mitgliedern gegründet, um Vorschläge zur Mitgliedergewinnung zu erarbeiten. Sind solche Arbeitsgruppen auch aus anderen Vereinen oder Arbeitsgemeinschaften bekannt ? Diese können sich gerne bei uns melden, wir unterstützen solche Vorhaben so gut wir können. Schöne Grüsse, Richard
nagel.d Am: 18.09.2024 19:20:55 Gelesen: 48482 # 210
@ Richard [#209] Es braucht nicht solche Arbeitsgruppen, vielmehr müssen gewisse Strukturen, Denkweisen und "an Posten festhaltenden"-Personen geändert werden. Viele Jungendliche und junge Erwachsene wollen sich nicht vorschreiben lassen was sie wie zu sammeln haben und es müßten auch alternative Vereinsabende angeboten werden, dabei sollte man nicht an alt hergebrachte Termine festhalten. Das ist meine Meinung, und solange dies nicht umgesetzt wird und auch mal die Vorschläge der Jugendlichen und jungen Erwachsenen umgesetzt werden, bringt dies alles nichts.
Richard Am: 20.09.2024 12:45:15 Gelesen: 48338 # 211
@ nagel.d [#210] solange dies nicht umgesetzt wird und auch mal die Vorschläge der Jugendlichen und jungen Erwachsenen umgesetzt werden, bringt dies alles nichts. Was genau sind denn diese Vorschläge von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen ? Kann ich sie irgendwo nachlesen ? Oder kannst Du mir irgendwie im Forum, auf den Seiten des BDPh oder der Landesverbände solche Vorschläge verlinken ? Ich habe keine Vorschläge gesehen. Schöne Grüsse, Richard
nagel.d Am: 20.09.2024 21:07:12 Gelesen: 48231 # 212
@ Richard [#211] Genau das ist das Problem Richard. Diese Vorschläge wirst du nirgens finden. Diese Vorschläge werden in der Schreibtischschublade verschwinden. Alleine die Tatsache, dass man als potentielles Neumitglied (Alter U60) von Vereinsfunktionären vorgeschreiben bekommt was man zu sammeln hat oder nicht, und auf die Ausage man sei ja Ländersammler und dies auch in der Sammlung ist zur Antwort bekommt, Ländersammler seien keine richtigen Sammler und auf diesem Niveau nicht weiter diskutiert wird. Solche Aussagen sagen doch dann schon alles.
TeeKay Am: 21.09.2024 10:58:20 Gelesen: 48148 # 213
Also mir schrieb niemand vor, was ich sammeln soll. Es gab lediglich einmal einen Hinweis, dass das mangels Material ein sehr schwieriges Thema sei - und damit hatte er Recht und ich habs dann auch schnell wieder gelassen.
nagel.d Am: 21.09.2024 11:06:08 Gelesen: 48146 # 214
@ TeeKay [#213] Als ich auf der Suche nach einem Ortsverein war hat man mich genau mit diesen Argumenten abgelehnt. Und man hat in dieser Argumentation sogar vorgeschlagen, daß ich Vordruckblätter eines bestimmten Anbieters kaufen sollte, um so die Komplettheit einer Sammlung sehen zu können.
Richard Am: 20.10.2024 09:06:34 Gelesen: 47244 # 215
Liebe Mitglieder, höflich wie ich bin, habe ich am 09.10.2024 in der Geschäftsstelle des BDPh wegen eines Nachdrucks aus der philatelie nachgefragt, nachdem dieser irgendwo für uns sichtbar diskutiert wurde: Betreff: philatelie Okt. 2024, Seite 8 und 9 oben Hallo Herr xxx, ... meine Bitte an Sie, ob ich die Genehmigung eines Nachdrucks des Beitrags und die Übermittlung des Textes von Ihnen erhalten kann. Eine Veröffentlichung noch vor Ulm wäre optimal. Der Beitrag ist für die Zukunft der Philatelie im deutschsprachigen Raum, also auch den Nachbarländern, sehr wichtig ! Schöne Grüsse, Richard Ebert Die Antwort kam nach vier Stunden: Hallo Herr Ebert, die Zukunftskommission stimmt einem Nachdruck nicht zu. Es handelt sich um eine vorläufige Analyse. Ich bitte um Verständnis für diese Entscheidung. Viele Grüße xxx Bund Deutscher Philatelisten e.V. War da nicht vorher von einer breiten Diskussion innerhalb und ausserhalb der BDPh-Mitgliedschaft geschrieben worden ? Oder war das nur ein Traum von mir ? Grüsse aus dem Allgäu, Richard
nagel.d Am: 20.10.2024 12:11:52 Gelesen: 47168 # 216
@ Richard [#215] Das war nicht nur ein Traum von dir, man hat hier den Mitgliedern Hoffnung suggeriert, es kämen Änderungen.
jahlert Am: 20.10.2024 13:52:36 Gelesen: 47119 # 217
@ nagel.d [#216] Über 'große Träume' wird in der aktuellen Ausgabe der philatelie in einem interessanten Beitrag ab Seite 40 berichtet.
nagel.d Am: 20.10.2024 14:00:00 Gelesen: 47116 # 218
@ jahlert [#217] Ich formuliere es mal so es sind Träume die uns die Verantwortlichen in einer Seifenblase durch rosarote Brillen suggerieren, die der Wirklichkeit schon lange nicht mehr existieren und von der Realität schon längst überrollt wurden.
Jürgen Witkowski Am: 20.10.2024 14:44:24 Gelesen: 47083 # 219
@ nagel.d [#218] Was für ein sinnfreies Geschwafel! Kriegst Du auch mal einen geraden Satz aus der Tastatur? Im Zweifelsfall einfach mal die Klappe halten...
Christoph 1 Am: 20.10.2024 17:06:13 Gelesen: 46977 # 220
@ Richard [#215] Hallo Richard, ich habe den Beitrag in der aktuellen Philatelie gelesen. Er enthält tatsächlich nur eine vorläufige Analyse, insofern ist die Antwort, die Du vom BDPh erhalten hast, korrekt. Man erfährt in dem Beitrag, dass bislang (nur!) ca. 40 Rückmeldungen eingegangen sind und dass deshalb die Frist zur Rücksendung der Fragebögen um ca. 2 Wochen verlängert wurde. Man erfährt außerdem, dass wohl ein nicht ganz unerheblicher Teil der Rückmeldungen schwierig auswertbar sein dürfte, denn hier wurde - so übersetze ich das jetzt mal - lediglich in Stammtisch-Manier auf "die Vorstände" also "die da oben" als "abgehobene Elite" eingedroschen. Das ist in meinen Augen betrüblich, war aber zu erwarten. Es spiegelt leider die heute vielerorts zu beobachtende Diskurskultur wider - auch hier auf den philaseiten oder in anderen Foren. Und das ist kein Phänomen der Philatelie alleine, sondern ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. Es wird pauschal abgeurteilt, ohne zu differenzieren. Man nutzt die explizit eröffnete Möglichkeit, sich einbringen zu können dafür aus, mitzuteilen, dass man es ja mit einer Elite zu tun habe, die sowieso nur macht, was sie möchte. Die schwurbeligen Kommentare hier in diesem Thema gehen in die gleiche Richtung. Insofern auch Danke an Jürgen für die klare Einordnung in [#219]. Weiterhin wurden offenbar eine ganze Reihe von Fragebögen von Personen abgegeben, "die prahlen, Sammlungen weit unter Wert zu erwerben oder Material als "Schrott" abzulehnen". Auch dieses Phänomen kennt man gut von den philaseiten oder aus anderen Foren. Diese Personen werden von den Mitgliedern der Zukunftskommission in dem Artikel als "überheblich wirkende Sammler" bezeichnet, die "das Image der Philatelie insgesamt schädigen". Ich teile diese Einschätzung zu 100 Prozent. Was man in dem Artikel leider nicht so richtig erfährt: Gab es auch konkrete, konstruktive Vorschläge in den 40 Fragebögen, die jetzt vom BDPh weiter verfolgt werden? Allerdings muss der Artikel dies auch (noch) nicht liefern, denn - wie oben bereits ausgeführt - handelt es sich ja nur um erste Zwischenergebnisse. Ich frage mich allerdings schon, warum dieser Beitrag nicht hier auf den philaseiten als "Nachdruck" erscheinen darf. Wenn man nicht möchte, dass über Zwischenergebnisse bzw. über eine vorläufige Analyse diskutiert wird, dann hätte man konsequenterweise den Beitrag in der philatelie auch nicht veröffentlichen dürfen. Es wäre dann in meinen Augen besser gewesen, ohne großes TamTam auf die verlängerte Abgabefrist für die Fragebögen hinzuweisen und eine strukturierte und abschließende Auswertung der Fragebögen für einen späteren Zeitpunkt anzukündigen. Das hätte auch dem in vielen Fragebögen enthaltenen Wunsch nach einer "besseren Kommunikation" Rechnung getragen. Ich möchte hierzu nochmal abschließend aus dem Artikel selbst zitieren: "Es wird empfohlen, eine positivere und wertschätzendere Kommunikation sowohl untereinander als auch mit Außenstehenden zu pflegen." Die Chance, genau das hier zu tun, wurde leider nicht genutzt. Soweit mal ein paar Gedanken von mir. Viele Grüße Christoph
Lars Boettger Am: 20.10.2024 17:27:04 Gelesen: 46953 # 221
@ Richard [#215] Hallo Richard, auf den Seiten 22 / 23 sowie der Seite 33 der 295. Ausgabe der Südwest Aktuell findest Du Aussagen und erste Ergebnisse aus der Fragebogenaktion des Landesverbandes Südwest. Die Ausgabe der SWA kann jeder von der Webseite herunterladen [1]. Beste Grüße! Lars [1] https://www.briefmarken-suedwest.de/ [Sofortantwort: Ein Antwortbeitrag hier im Forum ist bereits vorbereitet, wird noch etwas geändert und erscheint in den kommenden Tagen mit dem Originaltext des Landesverbands.]
Richard Am: 24.10.2024 09:14:08 Gelesen: 46739 # 222
Aus der Zukunftswerkstatt des Landesverbandes Südwest Von Dr. Markus Kohler Laut der Ankündigung aus den letzten LV-Nachrichten, wird hiermit die Rubrik „Aus der Zukunftswerkstatt des Landesverbandes“ erstmals eingeführt. Im Übrigen gibt es eine ähnliche Rubrik in der Zeitschrift ‚philatelie‘ zu den Themen der Zukunftskommission des BDPh geben. Eine Sichtung der bisher eingegangenen 40 ausgefüllten Fragebogen hat bereits die ersten Punkte aufgezeigt, die nun sukzessive angegangen werden. Es ist sehr erfreulich, dass die Vereine und deren Mitglieder im Landesverband Südwest sich engagiert einbringen! Gleichwohl dürfen uns weiterhin Fragebogen und Anregungen zugesendet werden. Das ergibt einen kontinuierlichen, nie endenden Prozess von Idee, Umsetzung und Bewertung des Erreichten. Ist das Ergebnis nicht so wie erwartet, wird nachjustiert. Was sich bereits sehr deutlich abzeichnet, ist ein wahrgenommenes Defizit in der Kommunikation, sowohl innerhalb der Verbandsstruktur als auch im Umgang mit Dritten. Innerhalb der Verbandsstruktur sollen zunächst die Medien ‚philatelie‘ und SÜDWEST AKTUELL kontinuierlich über die Arbeiten, Überlegungen und die Umsetzung von Maßnahmen zur Stärkung der Ortsvereine/ArGen im LV und damit einhergehend die Stärkung der organisierten Philatelie berichten. Insbesondere soll hiermit sichergestellt werden, dass jeder abgeholt wird und sich jederzeit einbringen kann. An vielen Antworten konnte man ein Maß an Unzufriedenheit, Unsicherheit und Frustration ablesen, die teilweise durch einen Mangel an interner Kommunikation und teilweise den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen geschuldet sind. In ersterem müssen wir besser werden und in letzterem müssen wir die Chancen erkennen und nutzen lernen. Gerade in der Kommunikation mit Dritten liegt unabhängig vom verwendeten Transportmedium (Rundschreiben, Zeitung, Veröffentlichungen, u.Ä.) ein Schlüssel in der Erhaltung und Weiterentwicklung der organisierten Philatelie. So müssen philatelistische Laien oder neue und vielleicht unerfahrene Sammler behutsam an die Materie herangeführt werden; hierbei müssen gerade die positiven Aspekte mehr in den Vordergrund gerückt werden. ‚Positiv‘ ist das Stichwort und positiv muss sich auch die Einstellung zum Hobby und zur Philatelie in jedem einzelnen wiederspiegeln. Das gilt für alle Aspekte, so dass es aktuell Überlegungen gibt, das bereits angebotene Seminar zur Öffentlichkeitsarbeit, um den Baustein der positiven Kommunikation in Berichten und im Umgang mit der Presse [dazu gehören auch die Foren, wie Philaseiten, die Red.] zu ergänzen und hieraus einen Schwerpunkt zu machen. Parallel dazu stehen Seminare für Schulungen in der Mitgliedergewinnung aktuell zur Diskussion. Diese Seminare würden in einem ersten Schritt mit den Fachstellenleitern, Regionalvertretern und Mitarbeitern des Mobilen Beratungsdienstes durchgeführt und auf Veranstaltungen und im realen Leben angewendet werden. Die hieraus resultierenden Erfahrungen sollten mögliche Verbesserungen identifizieren, die in den nachfolgenden breit angebotenen Schulungen für alle Mitglieder in den Vereinen entsprechend berücksichtigt werden. Auch wurden bereits auf Bundesebene Überlegungen angestellt, ein ‚Homepage-Template‘ auf Basis einer einfach zu pflegenden Plattform wie z. B. Wordpress (Programm zur Erstellung und Pflege von Internet-Seiten) erstellen zu lassen. Die notwendigen Seminare würden entsprechend über den LV eingesteuert werden. Dies ist ein bewusst gewähltes Beispiel, wo sich die Verantwortlichkeiten der unterschiedlichen Ebenen der organisierten Philatelie überschneiden. So nehmen wir vom LV Südwest bei der Auswertung der Fragebögen und Ideen eine entsprechende Bewertung vor, welche Ebene verantwortlich ist. Themen, die bundesweite Relevanz haben, so z.B. das Themenfeld ‚Deutsche Post‘ werden über die Zukunftskommission des BDPh eingebracht und mit entsprechenden Lösungsansätzen dem Bundesvorstand zur weiteren Veranlassung übergeben. Themen, die rein den Landesverband betreffen, z.B. zum Mobilen Beratungsdienst, werden in der Zukunftswerkstatt des LV-Südwest bearbeitet. Weitere Überlegungen, die in den nachfolgenden LV-Nachrichten vertieft werden, umfassen Schulungen im Organisieren von Veranstaltungen, im Betreuen und Vorwärtsbringen eines Vereins und im Aufzeigen aller aktuellen Möglichkeiten unser Hobby in die Öffentlichkeit zu tragen. Dazu gehört auch die Einführung einer philatelistischen Nachrichten- und Werbemittel-“Agentur“, die die Öffentlichkeitsarbeit unterstützen soll und über die auch moderne und imagewandelnde Produkte bezogen werden sollen.
nagel.d Am: 24.10.2024 16:44:43 Gelesen: 46634 # 223
Ich hab dazu mal einige organisatorische Fragen. Gab es für die Rücksendung der Fragebogen ein Stichtag? Wieviel Ortsverbände gibt es unter dem Dach des BDPH? Wenn es ein Stichtag zur Rücksendung gab warum sind dann nur so wenige Fragebogen zurückgekommen? Die Gründe warum sowenig Fragebogen zurückgekommen sind, liegen meiner Meinung nach auch auf der Hand, Vereinsvorsitzende sind in einem Alter in dem der bürokratische Aufwand und die Beantwortung für sie ein Problem darstellt. Darunter fallen zwei Situationen, Punkt 1 Vereinsvorsitzende bekommen diesen Fragebogen und scheuen sich diesen auszufüllen, weil sie keinen Fehler machen wollen oder nichts damit anfangen können; Punkt 2 Vereinsvorsitzende bekommen diesen Fragebogen und behandeln diese in der Mitgliederversammlung, dort kommen dann so viele Vorschläge, daß der Verantwortliche vor dem Problem steht, nicht alles auflisten zu können und somit schlichtweg überfordert sind. In beiden Fällen landet der Fragebogen irgendwo in den Akten, so sieht es aus meiner Sicht aus.
DL8AAM Am: 24.10.2024 17:03:23 Gelesen: 46620 # 224
@ nagel.d [#223] Das grundsätzliche Problem mit solchen Fragebogenaktionen (die Erfahrung musste ich seinerzeit auch beruflich mehrfach machen) ist einfach, dass nur besonders "Interessierte" (...) und sowieso "Aktive" (...) antworten. Die Rückmeldequote war immer, selbst wenn man mit "Prämien" und Gewinnen lockte, sehr gering. Und die, die antworten, umfassen meist leider nicht den repräsentative Durchschnitt. Die "schweigende Masse" (die, die man eigentlich "aushorchen" will) hört man so leider in aller Regel nicht. Aber trotzdem ist diese Fragebogenaktion immer noch sehr viel besser, als nichts. Als erster Einstieg ist das sicherlich immer noch brauchbar. Und vielleicht decken ja auch die wenigen "Interessierten" einige der Punkte der schweigenden Masse mit ab und man kann diese so trotzdem durch positive Ansätze erreichen. Lasst die Jungs doch erst einmal warmlaufen und ihr Glück versuchen. ;-)
nagel.d Am: 24.10.2024 19:10:08 Gelesen: 46573 # 225
@ DL8AAM [#224] Hier muss ich dir vollkommen recht geben.
Lars Boettger Am: 25.10.2024 07:00:10 Gelesen: 46477 # 226
@ nagel.d [#223] Wieviel Ortsverbände gibt es unter dem Dach des BDPH? Ich bin gemein: Beim BDPh sind keine Ortsverbände organisiert, nur Einzelmitglieder und Landesverbände. Wenn es einen Stichtag zur Rücksendung gab, warum sind dann nur so wenige Fragebogen zurückgekommen? Die Rücklaufquote im LV Südwest lag bei 40 % - grundsätzlich muss ich DL8AAM [#224] recht geben, uns fehlt in vielen Fällen das Feedback der kleinen und kleinsten Ortsvereine. Aber - und von daher werte ich die Fragebogenaktion als Erfolg - das Feedback war ehrlich und wir bekamen in vielen Fällen zu hören, was im LV und im BDPh nicht gut läuft bzw. was so wahr genommen wird. Von daher ist die Auswertung der Fragebögen für mich als Feedback sehr interessant. Wer heute noch einen ausgefüllten Fragebogen an uns (LV Südwest) sendet, kann sicher sein, dass wir ihn auswerten. Der Stichtag sollte nur dafür sorgen, dass diese Aktion nicht auf die lange Bank geschoben wird ("Hat ja Zeit, ist noch lange hin"). Beste Grüße von der IBB Ulm! Lars
suchedg Am: 19.11.2024 20:48:02 Gelesen: 45674 # 227
BDPh beschliesst neue Zukunftskommission! Kommt mir vor wie in der Politik! Wenn ich nicht weiter weiß, bild` ich einen Arbeitskreis! (Der wievielte?) Aber natürlich geheim, nichts darf nach draußen kommen! Schade um die Philatelie
Klesammler Am: 29.11.2024 00:51:08 Gelesen: 45028 # 228
@ suchedg [#227] Hallo, was du da schreibst ist ausgemachter Blödsinn. Ich weiß, das sind harte Worte, aber es gab in Ulm am Donnerstag-Nachmittag ein Treffen BdPh - Argen. Da wurde vorab berichtet, was dann wenige Tage später im November-Heft der Philatelie stand. Leider war der Zeitraum zu knapp, als daß die teilweise lebhafte Diskussion noch hätte berücksichtigt werden können. Die Teilnahme der Argen an der Umfrage war mit 26 oder 28 leider beschämend gering. Bei dem Treffen meinte jemand, diese geringe Teilnahme sei zu erwarten gewesen. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, soll das Ergebnis der Befragung der Vereine im Dezember-Heft behandelt werden. Wo soll da also etwas geheim sein? viele Grüße Dieter
sammler70 Am: 29.11.2024 05:49:04 Gelesen: 45010 # 229
@ Klesammler [#228] Der Bricht ist bereits im Dezemberheft Nr. 570. Es ist schön, dass der BDPH mal überhaupt seine Mitglieder mit einbezog. Das ist ja nicht immer bzw, eher selten der Fall, wie man z. B. bei den Motiven zum Tag der Briefmarke sieht. Ansonsten muss ich sagen, es sind ein paar gute Gedanken dabei. Man muss halt sehen, ob und wie sie umgesetzt werden. Ich persönlich hätte gerne Kontakt zu dem Webmaster, der angeboten hat, die Vereine bei der Erstellung einer HP zu unterstützen. Vielleicht kann ja hier einer sagen, wer das ist und wie man mit ihm Kontakt aufnehmen kann. Ansonsten kann ich nur sagen, wie ich es schon an anderer Stelle getan habe, lasst uns hier auf dieser großen Plattform weniger kritisieren und jammern, sondern machen wir vielleicht einen eigenen Thread, wo wir selbst Vorschläge zusammentragen, die dann vielleicht gesammelt an den BDPH herangetragen werden. Mein Wunsch wäre es zum Beispiel, dass man die Post dazu bewegen könnte, die Anschreiben an die Sammler wieder philatelistisch interessant zu frankieren und nicht nur per Infopost freizumachen. Wenn die Post selbst schon keine Marken mehr verwendet, wer dann? Dann hätte ich noch eine allgemeine Frage. Wer von euch bezieht noch die Neuheiten von der Post? Ich muss nämlich immer mehr feststellen, dass gerade die Älteren in den Vereinen, in denen ich Mitglied bin, immer mehr sagen, Ich habe das Sammeln von Neuheiten aufgehört und verwalte nur noch meine Sammlung. Alles andere wäre zu teuer und lohnt sich nicht mehr. Wenn aber nicht mal mir wie Sammler Briefmarken kaufen, wer dann. Dann habe ich die Befürchtung, dass die Briefmarken über kurz oder lang immer mehr verschwinden werden. Dann brauchen wir uns vielleicht über die Zukunft unseres Hobbys gar nicht mehr zu unterhalten. Ich wünsche euch trotzdem einen schönen Start in den Tag. Franz
22028 Am: 29.11.2024 07:01:25 Gelesen: 44998 # 230
@ sammler70 [#229] Ich persönlich hätte gerne Kontakt zu dem Webmaster Schreibe doch einfach den BDPh an und bitte um Kontaktaufnahme. Das nennt sich Kommunikation!
saeckingen Am: 29.11.2024 07:37:16 Gelesen: 44985 # 231
@ sammler70 [#229] Ansonsten kann ich nur sagen, wie ich es schon an anderer Stelle getan habe, lasst uns hier auf dieser großen Plattform weniger kritisieren und jammern, sondern machen wir vielleicht einen eigenen Thread, wo wir selbst Vorschläge zusammentragen, die dann vielleicht gesammelt an den BDPH herangetragen werden. Das finde ich einen sehr guten Vorschlag! Ich würde mich auch gerne mehr darauf konzentrieren, was man für die Zukunft Positives machen könnte, als zu jammern wie schlimm alles angeblich ist. Konkrete Vorschläge was man von BDPh, Landesverbänden und Vereinen gerne sehen würde sehe ich als sehr hilfreich. Wer von euch bezieht noch die Neuheiten von der Post? Ich muss nämlich immer mehr feststellen, dass gerade die Älteren in den Vereinen, in denen ich Mitglied bin, immer mehr sagen, Ich habe das Sammeln von Neuheiten aufgehört und verwalte nur noch meine Sammlung. Mein Abo bei der Deutschen Bundespost habe ich bereits zum Jahresende 1991 gekündigt. Eine Zeit später habe ich mich dann auch von meinen Bund, Berlin und DDR Sammlungen getrennt. Das hatte nichts mit dem Alter zu tun, ich war damals gerade 21. Ich habe mich damals komplett auf meine ostafrikanischen Sammelgebiete konzentriert. Neuheiten sammle ich aber immer noch, allerdings nur von Kenia. Wenn mir da jemand gestempelte Marken aus den letzten 4 Jahren anbieten kann, würde mich das sehr freuen. Einfach von der Post beziehen kann man diese leider nicht. Das macht das Sammeln für mich aber erst richtig interessant. Grüße Harald
DL8AAM Am: 29.11.2024 14:47:31 Gelesen: 44873 # 232
@ sammler70 [#229] ... und lohnt sich nicht mehr Hat sich denn das etwa irgendwann einmal "gelohnt"? Das hat doch schon immer (zu 99,9%) nur Sinn gemacht, wenn man Spass am Kompletthaben haben sollte. Und falls man daran Spass findet, ist alles absolut OK. Sammeln ist, zumindest für mich, aber etwas anderes. Für mich hat Sammeln aber auch etwas von Suchen, Jagen, Finden und Fangen - und die Chance des Scheitern. Ohne die Gefahr des Scheitern, kein Erfolgserlebnis. ;-) Ich werde zum Jahresende deshalb auch das Postabo meines Vaters kündigen und nicht übernehmend weiterlaufen lassen, auch wenn ich jetzt die Bundkomplettsammlung behaltend übernehmen werde... zum Stichtag 31.12.2024.
Klesammler Am: 29.11.2024 16:41:19 Gelesen: 44821 # 233
@ sammler70 [#229] Hallo, einfach mal bei Frank Blechschmidt anrufen, der für Vereine und Argen zuständig ist. Habe ich auch schon gemacht. viele Grüße Dieter
sammler70 Am: 30.11.2024 00:11:45 Gelesen: 44693 # 234
@ Klesammler [#233] Danke für den Tipp.
fdoell Am: 30.11.2024 08:41:40 Gelesen: 44645 # 235
@ sammler70 [#229] Hallo Franz, ich habe in Ulm beim Treffen des BDPh-Vorstands mit den Vertretern der ArGen gesagt, dass ich schon 2017 in Soest vorgetragen habe, welche Überlegungen Vereine und ArGen anstellen sollten, wenn sie eine Website andenken. Die Verlinkung auf meinen zusammenfassenden Beitrag dazu im BDPh-Forum findest du oben unter [#196]. Ich kann es zeitlich nicht leisten, für einen Verein oder eine ArGe direkt die Denk- und Kommunikationsarbeit zu machen, die erforderlich ist, um Struktur und Inhalt eines aufzusetzenden Webs zu definieren. Ich kann aber den Prozess unterstützen, wie man mit spezifischen Problemen dabei umgehen kann. Allerdings sollte dann schon etwas grundlegendes Basiswissen und erste Überlegungen und Fragen bei den zu unterstützenden Personen vorliegen. Genau dafür dienen die in [#196] verlinkten Beiträge, in denen diese Fragen aufgelistet sind. Also bitte den BDPh-Forumsbeitrag und die Vorträge durchlesen, die angesprochenen Gedanken im Kreis Interessierter Mitmacher im Verein oder der ArGe untereinander austauschen und dann erst mich fragen, wie man zu einzelnen Aspekten weiterkommen könnte. Meine Kontaktdaten findet man im Impressum des Webs der ArGe Baltikum (ganz unten im Footer des Webs verlinkt). Sollte Interesse von mehreren Personen (eines Vereins oder einer ArGe oder auch mehrere Philaseiten-Leser) bestehen, könnte ich auch wiederkehrende Fragen oder Lösungsgedanken in einem Zoom-Meeting besprechen (falls sinnvoll, auch mit Folgemeetings). Das wäre dann allerdings kein überwiegender Alleinvortrag, sondern mehr ein moderiertes Gruppengespräch. Wenn daran Interesse besteht, mich bitte über die Mailadresse im Web anmailen. Gruß Friedhelm
sammler70 Am: 30.11.2024 09:29:03 Gelesen: 44627 # 236
@ fdoell [#235] Danke Friehelm für deinen Hinweis. Ich muss gestehen, ich habe nicht alle 220 Beiträge dieses Threads durchgearbeitet. Mir ist auch nur das Angebot in der Philatelie ins Auge, da ich bei den Briefmarkenvereinen, denen ich angehöre, festgestellt habe, dass immer weniger eine Homepage haben, weil sie sich fürchten etwas falsch zu machen. Zum einen wissen Sie nicht, wie sie ist technisch bewerkstelligen sollen. Zum anderen und das finde ich sehr schade haben viele Angst vor den rechtlichen Voraussetzungen, wie .Datenschutz, Impressum usw. Und gerade das finde ich sehr schade, weil es dafür Lösungen gibt, die schon fast standardisiert sind. Also nochmal vielen Dank. Gruß Franz
fdoell Am: 03.12.2024 08:46:05 Gelesen: 44316 # 237
@ sammler70 [#236] Hallo Franz, zu den technischen Fragen habe ich oben etwas geschrieben. Datenschutz auf Webs? Hier muss man sicher unterscheiden, ob der Web-Inhaber (Verein/ArGe) selbst Daten von irgendeinem Besucher erhebt oder ob der Provider (bei dem das Web gehostet ist), Besucherdaten auswertet. Man muss m.E. keine Nutzerdaten erheben, es sei denn man will unbedingt eine Statistik, aus welchem Land die Besucher kommen, in Form von Flaggen und Zahlen im Web darstellen. Aber selbst das wären keine persönlichen Daten. Wenn man dann im Webinhalt auch nur Namen von Personen nennt, die genannt werden wollen, und bei Adressen sich auf die Pflichtangaben (Vorstand, Webmaster) beschränkt, dürfte die DSGVO nicht weiter relevant sein. Gleiches gilt für technische Zugriffsdaten, die der Provider erhebt. Bei Cookies gibt es eine einfache Methode, um Schwierigkeiten damit aus dem Weg zu gehen: keine verwenden. Warum muss ein Verein oder eine ArGe auch bei einem Besucher etwas hinterlassen, um später zu erfahren, dass der schon mal da war? Was macht man mit solchen Informationen? Solange man keine Waren verkauft, das Nutzerverhalten des Besuchers ausspähen will oder ihm ständig passende Werbung einspielen will o.ä., braucht man m.E. keine Cookies. Unter anderem dafür empfehle ich auch keine Werbung für Dritte auf dem eigenen Web. Die paar Euro im Monat für einen eigenen Webspace sollte man ausgeben, um werbungsfrei und unabhängig zu bleiben. Es gibt also auf möglicherweise quälende Fragen einfache und vernünftige Antworten. Offen bleibt, wie man diese Information jenen nahebringt, die sich bereits von dem Projekt „eigenes Web“ innerlich abgewandt haben, aber eigentlich gerne eines hätten…
Richard Am: 07.12.2024 09:31:55 Gelesen: 44029 # 238
Aus der Zukunftswerkstatt des Landesverbandes Statement zur Werbekampagne ‚Zeigst Du mir Deine Briefmarkensammlung?‘ (15.11.2025 / SW Aktuell Dezember 2024) Liebe Mitglieder im Landesverband Südwest, sehr geehrte Damen und Herren, mit der Wahl eines karikaturierten Werbebildes für unserer letzte Werbekampagne war beabsichtigt, Aufmerksamkeit durch einen gewagten Eye-Catcher für unser gemeinsames Hobby zu schaffen. Aufmerksamkeit wurde erreicht, einzig das Maß an konträren Auswirkungen in Bereichen außerhalb unseres Einflussbereiches hat inzwischen schädigende Umfänge angenommen. Aus diesem Grund hat der Landesverband Südwest beschlossen, diese Werbekampagne mit sofortiger Wirkung zu beenden. Es war zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt, jemanden vor den Kopf zu stoßen oder gar zu diffamieren. Wir wollten lediglich Aufmerksamkeit für die Philatelie wecken, jedoch nach kollegialen Hinweisen aus der organisierten Philatelie erkennen wir, dass wir dabei offenbar eine Grenze überschritten haben. Insbesondere bedauern wir, dass einzelne die Kampagne als herabwürdigend empfunden haben. Wir haben die Artikel bereits zurückgezogen und unsere angeschlossenen Vereine über unseren Newsletter informiert. Gleichzeitig versichern wir Ihnen, dass die Gestaltung künftiger Motive mit größerer Sorgfalt und Sensibilität angegangen wird und vorab einem größeren Testpublikum präsentiert wird. Bedanken möchten wir uns bei allen, die uns ein ehrliches, direktes und konstruktives Feedback zukommen haben lassen. Die Zukunftswerkstatt des Landesverbands wird im Übrigen einer internen Revision durch den erweiterten Vorstand bei der Frühjahressitzung unterzogen. Daher entfallen bis weiteres alle öffentlichkeitswirksamen Aktionen in diesem Themenumfeld. Konstruktive Beiträge können jederzeit und weiterhin eingereicht werden. Landesverband Südwest
Richard Am: 17.12.2024 09:57:27 Gelesen: 43741 # 239
Liebe Sammlerfreunde, heute Teil 2: Danke dafür an unsere Mitglieder Alfred Schmidt und Kirsten Schönherr sowie Dr. Markus Kohler vom Landesverband Südwest und unser Mitglied philatelie-Chefredakteur Udo Angerstein bei der technischen Umsetzung der Abbildungen. Zukunftskommission: Erste Ergebnisse Die Bildung der Zukunftskommission des BDPh, in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden, geht auf eine Initiative des Vorstands des Landesverbands Südwest zurück. Dieser Landesverband, der in seiner Satzung die Stärkung seiner Ortsvereine ausdrücklich verankert hat, startete eigenständig und im Auftrag seiner Ortsvereine eine Umfrage mittels eines Fragebogens. Bislang sind mehr als 40 ausgefüllte Fragebögen eingegangen, die nun nach und nach gesichtet und analysiert werden. Die identifizierten Anliegen werden den zuständigen Ebenen – der Zukunftskommission des BDPh und der Zukunftswerkstatt des Landesverbands Südwest – zugeordnet. Die Rückmeldungen umfassen ein breites Spektrum an Themen und konkreten Anliegen, von speziellen Softwarelösungen und modernen Medien bis hin zu örtlichen Postagenturen, die oft unzureichend mit aktuellen Markenausgaben ausgestattet werden. In einem Vorschlag wurde die Idee aufgebracht, den Verband für weitere Disziplinen, wie die Numismatik zu öffnen. Viele Rückmeldungen fordern einen sorgfältigen und wirtschaftlichen Umgang mit den Beiträgen, die an die Landes- und Bundesverbände abgeführt werden. Kritisiert wird auch, dass die Verwendung dieser Mittel „an der Basis“ wenig transparent erscheint. In einigen Rückmeldungen spiegelt sich die Meinung der Basis über die Vorstände, „die da oben“ würden das Bild einer abgehobenen Elite vermitteln. Besonders kritisch werden Rückmeldungen betrachtet, die einzelne Sammlergruppen innerhalb der organisierten Philatelie in Frage stellen oder die Reformierbarkeit der Philatelie insgesamt bezweifeln. Kommentare überheblich wirkender Sammler, die prahlen, Sammlungen weit unter Wert zu erwerben oder Material als „Schrott“ abzulehnen, schädigen das Image der Phil­atelie insgesamt. Trotz dieser kritischen Punkte wird jede Rückmeldung sorgfältig berücksichtigt und bewertet. Es zeigt sich jedoch deutlich, dass eine bessere Kommunikation erforderlich ist, da manche Fakten nicht ausreichend an der Basis ankommen. Es wird empfohlen, eine positivere und wertschätzendere Kommunikation sowohl untereinander als auch mit Außenstehenden zu pflegen. Die Welt der Briefmarken, Postgeschichte und Philatelie ist so vielfältig und reich. Wer könnte diesen Schatz besser würdigen und wertschätzen als wir selbst? Hier ergeben sich Ansatzpunkte für jeden von uns, vom Bundesvorstand bis hin zum einzelnen Mitglied eines Ortsvereins. Dies ist ein Themenbereich, an dem wir alle gemeinsam arbeiten müssen. Von den Arbeitsgemeinschaften Trotz der Entscheidung des Verbands Philatelistische Arbeitsgemeinschaften (VPhA), sich zum 30. September 2024 aufzulösen, bleibt die zentrale Frage bestehen, wie die Arbeitsgemeinschaften ihre Zukunft selbst gestalten können, um weiterhin erfolgreich zu sein und zu wachsen. Allerdings waren nur knapp 30 der 120 existierenden ArGen im VPhA organisiert. Eine geringe Zahl gehört den bestehenden BDPh-Mitgliedsverbänden an, die übrigen ArGen sind vom BDPh anerkannt. Immerhin, die Argen haben selbst ihre Teilnahme an der Umfrage eingefordert. Im Unterschied zu Ortsvereinen sind sie durch ein gemeinsames, spezialisiertes Sammelgebiet verbunden und stehen vor der Herausforderung, ihre oft geografisch weit verstreut lebenden Mitglieder zu bedienen. Hierbei spielen Digitalisierung und moderne Kommunikationsmittel eine entscheidende Rolle. Erste Ergebnisse einer laufenden Umfrage zeigen, dass dies unterschiedlich gut gelingt: Einige ArGen betreiben sehr erfolgreiche Websites, die nicht nur den bestehenden Mitgliedern dienen, sondern auch neue Interessenten anziehen, während andere noch Unterstützung benötigen. Als Hauptkommunikationsmittel wird fast durchgängig E-Mail genutzt. Online-Treffen und virtuelle Vorträge haben sich jedoch noch nicht flächendeckend etabliert. Viele Vorstände der ArGen wünschen sich daher vom BDPh eine regelmäßige Information in Form eines E-Newsletters, und etwa die Hälfte befürwortet einen direkten Newsletter des BDPh an alle Mitglieder ihrer ArGen. Dies korrespondiert mit der positiven Resonanz zur BDPh-Website, die regelmäßig besucht wird. Eine mögliche Erweiterung der Website um eine Chat-Funktion, wie sie in Internetforen üblich ist, wird ebenfalls diskutiert. Kein Interesse besteht hingegen in der Nutzung von Facebook oder anderen sozialen Medien für die Kommunikation der bereits organisierten Sammler und Philatelisten. Die Zeitschrift philatelie bleibt ein wichtiges Medium für organisatorische Informationen und bietet in den Rubriken „aus den Argen“ und „Termine“ relevante Inhalte. Es wird jedoch angeregt, den Themen der ArGen und der Ortsvereine mehr Raum zu geben. Außerdem werden vom BDPh Unterstützungsleistungen in den Bereichen Ausstellungsorganisation, Zusammenarbeit mit anderen ArGen sowie Produktion und Versand von Publikationen als mögliche Servicefelder genannt. Die derzeitigen Leistungen des BDPh werden ebenfalls auf den Prüfstand gestellt. Diese umfassen unter anderem: • Druckkostenzuschüsse für Sonderveröffentlichungen nach vorherigem Antrag. • Ein jährlicher maximaler Förderbeitrag von 125 Euro für regelmäßige Publikationen, verbunden mit dem Ankauf eines Kontingents von derzeit 8 Exemplaren der Forschungsberichte. • Verteilung von Publikationen an die Deutsche Nationalbibliothek, verschiedene philatelistische Bibliotheken sowie die Redaktion der philatelie. • Regelmäßige Kurzbesprechungen von Forschungsberichten und Sonderschriften in der Zeitschrift philatelie. • Veröffentlichung von Artikeltitel und Autoren aus den Forschungsberichten auf der BDPh-Website. Zukünftig soll die Interessensvertretung der ArGen gestärkt und in geeigneter Form direkter organisiert werden, damit ihre spezifischen Anliegen im BDPh besser Gehör finden. Um die Zukunft der ArGen aktiv mitzugestalten, sind alle Mitglieder aufgerufen, sich noch bis zum 15. Oktober an der laufenden Diskussion zu beteiligen, auch wenn die offizielle Frist bereits am 30. September 2024 abgelaufen ist. Den Fragebogen können Sie direkt über die BDPh-Geschäftsstelle (info@bdph.de ) anfordern oder Ihre Anregungen und Hinweise per E-Mail anzukunftskommission@bdph.de senden. Die kommenden Wochen und Monate bieten eine wichtige Gelegenheit, die Weichen für die Zukunft der philatelistischen Arbeitsgemeinschaften in Deutschland zu stellen. Ihre Beteiligung ist uns wichtig. Ideen wurden bereits vorgeschlagen. Es wird zahlreiche engagierte Ehrenamtler brauchen, um diese Vorschläge in die Tat umzusetzen. Jede helfende Hand und jeder kluge Kopf werden dabei gefragt sein. Zukunftskommission / Alfred Schmidt / Dr. Markus Kohler / Kirsten Schönherr
