Als wahrhaft großformatigen Einstieg meinerseits ein Ersttagsbrief Deutsche Spielkarten mit der DDR-Ausgabe MiNr 1298 - 1301 vom 18.7.1967. Hier werden die vier Buben teils aus deutschem, teils aus französischen Blatt vorgestellt.
Ich bin gespannt wer dieses reizende Thema mit Ausdauer bedient und Dame, König, Ass ins Spiel bringt.
Einen unterhaltsamen Abend wünscht
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
Thema:
Bube, Dame, König, Ass - Kartenspiel Spielkarten
Als wahrhaft großformatigen Einstieg meinerseits ein Ersttagsbrief Deutsche Spielkarten mit der DDR-Ausgabe MiNr 1298 - 1301 vom 18.7.1967. Hier werden die vier Buben teils aus deutschem, teils aus französischen Blatt vorgestellt.
Ich bin gespannt wer dieses reizende Thema mit Ausdauer bedient und Dame, König, Ass ins Spiel bringt.
Einen unterhaltsamen Abend wünscht
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
Im Ersttagsblatt 31/2013 vermittelt die Deutsche Post interessante Aspekte zu diesem Kartenspiel. Hier Auszug vom Einstieg:
Skat ist das populärste Kartenspiel der Deutschen. Millionen Menschen treffen sich, um in geselligen Runden nach einem strengen Regelwerk zu geben, zu reizen und zu stechen. "Wenn man nicht ernst spielt, macht es keinen Spaß", wusste schon der große Komiker Loriot (1923 bis 2011) über das Spiel zu sagen.

Spiel und Spaß in geselliger Runde wünscht
mit freundlichen Grüßen
Edwin
lauter gute Trümpfe - IM BAUSPARER - WETTBEWERB 1961 –
und zeigte vier Spielkarten mit Asse.
Viele Grüße
Hajo
Anlass in diesem Fall ein "FESTIVAL INTERNATIONAL / DE BRIDGE / MONTE CARLO / 1-15 mai 1968"
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
Viele Grüße
Angelika
Jassen ist ein Kartenspiel, das vor allem in der Schweiz (sämtliche Landesteile) und dem übrigen alemannischen Sprachraum verbreitet ist. Beim Jassen wird üblicherweise mit vier Spielern und 36 Karten gespielt. Vom Grundspielprinzip existieren zahlreiche Varianten. Je nach Region werden unterschiedliche Kartenblätter verwendet, auch die Regeln können sich je nach Region unterscheiden.
MfG Jürgen -wajdz-
https://de.wikipedia.org/wiki/Jass
Beste Grüße
Peter Blum
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Sechsundsechzig

