Thema:
USA Umrahmungen von US Luftpostumschlägen
Am: 02.06.2020 19:55:21
Gelesen: 6856
# 1
USA USPS-Bordertypen (Umrahmung) bei Air-Mail-Post
Bisher sind habe ich nur 7 Varianten bei einem Händler in der Angebotsbeschreibung gefunden. Alle Suchbegriffe haben keine sinnvollen Ergebnisse gebracht.
Nun liegen mir aber eine Reihe weiterer Varianten (vorrangig einfache Luftpostumschläge, aber auch Ganzsachen) vor, die ich nicht zu ordnen kann.
Ich suche deshalb Hinweise (am besten einen Link), wo ich die zugehörigen Informationen (möglichst komplett) finden kann. Hat da jemand eine Idee (evtl. auch einen geeigneten Suchbegriff der Ergebnisse bringt).
Wer kann helfen?
Am: 02.06.2020 20:40:06
Gelesen: 6840
# 2
Ich nehme an, du meinst die blauen und roten Rauten am Rand von Luftpostumschlägen und -karten, aber vielleicht hilft es weiter, wenn du deine Anfrage mit ein paar Beispielen illustrierst.
-jmh
Am: 03.06.2020 17:50:33
Gelesen: 6801
# 3
@ jmh67 [#2]
Ja, genau um die geht es. Hast Du dazu Erkenntnisse, die mir weiter helfen würden?
Es geht aber nicht um die von mir bereits bestimmten Varianten (a1, b2, c3, d4, e5, f6, g7), sondern um die ca. 20 weiteren mir vorliegenden Ausgaben, die sich diesen nicht zuordnen lassen. Was soll da ein Scan bringen?
Ich suche eine komplexe Übersicht (so etwas wie einen Katalog/oder Übersicht) und nicht Angaben für nur ein ein spezielles Exemplar.
Trotzdem - wie gewünscht - hier ein Beispiel (z.B. rechts oben unterbrochen). Wer dazu Erkenntnisse hat weiß dann schon was ich suche.
Am: 03.06.2020 18:19:11
Gelesen: 6789
# 4
Hallo Holzinger,
ich glaube, hier verlangst Du etwas fast Unmögliches.
Bei uns und sicher auch in USA wurden die Luftpostumschläge ja nicht von der Post sondern von privaten Papierwarenherstellern angeboten und in Papier- und Schreibwarenläden verkauft. Wie soll es da einen Katalog geben?
Normal war in vielen Ländern die Umrahmung blau-weiß rot, es gibt aber auch nur blau-weiß und grün-weiß.
Gruß
Bernd
Am: 03.06.2020 18:57:55
Gelesen: 6781
# 5
@ Baber [#4]
Danke, das ist ja schon einmal etwas für die "normalen" Luftpostumschläge.
Bei den offiziellen "Ganzsachen" scheint es aber eine (eigenstndige) Nomenklatur zu geben. Zumindest unterscheiden Händler Varianten der "Bordertypen" bei ansonsten gleichen Ganzsachen als Variante.
Zur Ergänzung: Es geht (nur) um die blau/weiß/rot-Varianten.
Am: 03.06.2020 19:27:13
Gelesen: 6771
# 6
Das liest sich, als wäre das ein Fall für einen spezialisierten Ganzsachenkatalog. Freilich kenne ich keinen solchen, aber bei einschlägigen Anfragen könnten die Begriffe "postal cards" und "postal envelopes", eventuell auch "entires", nützlich sein.
Die Sache könnte freilich noch dadurch verkompliziert werden, dass manche Postverwaltungen auch Ganzsachen auf Bestellung druck(t)en, das heisst vom Kunden in ausreichender Menge vorgelegte Karten und Umschläge mit Wertzeicheneindrucken versehen lassen/ließen. Die nicht in dein Schema passenden Stücke könnten aus solchen Bestellungen stammen.
Am: 03.06.2020 19:56:20
Gelesen: 6762
# 7
@ jmh67 [#6]
Ja, sicher eine sehr spezielle Anfrage von mir. Ansonsten hätte ich so nicht angefragt. :-) Alle Netzsuchen bringen nur entsprechende "Rahmenbilder" ohne nähere Angaben.
Seltsam ist, daß neben dem gezeigten Umschlag aus HEMPSTEAD ein gleiches Erscheinungsbild bei einem Umschlag aus San Francisco/CA (Army-Air-Fore-Postal-Service) mit mehreren Jahren Differenz vorliegt.
Evtl. kommt langfristig doch noch ein Hinweis. Ansonsten bleibt es eben bei dem Oberbegriff "Luftpostumschläge".
Am: 03.06.2020 22:24:48
Gelesen: 6739
# 8
@ Holzinger [#3]
Hallo Holzinger,
ich habe bisher der Umrandung von den Luftpostbriefen keine besondere Beachtung geschenkt. Die von Dir angesprochene bzw. vorgenommene Gliederung ist mir auch noch schleierhaft.
Ich habe aber mal meine Luftpostbriefe durchgesehen und dabei die folgenden "Auffälligkeiten" als Abweichung vom klassischen umlaufenden "Luftpostband" festgestellt. Dabei erscheint mir auch die Briefrückseite von Belang. In allen vier Beispielen - 2x US, 2x UN New York - ist das umlaufende "Luftpostband" (LPB) oben rechts, wie in Deinem Beispiel, unterbrochen.
In meinem Beispiel 1 ist dieses LPB gespalten und rückseitig oben durchgehend.

