Meine Fragen:
War der Brief zunächst auf dem Seeweg nach New York und dann auf dem Luftweg von New York nach San Franzisco befördert worden?
Briefporto = 25 Pf + 20 Pf Luftpostzuschlag für Strecke New York - Frisco
Rückseitig ist nichts. Ist das alles so korrekt?
Gruß
Detlef
Thema:
Luftpostbriefe bestimmen
Meine Fragen:
War der Brief zunächst auf dem Seeweg nach New York und dann auf dem Luftweg von New York nach San Franzisco befördert worden?
Briefporto = 25 Pf + 20 Pf Luftpostzuschlag für Strecke New York - Frisco
Rückseitig ist nichts. Ist das alles so korrekt?
Gruß
Detlef
An Stempeln mangelt es jedenfalls nicht - hier die entsprechenden Stempel als Einzelbilder:
Adressiert ist der Brief an Hern Ernst Beyebach in Marburg an der Lahn, Oberstraßenmeister in Rente.
Meines Erachtens handelt es sich NICHT um einen Erstflugbeleg, liege ich damit richtig? Aber kann jemand eventuell den Flugweg von Thessaloniki nach Berlin nachvollziehen (welche Fluggesellschaft und Zwischenlandungen wo) ?
Beste Grüße Olaf
ab Thessaloniki 09:30 Uhr an Sofia 11:15 Uhr an Belgrad 12:30 Uhr an Budapest 14:40 Uhr an Wien 16:20 Uhr an Berlin 20:00 Uhr
Mit diesem Flugplan korrespondiert auch der Ankunftstempel des Berliner Hauptpostamtes Berlin C 2 von Freitag, dem 11.8.1933 19-20 Uhr. Der UB „L“ im unteren Stempelsegment des Ankunftsstempel des Postamtes Berlin C 2 belegt, dass der Brief in der Luftpostabteilung des Postamtes bearbeitet wurde. Richtig ist, dass es sich bei Deinem Luftpostbrief nicht um einen Erstflugbrief handelt. Der Erstflug auf der Strecke Athen-Berlin fand bereits am 06.05.1932 statt[2]. Von Berlin aus wurde der Luftpostbrief auf dem Luftweg mit einer Flugverbindung der Lufthansa über Halle/Leipzig bzw. Erfurt nach Frankfurt a.M. befördert. Im Sommer-Flugplan (gültig vom 1.5. bis 31.8.1933 ) sind täglich insgesamt drei Flugverbindungen zwischen Berlin und Frankfurt a.M. ausgewiesen[3]. Zum Nachweis der Luftpostbeförderung erhielt der Luftpostbrief vorderseitig in Berlin und Frankfurt a.M. jeweils einen Lufttpostbestätigungsstempel. Diese Bestätigungsstempel wurden 1921 eingeführt (Verfügung des Reichspostministeriums Nr. 632 vom 26.07.1921) und ihre Verwendung im Oktober 1934 wieder abgeschafft (Verfügung Nr. 95 vom 30.10.1934) [4]]. Das Porto von 15 Drachmen setzt sich – abweichend von den Angaben im Beitrag [#3] - wie folgt zusammen[5]: Grundgebühr Auslandsbrief bis 20 Gramm 8 Drachmen (gültig ab 01.05.1933) + Luftpostzuschlag nach Deutschland je 10 Gramm 7 Drachmen (gültig ab 06.06.1933)= 15 Drachmen. Der Luftpostbrief ist mithin bei einem Gewicht bis 10 Gramm portogerecht frankiert. Quellenangaben [1]]Tiberius, Petros Griechenland – Postgeschichte 1821-2001, 3 Bände Frankfurt a.M. 2002, Bd.II Seite 162 [2]Tiberius a.a.O. Bd. II Seite 162; A. Karamitsos HELLAS/2012, Vol.IV Air mail Seite 63 Nr. 240; Otto, Günter, Katalog und Handbuch der deutschen Luftpost, Mahlow 1972ff. Heft 14/1932 (Februar 1986) Seite 23 [3] https://flughafenbb.files.wordpress.com/2015/09/deutsche-luft-hansa-sommer-1933-05-01-bis-1933-08-31.jpg [4]Dahmann, Kurt Deutsche Luftpost-Stempel, 6. Aufl. Berlin 1972 Seite 31 [5]Vgl. die Portotabellen bei Tiberius a.a.O. Bd.III Seiten 117 und 180 Wolfgang
Es ist zwar nicht unbedingt ein Klassiker, doch wüßte ich gerne, wie hoch seinerzeit der LP-Zuschlag war.
Mit Dank in die Runde und Sammlergruß
Werner
Bei diesem Beleg, angeblich "Aus dem Briefkasten", durch die Entschädigungskammer des Landgerichts Köln im Mai 1959, komme ich trotz Literatur mit dem Luftpostzuschlag nicht klar.
