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Thema:

Postkarten aus dem Internet - Hybridpostkarten

Journalist Am: 19.01.2021 10:45:16 Gelesen: 4008 # 1
Hallo an alle, der eine oder der andere hat ja mitbekommen, das Anfang Dezember eine große Gratispostkartenaktion von der Deutschen Post und dem App-Anbieter MyPostcard mit Corona-Postkarten gelaufen ist. Man konnte diese Postkarte entweder im Internet oder über ein Smartphone mittels einer App (einem speziellen Softwareprogramm für moderne Handys) gestalten und diese dann elektronisch abschicken. Sie landeten in Berlin in einer Druckerei und wurden dort gedruckt und mit Briefmarken beklebt. Es handelt sich hier um einen Tabber der Firma Quadient (früher bekannt als Neopost). Anschließend wurden diese Karten der Deutschen Post zur Stempelung übergeben und als tatsächliche Postkarten befördert (Foto von Mypostcard). Da diese Postkarte einen Teil ihres Weges elektronisch und den restlichen Teil als tatsächliche Postkarte zurück gelegt hat, spricht man hier auch von Hybridpost. Diese Hybridpostkarten gibt es nun schon seit 22 Jahren. Die ersten dieser Postkarten wurden von der Deutschen Post auf der Computermesse CeBit in Hannover vorgestellt. Sie nannten sich damals zuerst Funpost, kurze Zeit später dann Funcard. Der Flyer der Deutschen Post von der CeBit 2000 machte dafür Werbung. Verschickt werden konnten diese Postkarten auch ins Ausland: Im Laufe der nun 22 Jahre gab es viele verschiedene Freimachungsvermerke und Varianten dieser Postkarten, beispielsweise der sogenannten "MMS-Postkarten", also speziellen Postkarten die statt als SMS als Bild-SMS verschickt und dann in einer Druckerei ausgedruckt wurden, um den restlichen Weg als normale Postkarte zu gehen. Wer kann hier weitere dieser Postkarten und deren Freimachungsvarianten zeigen ? Soweit für heute zu diesem Thema. Viele Grüße Jürgen
DL8AAM Am: 19.01.2021 14:16:54 Gelesen: 3963 # 2
@ Journalist [#1] Wer kann hier weitere dieser Postkarten und deren Freimachungsvarianten zeigen ? Ich ;-) Postando App Hier eine Kopie eines Postings, dass ich letztes Jahr zum Thema Sonnenfinsterniss im Thread "Motiv Sonne, Mond und Sterne" geschrieben habe: ====================================================================================================================== (...) am 21.08.2017 war ja bekanntlich die letzte große Sonnenfinsternis [1], zumindest in einem Gebiet, dass man von D aus relativ günstig und einfach erreichbar ist. Also haben wir kurz mal rübergemacht, günstige Flüge und Leihwagen werden einem ja inzwischen an jeder Ecke im Netz nachgeworfen, dann noch eine Dackelgarage vom Discounter. Passt. Dann noch eine kurze 1500 km Autofahrt und schon ist man in der Zentrum der Totalität (Cerulian bei Hopinsville, KY), dort fanden wir noch eine kleine Ecke in einem Baptistencamp auf einem Acker im absoluten Nichts. Hier war es dann 2 Minuten und 40 Sekunden dunkel, das Maximum dieser Eclipse ("The Great American Eclipse"). Am Tag vorher stiess kurzfristig noch ein Freund aus der Heimat über Chicago zu uns. So hatten die wirklich freundlichen Baptisten gleich drei Deutsche Gäste im Missionscamp, wohl so exotisch, dass sogar der örtliche Radiosender für ein Interview vorbei kam ;-) Eine tolle Fahrt für unter 500 Euro. ;-) Nur zur