In meinem Beispiel 2 ist das LPB eher als klassisch anzusehen, ist aber auf der Rückseite wie vorne unterbrochen (besser erkennbar wenn hier die Faltung etwas anders ausgefallen wäre)

Ähnlich sieht es bei meinem Beispiel 3, einer UN NY Ganzsache mit Zusatz aus: LPB oben vorne und hinten unterbrochen.

Bei dem Beispiel 4 aus UN NY Post ist das LPB rückseitig wieder durchlaufend.

Ich habe Dich so verstanden, dass es Dir um solche Varianten geht, die auch von Händlern unterschieden und unterschiedlich bewertet werden?
Eine konkrete Antwort zur Frage der Katalogisierung kann ich allerdings auch nicht beisteuern.
Einen schöne Abend wünscht
mit freundlichen Grüßen
Edwin

In meinem Beispiel 2 ist das LPB eher als klassisch anzusehen, ist aber auf der Rückseite wie vorne unterbrochen (besser erkennbar wenn hier die Faltung etwas anders ausgefallen wäre)

Ähnlich sieht es bei meinem Beispiel 3, einer UN NY Ganzsache mit Zusatz aus: LPB oben vorne und hinten unterbrochen.

Bei dem Beispiel 4 aus UN NY Post ist das LPB rückseitig wieder durchlaufend.

