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Thema:

Spanische Exklaven in Nordafrika: Ceuta und Melilla

Michael Mallien Am: 22.01.2020 20:37:28 Gelesen: 4302 # 1
Ich zitiere aus Wikipedia [1]: Ceuta war seit dem 15. Jahrhundert zunächst in portugiesischem und später in spanischem Besitz; auch nach der Unabhängigkeit Marokkos 1956 blieben Ceuta und das ebenfalls in Nordafrika gelegene Melilla spanisch. Von marokkanischer Seite wird der Gebietsanspruch auf die beiden Städte grundsätzlich betont, konkrete Schritte zu dessen Durchsetzung wurden und werden aber nicht unternommen. Seit 1995 haben Ceuta und Melilla den Status einer „autonomen Stadt“ (ciudad autónoma), der ihnen einige der Befugnisse der autonomen Gemeinschaften verleiht. Ceuta hat einen Grenzzaun zu Marokko, um Einwanderung in die EU zu verhindern. Belege aus Ceuta und Melilla sind mit spanischen Marken frankiert. Nur an den Stempeln ist erkennbar, dass sie sozusagen aus Afrika kommen. Das ist auch der Grund, warum mich diese Belege interessieren: sie passen wunderbar in meine Sammlung "Post aus Afrika". Mein erster Beleg gefällt mir besonders gut. Er ging am 26.11.1938 von Ceuta nach Hamburg und ist mit insgesamt 50 Centimos frankiert. Er trägt beidseitig einen Zensurstempel CENSURA MILITAR /C E U T A und vorderseitig noch den Stempel Oldenburg-Portugiesische Dampfschiffs-Reederei. Viele Grüße Michael [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ceuta
Michael Mallien Am: 29.01.2020 22:01:10 Gelesen: 4218 # 2
Brief vom 7.1.1935 aus der Exklave Melilla nach Berlin, frei gemacht mit 40 Centimos. Zur adressierten Firma Jaeger & Kiesslich habe ich folgendes gefunden [1]: Die 1896 gegründete chemische Fabrik Jaeger & Kiesslich, produzierte in der Kiefholzstraße 402 von Berlin Reinigungsmittel und Schuhcreme. Viele Grüße Michael [1] https://www.veikkos-archiv.com/index.php?title=Jaeger_%26_Kiesslich
Michael Mallien Am: 21.09.2021 18:36:47 Gelesen: 3694 # 3
Brief vom 3.12.1961 aus Ceuta an eine bekannte Firma in Dänemark, frei gemacht mit 5 Pesetas. Mir gefällt besonders auch die letzte Zeile der Absenderadresse: NORTE DE AFRICA Viele Grüße Michael
Briefuhu Am: 30.09.2021 11:32:45 Gelesen: 3624 # 4
Hier ein Brief vom 06.11.1977 von Melilla nach Gütersloh, frei gemacht mit der Weihnachtsmarke 1977 zu 12 Pesetas. Schönen Gruß Sepp
Michael Mallien Am: 30.09.2021 18:33:08 Gelesen: 3595 # 5
@ Briefuhu [#4] Hallo Sepp, es freut mich sehr auch von anderen Belege in diesem Thema zu sehen. Danke fürs Zeigen! Überhaupt zeigst Du da eine ergiebige Firmenkorrespondenz der Vossen GmbH in Gütersloh mit Belegen aus allen Teilen der Welt. So etwas belebt unser Forum und bringt viele Themen voran. Zur Geschichte des Unternehmens kann man bei Wikipedia einiges erfahren [1]. Ich habe einen weiteren Beleg aus Ceuta, der gut zwei Jahre vor Deinem datiert, nämlich mit einem Stempel vom 27.8.1975. Auch für diesen Brief waren 12 Pesetas fällig. Der Brief ging nach Lesjöfors in Schweden. Offenbar galt für die Länder Nordeuropas der gleiche Tarif. Viele Grüße Michael [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Vossen
Briefuhu Am: 08.10.2021 11:42:20 Gelesen: 3533 # 6
@ Michael Mallien [#5] Hallo Michael, danke für das Lob. Ja die Belege der Firma Vossen sind sehr ergiebig. Da habe ich noch einen Luftpostbrief(diesmal nicht von Vossen) vom 18.08.1954 von Ceuta nach Bremen, frankiert mit 1x 1 Peseta und 1x 2 Pesetas, jeweils General Franco Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 02.04.2022 14:53:13 Gelesen: 3239 # 7
Hier mal eine Ansichtskarte aus Melilla vom 18.05.1977 nach Düsseldorf. Die Textseite ist leider beschmutzt und der Stempel nicht besonders lesbar. Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 18.01.2025 10:49:01 Gelesen: 1728 # 8
Drucksache vom 29.08.1964 von Ceuta nach Lübeck, frankiert mit Spanien Michel Nr. 1480, 1 Peseta. Schönen Gruß Sepp
buzones Am: 18.01.2025 14:13:06 Gelesen: 1683 # 9
Als alter „Spanier“ muss ich doch auch mal was zu diesem Thread beisteuern: Postalisch gehörte Ceuta seit 1858 zur Administración Principal (entspricht in etwa unserer alten OPD = Oberpostdirektion) von Cádiz. Ich zeige euch hier mal eine Ganzsachenkarte vom 17. April 1877 nach Barcelona, auf der der von 1875-77 verwendeten Einkreisstempel CEUTA CADIZ abgeschlagen wurde. Die vorgeschriebene Kriegssteuermarke zu 5 Céntimos wurde mit dem „abgefeilten“ (limado) Killerstempel taladro (der Bohrer) separat entwertet. Wie man auf den weiter oben gezeigten Stücken sieht, wurden Ceuta und Melilla später eigenen Administrationen zugeordnet; zunächst bekam Ceuta die Nummer 65, später die 54 und Melilla zuerst die 66 und dann die 56. Beste Philagrüße Ralf
Manne Am: 19.01.2025 09:13:55 Gelesen: 1629 # 10
@ Michael Mallien [#3] Guten Morgen, einen Brief aus Ceuta kann ich auch beisteuern, gelaufen am 23.06.1966 an die Uhrenfabrik Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim. Wünsche allen einen schönen Sonntag Manne