Könnte es sich um einen Brief der 2. Gew.-Stufe (über 20 g) handeln, dann müssten ja neben der Briefgebühr von 60 Pfg und der R-Gebühr von 50 Pfg 2 x die LP-Gebühr ( 20 Pfg ?) berechnet worden sein.
Stimmt das so ?
mit Dank und Sammlergruß
Werner
Bei dieser tollen LP-Drucksache im Gesamtentgelt von 17 Rpf (Danke, Uli !) muss ich zum Glück nicht viel rechnen, es ist ein von mir lange gesuchter Beleg, aufgegeben im Dezember 1942 auch noch in WIEN 62, einfach nur herrlich!
mit Sammlergruß
Werner
Luftpostdrucksache vom 14.9.38
Drucksache 3 Pf Luftpostzuschlag 5 Pf zusammen 8 Pf
Der Beleg ist richtig frankiert.
Grüße
Reini46

Express Rohrpoost Luftpostbrief vom 22.12.38 von Wien nach Berlin. Aufgegeben um 18 Uhr, Luftpostbestätigungsstempel 22 Uhr eingelangt bei Siemens am 23.12.38 um 9-10 Uhr. Rückseitig noch der Eilbotenstempel Nr. 6
Der Brief weist 2 Besonderheiten auf - der Rohrpostzuschlag wurde separat bezahl, das war für Wien sehr ungewöhnlich der Flugpostbestätigungsstempel von Wien wurde abgeschlagen, obwohl das seit Juni untersagt war.
Brief 12 Pf Express 40 Pf Rohrpost 10 Pf Luftpostzuschlag 5 Pf zusammen 67 Pf
Grüße
Reini46
Manchmal ist man mit seiner Weisheit am Ende - so geht es mir mit diesem Beleg.
Ich habe ihn schon oft zur Hand genommen, finde aber keine Lösung.
Offensichtlich hat die American Express Company Traveller Schecks nach Paris geschickt.
Es gibt aber keine Anzeichen für einen Wertbrief.
???????
Grüße
Reini46
Diesen Beleg habe ich schon etwas länger, er ist auch in meinem Buchmanuskript schon zu finden, hätte ich doch dort noch nachgesehen.
Der Brief ging im Juni 1942 von BERLIN NW 7 auf den Weg in Richtung WIEN.
mit Sammlergruß
Werner
Dieser ist mit dem Cachet „Commemorative Flight - 30th Anniversary of 1st Tasman Crossing“ (Gedenkflug - 30. Jahrestag der ersten Tasman-Überquerung) versehen und zeigt die Stempel:
Sydney 10.09.1958 - Christchurch 11.09.1958 - Woodbourne Air Force Base 14.09.1958 - Sydney 14.09.1958.
Der Anbieter beschreibt ihn als: Special illustrated tripartite folded card for round trip, with NZ 6d. franking and Australia 8d. franking for 30th Anniv of 1st Tasman flight. Cancelled Sydney 10/9/58, Christchurch 11/9/58, Woodbourne Air Force Base 14/9/58 and Sydney 14/9/58.
Übersetzt: „Speziell illustrierte dreiteilige Faltkarte für Hin- und Rückflug, mit neuseeländischer und australischer Frankatur zum 30. Jahrestag des ersten Tasman-Fluges. Abgestempelt Sydney 10.09.1958, Christchurch 11.09.1958, Woodbourne Air Force Base 14.09.1958 und Sydney 14.09.1958.“
Damit ist belegt, dass 1958 Jubiläums-Sonderflüge im Zusammenhang mit dem 30. Jahrestag (Sydney - Christchurch) der ersten Tasman-Überquerung mit Beteiligung der Woodbourne Air Force Base durchgeführt wurden.
Bei deinem Beleg ist der maschinenschriftliche Leitvermerk „Kingsford-Smith Memorial Flight October 10, 1958“ (Kingsford-Smith-Gedenkflug, 10. Oktober 1958) besonders interessant. Er kennzeichnet die gewünschte Beförderung im Rahmen des genannten Jubiläumsfluges.
Zusammen mit dem Stempel „WOODBOURNE AIR FORCE SPECIAL FLIGHT 14 OC 58“ (Sonderflug der Woodbourne Air Force Base, 14.10.1958), dem Empfänger Tasman Empire Airways Ltd., P.O. Box 2201, Auckland und dem rückseitigen Sydney-Stempel vom 14.10.1958 spricht vieles dafür, dass dein Brief im Rahmen dieses Oktober-Jubiläumsfluges befördert wurde.
Die Empfängeranschrift Tasman Empire Airways Ltd., P.O. Box 2201, Auckland verweist zudem auf die damalige TEAL-Basis in Mechanics Bay, der historischen Wasserflugzeugbasis der Gesellschaft in Auckland.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei der weiteren Einordnung des Beleges - auch hinsichtlich der noch offenen Portofrage.
Gruß Post-Bote
[1] [ebay]330776043865[/ebay]