Thema:
Die ersten Briefmarken von 1840 bis 1899


Bei Bayern kamen 3 Marken gleichzeitig an die Schalter - 1 Kreuzer für Drucksachen und Ortsbriefe, 3 Kreuzer für Briefe bis 12 Meilen innerbayerisch und 6 Kreuzer für Briefe über 12 Meilen innerbayerisch.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Und dann von Kanton Genf (hier senkrechtes Paar der linken Hälfte der "Doppelgenf")
und zuletzt die für mich schönste Briefmarke, die es gibt, das "Basler Täubchen" vom Kanton Basel
Für den Altschweiz-Laien: Der Wert der gezeigten Briefe entspricht etwa einem Einfamilienhaus mit großem Garten und Garage. :D
Liebe Grüße
Kevin
Meine Dänemarksammlung liegt im Tiefschlaf, aber die Nummer 1 Kroninsignien im Lorbeerkranz zu 4 Rigsbankskilling vom 1.4.1851 ist mit dabei.


Auf der linken Marke sieht man sehr schön das Wasserzeichen 1 X kleine Krone.
Ansonsten habe ich die Marken nie näher bestimmt. Es gibt zwei Typen: Type 1 I mit Unterdruck in Stichtiefdruck und Type 1 II mit Unterdruck in Buchdruck. Von der Type 1 II sind mit Michel-Nordeuropakatalog 3 Farben katalogisiert. Der AFA-Spezialkatalog widmet der Marke ein mehrseitiges Kapitel.
Mit meinen bescheidenen Kenntnissen zur Drucktechnik würde ich sagen, dass die Marke links Type 1 II ist. Die Marke rechts könnte Type 1 I sein.
Viele Grüße
Michael

Redirected/ weitergeleiteter Brief August 1840 Platte 2
"Damenbriefchen" Januar 1841

Manchester Malteserkreuz Platte 2

Wie schlecht die Akzeptanz der neu entstandenen kaiserlichen Post war, zeigt der Umstand, dass uns bis heute vom Ausgabejahr 1878 nur gerade vier Briefe mit Verwendung der Grossen Drachen bekannt sind! Der hier gezeigte Brief trägt mit dem 5. Oktober 1878 das früheste uns bekannte Stempeldatum dieser vier Briefe. Aufgegeben in Peking erreichte der Brief seinen Bestimmungsort Schanghai am 12. Oktober 1878.
Diese Rarität wechselte seit 1994 wieder einmal ihren Besitzer: An der 68. Interasia Auktion vom 16. Juni 2018 in Hongkong wurde der Brief unter Los Nr. 29
für 18‘975‘000 HK$ (ca. 2‘080‘000 € einschliesslich 15 % Aufgeld) verkauft!
Grüsse aus der Schweiz
Jacques
1. Großbritannien 6. Mai 1840 2. Postgebiet Zürich 1. März 1843 3. Postverwaltung Genf 30. September 1843 4. Postverwaltung Basel 01. Juli 1845 5. Dänemark 01. April 1851 6. Sierra Leone 21. September 1859 7. China Juli 1878
Allen, voran bayern klassich, besten Dank. Mir es geht darum, einmal aufzuzeigen, in welcher Reihenfolge die Länder (Postverwaltungen) die englische Postreform von Rowland Hill mit der Übernahme der Vorausbezahlung der Postgebühr in Form einer Briefmarke übernommen haben. Es geht mir de facto um eine Chronologie der Verbreitung.
So muss ich gestehen, ich besitze selbst nur wenige "1"-er, kann mir aber vorstellen, dass die Teilnehmer hier unterstützend einwirken und zeigen, was zu Hause in Ihren Alben schlummert.
Natürlich werden wir bei so hochpreisigen Marken wie Helvetia/Switzerland Zürich/Genf/Basel oder der orangen Mauritius kaum jemand finden, der hier seine Preziosen aufzeigt. aber ich meine, solche Marken sind Kulturgüter ersten Ranges und müssen abgebildet werden können.
briefmarkenwirbler24, vielen Dank für dein Präsentation in der korrekten, chronologischen Folge. Zu deinem letzten Satz:
"Für den Altschweiz-Laien: Der Wert der gezeigten Briefe entspricht etwa einem Einfamilienhaus mit großem Garten und Garage". Diesen Satz fand ich so gut, dass ich die Briefmarken gleich mal meinen Kollegen zeigen musste. Einer meinte lapidar zu deiner Feststellung: "Kommt drauf an, wo".
So kann Philatelie heiter sein und gleichsam auch das Interesse von Laien wecken. Das Basler Täubchen scheint mir besonders die Frauen zu beeindrucken. Aber dieser Eindruck mag subjektiv sein.
Ich zeige hier auch noch mal eine One Penny Black, wie asmodeus sie so herrlich präsentiert ([#3]), freue mich über jeden Beitrag, denn es stellen sich ja auch gleichzeitig wieder Fragen und neue Antworten werden gegeben (warum ist China so spät dran? Siehe merkuria [#8]).
Liebe Grüße
10Parale
Bei dem Jahr 1288 handelt es sich allerdings um den islamischen Kalender. Nach unserem Kalender ist es das Jahr 1871.
Die Briefmarke ist unten nicht beschädigt, sondern das war damals die übliche Entwertung in Afghanistan. Man hat vor dem Aufkleben einfach ein Stück der Marke abgerissen.
Viele Grüße
Volkmar