Richard Am: 29.12.2024 09:52:02 Gelesen: 43314 # 240
Teil 2 der Beitragsreihe Wünsche an Zukunftskommission: Größere Sichtbarkeit der ArGen Die Zukunftskommission des BDPh erhielt 26 ausgefüllte Fragebögen zurück, was einer Rücklaufquote von rund 21 Prozent entspricht. Zudem gingen zahlreiche Kommentare per E-Mail und über Telefonate ein. Überraschenderweise waren die Antworten in vielen Punkten recht einheitlich. Ein herzlicher Dank gilt den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaften (ArGen), die sich aktiv beteiligt haben! Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse: Gesamtzahl der Mitglieder: 2652 Personen davon aktive Mitglieder: 589 Personen davon aktiv Ausstellende: 196 Personen 8 von 26 Argen waren Mitglied im VPhA 2 von 26 Argen gehören einem Landesverband an Ein zentrales Anliegen aller ArGen ist der Wunsch nach mehr Informationen vom BDPh, vorzugsweise per Newsletter oder E-Mail. Diese Informationen sollen hauptsächlich an den Vorstand und nicht an alle Mitglieder weitergeleitet werden. Die BDPh-Homepage wird gut genutzt, jedoch besteht der Wunsch nach erweiterten Möglichkeiten, um kostenlos eigene Inhalte wie Literatur, Kataloge, Rundbriefe, Sonderdrucke oder Hinweise auf große Veranstaltungen hochzuladen. Ein weiteres gemeinsames Anliegen ist, dass verstärkt über die Arbeit der ArGen berichtet wird, insbesondere durch Sonderseiten in der philatelie. Die philatelie gilt als fester Bestandteil der Kommunikation, insbesondere die Rubriken „Aus den Arbeitsgemeinschaften“, „Aus den Vereinen“ und „Termine“ werden häufig gelesen. Soziale Medien, insbesondere Facebook, spielen für die ArGen kaum eine Rolle bei der Mitgliedergewinnung oder als Informationsmedium. Eine Ausnahme bildet eine ArGe, die auf der Plattform X mit 720 Followern erfolgreich aktiv ist. Viele ArGen haben gelernt, digitale Werkzeuge zu nutzen, um Distanzen zu überwinden – auch internationale Grenzen stellen dabei kein Hindernis dar. Je digitaler eine ArGe aufgestellt ist, desto aktiver zeigt sie sich. Hierbei spielt die „digitale Kompetenz“ der ArGe und ihres Vorstandes eine zentrale Rolle, um die Mitglieder zu motivieren und zu befähigen, sprich das Vorhandensein von Mitstreitern, die geübt im Umgang mit digitalen Medien sind. Nur 8 von 26 ArGen wünschen sich externe Referenten, sei es zu Fach- oder Zukunftsthemen. Noch weniger, nämlich 6 von 26 ArGen, benötigen Unterstützung beim Aufbau oder Relaunch einer eigenen Homepage, obwohl die Homepage nach Messen und Ausstellungen auf Platz 2 der Mitgliedergewinnung rangiert. Die größten Erfolge bei der Gewinnung neuer Mitglieder erzielen ArGen auf großen Messen und Ausstellungen. Auch die IBRA war in dieser Hinsicht erfolgreich. Allerdings sind viele ArGen nicht mehr in der Lage, eigenständig Ausstellungen zu organisieren. Daher besteht der übereinstimmende Wunsch, dass große Veranstaltungen, insbesondere Messen, zentral organisiert werden, um die Teilnahme der ArGen zu ermöglichen. Diese Gelegenheiten werden auch genutzt, um sich persönlich zu treffen und auszutauschen, da persönliche Begegnungen selten sind. Auf Messen können sich ArGen gut präsentieren – und im besten Fall gleich neue Mitglieder gewinnen. Fotos: Angerstein Der BDPh hat bei einer Bundesvorstandssitzung am 29. September 2024 in Leer bereits die ersten Maßnahmen als Reaktion auf diese Befragung auf den Weg gebracht. Während der Messe in Ulm 2024 findet bereits ein erstes „Get Together“ statt, um mit möglichst allen der 45 anwesenden ArGen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam weitere Aktionen abzusprechen. Ab 2025 wird es u. a. eine jährliche Förderung für die Einrichtung von ArGe-Ständen bei Veranstaltungen in Höhe von 100 Euro geben, die formlos bei der Geschäftsstelle in Bonn beantragt werden kann. Eine direkte Vertretung der ArGen, wie es bisher über den Verband der Philatelistischen Arbeitsgemeinschaften (VPhA) der Fall war, wird es nach dessen Auflösung zunächst nicht mehr geben. Deshalb ist es in Zukunft noch wichtiger, den Kontakt mit den ArGen zu intensivieren, um die Wünsche und Interessen seitens des BDPh aufzugreifen, zu vertreten und umzusetzen. Die ArGen sehen sich selbst meistenteils als überregional und autark von Verbänden agierend. Dieser hohe Grad an Selbstständigkeit steht nicht im Widerspruch, sondern ist eher ein gutes Argument dafür, ein fester Bestandteil der großen Sammlergemeinschaft BDPh zu sein. An der Festigung der Beziehungen zwischen BDPh und den ArGen wird weiter intensiv gearbeitet. Wesentliche Wünsche der ArGen • Eine jährlich vom BDPh organisierte Zusammenkunft, • Eine Vertretung ihrer Interessen im BDPh sowie regelmäßiger Austausch mit dem Bundesvorstand sowie aktuelle Informationen per E-Mail • Zentral organisierte Messen/Ausstellungen zur Mitgliedergewinnung, • Mehr Sichtbarkeit ihrer Arbeit in den Medien des BDPh, • Förderungen und Zuschüsse für Druckkosten, Standgebühren und besondere Aktivitäten, • Beitragsgerechtigkeit im Verhältnis zu den Ortsvereinen, • Unterstützung bei der Vereinsorganisation, der Erstellung von Homepages, Musterflyer, Pressemitteilungen, der Vermittlung von Referenten sowie der Produktion von Werbematerial und Druckerzeugnisse usw. • Den Erhalt der philatelistischen Bibliotheken. Insbesondere die Bibliotheken sind ein Thema: Während die philatelistische Bibliothek in München als Teil der Stadtbibliothek größtenteils öffentlich finanziert wird, sind andere Bibliotheken, wie beispielsweise in Hamburg oder Frankfurt rein privat finanzierte Bibliotheken und somit auf Spenden und auf Zuschüsse der Stiftung für Philatelie und Postgeschichte angewiesen. Auch die Bibliotheken sind oft auf Messen präsent. Steigende Betriebskosten sind eine akute Gefährdung für den Fortbestand dieser Bibliotheken. Der BDPh wird die genannten Wünsche in konkrete Programme überführen und hat, wie oben berichtet, bereits die ersten Maßnahmen umgesetzt. Weitere Schritte folgen in der nächsten Zeit. Bis dahin bleiben wir gern mit Ihnen im Austausch unter zukunftskommission@bdph.de. Die ArGen sind ein wichtiger Teil der philatelistischen Gemeinschaft und in der Regel gut aufgestellt, wie die Umfrage zeigt. Viele ArGen haben jüngere Mitglieder und nutzen erfolgreich digitale Werkzeuge und neue Medien. Für Ortsvereine, deren Mitglieder sich regelmäßig persönlich treffen können, war dies bisher nicht notwendig. Die Ergebnisse der Befragung der Ortsvereine werden demnächst an dieser Stelle vorgestellt. Wenn Sie noch nicht teilgenommen haben, laden wir Sie im Namen Ihres Landesverbandes herzlich dazu ein. Alfred Schmidt / Kirsten Schönherr Im Namen der Zukunftskommission BDPh und der Landesverbände Philatelie 569 / November 2024
Richard Am: 14.01.2025 09:48:11 Gelesen: 42788 # 241
Teil 3 zur Beitragserie Zukunftskommission: Bericht zur Mitgliederbefragung der ArGen Die Zukunftskommission des BDPh sowie die Landesverbände führten eine umfassende Mitgliederbefragung durch. Obwohl es schwierig war, einen auf alle ArGen passenden Fragenkatalog zu formulieren, konnten bereits in der anschließenden Diskussion erste Verbesserungen angestoßen werden. Gemäß den Satzungen sind die Landesverbände für die Anbindung der Ortsvereine verantwortlich, während der Bundesverband, dem die meisten ArGen über die Bundesstelle angeschlossen sind, die ArGen direkt befragte. Die Rückmeldefrist für die ArGen endete am 30. September 2024. Anlässlich der Messe in Ulm lud der BDPh-Bundesvorstand alle ArGen zu einem persönlichen Austausch ein, um die bereits vorliegenden Umfrageergebnisse zu besprechen. Über 70 Vertreterinnen und Vertreter nahmen an diesem Get-together teil – eine so große Resonanz, dass kurzfristig ein größerer Raum organisiert werden musste. Viele Vertreter der ArGen beteiligten sich an der Diskussion. Vizepräsident Frank Blechschmidt präsentierte die Ergebnisse der Fragebögen von 33 teilnehmenden ArGen, die mehr als 3500 Mitglieder repräsentieren. Im Anschluss daran fand eine intensive und konstruktive Diskussion zwischen den ArGen und dem Bundesvorstand statt. Die Bedeutung solcher persönlicher Zusammenkünfte, die auch von der Mehrheit der ArGen gefordert wurde, spiegelte sich deutlich in den Umfrageergebnissen wider. Frank Blechschmidt (links) und Konrad Krämer bei der Präsentation der Umfrageergebnisse. Fotos: Angerstein Die Auswertung der 33 Fragebögen ergab, dass ArGen im Durchschnitt jährlich etwa 13 Treffen abhalten, davon rund acht in Präsenz und fünf in digitalem Format. Insgesamt 17 von 33 ArGen verfügen jedoch über keinerlei digitales Format für Zusammenkünfte, wenn man die telefonische Kommunikation nicht einbezieht. Dies betrifft nicht nur regionale Arbeitsgemeinschaften wie die FG Berlin oder den Verein Sächsische Postgeschichte, sondern auch Motivgruppen sowie überregionale Forschungs- und Sammlergruppen. Einige ArGen sind jedoch auch international aufgestellt, haben Mitglieder in mehreren Ländern und pflegen englischsprachige Websites mit detaillierten Informationen zu ihren Sammelgebieten, um das Interesse neuer Mitglieder zu wecken. Dennoch stehen einige ArGen vor Herausforderungen hinsichtlich Websitepflege und Digitalisierung. Positiv aufgenommen und registriert wurde daher das Angebot eines Webmasters einer größeren Arbeitsgemeinschaft, Schulungen zur Webseitenerstellung und -verwaltung anzubieten. Falls die Idee eines Beirates weiterverfolgt werden soll, wäre zu prüfen, ob eine Änderung der BDPh-Satzung erforderlich wird. Auch die Beitragssatzung, so der Wunsch der ArGen, soll in diesem Rahmen aktualisiert werden. Die ArGe-Direktmitglieder sollen die gleiche Beitragshöhe zahlen wie Mitglieder im Ortsverein, um eine gerechtere Beitragsstruktur für die unterschiedlichen Mitgliedschaftsarten zu erreichen. Eine finanzielle Förderung aktiver ArGen wurde im Bundesvorstand bereits beschlossen. Ab 2025 erhalten ArGen jährlich einen Zuschuss von 100 Euro für Standgebühren. Messen, Ausstellungen und Börsen sind bevorzugte Anlässe und ideale Gelegenheiten, um sich zu präsentieren und neue Mitglieder zu gewinnen. Die Förderung kann formlos bei der Geschäftsstelle beantragt werden. Zudem ist zur Stärkung der Kommunikation zwischen den ArGen und dem BDPh die Einführung eines Newsletters geplant. Hierfür sind jedoch zunächst die IT-technischen und datenschutzrechtlichen Voraussetzungen zu erfüllen. Interessenvertretung Unterstützung der ArGen: 1. Einführung eines BDPh-Newsletters 2. Fortführung der Literaturdatenbank auf der BDPh-Website 3. Prüfung einer zentralen Hauptmenüseite für ArGen-Inhalte auf der BDPh-Website 4. Evaluierung einer Webshop-Lösung mit Direktversand für den Literaturverkauf 5. Einführung einer Ausstellungsklasse für Einsteiger ohne Wettbewerbsdruck 6. Wiederbelebung einer Deutschen Meisterschaft für thematische Philatelie und einer Deutschen Thematischen Gesellschaft 7. Etablierung einer Messe im Westen bzw. Norden Deutschlands Förderung der ArGen: 1. Harmonisierung der Beiträge für ArGe-Direktmitglieder im Vergleich zu Ortsvereinsmitgliedern (Beschluss auf der Hauptversammlung 2025) 2. Einführung eines Einstiegsangebots zur Gewinnung neuer Interessenten für die Philatelie 3. Zuschuss zu Standgebühren i.H.v. 100 Euro pro ArGe p.a. 4. Umstellung von Belegexemplaren auf PDF-Format in Abstimmung mit Bibliotheken 5. Anpassung der Druckkostenzuschüsse an Aktivität und Einnahmen der ArGen Vertretung der ArGen: 1. Jährliches Treffen zwischen ArGen und BDPh-Vorstand, z. B. in Ulm 2. Einrichtung eines Beirats für ArGen (u. U. Satzungsanpassung erforderlich) und 3. Regelmäßige Abstimmung zwischen einem etwaigen Beirat und Bundesvorstand per Zoom-Konferenzen Bis zur nächsten Hauptversammlung des BDPh sollen die Vorschläge zur Beschlussreife vorbereitet werden. Im Namen der Zukunftskommission des BDPh und der Landesverbände: Alfred Schmidt / Kirsten Schönherr *) Weitere grafische Auswertungen der Mitgliederbefragung sind auf der BDPh-Webseite unter dem Hauptmenü „BDPh“ einsehbar. philatelie 570 | Dezember 2024 Seite 3
filunski Am: 14.01.2025 23:45:49 Gelesen: 42663 # 242
@ Richard [#241] Hallo zusammen, ich war auch Einer der Teilnehmer und schon der Vorlauf der Veranstaltung versprach interessant zu werden. In dem ursprünglich dafür vorgesehenen Raum war nur Platz für ca. 40 Personen und so schnell absehbar, dass dies nicht ausreichen wird, also zogen wir alle schnell in den neuen, größeren Raum um. Der Veranstalter war sichtlich erstaunt über den Zulauf, sicher einige mehr als die genannten 70, da sich nicht alle dort Anwesenden in die Teilnehmerliste eintrugen. Es bleibt nun abzuwarten, ob, wie und wann die genannten, nicht für alle ArGen zutreffenden Forderungen und Erkenntnisse (was z.T. bereits im Publikum untereinander diskutiert wurde) umgesetzt werden. Zumindest scheint man beim BDPh erkannt zu haben, welchen Stellenwert die ArGen in der deutschen (und nicht nur dieser) Philatelielandschaft ausmachen. Aus meiner persönlichen Sicht liegt die Zukunft unserer Philatelie neben den zukunftssicher aufgestellten Internetforen und sozialen Netzwerken in erster Linie bei den ArGen. Ich möchte nicht gegen die Ortsvereine Stimmung machen, ich habe überhaupt nichts gegen diese, bitte liebe mitlesende Vertreter derselben, nicht missverstehen, ;-) aber diese werden in zunehmender und immer schnellerer Folge, einfach verschwinden (von wenigen Ausnahmen abgesehen), weil sie heillos überaltert sind, die nötigen Vorstandsposten nicht mehr besetzen können und vor allem für "Neuinteressenten" meist nicht attraktiv sind und diese vor allem Internetforen und/oder soziale Netzwerke auswählen, was nur zu verständlich ist. Gleichzeitig beschert das Ortsverein-Sterben (und das schreibe ich aus eigener Erfahrung im Vorstand in der zweitgrößten ArGe) den ArGen mehr Zulauf, da immer wieder Ortsvereinsmitglieder sich auflösender Vereine (das sind manchmal auch kleinere ArGen) sich eine ArGe suchen um weiter philatelistisch organisiert zu bleiben (sehr oft einfach nur um weiter die Zeitschrift "Philatelie" des BDPh zu erhalten). Es sollte also auch im ureigensten Interesse des BDPh, im Sinne einer positiven Zukunftsperspektive, sein, sich wohlwollend (= fördernd) um die ArGen zu kümmern. Wichtig wäre auch, ein Punkt der bislang noch nicht deutlich zur Ansprache kam, den im BDPh organisierten ArGen es zu ermöglichen auch Mitglieder aufzunehmen, die eine BDPh-Mitgliedschaft (Zwangsmitgliedschaft) ablehnen. Bislang unbestätigten Gerüchten zufolge soll dies angeblich bereits zumindest toleriert werden. Grüße, Peter
Ron Alexander Am: 15.01.2025 10:32:19 Gelesen: 42544 # 243
@ filunski [#242] Ich kann zur Arge BDPh Zwangsmitgliedschaft nur sagen dass ich in mehr als einer Arge Mitglied bin und lange Zeit kein BDPh Mitglied war. Grüße, Ron
filunski Am: 15.01.2025 13:03:20 Gelesen: 42494 # 244
@ Ron Alexander [#243] Hallo Ron, das ist/war ja vielleicht auch völlig in Ordnung. Die Struktur der vielen ArGen ist ja nicht einheitlich und es gibt/gab ArGen die überhaupt nicht im BDPh organisiert sind und damit auf diesen Punkt keine Rücksicht nehmen müssen. Ebenso gab/gibt es ArGen die sich nicht darum gekümmert, bzw. das nicht "so eng" gesehen haben. Meine ArGe (Poststempelgilde e.V.) hat immer versucht diesen Punkt zu berücksichtigen und wir mussten in der Vergangenheit schon mehrfach Mitgliedsanträge ablehnen, da sich die Antragsteller grundsätzlich weigerten beim BDPh Mitglied zu werden. Eben diese Zwangsmitgliedschaft, für mich ist es völlig legitim, oft auch verständlich, wenn jemand nicht beim BDPh Mitglied werden möchte. Für jede ArGe ist es aber schmerzlich Leute, die Mitglied werden wollen aus solchen Gründen ablehnen zu müssen. Hat zumindest bei mir, und ich weiß, dass ich da nicht der Einzige bin, keine Pluspunkte für den BDPh erzeugt. ;-) Es kam aber in der Vergangenheit auch noch "besser". Bei aller Sorgfalt, kam es schon mal vor, dass bereits langjährige Mitglieder mit BDPh Mitgliedschaft über andere Vereine (Ortsvereine, ArGe) diese verloren, weil sich diese Vereine auflösten. Wenn wir dies nicht gemeldet bekamen, konnten wir es nicht wissen und hatten so schon mal unabsichtlich Mitglieder ohne BDPh Mitgliedschaft im "Inventar". Da es beim BDPh und/oder Landesverband (wir sind als ArGe über den LV NRW Mitglied im BDPh) in der Vergangenheit auch "Erbsenzähler" gab, die anscheinend nichts besseres zu tun hatten als Mitgliederlisten der Vereine mit denen des BDPh abzugleichen, um uns dann bei Feststellung solcher Diskrepanzen einen "Rüffler" zu verpassen. Auch wieder kein weiterer "Pluspunkt" für mein persönliches "BDPh-Konto". Da wir schon dabei sind, gleich noch zur Mitgliederverwaltung. Vor kurzer Zeit stellten BDPh und LV die Mitgliederverwaltung vom langjährigen, zuverlässigen und erprobten DIVA-System aus für mich dubiosen Gründen auf SEWOBE um. Die Vereine und viele ArGen arbeiten aber weiter mit DIVA. Somit kommt es seitdem und in Zukunft noch vermehrt zu Diskrepanzen beim Abgleich der Mitgliederlisten, da in SEWOBE seit dem Zeitpunkt der Umstellung die Generierung von neuen Mitgliedsnummern nicht mehr den Mitgliedsnummern der Vereine bei DIVA entspricht. Dies führt mehr und mehr zu Chaos bei den jährlichen Rechnungen zum BDPh-Mitgliedsbeitrag den wir als ArGe über den LV an den BDPh abführen. Um dieses erkannte Chaos zu vermeiden, hatten wir uns schon bereit erklärt, sozusagen als Pilotprojekt als ArGe ebenfalls auf das teurere SEWOBE umzustellen. Diese Idee mussten wir dann aber fallen lassen, nachdem uns auf Nachfrage bei SEWOBE mitgeteilt wurde, dass dieses System für unsere Belange (Mitgliederverwaltung in unserem Rahmen) nicht geeignet sei. So, das soll erst mal genügen! Viele Grüße, Peter
TeeKay Am: 25.01.2025 11:28:09 Gelesen: 42330 # 245
Lustig ist, dass bei der BDPh Zukunftskommission nur rund 20% der Antwortenden Hilfe vom BDPh bei der Website wünschten. Entweder trauen die Vereine dem BDPh da keine Kompetenz zu oder sie überschätzen ihre eigene. [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Tote Links im Internet auf Seiten der Vereine, Argen und sonst. Organisationen"]
fdoell Am: 26.01.2025 10:15:50 Gelesen: 42168 # 246
@ Richard [#241] Einige ArGen sind jedoch auch international aufgestellt, haben Mitglieder in mehreren Ländern und pflegen englischsprachige Websites mit detaillierten Informationen zu ihren Sammelgebieten, um das Interesse neuer Mitglieder zu wecken. Dennoch stehen einige ArGen vor Herausforderungen hinsichtlich Websitepflege und Digitalisierung. Positiv aufgenommen und registriert wurde daher das Angebot eines Webmasters einer größeren Arbeitsgemeinschaft, Schulungen zur Webseitenerstellung und -verwaltung anzubieten. Das Angebot habe ich gemacht. Es gab allerdings seitdem keine einzige Anfrage an mich diesbezüglich. Selbst in Ulm sprach ich jemand an, der sich Unterstützung wünschte (die in einem längeren Gespräch vor Ort gegeben wurde) und nicht er kam auf mich zu - trotz seines Unterstützungswunschs und meines Angebots. Wie an anderer Stelle schon geschrieben, führte die Rückmeldung an Ratsuchende, in einem ersten Schritt zu überlegen, was sie denn mit dem Web erreichen wollen, dazu, dass nie wieder eine weitere Meldung dazu kam. Offensichtlich ist ein Web ein „nice to have“, aber sowie auch nur eine kleine Eigeninitiative dazu erforderlich ist, wird es allen Ratsuchenden wohl schon zu viel. Unterstützung heisst aber nicht, dass ich die Arbeit komplett für andere mache - so funktioniert das nicht. Das muss schon von einem Verein oder einer ArGe ernsthaft gewollt sein… Mein Angebot „steht“ weiterhin. Meine Kontaktdaten stehen im Web der ArGe Baltikum. Für erste Überlegungen können meine Vorträge von 2017 hilfreich sein, die m.E. wenig an Aktualität verloren haben. Ich verlinke sie hier nochmal. (1) https://arge-baltikum.de/assets/pdf/Web/2017_Internetauftritt.pdf (2) https://arge-baltikum.de/assets/pdf/Web/2017_Corporate_Design.pdf Gruss Friedhelm
guy69 Am: 27.01.2025 08:59:17 Gelesen: 42005 # 247
Ein Webauftritt ist schon mal gut. Aber die Leute wollen ein Forum dazu. Ohne die schnellen Informationen wird es nicht gehen. Dieser Herausforderung sollten sich die Vereine, ArGen ö.ä. stellen und täglich präsent sein. Nur wer kann oder will das? Der BDPh hat die Voraussetzungen und könnte mit Leichtigkeit für jede wollende Gruppierung einen Unterpunkt setzen, der dann von seiner Vereinigung in Verantwortung steht.
Eric Scherer Am: 27.01.2025 12:48:46 Gelesen: 41914 # 248
@ guy69 [#247] Lieber Guy. Defacto sind Foren am Sterben. D.h. nicht, dass alle Foren sterben. Nein - es gibt auch hier einen Konsolidierungsprozess mit wenigen Gewinnern und vielen Verlierern. Es macht keinen Sinn, dass jede Arge, jeder Verein, etc. ein eigenes Forum hat. Ich würde das auf jeden Fall ganz anders angehen und einer ArGe empfehlen, mal bei Philaseiten anzuklopfen, ob man hier nicht für die ArGe eine Kooperation und einen eigenen Themenbereich aufmachen kann. Das ist aus meiner Sicht deutlich besser als "tote" - also wenig oder nicht aktive - Foren, die es in jeder Menge gibt.
guy69 Am: 27.01.2025 12:53:03 Gelesen: 41909 # 249
@ Eric Scherer [#248] Genau das hatte ich vorgeschlagen. Der BDPh hat ein Forum ! Wenn man sich daran macht, ist das in einer Stunde erledigt.
guy69 Am: 27.01.2025 13:03:14 Gelesen: 41901 # 250
So könnte das aussehen.
Roda127 Am: 27.01.2025 14:21:53 Gelesen: 41856 # 251
@ guy69 [#250] Sehr gut, da gibt es doch etwas. Warum soll der BDPh es noch einmal erfinden? Er kann sich doch dort anschließen.
Zackensonne Am: 27.01.2025 15:06:12 Gelesen: 41811 # 252
@ guy69 [#249] Ich bin nicht so sicher ob das viel weiter in die Zukunft weist. Foren sind schon was sehr klassisches. Ich bin außerhalb der Philatelie eher das Konzept des Zirkels gewöhnt. So was wie ein "Study Circle" - die Plattformen, auf denen diese Zirkel dann umgesetzt werden können sehr verschieden sein. In einem Forum, Telegram Gruppe, Wordpress Blog, auf themenbezogenen Webseiten, Instagram usw - auch mehrere "Fühler" eines Zirkels auf verschiedenen Gruppen sind denkbar. Ich sehe diese einzelnen Zirkel durchaus autonom agieren, sowohl was die Gestaltung als auch die Vernetzung angeht. Ein paar Gemeinsamkeiten sehe ich sehr wohl: (1) Sie sind ihn der Regel international aufgestellt - englisch als Sprache ist normal oder die Regel. Wie es mit französischen Strukturen aussieht, weiss ich nicht genau. (2) Sie sind offen. Man kann einfach durch einen Klick oder eine Anfrage "Mitglied" werden. (3) Hinter den Zirkeln steht kein fester, mächtiger Verein - und wenn, dann gehen die Zirkel auf diesen (oder mehrere) Vereine zu. Die Verbindung ist locker. (4) Wichtig für den Erfolg ist nicht die feste Vereinsmitgliedschaft, sondern vor allen Dingen die Aktivität der Mitglieder (also die "Beitreten" geklickt haben) oder das Engagement einiger wechselnder aktiver Menschen. (5) Die Architektur der Zirkel ist auf Offenheit ausgelegt - was Vernetzung und Aktivität betrifft (6) Die Vernetzung der Zirkel ist sichtbar - so dass interessierte diesen Spuren folgen können. (7) Die Zirkel kommen ohne Bürokratie aus. (8) Treffen und Veranstaltungen werde durch Mitlesen, Mitgliedschaft, Vernetzung und Anschluss an größere Strukturen sichtbar. (9) Der Kontakt erfolgt nicht über (förmliche) email oder Papier, sondern ausschließlich online. (ich überlege grade wie viele emails ich von Menschen unter 50 in den letzten 5 Jahren bekommen habe - sehr wenige. Und wenn, dann hatte es einen bestimmten Grund, weil es über email besser lief. Sonst sind es eher formale Dinge) Vermutlich gibt es dafür Theorie und Profis. Wer in der heutigen Welt sichtbar sein will, weiss, diese Strukturen und Art der Vernetzung zu bespielen. Ich habe das nur schnell getippt, als Versuch einer Beschreibung, wie ich Vernetzung und Strukturen erlebe. Kann sein dass es für Leute unter 30 schon wieder ganz anders ist. Was ich aber sagen kann: Events und Strukturen, die nicht so oder so ähnlich organisiert sind, erreichen mich kaum noch. Um sie zu finden muss ich schon wissen, dass es sie gibt, und mich darauf einlassen, sie ganz anders als ich es gewohnt bin, also etwas altmodisch, zu benutzen. Statische Webseiten sehe ich nur noch durch Zufall, wenn ich gezielt etwas suche und Google mir mehr oder weniger passende Ergebnisse anzeigt. Ein Beispiel: Obwohl ich sehr sehr viel wandern gehe, auch mit anderen Menschen, schaffe ich es einfach nicht, mit Wandervereinen Kontakt aufzunehmen. Ich komme mit der Art wie sie organisiert sind, der Vereinsbindung, den alten Homepages, den Wanderplänen und den email und so einfach nicht zurecht. Meine Art, mit anderen die wandern wollen in Verbindung zu stehen ist komplett anders. Ich finde das voll schade, denn ich bin ja auf die ganzen Wanderwege und Strukturen angewiesen und würde gerne Kontakt halten - nur irgendwie pass das für mich nicht. (Nur ein Beispiel) Ich habe auch ein paar spezifische philatelistische Interessen. Einige sind stärker, andere schwächer. Nur: Mich deswegen an eine bestimmte Arge in der bestehenden Form fest zu binden - das klappt für mich nicht. Das sind keine Strukturen die ich gewohnt bin. Das ist mir viel zu statisch und auch zu teuer. Kann mir schon vorstellen dass es so was wie eine "Kanalmitgliedschaft" gibt, wenn ich interessierter bin - aber so ist der Zugang und die Art der Vernetzung einfach eine krasse Barriere - ich überlege es mir - und halte dann doch lieber Abstand.
TeeKay Am: 27.01.2025 15:41:51 Gelesen: 41780 # 253
Zu behaupten, dass Foren sterben, ist Quatsch. Reddit, eine Forenplattform, hatte mit 97 Mio aktiven Usern noch nie so viele wie im vergangenen Jahr. Es sind also nicht Foren per se, die sterben, sondern bestimmte, schlecht gepflegte Foren. Richtig ist, dass das Interesse an Foren insgesamt abnimmt und zu anderen Kommunikationsformen, wie von Zackensonne angerissen, abwandert. Blöderweise ist die Philatelie in den anderen Kanälen noch schlechter aufgestellt als bei Foren. Bei Twitter und Bluesky war die Philatelie schon immer praktisch nicht existent. Ich kann ihm auch in seiner Beschreibung des Nichtzurechtkommens mit den traditionellen Strukturen nur zustimmen. In den vergangenen Wochen kamen wieder diverse Einladungen zu Arge Jahrestreffen bei mir an. Gleich immer 2-3 Tage, irgendwo in Deutschland, angekündigte Teilnehmerzahl auf Basis der Vorjahreserfahrungen 10-20. Da steht doch der Aufwand in keinerlei Verhältnis zum Nutzen - jedenfalls nicht für mich. Außer fdoells Arge Baltikum bietet auch keine einzige Arge, in der ich Mitglied bin, eine digitale Alternative zum persönlichen Treffen an. Aber ich glaube, auch die Arge Baltikum bietet keine hybriden Jahrestreffen an. Mit den Kosten habe ich persönlich weniger ein Problem, vielmehr mit der antiquierten Informationsweitergabe. Noch immer kriege ich von Argen nur gedruckte Publikationen. Und ich gebe es jetzt hier schriftlich zu: Die muss ich jedesmal aufwändig auftrennen und scannen, um dann eine digitale, durchsuchbare Ausgabe zu haben. Das Papier fliegt nach dem Scannen in den Müll. Das wird alles zeitaufwendig gesetzt, gedruckt, versandt, dann von mir unter Zeitaufwand und Qualitätsverlust gescannt, nur um eine Version der Ausgaben zu haben, mit denen ich mit den technischen Mitteln der Neuzeit arbeiten kann. Die Kosten dürften aber für den Großteil der potenziellen Interessenten ein Problem sein, da sie dutzende Euro für Jahresmitgliedschaften ausgeben müssen, um an aktuelle Informationen zu kommen, die aufgrund der Publikationsart trotzdem Monate alt sind - oft ohne Zugriff auf ein Informationsarchiv und ohne vorher genau zu wissen, was sie kriegen werden. Das ganze konkurriert mit alternativen Angeboten der Freizeitbeschäftigung, die oft damit einhergehen, dass auf einen riesigen Fundus an spezialisierten Informationen völlig gratis zugegriffen werden kann - jederzeit, von überall aus, rein digital. Für mich ist das alles aus der Zeit gefallen und ungeeignet, um damit eine nennenswerte Anzahl noch nicht organisierter Sammler zu begeistern.
guy69 Am: 27.01.2025 16:03:42 Gelesen: 41758 # 254
Ach Leute. Es geht doch darum möglichen zukünftigen Sammlern eine Heimat zu geben. Falls sich jemand etwickelt kann man immer noch einer Vereinigung beizutreten. Für die 75 jährigen Durchschnittsmitglieder ist es eher ungeeignet oder nur zum Mitlesen. Jede Vereinigung kann selber in ihrem Raum bestimmen was an Informationen fliesst. Ein Zirkel ist m.E. nichts anderes als ein Forum mit einem Unterthema.
Eric Scherer Am: 27.01.2025 17:15:18 Gelesen: 41716 # 255
@ TeeKay [#253] Hast Du meinen Post gelesen?
DL8AAM Am: 27.01.2025 17:29:14 Gelesen: 41707 # 256
@ TeeKay [#253] Sorry, aber Plattformen wie TG, Twitter und Bluesky sind ausschließlich Wege für die "schnelle zwischenmenschliche" Kommunikation, nichts für die "Ewigkeit". Und gerade Foren, so wie unser hier, erfüllen weniger (bzw. nicht nur) Diskussions- bzw. Chat-Aufgaben, sondern hier soll primär Wissen zusammengetragen und erhalten werden, dass in vielen "Jahrzehnten" immer noch für spätere "Sucher", Forscher und Fragesteller o.ä. strukturiert abrufbar ist. Reddit ist nett (ich bin da auch aktiv), ja, aber das ist eine rein-raus-vergessen Struktur. Gleiches gilt für Twitter, Twitch, TG oder auch WhatsApp, FB etc. und sogar auch YT - das sind keine Strukturen, die für unsere Zwecke auch nur in Ansätzen zielführend sind. (Gemeinsame) Wissensgewinnung, dokumentierende Verbreitung und Bewahrung. Vielleicht sind die alle sehr sinnvoll für Werbung, zur Unterhaltung, als Leuchtturm in die Außenwelt. Oder auch für interne, aktuelle "Jetztzeit-Chats". Zur Communitybindung. Wir (Vereine und Verbände) sind aber auch keine kommerzielle Institution, die vollberufliche Social Media-Bestücker haben, wir sind Hobbyisten und unser Hobby hat thematisch mit "IT" nichts gemein. Ein Hobbyist beschäftigt sich üblicherweise primär mit seinem Hobby und nicht mit artfremden Werkzeugen. Die Zeit die ich für das Hobby habe, stecke ich in das Hobby. Am Rande, ich bin in einer US "Arge" und da das Porto aus den USA nach Europa inzwischen fast unerschwinglich ist, habe ich dort die Alternative "eMagazin" gewählt. Da macht digital wirklich Sinn. Ich drucke das aber umgehend aus, um die Beiträge zu lesen. eBooks lasse ich mir im Copyshop ausdrucken und binden. Ein anfassbares Papier bietet eben sehr viel mehr 'schnelle Übersicht', als nur ein kleiner 'Ein Blatt-Screen', das beim Scrollen sofort aus der Blickfeld verschwindet. Ich suche und finde in gedruckten Publikationen übrigens in aller Regel Dinge auch sehr viel schneller, als in digitalen Quellen. Insbesondere wenn ich für eine digitale Suche nicht den passenden Suchbegriff kenne. Das passiert gerade in der Philatelie erfahrungsgemäß recht häufig. Man hat im Kopf, dass man mal etwas entfernt ähnliches irgendwo gelesen oder gesehen hat. In der Regel hat man mit Erfahrung sogar eine gute Idee, wo man in seinem (Regal-) Archiv suchen soll. Deshalb drucke ich Dinge, die für mich wichtig sein könnten aus dem Netz natürlich immer noch aus. Bei einen Ausdruck habe ich 10-20 Seiten gleichzeitig im Kopf, diesen schnellen gleichzeitigen Überblick schafft man mit Scrollen einfach nicht. Im Netz (oder Deiner Festplatte) findet Du ohne Suchbegriff nichts und selbst die Bildersuche funktioniert bei "nur irgendwie Ähnlichkeiten" auch nur sehr eingeschränkt. Ein schnelles fliegendes Durchblättern von 5-6 Magazinen ist da sehr viel schneller und erfolgsversprechender, egal wie strukturiert Du Deine Files abgelegt hast. Man weiss ja irgendwie, wie der Artikel, den man vor "Jahren mal irgendwo gesehen" hat, aussah - und eben dieser optische Eindruck springt einen dann beim sekundenschnellen Seiten-/Magazinzappen dann wieder an. Der Mensch arbeitet in der Kombination Sehen und Haptik effektiver (teilweise hat man sogar Ideen, wie sich die "Papierstruktur" oder der Geruch "damals" angefühlt hat), als nur mit optischen fiktiven Einkanal-Input. Das ist übrigens in der Arbeit beim manuell-optischen "Aktenscannen" ähnlich. Und diese geringere Effektivität fällt uns bei den Digitals immer wieder auf, was nicht sofort digital gefunden und verfügbar ist, existiert für diese Kollegen nicht. Ansonsten ist eine reine eCommunity mit ePublikationen für uns absolut keine gewollte Alternative. Man fliegt ja eben auch nach NYC, um seine Arge-Kumpels zu treffen. Der Mensch ist halt ein Gemeinschaftswesen und eine eCommunity ist hier absolut kein Ersatz für echte zwischenmenschliche Kontakte. Das Bier im Kaminzimmer nach den Vorträgen, bringt hier sehr viel mehr, als eine anonyme (aber offizielle) Zoomkonferenz. Sehr oft sogar inhaltlich. Deshalb machen auch reine eAusstellungen bzw. eWettbewerbe keinen wirklichen Sinn. Das inoffizielle, persönliche Drumrum ist der eigentliche Grund für solche Events. Übrigens ist das ja auch ein Grund, weshalb in vielen Bereichen Homeoffice wieder runtergefahren wird. Deshalb kann ja auch der eMuseumsrundgang oder ein VR-Reisen kein echter Ersatz für das physische Dortsein-Erfahren sein, egal wie gut das "Holodeck" je sein wird. Digital ist einfach nur ein weiterer Weg, der zusätzlich hinzukommt, der natürlich sehr oft auch sehr effektiv ist, den jeder auch zusätzlich bespielen können muss, ein Werkzeug mehr, es ist aber eben nichts, dass für sich alleine stehen kann und für uns alleine sinnvoll funktioniert. Nur mit der Digitalisierung, egal wie zeitgeistmodern man das angeht, haben wir Philatelisten auch keine Zukunft. Das ist kein Selbstläufer, egal wie gut wir das anstellen, Digitalisierung ist kein Allheilmittel. Auch Social Media nicht. Beste Grüße Thomas
guy69 Am: 27.01.2025 18:18:29 Gelesen: 41667 # 257
@ DL8AAM [#256] Solch eine Einstellung würde ich als "Totalverweigerer" titulieren. Noch schlimmer wird es da die Argumentation ohne jegliches Wissen geführt wird. Und zum Schluss ist der Beitrag in reinem Ego geschrieben. Es geht nicht darum was die jetzige Generation will sondern wo die nächste sich wohl fühlt.
Richard Am: 16.03.2025 09:48:30 Gelesen: 39672 # 258