Leider hat das Ende dieses Museums mit der bemerkenswert vielseitigen Privatsammlung im Jahre 1972 bei den Bielefeldern ein großes Bedauern ausgelöst. [1]
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
[1] https://historischer-rueckklick-bielefeld.com/2022/12/01/01122022/
Das Deutsche Spielkartenmuseum in Leinfelden-Echterdingen, eine Zweigstelle des Landesmuseums Württemberg, beherbergt eine der größten öffentlichen Spielkarten-Sammlungen in Europa und steht allen Ludologen und privat Interessierten offen.
Die Geschichte des Spielkartenmuseums begann 1923 im thüringischen Altenburg.
Das nach dem Zweiten Weltkrieg nach Westdeutschland, zuerst nach Mannheim, 1956 nach Leinfelden, verlagerte enteignete Unternehmen ASS baute dort in einem neuen Firmenmuseum, dem ASS-Museum, wieder eine Sammlung auf.
1972 übernahm die ASS mit der Bielefelder Spielkarten GmbH auch das Deutsche Spielkartenmuseum e. V. in Bielefeld, das ebenfalls mehrere bedeutende Sammlungen erworben hatte.
Das Museum in Leinfelden erhielt nun den Namen der Neuerwerbung, 1974 wurde das Deutsche Spielkartenmuseum am Standort in der heutigen Schönbuchschule eröffnet. Am 18. August 1982 wurde das Deutsche Spielkartenmuseum aufgrund des immer enger werdenden finanziellen Spielraumes von ASS an das Land Baden-Württemberg und die Stadt Leinfelden-Echterdingen verkauft.
Die Stadt Leinfelden-Echterdingen hat den Ausstellungsbetrieb zum 30. Juni 2012 eingestellt und das Museum in ein Archiv umgewandelt, das nach Voranmeldung besichtigt werden kann. [1]
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Spielkartenmuseum
F689943, 3890 Vienenburg, Spielkarte AS mit Zahl 69, PRODUKTIONS & HANDELS GMBH, 388835 Lüttgenrode – Amt
Viele Grüße
Hajo
Wenn Ihr schon mal da seid, könnt Ihr auch mal im Spielkartenmuseum in Tournhout vorbeischauen (Link unten).
An ein Exponat muss ich denken: eine halbe Spielkarte, ich glaube aus dem frühen 18. Jahrhundert – die lag bei einem Findelkind. Es nannte den Namen des Knaben und die von Herzen kommende Bitte, sich des Kindes anzunehmen. Vermutlich ein echtes Kind der Sünde. Tragisch und ergreifend!
Der Weltmarktführer in der Kartenspielproduktion ist die belgische Fa. Cartamundi. Die hat auch die Altenburger Spielkartenfabrik übernommen.
Auch in Altenburg gibt es ein Spielkartenmuseum. Beide Museen haben einen Shop mit sehr schönen, grafisch ansprechenden Kartenspielen.
Nun zu den Schattenseiten: Alkohol, Tabak, Völlerei, Fluchen, schlechte Frauen, Glücksspiel. Alles Dinge, die - gerne auch noch in Kombination - einen Mann allerliebst vor die Hunde gehen lassen können (aber eben auch furchtbar Spaß machen können). Männer sind in ihrem Selbstzerstörungsdrang manchmal eben echte tickende Zeitbomben (siehe auch die Illustration auf dem Umschlag im Beitrag 1).
Also Vorsicht: nicht übertreiben.
Dazu lässt Goeffrey Chaucer seinen Ablassverkäufer in seinen „Canterbury Tales“ – frühe Weltliteratur aus England – etwas sagen. Der Witz bei der Sache: der Ablassverkäufer beschreibt allerhand Verdammenswertes, das aber das immer in solcher Breite, dass das absurd erscheint und man Lust darauf bekommt mitzutun.
“Now that I have spoken of gluttony, I will forbid you gaming, which is the very mother of lies, deceit, and cursed forswearing, of blasphemy of Christ, manslaughter and waste of money and of time; and furthermore, it is a disgrace and against all honor to be known as a common gamester.”
Ich übersetze das mal: Nun, da ich zu Euch von übermäßigem Essen gesprochen habe, I verbiete Euch das Glücksspiel, da es die Mutter aller Lügen, des Betrugs, verwünschter Flucherei, der Gotteslästerung, und des Totschlags ist, sowie Verschwendung von Zeit und Geld. Darüber hinaus ist es eine Schande und gegen jede Ehre als gemeiner Spieler bekannt zu sein.
Mehr ging wirklich nicht – kann man da einsteigen?
https://speelkaartenmuseum.turnhout.be/
Stempel 5300 BONN 1 · Erstausgabe 14.08.1986 100 Jahre Deutsche Skatkongresse / Zeichnung stilisierte Spielkarte
Die Deutsche UNESCO-Kommission nahm 2016 das Skatspiel unter Federführung des Deutschen Skatverbandes e.V. in das bundesweite Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe auf.
Seit 1998 existiert als Regelwerk die Internationale Skatordnung, die vom Deutschen Skatverband mit Sitz in Altenburg zusammen mit dem Internationalen Skatverband beschlossen wurde.
Erarbeitet nicht zuletzt bei den seit dem ersten vom 7.-9.08.1886 stattgefundenden ´Deutschen Skatkongreß in Altenburg und der Gründung des Deutschen Skatverbandes e.V. 1890 in Halle (Saale)
Deutsche Skatkongresse fanden bis 1937 in variablen Abstanden, seit 1950 jedoch konstant alle vier Jahr in verschiedenen Städten statt. Zum 100jährigen Jubiläum tagte der XXIV. Skatkongreß am 4. Oktober 1986 in Köln.
MfG Jürgen -wajdz-
