Thema:
Übersetzung Japanisch in Deutsch
Bitte um Übersetzung Japanisch-Deutsch
Hallo zusammen,
sende Euch die Vorder- und Rückseite eines Blindenbriefes aus Japan von Kanda nach Itabashi vom 13.9.1957. Da ich nun kein Japanisch kann, weiß ich nicht, was der blaue Stempel und die Adresse auf der Vorderseite aussagen und auch nicht, was der zweizeilige Stempel auf der Rückseite bedeutet. Kann mir hier jemand helfen? Wäre toll. Danke!
Franz-Karl

Japan Brief, Schrift entziffern
Hallo,
kann mir bitte jemand die Adresse mitteilen? Vielleicht ist hier ein Sammler, der japanisch lesen kann.

Viele Grüße
Joachim
Da steht auch der Name der Firma "Shaboten" und die Firmenadresse.
Evtl. fehlt die obere Hälfte des Umschlags mit Empfängeradresse und Frankatur.
@ ligneN [#3]
Ganz herzlichen Dank !
Viele Grüße
Joachim
Hallo zusammen,
habe drei japanische Briefe erworben (wahrscheinlich Blindenbriefe). Alle drei haben die gleichen Aufdrucke, aber andere Poststempel. Würde mich sehr freuen, wenn mir jemand die Schrift auf dem Umschlag und in den drei Stempeln übersetzen könnte. Auch um welches Datum im Stempel es sich handelt.
Besten Dank
Franz-Karl

,

,
@ Franz-Karl Lindner [#5]
Hallo Franz-Karl,
das Datum fällt mir am leichtesten, daher beginne ich damit. Bei den japanischen Stempeln steht die Jahreszahl links, es folgen Monat und Tag. Die Jahreszählung behinnt mit jedem Tenno neu. Es kommen folgende Daten in Frage:
1.1. Reiwa 2 = 01.01.2020 AD
1.1. Heisei 2 = 01.01.1990 AD
1.1. Showa 2 = 01.01.1927 AD
Das letzte Datum dürfte es nicht sein. Ob die Briefe vom 01.01.2020 oder vom 01.01.1990 sind kann ich nicht sagen. Weißt Du, was in Frage kommt?
Die Stempel unten links kann ich zum Teil übersetzen. Ich kann kein Japanisch sondern benutze Google bzw. Wadoku. Links unten steht senkrecht geschrieben:
第種郵便年賀
第種 = ??
郵便 = Post/Postbeförderung
年賀 = Neujahrsgruß
Beim waagerechten Stempel steht unten:
高崎真ー
高崎 = Takasaki = Stadt in der Präf. Gunma in der Kantō-Region
真ー = ??
Für die Zeile darüber und den Stempelort bräuchte ich einen besseren Scan.
Bei den Zeichen, die ich bisher lesen kann finde ich nichts dazu, dass es sich um eine Blindensendung handelt. Es fehlt aber noch eine Zeile.
Soviel fürs Erste
Volkmar
@ Franz-Karl Lindner [#5]
Der komplett gezeigte Brief ist gestempelt "Iburi.Chitose". Iburi ist eine Provinz auf der Insel Hokkaido.
Das Datum ist 1.1.1990. Diese Type ohne Kammstege war eine Versuchstype, die nur in den 1980er/90er Jahren getestet wurde.
Senkrechter L1 "4. Klasse-Post", dh sonstige Drucksachen (keine Periodika mit häufiger Erscheinungsweise).
Waagerechter L1 = Name des Absenders und Adresse.
Der Stempel mit beiden Kämmen = Hachioji.
Der Stempel mit nur einem Kamm ist eine schöne Mischform mit der Versuchstype und ebenfalls von 1990.
Hokkaido.Erimo
Erimo in Hiragana, das kommt bei Orten mit Ainu-Namen schon mal vor.
Nenga = Neujahrspost
Kennzeichnung als Blindenpost sehe ich nicht auf dem vorliegenden scan.
Ganz herzlichen Dank Euch für die Infos, die mich schon weitergebracht haben.
Was ich weiß ist, dass die 4. Klasse Post auch für Blindensendungen gilt/galt. Daneben sind die Belege (es sind insgesamt 3 mit gleichen Aufdrucken, aber unterschiedlichen Poststempeln) nicht frankiert, wurden also wohl portofrei befördert, für Blindensendungen ab 1.6.1961 erlaubt. Außerdem sind die Umschläge an der oberen rechten Ecke eingeschnitten, was auch bei Blindensendungen üblich war [1].
Trotzdem bin ich mir der Sache nicht ganz sicher, zumal ja auch der Inhalt fehlt. Mal sehen, vielleicht gibt es ja weitere Erkenntnisse. Werde diese dann hier publizieren.
Franz-Karl
[1]
http://www.lindnerfk.de/asien/japan
@ Franz-Karl Lindner [#1]
Hallo Franz-Karl,
bisher hat niemand auf die Fragen zum Brief im ersten Beitrag geantwortet.
Ich kann nur den Rechteckstempel auf der Vorderseite übersetzen.
Dort steht 點字 = Blindenschrift.
Vielleicht kann ein anderer die restlichen Texte lesen.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo Volkmar,
schau auf [1].
Gruß
Franz-Karl
[1]
http://www.lindnerfk.de/asien/japan
@ Franz-Karl Lindner [#10]
"Absender, rückseitig, ist die: Tokyo Blindenwohlfahrtsorganisation, Tokyo Shinjuku-ken." Korrektur, es heisst: "Shinjuku- ku".
Online habe ich das so entziffert, ist aber nicht so überzeugend:
第區集配人 = District courier
神戶郵便電信局 = Kobe Post and Telegraph Office
付持歸候也 = I will return with my belongings. DRITTES ZEICHEN ????
蟹受信人 他 行 = Article received (reception person) other line ERSTES ZEICHEN ????
付第三十號 = Number 30
Der rote Stempel mag dann das persönliche Siegel des Zustellers sein ?
@ zobbel [#13]
Hallo zobbel,
das zweite Zeichen von Kobe sieht ein klein wenig anders aus: Kobe = 神戸 und nicht 神戶.
Ich gehe aber davon aus, dass Kobe gemeint ist.
Viele Grüße
Volkmar
@ zobbel [#12]
Hallo Zobbel,
nun ja, die Frage zum Inhalt... Wer kann japanische Handschriften der Vorkriegszeit lesen? Schon mit deutschen Briefen aus jener Zeit sind viele heutige Sammler überfordert. Nur so viel: Es geht um eine finanzielle Angelegenheit zwischen Geschwistern. Das Datum ist Juni Jahr (vermutlich Showa) 28 (=1953).
Zu den anhängenden Zetteln: Sie sind alle fast identisch, man frage mich nicht, weshalb sie dreifach angefertigt sind. Vorschrift? Sie werden senkrecht gelesen, die Zeilen gehen von rechts nach links.
Zeile rechts (unten): Formular Nr.30
2.Zeile von rechts: Sender/Empfänger des Telegramms (handschriftlich in Tusche: "siehe beiliegend")
3.Z.v.r.: wird an den Absender zurückspediert.
Danach folgen handschriftliche Pinseleinträge, es handelt sich offenbar um eine laufende Nr. Zwei der Zettel tragen die lfd. Nr. 7-99, aber einer, auf deinem Foto der rechte, die Nr. 7-98.
Dann die Zeile mit der vergrößerten Schrift: Post- und Telegrafenamt Kobe (die Schrifttype, die Volkmar erwähnte, hat nichts zu besagen. Im deutschen Reich wurden auch andere Schrifttypen verwendet als heutzutage.)
Und die letzte Zeile, ganz links: Zusteller des Zustellbezirks 5, wobei die "5" mit Pinsel eingetragen ist. Der Zusteller hat den Zettel mit seinem roten Namenssiegel "Murao" versehen. Das Namenssiegel entspricht unsrer Unterschrift.
Über die Gründe der Rücksendung gibt das Formular keine Auskunft, aber sie müsste im Empfängerland zusammen mit dem Retourstempel auf der Briefvorderseite notiert worden sein.
Warum "Telegramm"? Das Postamt in Kobe war auch ein Telegrafenamt, vielleicht war gerade nur das Formular Nr.30 für Telegrammkunden zur Hand.
ragiko
@ ragiko [#15]
Herzlichen Dank!
Hallo zusammen,
anbei zeige ich Vorder- und Rückseite einer japanischen Militär-Karte aus 1943. Diese soll einen Hinweis auf ein U-Boot (z.B. I-174) bzw. auf eine U-Flottille beinhalten. Kann mir hier jemand mit einer Übersetzung weiterhelfen. Japanisch ist nun gar nicht mein Fall !
Schon jetzt besten Dank
Franz-Karl