Unser Mitglied Alfred Schmidt, Präsident des BDPh, hat der Veröffentlichung weiterer Beiträge zugestimmt - vielen Dank. Der Dank geht auch an Udo Angerstein, philatelie-Chefredakteur, für die technische Unterstützung. Teil 4 der Beitragserie Zukunftskommission: Erste Auswertung aus Thüringen Wir Thüringer Philatelisten sind ein kleiner Verband mit derzeit 22 Vereinen und 385 Mitgliedern und stehen vor denselben Schwierigkeiten wie andere Landesverbände: Überalterung und Mitgliederschwund. Der Rückgang um 50 Mitglieder seit Januar 2022 zeigt die Dringlichkeit, sich auf die verbleibenden Mitglieder zu konzentrieren und die Vereine bei Ihrer Arbeit zu unterstützen. Ergebnisse der Umfrage Eine Umfrage unter den Mitgliedsvereinen brachte aufschlussreiche Ergebnisse. Die Rücklaufquote von reichlich 25 Prozent (sechs Vereine) zeigte folgendes Bild: Kleine Vereine wie der in Pößneck haben es einfacher, ihre Mitglieder zu aktivieren, während größere Vereine wie Halle-Süd durch ihre höhere Gesamtmitgliederzahl mehr öffentliche Aktionen stemmen können. Das obere „Alter der Aktiven“ erstreckte sich in allen sechs Vereinen bis in die Gruppe der 85- bis 91-Jährigen. Nach unten hatte nur ein Verein einen 40-jährigen „Aktiven“, zwei weitere Vereine lagen wenigstens noch bei „unter 60“. Diese Altersstruktur muss man natürlich bei der Organisation größerer Veranstaltungen im Hinterkopf behalten. Jüngere Mitglieder bleiben rar, was die Zukunftssicherung erschwert. Neue Mitglieder zu gewinnen ist und bleibt schwierig und hängt fast ausschließlich vom persönlichen Engagement Einzelner ab. Kommunikation und Unterstützung Die Verbandsnachrichten in Broschürenform spielen bei allen sechs Vereinen für die interne Kommunikation eine zentrale Rolle, was ich als Kompliment an unseren Redakteur gerne weiter gebe. Digitale Plattformen wie Facebook oder Instagram werden kaum genutzt. Eine intensivere Nutzung digitaler Medien könnte helfen, Informationen effizienter zu verteilen. Gleichzeitig müssen die Bedürfnisse der älteren Mitglieder berücksichtigt werden, für die der persönliche Austausch und traditionelle Informationswege weiterhin entscheidend sind. Mit der Mitgliederwerbung haben alle Vereine ihre Schwierigkeiten, die wenigen neuen Mitglieder sind meisten das Ergebnis persönlichen Ansprechens. Bei der Frage nach häufigen Themen wurde von allen der Punkt „Beendigung der Sammlertätigkeit“ angekreuzt, was auf Grund der Altersstruktur auch verständlich ist. In den Umfrageergebnissen wurde deutlich, dass die Mitgliedsvereine mehr Informationen direkt vom BDPh oder über den Landesverband wünschen. Die Nutzung digitaler Medien, einschließlich E-Mails, ist aber noch nicht überall gängige Praxis. Der Landesverband kann hier helfend, anleitend und unterstützend wirken, allerdings natürlich unter Beachtung der knappen finanziellen und personellen Ressourcen. Als Unterstützungsbedarf wurde des weiteren einheitliches vereinsübergreifendes Werbematerial genannt. Der Verein Halle hat außerdem Bedarf an Schulungen für seine Mitglieder zur Gestaltung von Exponaten. Die Vereine betonen, dass die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing der Landesverbände sowie des BDPh selbst verbessert werden sollten, um die Außenwirkung zu stärken. Ein Verein mit vielen Ausstellern regte an, die Ausstellungsrichtlinien des BDPh zu aktualisieren und überholte Vorstellungen und Strukturen aufzubrechen. Gefordert werden mehr Offenheit und Flexibilität, auch seitens der Juroren, sowie eine Modernisierung der Bewertungsrichtlinien. Bei Wettbewerbsausstellungen wird eine bessere Abstimmungen zu den Zeiten für den Auf- und Abbau unter Beachtung der Zugfahrpläne gewünscht. Kommende Veranstaltungen Trotz der geschilderten Schwierigkeiten ist es beeindruckend, wie engagiert die Vereine auch im kommenden Jahr planen. Im Februar wird Meiningen anlässlich der Markenausgabe „500 Jahre Karneval“ eine Briefmarkenschau mit Sonderstempel, Benefizauktion und Börse ausrichten. Im Mai folgt der Landesverbandstag in Gotha mit einer Briefmarkenschau, Sonderpostfiliale, Sonderstempel und einer Ganzsache. Im Herbst wird der „Tag der Briefmarke“ in Zeitz organisiert, wo es allerdings noch terminlichen Abstimmungsbedarf gibt, und Halle plant erneut fünf Börsen über das Jahr verteilt. Solche Veranstaltungen stärken die Gemeinschaft und halten die Begeisterung für das Hobby lebendig. Unser Ziel für die Zukunft Insgesamt wurde die Umfrage positiv aufgenommen, auch wenn sie nach Meinung nicht nur eines Vereins früher hätte stattfinden können. Der Landesverbandsvorstand wird sich nun in seiner nächsten Sitzung u.a.damit beschäftigen, an welchen Stellen er sich konkret bei der Lösung benannter Problemfelder einbringen kann, und wo gegebenenfalls noch mal nachgefragt werden muss, um eine Lösung zu ermöglichen. Bei allem besorgten Ausblick auf die Zukunft aus Gründen der Altersstruktur sollten wir im Auge behalten, was wir als übergeordneter Verband tun können und müssen, damit uns und den Vereinen heute die Vereinsarbeit Spaß macht, leicht fällt, interessant bleibt und finanzierbar ist. Wenn wir diese Fragen richtig beantworten können, müssen wir uns weniger Zukunftssorgen machen. Melchior Lemke, Vorsitzender des Landesverbandes Thüringer Philatelisten e.V. Thüringer Freunde in der Diskussion auf dem Tag der Briefmarke 2024 in Halle (von links Alfred Seiler / Halle-Süd; Karsten Münnich / Naumburg; Melchior Lemke). Foto: Maike Seiler Vereinsvorsitzender des BSV Apolda Bernd Schwikal (links) und Lutz Scharf aus dem Verein Naumburg vor einer Kopie der Kölner Domglocke anlässlich des 100.Jahrestages des Transportes der Glocke durch Apolda zum Bahnhof. Foto: Melchior Lemke
Richard Am: 29.03.2025 09:56:47 Gelesen: 38393 # 259
Teil 4 der Beitragserie Zukunftskommission: Landesverband Hessen (philatelie Februar 2025) - Als Verband, der nicht nur mehr oder weniger in der Mitte der Bundesrepublik liegt, sondern auch bei den Mitgliederzahlen zwischen den großen Verbänden und den kleineren (1656 Personen, die die Statistik derzeit nach Verbuchung von Zu- und Abgängen 2024 Ende Dezember zeigt), haben auch wir in der Mehrzahl die Situationen, die bundesweit einem gewissen Trend folgen. Betrachten möchten wir bei dieser Auswertung von unseren zum Jahresende 2024 verbliebenen 59 Vereinen nur diejenigen, für die wir den Fragebogen konzipiert und vorgesehen hatten, sodass wir ArGen, Sammler-Service-Club und Konstellationen mit drei und weniger Mitgliedern aus der Betrachtung herausnehmen und damit eine Basis von 1568 Mitgliedern in 54 Vereinen zugrunde legen. Geantwortet bzw. Rückkopplung haben wir von erfreulicherweise 43 Vereinen erhalten, also 79,63 Prozent. Hierfür sprechen wir allen Beteiligten unseren besten Dank aus, denn damit liegen wir erheblich über der Erwartungshaltung mancher, die uns nur einen Rücklauf von 30 bis maximal 40 Prozent vorausgesagt hatten. Da vorwiegend kleinere Vereine nicht geantwortet haben, sind bei den genannten 43 Vereinen jedoch 91 Prozent der Mitglieder abgedeckt, sodass die Aussagen im Prinzip für 9 von 10 Mitgliedern sprechen und damit nach Meinung erfahrener Statistiker mehr als inhaltlich fundiert sind. Über die Altersstruktur ist in der Vergangenheit schon ausreichend geschrieben worden, sie deckt sich mit dem Faktum, das Durchschnittsalter nähert sich langsam aber sicher der 75 (auch wenn das jüngste und zudem aktive Mitglied 20 Jahre alt ist (im Wiesbadener Verein) wohnt das älteste mit 104 Jahren im nördlichsten Zipfel Hessens im Herzen der Natur). Tauschzusammenkünfte sind überall die Basis jeder Aktivität vor Ort. Vereinsabhängig und situationsbedingt finden diese Treffen bei einigen nur sporadisch bzw. alle zwei Monate statt und dafür bei zwei Vereinen sogar wöchentlich. Alle anderen bieten ein oder zwei Treffen pro Monat an, woraufhin wir im Hessenland durchschnittlich fast zwei Termine pro Tag anbieten, wenn die über 700 Möglichkeiten sich denn gleichmäßig über alle Tage des Jahres verteilen würden. Somit brauchen wir von dieser Seite aus nicht zu fürchten, das Angebot wäre zu gering. Die Teilnehmerzahl schwankt hier stark termin-, orts- und vereinsbedingt zwischen fünf und 30 Personen. Die Kernzahl ist jedoch im Bereich acht bis 15, was die Auswertung eindeutig bestätigt, denn bei 490 genannten Anwesenden im Durchschnitt in den 43 beteiligten Vereinen läge man bei rund 11,4 Personen pro Tauschtermin. Anders sieht dies bei der Aktivität aus. Als Aktive werden von den Vorständen 34,8 Prozent der Mitglieder gesehen, 18,7 Prozent als gelegentliche (kommen z.B. zur Jahreshauptversammlung, zu einer Festivität oder zum Großtauschtag) und die restlichen 46,5 Prozent als mehr oder weniger passive Mitglieder. Gerade die dritte Gruppe lässt uns aufhorchen, denn bei diesen Mitgliedern ist aus den unterschiedlichsten Gründen die Begeisterung extrem zurückgegangen, und diese würden uns bei der Beendigung des Einsatzes der derzeit noch Aktiven komplett wegbrechen. Auch wenn diese Tatsache in anderen Teilen der Bundesrepublik nicht anders aussehen wird, gilt es zu überlegen, wie man diese riesige Fraktion derjenigen, die derzeit nur mit der philatelie und den jeweiligen Vereinsrundschreiben an uns gebunden werden, zumindest in kleinen Teilen wieder reaktivieren kann. Großtauschtage gibt es zwar insgesamt etwas weniger als noch vor acht bis zehn Jahren, aber die Gesamtzahl von 88 in den Jahren 2022 bis zum Herbst 2024 gegenüber den für 2025 und 2026 jetzt schon geplanten 78 ist überhaupt nicht besorgniserregend und kann uns in diesem Sektor zumindest zufrieden in die Zukunft blicken lassen. Einzelne Werbeausstellungen, Sonderschauen und Ergänzungen zu örtlichen Festivitäten, Stadtjubiläen und anderem sind ebenso vertreten wie gelegentlich ein Tag der Briefmarke (in 2025 in Mainz und 2026 in Frankfurt mit dem Verein Moenus) oder eine Rang 2-Ausstellung mit Jugendbeteiligung in Sponheim im Mai 2026. Mehrere Vereine bieten bis zu zwölf Vorträge im Jahr an, die ein reichhaltiges Spektrum an Themen, Gebieten und Sammel-Facetten abdecken und jeweils von unterschiedlich großen Zuhörerkreisen besucht werden. Dieses umfangreiche Angebot wird erfreulicherweise unverändert von den Akteuren fortgeführt. Auch gesellige Veranstaltungen (Grillfeste und/oder Weihnachtsfeiern o.ä.) werden in vielen Vereinen wie bisher angeboten, ebenso mitunter Fahrten zu Messen (zur IBRA nach Essen und seit 2022 nach Ulm) oder zu anderen Zielen, wenn der Ausflugscharakter im Vordergrund steht. Partnerschaften mit anderen Vereinen kommen nur vereinzelt vor, Kooperationen mit Münzvereinen ebenso nur in geringerem Maße. Die Begeisterung, nach den vorgegebenen Reglements auszustellen, ist generell zurückgegangen, was sich in der Zahl von rund 60 Ausstellern im Gesamtverband niederschlägt und in nur noch knapp 50 Interessenten, die bei einer (lokalen) Werbeschau bereit sind, einen (kleinen) Teil ihrer Sammlung zu zeigen, auch wenn hier in der Regel keine Formvorgaben einzuhalten sind. Die Kommunikation vom BDPh zum Mitglied erfolgt weiterhin in höchstem Maße mit der Printversion der philatelie, unser Verband gibt die verbandsbezogenen Informationen mit den dreimal jährlich erscheinenden Verbandsnachrichten in die Vereine, weiterhin fast ausnahmslos bevorzugt als gedrucktes Heft im Umfang von jeweils 36 bis 48 Seiten im A5-Format. Zusätzlich bekommen immer mehr Sammlerfreunde das Heft auch direkt in der pdf-Version und sind damit unabhängig von Tauschzusammenkünften schnell und umfassend informiert. Dieser Trend wird hoffentlich zunehmen, um diese regionalen Informationen zeitnäher zu verbreiten und den einen oder anderen auf diese Art zu den angebotenen Veranstaltungen, Großtauschtagen usw. zusätzlich zu locken. Der Verteilerkreis des Geschäftsführers Carsten Keller wächst stetig und jederzeit kann sich ein Leser dieses Artikels bei ihm unter E-Mail:10pfennig1880@gmail.com melden und wird dann für die nächste Ausgabe Ende Februar/Anfang März aufgenommen – selbstverständlich kostenfrei. In der philatelie wird die Rubrik mit den Terminen bekanntlich am meisten gelesen, aber auch die Rubriken aus den ArGen bzw. aus den Vereinen werden in der Skala von 1 bis 5 mit durchschnittlich 2,3 in der Beliebtheit gesehen, unabhängig von dem in der Zwischenzeit sehr breiten Spektrum an Artikeln, die in der Regel für jeden einmal etwas bieten, mitunter so anschaulich und wenig philatelielastig geschrieben, dass auch ein weiteres Mitglied des Haushaltes einen Artikel gerne einmal durchliest. Dafür gibt es Artikel, in denen es durch die Häufung der genannten Michelnummern anders ist (wie kürzlich bei Goethe, wobei es an diesem Punkt keinen interessiert, ob er nun auf 10, 15 oder 25 deutschen Marken abgebildet ist). Die Kommunikation vom Vereinsvorstand zu den Mitgliedern erfolgt weiterhin vielfach per Post, weil man sich extra einen Zeitpunkt mit einem geeigneten Sonderstempel aussucht, um den Sammlern eine Freude zu machen, auch wenn man sie preisgünstiger per E-Mail – zumindest an die Mitglieder, die eine solche Adresse hinterlegt haben – verschicken könnte. In allen anderen Fällen wird natürlich auf die E-Mail-Kommunikation zurückgegriffen, denn sie ist für diesen Zweck einfach ideal. Ganz vereinzelt (höchstens in vier Vereinen) wird derzeit in einer WhatsApp-Gruppe kommuniziert, wohingegen Festnetz- oder Mobiltelefonie Verwendung findet, je nachdem, wie es dem einzelnen Mitglied beliebt. Auch untereinander nutzen die Mitglieder E-Mails oder die Telefonie-Varianten, wenn sie sich nicht ohnehin bei den Tauschtreffen sehen. Facebook insgesamt wird auch von IT-affinen Mitgliedern sehr wenig genutzt, weshalb wir nur auf vier Follower für den BDPh kommen, ebenso werden die anderen Social Media-Möglichkeiten von unserer Sammlerschaft so gut wie gar nicht benutzt, und wenn, eigentlich immer außerhalb unseres Hobbys. Das liegt – so ist die Meinung quer durch das Verbandsgebiet – eindeutig an der immer wieder genannten Altersstruktur. Auch wenn wir einen ganz mondänen Auftritt von Fachleuten anfertigen lassen würden, kämen wir an die Zielgruppe nicht heran, weil das Thema Briefmarken selbst für die Jüngeren nicht verlockend ist. Neulich erlebten wir, wie ein elfjähriges Mädchen, welches die Sexta des Gymnasiums besucht, ihre Mutter befragte, was denn eine Briefmarke sei… Mitgliederwerbung ist generell ein schwieriges Unterfangen geworden. Patentrezepte zum einfachen Kopieren gibt es keinesfalls. Die Methode, in der Öffentlichkeit präsent zu sein, traf bei nahezu allen Neuzugängen zu. Entweder über den Besuch von einem Großtauschtag, einer Tauschtermin-Ankündigung auf der Homepage, einem zuvor angekündigten Vortrag im Verein, einer Sonderveranstaltung oder Ausstellung oder gar bei einem Flohmarkt. Ganz vereinzelt half auch die vielfach gepriesene Mundpropaganda weiter bzw. die lockenden Worte eines aktiven Vereinsmitgliedes. In einem Verein gab es sogar einen Zugang, der „von alleine“ kam und „zugezogen“ rundete die Antworten auf diese Frage ab. Interessiert hatte uns auch, worüber sich die Mitglieder bei den Tauschzusammenkünften denn so unterhalten. Hierbei kam (nicht überraschend) verhältnismäßig häufig das Thema Beendigung der Sammlertätigkeit, Veräußerung von Sammlungen (auch von Nichtmitgliedern), eBay, Auktionshäuser, Online-Angebote, Ausgabeprogramm, Umfang und Design der Neuheiten der Deutschen Post zur Sprache. Gelegentlich sind auch Fragen rund um das Thema Fälschungen ein Gesprächsthema. Erfreulicherweise gibt es hier zumindest in einigen Vereinen Mitglieder, die hier kompetent weiterhelfen können. In einzelnen Vereinen wird der Wunsch gehegt, einmal einen fachkundigen Referenten zu einem Fachthema einzuladen, wobei in vier der sieben Vereine, die hierzu sich äußerten, der Bereich Fälschungen und deren Erkennung genannt wurde – ein bisheriger Schwerpunkt unserer Licher Seminare, die wir alljährlich im Oktober abhalten. In zwei Fällen wollte man sich gerne einmal etwas über die Sammlungsgestaltung anhören und ein Verein ist offen für ein passendes Angebot. Die letzte zu beantwortende Frage hängt mit der Zukunftssicherung der Vereine zusammen, wie der Verband den Verein in der Akquise von Neumitgliedern unterstützen könne. Auch dafür gibt es kein Allheilmittel, denn dieses wäre schon längst im Einsatz. Rund 25 Prozent der Vereine würden sich über zur Verfügung gestellte Werbeflyer, Prospekte mit Freiraum (für Ergänzungen des jeweiligen Vereins) und andere Werbematerialien freuen, ebenso kam der Wunsch nach einem Muster-Pressetext auf zur Weiterleitung an die lokale Presse. An einer Neuauflage eines vielseitig verwendbaren Flyers arbeitete unser Verband schon, sodass dieser Wunsch zeitnah umgesetzt werden kann. Insgesamt gesehen waren alle Vereine bereit, Ihre derzeitige Situation uns darzulegen, damit wir gemeinsam die zweifelsohne nicht ganz leichte Situation so gut wie möglich meistern, um alle noch ausgiebig Freude an der organisierten Philatelie zu haben. Jörg-Ulrich Hübner, Vorsitzender Verband der Philatelistenvereine Hessen, Rhein-Main-Nahe e.V. Die Bedeutung von Öffentlichkeitsarbeit illustrierte Jörg-Ulrich Hübner(links) bereits 2019 beim Philatelistentag in Bensheim, hier mit BDPh-Präsident Alfred Schmidt. (Foto: Udo Angerstein) Philaseiten bedankt sich herzlich für die Überlassung des Beitrags beim BDPh-Präsidenten Alfred Schmidt und bei Udo Angerstein.
Richard Am: 26.04.2025 09:16:47 Gelesen: 36154 # 260
Bericht der BDPh Zukunftskommission Sehr geehrte Vorsitzende der Arbeits-, Forschungs- und Interessengemeinschaften sowie der Motivgruppen, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder der ArGen, mit einer neuen Ausgabe des ArGen-Newsletter möchten wir Sie über aktuelle Entwicklungen und Arbeitsstände im BDPh informieren. Zugleich greifen wir Themen auf, die im Rahmen der durchgeführten Umfrage als besonders relevant für die Arbeitsgemeinschaften benannt wurden. Nachfolgend finden Sie eine tabellarische Übersicht über die einzelnen Maßnahmen – jeweils mit dem aktuellen Bearbeitungsstand. Diese Liste soll Transparenz schaffen und Ihnen kontinuierlich den Fortschritt der gemeinsamen Arbeit abbilden. Nr. Maßnahme Erledigungsstand 1 Einführung eines BDPh-Newsletters Laufend / Erledigt 2 Fortführung der Literaturdatenbank auf der BDPh-Website Erledigt 3 Prüfung einer zentralen Hauptmenüseite für ArGen-Inhalte auf der BDPh-Website In Prüfung 4 Evaluierung einer Webshop-Lösung mit Direktversand für den Literaturverkauf In Prüfung 5 Einführung einer Ausstellungsklasse für Einsteiger ohne Wettbewerbsdruck In Prüfung 6 Wiederbelebung einer Deutschen Meisterschaft für thematische Philatelie + Gesellschaft In Vorbereitung 7 Etablierung einer Messe im Westen bzw. Norden Deutschlands In Arbeit 8 Harmonisierung der Beiträge für ArGe-Direktmitglieder (HV-Beschluss 2025) In Arbeit 9 Einführung eines Einstiegsangebots zur Gewinnung neuer Philatelie-Interessenten In Arbeit 10 Zuschuss zu Standgebühren i.H.v. 100 Euro pro ArGe p.a. Erledigt 11 Umstellung von Belegexemplaren auf PDF-Format in Abstimmung mit Bibliotheken Weiter in Arbeit 12 Erhöhung des Druckkostenzuschusses Erledigt 13 Jährliches Treffen zwischen ArGen und BDPh-Vorstand (z. B. in Ulm) Geplant 14 Einrichtung eines Beirats für ArGen (ggf. Satzungsanpassung) Entfällt 15 Regelmäßige Zoom-Abstimmung zwischen Beirat und Bundesvorstand Entfällt
Christoph 1 Am: 26.04.2025 11:23:10 Gelesen: 36098 # 261
@ Richard [#260] 1 Einführung eines BDPh-Newsletters Laufend / Erledigt Wo kann ich mich für diesen Newsletter anmelden? Auf der BDPh-Website ist nichts dazu zu finden.
Richard Am: 26.04.2025 21:32:04 Gelesen: 35950 # 262
@ Christoph 1 [#261] Hallo Christoph, der Newsletter ging vermutlich exklusiv an die Vorsitzenden der Arbeits- und Motivgemeinschaften. Schöne Grüsse, Richard
zobbel Am: 27.04.2025 00:11:47 Gelesen: 35887 # 263
"NEWSLETTER der Arbeitsgemeinschaften April 2025" Auf dem E-Mail-Verteiler stehen wohl nur die Ansprechpartner der Argen, so wie sie in der Liste der anerkannten Argen stehen, siehe https://www.bdph.de/der-bdph/gremien-und-personen/gemeinschaft/arbeitsgemeinschaften Dies war der erste Newsletter an die Argen. Hinweis der Redaktion: Bitte die Themen aus dem Newsletter des BDPh NICHT in diesem Thema diskutieren. Der Newsletter wurde bereits vor drei Tagen in einzelne Sachthemen aufgeteilt, die in den nächsten Tagen alle unter den betreffenden Überschriften hier im Forum zu finden sind.
Richard Am: 18.05.2025 09:27:11 Gelesen: 33738 # 264
Mitgliederbefragung im Landesverband Nordost Der Landesverband Nordost hielt am 22. März 2025 in Bernau bei Berlin seine Hauptversammlung ab. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet und wiedergewählt mit Ausnahme von Peter Hohnecker, der leider im März dieses Jahres einer schweren Krankheit erlag. Neuer Beisitzer wurde Tobias Knips. Grosses Interesse an den Ergebnissen der Mitgliederbefragung Mit einer Rücklaufquote von 47 Prozent wurde deutlich: Die Vereine haben viel zu sagen! 31 Vereine setzen weiter auf Tauschtreffen und Stammtische, es sind 64 Großtauschtage, 66 Werbeschauen und 145 Vorträge geplant. Problematisch: Die Zahl der Aussteller sinkt, 16 Vereine nehmen nicht mehr an Wettbewerbsausstellungen teil. Generell ist der Anteil derer, die an Sonderschauen teilnehmen, doppelt so hoch wie im Vergleich zu Wettbewerbsausstellungen – ein Hinweis für künftige Ausstellungsformate. Zudem besteht ein klarer Wunsch nach Unterstützung beim Sammlungsaufbau und bei der Organisation von Sonderschauen. Die Kommunikation rückt in den Fokus Die Homepage des Landesverbands wird gut genutzt, vor allem der Terminkalender. Ein Drittel der Vereine wünscht sich direktere Info-Verteilung an Mitglieder. Zwei Drittel haben keine eigene Homepage und möchten auch keine mehr – ein Nachteil für die Vereinswerbung. Eine statische Homepage mit Verlinkung zur Landesverbands-Website könnte vielleicht eine Kompromisslösung sein. Bereits jetzt können alle Termine formlos an den Verband gemeldet werden und erscheinen auf der LV-Website im Online-Kalender. Ein zentraler Versand wichtiger Termine aus allen Vereinen zu Jahresbeginn könnte ein weiterer hilfreicher Schritt für die eigene Jahresplanung interessierter und aktiver Vereine und deren Mitglieder sein. Der Wunsch nach Reisekostenzuschüssen wird wohl eher zurückgestellt werden müssen. Gewünscht: finanzielle und praktische Hilfen für Ausstellungen ... ... zentrales Werbematerial für Mitgliedergewinnung und Tauschbörsen sowie Online-Seminare zu philatelistischen Themen. Trotz aller Herausforderungen und Probleme gibt es Lichtblicke: Mehr als die Hälfte der Vereine konnte neue Mitglieder gewinnen – wenn auch keine jungen Sammler. Wie geht es weiter? Die ausführlichen Umfrageergebnisse finden Sie auf der BDPh-Website unter „Zukunftskommission“. Landesverband Nordost Vorsitzender Helge Schinkel / Zukunftskommission Kirsten Schönherr Blick in die Hauptversammlung. Fotos: Klaus-Dieter Schult Der Vorstand des Landesverbands um Helge Schinkel (Mitte), rechts BDPh-Präsident Alfred Schmidt. [Ab hier darf auch wieder gerne diskutiert und kommentiert werden !]
TeeKay Am: 18.05.2025 23:26:01 Gelesen: 33558 # 265
@ Richard [#264] " Zwei Drittel haben keine eigene Homepage und möchten auch keine mehr[...]" " Gewünscht: [...] ... zentrales Werbematerial für Mitgliedergewinnung und Tauschbörsen[...]" Vermutlich ist den antwortenden Vereinsmitgliedern gar nicht klar, wie sehr sich das im Jahr 2025 widerspricht.
Eric Scherer Am: 19.05.2025 11:08:01 Gelesen: 33415 # 266
Leider regiert hier die Einfallslosigkeit. Die eigene Homepage kann man durchaus als Auslaufmodell betrachten. D.h. aber nicht, dass man darauf verzichten darf, im Internet oder "Digitalen Raum" präsent zu sein. Immer mehr Vereine und Organisationen nutzen z.B. Facebook als eine Art Homepage. Das funktioniert gar nicht so schlecht. Ein Termin in Facebook eingestellt wird automatisch an alle Follower übermittelt. Wichtig ist heute das "Interaktionsprinzip", d.h. die Frage, wie Neuigkeiten an die "Community" kommen und wie ich die "Community" führe. Die Terminmeldung für einen Tauschtag auf einer klassischen Webpage sitzt erstmal da und wartet. Damit ist klar: es geht immer mehr um die Organisation und Bewirtschaftung von "Digitalen Communities". Leider wird gerade auch in der deutschen Philatelie die "digitale Enthaltsamkeit" noch immer gerne propagiert. D.h. viele Mitglieder, Vereine, Vereinsleitungen sagen "Ich mag das nicht, ich mach das nicht." Das ganze erinnert mich immer an den Suppenkasper "Meine Suppe ess ich nicht." Dabei geht völlig vergessen, wieviele Menschen heute digital unterwegs sind - gerade auch ältere Menschen. Mein Vater ist jüngst im Alter von 92 Jahren verstorben. Er hat bis zum letzten Tag E-Mails verschickt und sich Bücher bei Amazon bestellt. Sicher nicht ein Vertreter der Mehrheit, aber ein reales Beispiel. [Redaktionell ergänzt: https://phila-nordost.de/ ]
Altsax Am: 19.05.2025 14:44:11 Gelesen: 33306 # 267
@ Eric Scherer [#266] "Die eigene Homepage kann man durchaus als Auslaufmodell betrachten." Lieber Eric, kann man, muß man aber nicht! Es kommt immer auf die Zielgruppe an. Unsere FG hat eine große Anzahl an Mitgliedern, die das Internet, wenn überhaupt, nur mit Hilfe ihrer Enkel nutzen. Sie lesen am liebsten Gedrucktes und sind allenfalls über die Homepage erreichbar. Selbstverständlich werden die "Digitalen Communities" von der jüngeren Generation, die damit aufgewachsen ist, bevorzugt oder ausschließlich genutzt. Ob sie aber die relevante Zielgruppe für ein klassisches Sammelgebiet darstellt, erscheint zumindest zweifelhaft. Ich denke, daß jeder Verein und jede Arbeitsgemeinschaft einen spezifischen eigenen Weg der Ansprache potentieller Mitglieder finden muß. Da sind Anregungen und Hilfen jeder Art willkommen. Wer nicht offen ist, alle Wege zu testen, wird scheitern. Du hast es doch selbst im Verband erlebt. Ohne einen Generationswechsel in den entscheidenden Gremien wird es keine Zukunftssicherung geben. Beste Grüße Jürgen
Eric Scherer Am: 19.05.2025 15:07:21 Gelesen: 33289 # 268
@ Altsax [#267] Lieber Jürgen Auch Du argumentierst vom Status Quo her. In einer verschworenen Gemeinschaft funktionieren manchmal auch Rauchzeichen. Man kann natürlich so weitermachen. Am Ende ist das aber ein Zeichen nach Aussen. Quasi eine Art digitales "Betreten verboten" oder "Du bist nicht erwünscht" Schild ... Ich selbst fühle mich sehr unwohl, wenn ich irgendwo hin gehe, und mich im Vorfeld nicht gut habe informieren können. Da ist das Internet einfach ein gutes Mittel. Wir können nicht hingehen und jammern, dass uns der Nachwuchs ausgeht, und uns dann gleichzeitig jeglichen Ansätzen einer modernen Aussenkommunikation enthalten. Da gibt es einen Widerspruch. Und für jene Mitglieder, die sich auch weiterhin in digitaler Abstinenz üben möchten, schadet ein zeitgemässes Auftreten im digitalen Raum auch nicht. Liebe Grüsse Eric
TeeKay Am: 19.05.2025 16:27:49 Gelesen: 33242 # 269
Eric sagt es. Ein Verein ist auch nichts anderes als eine Dienstleistung. Und Dienstleistungen werden verkauft. Online, millionenfach jeden Tag. Und zwar nach immer dem gleichen Schema. An jede Altersgruppe. Zu diesem Schema gehört, dass der Verkaufende aktiv darüber informiert, was ich denn da von wem kaufe und worin meine Vorteile liegen. Noch nie hat mir irgendjemand im Onlinemarketing gesagt, dass Sichtbarkeit für Zielgruppe X nicht so wichtig sei. Ein Verein, der online unsichtbar ist, stirbt. Da gibt es überhaupt kein Entrinnen. Aber das ist ok. Ein Verein, bei dem die Mitglieder nicht online sein wollen, bei dem die Mitglieder ihren Verein nicht nach außen sichtbar präsentieren wollen, ist kein attraktives Produkt. Wer würde da kaufen wollen? Wer würde da hingehen wollen? Da hilft auch kein zentrales, gedrucktes Werbematerial zur Mitgliedergewinnung.
DL8AAM Am: 19.05.2025 16:41:24 Gelesen: 33226 # 270
@ Eric Scherer [#268] Sorry, hier liegst Du aber grundfalsch, aber sowas von falsch! Sorry. Natürlich ist eine Homepage heutzutage weniger für aktuelle Informationen oder zur direkten Kommunikation mit/zwischen Mitglieder (etc.) geeignet. Die Zeit ist durch. Eine Homepage dient heute meist eher nur noch als eine Art einer Visitenkarte bzw. primär als Quelle für echte Informationen bzw. Daten. Hier ist eine Homepage für "Gruppen" (vom Verein bis zum Weltkonzern) vollkommen unabdingbar. Ohne existiert man nicht. Für diese Zwecke ist Facebook einfach nur denkbar ungeeignet, insbesondere da hier Verläufe von Postings dominieren, da versickern handfeste Daten-Informationen Tag für Tag immer tiefer ins Unsichtbare. Und übrigens, es gibt immer noch viele, die aus eher grundsätzlichen Gründen, kein Mitglied bei Facebook sind und die deshalb nicht tiefer über Facebook erreichbar sind. Gerade in D wurde hier medial sehr viel Anti-FB-Polemik gefahren, sodass viele Ü40-er FB immer noch meiden. Und gerade sehr viele Jüngere sind schon lange von Facebook verschwunden ... und z.B. Instagram ist für Vereine aber sehr viel weniger gut einsetzbar ... und wenn alle paar Jahren die nächste hippe Plattform angesagt ist, müsste man ja jedes mal mit all seinen alten allgemeinen "Informationspostings" aus dem Archiv umziehen. Das ist kaum für ein ehrenamtlich aufgestellten Verein machbar. FB/Insta sind für tagaktuelle Dinge, wie Ankündigungen, Diskussionen und Fragen ideal. Für Infomationen hingegegen absolut nicht. Heißt für die aktuelle Kommunikation, mit "Heute-Informationen", macht man auf Facebook oder Insta ... da gehört das hin. Als Plattform zur Informationsbereitstellung ist eine Homepage immer noch das alleinige Mittel der Wahl. Man muss immer das Medium entsprechend des zu kommunizierenden Inhalts verwenden. Facebook (o.ä.) für Aktuelles plus Homepage als Archiv. Bei 'nur Facebook' oder 'nur Homepage' bleiben Aufgaben unberücksichtigt bzw. ungenutzt liegen. Infotainment kann man, falls man Leute dafür hat, auf YT oder Twitch unterbringen. Unterschiedliche Zielgruppen, unterschiedliche Ziele müssen mit unterschiedlichen Medien bedient werden. Eine Homepage ist geeignet, um "handfeste", suchmaschinen-durchsuchbare Informationen zum Abruf, als Datenarchiv, zur Verfügung zu stellen. Das kann nur eine echte Homepage. Philatelistenvereine können dort zum Beispiel Artikel über die Postgeschichte ihres Ortes (etc.) zur Verfügung stellen oder auch Ausstellungssammlungen bzw. Scans älterer Ausgaben ihres Vereinsmagazins oder ... oder ... hier macht eine Homepage Sinn. Philatelistenvereine sind aber Gruppen die primär dafür gemacht sind, um Informationen zu gewinnen, zu verbreiten und für die Ewigkeit zu bewahren. Das ist Philatelie. Wir sind halt keine reinen Freizeitvertreibvereine, wo man sich online auf Facebook/Insta oder X schnell mal zum gemeinsamen Wandern "Morgen" verabredet. Diese Info ist Übermorgen bereits überholt und kann getrost bei Facebook im Verlauf ins Unsichtbare runterwandern. Alles gut. Handfeste Informationen müssen aber immer oben, zum sofortigen Anklicken, sichtbar bleiben. Das Vereinstreffen am 01.01. geht über Facebook. Philatelistische Artikel gehören auf eine Homepage. Dafür gibt es absolut keine Alternative! Und da wir aber eher "Informationsvereinigungen" sind, ist - wenn ich die Wahl A oder B treffen muss - sogar eher eine Homepage immer noch Die Wahl. Die Seite muss nur "aktuell" sein bzw. fortlaufend gepflegt werden. Nichts ist schlimmer, als ein "Last Update"-Tagging von vor zig Monaten. Und gut verschlagwortet, damit Google Euch auch immer sofort oben anzeigt. Beste Grüße Thomas
Eric Scherer Am: 19.05.2025 16:56:23 Gelesen: 33217 # 271
@ DL8AAM [#270] Hallo Thomas. Hast Du meinen Post überhaupt gelesen? Ich bin mir da leider nicht ganz sicher. Für Dich ganz kurz gefasst: es muss nicht zwingend eine Homepage sein, wenn man sonst wie präsent ist.
Ilves2020 Am: 19.05.2025 19:41:00 Gelesen: 33132 # 272
@ DL8AAM [#270] Hallo Thomas, Deinen Ansatz finde ich großartig! Es mag zwar mehr Arbeit bedeuten, aber ich finde es absolut richtig, bei den Kanälen Homepage vs. Social Media eben nicht über "entweder oder" nachzudenken, sondern darüber, wie man beide mit den hierfür besten Inhalten füllen kann. Das gilt natürlich nicht nur im Bereich Philatelie. Wenn ich mich z.B. im Eishockey über die Ligen/Spiele/Liveticker/etc. (DEL, DEL 2, Oberliga etc.) informieren möchte, mache ich das natürlich über die entsprechenden Homepages der Ligen. Wenn ich Informationen über Eishockeyvereine suche, wie z.B. Spielpläne, Eintrittspreise, Anfahrtsbeschreibungen (okay, die meisten Eisstadien finde ich mittlerweile blind und vor allem ohne Navigationshilfe), Merchandise, Kader, Ansprechpartner etc., dann mache ich das über die entsprechenden Homepages der Clubs. Wenn ich nach einem Spiel oder wann auch immer wissen möchte, welche Diskussionen es unter den Fans gibt, dann finde ich das alles z.B. bei Facebook oder im esbg forum. Denn jeder Kanal ist für eine bestimmte Informationsart besser geeignet und für eine andere eben weniger gut. Ich habe in den Sportarten Rugby und Floorball Vereine bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt und habe natürlich beide Schienen mit Informationen gefüllt. Und auch zu allen Varianten Rückmeldungen erhalten, dass die Informationen an allen Stellen auf Interesse gestoßen sind. Auch für meine eigenen literarischen Aktivitäten habe ich zum einen eine Homepage und nutze zum anderen Facebook und Instagram. Über alle drei Varianten erreicht man schließlich teilweise unterschiedliches Publikum und es wäre schade, auf einen Teil davon zu verzichten. Auf welchen auch immer. Ich denke, punktuelles Denken ist in diesem Themenbereich nicht die beste Lösung. Allerdings ist es noch schlechter, gar nichts zu machen. Dann ist des Ende nur eine Frage der Zeit. Und ein wirklicher Kostenfaktor ist es mittlerweile auch nicht, eine Homepage zu erstellen. Auch vom technischen her war es doch noch nie so einfach wie heutzutage. Gilt natürlich genauso für Facebook, Instagram und was es sonst noch in naher und ferner Zukunft so alles gibt und geben wird. Klar, man muss sich ein bisschen damit beschäftigen. Lohnt sich dann aber. Danke für Deine nach meiner Meinung sehr zutreffenden und fundierten Gedanken! Viele Grüße Thomas
DL8AAM Am: 19.05.2025 23:20:55 Gelesen: 33060 # 273
@ Eric Scherer [#271] Hallo Eric, leider habe ich Deinen Satz - auf dem ich mich in der Einleitung bezog - vergessen zu zitieren. Sorry. "Die eigene Homepage kann man durchaus als Auslaufmodell betrachten." Darauf war meine Falsch-Erwiderung abgestellt. Diesen Ansatz liest man ja inzwischen immer häufiger und der ist eben ein grundfalscher Ansatz. Der im Folgenden ausgeführte Rest ist dann eher eine allgemeine Stellungnahme, zu dem Wie, wie ich meine, wir uns nach Außen in der digitalen Welt präsentieren müssen, müssen (!), falls wir überhaupt den Anspruch haben sollten, unser Hobby in die Zukunft retten zu wollen. Und diese Zukunft liegt nicht erst im Übermorgen, sondern bereits Morgen, kurz nach Mitternacht. Beste Grüße Thomas
Eric Scherer Am: 20.05.2025 08:57:34 Gelesen: 32975 # 274
@ DL8AAM [#273] Lieber Thomas Danke für die Klarstellung. Ich selbst denke, dass eine eigene Homepage für viele Vereine eine gewisse Hürde darstellt, an der schon viele gescheitert sind. Eine Homepage muss man auch unterhalten. Wenn man sich dann auch noch verrennt und das eigene "Versprechen" nicht halten kann - Du listest ja selbst einige gute Beispiele auf - wirkt eine Homepage schnell veraltet. Das sorgt dann für Frust. Daher der Hinweis darauf, dass es auch anders geht. Ich denke, es ist berechtigt, solche Hinweise zu geben. Ich habe das in der Vergangenheit immer wieder getan und habe dann auch viel Erleichterung bei den Betroffenen gespürt. Bitte bedenke, wir reden hier von kleinsten Vereinen, die es bisher nicht geschafft haben, eine eigene Homepage aufzuschalten. Hier sollte man nicht sagen: "Träumt weiter von der Homepage", sondern aufzeigen, dass es einfachere Möglichkeiten gibt. Bei uns in der Region kann man z.B. alle Termin in ein einfaches Eventportal einstellen. Daraus ziehen sich die Gemeinden aber auch die Regionalpresse automatisch ihre Daten. Funktioniert prima. Man sollte also in einer Art Stufenmodell oder auch "Reifegradmodell" denken und da kommt die eigene Homepage eben nicht als erster Schritt. Liebe Grüsse Eric