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Auf dieser Seite sind mindestens zwei Marken, die zu diesem Thema passen:
Die vier Hauptinseln der Komoren sind Grande Comore (Njazidja), Anjouan (Nzwani), Mohéli (Mwali) und Mayotte (Mahoré). Zu Beginn gab es auf allen Inseln eigene Marken. Hier die Nr. 1 von Grande Comore (1897) und Mayotte (1892).
Die erste Marke aus Mohéli dürfte ich (wenn ich sie hätte) bei diesem Thema allerdings nicht zeigen, denn sie erschien erst 1906. Genausowenig die ertste gemeinsame Marke vier die vier Inseln, die 1950 erschien. Siehe daher https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=198839
Viele Grüße
Volkmar
Gruss
Martin
Es erschien eine Marke von 10 Centimes für den Inlandstarif und eine von 1 Silbergroschen für die erste Zone nach Deutschland. Gedruckt wurden die Marken in mehreren Auflagen und Farbnuancen. Erst Ende 1859 erschienen die ersten Wappenmarken. Die Nr. 1 und 2 wurden aber noch bis in die 1860er Jahre benutzt. Die 10 und 12,5 Centimes (1 Silbergroschen) erschienen erst nach dessen Aufbrauch. Der nicht unterbrochene Dreikreisstempel von Remich gilt bei der Nr. 2 auf Brief bis jetzt als Unikat, so dass ich hier ein bedeutendes Stück zeigen kann.

Für höhere Tarife musste man mehrere Marken benutzen. Z.B. dritte Zone nach Bayern, 3 Silbergroschen oder 40 Centimes nach England. Für Belgien (außer der luxemburgischen Provinz) galten 30 Centimes.
Beste Grüße
Marc

Beste Grüße
Marc

Jedoch war es, wie bei den von Ralph präsentierten Bayern-Marken, so, dass Mi.Nr. 1-3 am gleichen Tag verausgabt wurden, nämlich am 01.07.1856. Von Mi.Nr.1 (4/4 Schilling) und Mi.Nr.3 (5 Schilling) wurde je nur eine Auflage gedruckt, die vollständig am 09.06.1856 mit 6300 (Nr.1) bzw. 600 (Nr.3) Bogen zum Versand gebracht wurde. Von Nr.2 wurde am gleichen Tag eine erste Auflage von 1800 Bogen geliefert. Eine zweite Auflage in Höhe vpn 1850 Bogen (= 222.000 Marken) folgte im Herbst, von ihr wurden dann 200 Bogen am 26.11. und 1650 Bogen am 16.12. ausgeliefert.
Gruss
Martin
Brief von Oldesloe nach Trittau, Aufgabestempel OLDESLOE 18.5.1854, freigemacht mit Freimarke Dänemark Mi.-Nr. 1 IIa (Thiele II. Druck), diese mittels Dreiringstempel 128 entwertet. Das Porto betrug ab 01.05.1851 für Briefe bis 1 Loth innerhalb des Königreiches einschließlich Schleswig, Holstein, Lauenburg, Lübeck und Hamburg entfernungsunabhängig 4 Skillinge. Am 01.07.1853 galten die dänischen Freimarken auch in Holstein.
Gruß
Ralph
1 Großbritannien 06.05.1940 2 Postgebiet Zürich 01.03.1843 3 Brasilien 01.07.1843 4 Postverwaltung Genf 30.09.1843 5 Postverwaltung Basel 01.07.1845 6 Dänemark 01.04.1851 7 Niederlande 01.01.1852 8 Luxemburg 15.09.1852 9 Norwegen 01.01.1855 10 Mecklenburg Schwerin 01.07.1856 11 Sierra Leone 21.09.1859 12 Afghanistan 1871 13 China Juli 1878 14 Nepal 1881 15 Mayotte 1892 16 Grande Comore 1897
Liebe Grüße 10Parale
Gruss
Martin
Durch Abnutzung der Druckplatten wurden mehrere Retuschen notwendig, deshalb unterscheidet der Spezialsammler hier verschiedene Typen (I,II,III) und Untertypen. Ab ca 1854 wurde ausserdem das handgeschöpfte durch maschingeschöpftes dickeres Papier ersetzt. Der Autria-Netto-Katalog unterscheidet diese in der Notierung mit H und M, der Michel X und Y.
Lg, harald
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Lovrenc_Košir
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Wappenausgabe_1850