Ich habe Dich so verstanden, dass es Dir um solche Varianten geht, die auch von Händlern unterschieden und unterschiedlich bewertet werden?
Eine konkrete Antwort zur Frage der Katalogisierung kann ich allerdings auch nicht beisteuern.
Einen schöne Abend wünscht
mit freundlichen Grüßen
Edwin
Am: 03.06.2020 22:32:31
Gelesen: 6737
# 9
Habe mal gekugelt mit "blue and red bordered airmail envelopes introduction".
Alternativ kann man es auch mit ...introduced versuchen.
Und "american airmail society" (AAS) einbinden.
Bereits der erste link
https://www.linns.com/news/us-stamps-postal-history/2014/december/airmail-flew-with-red-and-blue-borders.html
enthält Hinweise.
Da kann der Interessierte also weiter recherchieren.
Wichtig ist, daß man feststehende Begriffe wie "blue and red bordered" mit "" eingrenzen sollte. Sonst wird es uferlos.
Am: 04.06.2020 14:50:16
Gelesen: 6697
# 10
@ Holzinger [#1]
Guten Tag, Wolfgang,
sorry, aber Deine Fragestellung verwirt mich etwas. Kannst Du mich "aufklären"?
Meinst Du
1. die von Privatfirmen (aufgrund der Größe der USA dürfte es wahrscheinlich Zigtausende geben) produzierten Umschläge mit entsprechender Bedruckung (Umrandung, Air-Mail-Eindruck), die nach entsprechender Frankierung (Postwertzeichen, Freistempler, sonstige Gebührenwermerke) zur Luftpostbeförderung genutzt werden konnten?
Ich kann mir kaum vorstellen, dass der USPOD/ USPS hierzu "einengende" Vorschriften erlassen hat, sondern, wenn überhaupt, lediglich sehr weitgefasste Rahmenbedingungen vorgegeben wurden: Jeder Produzent konnte diese dann "nach eigenem Gusto" anwenden.
Die dadurch bedingte Vielfalt von Eindrucken dürfte es wohl unmöglich machen, alles katalogmäßig zu erfassen, zumal solche Umschläge aus philatelistischer Sicht nur sekundär interessant sein dürften.
Sammler von Luftpostbelegen interessieren sich in erster Linie für die Frankatur (möglichst portogerecht), für diverse Stempelungen und für sonstige postalische Vermerke.
oder meinst Du
2. amtliche Ganzsachen mit eingedruckten Wertstempeln oder sonstigen Freimachungsvermerken?
Falls ja, schau mal in den Scott-USA-Spezialkatalog. Dort sind im Ganzsachenteil bei der Rubrik "AIR POST STAMPED ENVELOPES ....." (Scott-Kennzeichnung UC) direkt unter diesem Titel sieben Randzeichenvarianten (a - g) vermerkt, die vermutlich dann auch in Händlerangeboten genannt werden.
Allerdings sind lediglich bei der Sc.-Nr. UC1 die fünf Randleistenvarianten a - e katalogisiert. Die Varianten f und g konnte ich bei anderen Ganzsachen dieser Kategorie "auf die Schnelle" nicht finden.
Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen?
Moin aus Ostfriesland und auch weiterhin viel Spaß am gemeinsamen Hobby! Gerd Lückert
Am: 05.06.2020 17:44:05
Gelesen: 6659
# 11
Vorerst einmal "Danke" an alle, die sich meinem Anfrageproblem angenommen haben.
Eine Bemerkung zu meinen Schlußfolgerungen: Es geht mir um die Zuordnung/Bestimmung meiner Bestände - nicht um die Preise/den Wert.
Dank insbesondere an ligneN, der mit seinem Link (#9) bei mir Klarheit geschaffen hat. Im Anhang habe ich mir erlaubt, die englischen Textpassagen (in deutsch) an zu heften.
Und man muß unterscheiden (hatte ich ja oben bereits angedeutet) zwischen
a.) offiziellen (im Scott katalogisierten) Ausgaben (s. unten meine eigene Zusammenstellung div. Varianten) und
b.) sonstigen Luftpostartikeln (Briefe/Karten)
zu a.) Wie lueckel2010 bereits bemerkte sind die Buchstaben a-g benannt. Nicht aber die Zusätze der Internet-Händler. Die Angaben "f/g" zeigen übrigens die UC40 mit unterschiedlichem "Size/Format" der Händler (s. Bild).
Prinzipiell gelten sie aber für die Rautenvariante "blau" oder "rot" links oben. Wegen dieser Vielfalt in den Formaten listet der Scott auch nur die "Wertzeichen". Sollte jemand noch katalogähnliche Infos zu den Formaten haben, wäre ich für Hinweise dankbar.
Ich war davon ausgegangen, wenn es eine "a1" gibt sollte es auch andere katalogisierte Varianten (a2, a3 usw.) geben. Das scheint ein Trugschluß zu sein.
zu b.) In der anhängenden Übersetzung ist eigentlich alles dazu gesagt:
- eine willkürliche Vielfalt, weil es nie eine Vorschrift gab daß sie den offiziellen Typen entsprechen mußten (wurde ja bereits oben angedeutet).
- wenig Beachtung dieser speziellen Randformen bei Sammlern usw. Es hat sich wohl noch keiner an eine Übersicht für dieses Chaos von Größen/Umschlagfarben/Randlinien getraut :-), auch nicht in der USA.
Hier habe ich mich entschlossen, nur was besondere/andere Zuordnungsmerkmale (wie APO/Zensur o.ä.) hat, in diesen speziellen Gruppen ein zu sortieren. Alles andere fällt unter "Luftpost/allgemein" ohne nähere Bezeichnung.
Soweit der Stand. Hier die Anhänge:
Am: 05.06.2020 19:07:02
Gelesen: 6641
# 12
@ epem7081 [#8]
Ja, dem "Rand" wurde wohl kaum Aufmerksamkeit zuteil. Danke für Deine Mühe mit den Scan.
Auch mir liegen Umschläge vor, bei denen oben rechts auf der Vorderseite der "Rand" unterbrochen ist (s.a. [#11] Variante f6/g7). Für die letztgenannten habe ich keine Infos zur Rückseite. Bei den mir vorliegenden "offenen" Varianten ist aber - wie von Dir angemerkt - ebenfalls die Rückseite komplett geschlossen. Seltsam, weil ja der Druck wohl im ungefalteten Papier erfolgt.
Dazu hätte ich nur die evtl. mögliche Erklärung, daß der (nachträgliche?) Druck des Randes den evtl. bereits vorhandenen Wertzeicheneindruck sicher aussparen soll.
Bei den "geschlossenen" Rändern erfolgt wo möglich der Druck des Randes zusammen mit dem Wertzeichen.
Wäre dies ein Gedanke? Hat da jemand eine Meinung oder Erkenntnisse zu?
Allerdings zeigen Deine Scan eine normale Frankierung mit Marken. Das würde obigem Gedanken verwerfen. Sollte man sich evtl. dazu gar keine Gedanken machen, weil man es aus unserer Warte nicht klären kann?
Am: 13.06.2026 10:18:05
Gelesen: 871
# 13
@ Holzinger [#12]
Nach längerer Zeit gibt es nun Erkenntnisse zu den Air-Mail-Umrahmungen.
1. Katalog/Gesamtübersicht o.ä. gibt es nicht. Gefundene Bezeichnungen sind "Händlerbezeichnungen".
2. Im Ursprung sind die Umrahmungen "offiziell". Dazu folgende Erkenntnisse:.
Von den Air-Mail-Kennzeichnungen gibt es eine sehr große Anzahl von Varianten. Die ursprüngliche Idee von 1927 stammt allerdings aus einer Patentanmeldung.
3. Das Design wurde von Benjamin Dahlke entworfen, der 1927 ein Patent angemeldet hatte. 1929 wurde ihm diese gewährt.
Laut Patentanmeldung von Dahlke:

(sinngemäß): Das Parallelogrammmuster dient als auffälliges Signal und erleichtert es dieser Post die besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Die von den Briefangestellten verlangte schnelle Zustellung kann damit gewährleistet werden. Darüber hinaus kann dieser Umschlag durch das Tragen dieses charakteristischen Randes um die Ränder der Hülle in einem Stapel, Bündel oder Stapel von verschiedenen Umschlägen leicht erkannt werden.
Dieses Design ist informell als Dahlke-Umschlag bekannt geworden. Obwohl Dahlkes Patent erst 1929 erteilt wurde, hat die Postabteilung der USA die Verwendung des Umschlages bereits im Frühjahr 1928 genehmigt. Infolgedessen stammen die frühesten bekannten Beispiele für den Dahlke-Umschlag aus dem Jahr 1928. Einige von ihnen wurden von Dahlke selbst hergestellt und in seinem Schreibwarengeschäft verkauft. Interessant ist, daß das veröffentlichte Muster (in der Öffnung rechts oben) in der Größe abweicht.
Obwohl Dahlkes Patent 1929 erteilt wurde, konnte er offenbar nicht davon profitieren. In einem Artikel von 1958, der kurz vor seinem Tod veröffentlicht wurde, sagte er, er mußte das Patent aufgrund von Kartellvorschriften aufgeben.
Mit dem nun im Wesentlichen freigegebenen Patent war das Ergebnis ein „Design-Free-for-all“, mit verschiedenen Herstellern, die in den 1930er, 40er und 50er Jahren – basierend auf dem Dahlke-Umschlag – Ihre eigenen Varianten erzeugten und auch verkauften.
Viele andere Länder haben das Dahlke-Umschlagkonzept übernommen. Einige behielten das rot/blaue Farbschema, während andere die Farben an ihre Nationalflagge anpassten (z.B Brasilien "grün/gelb).
4. Aber als die Poststelle 1928 die Verwendung von Dahlkes Design genehmigte, genehmigten sie auch ein anderes Luftpostumschlagdesign. Es ist nicht klar, wer dieses erstellt hat, aber es verfügte über horizontale Streifen, die über die Mitte des Umschlags liefen. Von dieser Version gibt es ebenfalls eine sehr große Variantenanzahl – wie immer mit Abweichungen.
Darüber hinaus gab es andere Designmotive (Flugzeuge/Ballons/Winkel usw.), die nicht unbedingt die offizielle Genehmigung der Post hatten, aber dennoch zumindest für eine Weile beliebt waren. Ein weiteres Design beinhaltete gekreuzte horizontale und vertikale Linien – und das ebenfalls in vielen div. Varianten.
5. Somit dürfte klar sein, daß die ursprünglichen Varianten "Offiziell" von der US-Post sogar vorzeitig (1928) wegen ihrer großen Bedeutung im Postbearbeitungserfahren in Verkehr gebracht wurde, dann aber - aufgrund der großen/wesentlichen Bedeutung - sofort in zahlreichen (individuellen Varianten) kopiert wurde. Das eigentliche Patent ist damit einfach überrollt worden (v. Dahlke dann auch aufgegeben - s. oben).
6. Im Prinzip wurden diese Kennzeichnungsvarianten auch auf AM-PK angewandt.