TeeKay Am: 20.05.2025 12:55:30 Gelesen: 32888 # 275
So ein Stufenmodell inklusive dem Sinn dahinter aufzuzeigen, mit detaillierten Schritt-für-Schritt-Handlungsanleitungen, mit konkreten Empfehlungen für z.B. Template- und Hostinganbieter für jede Stufe, sähe ich als Aufgabe des BDPh an. Da muss auch keiner das Rad neu erfinden. Templates gibts wie Sand am Meer. Hostinganbieter auch. Die grundsätzliche Frage muss jedoch davor ansetzen: Welche Vereine wollen überhaupt wachsen, welche wollen nur möglichst lang überleben und welche existieren nur, weil die Auflösung Arbeit machen würde? Mit der Umfrage hat man schonmal die 53% der letzten Kategorie identifiziert. Bei den restlichen 47% gilt es herauszufinden, wem man am besten nur eine Social Media Seite mit Terminankündigungen empfiehlt (möglichst lang überlegen) und mit welcher kleinen Minderheit man intensiver zusammenarbeitet, um Wachstum zu generieren.
DL8AAM Am: 20.05.2025 13:47:35 Gelesen: 32868 # 276
@ Eric Scherer [#274] Hallo Eric, hier hast Du natürlich auch einen (genau den) wunden Punkt getroffen. Wenn man z.B. bereits "zu klein" geworden ist, eine kritische Grenze unterschritten hat bzw. auch keinen Rotekappenträger mehr hat, der sich um eine Webseite kümmern kann (muss). Hier hilft dann auch kein Landesverband, der von Außen ein Webseitengerüst von der Stange für seine Vereine zur Verfügung stellt. Denn dann hat man im Zweifelsfall womöglich auch keine eigenen Leute mehr, die die Seite mit eigenem webseitenfähigen (!) Material füttern können. Eine 'just to have' Webseite ist kein Allheilmittel. Inhalte kann ein LV dann aber auch nicht noch für alle seine Vereine fortlaufend "erdienstleisten". Das wäre ein Profi-Fulltime-Job für ein größeres Team. So eine leere, tote Webseite wäre dann u.U. eher sogar kontraproduktiv. Maximal könnte man so etwas dann noch als semi-starre, reine Visitenkarte (zur Kontaktaufnahme) ins Netz stellen, maximal. In diesen Fällen, hier hast Du vollkommen Recht, ist dann natürlich ein - sehr viel einfacher zu erstellender - Facebookauftritt wirklich das Mittel der Wahl, das ist dann Die Lösung. Auf jeden Fall immer noch bedeutend besser als Nichts. Denn hier könnte wirklich jedes Mitglied den Auftritt seines Vereins fortlaufend mit Postings füllen, da braucht es dann auch kein "Fachpersonal" mehr. Das kann das Vereinsleben "beleben" und eine Außen-Sichtbarkeit bieten. Aber auch sowas muss gewollt-sein "gelebt" werden ... ... und bei einigen sehe ich den Umkipppunkt hier aber bereits lange überschritten, etliche haben es einfach viel zu lange ausgesessen, ganz nach der Devise "Augen zu, ignorieren, das wird schon wieder vorbeigehen". Erfahrungsgemäß wird natürlich auch der überhitzte Social Media-Hype ausbrennen und sich dann ein neues Gleichgewicht einstellen, aber weggehen wird da eben nichts mehr ;-) ... für diese gesellschaftlich und technisch abgehängten Vereinigungen hilft dann maximal nur noch eine Konsolidierung "aus dreivier (oder mehr) mach eins". Leider. So geht leider für unser Hobby sehr viel Wissen und Kompetenz verloren. Beste Grüße Thomas
Eric Scherer Am: 20.05.2025 15:13:12 Gelesen: 32820 # 277
@ TeeKay [#275] Da hast Du völlig recht. Die klassische Struktur mit zahlreichen Ortsvereinen ist de facto schon längst Geschichte. Es gibt zahlreiche Regionen in Deutschland, wo die Anreise zum nächsten Vereinsabend schon lange nicht mehr machbar ist. Hier stellen sich eine ganze Anzahl von Fragen. Am Ende steht dann nur noch die Frage, wie man ein einzelnes Mitglied "bei der Stange" halten kann und wie man einzelne Interessierte in Zukunft als Mitglieder gewinnen kann. Ein Punkt dabei ist die Frage der Offenheit und Attraktivität des verbliebenen Vereinslebens. Damit versuche ich mal, Deine Aussage in aller Kürze auf den Punkt zu bringen: "Wer nichts mehr zu berichten hat, berichtet auch nichts."
fdoell Am: 20.05.2025 16:44:03 Gelesen: 32781 # 278
Da die Frage, ob ein Webaufttritt für einen Verein oder eine ArGe sinnvoll ist oder nicht, immer wieder auf den Philaseiten aufpoppt, hier ein paar Gedanken dazu (Auszug aus einem meiner Vorträge von 2017 in Soest, vollständig unter (1) und (2) abrufbar): Möchte ein Verein / eine ArGe überhaupt mit "der Welt" kommunizieren? Dies wurde in den vorigen Beiträgen bereits thematisiert. Wenn ja, sollten m.E. die folgenden Fragen in den Köpfen der möglicherweise Aktiven besprochen werden: Überlegungen zu eher statischen und zu eher dynamischen (sich öfter und ggf. auch kurzfristig ändernden) Inhalten führen möglicherweise zu (auch) anderen Kommunikationsformen als einem Webauftritt (den man immer selbst aufrufen muss, was eine gewisse Eigenaktivität der Nutzer erfordert), nämlich Anwendungen, die eine Push-Benachrichtigung der Abonnenten ermöglichen (z.B. Facebook, Whats-App- oder Signal-Gruppen usw.). Auch das wurde bereits thematisiert. Letztlich bleiben das alles aber Internet-Anwendungen, die sich grundsätzlich von Print-Veröffentlichungen unterscheiden: Fazit: man/frau muss kommunizieren wollen, sonst gibt es gar keine Motivation, das Thema überhaupt anzupacken. Dazu braucht es Engagement und den Willen, andere für die grundsätzlichen Möglichkeiten unseres Hobbys oder auch für die ganz speziellen Themen einer Gruppierung begeistern zu wollen. Übrigens: wer noch gute Beispiele kennt, wie man/frau über das Internet philatelistische Inhalte an Sammler/innen und sonstige Interessent/innen bringen kann, kann sie gerne diesem Beitrag hinzufügen: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=20341. Gruss Friedhelm (1) https://arge-baltikum.de/assets/pdf/Web/2017_Internetauftritt.pdf (2) https://arge-baltikum.de/assets/pdf/Web/2017_Corporate_Design.pdf
TeeKay Am: 09.06.2025 09:57:18 Gelesen: 31378 # 279
Ein schönes Beispiel dafür, wie Websites den Außenauftritt eines Vereins völlig zerstören können, ist die Arge Russland. [1] Die hatte bis 2019 eine zwar technisch und grafisch veraltete Website, aber wenigstens Inhalte. [2] Vor fast sieben (!) Jahren entschied man sich, auf Wordpress zu wechseln, aber keine Inhalte zu übernehmen. [3] Und so ist der einzige Inhalt der Startseite, also dessen, was man als potenzielle:r Kund:in seit fast sieben Jahren als erstes sieht, Werbung für eine veraltete DVD mit Heft-Scans und unten stehender Text. Es wird auf der gesamten Website inkl. Unterseiten nicht einmal die Möglichkeit erwähnt, Mitglied zu werden. Keinerlei konkrete Informationen darüber, was die eigentlich machen und was ich dort als Mitglied erwarten kann. Lediglich allgemeines "Wir haben eine Zeitschrift, wir legen Literatur auf und haben eine Bibliothek." Die wenigen Unterseiten sind zur Hälfte leer und zeigen seit mehr als einem halben Jahrzehnt "Inhalte folgen" , weil sich bis jetzt niemand fand, der wenigstens mit Copy&Paste die alten Inhalte von 2018 übernimmt. Und ja, damit haben sie es total vergeigt. Ich kam zur Arge, weil ich bei Philabooks ein Buch der Arge zum Thema sowjetische Feldpost fand. Es war also nicht einmal die Arge selbst, die auf ihre Produkte hinwies, sondern ein externer Dienstleister. Wäre dort eine Website wie bei der Arge Baltikum, mit aktuellen Informationen und der Möglichkeit, sofort online Mitglied zu werden, hätte die Arge Russland ein Mitglied mehr. So lief es beim Baltikum bei mir auch. Aber bei dieser "neuen" Website stelle ich in Zweifel, ob die Arge überhaupt noch existiert. Als Kunde bin ich einfach zu faul, um dort ins Blaue hinein jemanden zu kontaktieren und gnädigst zu fragen, wie man Mitglied werden kann. Dafür ist mir das Thema viel zu unwichtig, das meine Sammelgebiete nur rudimentär streift. Aber es wäre mir wichtig genug gewesen, dafür ein paar dutzend Euro im Jahr auszugeben. Solange Vereinsvorsitzende einen solchen Außenauftritt für in Ordnung befinden, brauchen wir uns mit Zukunftskommissionen nicht befassen. Es gibt keine Zukunft für Organisationen, die geheimer agieren als ein Geheimdienst. "Die Homepage der ARGE Russland/UdSSR ist neu erstellt. Nach vielen Jahren in denen kontinuierlich Inhalte ergänzt wurden ist eine Komplexität erreicht worden, die mit den bestehenden technischen Möglichkeiten nicht mehr wartbar ist. Auch die Werkzeuge, mit denen die Webseite bedient wird entsprechen nicht mehr dem, was üblich ist und durch die unterschiedlichen Endgeräte (Smartphones, Tablets) gefordert wird. Leider ist eine direkte Übernahme der alten Webseite nicht möglich. Es würde erheblicher manueller Aufwand entstehen. Ich habe als Start mit den essentiellen Inhalten und Seiten begonnen: Impressum, Vorstand, Selbstbild. Die weiteren Seiten müssen nun Schritt für Schritt ergänzt (neu erstellt) werden. Ich suche daher nach ARGE Mitgliedern, die für entsprechende Abschnitte (z.b. die Vorstellung der Bereiche unter der ARGE Vorstellung) Seiten bearbeiten/erstellen wollen." [1] https://arge-russland.de [2] https://web.archive.org/web/20180318035636/http://arge-russland.de/ [3] https://web.archive.org/web/20181121204335/https://arge-russland.de/
Richard Am: 13.06.2025 09:41:10 Gelesen: 30905 # 280
BDPh Zukunftskommission: Ergebnis Mitgliederbefragung im Landesverband Norddeutschland (philatelie Juni 2025) - Im Herbst 2024 hat der Philatelistenverband Norddeutschland des BDPh (zu der Zeit noch aus drei Landesverbänden bestehend) seine Mitgliedsvereine zur aktuellen Situation befragt. Die Rückmeldungen vermitteln einen realistischen Einblick in das Vereinsleben im Norden – mit Lichtblicken, aber auch klaren Herausforderungen. 48 von 120 angeschriebenen Vereinen haben sich beteiligt, das entspricht einer Rücklaufquote von 40 Prozent. Erfasst wurden 1275 Mitglieder, rund 52 Prozent der Gesamtmitgliedschaft des Landesverbands. Vereinsgröße und Aktivitäten: große Unterschiede Die Zahlen zeigen ein heterogenes Bild: Der Durchschnittsverein zählt 26 Mitglieder, die Spanne reicht von 4 bis 96. Sieben Ortsvereine haben 11 Mitglieder oder weniger. Positiv: 536 Mitglieder gelten als aktiv – über 40 Prozent aller Mitglieder. Auch die Zahl der Aktivitäten variiert stark. Im Schnitt organisieren die Vereine 13 Tauschtreffen oder Stammtische pro Jahr – doch während einige bis zu 50 Treffen durchführen, finden in anderen keinerlei Veranstaltungen mehr statt. 19 Vereine führen außerhalb der Stammtische und Tauschtreffen keine Vereinsaktivitäten mehr durch. Insgesamt werden 91 Großtauschtage im Verbandsgebiet organisiert – 23 Vereine führen keine (mehr) durch. Diese Zahlen zeigen: Es gibt engagierte Vereine mit regelmäßigem Austausch – aber auch viele mit nur noch begrenzten Aktivitäten. Manche bestehen nur noch formal. Einige haben bereits signalisiert, dass sie in den kommenden Jahren nicht weitergeführt werden können. In Hamburg und Umgebung wächst hingegen das Interesse an Zusammenarbeit. Ausstellungen und Nachwuchs: kaum präsent Die Beteiligung an Ausstellungen spielt in vielen Vereinen keine Rolle mehr. Es fehlen Mitglieder, die bereit oder in der Lage sind, ihre Sammlungen öffentlich zu zeigen. Es mangelt an Knowhow und Unterstützung bei der modernen Ausstellungsgestaltung. Immerhin: Zwölf Vereine haben Interesse an Schulungen zum Sammlungsaufbau bekundet – ein Ansatz zur Gewinnung neuer Aussteller. Das Interesse an Sonderschauen ist inzwischen größer als an Wettbewerbsausstellungen. Die Jugendarbeit wird als schwierig erlebt. Fast alle Vereine haben keine jugendlichen Mitglieder und keine Ideen oder Angebote, dies zu ändern. Frühere Versuche verliefen oft im Sande. Aufgaben des Landesverbands Gewünscht wird eine bessere Kommunikation – per E-Mail, Newsletter und als Drucksache. 18 Vereine möchten, dass auch ihre Mitglieder direkt informiert werden. Die Organisation von Messen und Börsen wird als zentrale Aufgabe gesehen. Die Homepage des Verbands ist ein wichtiger Informationskanal – 29 der 48 antwortenden Vereine haben keine eigene Website, einige wünschen sich dabei Unterstützung. Was sich die Vereine konkret wünschen Die Umfrage zeigt viele konstruktive Vorschläge und Veränderungsbereitschaft: • Mehr Mittel für Öffentlichkeitsarbeit: Einige wären zu höheren Beiträgen bereit, wenn gezielte Öffentlichkeitsarbeit betrieben wird. • Zentrales Werbematerial/Marketing: Banner, Notizblöcke, Flyer, Hinweisschilder. Acht Vereine wünschen Hilfe beim Aufbau einer eigenen Homepage. • Bibliotheken fördern: Vorschläge reichen von „Soli-Beiträgen“ bis zu Spendenaktionen. • Digitale Schulungen: Etwa zur Gestaltung von Sammlungsblättern oder zum Umgang mit Webseiten und sozialen Medien. • Mehr Austausch zwischen Landesverband und Vereinen: Bessere Information über Veranstaltungen, engere Abstimmung und mehr Vernetzung. • Präsentationsmöglichkeiten: Kleinere Vereine möchten sich bei zentralen Veranstaltungen stärker präsentieren. Kritik an der Deutschen Post Häufig genannt wurden: • Die kaum noch überschaubare Flut an Neuausgaben, • mangelhafte Qualität der Rundstempel, • hohe Kosten bei Sonderaktionen und Stempelveranstaltungen. Fazit: Zwischen Erhalt und Erneuerung Die Umfrage zeigt ein breites Spektrum – von stabilen, aktiven Gruppen bis hin zu kaum arbeitsfähigen Strukturen. Die Herausforderungen sind bekannt: Überalterung, fehlender Nachwuchs, geringe Sichtbarkeit. Doch ebenso sichtbar sind Engagement, Ideen und Gestaltungswille. Der Philatelistenverband Norddeutschland nimmt diese Ergebnisse ernst. Die Umfrage ist nicht nur eine Bestandsaufnahme, sondern ein klarer Auftrag zur besseren Unterstützung der Ortsvereine (ausführliche Ergebnisse unter http://www.bdph.de/der-bdph/zukunftskommission). Wir werden in den kommenden Monaten gemeinsam mit den Vereinen konkrete Schritte umsetzen: bessere Kommunikation, stärkere Vernetzung, Unterstützung bei Digitalisierung und Werbung und hoffentlich auch neue Angebote für Einsteiger und Aussteller. Erste Schritte sind der Versand der neuen Landesverbandsnachrichten an alle Vereinsmitglieder und unsere neue moderne Homepage, die in Kürze online geht. Holger Rudolf Evers, Vorsitzender Philatelistenverband Norddeutschland e.V. (Nachveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des BDPh Bundesvorstands)
Richard Am: 28.06.2025 09:39:56 Gelesen: 29804 # 281
Möglicher Ansatz zur Mitgestaltung: Ein Beirat der Arbeitsgemeinschaften (BDPh / Alfred Schmidt // Kirsten Schönherr / philatelie März 2025) - Die Arbeitsgemeinschaften (ArGen) stellen eine wichtige Säule der deutschen Philatelie dar – mit rund 110 spezialisierten Gruppen, die sich intensiv mit bestimmten philatelistischen Themen beschäftigen, bereichern sie das Vereinsleben des BDPh. Aufgrund der aktuellen Situation, etwa infolge der Auflösung des VPhA, fehlt jedoch eine direkte Interessenvertretung innerhalb des Verbands. Ein häufiger Wunsch der Arbeitsgemeinschaften ist es, hier Veränderungen anzustoßen. Als denkbarer Ansatz könnte die Einrichtung eines Beirats der Arbeitsgemeinschaften in Betracht gezogen werden – ein Vorschlag, der beim ArGe-Treffen 2024 in Ulm zur Sprache kam. Dieser Beirat könnte als Plattform dienen, um den ArGen eine Stimme zu verleihen und ihre Anliegen in die Entscheidungsprozesse des BDPh einzubringen. Vorstellbar wäre, dass der Beirat aus vier bis sechs gewählten Vertretern besteht, die verschiedene Interessensbereiche abdecken. Zudem könnten aus ihrer Mitte ein Sprecher und ein Stellvertreter bestimmt werden, die als Schnittstelle zwischen den Arbeitsgemeinschaften, dem Vorstand und dem Verwaltungsrat fungieren. Weshalb könnte ein solcher Beirat sinnvoll sein? Die Arbeitsgemeinschaften arbeiten bislang weitgehend eigenständig und treffen sich meist nur einmal im Jahr zum Austausch. Es wäre denkbar, dass künftig der BDPh die Organisation dieser Treffen übernimmt – vielleicht in Abstimmung mit dem Beirat, vielleicht regelmäßig anlässlich der Messe in Ulm? Die zahlreichen gemeinsamen Interessen der ArGen, die bisher nicht systematisch vertreten wurden – auch, weil nicht alle ArGen Mitglied im VPhA waren – könnten auf diesem Wege besser zur Geltung kommen. Unterschiede zwischen den verschiedenen phil­atelistischen Richtungen, etwa zwischen Postgeschichtlern und thematischen Sammlern, ließen sich dabei ebenso berücksichtigen wie das Bestreben, ein gemeinsames Verständnis zu fördern und alle ArGen direkt in die Verbandsarbeit einzubinden. Mitgestalten und Ideen einbringen! Interessierte Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften sollen hiermit aufgerufen werden, sich für eine Mitarbeit in diesem Gremium anzumelden. Dabei müssten es nicht zwingend die Vorsitzenden der ArGen sein – wichtig sind Persönlichkeiten, die ihre jeweilige Gruppe und deren Interessen vertreten und aktiv mitarbeiten möchten. Anschließend sollte eine Wahl durch die ArGen erfolgen. Darüber hinaus könnte nach einer erfolgreichen Etablierung eines solchen Gremiums zu einem späteren Zeitpunkt gegebenenfalls diskutiert werden, ob es in geeigneter Form auch in der BDPh-Satzung Aufnahme finden sollte. Sofern sich ArGe-Mitglieder für eine Mitarbeit in einem Beirat interessieren, können sie sich bis etwa Ende Mai 2025 per E-Mail unter zukunftskommission@bdph.de melden. Wir hoffen, dass dieser Gedanke zu einer Diskussion beiträgt und möchten die ArGen herzlich bitten, sich zu beteiligen. Zukunftskommission des BDPh, Alfred Schmidt / Kirsten Schönherr
filunski Am: 28.06.2025 13:49:11 Gelesen: 29710 # 282
@ Richard [#281] Hallo zusammen, dazu mal meine ganz persönliche, nicht unbedingt repräsentative Meinung als langjähriges und aktives Vorstandsmitglied in mehreren ArGen und auch weiteren Vereinen, sowie einer Stiftung. Noch ein weiterer "Beirat", Arbeitskreis oder wie immer man das Kind auch taufen möchte. Ich kann es bald nicht mehr hören, dieses überwiegend sinnlose und zu keinen Ergebnissen führende "Gelaber" (wer den Begriff nicht kennt, hier die "Übersetzung": seichtes Gerede, törichtes Geschwätz) der erneuten sog. "Zukunftskommission". Das ist genauso wie in der hohen Politik, alle sind sich einig, es muss was geschehen, so geht es nicht weiter. Absichten werden bekundet und viele "schlaue" und mahnende Worte fallen, aber tatsächlich passieren tut NICHTS! Auch ein solcher "Beirat" ist wieder nur eine weitere Instanz zur "Verkomplizierung" (wieder noch mehr Bürokratie!) und zum Produzieren weiterer, dann ja doch kaum, nie oder nur halbherzig durchgeführter Maßnahmen. Die Mitglieder (die natürlich auch möglichst "BDPh-konform" sein müssen, auch wenn dies natürlich niemand aus der Führungsetage des BDPh je zugeben würde, erinnert ihr euch an den Fall Eric Scherer? ;-)) dieses Beirats sollen sich dann wieder aus den eh schon kaum mehr zu findenden ArGe Vorständen rekrutieren, die meist mit ihrer ArGe-eigenen Arbeit ausgelastet genug sind. Super Idee! In meinen Augen wieder nur ein weiterer Versuch des sich Windens und krampfhaften Ablenkens um nur ja nicht an den längst nicht mehr zeitgemäßen Strukturen und der überkommenen Organisationform des BDPhs mit seinem Beirat, Stiftung, Landesverbänden und was nicht noch alles, zu rütteln und noch möglichst lange (was so lange nicht mehr sein wird) unverdrossen festzuhalten. "Es wäre denkbar, dass künftig der BDPh die Organisation dieser Treffen übernimmt" (ArGe-Treffen/Mitgliederversammlung) Bitte nicht, wir als ArGe organisieren das selbst und benötigen dazu keinen BDPh der uns da "dreinpfuscht". Das klappt seit Jahrzehnten wunderbar. Auch ist Ulm (die einzig verbliebene große Messe) zumindest für uns nicht die dafür geeignete Veranstaltung, da findet soviel statt, dass zumindest unser Vorstand keine Kapazitäten auch noch für ein mit daran "angeklebtes" ArGe-Treffen hat und so, kann ich mir zumindest vorstellen, geht es auch anderen. Außerdem ist die "Ablenkung" durch eine so große Messe für unsere Mitglieder viel zu stark/interessant, um dann da auch noch Zeit für solch ein Treffen abzuzweigen. Wir als ArGe haben uns bisher immer selbst geholfen, unsere Angelegenheiten alleine geregelt (egal was) und sind damit immer gut gefahren und brauchen dazu auch keinen BDPh. Dies die Gedanken eines tragenden Vorstandsmitglieds der zweitgrößten ArGe im BDPh. Grüße, Peter
christel Am: 28.06.2025 14:33:58 Gelesen: 29686 # 283
@ filunski [#282] Mein lieber Peter. Dein gerade hier veröffentlichter Beitrag geht einem (zumindest mir!) herunter wie Öl. Die meisten Versuche der vergangenen Jahre, mit den ARGE'n und auch Ortsvereinen wirkliche, weitreichende Zusammenarbeit zu arrangieren, waren bereits im Vorfeld nur "halbseidene und verschleiern Ansätze" oder in einer eventuellen Phase der Umsetzung verlief es mal wieder im Sande. Es ist schön diese Zeilen von einem Gilde-Mitglied zu lesen. Vielleicht sollten sich die "großen" ARGE'n zusammenraufen (unbedingt jedoch die "Kleinen" nicht vergessen), vielleicht sollt schon ein Schulterschluss mit den anderen Mitgliedern des "Bücherringes" zum Aufrütteln in Sicht auf eine gute Zukunft der "organisierten" (und nicht "organisierten") Philatelie ein guter Anfang sein. Ich hoffe auch einige weitere Leser haben den Mut sich zu äußern. Aber nochmals an dich, Peter, danke für dem Mut deiner Stellungnahme. Liebe Grüße von der Christel von der Post. Nebenbemerkung: Zum Glück brauchen sich ja die ARGE'n zu dem Aufruf in [#281] ja nicht mehr zu äußern, die Frist war ja viele Wochen vor Veröffentlichung hier, bereits abgelaufen.
TeeKay Am: 28.06.2025 21:32:38 Gelesen: 29571 # 284
Das Schöne am Beirat dürfte sein, dass er keinerlei Änderungsmöglichkeiten hätte, keinerlei Stimmrechte auf der HV, sondern wie Peter sagte, wäre er nur ein Produzent seichten Geredes. Läuft halt so nebenbei, darum ja Beirat. Seit dem ersten Beitrag in diesem Thread vergingen bald zwei Jahre. Dafür, dass der BDPh jährlich irgendwas zwischen 5% und 10% Mitglieder verliert, ist das ein faszinierendes Arbeitstempo, das jedem das Gefühl geben muss, dass möglichst nichts verändert werden soll - schon gar nichts, was dem Ernst der Lage angemessen wäre. Vermutlich ist der Verlust gerade noch klein genug, dass er als nicht bedrohlich wahrgenommen wird. Bei einer Arge-Mitgliederversammlung während der Messe würde ich auch nicht kommen, selbst und gerade, wenn ich zur Messe anreiste. Da gab ich schließlich viel Geld und Zeit aus, um zur Messe zu fahren, und nicht um HV-Versammlungen beizuwohnen, die inzwischen seit zwei Jahren auch hybrid/rein digital durchgeführt werden können. Da müsste das Messewochenende schon auf eine Woche ausgedehnt werden, um die Treffen vor und nach der Messe zu veranstalten. Die dürften ja auch nicht alle zeitgleich stattfinden, da vermutlich viele Mitglied in mehreren Argen sind. Wie könnte echte Hilfe im 21. Jahrhundert aussehen? Hätte die BDPh-Organisation in irgendeiner Form verstanden, dass die Zukunft der Philatelie deutlich anders aussehen wird als die Gegenwart (der organisierten Philatelie), dann wäre ein vernünftiger Vorschlag z.B. gewesen, Hilfestellung bei der Organisation einer hybriden oder digitalen HV zu leisten, um den Austausch der weit verstreut lebenden Mitglieder zu fördern. Da hätte man schauen können, dass man ein Sonderangebot für Massenabnahme eines professionellen Videokonferenzsystems bekommt, das man dann den dutzenden angeschlossenen Vereinen anbietet, um künftig Vereinstreffen professionell hybrid durchzuführen. Kostenpunkt ist da schnell fünfstellig. Da wären Videoschnittvorlagen und Handlungsleitfäden erstellt worden, damit Aufzeichnungen virtueller Vereinstreffen professionell und publikumswirksam bei Youtube erscheinen können. Oder man hätte einen Dienstleister organisiert, der pauschal vom BDPh bezahlt Schnitt und Publikation übernimmt, nachdem man ihm die Rohaufnahme zukommen lässt. Da wäre eine Publikations- und Distributionsplattform für digitale Rundbriefe entstanden, damit die " zahlreichen gemeinsamen Interessen der ArGen, die bisher nicht systematisch vertreten wurden [...] auf diesem Wege besser zur Geltung kommen". Da hätte man eine Mitgliederverwaltung des 21. Jahrhunderts eingekauft, die es ermöglicht, dass Neumitglieder sich auf den Webseiten der Vereine digital anmelden, mit modernen Zahlmethoden sofort bezahlen und die auf der Publikationsplattform abgelegten Medien sofort freigeschaltet bekommen. Der jährliche Mitgliedsbeitrag würde jährlich vollautomatisch eingezogen, der BDPh-Beitrag automatisch abgeführt und die Buchhaltung vollautomatisch durchgeführt werden. Oder man macht einen Stuhlkreis auf, der auf gar keinen Fall solche Ideen gar als Forderung aufwerfen könnte. Dass der BDPh diesen Vorschlag nicht schon im Mai selbst hier publizierte, spricht für mich Bände. Es gab da OFFENSICHTLICH keinerlei echtes Interesse, dass sich Arge-Mitglieder melden. Auf der BDPh-Website erschien der Aufruf zum Melden auch nicht. Im BDPh-eigenen Forum fiel das Wort Beirat das letzte Mal 2012.
opti53 Am: 28.06.2025 22:21:09 Gelesen: 29543 # 285
@ TeeKay [#284] Hallo TeeKay, als Schatzmeister eines lokalen Vereins könnte ich mich für den zweiten Abschnitt mit der Mitgliedervervaltung des 21. Jahrhunderts richtig begeistern. Hoffen wir halt mal, dass das noch was wird. Viele Grüße Thomas
nagel.d Am: 29.06.2025 10:32:11 Gelesen: 29393 # 286
@ TeeKay [#284] Ich kann deinen Worten nur zustimmen. Und jetzt kommt aber das große ABER. In der einen ARGe, in der ich Mitglied bin und in diesem Jahr ihr 50-jähriges bestehen feiert, hatten wir per Mailkkonferenz (ja richtig gelesen) entschieden, unsere HV zusammen mit einer Feier und einem Stand in Ulm zusammen zu veranstalten. Bei entsprechender Organisation funktioniert das auch. Ich muss allerdings dazu sagen, daß diese Arge nur 15 Mitglieder hat und für die Standbesetzung zu 95 % alle Mitglieder eh in Ulm dann vor Ort sind, ergo das eine mit dem anderen verbunden wurde. Sitzungen werden in dieser ARGE nach Essen sowieso aufgrund der Erfahrung seit Corona digital abgehalten.
philamueller Am: 29.06.2025 14:57:00 Gelesen: 29282 # 287
@ TeeKay [#284] Technisch ist eine digitale JHV z.B. per Zoom leicht zu machen. Mit Zeitbegrenzung auf 40 Minuten kostenlos, sonst ca. 150 € im Jahr, aber oft hat ein ArGe Mitglied schon eine Lizenz. ArGe-Mitglieder kommen heute meistens mit Internet klar, aber für so eine Besprechung brauchen viele noch Hilfe und die eigene Kiste mit Belegen, kann man dort nicht mitbringen. Wo bekommt man die Mitgliederverwaltung des 21. Jahrhunderts für einen Verband mit ArGen und Ortsvereinen und wer übernimmt die nicht ganz einfache Rechteverwaltung?
Klesammler Am: 29.06.2025 17:47:29 Gelesen: 28956 # 288
Hallo zusammen, ich habe irgendwie den Eindruck, daß hier Leute Beiträge erstellen, die in einer Phantasiewelt leben. Die ab [#282] geäußerten Meinungen sind größtenteils fernab jeglicher Realität. Die JHV-Teilnehmer der 4 Argen, in denen ich Mitglied bin, möchten sich mit Gleichgesinnten treffen, Sammlungen und Belege zeigen, miteinander plauschen und auch Dinge ansprechen, die außerhalb der Philatelie liegen. Mit anderen Worten: ein entspanntes Wochenende in Gesellschaft verbringen. Die Schreiber, die die genannten Dinge rein internetmäßig abwickeln wollen, scheinen jüngeren Jahrgängen anzugehören und haben offensichtlich keinen Einblick in die Interna ihrer Arge. Wenn das so wäre, wüßten sie, daß besonders ältere Sammler oft nicht internetaffin sind und die Hilfe von Kindern oder Enkeln benötigen. Ich kenne einige Personen, auf die das zutrifft. Sie wüßten bei Einblicken auch, daß viele Sammler keine Email-Adresse haben und mitunter auch keine Tel-Nr. registriert ist. In meiner Heimat-Arge gibt es eine handvoll Mitglieder, die Preisgabe von so etwas ablehnen und nur schriftlich erreichbar sind. Die Idee einer digitalen JHV ist zwar nicht schlecht, aber ich bezweifle, daß für e.V. Abstimmungen ohne Präsenz zulässig sind. Schließlich müssen für Einträge im Vereinsregister einige analoge Dokumente beigebracht werden. Wie üblich wird hier auf den BDPh und regionale Verbände eingedroschen, ohne zu bedenken, ob Veranstaltungen wie die Weltausstellung 2023 in Essen ohne die möglich wären. Mit der Zukunftskommission wurde immerhin versucht, auf Wünsche von Argen und Vereinen einzugehen. Von den Argen haben sich letztes Jahr allerdings nur etwas mehr als 20% an der Umfrage beteiligt. Bei der Präsentation der Ergebnisse waren letztes Jahr in Ulm so viele Personen anwesend, daß man kurzfristig in einen größeren Raum wechseln mußte. Frank Blechschmidt, dem für Mitglieder, Vereine und Argen zuständigen Vorstandsmitglied, wurden mehrere Hausaufgaben mitgegeben. Ein zweiseitiges Schreiben mit dem Sachstand wurde hier anderer Stelle vor einiger Zeit veröffentlicht. Mit meinem Beitrag habe ich nur einige Dinge aus den vorigen Beiträgen angesprochen. noch einen schönen Restsonntag wünscht Dieter
Klesammler Am: 29.06.2025 17:52:43 Gelesen: 28952 # 289
Ein wie auch immer genanntes Gremium als Dach für die Argen wurde bei unserer heutigen JHV heftig abgelehnt. Dieter
TeeKay Am: 29.06.2025 19:07:53 Gelesen: 28909 # 290
@ Klesammler [#288] Abstimmungen ohne Präsenz sind seit 3 Jahren zulässig, das BGB wurde entsprechend geändert. Wir sind hier in einem Thread, dessen Titel das Wort "Zukunft" enthält. Was du beschreibst, ist die aussterbende Gegenwart, die uns in der Zukunft nicht retten wird. In deiner Gegenwartsrealität mögen sich bei der HV vier Mann treffen, die nett quatschen und ein bissel tauschen wollen. Das ist die Vorgehensweise, die uns die aktuelle Realität bescherte. Ist es wahrscheinlich, dass bei der unveränderten Fortsetzung dieser Realität eine Zukunft entsteht? Wohl kaum, darum gibts ja seit 20 Jahren diverse Zukunftskommissionen. Als Unternehmer schaue ich mir nicht an, wie ich meine 4 Bestandskunden glücklich halten kann, sondern wie ich aus den 83 Mio Deutschen Kund:innen gewinne, die bislang nicht kaufen. Wenn ich dabei die vier Bestandskunden glücklich halten kann, gut, wenn nicht, kann ich mit deren Unzufriedenheit leben, wenn ich dafür 400 Neukund:innen gewinne. Deine Realität ist exklusiv, ausschließend, nur wer durch Deutschland reist, darf teilnehmen oder einen Livestream mieser Qualität von einer 20 Euro Webcam anschauen. Meine Zukunftsvision ist inklusiv. Keinem Menschen aus deiner Realität wird etwas weggenommen, wenn das Treffen in einem vom BDPh mit modernster Konferenztechnik eingerichteten Raum (Wär toll, wenn es dafür ein extra Haus gäbe, lasst es uns Haus der Philatelie nennen) stattfände. Die vier können quatschen, tauschen, abstimmen. Was aber zusätzlich in meiner Vision geschähe, wäre die Teilnahme von Klaus, der auf Dienstreise in den USA ist. Und von Ulla, die nach Kirkenes auswanderte. Und Heinrich, 95, der sein Haus nicht mehr verlassen kann und sich vom Urenkel das iPad einrichten ließ, um mit dabei zu sein, so wie früher. Den lasst ihr derzeit einsam zuhause sterben, obwohl er gern weiter Teil der Gemeinschaft wäre. In meiner Realität kann Ulla Belege vor ihr Macbook M4 legen, auf einen Knopf drücken und die Kamera zeigt nicht mehr sie, sondern den vor dem Computer liegenden Beleg. Entzerrt, gedreht, alles automatisch. In meiner Realität findet die HV in einem Raum statt, dessen Richtmikrofone unabhängig von der Sprecherposition die Stimme so klingen lassen, als spräche die Person direkt ins Mikro. In meiner Realität ist der Raum ausgestattet mit einem Kamerasystem bestehend aus einem halben Dutzend Kameras, das nicht nur automatisch den Sprecher fokussiert, sondern KI-gesteuert die Kameraführung automatisch abwechslungsreich gestaltet, damit auch mehrstündige Konferenzen nicht stets die selbe Perspektive zeigen. In meiner Realität holt Dieter sein Tauschalbum raus (das keinen Schrott enthält, der endlich weg muss, sondern Material, von dem klar ist, dass es Abnehmer:innen finden wird), legt es unter die an der Decke montierte Dokumentenkamera und blättert durch. Die Kamera nimmt in 4K auf, fokussiert, zoomt, schneidet, entzerrt und entfernt Spiegelungen automatisch, so dass alle anderen nur exakt das Tauschalbum in bestmöglicher Qualität sehen. Das ganze wird sofort aufgenommen, vom Dienstleister geschnitten, im Intranet hochgeladen, damit Jason aus Neuseeland sich die Tauschalben anschauen kann, sobald er wach wird. Per Chat können alle Teilnehmenden ihnen genehme Belege auswählen. Die werden im Haus der Philatelie sofort dem Sekretariat übergeben, das die Belege verpackt und abschickt. Von der ganzen Konferenz gibt es eine Aufzeichnung und Transkription, die ins Intranet-Archiv kommt. Thematische Vorträge werden taggleich vom Dienstleister gut geschnitten, betitelt, untertitelt und mit catchigem Thumbnail bei Youtube hochgeladen. Dank mitgelieferter Untertitel kann Youtube nahezu perfekte Übersetzungen automatisch generieren, so dass die Videos weltweit ausgespielt und gesehen werden. Am Abend oder nächsten Morgen geht eine Mail an alle Mitglieder mit einer KI-generierten mehrseitigen Zusammenfassung des Treffens und Links zu den Videoaufzeichnungen. Besprochene ToDos kommen ins vereinseigene Wiki, auf dass jeder daran mitwirken kann. Der thematische Vortrag wird mittels KI in einen einseitigen, einen zweiseitigen und einen dreiseitigen Artikel zusammengefasst. Der dreiseitige kommt in den eigenen Rundbrief und auf die Website, der zweiseitige wird anderen Argen angeboten, für die das Thema interessant sein könnte, die Ein- und Zweiseiter werden Fachzeitschriften angeboten. Klingt alles wie Science Fiction, ich weiß. Aber das ist meine Realität. Und all das könnte stattfinden, ohne dass dir etwas von deiner Realität weggenommen würde. Was denkst du, würde der Philatelie in der Zukunft zuträglicher sein? Deine Realität oder meine Vision, für deren Umsetzung es nur ein anderes Mindset und ein paar zehntausend Euro jährlich braucht. Ich kann das Gerede vom nichtinternetaffinen Sammler ohne Mailadresse und Computer nicht mehr hören. Wer sich als Organisation an denen ausrichtet, kann sich gleich mit einsargen. " Wie üblich wird hier auf den BDPh und regionale Verbände eingedroschen, ohne zu bedenken, ob Veranstaltungen wie die Weltausstellung 2023 in Essen ohne die möglich wären." Das bedenke ich täglich. Und weil ich davon überzeugt bin, dass die Strukturen ohne signifikante Reformen 2048 für die nächste IBRA nicht mehr existieren werden, kritisiere ich die Bräsigkeit der Verantwortlichen, so gut und oft ich kann. [Redaktionell ergänzt: Bräsigkeit: "auf eine dickfellige Art unflexibel. Herkunft: aus dem Niederdeutschen; eigentlich kräftig, wohlgenährt. Besonders norddeutsch: nicht imstande, sich auf etwas einzustellen; dickfellig."]
Klesammler Am: 29.06.2025 19:17:02 Gelesen: 28901 # 291
Hallo TeeKay,