Die Dauerausstellung des Luxemburger Druck- und Spielkartenmuseum zum Thema Spielkarten führt durch die Geschichte der Spielkartenhersteller-Familie Dieudonné, die seit fünf Generationen in Grevenmacher lebte. Diese Ausstellung zeichnet die Abenteuer dieser Familie von 1754 bis 1880 nach.
MfG Jürgen -wajdz- mit Dank an zockerpeppi -postcrossing-
Wir machen die Karten ... spielen müssen Sie! / 04600 Altenburg / F740500
Beste Grüße
Peter Blum
Mwst ALTENBURG · 12.3.8x · Werbung Skatstadt, Figuren, vier Asse
MfG Jürgen -wajdz-
Altenburg (74) - wieder mal ein Spielchen!
Auch kleine Ausschnitte machen einen Haufen im Karton.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Tiger_Force
[2] https://www.exponate-online.de/e_exponat.asp?a=1&e=155
Sonderstempel
BERLIN 102 · DEUTSCHE SPIELKARTEN · 18.-7.67; Zeichnung Herz, Schelle, Eichel, Grün
MfG Jürgen -wajdz-
Herz-Dame - Grußmarke der USA von 2009 – Mi-Nr. 4499
Nachdem im Beitrag von H. Brandstetter wie üblich eine amerikakritische Position eingenommen wurde, habe ich direkt mal in meine USA-Sammlung reingeschaut und bewusst nach einem Kartenspielmotiv gesucht. Das war gar nicht so einfach, aber immerhin ein Exemplar habe ich gefunden.
Mich überraschen die USA immer wieder, und zwar als Land der Extreme. Auf der eine Seite sind die vom Puritanismus geprägt, es ist schwierig, mal ein moralgrenzwertiges Briefmarkenmotiv zu finden. Glückspiele sind zwar in der Bibel nicht verboten, gelten aber unter sittenstrengen Puritanern (und diese Prägung meine ich bis heute in der US-Kultur wahrnehmen zu können) als verworfen.
Auf der anderen Seite werden Orte der Sünde wie Las Vegas oder Atlantic City in den Medien glorifiziert: Kaum ein Western, wo in der örtlichen Gaststätte (Saloon) nicht kartengespielt wird – natürlich um Geld.
Geld hat in den USA eine noch höhere Bedeutung hat als in Deutschland - wir sind geizig und horten gerne im Geheimen, die Amerikaner sind gierig und lassen Geld auch gerne zirkulieren. Auch ist in den USA Geldbesitz keine Schande, sondern ein für Gesellschaft sichtbarer Beweis des Erfolgs und der eigenen Überlegenheit und von daher sozial wesentlich. Amerikanische Investoren betreiben übrigens garantiert kein Glückspiel - die Idee mit Glücksspiel reich zu werden, ist eine Phantasie der Unter- und Mittelklasse, von der die Glückspielindustrie prima lebt, möchte ich als kühler Kaufmann mal anmerken.
Aber lassen wir das bei Seite, was man den Anglo-Amerikanern sicher vorwerfen kann, ist dass sie wahnsinnig erfolgreich in Fragen der Unterhaltungsindustrie sind (man könnte auch sagen, geradezu imperialistisch – das könnt ihr gerne einmal prüfen, das TV anmachen und die US und UK-Produktionen zählen). Osama bin Laden soll von dieser Kulturhegemonie so genervt gewesen sein, dass er die USA auf die Anschlagsliste gesetzt hat.
Dann komme ich auch noch einmal auf die mannigfaltigen Gefahren des Kartenspiels zurück (Beitrag [#11] .
Wie ich alle diese Aspekte jetzt verbinde? Dann passt mal auf:
USA 1965 – der Film „Cincinatti-Kid“ wird gedreht. Um was geht’s? Talentierter Nachwuchspokerspieler (Steve Mcqueen) treibt sich in New Orleans herum. Dort trifft auch der amtierende Großmeister (Edward G. Robinson) ein. Zu Beginn des Films lernen wir beide Charaktere kennen, nach 60 Minuten kommt es zum Duell in einer dramatischen Kartenspielrunde, die ca. 45 Minuten dauert. Alle, wirklich alle genannten Gefahren, die die Faszination des Kartenspiels ausmachen, sind in diesem Film zu besichtigen. Als leibhaftige Versuchung (Kreuzdame) kann man Ann Margret begegnen, aber auch die Herzdame (liebevoll und unterstützend) in Gestalt der anfangzwanzigjährigen Tuesday Weld ist vertreten. Das auf dem Tisch gestapelte Geld beim Dreh, war übrigens echt.
Vielleicht schaut ihr mal rein a) in Eure USA-Sammlung oder b) den Film.
Wer in den Film reinguckt, sollte auf die Szene achten, wo sich die Protagonisten auf ihr Duell vorbereiten (sorgsam, geordnet, diszipliniert, ihr Handwerkszeug packend). Ich werde das Morgen selbst genau so tun, denn ich treffe am Wochenende Freunde zum Zocken und gedenke mich, bis der Hahn kräht, mannhaft den genannten Gefahren zu stellen (und stimme mich mit diesem Artikel darauf ein).
Dann habe ich zum Schluss noch einen Medienhinweis: der Sender Arte kündigt die Dokumentation „Ass im Ärmel – Faszination Kartenspiel“ für den 29.08.24 an. U.a. - so der Programmhinweis - wird wohl ein Besuch der Produktion in Tournhout (Museum von des Speelkart) der Fa. Cartamundi gezeigt.
Auf jeden Fall eine gelungene Grafik MfG Jürgen -wajdz-
Spielkarte Grün-Unter (16. Jh.) · Pik-Bube
MfG Jürgen -wajdz-
5000 KÖLN 15 · -5.10.1986 · Zeichnung und Text
Bei ernsthaftem Skatspiel sollte man natürlich nicht über Gott und die Welt schwatzen, aber das „Sprücheklopfen“ gehört wohl dazu.
Hier eine Auswahl https://www.skatstube.de/forum/diskussionen/385-lieblings-skatspruch/kommentare
MfG Jürgen -wajdz-

