@ Antik [#1]
Sieht nach Japan Nr. 2 aus.
Ich bin kein Japan-Fachmann, aber die Marke macht einen ordentlichen Eindruck.
Der Spalt oben erscheint mir keine Beschädigung zu sein, sondern eine Falte im Papier beim Druck.
Es ist eine Fälschung der Nr. 2 von Japan.
Die weisse Stelle entstand durch das Abfallen einer Papierfaser. Ähnliche Fasern sieht man auf der Rückseite.
Guten Tag,
ich habe mal wieder eine Marke, bei der ich nicht sicher bin. Meines Erachtens gibt es diese Marke zwei Mal, einmal als Michel Nr. 15 X und als 15 Z. Sie unterscheiden sich nur in der Papierstärke dünn und dickes europäisches Papier..
Die linke misst 0,1mm, die rechte 0,2mm - mit Messschraube gemessen. Ist das schon dickes Papier? Wenn ja, gibt es Zweifel an der Echtheit - mir fallen keine auf
Vielen Dank wie immer!

@ Atzinator [#4]
Oben eine Fälschung der MiNr. 15 auf westlichem Papier (wäre z wenn echt), unten eine MiNr. 24x.
Ach, das mit der Nr. 24 ist ja eindeutig und habe ich echt übersehen.
Und wieso ist es eine Fälschung statt der X? Aber vielen Dank auf alle Fälle!
@ Atzinator [#6]
Warum es eine Fälschung ist ? Weil sie aus dem Souvenirladen von Wada Kotaro stammt.
Schau mal auf der folgenden Seite [1] nach, da findest du die ausführliche Antwort und Bildmaterial.
Grüßchen,
ragiko
[1]
https://japanmarken.lima-city.de/echt.oder.falsch/11.kb30sen.html
@ Atzinator [#6]
Bekannter Phantasiestempel, gibt es nicht in echt. Zähnung echter Mi 15z sieht anders aus. Markenbild echter Mi15z sieht anders aus.
Echte Mi 15z wurde schon gelegentlich bei westlichen Auktionen in USA oder Deutschland verkauft. Die kann man über Auktions-Suchwebseiten wie philasearch.com oder stampcircuit.com finden. Und dann vergleichen.
Es gibt Fälschungs-CD-Rom der ISJP.
Und neuerdings die Fälschungsvergleichs-Webseite, wie oben von ragiko zitiert.
Was "gar nicht geht"; zum Prüfen schicken.
So, nachdem ich mir alles durchgelesen habe, habe ich eine neue Marke bei der ich um Eure Hilfe ersuche. Mal davon abgesehen, dass sie bestimmt wie alle anderen auch gefälscht ist :), fehlt es mir hier bereits an der Michel-Bestimmung. Das Layout spricht eher für Mi Nr. 2, 4, 6 oder 8, allerdings passen die Schriftzeichen in meinen Augen nicht und die Zähnung für Nr. 6 und 8 fehlt auch. Kann jemand helfen?


Wie immer vielen Dank!
@ Atzinator [#9]
Fälschung der Nr. 6. Rechts zB erkennt man die Imitation der groben Zähnung.
Damals auf Altpapier wie Tageszeitungen geklebt, um Briefausschnitte vorzutäuschen.
Dann ist das obere Schriftzeichen aber ziemlich schlecht gefälscht, sieht ja wirklich anders aus als im Original. Danke dir!
@ Atzinator [#11]
Wohlmöglich wurde da eine Sankō-Markierung weggeschabt. Die obere Klaue des linken Drachen, obwohl separater Druckgang, fehlt ja schliesslich auch.
Schau Dir mal den Link[1] an.
Gruß,
Koban
[1]
https://japanstamps.org/2020/11/21/dragons-100-mon-and-1-sen-blue/
[Letzte 9 Beiträge aus dem Thema "Japan: Marken bestimmen" redaktionell verschoben]
Zu denen im Michel-Katalog Übersee Band 9.2 erwähnten amtlichen Nachdrucken von 1892 von 6x, 6y und 7y habe ich noch Fragen. In meiner Literatur der Drachenbriefmarken in sen-Währung habe ich diesbezüglich nur auf dem Datenträger der ISJP "Fälschungen der Drachen, Kirschblüten und Koban" einen Anhaltspunkt gefunden, der allerdings nicht ganz übereinstimmt.