du magst Unternehmer sein, aber besonders dein letzter Satz ist unerträglich arrogant. Punkt.
Stefan Am: 29.06.2025 20:50:49 Gelesen: 28839 # 292
@ Klesammler [#288] Die Schreiber, die die genannten Dinge rein internetmäßig abwickeln wollen, scheinen jüngeren Jahrgängen anzugehören und haben offensichtlich keinen Einblick in die Interna ihrer Arge. Wenn das so wäre, wüßten sie, daß besonders ältere Sammler oft nicht internetaffin sind und die Hilfe von Kindern oder Enkeln benötigen. Ich kenne einige Personen, auf die das zutrifft. Etwas überspitzt bzw. sehr überspitzt formuliert, da derartige Formulierungen immer mal wieder gern als ansatzweise "k.o."-Kriterium gebracht werden: wenn wir jetzt noch zehn oder 15 Jahre warten, bis das Gros dieser Altersgeneration (heute meist vermutlich 75 + X Jahre) einfach altersbedingt mehrheitlich nicht mehr unter den Lebenden weilen wird, benötigt der BDPh als Bundesverband auch keine Reformen mehr, weil sich dieser gleich mangels ausreichender Mitgliederzahl mit beerdigt werden kann. Sorry, dass Internet ist seit ca. 25 Jahren für die breite Mehrheit der Bevölkerung allgemein zugänglich. Wer vor 20 oder 25 Jahren bzw. in der Zeit danach mit damals +/- 50 bis 55 Jahren den damaligen Sprung in das Internet nicht geschafft hat und es heute aus privaten Gründen einfach nicht mehr möchte, dem ist dahingehend nicht zu helfen (und gedanklich ein Haken dahinter). Die Generation "Silversurfer" (auch alles Ruheständler) sollte allerdings darunter nicht allzu sehr "leiden" müssen. Ich kenne genügend Rentner im privaten Umfeld, die sich fleißig online betätigen und sei es "nur" quer durch das Internet zu surfen, bei Bedarf online bestellen, Emails lesen und natürlich - wer mag - die sozialen Netzwerke (whatsApp mal jetzt nicht mit dazugezählt, da kommt vielleicht noch eher dazu, dieses Programm zu nutzen). Irgendwann sollte in Deutschland der Kipppunkt erreicht sein, dass mehr Leute 65+ online als offline unterwegs sind (wenn dieser Punkt nicht zwischenzeitlich bereits erreicht wurde). Fazit: Ich sehe daher das Thema Onlinepräsenz nicht obligatorisch als k.o.-Kriterium um Reformvorschläge auszubremsen. Es ist zugegebenermaßen schwer, es allen recht machen zu wollen. Irgendwann geht es nicht mehr und man muss sich grundsätzlich für eine Richtung entscheiden. Gruß Stefan P.S.: ich nehme pro Jahr normalerweise auch an mindestens einer Jahreshauptversammlung einer ArGe und mindestens an einer Messe teil, eine weitere ArGe organisiert einmal im Monat online einen "Stammtisch". Natürlich ist vor Ort das gemeinsame Treffen und Miteinander besser. Dennoch sollte man sich dem Thema Internet nicht gänzlich verschließen. P.P.S.: kurz nach dem Brexit gab es eine Untersuchung mit der Feststellung, dass die Befürworter des Bexit statstistisch mehrheitlich noch eine Lebenserwartung von durchschnittlich 15 Jahren hätten. Das Ergebnis ist bekannt, die britische Wirtschaft taumelt seither und kommt nur schwer wieder auf die Beine. Im Nachgang wäre es wirtschaftlich sinnvoller gewesen, wenn die Briten Teil der EU geblieben wären.
nagel.d Am: 29.06.2025 21:36:45 Gelesen: 28795 # 293
@ Klesammler [#288] In meinen ARGen in denen ich Mitglied bin geschieht vieles per Mail, entsprechende Corona-Regelungen wurden beibehalten, was nicht ausschließt, dass man sich nicht mehr trifft. Vieles davon läuft parallel. Ein Teil der Sammlerkollegen aus den ARGEn sind oft in verschiedenen ARGEn somit ist die Zahl der Treffen entsprechend größer und die Wahrscheinlichkeit, daß ein persönliches Gespräch stattfindet, entsprechend größer. Somit ist das Ergebnis, daß das Eine das Andere nicht ausschließt bzw. verdrängt.
Klesammler Am: 29.06.2025 22:48:04 Gelesen: 28754 # 294
@ Stefan [#292] Hallo Stefan, wir vom Vorstand einer Arge können und wollen die "langsamen" nicht ausgrenzen. Die Forderungen von TeeKay, im Prinzip alle Vorgänge ins Internet zu verlagern, würden darauf hinauslaufen. Ich war im letzten Jahr auf 6 mehrtägigen Veranstaltungen und dieses Jahr sind auch 6 eingeplant. Dazu mehrere Regionaltreffen und dergleichen. Ich möchte den persönlichen Kontakt zu Freunden und Bekannte nicht missen und daher sind rein virtuelle Treffen für mich und viele andere ein Schreckgespenst. viele Grüße Dieter
filunski Am: 29.06.2025 23:05:22 Gelesen: 28750 # 295
@ Klesammler [#288] @ TeeKay [#290] Guten Abend Dieter und Thomas, ihr bringt beide in euren Beiträgen viele wichtige und wertvolle Punkte die berücksichtigt werden sollten und müssen. Die Beschreibungen von Dieter [#288] sind mir durchaus vertraut und ich kenne dies und die dazugehörigen Argumente auch aus meiner ArGe, aber, und Dieter jetzt bitte nicht "auf den Schlips getreten fühlen" und es auch nicht als Arroganz sehen, das ist nicht der entscheidende Punkt um den es hier geht, die ZUKUNFT. Die geschilderte Realität in vielen ArGen und Vereinen ist letztes Jahrhundert und so sehr viele von uns (auch ich selbst zähle mich dazu) diese Zeiten lieben und denen vergeblich nachtrauern, müssen wir, wenn wir zukunftsorientiert arbeiten wollen, nicht unbedingt davon Abschied nehmen, aber den Blick nach vorne richten und heutige, moderne Möglichkeiten zum Nutzen und Vorteil aller zulassen. Dies hat leider auch die Führungsetage des BDPh bislang nicht begriffen, oder lässt es zumindest nicht erkennen. Wie das funktionieren könnte und was für Möglichkeiten es gibt, zeigt recht eindrucksvoll und auch kein bisschen arrogant, Thomas in seinem für viele wahrscheinlich wie eine Utopie klingenden Beispiel [#290] von dem ich mir wünschte, dass sich auch die sog, "Zukunftskommission" des BDPh dies mal durchliest. Wenn es sein muss auch mehrmals. Das ist auch alles gar nicht utopisch, sondern heutzutage in zukunftsorientierten Betrieben und Unternehmen "state of the art" (= aktuelle Technologie/Verfahren). Wie Thomas auch ganz richtig darstellt müssen dabei auch die "Älteren" nicht abgehängt werden. Man muss sich nur mental dazu bereit erklären und es einfach mal versuchen. ;-) Geschieht dies nicht, dann trifft genau das zu was Stefan [#292] schreibt "...benötigt der BDPh als Bundesverband auch keine Reformen mehr, weil dieser gleich mangels ausreichender Mitgliederzahl mit beerdigt werden kann". So wird es auch kommen da bislang die bereits vor vielen Jahren von der damaligen Zukunftskommission, die diese Bezeichnung noch verdient hatte, erarbeiteten Vorschläge weder umgesetzt, geschweige denn auch nur im Ansatz Ernst genommen wurden. Der Geist der damaligen "Betonköpfe" die die Erkenntnisse und Vorschläge dieser damaligen Kommission so schnell wie möglich unter den Teppich gekehrt haben, regiert im BDPh leider immer noch. Mein lieber BDPh-Vorstand, SO WIRD DAS NICHTS! Wir alle, der Generation 60+, sollten lieber heute als morgen mal anfangen auf Stimmen und Expertisen von Leuten wie Teekay zu hören, oder wenigstens zuzuhören. ;-) Beste Grüße, Peter
dietbeck Am: 30.06.2025 05:32:46 Gelesen: 28687 # 296
@ Klesammler: Was Teekay beschreibt, bitte richtig lesen. Es ist durchaus möglich Treffen mit physikalischer Präsenz und parallel digital zu machen. Das ist heute absolut kein Hexenwerk mehr. Insofern werden eben (noch) Gegenwart, wie auch Zukunft (die in vielen Bereichen längst Realität ist) miteinander verbunden. Wer ein Interesse hat auch jüngere Mitglieder in Vereinsstrukturen zu holen wird nicht umhin kommen, diese Zukunft zu realisieren. Alles andere ist Utopie. Briefmarken dürfen in modernen Zeiten nicht das Image des "Althergebrachten" zementieren, wenn das Hobby weiter leben soll. Digitale Möglichkeiten müssen genutzt werden. DIe Digitalisierung aller Lebensbereiche wird weiter voranschreiten (ob man das nun mag oder nicht), jeder der sich dem verschliesst wird ein großes Problem haben/bekommen. In der Arbeitswelt kann sich heute keine Firma mehr leisten sich mit dem Thema Digitalisierung nicht zu beschäftigen und es zunehmend in die Betriebabläufe einzubinden, um nicht abgehängt zu werden. Auch für das Rekrutieren des Nachwuchses ist dies längst ein Thema das Vorteile bringt, je mehr man davon anbietet. Wer sich hier exzellent hervortut, ist Ron Alexander, der immer wieder viele philatelistische Themen als Youtube-Video verarbeitet, und mit Sicherheit damit eine grössere Reichweite hat als jede Messeausstellung. Vor allem auch eine dauerhafte Reichweite.
Tuffi Am: 30.06.2025 09:21:16 Gelesen: 28592 # 297
@ filunski [#295]