Mit freundlichem Sammlergruss
Ulf
Eine Nummer 1 (6 Pfg. mit Wasserzeichen) und Zusatzfrankatur (2 x Nr. 11)
hajo22
Viele Grüße
Quincy
Gruss
Martin
hier ein Brief von Antwerpen nach Brüssel (24. August 1849) als Ergänzung zu Deinem Beitrag.
Beste Grüße
Marc

Beste Grüße
Marc
Belgien, 1858, Mi 7 I
Danke fürs Zeigen Pepe
Gruss
Martin

Bemerkenswert ist natürlich die Dreiecksform - übrigens nicht nur der Marke, sondern auch der am selben Tag eingeführten Stempel. Ebenfalls bemerkenswert ist das Motiv der "Allegorie der Hoffnung" zu einer Zeit, in der fast alle Postverwaltungen entweder Zahlenwerte oder Portraits der Herrscher auf die Marken bannten. Die einzigen mir bekannten anderen Ausnahmen sind die britischen Kolonien in Australien und Kanada - aber vielleicht werden hier ja noch mehr zu Tage gefördert. In den genannten Fällen war die außergewöhnliche Motiv- und Formwahl auch Ausdruck eines Unabhängigkeitsstrebens - im Falle des Cape of Good Hope gab es erste politische Autonomien aber erst in den 1890ern.
Auf weißem Papier gab es die Marken ab 1855. Ab 1858 gab es einen grünen 1 Shilling-Wert. Als Notmaßnahme zur Überbrückung von Nachschubproblemen wurden zwischen Februar und April 1861 wenige Exemplare im Buchdruck (sog. "Holzschnitt") von Saul Solomon in Kapstadt gedruckt. Ab 1863 übernahm De la Rue aus London den Druck, bis zur letzten Verausgabung 1864.
Scheinbar 1891 tauchten dann auch die ersten Fälschungen der Kapdreiecke auf. Hier ein besser gelungenes Beispiel, zumal sich der Fälscher sogar um gebläutes Papier bemüht hat. Der Falschstempel - der sehr häufig und berühmt ist - erinnert mich irgendwie an einen Rugbyball.