Philatelie: Traditionelle Postkarten sind ja wohl für die meisten inzwischen ziemlich Out, also hat unser Freund mit einer Handy App eine Postkarte kreiiert und diese direkt aus dem Camp verschicken lassen. So kommt eine Ansichtskarte aus Kentucky zu einer lanweiligen deutschen Frankatur, leider. Neue Zeiten eben ;-) Aber die Karte wurde so keine 30 Minuten nach der Finsternis verschickt. Ist das eigentlich auch schon eine Unterart des "internationalen Hybrid-Remailing", hmmm? Im Prinzip ja, oder? Postkarte erstellt und verschickt über die Postando App [2] am 21.08.2017. [Leider hat unsere Kamera noch kein WLAN und so konnten wir auch kein Foto der Totalität auf das Handy transferieren, deshalb musste für das Handy das Display der Kamera als Motiv herhalten (und ich stehe lieber hinter der Kamera, als davor, also nur ein komplettes Gruppenfoto in groß ...hi]; frankiert mit 45 Cent (Sächische Schweiz) und gestempelt am 27.08.2017 (unlesbares Briefzentrum). Trotz schnellen Internets nicht wirklich schnell - eine traditionelle Postkarte hätte kaum langsamer sein können. ;-) Beste Grüße Thomas [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenfinsternis_vom_21._August_2017 [2] https://www.postando.de
Araneus Am: 19.01.2021 14:35:50 Gelesen: 3951 # 3
Der Otto-Versand bot in den Jahren 2017 und 2018 die Möglichkeit an, Postkarten über das Internet zu versenden. Die Freimachung erfolgte jeweils als DV-Freimachung mit Datamatrixcode. Beispiel 1: Postkarte aus der Vorweihnachtszeit 2017. Die Karten trugen zusätzlich zum individuellen Text einen Neukunden-Gutschein. Beispiel 2: Postkarte aus dem März 2018: Schöne Grüße Franz-Josef
Journalist Am: 20.01.2021 18:08:27 Gelesen: 3892 # 4
@ Araneus [#3] Hallo Franz-Josef, danke für das Zeigen dieser tollen Karte, die ich noch nicht kannte. Ich hatte ja vor kurzem beim Thema DV-Freimachung auch eine weitere Karte aus aktueller Zeit gepostet, die ich hier noch einmal zeige: Interessant wäre hier natürlich, wie sieht es aus, wenn man diese Karte ins Ausland senden würde. Dies werde ich demnächst noch einmal prüfen, ob dies Cewe auch zulässt, oder ob hier nur Inlandsversendungsformen zugelassen sind. Ich habe heute übrigens auf meiner Webseite als Vorabveröffentlichung den neuen Artikel "Corona: Hybridpostkartenaktion" freigeschaltet [1]. In ihm habe ich zumindest ansatzweise die Vielfalt seit den 22 Jahren, seit es diese Hybridpostkarten gibt, versucht auch vorzustellen. Die Cewe-Postkarten kann man nur im Inland versenden, ins Ausland ist dies nicht möglich. Viele Grüße Jürgen [1] http://jolschimke.de/hybridpost/corona-hybridpostkartenaktion.html
Journalist Am: 19.05.2021 18:54:53 Gelesen: 3582 # 5
@ Journalist [#4] Hallo an alle, ergänzend zu obigen Beitrag habe ich dieser Tage beim Googeln und Suchen nach Postkarten aus dem Internet eine Spur zur Postkarten-App "Postando gefunden. Wenn man sich hier registiert hat, kann man für 1,99 Euro entsprechende Postkarten im Inland (Ausland muss ich noch prüfen) versenden. Entweder kann man eigene Bilder hochladen oder man kann auf einige Muster wie das folgende zugreifen: Betrachten wir nun aber die interessantere Seite der Karte, die Anschriftenseite. Rechts oben ist zum einen ein klimaneutraler Hinweis aufgedruckt. Darunter findet man die Anschrift der Firma, falls die Karte nicht zustellbar sein sollte. Es folgt auch hier eine DV-Freimachung, im Unterschied zu obigen Beitrag von der Cewe Postkarte, besitzt diese Freimachung aber noch keinen Frankier-ID Vermerk. Originell ist aus meiner Sicht übrigens der senkrecht angebrachte QR-Code, damit der Absender eine Info erhält, das die Karte angekommen ist. Soweit ein weiterer Versuch aus diesem Bereich - viele Grüße Jürgen