Hallo Peter,

seit nunmehr fast 40 Jahre Mitglied in unserer Arge hatte ich als Geologe zunächst Schwierigkeiten, weil mein Herz mehr für die Postgeschichte schlug als für die Philatelie. Mit der Version Bochmann habe ich lange bei seiner Bezeichnung Serienstempel gekämpft. Die Postgeschichte kam bei ihm nach meiner Meinung zu schlecht weg. Die neue (bessere) Version entsteht gerade. GANZ-Serienstempel werden von den moderneren Halbstempeln (Klüssendorf)- die inzwischen ebenfalls Geschichte sind -getrennt. Ich wünsche mir Erfolg bei diesem Vorhaben.

Ich mache mir keine Sorgen um unsere ZUKUNFT.

Gruß Walter
filunski Am: 30.06.2025 12:19:07 Gelesen: 28525 # 298
@ Tuffi [#297]

Lieber Walter,

vielen Dank für deine aufmunternden Worte!

Um die Zukunft unserer ArGe, und auch um die vieler anderer emsiger ArGen, mache ich mir auch keine Sorgen. Insbesondere wenn ich sehe wie sich jemand deiner Generation auch hier in der "digitalen Welt" einbringt. Da könnte sich so mancher IT-Verweigerer aus der Altersklasse der 60-70 Jährigen ruhig eine Scheibe abschneiden. ;-)

Um den BDPh mache ich mir eigentlich auch keine Sorgen, denn dieser wird in seiner heutigen Form so nicht überleben. Wir als gesunde ArGe kommen aber auch jederzeit ohne ihn aus.

Herzliche Sommergrüße,
Peter
DL8AAM Am: 30.06.2025 17:21:41 Gelesen: 28411 # 299
@ Klesammler [#288] Die JHV-Teilnehmer der 4 Argen, in denen ich Mitglied bin, möchten sich mit Gleichgesinnten treffen, Sammlungen und Belege zeigen, miteinander plauschen und auch Dinge ansprechen, die außerhalb der Philatelie liegen. Mit anderen Worten: ein entspanntes Wochenende in Gesellschaft verbringen. Das trifft genau den Punkt. Weshalb besucht man eine JHV? a) weil man als Vorstand muss, b) weil man einen Antrag stellen oder durchbekommen will, aber c) zu 99% kommen die Mitglieder, weil man sich persönlich treffen will. Das gilt für lokale JHV, wie auch für überregionale. Bei vielen JHV (lokal, von Vereinen, nicht von Deligiertentagen von Verbänden), die ich hier im Umfeld 'sehe' (meist aus dem Sportsektor, Freiwillige Feuerwehren, Gesangvereine) wird parallel zur JHV z.B. ein Essen angeboten (oft sogar vom Verein kostenfrei gestellt). In unserem Sportverein wird z.B. nach etwa 30-45 Minuten die JHV für ein gemeinsames Essen unterbrochen. Und fast alle aktiven Mitglieder kamen (bis auf einen). Die JHV selbst ist dabei aber komplette Nebensache. Und dass hat wenig bis absolut nichts mit Internetaffinität oder "digitaler Kompetenz" zu tun. Das darf heutzutage kein Argument mehr sein (bzw. wird in 5-6 Jahren sicher keines mehr sein), außer das Hobbyvereine das auf einem anderen Niveau machen müssen, als Wirtschaftsunternehmen. Ich selbst hätte auch keinerlei Interesse an einer Hybrid- oder reinen Video-JHV und ich würde an so einer JHV auch niemals teilnehmen, warum auch? Eine "JHV" bringt nicht wirklich Spass. Sowas kann man maximal im kleinen Kreis, "semi-vorstandsintern" durchführen, um die gesetzlichen und satzungsrechtlichen Vorgaben zu erfüllen. Aber zum "Spasshaben" geht doch keiner zu einer 'Nur-JHV', weder inperson noch digital. Das gilt zumindest für "Hobbyvereinigungen" in denen man doch nur aus Spassgründen Mitglied ist (für "semi-gewerbliche" Vereine mag dass natürlich anders aussehen). Wenn die JHV kein Spass bringt, besucht man diese nicht. Und dabei ist es egal, ob ich inperson oder digital nicht komme. Und das war schon immer so. Auffallen tut das heute nur, weil inzwischen auch die Kerngruppen immer kleiner werden. Die Anwesenheitsquote hat sich dabei aber nie geändert. Und was überregionale JHV betrifft, muss man halt versuchen neben dem offiziellen (gesetzlichen) Pflichtprogramm ein ansprechendes Rahmenprogramm anzubieten. Die Leute kommen zur JHV, wenn sie erwarten eine "spassige" Zeit zu haben, nicht wegen einer gesetzlich vorgeschriebenen JHV. Und die, die nicht kommen, kommen auch digital nicht. Das sieht man ja auch schon an den Zoom-Meetings im Berufsleben, die ja nicht einmal mehr im Ansatz den "Erfolg" einer persönlichen Zusammenkunft erreichen. Man ist gefilmt einfach generell sehr viel weniger offen, wie man inperson wäre. Für einen echten Dialog ist man viel zu gehemmt (und fühlt sich sogar teilweise "zu überwacht"). Insbesondere die inoffizellen Gespräche am Rande fehlen. Und wenn man ehrlich ist, findet man hier sehr viel einfacher "Lösungen", als digital beobachtet (wer weiß, wer was mitschneidet...hi). Das ist keine "nur bei mir"-Beobachtung, auch bei meiner Frau (in einem Weltkonzern) sieht man das inzwischen so. Vieles passiert da nun wieder inperson, besonders bei Wichtigem. Und das höre ich inzwischen aus allen Ecken. Gut Zoom-Meetings mit "Du machst das"-Anweisungen können funktionieren ;-) Hier mag das bei wöchentlichen Zoom-Meetings bei Argen ("im Privatleben") wieder anders aussehen, da könnte ein regelmäßiges, zwangloses, fachliches wie privates Zoomen mit seinen Kumpels, als Ersatz für den lokalen OV-Abend im Wirtshaus, einen guten Zusatznutzen für das Vereinsleben bringen. Hier macht Digital absolut Sinn. Wie gesagt, Digital ist aber eben kein Allheilmittel um strukturelle Probleme zu lösen. Digitalisierung und dann wird alles besser, nein. Diese bestehen auch digital weiter... Digital ist nur ein Werkzeug. Beste Grüße Thomas
opti53 Am: 30.06.2025 18:44:25 Gelesen: 28350 # 300
Hallo, irgendwie pendelt die Diskussion zwischen persönlichen Befindlichkeiten (oder auch Empfindlichkeiten) und rechtlichen Notwendigkeiten dauernd hin und her. Fakt ist, dass jeder e.V. bestimmte rechtliche Regeln einzuhalten hat, und dazu gehört auch eine JHV. Immerhin werden dabei der Vorstand bestimmt, die Finanzen abgesegnet und vielleicht auch andere Fragen entschieden. So wie der Staatsbürger an Wahlen teilnimmt, sollte das Vereinsmitglied ein Interesse daran haben, die Rahmenbedingungen seines Verein mitzubestimmen. Wenn man durch kreatives Rahmenprogramm die Teilnahmequote verbessern will, ist dagegen nichts einzuwenden. Das Besondere an unseren Vereinen, egal ob lokaler Verein oder ArGe ist die Einbindung in ein übergeordnetes Vereinsgebilde, den BDPh. Da erscheint es schon sinnvoll, dass nicht jeder das Rad neu erfindet, sondern die Gemeinschaft oben drüber Unterstützung bietet. In Deutschland betreibt der Staat auch nicht alle Firmen selber (manchmal gibt es da Ausnahmen), sondern bietet den Firmen ein Umfeld, in dem sie agieren können. Gerade aktuell wird ja wieder heftig darüber gestritten, wie man die Wirtschaft voranbringt. Damit der Staat die richtige Infrastruktur bieten kann, erhebt er Steuern. Der BDPh wird von den Beiträgen der Mitglieder finanziert. Wenn dieses Konstrukt einen Sinn machen soll, sollte er der Philatelie und seinen kleineren Organisationen ein passendes Umfeld bieten, damit diese effektiv arbeiten können. Und in diesem Sinne verstehe ich die Anregungen z.B. zu mehr Digitalisierung. Und das wäre dann doch für alle hilfreich, oder? Viele Grüße Thomas
Mammut Am: 01.08.2025 16:20:07 Gelesen: 26426 # 301
Am 28.07.2024 hatte ich folgenden Beitrag zur "Zukunft der Philatelie" an die "Zukunftskommission" geschickt:

"Ihrem Aufruf folgend möchte ich hier meine ausschließlich subjektiven Gedanken und Befindlichkeiten zum Thema „Zukunft der Philatelie“ mitteilen. Wenn meine Ausführungen vielleicht verallgemeinernd oder überspitzt erscheinen, rechtfertige ich das mit der in meinen Augen besorgniserregenden Entwicklung der Thematik.

Zu meiner Person: ich bin 67 Jahre alt und seit über 50 Jahren aktiver Briefmarkensammler. Umzugsbedingt bin/war ich Mitglied oder aktiver Gast in fünf Ortsvereinen und bin Mitglied einer ArGe. Meine Sammlungen umfassen Deutschland, Belgien, Luxemburg, Österreich, Schweiz jeweils „Spezial“ sowie einige andere Gebiete, also wahrlich nichts Spektakuläres.

Wie schon erwähnt sehe ich mich als Briefmarkensammler und nicht als Philatelist. Belege, Postgeschichte, Tarife oder die Lebensgeschichte von Adressat, Überbringer oder Empfänger einer Postsendung interessieren mich nicht. Und damit bin ich beim Thema.

Ich hege und pflege meine ach so oft geschmähten „langweiligen“ Katalogsammlungen mit immer noch nicht nachlassender Begeisterung. In Verein oder ArGe bemühe ich mich um Tausch oder Kauf fehlender Stücke, was mir oft nur nach hartnäckigem Nachfragen gelingt. Die allermeisten Stücke finden über Auktionen oder den Onlinehandel ihren Weg in meine Sammlungen.

Die Treffen der mir bekannten Ortsvereine (auf dem Land und auch in der Großstadt) erlebe ich in erster Linie als ritualisierte soziale Zusammenkünfte (deren Wert ich nicht bestreite!) von wenigen älteren Herren, bei denen es manchmal nur noch am Rande auch um Briefmarken oder Philatelie geht.

Dabei verkenne ich nicht den unerschöpflichen Fleiß und das trotzige Beharrungsvermögen all derer in den Vereinen, die von Mitgliederversammlung zu Mitgliederversammlung Verantwortung übernehmen und durch ihren Einsatz solche Treffen überhaupt erst möglich machen.

Eine „Jugend“ gibt es nicht und Kinder, die auf Messen oder Vereinsveranstaltungen mit gönnerhaft kostenlos (= entsorgter) zur Verfügung gestellter bunter Massenware für eine Motivsammlung angeregt werden sollen, verlieren das Interesse in der Regel dann, wenn das eigene Lebensalter zweistellig wird. Es wird auch nicht mehr lange dauern, bis wir Kindern erklären müssen, was eine Briefmarke überhaupt ist (war), weil sie diese nicht mehr aus eigenem Erleben kennen. Mit der Dampflok und der Pferdekutsche ist es ja heute schon so.

Was mich dem gegenüber seit langem wundert, sind die mehr als beachtlichen Umsätze der Auktionshäuser und der bekannten (seriösen) Onlinehändler. Offensichtlich gibt es dort einen sehr lukrativen Markt mit großem Angebot und einer erstaunlichen Zahl kaufbereiter Interessenten.

Meine Schlussfolgerung dazu ist, dass es wohl eine ganze Reihe von Sammlern gibt, denen es genauso oder ähnlich geht wie mir, indem sie in der „organisierten Verbandsphilatelie“ nicht das finden, was sie suchen. Die zu Hause im stillen Kämmerlein ihre Sammlungen gestalten und bearbeiten und niemals auf die Idee kämen, ihre Arbeiten auszustellen und von anderen bewerten zu lassen. Und die sehr gut ohne Vereinsaktivitäten ihrem Hobby nachgehen.

Es geht mir hier nicht um den selbstbewussten Profi mit der preisgekrönten Ausstellungssammlung, sondern um den betagten Bund-postfrisch-und gestempelt-Sammler, der seit langem vergeblich an eine für ihn erschwingliche noch fehlende Marke zu kommen versucht. Diesem zu raten, er solle doch einfach mal zum nächsten Treffen des nächstgelegenen Briefmarkenvereins kommen, ignoriert die Zusammenhänge, die dazu geführt haben, dass er das nicht schon längst getan hat.

Die nicht mehr zu übersehenden Auflösungserscheinungen in Ortvereinen, Landesverbänden und im BDPh sind meines Erachtens Ausdruck dieser Fehlentwicklung. So gern und aufmerksam ich jede einzelne Ausgabe der „Philatelie“ lese, so sehr ermüdet es mich, immer wieder über die zahlreichen Festveranstaltungen führender Verbandsphilatelisten mit den unvermeidlichen Ehrungen zu lesen, während es immer schwerer fällt, in den diversen Gremien der Vereine Ersatz für ausscheidende Amtsträger zu finden. Da nehme ich ein Stück weit Selbstbeweihräucherung und Ignoranz wahr.

Nach diesen Feststellungen drängen sich mir einige Fragen auf.
Antworten habe ich nicht immer und Patentlösungen gar keine.

Brauchen wir (als Sammler) die Ortsvereine, Landesverbände und den BDPh?

In der derzeitigen Fassung wohl kaum, die Selbstauflösung wird ohne Neuorientierung (beschleunigt) fortschreiten.

Dagegen stimme ich Frau Dr. Daniela Vogt in der Philatelie 566 zu, wenn sie die Bedeutung der ArGen für den (fortgeschrittenen und spezialisierten) Sammler betont, sofern diese sich denn digital und überregional organisieren.

Macht die Vereins-Philatelie zu wenig von sich reden?
Wird zu wenig geworben?

Ich meine nein. All die zum Teil rührenden Versuche sind ja offensichtlich in der Summe erfolglos und zeigen lediglich die mangelnde Attraktivität des beworbenen „Produkts“ Briefmarkenverein.

Außerdem halte ich es für einen Fehler, in erster Linie die Nicht-Philatelisten für unser Hobby begeistern zu wollen anstatt sich um die nicht-organisierten Philatelisten zu bemühen, denn diese müssen eben nicht noch erst „bekehrt“ werden!

Auf nicht-philatelistische Themen abzustellen, um dann mühsam einen Bezug zur Philatelie zu konstruieren, halte ich ebenfalls für wenig zielführend und eigentlich für eine verzweifelte Ausweichbewegung. Entweder ist die Philatelie selbst interessant oder sie ist es nicht.

Was könnten die siechenden Vereine besser machen?

Die Vereine könnten Angebote für die nicht-organisierten Sammler entwickeln, um für diese interessant zu werden. Zum Beispiel einen organisierten Fehllisten-austausch, die Kontaktvermittlung zwischen Sammlern gleicher Gebiete, einen vereinseigenen Marktplatz für An- und Verkauf, Beratung und Auskunft etc.

Und das bitte schön (auch) online und ohne darauf zu warten, das neue Interessenten sich zunächst zum Vereinstreffen zu bemühen haben. Das hätte den gewünschten Nebeneffekt, dass sich unser Hobby endlich digital, regional und überregional organisiert, weg vom lokalen „Orts-“verein, der auch noch mit dem nahegelegenen Nachbarverein konkurriert.

Schwierigkeiten mit Computern und Webseiten haben nach meiner Beobachtung in erster Linie die Altgedienten selbst und nicht, wie oft behauptet, die, die man erreichen will. Dass dazu Lethargie, Fatalismus und Verkrustung („das war schon immer so“, „das haben wir noch nie gemacht“, „das bringt doch nichts“) aufgegeben werden müssen, versteht sich von selbst.

Ob die Ortsvereine dazu in der Lage sind?
Das kann ich nicht beurteilen. Wenn nicht, müsste der Impuls für eine Neuaus-richtung vielleicht vom BDPh in Zusammenarbeit mit den ArGen erfolgen."


Der Text ist nicht mehr ganz aktuell (oder doch?) und vielleicht auch nicht mehr wirklich relevant (oder doch?). Ich möchte mit ihm dennoch hier zur Diskussion beitragen.

Die Antwort der Zukunftskommission vom 31.07.2024 lautete seinerzeit:

"... auf diesem Wege möchte ich mich ganz herzlich für Ihre Zuschrift bedanken, die ich sehr aufmerksam gelesen habe. Ich kann Ihre Position gut nachvollziehen, gleichwohl stimme ich in vielen Punkten nicht überein. Dennoch sind Ihre Gedanken für uns sehr interessant und wir werden in der September-Ausgabe der "philatelie" darauf eingehen. Auch Ihre Vorschläge am Ende Ihren Ausführungen sind für uns durchaus hilfreich. Wir möchten uns recht herzlich bedanken.