Gruß
umdhlebe
Die Formulierung "aus einem späteren Druck" verweist auf die Karriere der nach Südafrika gesendeten Druckplatten, die zunächst zum Finanzminister Viljoen gingen, der zwar ehrlich war, aber kein Drucker und bis Juli 1870 meist zu viel Tinte verwendete. Er gab den Job und die Platten daher ab September 1870 nach Potchefstroom an Herrn Borrius ab. Der war tatsächlich Drucker, wie auch die Firma Davis & Son in Pietermaritzburg, die den Job im September 1874 übernahm, bevor er zurück in die Hauptstadt delegiert wurde, ab dem 29 April 1875 an Herrn Cilliers im Auftrag einer staatlichen Kommission. Die Karriere der Platten setzte sich noch bis 1885 fort - unterbrochen von neuen, legitimierten Lieferungen von Adolph Otto.
Für die Erstausgabe bedeutet dies, dass sich der Begriff nur auf die qualitativ hochwertigen Otto-Drucke bezieht, die nur zum Teil in der ZAR an den Schalter kamen. Alle späteren echten Drucke sind schlechterer Qualität wegen unprofessioneller Drucker oder abgenutzter Platten.
Alle unautorisierten Nachdrucke erkennt man daran, dass das "D" das Band nicht berührt, dafür aber der Flaggenmast den Schild. Hier eine ganze Reihe von Beispielen dafür:
Diese Ausführlichkeit habe ich mir erlaubt, weil die meisten der Marken, die ich in Europa sehe, unautorisierte Nachdrucke oder Fälschungen sind. Ich habe schon einmal eine "Transvaal"-Kollektion in einem deutschen Auktionshaus gesehen, die für einen vierstelligen Ausrufpreis ausschließlich private Nachdrucke anbot.
Die Eendracht-D und Flaggenmast-Regel gilt übrigens nicht für den späteren 3 Pence-Wert, bei dem der Adler angelegte Flügel hat. Aber auch davon gibt es Fälschungen.
Gruß
umdhlebe
Die Briefmarken sind zwar nicht gut erhalten, aber sie fielen mir als Student in Münster auf, da alle vier Marken eine andere Aufdruckfarbe hatten. Neben den Farben rot, schwarz, grün und blau gab es bei der Marke zu Six Cents auch noch einen violetten Aufdruck. Den habe ich leider nicht. Die restlichen Aufdrucke haben eine derselben Farben.
Viele Grüße
Volkmar
Anbei zeige ich die Abbildungen aus dem Katalog von Moens (ca. 1884) für die ersten zwei Ausgaben von Sierra Leone.
Heinz
Anbei eine sehr schöne 27 Parale-Marke vom Fürstentum Moldau. Zwar ist das Markenbild unten etwas angeschnitten, aber sonst sehr schön, mit prächtigem Stempel. Diese Marke ist eine grosse Rarität.
Die Marke wurde von einem Händler angeboten, ist aber nach Angaben dieses Händlers bereits verkauft.
Heinz
1 Großbritannien 06.05.1940 2 Postgebiet Zürich 01.03.1843 3 Brasilien 01.07.1843 4 Postverwaltung Genf 30.09.1843 5 Postverwaltung Basel 01.07.1845 6 Belgien 01.07.1849 7 Bayern 01.11.1849 8 Österreich 01.06.1850 9 Preussen 15.11.1850 10 Dänemark 01.04.1851 11 Niederlande 01.01.1852 12 Luxenburg 15.09.1852 13 Kap der guten Hoffnung 01.09.1853 14 Norwegen 01.01.1855 15 Mecklenburg Schwerin 01.07.1856 16 Argentinischer Bund 01.05.1858 17 Fürstentum Moldau 15.07.1858 18 Bulgarien 01.05.1859 19 Sierra Leone 21.09.1859 20 Rumänien 25.06.1862 21 Soruth (Ind. Feudalstaat) November 1864 22 Straits Settlements 01.09.1867 23 Südafrikanische Republik 01.05.1870 24 Afghanisatan 1871 25 Montenegro 01.05.1874 26 China Juli 1878 27 Nepal 1881 28 Mayotte 1892 29 Grande Comore 1897
Liebe Grüße 10Parale
Brief von 1871 von Palota (heute Slowakei) nach Paris, weitergeleitet nach Versailles.
Lg, harald
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Österreichisch-Ungarischer_Ausgleich
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Postgeschichte_und_Briefmarken_von_Ungarn
Gruss
Martin


Rot: Mi 3, Gelb: Mi 1, Grün: Mi 2
Der Satz umfasste noch drei weitere Werte zu 10, 15 und 25 Kreuzer.
Nette Grüße Pepe

