2021 Festjahr 1700 Jahre Judentum in Deutschland
Philatelistisch gab es in unserem Nachbarland Österreich eine komplette Übersicht aller jüdischer Persönlichkeiten von Adler bis Zweig auf Marken des Landes. Leider habe ich die Ausstellung dazu nicht sehen können.
Gruß
Uwe

[1] http://www.alemannia-judaica.de


[1] https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdische_Allgemeine




Schöne Grüße,
Thomas

[1] https://sharedhistoryproject.org/
Gruß
Bernd
[1] https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/festjahr-wird-bis-mitte-2022-verlaengert/
[1] Quelle: GERMANICA JUDAICA, Band II, Maastricht-Zwolle 1968 J.C.B.MOHR (PAUL SIEBECK) TÜBINGEN, Seite 791 ff.
Liebe Grüße
10Parale
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Jacobstempel


Absender war Gustav Josephthal, Advokat in Nürnberg und immerhin Vorsitzender der jüdischen Gemeinde und der Nürnberger Anwaltskammer und Großvater des späteren israelischen Ministers Georg ("Giora") Josephthal [1].
Inhalt:
"Euer Wohlgeboren!
Das kgl. Stadtgericht Nürnberg hat Sie heute von der Ihnen zur Last gelegten Uebertretung freigesprochen. Potzler wurde in eine Geldstrafe von 3 Thlr (Thaler) verurteilt.
Der kgl. Staatsanwalt hatte beantragt, Sie zu verurtheilen und den Potzler freizusprechen.
Ob der Staatsanwalt appellirt weiß ich natürlich nicht.
Hochachtungsvoll,
Josephthal".
Ob der Fall dann später beim Appellationsgericht Nürnberg landete, konnte ich leider nicht heraus finden.
Immer wenn ich von jüdischen Rechtsanwälten in Nürnberg höre, oder lese, fällt mir sofort der gute Hans Sachs ein, der über Jahrzehnte im Rateteam der wundervollen Sendung "Was bin ich?" von Robert Lemke saß. Schaut man sich das heutige TV-Programm so an, wünscht man sich diese Zeit doch ganz schnell zurück.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Josephthal



Arisierung im Sudetenland
Der Brief ist mit Briefmarken des Deutschen Reiches frankiert. Aber der Aufgabeort Gablonz an der Neisse gehörte erst seit einem Jahr zum Reich. Bis zum Einmarsch der Wehrmacht Hitlers im Oktober 1938 war der Ort wie auch das gesamte Sudetenland tschechisch. Mit einer Lupe kann man erkennen, das das Wort Czechoslovakie links unten beim Absender durchgestrichen ist. Aber nicht nur das Land ist gelöscht. Der ursprüngliche Firmeninhaber „Rudolf Löwy“ ist rot überstempelt mit „Ehrenfried Ludwig“. Der geänderte Name beweist, dass die Firma arisiert wurde. Auch der Name des Empfängers lässt jüdische Abstammung vermuten.
Lit.: Buchveröffentlichungen von Heinz Wewer und Hanspeter Frech (s. Datenbank BDPh)

Globke begann nach 1945 ein zweites Leben. Als intimer Vertrauter Konrad Adenauers und Chef des Bundeskanzleramtes baute er die westdeutschen Geheimdienste und weitere wichtige Behörden auf, wobei er auf viele Ehemalige zurückgreifen konnte. Dafür wurde er mit einer hohen Stufe des Bundesverdienstkreuzes geehrt. Proteste aus Israel wurden mit Geld unterdrückt. Immerhin erteilte ihm ein Schweizer Kanton keine Aufenthaltsgenehmigung, als er nach der Pensionierung dorthin übersiedeln wollte. (Quelle: Wikipedia)
Bei diesem 1951 von Frankfurt nach New York geflogenen Brief lässt die Anschrift vermuten, dass der Empfänger ein emigrierter Jude ist.
Dieser eingeschriebene Brief ohne Ankunftstempel wurde am 15.3.1951 von Frau Regina Grunberg von Sao Paulo/Brasilien nach Westberlin geflogen. Empfänger ist das Bezirksamt Charlottenburg Abt. Finanzen – Ausgleichsamt Berlin 19. Der Name der Absenderin ist sicherlich jüdisch (Grunberg/Grünberg). Es ist anzunehmen, dass es um eine Entschädigung ging, und man kann nur hoffen, dass der Antrag bewilligt wurde. Sicher ist das nicht, denn im Zuge der Renazifizierung der Bundesrepublik kehrten viele Beamte an ihre alten Arbeitsplätze zurück und schikanierten erneut Juden und Zigeuner.

Hier noch ein ganz ähnlicher Brief, abgestempelt am 5.5.1941 in Berlin- Schöneberg. Absender ist Julius Israel Hecht, Barbarossastr.36a, Berlin W 30.


Red kein Stuss. Was für ein Schlammassel
Hier haben wir es oft unbewusst mit jiddischem Sprachgut zu tun. Ich hoffe in Kürze Hilfe bei der Übersetzung des Textes finden zu können.
Michel Nr. 185 (3), Michel Nr. 197 (1), schönes Bogenrandstück.
Liebe Grüße
10Parale


Liebe Grüße
10Parale
Stephan