Viele Grüße
Kirsten Schönherr
Mitglied der Zukunftskommission"
TeeKay Am: 02.08.2025 14:58:17 Gelesen: 26182 # 302
Der BDPh wird von allen Seiten bombardiert mit Informationen, die nur einen einzigen Schluss zulassen: Das Angebot trifft nicht (mehr) den Nerv der Konsument:innen. Jetzt auch einmal die Information von einem klassischen Kataloghauptnummern-Ländersammler (ich habe auch solche aktiv geführten Sammlungen, also keinerlei negative Wertung). Ich persönlich kann dieser Nachricht an den BDPh nur vollumfänglich zustimmen. Schon 1995, als ich startete, war die Info des die Jugendgruppe betreuenden erwachsenen Sammlers, dass er nicht mehr aktiv sammle. An Tausch hatte er dann natürlich auch keinerlei Interesse, wenn man nicht (als Kind/Jugendlicher) Frankaturware anzubieten hatte. Und die Antwort vom BDPh ist (wie immer) " gleichwohl stimme ich in vielen Punkten nicht überein". Der globale Markt für Sammlungsgegenstände soll Prognosen [1] zufolge übrigens von 294 Milliarden Dollar auf 423 Milliarden Dollar im Jahr 2030 wachsen. Eine andere Research-Firma sehen den Markt sogar schon bei 450 Milliarden Dollar und 582 Milliarden in 2030 [2] oder 764 Milliarden in 2032 [3]. Ist also nicht so, als sei Sammeln generell nicht mehr in, wie viele Philatelist:innen behaupten, um sich den Niedergang der organisierten Philatelie schönzureden. Das Gegenteil ist der Fall: Es wird soviel gesammelt wie nie und soviel Geld dafür ausgegeben wie nie. Allerdings nicht im Rahmen organisierter Philatelie. Womit wir wieder wären bei " Das Angebot der organisierten Philatelie passt nicht (mehr) zur Nachfrage." In den anderen Collectables-Märkten sind es übrigens nicht Kinder und Jugendliche, die das Marktwachstum antreiben. In den anderen Märkten wird nicht seit Jahrzehnten Jugendarbeit betrieben in der Hoffnung, damit künftige Käufer:innenschichten aufzubauen. Nein, es sind Erwachsene, die das Geld haben und ausgeben. Und die geben es für Dinge aus, ohne damit tagtäglich in Kontakt zu kommen. "Es gibt keine Sammler:innen mehr, weil es kaum noch markenfrankierte Briefe gibt" ist totaler Unsinn. Ich kriege auch nicht täglich Lego-Sets zugeschickt - und trotzdem gibt es Lego als Sammelgegenstand mit wachsender Marktnachfrage. Und jetzt kommts: Es gibt keinen Bundesverband deutscher Legotelisten. Auf diese Nichtexistenz steuert der BDPh auch zu, garantiert. Mit den alten Strukturen und Ideen wird sich das definitiv nicht ändern. Die einzige Chance für den BDPh ist, es ab sofort komplett anders zu machen als bisher. Chance - keine Überlebensgarantie. [1] https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/collectibles-market-report [2] https://univdatos.com/reports/collectibles-market [3] https://www.kdmarketinsights.com/reports/collectibles-market/7607
philamueller Am: 04.08.2025 11:05:39 Gelesen: 25849 # 303
@ Mammut [#301] Hallo, den Beitrag fand ich sehr interessant. Ich finde eine Unterscheidung von Sammler und Philatelist überflüssig. Mein Exponat Geld und andere habe ich international mit Erfolg ausgestellt. Ich suche aber auch nach einfachen Marken Bund gestempelt der letzten Jahre. Die sind zu billig, um sie im Internet zu finden. Wenn ich mal sonntags Lust habe, früh aufzustehen, finde ich so etwas auf größeren Tauschtagen bei Sammlern und kleinen Händlern. Ich war bis vor zwei Jahren Vorsitzender des Landesverbandes NRW heute West. Vorschläge, was wir für die "einfachen" Sammler tun könnten, sind leider nie gekommen. Foren, bei denen man Kontakte finden könnte, vielleicht auch Fehllisten austauschen gibt es beim bdph, hier auf philaseiten und noch anderswo. Die Beteiligung beim bdph ist leider inzwischen gleich Null. Für meine gelegentlichen Fragen als Heimatsammler ist für mich http://www.altpostgeschichte.de eine große Hilfe. Hier gibt es schnelle und gute Antworten sogar für Nichtmitglieder. Können Sie noch genauer sagen, welche neuen Dinge Sie sich im Internet oder auch sonst wünschen? Herzliche Grüße Werner Müller
Richard Am: 04.08.2025 13:39:39 Gelesen: 25799 # 304
@ philamueller [#303] Können Sie noch genauer sagen, welche neuen Dinge Sie sich im Internet oder auch sonst wünschen? Lieber Werner, was ich mir als Einzelmitglied sonst wünsche (Vereine hier in der Gegend sind alle aufgelöst oder kurz davor), dass die Beiträge für Einzelmitglieder nicht mehr höher liegen als Vereinsmitglieder, Arbeitsgemeinschaften, Jugend usw. Warum werden die rund 2.000 Direktmitglieder mit höheren Beiträgen bestraft, was ich nur als ungerecht empfinde ? Es gibt die philatelie, zusätzliche Informationen, wie sie Vereine oder Arbeitsgemeinschaften erhalten, sofern nicht eingespart, bleiben aus. In der Befragung der Zukunftskommission sind die Vereine und die Arbeitsgemeinschaften befragt worden. Direktmitglieder wurden hingegen bei der Befragung ausgelassen. Mit Absicht etwa ? Auch bei der Hauptversammlung wurde das Antragsrecht vor einigen Jahren abgeschafft. Seitdem lässt mein Interesse an der HV teilzunehmen, deutlich nach. vielleicht auch Fehllisten austauschen gibt es beim bdph, hier auf philaseiten und noch anderswo. Die Beteiligung beim bdph ist leider inzwischen gleich Null. Auf Philaseiten findest Du alleine für Bund etwa 200 Dublettenlisten, zum Kauf oder Tausch, alle aktuell, alle mit Direktkontakt zum Tauschpartner: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/fedu.pl?do=overd Und in der PPA jede 12 Tage Bund Lose wie dieses: https://www.ppa-auktion.de/cgi-bin/auktion.pl?do=bu&bu=518&lo=532743 Das was kostenfreie Seiten wie wir seit 18 Jahren anbieten, braucht ein Verband nicht unbedingt auch anzubieten, ausser wenn es z.B. von der Satzung vorgeschrieben ist oder den Mitgliedern zugesagt wurde. Schöne Grüsse, Richard
nagel.d Am: 04.08.2025 16:17:38 Gelesen: 25729 # 305
@ Richard [#304] Du hast das geschrieben was einen Großteil der Einzelmitglieder betrifft (vielleicht auch alle). Nach 2 Jahren Zukunfskommision wurden die Vereine und Argen befragt, Einzelmitglieder nicht. Es wurden von den Verantwortlichen seitenweise, teilweise gleichlautende, Vorschläge eingereicht. Was ist im Ergebnis herausgekommen oder was wurde geändert? Es wurden einige Personen, die dies Problematik angehen wollten, ausgetauscht. Ich behaupte einfach frech, die Vorschläge verschwinden in der Schublade und es wird weiter gemacht als gäbe es das Problem nicht. Grund: eine Veränderung ist unerwünscht.
TeeKay Am: 04.08.2025 18:31:54 Gelesen: 25649 # 306
@ Richard [#304] Da der BDPh eine Organisation der Landesverbände ist, sind die Direktmitglieder gern gesehenes Zahlvieh. Damit die Landesverbände ihre Macht behalten, sollte es aber auch nicht zu viel Zahlvieh geben. Deshalb war die Direktmitgliedschaft von Anfang an teurer als die Ortsvereinsmitgliedschaft, mit der die Landesverbände ihre Stimmenmehrheit erhalten würden. Nachdem es nach 25 Jahren mehr Direktmitglieder gab, als manche Landesverbände Mitglieder hatten, musste natürlich etwas unternommen werden, um die eigene Macht zu sichern. Also machte man es Direktmitgliedern praktisch unmöglich, irgendetwas zu erreichen. Durch Einführung bestimmter Mindestunterstützer für Direktmitgliederanträge, durch Zurückhalten der Mitgliederliste, damit sich Direktmitglieder nicht organisieren können etc. Um die Philatelie, um die Mitglieder, um ein langfristiges Überleben und Prosperieren des BDPh ging es dabei natürlich nie.
philamueller Am: 04.08.2025 18:57:32 Gelesen: 25627 # 307
@ Richard [#304] Lieber Richard, wenn es in der Nähe keine Ortsvereine gibt, bietet sich eine der über 100 Arbeitsgemeinschaften mit ArGe-Direktmitgliedschaft im BDPh an. Wenn es nur um die philatelie geht eine Mitgliederschaft zum Beispiel im Sammler-Service-Club, z.B. im Verband West für jährlich 28 €. Viele Grüße Werner
Richard Am: 10.08.2025 09:46:58 Gelesen: 24608 # 308
@ philamueller [#307] Lieber Werner, es geht mir auch darum an Vereinstreffen teilnehmen zu können ohne Tagesreisen, an Hauptversammlungen des BDPh (dazu sind 2 PKW- oder Bahnfahrten von je 10-12 Stunden PLUS 2 Übernachtungen notwendig), um dort Anträge zu stellen (man muss persönlich seinen Antrag stellen, der zumindest von einigen gehört wird, wenn auch mit grosser Ablehnung durch die Landesverbände). Als ich Direktmitglied wurde, gab es dazu vier Rundschreiben mit neuen Informationen vom BDPh-Vorstand = eingestellt, eine Jahresgabe = eingestellt, dafür sind die Beiträge auf einen Spitzensatz im BDPh erhöht worden. Nein, ich will die Rundschreiben und Jahresgaben nicht, ich will nur eine Gerechtigkeit in den Beitragssätzen. MIR kommt es nicht darauf an, einige Euro mehr oder weniger zu zahlen, nur nicht - ich wiederhole mich für gleiche oder weniger Leistung = höhere Beiträge zu zahlen. Schöne Grüsse, Richard
zobbel Am: 10.08.2025 12:21:06 Gelesen: 24537 # 309
Für eine sachliche Diskussion sollten so grundsätzliche Fakten wie Mitgliederzahlen bekannt sein. Auf der JHV in Bautzen 2023 wurde diese Mitgliederzahlen publiziert (Stand 01.01.2023, S. 20 des Geschäftsberichts). Die JHV in Hamburg steht ja demnächst an, dann gibt es sicher neue Zahlen. Eine Aufschlüsselung zu den Argen habe ich leider nicht gefunden. Argen-Direktmitglied und BDPh-Einzelmitglied sind zwei versch. Kategorien.
nagel.d Am: 10.08.2025 14:43:47 Gelesen: 24469 # 310
Ich sehe darin ein ernsthaftes Problem, das Problem lautet Mitgliederschwund. Auf kurz oder lang stellt sich die Frage, ist der BDPh in seiner jetzigen Struktur noch überlebensfähig? Ich würde sagen nein. Aber mann verschließt die Augen davor und meint weitermachen zu können. Auch das Thema Beiträge der Einzelmitglieder, so hat Richard in seinem Beitrag [#308] nicht ganz Unrecht. Die Folge aus dem Mitgliederschwund wird auch sein höhere Mitgliedsbeiträge bei immer weniger Leistung.
Richard Am: 10.08.2025 16:50:28 Gelesen: 24413 # 311
@ nagel.d [#310] Hallo Dirk, bitte keine Wiederholungen von dem was ich zuvor schon alles geschrieben habe. Es kamen hier schon zwei Anrufe, die sich darüber beschwert haben und ich bin der gleichen Meinung. Schöne Grüsse, Richard
sammler70 Am: 12.08.2025 00:31:15 Gelesen: 24166 # 312
Ich habe mich jetzt einige Zeit aus diesem Forum zurückgezogen, aber irgendwie hat es mich nicht losgelassen, weil ich die Philatelie, für mich trifft vielleicht der Begriff Briefmarkensammeln besser zu, doch sehr liebe und ich mir viele Gedanken mache, wie kann man dieses Hobby am Leben erhalten und attraktiv gestalten. Vielleicht etwas zu meiner Situation. Ich bin 55 Jahre alt und Mitglied in 3 deutschen Ortsvereinen und einem in Österreich. Des Weiteren in einer Forschungsgemeinschaft und einer ArGe. Da ich eine Gehbehinderung habe und deshalb in meiner Mobilität etwas eingeschränkt bin, kann ich weiter entfernte Veranstaltungen oder auch Veranstaltungen in großem Rahmen nicht wahrnehmen. Mein Sammelgebiet ist alles, was mit Deutschland im weitesten Sinne zusammenhängt. Wie wahrscheinlich viele von uns habe ich mit BRD begonnen. Als die Wiedervereinigung kam, habe ich mir auch Sammlungen von Berlin und DDR zugelegt, weil ich einfach der Meinung war, dass diese jetzt abgeschlossene Sammelgebiete sind und sie einfach zu unserer Geschichte dazugehören. Nach und nach habe ich mich dann auch und das Deutsche Reich und die Besetzung gewagt, was ich schon als etwas anspruchsvoller empfinde. Mittlerweile ist mein Steckenpferd das Sammeln von Sonderstempeln nach Bochmann. Da mir wie gesagt mein Hobby sehr am Herzen liegt, interessiert mich dieser Beitrag hier natürlich besonders. Dabei hört sich Zukunftskommission sehr gut an, aber ich bin der Meinung, man muss hier schon einmal eine Trennung vornehmen. Zukunft heißt für mich, was soll morgen geschehen. Die Vergangenheit, was gestern war, ist für mich in diesem Zusammenhang uninteressant. Was mir aber wichtig erscheint, ist einmal klarzustellen, geht es hier um die Zukunft des BDPh oder um die Zukunft unseres Hobbys der Philatelie? Wenn es um die Zukunft des BDPh geht, so mache ich mir darüber eigentlich nicht viele Gedanken, weil mir dazu meine Zeit zu schade ist. Für mich steht für BDPh nicht für die Zukunft, sondern für das ewig gestrige. Ich persönlich habe den Eindruck dem BDPh und seinen Führungsgremien geht es in erster Linie darum ihre Strukturen und ihre Positionen zu sichern. Ich persönlich konnte noch nicht feststellen, was der BDPh für den einzelnen Sammler tut. Dieser Eindruck verstärkt sich, wenn man die Worte von Richard liest, und daraus den Schluss ziehen muss, dass Direktmitgliedschaften eigentlich gar nicht gewünscht sind. Der zweite Aspekt macht mir viel mehr Sorgen. Wie kann man das Überleben der Philatelie sichern? Und dabei meine ich nicht vorwiegend das Sammeln und Erforschen von alten Marken und Sachen, die in der Vergangenheit liegen, sondern wie kann man es bewerkstelligen, dass es auch in Zukunft immer noch was Neues gibt und sich das Gebiet auch in die Zukunft weiterentwickelt. Ein Beispiel dazu aus meinen Erfahrungen in den Ortsvereinen. Mit 55 Jahren bin ich dort meist der Jüngste. Ich bin auch der Einzige, der noch Neuheiten sammelt. Die anderen verwalten eigentlich nur noch ihre Bestände und überlegen sich wie Sie diese verwerten können, da ihre Nachkommen kein Interesse haben. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass besonders ältere auch resignieren, weil von der Post fast monatlich irgendwelcher neuer Schnickschnack auf den Markt kommt und die eigentliche Briefmarke nach und nach auf der Strecke bleibt. Dabei meine ich zum Beispiel die Krypto Marken. Wenn man hier alle Exemplare bekommen möchte, dann wird es unerschwinglich. Und auch diese Individualmarken machen es nicht gerade einfacher, das Überleben der Briefmarke zu sichern. Da würde ich mir mehr Sichtbares einwirken des BDPh für den Erhalt der Briefmarke wünschen. Für den einzelnen Sammler bin ich auch der Meinung, dass an einer Digitalisierung kein Weg vorbei führt. Was dabei die Homepage des BDPh anbelangt, würde ich mir mehr Hilfestellungen und eine klare Strukturierung wünschen. Folgende konkrete Punkte würde ich mir dabei wünschen. Es müsste einen guten Downloadbereich geben, wo auch einfache Formulare oder Formulierungsvorschläge zum Download angeboten werden. Wie zum Beispiel einfach mal ein Musterschreiben an einem Prüfer zum Prüfen einer Briefmarke. Dazu ein kleiner Flyer wie das System funktioniert und welche Kosten man dabei hat. Dann muss man nicht erst sich den Michel Spezial besorgen und darin groß nachlesen. Als nächstes sollten die verschiedenen durchaus guten Internetseiten auf der Seite des BDPh gebündelt werden, so dass man nicht Stunden braucht, um das Richtige im www zu finden. Als einfaches Beispiel die Links, die die Post anbietet zum Download der Stempelinformationen oder die Flyer wie man Sonderstempel beantragen kann. Wenn so etwas gelingen würde, so würde ich den BDPh auch wieder als Dachverband sehen, der die Informationen zur Philatelie bündelt. Dann würde ich eine Mitgliedschaft für mich auch lohnenswert. Man muss dabei bedenken, dass man als eine Person, die noch im Arbeitsleben steht, einfach oft nicht die Zeit und Lust hat, Stunden lang zu suchen.
opti53 Am: 12.08.2025 10:32:34 Gelesen: 24052 # 313
@ sammler70 [#312] Hallo, Deinen Ansatz finde ich gut. Neben dem, was der BDPh für den einzelnen Sammler tun kann, könnte er auch Hilfestellungen für die Funktionen in den lokalen Vereinen geben. Das Problem ist ja mitunter auch, dass sich niemand um manche Vorstandstätigkeiten reisst, weil man sich die Aufgabe vielleicht nicht zutraut. Wenn man dabei Hilfe vom Zentralverband bekommt, gelingt es vielleicht leichter, den einen oder anderen von aktiver Mitarbeit zu überzeugen. In den vielen lokalen Vereinen ist ja eine große Menge an Wissen vorhanden. Wenn der BDPh (eventuell über sein Forum) dieses Wissen dokumentieren und strukturieren könnte, könnte das für die Gewinnung neuer Aktiver hilfreich sein. Viele Grüße Thomas
philamueller Am: 12.08.2025 18:10:19 Gelesen: 23923 # 314
@ sammler70 [#312] Hallo, Dein Beitrag hat mir gut gefallen. Besonders, da Du konkrete umsetzbare Vorschläge gemacht hast. Eine - noch ausbaufähige - Linksammlung gibt es schon auf bdph.de unter dem Reiter Service. Hier fehlt die Adresse der Prüfer. Ich habe beim bdph angeregt, diesen Link aufzunehmen. Die Informationen auf der Prüferseite bpp.de sind nicht ganz einfach zu lesen. Hier wäre noch eine Verbesserung möglich. Daneben gibt es weitere Prüferverbände, die man leicht im Internet findet. Viele gute Angebote im Internet könnte der bdph bringen, aber mit dem knappen Personal der Geschäftsstelle ist das nicht zu machen. Es müssten sich Sammler finden, die Aufgaben ehrenamtlich übernehmen. Zum Beispiel gibt es schon gute Seiten auf wikipedia. Mir haben hier komplette Seiten über die Dauerserien der letzten Jahre geholfen. Hier könnte jeder Sammler sein Wissen für die heutigen und künftigen Sammler einbringen. Viele Grüße Werner
Droenix Am: 12.08.2025 22:51:37 Gelesen: 23828 # 315
@ opti53 [#313] Ich bin da eher skeptisch, ob Deine Anregungen die Situation tatsächlich verändern können. Dazu braucht es mehr als ein paar zusätzliche Downloads. Das Problem liegt tiefer und ist Teil der Strukturen des BdPhs, die definitiv verändert werden müssen. Hierfür benötigt es Mut, neue Ansätze und Durchsetzungsvermögen und nicht ein paar mehr Downloads.
sammler70 Am: 12.08.2025 23:13:07 Gelesen: 23822 # 316
@ Droenix [#315] Ich gebe dir ja recht. Aber mir persönlich sind kleine Schritte und Ansätze lieber, als gar keine Veränderungen. Außerdem wäre es schön, wenn du auch sagen könntest, welche Änderungen und Verbesserungen du vorschlagen würdest.
philamueller Am: 13.08.2025 12:22:24 Gelesen: 23711 # 317
@ sammler70 [#316] Hallo, vom bdph habe ich sofort die Nachricht bekommen, die Adresse Prüfer steht schon unter dem Reiter Verbände.
TeeKay Am: 13.08.2025 13:32:32 Gelesen: 23675 # 318
@ philamueller [#317] Er wollte aber keinen Link zum BPP, sondern Musterschreiben und Erklärungen, wie eine Prüfung funktioniert und was sie kostet. Eben Content(marketing) und Service für Mitglieder.
saeckingen Am: 14.08.2025 11:27:44 Gelesen: 23486 # 319
@ TeeKay [#318] Wieso soll de BDPh erkären wie eine Prüfung beim BPP funktioniert und was sie kostet wenn der BPP das alles auf seiner Seite macht? https://www.bpp.de/ueber-uns/hinweise-zur-einlieferung/
TeeKay Am: 14.08.2025 12:50:49 Gelesen: 23438 # 320
@ saeckingen [#319] Weil so Content Marketing funktioniert. Und weil nicht alle die Erklärung bei BPP zu verstehen oder kennen scheinen, wie auch Beiträge mit diesbezüglichen Fragen hier im Forum immer wieder zeigen. Die BPP-Seite ist in Behördendeutsch abgefasst und keine echte Hilfestellung für Menschen, die noch nie eine Prüfsendung aufgaben. Es war einer von vielen Vorschlägen, dem BDPh aus Sicht von Mitgliedern und potenziellen Mitgliedern eine Daseinsberichtigung zu geben, die derzeit offensichtlich zahllose Menschen nicht erkennen können. Auch hier gilt wieder, dass der BDPh nicht auf einmal eine Mitgliederschwemme erleben wird, wenn auf der Website steht, wie man eine BPP-Prüfsendung aufgibt. Es ist ein auf die kleinstmögliche Maßnahme heruntergebrochenes Beispiel dafür, was der BDPh tun müsste/könnte/sollte, zusammen mit 5000 anderen Kleinmaßnahmen, die alle nur zusammen funktionieren, nicht, wenn man sich nur Einzelbeispiel herauspickt und umsetzt. Aber keine Angst: Solange stets die Frage ist, warum der BDPh etwas tun sollte, was er bisher nicht tat, geht der Verein einer glorreichen Zukunft zu.
Lars Boettger Am: 14.08.2025 13:48:48 Gelesen: 23412 # 321
@ TeeKay [#320] Ich nehme den BPP-Vorschlag gerne für den LV Südwest auf. Wir sollten bei der Diskussion nicht vergessen, dass es noch sehr aktive und von vielen Forenmitgliedern sehr ungeliebte Landesverbände mit Internetseiten und Verbandsnachrichten gibt. Beste Grüße! Lars
drmoeller_neuss Am: 14.08.2025 14:22:43 Gelesen: 23392 # 322
Ich wünsche mir als erstes vom BDPh, dass er die einseitige Bevorzugung des Prüferverbandes BPP aufgibt. Der BPP steht wirtschaftlich auf eigenen Füssen und ist als Verein selbst für sich verantwortlich. Der BDPh sollte auf seiner Homepage alle Prüferverbände benennen, deren Prüfer in der Vergangenheit ohne große Auffälligkeiten geprüft haben. Als gemeinnütziger Verband darf der BDPh schon aus rechtlichen Gründen keinen Anbieter bevorzugen. Die Bedingungen für die Einlieferung und Erteilung von Prüfaufträgen müssen die Prüferverbände schon selbst liefern. Hier könnten alle Prüferverbände noch mehr leisten. Der BDPh kann nur Allgemeines schreiben, wie: - Was bedeutet "prüfen"? (Prüfzeichen, Befund, Attest, nicht prüfbar etc.) - Vor dem Prüfauftrag überlegen, ob sich die Prüfung wirtschaftlich lohnt (keine Tütenware zum "Sortieren" einschicken) - Vor Einreichung eines Prüfauftrages das "Kleingedruckte" lessen - Die Einlieferung der Sendung mit dem Prüfer vorher abstimmen (Versandart, Versicherung, Prüfdauer etc.)
DL8AAM Am: 14.08.2025 15:02:24 Gelesen: 23359 # 323
@ TeeKay [#320] Der Dachverband ist kein Lexikon. Auch keine Linksammlung. Genauso könnte man fordern, dass ein Bundesdachverband auf seiner Webseite jedem - als "Content Marketing" - erklärt, was eine 10er Zähnung ist, wie ein XZY-Wasserzeichen aussieht oder was ein Buchdruck ist. Dafür gibt es Literatur. Und glaubst Du, wenn der Bundesverband neue Mitglieder findet, weil er einfach nur kostenlos umfangreichen Content ins Netz stellt? Oder dass "tritt ein und wir schalten Dir ein Infofile frei, dass Dir erklärt, wie Prüfung geht"? Leider gilt für viele aber immer noch, dass Content kostenfrei im Netz zu stehen hat oder maximal alles für eine Flatrate abrufbar ist. "Netflix" at al. und die Musikbranche (unterhalb der "Top 10") struggeln ja gerade damit. So ein Geschäftsmodell kann ein kleiner (im Prinzip finanzschwacher) Vereinsverband sicherlich nicht erfolgreich bedienen. Ein Dachverband dient im Wesentlichen erst einmal der nationalen und internationalen Vernetzung sowie der Lobbyarbeit (gegenüber der Politik, Industrie/Handel [inkl. Fälschungsbekämpfung] und die Positionierung im "Weltverband"), plus allgemeine Werbung für das Hobby "in die Öffentlichkeit". Hier muss ein Dachverband tätig werden. Und solange es noch Vereine und Argen gibt, obliegt die direkte Mitgliederbespassung ja auch erst immer noch diesen Einheiten. Für mich persönlich ist der Bundesverband, "die Philatelie" (das Magazin) und das Ausstellungswesen. Wenn ich ehrlich bin, erwarte ich "als Philatelist" auch nicht (sehr viel) mehr. Im Prinzip, "passt schon". Was für mich u.U. ein interessanter Punkt wäre, wo der Verband zukünftig tätig werden sollte, wäre so etwas, wie z.B. die Unterstützung für Print-On-Demand Veröffentlichungen von Fachliteratur, hier könnte der Verband womöglich Partnerschaften mit entsprechenden Anbietern eingehen, die es Autoren ermöglicht ihre Werke problemlos "mit einem Klick" zu veröffentlichen. Das kann kein örtlicher Verein und so simpel, wie es sich auf den Webseiten darstellt, ist POD für unbedarfte Neulinge absolut nicht. Wenn das "Drucken auf Vorrat" mit der finanziellen Risikokomponente komplett wegfällt, können sicherlich viel mehr fachkundige Schreiberlinge ihr Wissen in die Welt tragen. Das würde uns allen sehr viel bringen. Selbst ausverkaufte "Altbücher" könnten somit einfach und kostenrisikofrei reaktiviert werden. Hier wäre eine aktive Hilfestellung durch einen Dachverband sicherlich sehr hilfreich. Bei dieser Art von Dingen sehe ich ein Tätigkeitsfeld für einen Dachverband. Nicht in der direkten Tages-Bespassung der einzelnen Vereinsmitglieder. Nicht dem Bundesverband gehen die Mitglieder flöten, sondern den Mitgliedsvereinen auf der unteren Ebene. Bei der Bespassung der Vereinsmitglieder kann aber ein Bundesverband kaum wirklich helfen. Egal was er tut. Insbesondere auch nicht in der Mitgliedergewinnung vor Ort. Er muss den Vereinen einen Rahmen anbieten, z.B. mit dem Magazin, mit Werbekampagnen und Werbematerial oder auch mit standardisierten Basiswebseiten (ideal zusammen mit einem Hosting für Vereinsseiten), nur müssen die Webseiten dann immer noch vor Ort durch die einzelnen Vereinen selbst laufend gepflegt mit Inhalten gefüttert werden. Nur wird es vermutlich daran aber wieder hapern. Auch ein "Bundeskanal" auf X wäre eine Idee, hier könnte dann der Verband und seine Vereine (moderiert!) posten können. Wir haben aber eigentlich keine echte Krise des Bundesverbandes (ja, ok, in der Organisationsstruktur bzw. dessen "Auslebung"), sondern der Vereine selbst. Hier sind die Mitglieder, die uns wegbrechen oder nicht nachkommen. Dort Oben komprimiert wird das dann nur sichtbarer. Anders sähe es aus, wenn der Bundesverband der neue Verein wird, in alle direkt Mitglied sind. Früher oder später wird es dazu - nach dem Zusammenbruch des "Ortsvereinswesens" - ja auch kommen (müssen). Am Ende wird es nur noch den 'Mitgliederverein' BDPh mit Fachreferaten (aka Argen) geben. Für "5000 aktive Philatelisten" braucht es keine 1000 Vereine. ;-) Beste Grüße Thomas
sammler70 Am: 14.08.2025 17:45:48 Gelesen: 23308 # 324
Die letzten Beiträge haben mir Ach so jetzt wieder gezeigt, wieso es Zeitverschwendung ist über Verbesserungen im BDPh nachzudenken. Wenn man die letzten Beiträge so liest, kommt man zu dem Schluss, der BDPh kann nichts anderes machen, der BDPh muss nichts anderes machen; es ist alles super so wie es ist. Jeder hat die Aufgabe, sich selbst seine Sachen zusammen zu suchen. Dann frage ich mich, wieso es mittlerweile mindestens so viel Briefmarkenvereine gibt, die nicht mehr im BDPh sind, wie solche, die noch dabei sind. Ich bin selbst in 2 solchen Vereinen und habe immer versucht diese wieder in den BDPh zu bekommen, weil es für mich sonst eigentlich ein wilder Haufen ist. Aber wenn ich das hier lese, muss ich mich wirklich den Kritikern anschließen, die sagen, weshalb sollen wir unsere Mitgliedsbeiträge verschwenden. Im Übrigen sind genau diese Vereine diejenigen, die bei den mir bekannten Vereinen noch am aktivsten sind, weil sie sich nicht hinter irgendwelchen Verbänden verstecken können und außerdem mehr finanzielle Mittel zur Verfügung haben, die sie sinnvoll einsetzen können, indem sie sich zum Beispiel an örtlichen Veranstaltungen wie zum Beispiel den Ferienprogramm für Kinder beteiligen. Dabei darf man nicht vergessen, dass weitaus der größte Teil der Mitgliedsbeiträge an den BDPh geht. Dafür kommt mir einfach zu wenig. Wenn ich dann lese, Aufgabe des BDPh sei es vorwiegend internationale Netzwerke zu knüpfen und Lobbyarbeit zu betreiben, so muss ich mich fragen, was leistet der BDPh auf diesem Gebiet? Wenn es allein um die Zeitschrift Philatelie geht, so kann diese den meisten Zeitschriften der Landesverbände oder der Argen oder auch den sonstigen Briefmarkenzeitschriften nicht das Wasser reichen. Der Großteil dieser Zeitschrift ist Werbung oder irgendwelche Selbstberweihräucherung von irgendwelchen Funktionsträgern. Was hat der BDPh in den letzten Jahren für den Briefmarkensammler in der Beziehung zur Deutschen Post erreicht? Wir sehen doch alle, dass es nur noch um Kommerz geht und damit das eigentliche Briefmarkensammeln immer weiter kaputt geht. Der BDPh interessiert doch die Deutsche Post so viel, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt. Der BDPh kann nur dadurch gestärkt werden, wenn er für die einzelnen Sammler wieder attraktiv wird. Und wenn das der Fall ist, werden sich in einem zweiten Schritt auch wieder Neuinteressenten für die Philatelie finden. Wenn sich aber der Dachverband immer weiter von der Basis entfernt und das sind nun mal die einzelnen Sammler, dann stirbt zuerst der Dachverband und anschließend sehr bald die gesamte Struktur bis zur Basis.
opti53 Am: 14.08.2025 18:34:26 Gelesen: 23289 # 325
@ sammler70 [#324] Hallo Franz, Dein Eindruck ist schon sehr richtig, dass den lokalen Vereinen sehr wenig vom Beitrag der einzelnen Mitglieder bleibt. Als Kassenwart eines lokalen Vereins kann ich das bestätigen. Allerdings geht nicht alles an den BDPh, sondern es bleibt noch ein großer Teil bei den Landesverbänden hängen. Auch unser LV Bayern gibt eine Zeitschrift heraus, die man sich bei unseren Vereinstreffen abholen muss, Portokosten werden gespart. Der LV Bayern unterhält (unterhielt) auch eine Website, die jetzt nicht mehr funktioniert, weil man keinen professionellen Server bezahlen wollte. Dem Vernehmen nach, hat der LV Bayern aber durchaus einiges an Kapital, wie wohl andere LV'en auch. Vielleicht wäre es sinnvoll, die Organisationsstruktur dahingehend zu vereinfachen, dass man die Fürstentümer der Landesverbände abschafft. Einen BDPh als Klammerorganisation halte ich schon für sinnvoll. Was spräche denn dagegen, wenn man in der Philatelie auch interessante Beiträge aus Süd-West oder Norddeutschland lesen könnte. In der BDPh-Struktur könnte es Landesbeauftragte geben, die sich um regionale Interessen kümmern. Aber wenn das Geld aus den Beiträgen nicht mehr auf LV und BDPh aufgeteilt wird, ergibt sich vielleicht ein finanziell viel besserer Spielraum. Man kann das Geld dort einsetzen, wo es gebraucht wird. Man kann hauptamtliche IT-Verantwortliche beschäftigen, die den Content liefern, den die Mitglieder nachfragen. Man sollte es aber auch so gestalten, dass nur Mitglieder den Content lesen können. Dann erhöht das die Attraktivität. Oder es muss zumindest ein mitgliederspezifischer Content angeboten werden können. Ich hatte schon mal so einen Vorschlag dem BDPh gemacht, und bekam zur Antwort, dafür gäbe es nicht genügend Personal. Vielleicht wäre die Zusammenlegung des vorhandenen Kapitals dann doch eine Lösung dafür. Viele Grüße Thomas
sammler70 Am: 14.08.2025 18:59:16 Gelesen: 23276 # 326
@ opti53 [#325] Hallo Thomas, ich freue mich über deine Antwort. Ich bin selbst Mitglied im Landesverband Bayern und kenne die Zeitschrift. Ich lese sie sehr interessiert und bin bei Zeitschriften auch immer offen für eine Versendung als PDF. Dadurch könnte man auch noch Druckkosten sparen. Ich weiß aber natürlich auch, dass viele unserer Sammlerkollegen nicht so begeistert von dieser Versendungsart sind und lieber etwas Gedrucktes in den Händen halten. Aber auch, wenn man einige Druckexemplare einsparen kann, so ist das auch Geld. Auch deinen Vorschlag zur neuen Struktur des BDPh finde ich interessant. Dabei kann ich hier dies fachlich nicht beurteilen, da ich dazu nicht genug in die Verbandsarbeit eingebunden bin. Aber ich finde diesen Threat hier deshalb so wichtig, weil hier einfach Ideen gesammelt werden sollen, über die einfach ohne Vorurteile nachgedacht werden soll. Was am Ende umgesetzt wird, haben sowieso nicht wir zu entscheiden. Aber wenn es nur ein kleiner Prozentsatz ist, so wird doch eine Änderung angestoßen. Ich stimme dir im Übrigen voll und ganz zu, dass es auf den Homepages natürlich Bereiche geben muss, die nur für Mitglieder einsehbar sind, ansonsten würde überhaupt niemand mehr Beiträge bezahlen. LG Franz
Altsax Am: 14.08.2025 22:23:43 Gelesen: 23210 # 327
@ opti53 [#325] "Der LV Bayern unterhält (unterhielt) auch eine Website, die jetzt nicht mehr funktioniert, weil man keinen professionellen Server bezahlen wollte." Ist das eine korrekte Information oder "Hörensagen"? Nach einer Recherche im Netz gehörte der Server zu einem Unternehmen, das mit Webseiten verbundenen Service angeboten hatte, aber in diesem Jahr liquidiert worden ist. Es liegt die Vermutung nahe, daß man nicht das "Geld für einen professionellen Server sparen wollte", sondern sich der Unterstützung eines Profis im IT-Bereich bedient hatte. Daß man dabei einmal Pech haben und an den falschen geraten kann, ist übliches wirtschaftliches Risiko. Fahrlässig wäre es lediglich, wenn man sich nicht die Eigentumsrechte an den Daten und (bezahlten) Programmen gesichert hätte. Beste Grüße Altsax
Lars Boettger Am: 15.08.2025 13:50:55 Gelesen: 23045 # 328
Was ist der Sinn von Landesverbänden bzw. der Sinn eines Bundesverbandes? Ein Landesverband bekommt von seinen Vereinen Beiträge. Den BDPh-Beitrag leitet er weiter, den LV-Beitrag behält er. Wofür wird er ausgegeben? Zumindest für den LV Südwest kann ich da ein paar Stichpunkte geben: - Zuschuss der Aktion "Tag der Briefmarke" -> Teil der Öffentlichkeitsarbeit, die von den Vereinen vor Ort geleistet werden und die der LV unterstützt - Zuschuss Grosstauschtag -> der Verein vor Ort wird aktiv, in dem er für organisierte und nichtorganisierte Sammler einen Tauschtag organisiert; da wir den Eindruck hatten, dass die Grosstauschtage immer weniger werden, wollten wir hier einen gezielten finanziellen Anreiz setzen - Zuschuss Werbeschau -> der BDPh unterstützt die Werbeschauen finanziell, wir geben vom LV noch ein Extra oben drauf - Südwest Aktuell - erscheint vier mal im Jahr, unsere Vereine können Artikel einreichen, es erscheinen Artikel, die vielleicht nicht in der "Philatelie" erscheinen / lässt sich bequem von unserer Webseite her unterladen - in der Regel noch bevor die gedruckten Exemplare erschienen sind [1] - Webseite - dort sind Informationen über die Vereine im LV Südwest mit Kontaktdaten zu finden - Internationale Briefmarkenbörse Ulm - der LV Südwest organisiert den nicht-kommerziellen Teil und hat dort einen Stand - Zuschuss zu Ausstellungen: Der LV Südwest gibt immer noch einen Extra-Zuckerl für die Vereine, die eine regionale oder nationale Ausstellung organisieren -> wir haben dieses Jahr nach zwei Ausstellungen (NAPOSTA Südwest Remseck / national und DANUBRIA 2025 / Ulm / regional), nächstes Jahr Trochtelfingen-Gammertingen und eine Ausstellung in Ulm (welcher LV hatte in den letzten Jahren kontinuierlich 1-2 Ausstellungen?...) - Juroren: Dieses Jahr hat der LV Südwest eine zweitägige Schulung mit internationaler Beteiligung organisiert - Mobiler Beratungsdienst: Unsere Vereine können das MB-Team für Grosstauschtage bestellen - Reisekosten, Seminare und ab und zu einen Katalog zahlt der LV - Regionaltagungen: Vertreter der Vereine unterhalten sich über aktuelle Themen im BDPh / LV - Fragerunde an die Vereine: Das ist ein Projekt des LV Südwest, das in im Frühjahr 2024 begonnen hat: Frust über die Deutsche Post, "die da oben im BDPh kümmern sich nicht um uns kleine Sammler", "wie gewinne ich neue Mitglieder" usw. - ist noch nicht abgeschlossen, wird auch nie abgeschlossen sein - Öffentlichkeitsarbeit: Schulung der Vereine, wie man eine gute Werbung für sich macht - Usw. Der LV-Vorstand hat hier eine koordinierende Funktion. Brauche ich einen LV Südwest, um Briefmarken sammeln zu können? Klare Aussage: Nein. Aber wenn ich gerne auf Grosstauschtagen stöbere oder eine Börse, eine Werbeschau oder eine Ausstellung besuche, dann bekommt die Struktur "LV Südwest" einen Sinn. Wir nehmen Geld ein und verteilen es an die aktiven Vereine im Verbandsgebiet. Unser Ziel ist es, alle Vereine als "aktiv" einstufen zu können. Derzeit ist es in etwa die Hälfte, die sich an Aktionen beteiligt. Ich werde für das Dezember-Heft der "Südwest Aktuell" einen kurzen Artikel schreiben, wie man eine Prüfsendung vorbereitet. [1] https://www.briefmarken-suedwest.de/ Diese ganzen Aufgaben könnte in der Theorie auch ein BDPh leisten, aus meiner Sicht ist der LV viel näher an den Vereinen dran und auf deren Bedürfnisse reagieren und kann das vor allem schneller und günstiger umsetzen - umgekehrt wäre es schwierig, wenn der LV monatlich eine Zeitschrift für die Mitglieder rausbringen müsste und sich mit der FIP / FEPA oder der Fälschungsbekämpfung oder dem Ausstellungswesen rumschlagen müsste. Beste Grüsse! Lars
opti53 Am: 15.08.2025 14:24:46 Gelesen: 23026 # 329
@ Lars Boettger [#328]

Hallo Lars,

ich glaube, für den LV Bayern sieht die Liste sehr viel kürzer aus. Ich fände es gut, wenn solche guten Ansätze nicht nur auf eine Region beschränkt sind, sondern bundesweit erfolgen könnten. Wenn aber jede Region im eigenen Saft schwimmt, kommt mal vielleicht etwas raus oder auch nicht. Der BDPh als Klammer hat aber keine Ambitionen, die guten Ansätze weiter zu verbreiten.