Viele Grüße
Ingo
Von dieser Marke erschien 1892 eine staatliche Nachahmung der Nr.1 mit aufgedruckter Zähnung (MiNr. I).
Die beiden Marken sollte man nicht miteinander verwechseln (Nr.1 ist gebraucht wesentlich seltener als Nr. I), wie es vor ca. einem Jahr bei einer Auktion geschehen ist, und wie es bei einer aktuellen Auktion wieder der Fall ist.
In der naher Zukunft werde ich die Marken von Sirmoor als eigenes Thema vorstellen.
Gruss
Martin
Man kann auch die Rückseite der Marke betrachten. Bei der zweiten Ausgabe tritt öfters (nicht immer) deutlich eine rückseitig erkennbare Einprägung des Markenbildes hervor, welches bei der Erstausgabe nie der Fall ist. Auf der unten gezeigten Abbildung kann man (hoffentlich) dieses bei den ovalen Wertangabeschildern sehen.
Ein weitere Hilfe ist auch das Stempeldatum; da eine Verwendung ab 1873 für die nur kurz im Umlauf gewesene Erstausgabe sehr unwahrscheinlich ist. Auch auf der von Harald aufgeführte Wikipediaseite werden wohl auch Stichtiefdruckmarken gezeigt. Typische Farben bei der 3 Kr. und der 25 Kr. Bei deiner und bei der auf Wikipededia abgebildeten 2 Kr. ist jeweils das Stempeldatum 1874. Vielleicht kann ja jemand noch die anderen Werte als Gegenüberstellung zeigen.
Gruss
Martin
Viele Grüsse
Thomas

Herzliche Grüsse
Thomas
Brief mit gut geschnittener Marke von Gera nach Heinrichshall. In ausgewählten benachbarten Orten galt ein ermäßigter Tarif von 1/4 Sgr wie bei Ortsbriefen. In der damaligen Zeit der günstigste Tarif, um einen Brief eine Meile weit zu bringen.
Gruß Ralf
1 Großbritannien 06.05.1940 2 Postgebiet Zürich 01.03.1843 3 Brasilien 01.07.1843 4 Postverwaltung Genf 30.09.1843 5 Postverwaltung Basel 01.07.1845 6 Frankreich 01.01.1849 7 Belgien 01.07.1849 8 Bayern 01.11.1849 9 Österreich 01.06.1850 10 Preussen 15.11.1850 11 Dänemark 01.04.1851 12 Baden 01.05.1851 13 Niederlande 01.01.1852 Thurn und Taxis 01.01.1852 14 Luxenburg 15.09.1852 15 Kap der guten Hoffnung 01.09.1853 16 Norwegen 01.01.1855 17 Mecklenburg Schwerin 01.07.1856 18 Peru 01.12.1857 19 Argentinischer Bund 01.05.1858 20 Fürstentum Moldau 15.07.1858 21 Bulgarien 01.05.1859 22 Sierra Leone 21.09.1859 23 Rumänien 25.06.1862 24 Soruth (Ind. Feudal) November 1864 25 Bermuda Islands 25.09.1865 26 Straits Settlements 01.09.1867 27 Südafrikanische Rep. 01.05.1870 28 Ungarn 01.05.1871 29 Afghanisatan 1871 30 Deutsches Reich 01.01.1872 31 Montenegro 01.05.1874 32 Sirmoor (Ind. Feudal) Juni 1878 33 China Juli 1878 34 Nepal 1881 35 Monaco 01.07.1885 36 Mayotte 1892 37 Grande Comore 1897
MiNr. 8 bis 13 = Stichtiefdruck
Hier noch Beispielhaft die Vielfalt an Farbtönungen der MiNr. 8 = Stichtiefdruck. Die späteren Auflagen werden immer gelber - auch Deine gelbe MiNr. 8 ist im Jahre 1874 gestempelt. Das erinnert in gewisser Weise an Sachsen MiNr. 15 und Württemberg MiNr. 41, dass späte Auflagen im Farbeindruck immer gelber werden.
Steindruck und Stichtiefdruck im direkten Vergleich. Beide Marken in ZENGG entwertet, was ich obendrein als besonders reizvoll erachte.
Man beachte auch den Bart des Kaisers ...grübeldenk... bzw. im Falle Ungarns Königs beachten!
Beste Grüße
Markus
P.S.
Leider hat man hier im Thema auch Bilder verwendet, die aus fremder Bildquelle stammen, ohne das darauf hingewiesen wurde. Wer Bilder aus fremder Bildquelle zeigt, der muß sogar darauf hinweisen. Selbst achte ich sehr darauf, derartige Angaben konsequent in meinen Beiträgen zu machen, im Falle ich Bilder aus fremder Bildquelle verwende.
Beste Grüße
Markus
Ich kann zu dem Gebiet einen Beleg mit einer 4 Baj. bieten. Brief vom 23 November 1859 von Bologna? nach Venezia.
Liebe Grüße
Marc
Gruss
Martin
Dreierstreifen der 1 Crazia von Florenz nach Rom vom 18.12.1852.
Fragment der 2 Crazie mit rotem PD entwertet.
4 Crazie auf Brief von Livorno nach Neapel, vom 22.10.1854.
Liebe Grüße
Marc
25 Centesimi (Michel Nr. 4) auf Faltbrief nach Milano. Der Inhalt datiert vom 8 Februar 1853, der Ankunftsstempel vom 11. Februar.
Liebe Grüße
Marc
Gruss
Martin
Gruss
Martin
Gruss
Martin
Da die Markenbilder der beiden höheren Werte achteckig bzw. oval sind, wurden die Marken manchmal nach dieser Form geschnitten. Dies führte dazu, das die Marken hinterlegt oder die Ränder angesetzt werden. Hier zwei Beispiele der primitiven Art mit Hinterlegung, Bildnachmalung und Stempelergänzung.
Gruss
Martin
Brief von Busca nach Turin, vom 27.12.1852, frankiert mit einer 20 Centesimi (Michel Nr. 2, Sassone Nr. 2f). Sardinien gab laut Michel ihre ersten Marken (Michel Nr. 1-3) mit dem Bildnis von Victor Emanuel III am 1 Januar 1851 heraus. Sardinien ist somit der erste Altitalienische Staat, der Briefmarken herausgab (Wenn man Lombardei und Venetien nicht zu Altitalien zählt).
Liebe Grüße
Marc
Gruss
Martin
Gruss
Martin
Laut Michel erschienen die ersten beiden Werte zu 5 und 10 C. am 1. Juli 1847.
Faltbrief von New York nach Hartford vom 29. Juni 1849 (Handschriftlich im Briefinnern vermerkt).
Liebe Grüße
Marc