Baber Am: 19.05.2021 20:09:02 Gelesen: 3562 # 6
In Österreich gab es so etwas von der Post 2002 als Werbung für Kartenschreiben. Das Bild (in diesem Fall der Wilde Kaiser) konnte man im Internet aussuchen und den Text dazu eingeben. Die Karte wurde dann analog zugestellt. Gruß Bernd
Araneus Am: 29.01.2022 12:06:19 Gelesen: 3099 # 7
Die Firma Ferrero bietet zurzeit über ihre Marke Kinderriegel die Möglichkeit, online eine Postkarte zu verschicken [1]. Die Postkarte wird frankiert mit einer Briefmarke Individuell und über die Deutsche Post zugestellt. Schöne Grüße Franz-Josef [1] https://www.kinder.com/de/de/xp/kinderriegel-love/
DL8AAM Am: 23.03.2026 16:26:50 Gelesen: 740 # 8
IKEA Schweiz hatte vor etwa 2 Wochen eine Onlineaktion, über die man über das Web Postkarten mit vorgegebenen (werbenden) Bildseiten, aber mit freiem Textfeld schreiben konnte, die IKEA dann ausdruckte und auf seine Kosten versandte. Offiziell war diese Promotionaktion nur für den innerschweizer Versand gedacht, trotzdem starte ich spasseshalber mal einen Test. Aus diesem Grund habe ich die deutschen Postleitzahlen in den Adressen um die fünfte Stelle gekürzt, damit der Auslandsversand nicht sofort auf den ersten Blick erkennbar ist. ;-) Die Landesangabe Deutschland habe ich mit einem (D) hinter dem Ortsnamen gekennzeichnet. Aus 37154 Northeim wurde "3715 Northeim" im Absender und in der Empfängeradresse wurde so aus 37085 Göttingen ein "3708 Göttingen (D)" ;-) Heute, nach 9 Tagen, kam die Karte wider Erwarten hier an - und sogar ohne jede deutsche Adresskorrektur. Ich hätte zumindest so ein neues gelbes Label mit Matrixcode vermutet, aber scheinbar reichte in diesem Fall sogar bereits die verkürzte Postleitzahl 3708 (statt 37085) trotzdem vollkommen aus, um eine automatisierte Behandlung sicher zu stellen? Freimachung mit einem standardisierten schweizer Entgeltbezahlt-Vermerk für eine A Priority-Sendung mit Datumsangabe 14.03.2026; im 'Poststempelformat' mit zusätzlichem Kundenklischee von IKEA. Interessanterweise übernahm IKEA bei der Frankatur den von mir eingeschweizerten deutschen Absenderortsnamen als angegebenes Abrechnungspostamt: P.P. / CH-3715 Northeim / POST CH AG, das bedeutet in Lang "Entgelt bezahlt beim Postamt CH-3715 Northeim der Schweizer Post AG", wobei es dieses Postamt ja überhaupt nicht gibt ;-) Unter welchen Ortsnamen stelle ich diesen bloss in die Stempeldatenbank ein? ;-) Unten, leider im Scan schlecht zu erkennen, befinden sich übereinander gedruckt, zwei organgefarbene Kodierleisten, a) die typische deutsche "Strichkodierung" und b) eine der Schweizer Post im "Royal Mail 4 State Customer Code (RM4SCC)"-Format. Beste Grüße Thomas
Michael Mallien Am: 01.04.2026 14:29:52 Gelesen: 602 # 9
@ DL8AAM [#8] Hallo Thomas, es funktioniert auch mit 5-stelligen Postleitzahlen. :) Ankunft heute, am 1.4.2026. Vielen Dank für die Ostergrüße Michael