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Thema:

Altdeutschland Braunschweig: Schöne Belege

Magdeburger Am: 29.09.2021 17:38:35 Gelesen: 3155 # 1
Liebe Sammelfreunde dieses Thema gibt es bis jetzt noch nicht. Dazu zeige ich jetzt einen Beleg vom 29.09.1861: Gesendet wurde er von Braunschweig nach Magdeburg. Das Franco von 2 Sgr. ist richtig für einen Brief der 1. Gewichtsstufe in die 2. Entfernungsstufe. Siegelseitig Ausgabestempel vom gleichem Tag. Eine Tour "6" gibt es nicht in Magdeburg, sondern diese sowie die Nr. 7 waren für die Landbestellbezirke. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
Magdeburger Am: 30.09.2021 18:55:25 Gelesen: 3131 # 2
Liebe Sammelfreunde

dann hier noch ein zweiter Brief:



Aufgegeben am 24.11.1862 in Helmstedt und adressiert "An (das) Königliche Preussische Stadt und Kreisgericht in Magdeburg". Gewogen hat der Brief 2 7/10 Loth und war somit 3fach schwer. Da er in der ersten Entfernungsstufe bis 10 Meilen lag, reichten somit 3 Sgr. Franco auch aus.
Die Qualität ist zwar nicht berauschend, jedoch auf Grund des Gewichtes nicht häufig.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
bayern klassisch Am: 30.09.2021 18:57:53 Gelesen: 3127 # 3
@ Magdeburger [#2] Lieber Magdeburger, statistisch gesehen waren unter 1% aller Postvereinsbriefe 3fach, oder schwerer. Glückwunsch zu dieser Seltenheit. Liebe Grüsse von bayern klassisch
Magdeburger Am: 30.09.2021 19:07:43 Gelesen: 3124 # 4
@ bayern klassisch [#3] Lieber Bayern Klassisch, leider habe ich keine statistischen Angaben zu den Gewichten von Briefen. Wieviele 3fach schwere Brief ich habe, keine Ahnung, jedoch sicher keine 5. Allerdings beschränkt sich meine Suche diesbezüglich ja fast nur auf Magdeburg und Dessau. Vielleicht hast du auch hier was zu zeigen. Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
bayern klassisch Am: 30.09.2021 20:27:27 Gelesen: 3119 # 5
@ Magdeburger [#4] Lieber Magdeburger, von Braunschweig kenne ich nur eine 3. Gewichtsstufe nach Bayern - und die habe ich leider nicht. In andere AD - Länder kann ich schon etwas zeigen, nur halt nach Braunschweig nicht. Liebe Grüsse von bayern klassisch
bekaerr Am: 18.04.2022 11:27:35 Gelesen: 2845 # 6
Hallo zusammen, ich zeige hier einen Paketbegleitbrief von Braunschweig nach Bodenstein ... ... und versuche mich an einer Interpretation: Aufgegeben am 3.9.?? in Braunschweig (Feuser 010) in blau an Herrn Amtmann Crämer zu Bodenstein. Gemeint ist vermutlich Bodenstein im Landbezirk von Lutter am Barenberge. Links unten: "Hierbei ein Paket ... in Papier gez. durch ...", daneben eine schwarze 3 und darunter der "frei"-Vermerk ganz oben: "per Expressen ... von Lutter a. B. nach Bodenstein zu ..." Darunter, rot unterstrichen vermutlich die Gewichtsangabe (... Loth 2 Pfund?) Rechts neben dem Rötel-Strich lese ich: "verz.(ogen?) Couvert gegen ... ... retour" -> Der Empfänger war verzogen und der Begleitbrief (ohne Paket?) sollte zurück gesandt werden? Von Braunschweig nach Lutter am Barenberge war das Paket ca. 36 km, also etwas weniger als 5 Meilen Luftlinie entfernt, demnach Progressionssatz 1. Die schwarze 3 ist wohl das bezahlte Franko in Braunschweig. Links oben die "Zahl 2 + Zeichen" deute ich als 2 1/6 (Sgr.) für die Expressbestellung des Begleitbriefs. Zur Zeit des NdDP hätte dies für eine halbe Meile 3 Sgr. gekostet (§ 38 Posthandbuch NDP), evtl. ein Indiz für die Zeit vor 1868? Diee Rötel-1 in der Mitte unten könnte mit der Rücksendung zu tun haben. Zu guter Letzt noch eine Bleistift-Anmerkung ganz unten, der ich aber keine postalische Bedeutung beimesse. Das gute Stück war ein Beifang in einem größeren Los. Nachdem die Bewertung bei Feuser (für Braunschweiger Zeit 600, NDP 250) doch sehr ansehnlich ist, würde mich natürlich auch der Handelswert interessieren. Österliche Grüße, Bernd
Gernesammler Am: 29.10.2025 20:05:14 Gelesen: 1044 # 7
Hallo Sammlerfreunde, Zwei Brief aus Gandersheim, der erste ist eine Herzogliche Dienst Sache (HDS) vom 14.2.1844 und wurde spediert an das Herzogliche Consistorium zu Wolfenbüttel, auf der Rückseite ist noch ein gebrochenes aber gut lesbares Siegel. Gestempelt wurde dieser mit dem Doppelwellenlinien Hammerstempel von Gandersheim, Feuser 1074-4, verwendet ab 1833. Der Zweite Brief ist vom 20.5.1851 und ebenfalls spediert an das Herzogliche Consistorium als Herzogliche Dienst Sache (HDS) in Aglasterhütte, gestempelt wurde der Brief mit dem Doppelhammerstempel von Gandersheim, Feuser 1074-5, verwendet ab 1851, dieser in blau. Gruß Rainer
chris63 Am: 29.10.2025 22:00:17 Gelesen: 1025 # 8
@ Gernesammler [#7] Hallo Rainer, der 2. Brief ging auch nach Wolfenbüttel. Im Hzgth. Braunschweig gab es nur ein Konsistorium mit Sitz in Wolfenbüttel. grüsse Christof
Gernesammler Am: 29.10.2025 22:54:00 Gelesen: 1017 # 9
@ chris63 [#8]