(sinngemäß): Das Parallelogrammmuster dient als auffälliges Signal und erleichtert es dieser Post die besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Die von den Briefangestellten verlangte schnelle Zustellung kann damit gewährleistet werden. Darüber hinaus kann dieser Umschlag durch das Tragen dieses charakteristischen Randes um die Ränder der Hülle in einem Stapel, Bündel oder Stapel von verschiedenen Umschlägen leicht erkannt werden.
Dieses Design ist informell als Dahlke-Umschlag bekannt geworden. Obwohl Dahlkes Patent erst 1929 erteilt wurde, hat die Postabteilung der USA die Verwendung des Umschlages bereits im Frühjahr 1928 genehmigt. Infolgedessen stammen die frühesten bekannten Beispiele für den Dahlke-Umschlag aus dem Jahr 1928. Einige von ihnen wurden von Dahlke selbst hergestellt und in seinem Schreibwarengeschäft verkauft. Interessant ist, daß das veröffentlichte Muster (in der Öffnung rechts oben) in der Größe abweicht.
Obwohl Dahlkes Patent 1929 erteilt wurde, konnte er offenbar nicht davon profitieren. In einem Artikel von 1958, der kurz vor seinem Tod veröffentlicht wurde, sagte er, er mußte das Patent aufgrund von Kartellvorschriften aufgeben.
Mit dem nun im Wesentlichen freigegebenen Patent war das Ergebnis ein „Design-Free-for-all“, mit verschiedenen Herstellern, die in den 1930er, 40er und 50er Jahren – basierend auf dem Dahlke-Umschlag – Ihre eigenen Varianten erzeugten und auch verkauften.
Viele andere Länder haben das Dahlke-Umschlagkonzept übernommen. Einige behielten das rot/blaue Farbschema, während andere die Farben an ihre Nationalflagge anpassten (z.B Brasilien "grün/gelb).
4. Aber als die Poststelle 1928 die Verwendung von Dahlkes Design genehmigte, genehmigten sie auch ein anderes Luftpostumschlagdesign. Es ist nicht klar, wer dieses erstellt hat, aber es verfügte über horizontale Streifen, die über die Mitte des Umschlags liefen. Von dieser Version gibt es ebenfalls eine sehr große Variantenanzahl – wie immer mit Abweichungen.
Darüber hinaus gab es andere Designmotive (Flugzeuge/Ballons/Winkel usw.), die nicht unbedingt die offizielle Genehmigung der Post hatten, aber dennoch zumindest für eine Weile beliebt waren. Ein weiteres Design beinhaltete gekreuzte horizontale und vertikale Linien – und das ebenfalls in vielen div. Varianten.
5. Somit dürfte klar sein, daß die ursprünglichen Varianten "Offiziell" von der US-Post sogar vorzeitig (1928) wegen ihrer großen Bedeutung im Postbearbeitungserfahren in Verkehr gebracht wurde, dann aber - aufgrund der großen/wesentlichen Bedeutung - sofort in zahlreichen (individuellen Varianten) kopiert wurde. Das eigentliche Patent ist damit einfach überrollt worden (v. Dahlke dann auch aufgegeben - s. oben).
6. Im Prinzip wurden diese Kennzeichnungsvarianten auch auf AM-PK angewandt.
Am: 13.06.2026 11:24:47
Gelesen: 844
# 14
@ Holzinger [#13]
Guten Morgen,
könntest Du bitte die Patentnummer und den Titel hier nennen?
Damit könnte man leichter nach der Patentschrift recherchieren.
Danke, Ben.
Am: 13.06.2026 12:19:49
Gelesen: 830
# 15
@ Holzinger [#13]
Brauchst nicht weitersuchen, ich hab es gefunden. :)
US 1714349 vom 21. Mai 1929