Hier drei Briefe mit den Werten 1, 2 und 5 Grana.
Liebe Grüße
Marc

Wie Du schon bemerkt hast existieren die Marken mit und ohne Punkt hinter der Ziffer. Laut Michel existiert die 1 Lira nur mit Punkt, die 15 und 25 Cent nur ohne Punkt. Die 5, 10 und 40 Cent existieren in beiden Varianten.
Bei den von mir gezeigten Briefen hat nur die 5 Cent einen Punkt hinter der Ziffer.
Liebe Grüße
Marc

Hier Briefe mit den Werten zu 1, 2 und 5 Baj.
Liebe Grüße
Marc
Das oben gezeigte Stück der 10 Kopeken soll als Warnung dienen. Ich habe die Marke vor circa 25 Jahren bei einem Händler mit Ladengeschäft(er existiert seit ca. 20 Jahren nicht mehr) als einwandfrei erworben. Auf den ersten Blick sieht sie gut aus, aber nur das Oval ist original und der Rest ist hinterlegt. Die ovale Einfassung ist teilweise nachgemalt. Oval geschnittene Marke sing deutlich weniger Wert als rechteckig geschnittene, deshalb werden die Ränder gerne ergänzt.
Gruss
Martin
Nun zu den Marken; ich zeige hier eine grauschwarze 1/2 Anna und eine ultramarine 1 Anna. In Kaschmir wurde anfangs mit roter Stempelfarbe entwertet und in Jammu mit einem lila Farbton. Bei später Ausgaben wurde schwarze Stempelfarbe verwendet. Dies hilft einem die späteren neuen Auflagen in leicht anderer Farbe zu unterscheiden, denn das grauschwarz ist gar nicht so grau wie man vielleicht denkt. Ich habe bewust eine stärker beschädigte 1/2 Anna ausgewählt da man bei ihr den siegelartigen Stempel recht deutlich erkennen kann. Bei späteren Ausgaben erkennt man meist nur einen öligen rote Fleck.
Gemäß Handbuch der Briefmarkenkunde sind die Inschriften der Marken zweisprachig (persisch und dogra). Auf der rechten Seite ist auch in persisch die Jahreszahl 1923 der einheimischen Zeitrechnung abgebildet(siehe Pfeil), dies entspricht 1866 unserer Zeitrechnung.
Das besondere an den Marken ist, das sie in Wasserfarbe gedruckt wurden. Sie sind also extrem feuchtigkeits empfindlich.
Nun ein kleiner Überblick über die Marken von Dschammu und Kaschmir und ihre Seltenheit. Frits Staal hat sich mal grob über die Anzahl der existierenden Anzahl der einzelnen Marken in seinem Buch geäussert. Er hat die Marken in die untenstehenden Kategorien eingeteilt.
-gewöhnlich
-mindestens 100 Stück
-25 bis 100
-11 bis 25
-weniger als 10
-Unikat oder fast Unikat
Wenn manche meinen die ersten Marken von Rumänien wären Seltenheiten, so würde man aus Sicht von Dschammu und Kaschmir-Marken, die Marken von Rumänien als "Massenware" bezeichnen. Einige der Marken brauchen sich von der Seltenheit her, nicht vor den Erstausgaben von Mauritius, Hawaii oder Britisch Guyana verstecken, nein sie sind sogar seltener. Von den ersten 100 Katalognummern nach Gibbons, sind mehr als vierzig Stück, von denen jeweils weniger als hundert Exemplare bekannt sind.
Der Katalogwert ist aber nur ein Bruchteil von den hochgehandelten Gebieten.
Das Problem von Jammu und Kaschmir ist, man kann sie nur selten erwerben, und die meisten sind nur Neudrucke oder aber Fälschungen.