Viele Grüße

Thomas
DL8AAM Am: 15.08.2025 15:41:11 Gelesen: 22988 # 330
@ Lars Boettger [#328] Genau mein Reden. Dachverbände sind primär nicht dazu da, direkt die Vereinsmitglieder zu bespassen. Die dienen primär nur den Vereinen, damit diese dann ihre Mitglieder bespassen können. Der Verband baut hierfür einen Rahmen auf. Das ist die Basis eines verbandsverbundenen Vereinswesen. Deshalb ist sind auch die Fragen "Was bringt der Verband für mich persönlich?", "Was kann der Verband tun, damit ich von meinen Beiträgen persönlich direkt einen Mehrwert erzielen kann?" oder "Wie kann ein Verband für mich persönlich attraktiver gemacht, damit ich in einen verbandsgebundenen Verein eintrete?" der falsche Ansatz. Das geht am Problem vollkommen vorbei und lenkt komplett ab. Wenn der Verein, als Basis, hier nichts Attraktives selbst anbietet (anbieten kann oder will), hilft auch der beste Dachverband nicht weiter. Und nach meinen gewonnenen Eindrücken ist genau das das Kernproblem. Viele lokale Vereine können oder wollen nicht (mehr) Mehr. Der richtige Ansatz ist deshalb "Was tut der Verband, damit mein Verein (mir) etwas bieten kann?" oder "Wie kann er hier unterstützend besser werden?" - falls der Verein das denn auch will. Denn nach meinen Erfahrungen ist es aber leider immer nur die gleiche handvoll von aktiven Vereinen, die verbandliche Hilfe nachfragt und abruft. Deshalb sind erst einmal genau (nur) solche Punkte, wie die von Lars angesprochenen, die primäre (Kern-) Aufgabe eines Dachverbands. Nämlich Hilfe und Unterstützung der Vereine und deren "Würdenträger". Zusätzlich sollte ein Verband sekundär einen überregionalen Rahmen für Mitglieder anbieten, den ein Ortsverein eben nicht leisten kann, wie z.B. Unterstützung für Autoren bzw. für Literatur-Veröffentlichungen (Idee "Print-on-Demand"), "Lehrgänge" für potentielle Aussteller etc. Und hier gibt es sicherlich noch einiges Verbesserungspotential, mit entsprechend Luft nach Oben! Hier muss angesetzt werden. Gut, wenn ich einfach nur Briefmarken sammeln will und mich zusätzlich mit meinen Kumpels 1x die Woche für ein nettes Bierchen gemütlich in der Gaststätte treffen will, dann brauche ich natürlich keinen Verband. Auch sowas ist (kritiklos) gut und ausreichend. Hobby. Spass. Daran kann ein Verband, egal was er auch macht, dann auch nichts ändern, außer ich bekomme für meinen Verbandsbeitrag einzwei wöchtliche Freibiere obendrauf. Zum Thema Verbandsmagazin: Ein Verbandsmagazin ist erst einmal auch nur das Organ des Verbands, d.h. deshalb findet man dort auch Informationen vom Verband selbst, zum Tun des Verbands. Transparenz. Das ist notwendig, richtig und gut. Wenn man dort zusätzlich weitere, hobbyfachliche Dinge lesen will, dann muss man diese eben schreiben und einreichen, wie zum Beispiel Jürgen (u/Journalist) das ja auch regelmäßig tut. Da hilft es dann auch nicht, sich über den einseitigen Inhalt zu beschweren. Hier kann der Verband selbst überhaupt nichts ändern. Wenn nichts kommt, kann nichts gedruckt werden. Aber ich gehe mal ganz stark davon aus, dass die Herausgeber äußerst dankbar für möglichst breitgestreute - eingereichte - Fachartikel sind. Hauptberufliche Profifachautoren kann sich kein Verband leisten. Und wir sind nun einmal ein schmalbeitragsfinanzierter Hobbyverband, kein gutsituiertes, bankabgesichertes Wirtschaftsunternehmen. Das alles funktioniert bei uns nur, wenn die Vereinsmitglieder selbst etwas für das gemeinsame Wohlbefinden tun, insbesondere auch an der Basis. Nur muss der Verband hier aber ein Umfeld, ein Klima schaffen, dass eben dieser Basis auch sagt, dass sie ernstgenommen wird und auch willkommen ist, mitzuarbeiten. Hier ist es (zumindest zum Teil) mein Eindruck, dass es auch hier noch etwas Luft nach Oben gibt. Das es hier in einigen Köpfen sogar der Eindruck entstanden sein könnte, dass es "Gräben" zwischen den "ernsthaften Philatelisten" oben und den "einfachen Briefmarkensammlern" unten gibt. Zumindest wirkt es teilweise so, das so ein Gedanke unten (womöglich fälschlich) ankommt. Eine Feelgood-Kampagne des Verbands könnte hier ein positiver "Wir"-Ansatz sein. Beste Grüße Thomas
Altsax Am: 15.08.2025 16:56:56 Gelesen: 22944 # 331
@ DL8AAM [#330]

"Genau mein Reden. Dachverbände sind primär nicht dazu da, direkt die Vereinsmitglieder zu bespassen. Die dienen primär nur den Vereinen, damit diese dann ihre Mitglieder bespassen können. Der Verband baut hierfür einen Rahmen auf. Das ist die Basis eines verbandsverbundenen Vereinswesen. Deshalb ist sind auch die Fragen "Was bringt der Verband für mich persönlich?", "Was kann der Verband tun, damit ich von meinen Beiträgen persönlich direkt einen Mehrwert erzielen kann?" oder "Wie kann ein Verband für mich persönlich attraktiver gemacht, damit ich in einen verbandsgebundenen Verein eintrete?" der falsche Ansatz. Das geht am Problem vollkommen vorbei und lenkt komplett ab."

Das ist zweifellos die "Reine Lehre" und solange richtig, wie es eine funktionierende Struktur mit flächendeckend vorhandenen Vereinen, Regionalverbänden und Bundesverband gibt, in die alle Mitglieder korrekt eingegliedert sind. Die gab es vor Jahrzehnten, und niemad hatte Grund, über Strukturreformen zu reden.

Inzwischen weist die Vereinspräsenz jedoch regional große Lücken auf, von aktiv ihren Aufgaben nachgehenden Vereinen ganz zu schweigen. Sowohl Regionalverbände als auch der Bundesverband nehmen Einzelmitglieder auf, was erstens nicht ihre Aufgabe ist, und der sie zweitens nicht nachkommen.

Es ist unübersehbar, daß dieses dreistufige Organisationsmodell an seine Grenzen gekommen ist und durch eine neue Struktur und Aufgabenverteilung abgelöst werden muß. Solange sich diese Erkenntnis sich weder im Verwaltungsrat noch im BDPH-Vorstand durchgesetzt hat, ist es müßig, sich über Detailverbesserungen Gedanken zu machen.

Die Kernfrage lautet doch nicht "Was muß getan werden, um neue Mitglieder zu gewinnen" sondern vielmehr "wie müßte eine zeitgemäße, überlebensfähige Struktur der organisierten Philatelie aufgebaut sein". Es geht nicht um eine allmähliche Anpassung vorhandener Strukturen, sondern einen vollständigen Neuaufbau mit den Funktionsträgern, denen es ausschließlich um die Sache geht.

Es gibt den sehr wahren Spruch "Gute Politik beginnt mit Betrachtung der Wirklichkeit und Akzeptanz des Unabänderlichen".
TeeKay Am: 15.08.2025 18:54:44 Gelesen: 22881 # 332
Ich habe den ganzen Tag überlegt, ob ich noch einen abschließenden Beitrag schreibe und kam dann zum Schluss, dass er inhaltlich weitgehend dem von Altsax entsprechen müsste - den er jetzt schon für mich schrieb [#331]. Allerdings würde ich sagen, dass die Kernfrage lautet, wie eine zeitgemäße, überlebensfähige Struktur der organisierten Philatelie aufgebaut sein müsste UND wie diese neue Struktur zahlende Mitglieder anziehen könnte. Denn die beste Struktur bringt nichts, wenn sie kein Geld hat. Je mehr Geld sie hat, umso mehr Projekte und Ideen kann sie umso besser umsetzen. Die aktuelle Struktur krankt daran, dass sie weder neue, zahlende Mitglieder anzieht noch mit den Bestandsmitgliedern genügend Mittel generiert, um irgendeine Aufgabe vernünftig umsetzen zu können, ohne dass sich die aktiven Vereinsmitglieder selbst ausbeuten. Wann immer auf irgendeinen Vorschlag die Antworten lauten "Dafür haben wir kein Geld" oder "Dafür haben wir niemanden, der sich drum kümmern könnte" wird eigentlich gesagt: "Wir haben kein Produkt, das attraktiv genug ist, um damit ein tragfähiges Geschäftsmodell zu betreiben." Aber DL8AAM kann natürlich zusammen mit den Landesverbänden und dem BDPh Vorstand versuchen, mit der Kernidee " Dachverbände sind primär nicht dazu da, direkt die Vereinsmitglieder zu bespassen [die den ganzen Laden finanzieren]." eine Neumitgliederkampagne zu entwickeln. Pro-Tipp: Die Kampagne wird umso besser, je konsequenter die Suche von Antworten auf die Fragen " Was bringt der Verband für mich persönlich?", " Was kann der Verband tun, damit ich von meinen Beiträgen persönlich direkt einen Mehrwert erzielen kann?" oder " Wie kann ein Verband für mich persönlich attraktiver gemacht, damit ich in einen verbandsgebundenen Verein eintrete?" vermieden wird.
Koban Am: 16.08.2025 02:03:50 Gelesen: 22755 # 333
@ DL8AAM [#323] [...]Auch ein "Bundeskanal" auf X wäre eine Idee[...] Nein! Selbst die Wände von Bahnhofstoiletten zu taggen wäre da eine bessere Idee. DIE Propagandaplattform von und für Rassisten, Frauenhasser, Betrüger, Lügner, Wissenschaftsleugner etc. ist der wohl ungeeignetste Ort um für Philatelie zu werben. kopfschüttelnde Grüße, Koban
TeeKay Am: 16.08.2025 09:33:02 Gelesen: 22675 # 334
@ Koban [#333] Zumal es praktisch keine Interaktion und Sichtbarkeit mehr gibt, sofern man nicht Musk genehmes, rechtes Rage Bait betreibt. Bei Bluesky gibt es mit deutlich geringerer Nutzerzahl mehr Interaktion als auf Twitter. [Redaktionelle Erklärung: mit KI: "Rage Bait" (Wutköder) bezeichnet Online-Inhalte, die darauf abzielen, starke emotionale Reaktionen, insbesondere Wut, hervorzurufen, um mehr Aufmerksamkeit und Interaktion zu generieren.]
DL8AAM Am: 16.08.2025 16:23:20 Gelesen: 22551 # 335
@ TeeKay [#334] deutlich geringerer Nutzerzahl Genau das ist der Grund, weshalb es dort (noch) keinen wirklichen Sinn macht. Die erreichen noch nicht einmal 5% der Userzahlen von X. 20 Mio. versus 600 Mio. regelmäßiger User. Wobei viele Schmetterlinge X eben auch nicht komplett verlassen haben. Dort auf Bluesky findest Du aktuell eher Personen aus "Gruppen", die geschlossen rübergangen sind, oder Anti-Musk-Aktivisten. Im Prinzip nur Bubbles. Freischaffende, Außenstehende und Tageslaufkundschaft bzw. Gelegenheitsuser eben nicht in nenneswerter Zahl. Gleiches gilt - sogar verstärkt - auch für Mastodon oder Threads. Willst Du "Laufkundschaft" erreichen, gibt es zu X (derzeit) einfach keinerlei sinnvolle Alternativen. Nicht mal Truth Social ;-) ... auch wenn die inzwischen (wohl) 10+ Mio. User haben (sollen)? Dann eben noch (immer noch) Facebook, wenn Deine primäre Zielgruppe +/- Ü40 ist. In all meinen anderen (internationalen) Hobbys ist übrigens für laufende "Tages-" Kommunikation X (immer noch) die Standardplattform, für langerfristige ("nachschlagbare") Inhalte immer noch (man wirds kaum glauben) Facebook von Meta (was man, wenn man X ablehnt, inzwischen natürlich auch nicht mehr PC ist). Alternativ wird hier in diesen Hobbygruppen inzwischen auch etwas Insta (ebenfalls Meta) bzw. am Rande noch Discord und Twitch genutzt (die aber ja eine ganz andere mediale Konzeptionen haben, ebenso wie die "Einbahnstraßen"-Kanäle von YouTube, falls man die dortige Kommentarfunktion mal außer acht lässt). Zum Problem wird aber auch, dass ich die erreichbaren User dann nicht mehr konzentriert an einem Ort - wie (z.B.) X oder FB erreichen kann, sondern ich muss dann eher zig Plattformen parallel mit dem selben Content füttern (und dort auch 'umgehend' reagieren). Für den Anti-Monopolgedanken ist das zwar äußerst positiv, für den ehrenamtlichen Social-Media-Nebenbei-Referenten im Verein eher ziemlich problematisch. Heisst, wenn ich (aktuell) "die Masse" ansprechen, erreichen und einbinden will, wenn ich in Social Media machen will, geht um X und FB/Meta (derzeit) einfach nichts vorbei, egal was ich davon halten mag. Wenn ich die nicht bediene, bin ich in der Zielgruppe der Ende 30er/Ü40er im Wesentlichen Social Media-mäßig unsichtbar, dann kann ich wirklich gleich die oben angesprochene Bahnhofstoilettentür nutzen, dort lesen das sicherlich mehr.
TeeKay Am: 16.08.2025 16:39:30 Gelesen: 22541 # 336
@ DL8AAM [#335] Wer überall den gleichen Content postet, hat das mit Social Media auch nicht verstanden. Jede Plattform benötigt ihren eigenen, unterschiedlichen Content. Relevant ist auch nicht die Anzahl der angeblich aktiven Nutzer:innen, die bei Elon Musk der Erfahrung nach ohnehin nicht stimmt, sondern wie viele Menschen mit dem eigenen Content interagieren, ihn also wenigstens zur Kenntnis nehmen. Ich bezweifle, dass Twitter in der Hinsicht im deutschsprachigen Raum als nutzbringend identifiziert werden kann. Solange der BDPh selbst auf seiner eigenen Website wie vor 20 Jahren publiziert und sich sogar zurück entwickelt (z.B. indem Vereinslisten jetzt als PDF hochgeladen werden statt als HTML-Seite und die Links zu den Vereinen darin nicht einmal anklickbar sind), brauchen wir über Social Media aber ohnehin nicht reden.
Lars Boettger Am: 16.08.2025 17:38:08 Gelesen: 22509 # 337
@ TeeKay [#336] Solange es noch aktive Vereine gibt, die es jedes Jahr schaffen, für das Hobby "Philatelie" mehrere Mitglieder zu gewinnen, können wir die Landesverbände nicht abschaffen. Ihr unterhaltet Euch über einen theoretischen BDPh, der mit dem BDPh in seinem aktuellen Aufbau nichts zu tun hat. Für mich geht es primär darum, die Vereine und Landesverbände nicht final zu vergraulen. Wenn ich nur die "Philaseiten" kenne und mich nicht mit den Vereinen beschäftige, dann mag alles, was @ Altsax [#331] und Du geschrieben hat, vernünftig klingen. Der BDPh muss nicht die Vereine bespassen. Das machen die Landesverbände. Die Landesverbände haben durchaus andere Positionen zu bestimmten Themen als der BDPh. Für den LV Südwest ist es unverständlich, dass ein Logistikkonzern wie die Deutsche Post AG es nicht schafft, die Filialen und Agenturen mit allen Briefmarken zu versorgen. Das ist oberpeinlich und für unsere Sammler nicht nachvollziehbar. Ging doch früher auch! Und nein, ich brauche jetzt keine Argumentation darüber, dass das alles nicht mehr rationell ist, weil der Anteil Briefpost auf dem Rückmarsch ist. Das ist mir wurscht. Unsere Sammler wollen alle Briefmarken bei ihrer Agentur im Dorf kaufen und nicht in Weiden bestellen. Den Facebook-Auftritt des BDPh finde ich gut. Beste Grüsse! Lars
Altsax Am: 16.08.2025 19:59:08 Gelesen: 22438 # 338
@ Lars Boettger [#337] "Für den LV Südwest ist es unverständlich, dass ein Logistikkonzern wie die Deutsche Post AG es nicht schafft, die Filialen und Agenturen mit allen Briefmarken zu versorgen. Das ist oberpeinlich und für unsere Sammler nicht nachvollziehbar. Ging doch früher auch!" Lieber Lars, diese Forderung paßt gut zum Thema "Betrachtung der Wirklichkeit und Akzeptanz des Unabänderlichen". Auf einem Treffen mit Sammlern und Vereinsvorständen erhält man selbstverständlich Beifall dafür. Aus Sicht des "Logistikkonzerns" sind (besser waren) die Briefmarkensammler solange von Bedeutung, wie sie Millionen von Marken kauften, ohne dafür eine Transportleistung erbracht haben zu wollen. Das ist vorbei, und kalkuliert wird der Aufwand, den das Vorhalten und einzelne verkaufen der Briefmarken an den notorisch unterbesetzten Postagenturen verursacht. Man muß kein BWL-Studium absolviert haben, um das als defizitär zu erkennen. Die Post ist ist als Wirtschaftsunternehmen aufgestellt worden und funktioniert nach dessen Prinzipien. Niemand kann ernsthaft bestreiten, daß die hergebrachten Strukturen in einigen Landesverbänden immer noch gut funktionieren. Jede Organisation muß aber regelmäßig überprüfen, ob sie auch für die Zukunft richtig aufgestellt ist. Das ist angesichts der bereits eingetretenen und der künftig erwartbaren Entwicklung aus mannigfachen Gründen zu bezweifeln. Ich bin weit davon entfernt, eine bessere Lösung präsentieren zu können, bin aber sicher, daß alle Verantwortlichen sich dringend ernsthaft um substantielle Änderungen Gedanken machen müssen. Das funktioniert nur mit offener Kommunikation und Diskussion. Natürlich ist es leichter, in einem Forum den "Starrsinn der Funktionäre" zu beklagen und wohlfeile Änderungsvorschläge zu machen, als in Vereinstreffen und auf Vorstandssitzungen mühsame Überzeugungsarbeit zu leisten. Es ist ja nicht so, daß unter den Funktionsträgern niemand die Zeichen der Zeit erkannt hätte. Es gibt vermutlich weniger ein Erkenntnis- als ein Durchsetzungsproblem. Handlungsfähig sind Vereine und Verbände nur, solange noch finanzielle Mittel vorhanden sind. Neue Strukturen zu schaffen, erfordert in der Regel Investitionen in Hard- und Software und auf Dauer auch Finanzmittel für Personalaufwand. Die Gefahr besteht, daß die vorhandenen Mittel zum Erhalt bestehender Strukturen verwendet werden und für neue durch den Mitgliederschwund nichts mehr übrig bleibt. Wir sehen doch gerade in Politik und Wirtschaft, was es bedeutet, seine "Schularbeiten" nicht gemacht und jahrzehntelang von der Substanz gelebt zu haben. Muß dieser substanzielle Fehler in der organisierten Philatelie unbedingt wiederholt werden? Beste Grüße Jürgen
opti53 Am: 16.08.2025 20:08:40 Gelesen: 22430 # 339
@ Lars Boettger [#337]

Auch ich möchte das Thema der Versorgung der Filialen und Agenturen der Deutschen Post als Beispiel aufgreifen.

Warum ist das nur ein Thema im Bereich des LV Südwest? Das betrifft doch alle Regionen in Deutschland. Deswegen müssen hier alles LV'en in das gleiche Horn tuten, oder noch besser gleich der BDPh.

Sehe ich da etwas falsch?

Viele Grüße

Thomas
sammler70 Am: 16.08.2025 20:22:09 Gelesen: 22423 # 340
@ Altsax [#338] Hallo Jürgen, ich habe jetzt schon viele deiner Beiträge gelesen und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass du einfach resigniert hast. Wenn dem so ist, so kann ich das nachvollziehen. Damit kommen wir aber dem Ziel die organisiert die Philatelie in eine hoffentlich noch lang andauernde Zukunft zu führen nicht näher. Wenn du sagst, die Post als Wirtschaftsunternehmen kümmert sich nicht mehr um die Briefmarkensammler und das können wir auch nicht ändern, so deckt sich das genau mit der Aussage, die ich bei einem Telefonat mit der Geschäftsstelle des BDPh bekommen habe. Mir wurde dort sinngemäß gesagt, das der BDPh keinerlei Einfluss mehr auf die Post hat. Wenn aber auf der höchsten Ebene nichts mehr für die Zukunft getan werden kann, stellt sich für mich die Frage, brauchen wir diese Ebene dann noch. Stärken wir doch lieber die Landesverbände und die Ortsvereine, die ja jetzt schon den Hauptteil der Arbeit machen und versuchen wir eine Struktur hinzubekommen in dem der Dachverband nur noch die Ortsvereine koordiniert und das darin enthaltene Wirken und Wissen bündelt. Dann müsste ein Gremium geschaffen werden, das von den Vorsitzenden der Landesverbände gewählt wird und das dann auch bedingungslos unterstützt wird. Ich persönlich habe aber meine Zweifel, ob das wirklich so geht, weil ich den Eindruck habe jeder möchte nur seine Pfründe sichern und ja nichts von seiner Macht abgeben. Das sehen wir ja jetzt schon in den ganzen Grabenkämpfen, die in den Verbänden ausgefochten werden und zum Teil nichts mit der Fachkompetenz zu tun haben, sondern häufig auf der persönlichen Ebene liegen. LG Franz
Richard Am: 17.08.2025 20:42:32 Gelesen: 22186 # 341
@ sammler70 [#340] Dann müsste ein Gremium geschaffen werden, das von den Vorsitzenden der Landesverbände gewählt wird und das dann auch bedingungslos unterstützt wird. Hallo Franz, dieses Gremium haben wir doch mit dem Verwaltungsrat des BDPh: https://www.bdph.de/der-bdph/gremien-und-personen (nach unten scrollen). Der Verwaltungsrat wählt zudem den Vorstand des BDPh und bestimmt die neue Satzung (siehe Zeitschrift philatelie), beides über seine Stimmrechte in der Hauptversammlung und die Verwaltungsratsitzungen. --- Oberhalb des Verwaltungsrats findest Du die Geschäftsstelle mit Reinhard Küchler und seiner Assistentin. Mehr Mitarbeiter gibt es nicht mehr. Stellenausschreibung: Der BDPh sucht eine neue Leitung der Geschäftsstelle des BDPh(m/w/d) Seit Beginn dieses Jahres wird ein neuer Geschäftsführer gesucht, dessen Stellenausschreibung in der philatelie veröffentlicht wurde [1]. Zu beachten ist dabei die wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden und die Verteilung der Aufgaben in 12 Bereichen. https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=357729 Grüsse aus dem Allgäu, Richard
philamaxi Am: 17.08.2025 21:08:51 Gelesen: 22171 # 342
Neue GF (-in?) soll seit Wochen gefunden sein, aber noch nicht kommuniziert. Soll evtl. Überraschung in Hamburg werden ?
22028 Am: 18.08.2025 07:46:50 Gelesen: 22070 # 343
@ Richard [#341] Stellenausschreibung: Der BDPh sucht eine neue Leitung der Geschäftsstelle des BDPh(m/w/d) Seit Beginn dieses Jahres wird ein neuer Geschäftsführer gesucht, dessen Stellenausschreibung in der philatelie veröffentlicht wurde [1]. Zu beachten ist dabei die wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden und die Verteilung der Aufgaben in 12 Bereichen. Da bist Du nicht auf dem Laufenden. Neuer Geschäftsführer für den BDPh ab April 2026 Der Bund Deutscher Philatelisten e. V. freut sich, Frank Alkenbrecher als künftigen Geschäftsführer begrüßen zu dürfen. Der gebürtige Rheinländer wird zum 1. April 2026 die Leitung der Bundesgeschäftsstelle in Bonn übernehmen. Frank Alkenbrecher bringt nicht nur langjährige Berufserfahrung aus der Pharmaindustrie mit, sondern ist seit über 30 Jahren leidenschaftlicher Philatelist. Besonders verbunden ist er mit dem Verein für Briefmarkenkunde 1878 e. V. Frankfurt am Main sowie der Arbeitsgemeinschaft Nordische Staaten e. V. – seine Sammelschwerpunkte reichen von Dänemark und Grönland bis zur Berliner Postgeschichte der 1950er Jahre. BDPh-Präsident Alfred Schmidt betont: „Mit Frank Alkenbrecher gewinnen wir einen versierten Philatelisten, der zugleich über organisatorisches Geschick und langjährige Branchenkenntnis verfügt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Alkenbrecher tritt im nächsten Jahr die Nachfolge von Reinhard Küchler an, der zum 1. August 2026 in den Ruhestand geht. Wir heißen Frank Alkenbrecher herzlich willkommen und blicken optimistisch in die gemeinsame Zukunft!
nagel.d Am: 18.08.2025 16:31:07 Gelesen: 21933 # 344
@ philamaxi [#342] Es ist zum 18.08. auf der Hompage des BDPh der neue Leiter der Geschäftsstelle bekanntgegeben worden, samt Foto.
christel Am: 20.08.2025 19:49:39 Gelesen: 21604 # 345
Nun vermischt sich in diesem Thema aber alles. Vielleicht könnte Richard ein wenig aufräumen. Es geht doch eigentlich ursprünglich um die Möglichkeit und Notwendigkeit (vielleicht auch dem Willen der ARGEn) einer Vertretung der Arbeitsgemeinschaften und Forschungsgemeinschaften über einen Beirat in den Führungsebenen des BDPh vertreten zu sen. Mittlerweile geht es hier aber mehrheitlich um völlig anderes, Personalien im Ehrenamt, Anstellung von GF. Das Thema selbst ist immer mehr verfehlt. Christel von der Post [Antwort: Aufräumen wäre eine mehrtägige Arbeit, eine solche kann ich mir aus gesundheitlichen Gründen derzeit nicht leisten]
Altsax Am: 21.08.2025 20:05:51 Gelesen: 21408 # 346
@ christel [#345] "Nun vermischt sich in diesem Thema aber alles. Vielleicht könnte Richard ein wenig aufräumen. Es geht doch eigentlich ursprünglich um die Möglichkeit und Notwendigkeit (vielleicht auch dem Willen der ARGEn) einer Vertretung der Arbeitsgemeinschaften und Forschungsgemeinschaften über einen Beirat in den Führungsebenen des BDPh vertreten zu sen. Mittlerweile geht es hier aber mehrheitlich um völlig anderes, Personalien im Ehrenamt, Anstellung von GF. Das Thema selbst ist immer mehr verfehlt." Formal gesehen ist das zutreffend. Substantiell gilt aber auch hier der altbekannte Satz aus der Physik: Alles hängt mit allem zusammen. Bei Strukturfragen geht es einerseits um eine rationelle Organisation mit möglichst wenig Leerlauf und Doppelarbeit, andererseits aber auch um Macht und Einfluß. Die zahlenden Mitglieder, die den Gesamtverband finanziell tragen, lassen sich prinzipiell unterteilen in drei Gruppen: a) die inaktiven Sammler, die aus Treue zum Verein nicht austreten (sogenannte Karteileichen) b) die an Organisationsfragen uninteressierten Sammler, die es schätzen, sich mit anderen im Verein zu treffen zum Austausch von Gedanken und Briefmarken. c) die aktiven Sammler und Funktionäre, die alles am Laufen halten. Formal bestimmen die Landesverbände das Geschehen im Gesamtverband auf Basis der Mitgliederanteile. Die Mehrzahl der Mitglieder gehört den Gruppen a) und b) an, ist also an den Ergebnissen weitgehend uninteressiert. Die Landesverbandsvorsitzenden werden von den Vereinsvorständen gewählt, deren originäre Aufgabe die Vertretung von Vereinsinteressen ist. Die Landesverbandsvorsitzenden wiederum wählen die Mitglieder des Bundesvorstandes so aus, daß ihre Interessen gewahrt bleiben. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften dürften überwiegend der Gruppe c) angehören, in der sie möglicherweise sogar die Mehrheit stellen. Sofern das zutrifft, hätten sie sogar die Mehrheit der Aktiven des Gesamtverbandes. Von der Sache her stünde ihnen damit eine diesem Gewicht entsprechende Mitwirkungsmöglichkeit zu. Mit einem Beirat (etwas ähnliches gab es ja mit dem allerdings bei weitem nicht alle Arbeitsgemeinschaften umfassenden Verband) ist die faktische Bedeutung aber marginal. Ein weiteres Thema sind die Einzelmitglieder bei Verbänden und dem BDPh. Letztere werden im Stimmengewicht auf die für die Wohnorte "zuständigen" Landesverbände verteilt. Eigene Mitwirkungsmöglichkeiten haben sie nicht. Demokratische Mitwirkung sieht anders aus. Was soll damit gesagt werden? Die organisierte Philatelie ist abhängig von den Aktiven. Sie sind aktuell in der Minderheit und werden wohl auch künftig eine Minderheit bleiben. Sie sind aber essentiell für das Fortbestehen der organisierten Philatelie. Deshalb muß ihnen ein entsprechendes Mitwirkungsrecht eingeräumt werden, nicht nur über die Anhörung von wie auch immer bezeichneten "Beiräten". Eine Möglichkeit wäre ein gemeinsamer Verband von Einzelmitgliedern und Arbeitsgemeinschaftsmitgliedern (deren Stimmen dann natürlich nicht noch einmal bei den Landesverbänden mitgezählt werden dürften), der gleichberechtigt wäre mit den Landesverbänden. Das könnte die bestehenden Verkrustungen auflockern und endlich zu einer fruchtbaren Zukunftsdiskussion führen.