Hallo Christof,

Danke für den Hinweis, jetzt sehe ich es auch.

Gruß Rainer
bignell Am: 29.10.2025 23:43:18 Gelesen: 1012 # 10
Hallo Rainer, einen Brief aus Gandersheim mit dem Stempel von 1839 kann ich auch zeigen: Liebe Grüße, harald
Sammlerfreund Christian Am: 19.11.2025 22:58:07 Gelesen: 870 # 11
Liebe Sammlerfreunde, abgebildet seht Ihr einen hübschen Brief mit 2/4 der Mi-Nr. 9. Leider bin ich kein Braunschweig-Experte. Der Michel-Spezial sieht für diese Verwendung zwei verschiedene Katalogpreise vor: "auf Brief für Landpostbestellung - andere Orte" (EUR 750) und "Porto bis 5 Meilen" (EUR 140). Meine Frage: was haben wir hier? Der Zielort liegt tatsächlich recht nah an Stadtoldendorf. Woran erkennt man eigentlich eine Landpostbestellung? Über Eure Einschätzung würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank und beste Grüße Christian
chris63 Am: 20.11.2025 19:47:35 Gelesen: 822 # 12
@ Sammlerfreund Christian [#11] Hallo Christian, nach meinem Verständnis gibt das Datum Aufschluss, Landpostbestellung nur von 1852-62, danach "Porto bis 5 Meilen". Ab 1863 Bestellgeld vom Empfänger zu bezahlen oder wenn zusätzlich frankiert nur mit Vermerk. Wegen des Stempels vermute ich Verwendung vor 1863, somit die höher bewertete Variante, aber ohne Garantie. grüsse Christof
Sammlerfreund Christian Am: 20.11.2025 20:07:55 Gelesen: 814 # 13
@ chris63 [#12] Vielen Dank für Deine Einschätzung, Christof! Ich habe direkt einmal nachgeschaut - leider gibt es im Brieftext keine Datumsangabe. Es gibt auch keinen Ankunftsstempel, was bei so einem kleinen Ort wie Kirchbrak allerdings auch nicht zu erwarten war. Eine Postagentur wurde dort erst 1879 eröffnet (laut Stempeldatenbank von stampsx). Für den Stempel von Stadtoldendorf wird wiederum ein Verwendungszeitraum bis Ende 1861 angegeben, was für Deine These spricht. Eigentlich kann es nur die Landzustellung sein. Viele Grüße Christian
Richard Am: 17.09.2026 09:59:10 Gelesen: 221 # 14
In der 389. Köhler Auktion wird ein Braunschweig Beleg wie folgt angeboten: Los 4968 Altdeutschland Braunschweig, Michel 11C Beschreibung 1 Sgr. auf gelb mit allseits vollständigem Versuchsdurchstich 17, mit sauber aufgesetzter Nr. "8" und nebengesetztem blauen DKr. "BRAUNSCHWEIG 7 SEPT. 1864" auf Briefkuvert nach Harzburg, mit Ankunftsstempel. Schöne und laut Fotoattest Brettl BPP (1985) ursprüngliche Erhaltung. ProFi hat 5 weiter Frankaturen dieser Marke aus Braunschweig zwischen Juli und September 1864 registriert. Signiert Gustav Rühland. Da der zuständige Verbandsprüfer die Versuchs Durchstriche grundsätzlich nicht prüft, bieten wir das Stück 'Tel quel' auf Grundlage des vorhandenen Attestes an. Provenienz: 'BERNINA' (Erhardt 1992) Liveauktion, Ausruf 3.000 Euro, Gebotsabgabe bis Freitag 25.09.2026, 10:00 CEST https://www.philasearch.com/de/cat/13251_35/lot/35-A389-4968