Beste Grüße
Ulrich
Grüße
Andreas
Im Jahr 2025 wurde das Thema nochmals aufgegriffen. Zur 1000 sten Ausstrahlung der Sendung Samstig Jass wurde nochmals ein Kleinbogen herausgegeben.
Die Beschreibung lautet:
„Samschtig-Jass» wurde 1967 von Kurt Felix als erstes interaktives Fernsehformat in der Schweiz erfunden. Die Sendung zeigt Differenzler-Jassrunden, die sowohl in urchigen Restaurants als auch in aussergewöhnlichen Locations ausgetragen werden. Für die Unterhaltung und Stimmung zwischen den drei Spielrunden sorgen musikalische Beiträge. Am 4. Januar 2025 strahlte SRF1 die 1000. Sendung aus. Zur Feier dieses Ereignisses wurden, passend zur Erstausstrahlung 1967, 1967 Exemplare des Kleinbogens «Schweizer Jass» aus dem Jahr 2018 überdruckt. Die limitierte Sonderausgabe kostet in Anlehnung an die 1000. Sendung 1000 Rappen. Der eigentliche Taxwert des Kleinbogens beträgt 8 Franken. Den zusätzlichen Erlös von 2 Franken pro Bogen spendet die Schweizerische Post an das Schweizerische Rote Kreuz.“
Zum Vergleich der Block aus dem Jahr 2018 mit einer Auflage von 1,8 Millionen Z.-Nr. 1698-1701
Eine genaue Untersuchung ergab nun:
Block 2018
Block 2025
Rahmen Rahmenmuster, rechts Schweizer Kreuz mit Inschrift: Ohne Rahmen Schweizer Jass Inschrift in Gold: Jass Suisse
Die Schweizerische Post gratuliert zur 1000sten Sendung
Jass svizzero Logo des Samschtig Jass: Jass svizzer
Barcode 764077091055
76640219239421
Bestellnummer 547732
549805
Die Aussage, dass alte Blöcke überdruckt wurden, ist also falsch.
Im zweiten Schritt wurden nun die Marken untersucht:
Auf den ersten Blick sehen die Blockmarken identisch aus. Unter einer guten mit 8 Lupe mit 8-facher Vergrösserung sieht man folgende Unterschiede:
Bei den Marken 2025 sind die Rasterpunkte rechtwinklig angeordnet und um 30 ° gedreht
Bei den Marken 2018 sind die Rasterpunkte unregelmässig verteilt.
An einigen Ausschnitten der Marken werden die Unterschiede deutlich.
Block 2018 Block 2025
Eichel König

Schelle Under

Kreuz König

Herz Dame

Vergrössungen eines Scans mit 1200 dpi, damit die Ausrichtung der Rasterfelder besser zu sehen ist, wurden 4 schwarze Hilfslinien eingefügt, die senkrecht aufeinander stehen.
Auch lose Marken der beiden Blöcke sind somit eindeutig zu unterscheiden.
Somit stimmt die Bewerbung durch die Post nicht:
- Es wurden keine Bogen von 2018 überdruckt.
- Es wurden neue Bogen hergestellt
Es stellen sich nun für die Sammler folgende Fragen:
- Geben die Katalogverantwortlichen neue Katalognummern oder Unternummern?
- Handeln die drei Kataloghersteller Zumstein, SBK, Michel einheitlich?
- Macht es Sinn, dass jede moderne Schweizer Marke nun drei verschiedene Katalognummern erhält?
Die Preise auf diversen Internet Plattformen variieren täglich. Ich bin gespannt, wo sie sich einpendeln werden. Bedarfsbelege dieser Marken werden sich wohl nicht finden.
Ich danke Stefan Sägesser für die Vorlage der Marken
Viele Grüße
Angelika
Mit freundlichen Grüßen
Edwin