Gruss
Martin
Gruss
Martin
Ungebraucht sind die Marken häufigerer auf Auktionen anzutreffen. Gebraucht sind diese Marken in einwandfreier Qualität Seltenheiten im vierstelligen Preisbereich. Für die Entwertung diente ein runder Rostnummernstempel. Es gibt insgesamt 42 verschiedene Nummern, wobei meiner Meinung nach vielleicht ein halbes dutzend davon häufig sind, und der Rest sehr selten bis extrem selten ist.
Als Besonderheiten gibt es die 1 Schilling mit doppelten Sicherheitsfaden und die 2 Schilling mit doppeltem Prägedruck.
Gruss
Martin
Ich habe diese Marke bisher immer gebraucht nur mit Federzugentwertung gesehen. Dieses Jahr habe ich das erste mal ein ungebrauchtes Stück auf einer Auktion gesehen. Im Michelkatalog von 2003 wurde die Marke mit 450 Euro jeweils für gebraucht und ungebraucht bewertet. Wenn man die Seltenheit dieser Marke betrachtet, sie wird in der Regel nur bei der Auflösung grösserer Sammlungen der indischen Staaten angeboten, ist dieser Katalogpreis lächerlich. Ich vermute, obwohl ich kein grosser Bhopalspezialist bin, das es von dieser Marke keine hundert Stück noch existieren.
Gruss
Martin
Das sind sicher seltene Marken mit sehr kurzer Verwendungszeit.
Nette Grüße Pepe
Die Marken wurden in zwei senkrechten Gruppen zu 10 x 6 Marken gedruckt. Es können also theoretisch Zwischenstege davon existieren. In der Burrus-Sammlung war ein ungebrauchter zwanziger-Block der 4 Baj mit fünf Zwischenstegpaaren enthalten (Los 196).
Grosse Seltenheiten sind die drei höchsten Werte auf Brief oder auch die Halbierungen dieser Ausgabe.
Man muss auch beachten, das von dieser Ausgabe Nachdrucke/Fälschungen gibt.
Gruss
Martin
Ebenfalls abgebildet ist der Befund eines italo-kanadischen Prüfers für die gezeigte Mi.Nr. 1.
Die scheinbare Farbabweichung mit dem Original liegt an der mangelhaften Farbwiedergabe meines Scanners. Das bitte ich zu entschuldigen.
Mit vorweihnachtlichen Grüßen
Gunther
1859 01 01, Mi 2 c, olivgrün
1859 01 01, Mi 3 a, hellblau
1859 01 01, Mi 3 a, hellblau töne
Nette Grüße Pepe
Die Fälschung ist leicht am Druck zu erkennen. Die Originale sind im Stichtiefdruck hergestellt, wogegen die Fälschung im Flachdruck ausgeführt wurde.
Ein weiteres Merkmal ist der Stempel. Die echten Marken sollten mit einem Stempel entwertet werden der einen Türbogen ähnlich sieht, und das Portrait einrahmen sollte (siehe Abbildungen in den vorherigen Beiträgen).
Gruss
Martin
Herzliche Grüße
Gunther
Altitalienische Staaten, Kirchenstaat, 1852 01 01, Mi 1 c, schwarz auf grau, rötlichgrau.
Marke signiert Friebe (vor 1984, DDR), weil angeschnitten Prüfzeichen höhergestellt. 168 Jährchen.
Gescannt mit 800 dpi auf grauem Grund.
Nette Grüße Pepe
ich bin dabei einmal ein paar Seiten der ersten Ausgaben einiger europäischen Länder aufzumachen. Weil wir Spanien noch nicht haben, lass ich die Seite einfach einmal so wirken.