Auf dem Datenträger befinden sich Erwähnungen von Reproduktionen. Im Jahr 1896 hat das damalige japanische Postsystem ein Buch mit dem Namen "Dai Nihon Teikoku Yubin Kitte Enkakushi" in einer Stückzahl von 500 Exemplaren für die UPU veröffentlicht. In diesem Werk befinden sich unter anderem eine Reproduktion der 1 sen und 2 sen. Beide sind geschnitten. In diesem Punkt passt die Erwähnung vom Michel.
Laut der Beschreibung auf dem Datenträger sind die Markenbilder sehr viel feiner gedruckt und im Zentrum der shippo befinden sich Kreuze und keine Punkte. Nur, wenn es sich hierbei um die gleiche Art von Reproduktion handelt, dann macht doch die Einteilung nach Papierart im Michel keinen Sinn? Leider kann ich mich nicht erinnern, in meiner anderen Literatur (Kohl-Handbuch Japan, sämtliche Ausgaben der ISJP auf Datenträger oder "The Dragon Stamps of Japan 1871-1872 von S. Ichida) etwas darüber gelesen zu haben.
Vielleicht könnt ihr mir dazu noch Hinweise geben?
@ Japanophilie [#13]
In meinem Nachdruck des Buches "The Postage Stamps of Japan and Dependencies" von A.M. Tracey Woodward aus dem Jahr 1928 auf Seite 171 steht, das 300 Bücher mit diesen Nachdrucken hergestellt wurden. Weil vom 1-Sen-Wert keine Originale mehr vorhanden waren; ebenso gab es auch keine Originalplatte mehr. Es wurde ein "single die" (Druckstock) hergestellt. Diese Bücher wurden an besondere Personen oder Einrichtungen (z.b. Diplomats Libraries) gegeben. Die meisten davon waren 1928 noch intakt. Nicht übergebene Stücke wurden 1923 beim Erdbeben vernichtet. Woodward schätzt, das damals ca. 50 Stück (ob er Bücher oder Nachdrucke meint, da bin ich mir nicht sicher) in Sammlerhänden befanden.
Über das Aussehen kann ich nichts sagen, da ich im Buch nichts direkt gefunden habe. Ich habe das Buch noch nicht durchgearbeitet, sondern nur überflogen.
Über die 1 Sen steht:
Farbe: steel blue
Papier:
-native wove Paper
-native horizontally laid paper (thin, medium and thick)
Daher hat Michel vermutlich seine Angaben.
Für die 2 Sen wurde die Platte II der 200 Mon verwendet.
Gruss
Martin
@ Martin de Matin [#14]
Hallo Martin,
ich bedanke mich ganz herzlich für deine Antwort. Leider besitze ich das Werk von A.M. Tracey Woodward nicht. Ich habe die Tage lediglich eine Zusammenfassung in einem der älteren Artikel aus dem Magazin des ISJP gelesen. Daraufhin habe ich im Internet nach dem Werk gestöbert, was natürlich nur noch zu einem hohen Preis gehandelt wird. Aber dein erwähnter Eintrag aus dem Buch gibt zu den Angaben im Michel mehr Sinn, da zwei unterschiedliche Papierarten erwähnt werden. Jetzt verstehe ich auch den Zusammenhang.
Wenn ich es richtig verstehe, dann gab es zu dem Zeitpunkt der Herstellung des Nachdrucks keine Originalplatten der 1-Sen-Drachen-Briefmarke. Da kommt in mir die Überlegung auf, dass die Vernichtung schon lange vor dem verheerenden Erdbebeben von 1923 stattgefunden haben muss. Da interessiert mich natürlich, wieso die Platte vernichtet wurde. Derzeit kann ich es mir nur mit einem Schutz vor weiteren Fälschungen erklären, wobei ich mit meinen Gedanken da sehr einfach gestrickt sind, da ich in der allgemeinen Philatelie noch nicht sehr viel Erfahrung gesammelt habe.
Viele Grüße
Sabrina