Briefmarken Atteste

Thema:

(?) (2) Stumme Stempel

wulbri99 Am: 04.10.2023 17:52:58 Gelesen: 1654 # 1
Hallo alle zusammen, es ist ein stummer Stempel, ev. aus Friesack/Mark. und der früheste Zensurstempel, den ich bisher nachweisen kann. Gruß wulbri99
volkimal Am: 04.10.2023 19:29:43 Gelesen: 1552 # 2
Hallo zusammen, ein Brief von Steimel nach Marburg (Lahn): Der Brief wurde am 27.05.1978 unfrankiert in Steimel aufgegeben und deshalb mit 100 Pfg. Nachporto belegt. Der Empfänger in Marburg (Lahn) hat die Annahme verweigert. Ich gehe davon aus, dass der Absender nicht auf dem Brief notiert war. Der Brief ging deshalb nach Frankfurt und wurde dort in der Ermittlungsstelle geöffnet. Man schrieb den Namen und die Anschrift des Absenders in rot auf den Brief und schickte ihn nach Steimel zurück. Mich interessiert der stumme Stempel. Er sieht aus wie ein Maschinenstempel und kommt wahrscheinlich von der Ermittlungsstelle in Frankfurt (Main). Kann einer von euch etwas zu dem stummen Stempel sagen? Viele Grüße Volkmar [Versuchsweise redaktionell ausgelagert aus dem Thema "Stempel bestimmen: Wer kennt diesen Stempel ?"]
Jürgen Witkowski Am: 01.06.2025 20:20:07 Gelesen: 747 # 3
Dieser stumme Kreisstegstempel mit Gitterbögen oben und unten weist nur die Unterscheidungszeichen * * * auf. Die Uhrzeit hat noch die V/N-Angabe. Richter [1] nennt diese Stempel Skelettstempel und schreibt weiter, dass die fehlende Ortsangabe meistens durch Gummistempel ergänzt wurde. Das ist bei diesem Beleg nicht der Fall. Die Ortsangabe lässt sich jedoch durch den Einschreibzettel ermitteln. Es ist Putlitz. Im Buch ist dieser Stempel nicht aufgeführt. Der Einschreibbrief bis 20 g von Putlitz nach Pritzwalk war mit 84 Pf (24 Pf Fernbrief, 60 Pf Einschreiben) portorichtig freigemacht. Verwendet wurden ein senkrechter Viererstreifen der 6 Pf, MiNr. 1A und ein senkrechter Zweierstreifen der 30 Pf, MiNr. 7A der Freimarkenserie Berliner Bär und Eiche von Berlin Brandenburg. Abgeschickt am 14.4.46 kam er in Pritzwalk am 16.4.46 an. Mit besten Sammlergrüßen Jürgen [1] Richter/Griese, Altstempel deutscher Postanstalten - ihre Weiter- und Wiederverwendung nach dem 8. Mai 1945
bernhard Am: 01.06.2025 22:04:22 Gelesen: 727 # 4
@ Jürgen Witkowski [#3] Hallo Jürgen, das ist ein bisher unbekannter Notstempel. Im Richter-Handbuch zu den Ortsnotstempeln ist er nicht aufgeführt. Bei E-Briefen wurde öfers auf einen zusätzlichen Stempel für die Ortsangabe verzichtet, da der R-Zettel diese Aufgabe auch erfüllte. Viele Grüße Bernhard
volkimal Am: 01.06.2025 22:25:39 Gelesen: 718 # 5
@ volkimal [#2] Hallo zusammen, beim Thema "Zurück und nachgeschickt" bekam ich weitere Informationen zum stummen Stempel aus Marburg: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=335909 Viele Grüße Volkmar
volkimal Am: 17.06.2025 17:55:46 Gelesen: 565 # 6
Hallo zusammen, von Uwe Seif erhielt ich diesen Feldpostbrief mit einem stummen Stempel - vielen Dank dafür! Der Brief kommt vom Obergefreiten Gutjahr L 801497, Luftgaupostamt Posen. Der stumme Stempel ist vom 25.10.1943. Die Emfängerin war seine Frau (Inhalt des Briefes). Als Anschrift ist angegeben: Frau Magdalene Gutjahr, z.Zt. Blankenburg (Harz), Helsungerstr. 40. VonBlankenburg aus wurde der Brief nach Verden a. Aller, Bergstr. 9, weitergeleitet. Dabei wurde der Bahnpoststempel Halberstadt – Tanne (Harz) / Zug 11 / a vom 01.11.1943 mit viel Druck aber nur wenig Farbe abgeschlagen. Herr und Frau Gutjahr haben den Krieg überlebt, denn im Internet fand ich das Bild ihres Grabes [1]. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.verdener-familienforscher.de/verden/datensammlung/graeber/index.php?id=einzel&ia=verden_domfriedhof2112.jpg