Thema:
Informationen über Bruno Kutschbach, Feldpost Offizier im WK 1, gesucht
@ Germanica [#1]
Der Nachname heisst K
utschbach. Dieser Name ist recht selten und noch heute hauptsächlich im Raum Erfurt, laut dem ersten Brief Wohnort seiner Eltern, vertreten.[1]
Gruß,
Koban
[1]
http://wiki-de.genealogy.net/Kutschbach_(Familienname)
Danke sehr. Richtig, es muss Kutschbach sein. :-)
Denkt ihr dass es vielleicht einige Feldpost/Soldaten Registratur war ?
1917 war er lt. eigenem Absender noch Grenadier, 1918 aber als Leutnant im Offiziersrang.
Ja, das ist korrekt, ich habe insgesamt rund 150 Karten und Briefe von ihr oder zu ihr. Er hat ist etwa Mitte 1915 in den Krieg gekommen, und spät in 1918, von einer alliierten "Army" konvolut schreiben und war potentiell genommen bei dem amerikanischen.
Ich würde gerne finden einige Datenbasen oder so, wie Information haben helfen mir finden Information uber Bruno oder die Batallionen er war mit.
Danke sehr :-)
@ Germanica [#5]
Ist G. Kutschbach aus Bergisch-Gladbach bekannt?
Schönen Tag!
Hallo zusammen,
was mich irritiert ist die Tatsache, dass er es in nicht einmal einem Jahr vom einfachen Soldaten zum Offizier gebracht haben soll. Beförderungen gingen zu diesem Zeitpunkt in der deutschen Armee m. W. nur sehr langsam vor sich, daher ist so etwas außergewöhnlich. Ich würde mal beim Bundesarchiv-Miltitärarchiv in Freiburg nachfragen. Möglicherweise findet sich seine Militärstammrolle noch. Dort stehen dann alle persönlichen Angaben. Allerdings sind von den preußischen meines Wissens viele beim Bombenangriff auf Potsdam vernichtet worden, die Chancen stehen daher wohl nicht so gut. Einen Versuch wäre es aber allemal wert.
Viel Glück
Michaael
Hallo,
ist vielleicht eine steile These, aber was ist, wenn die Familie 2 Söhne hatte, einen Grenadier und einen Offizier? Ich sehe hier keinen Leutnant BRUNO.
Gruß vom rätselnden Uwe
Hallo Uwe,
das wäre eine logische Erklärung, so etwas kam durchaus vor. Das I. Armeekorps, zu dem er lt. Feldpostbrief gehörte, hatte seinen Sitz in Königsberg/Ostpreußen. Vielleicht findet sich ja ein Kenner, der erklären kann, wie er nach Beverloo kam.
Gruß
Michael
Nach den Absenderangaben im Kartenbrief gehörte er zum IX. Btl der Infanterie-Ersatztruppe Beverloo. Beverloo war ein großer Truppenübungsplatz in Belgien und mit Ersatztruppenteilen aller Waffengattungen voll belegt. Vom einem I. AK lese ich da nichts, falls ich nichts übersehen habe.
Wenn er im 02.17 Grenadier war, kann er eher nicht ein Jahr später Offz gewesen sein. Er hätte 1917 schon Fahnenjunker sein müssen, um dann nach Frontbewährung und Lehrgang Kriegsoffizier werden zu können. Das ist möglich, aber die Belege geben dafür nichts her.
Der Leutnnt aus Torgau war bei einem Nebenzeugamt der Artillerie, eine ganz andere Waffengattung. Die Bruderthese ist womöglich gar nicht so abwegig.
Meines Wisens gibt es in Berlin Militärhistoriker, die da eventuell weiterhelfen könnten.
Ich könnte dazu mal bei einigen Kontakten in Berlin nachhören ob da weitergeholfen werden kann.
@ nagel.d [#11]
Wenn Sie nichts dagegen haben. Jede Hilfe, wie man weiter kommt, wird sehr geschätzt.
@ Germanica [#12]
Ich finde, das Bild rundet sich weiter. Nun sind es nicht Brüder, sondern Vater und Sohn, Grenadier der Sohn, (Feuerwerks)Leutnant der Vater.
Gruß
Uwe
Der Sohn war bei ResInfRgt 261 [1].
Da finden sich jede Menge Angaben zu den Einsatzorten, die teils durch den Text der Karten bestätigt wird. Der Vater war Feuerwerker und gehörte altersmäßig der Landwehr an [2]
"Zur erstmaligen und laufenden Qualifizierung der Feuerwerker wurden spezielle Lehrgänge und Schulen eingerichtet, so 1840 in Berlin eine Oberfeuerwerkerschule als Militärbildungsanstalt, in München eine ebensolche im Jahre 1876. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges erfolgte die Schließung der Oberfeuerwerkerschulen; erst 1918 nahm in Berlin-Spandau eine neu gegründete Kriegs-Feuerwerker-Schule die Ausbildung von Feuerwerkern wieder auf. Die Kurse dauerten etwa 20 Monate und die Kapazität der Schule umfasste etwa 200 Aspiranten. Seit 1868 wurden dann im deutschen Heere geeignete Oberfeuerwerker nach Ablegen einer besonderen Prüfung zu Feuerwerksleutnants und später -hauptleuten befördert."
Zur Landwehr [3]
Da klärt sich das Bild!
[1]
http://genwiki.genealogy.net/79._Reserve-Division_(WK1)
[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Feuerwerker#Geschichtlicher_R%C3%BCckblick
[3]
https://de.wikipedia.org/wiki/Landwehr_(Milit%C3%A4r)#Norddeutscher_Bund_und_Deutsches_Reich_bis_1918