@ Franz-Karl Lindner [#17]
Hallo Franz-Karl,
ich kann zwar kein Japanisch, ich kann aber Google. Hier das, was der Übersetzer dazu sagt:

Man sieht also, dass es Militärpost ist. Das U-Boot finde ich leider nicht. "Yoshio Tamada" hatte laut Google etwas mit Panzern zu tun.
Weiter kann ich leider nicht helfen.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo Volkmar,
danke für Deine Übersetzungshilfe mit google-Übersetzer.
Mir fiel dann ein, das Ganze über ChatGtp übersetzen zu lassen. Und siehe da, das kommt dabei heraus, finde ich toll:
Empfängeradresse:
Herr Isamu Tamada
706-3 Gakuen-cho,
Dorf Nishishindatsu, Landkreis Sennan, Präfektur Osaka
An Mutter
Absender:
U-Boot Nr. 78, Typ I
Kikko Tamada (Yoshio Tamada)
Rückseite:
Liebe Mutter,
Ich hoffe, dass es Dir gut geht, trotz der Hitze, die uns alle in diesen Tagen sehr zu schaffen macht. Auch bei uns ist es sehr heiß, aber ich bin gesund und munter. Ich hoffe, dass Du Dir keine Sorgen machst. Ich habe bereits Deinen Brief erhalten und mich sehr darüber gefreut. Die Zeit vergeht schnell, und der Dienst ist anstrengend, aber ich gebe mein Bestes. Bitte grüße alle zuhause von mir. Ich sende Dir diese Zeilen in Eile, aber mit herzlichen Grüßen.
Mit Hochachtung und Liebe,
Yoshio
@ Franz-Karl Lindner [#19]
Wir sollten erst einmal abwarten, bis sich unsere japanisch verstehenden Mitglieder melden und wenn diese übersetzen, alle Übersetzungen miteinander vergleichen.
Schöne Grüsse, Richard
@ Franz-Karl Lindner [#1]
Hallo Franz-Karl,
ich habe mich bemüht eine Übersetzung zu erhalten, aber leider kam die Antwort:
leider muss ich in diesem Fall passen. Handschriftliche Kanji auf Altjapanisch kann ich nicht entziffern.
Die Zahl der Schriften in Japan scheint hoch und vielfältig zu sein.
Schöne Grüsse, Richard