
(?) (2) Stumme Stempel

Der Brief wurde am 27.05.1978 unfrankiert in Steimel aufgegeben und deshalb mit 100 Pfg. Nachporto belegt. Der Empfänger in Marburg (Lahn) hat die Annahme verweigert. Ich gehe davon aus, dass der Absender nicht auf dem Brief notiert war. Der Brief ging deshalb nach Frankfurt und wurde dort in der Ermittlungsstelle geöffnet. Man schrieb den Namen und die Anschrift des Absenders in rot auf den Brief und schickte ihn nach Steimel zurück.
Mich interessiert der stumme Stempel. Er sieht aus wie ein Maschinenstempel und kommt wahrscheinlich von der Ermittlungsstelle in Frankfurt (Main).
Kann einer von euch etwas zu dem stummen Stempel sagen?
Viele Grüße
Volkmar
[Versuchsweise redaktionell ausgelagert aus dem Thema "Stempel bestimmen: Wer kennt diesen Stempel ?"]
Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
[1] Richter/Griese, Altstempel deutscher Postanstalten - ihre Weiter- und Wiederverwendung nach dem 8. Mai 1945
Der Brief kommt vom Obergefreiten Gutjahr L 801497, Luftgaupostamt Posen. Der stumme Stempel ist vom 25.10.1943.
Die Emfängerin war seine Frau (Inhalt des Briefes). Als Anschrift ist angegeben: Frau Magdalene Gutjahr, z.Zt. Blankenburg (Harz), Helsungerstr. 40. VonBlankenburg aus wurde der Brief nach Verden a. Aller, Bergstr. 9, weitergeleitet. Dabei wurde der Bahnpoststempel Halberstadt – Tanne (Harz) / Zug 11 / a vom 01.11.1943 mit viel Druck aber nur wenig Farbe abgeschlagen.
Herr und Frau Gutjahr haben den Krieg überlebt, denn im Internet fand ich das Bild ihres Grabes [1].
Viele Grüße
Volkmar
[1] https://www.verdener-familienforscher.de/verden/datensammlung/graeber/index.php?id=einzel&ia=verden_domfriedhof2112.jpg