Was mir bei Spanien ausgefallen ist, ist die sehr geringe Auflagezahl der Michel Nummer 2-5 insbesondere der 4 und 5. Die folgenden Auflagezahlen und Bewertungen sind dem Michel Klassik-Katalog Europa 1840-1900 entnommen.
Nr. 2: Auflage 512926
Nr. 3: Auflage 47863
Nr. 4: Auflage 13026
Nr. 5: Auflage 8443
Insbesondere die Nummer 4 und 5 haben eine sehr geringe Auflage. Bedenkt man, wie groß Spanien ist. Dann die Gültigkeit von einem Jahr bzw. 9 Monaten und wieviel dieser Marken bereits vernichtet wurden, dann müssten das doch äußerst seltene und teure Marken sein und vielleicht sogar an der Spitze der Klassik stehen.
Dies ist aber nicht der Fall. Der Katalogwert ist eher sehr gering im Vergleich mit anderen klassischen Marken. Ich habe einmal den schwarzen Einser aus Bayern und das berühmte Basler Täubchen genommen und deren Auflage und Katalogwerte verglichen. Ich bin sogar so frech zu behaupten, wenn man aktuelle Auktionskataloge durchblättert, man mehr schwarze Einser und Basler Täubchen findet als die 6 und 10 Reales von Spanien.
Hier der Vergleich:
Ungebraucht * Gestempelt Auflage 12 Quartos 2200 Euro 260 Euro 51926 5 Reales 2200 Euro 260 Euro 47863 6 Reales 3000 Euro 700 Euro 13026 10 Reales 4000 Euro 2000 Euro 8443 Bayern Nr. 1(a+b) 1300 Euro 1800-2600 Euro 832500 Baseler Täubchen 12000 Euro 11000 Euro 41400
Hat jemand hier im Forum eine Ahnung woran diese Preisunterschiede liegen? Die Beliebtheit der Sammelgebiete ist meine einzige Erklärung, diese allein kann es aber nicht sein? Liebe Grüße Marc
1850 01 01, Mi 1, Typ II (T und O von CUARTOS nicht verbunden), Farbe laut Katalog schwarz. Ich denke grau wäre richtig. Schwarzer Punkt auf Nase stempelbedingt.
Nette Grüße und beste Wünsche für den Jahreswechsel
Pepe
[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=15114
Und da ja schon einige Mitglieder größere Aufnahmen angemahnt haben, sei nachfolgend auch eine solche Vergrößerung der Nr. 1 präsentiert.
Herzliche Grüße und noch einen schönen restlichen Sonntag
Gunther

Bei Michel tragen sie die Nummern 7 und 8.
Die 10-Rp.-Marke ist gestempelt mit dem typischen Stempel damals, der Raute; die 5-Rp.-Marke mit einem schwarzen "P.P."-Stempel. Heute wird in den Katalogen der Schweiz als Ersttag dafür der 1. Oktober 1850 genannt.
Der Wert zu 2.5 Rappen erschien allerdings etwas früher im Jahr 1850. Es gibt ihn sogar in zwei Sprachen
- 2.5 Rappen (Ortspost, deutsch)
- 2.5 Rappen (Poste Locale, französisch)
Hinter die zwei losen Marken habe ich ein Erinnerungscouvert gelegt, das ein fleissiger Basler Briefmarkenverein im Jahr 2000 produzieren liess zu einer sehr schönen Ausstellung, die vor 21 Jahren in Basel stattfand. Vergangene Zeiten.
Heinz
Gruss
Martin
Es sieht wohl nicht so gut aus mit deinem Stück. Aber nicht verzweifeln ich habe früher auch Fälschungen der indischen Staaten als angeblich echte auf einer Auktion erworben (die originalen Loskarten habe ich zur Abschreckung noch). Wissen hilft vor Schaden schützen.
Gruss
Martin