Foto aus dem Internet
Grüße Yuri
[Hinweis der Redaktion: Israel Belege ohne Markenfrankatur bitte in diesem Thema einstellen]
Thema:
Israel: Belege echt gelaufen
Am: 13.12.2018 19:46:21
Gelesen: 2540
# 1
Hier ein Stempel vom 30. 9. 2003
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Grüße Yuri
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Am: 14.12.2018 15:55:04
Gelesen: 2505
# 2
Aus meiner Sammlung.
Brief innerhalb von Israel vom 18.11.1998
Gruß
Joachim
Gruß
Joachim
Am: 04.09.2024 13:21:11
Gelesen: 1105
# 3
Hallo zusammen,
einen schönen alten Brief aus Israel per Einschreiben an die Kollegen in Hamburg entdeckt.
Da ich überfragt war, habe ich den bekannten Weltkatalog zu Rate gezogen. Es handelt sich um einen Abdruck einer Universal „Multi Value“ (MV), 1950, mit Unterscheidungszeichen "א" unten links.

Mit dem Textslogan unter dem Freistempel:"Visit Israel!" auf Englisch und Hebräisch. Dieser Slogan ist Teil des Freistemplers!
Ob das Gerät nun bei der Bank stand, oder am Postschalter entzieht sich meiner Kenntnis.
Rückseite mit Absender: BARCLAYS BANK D.C.O, 103, ALLENBY ROAD, POST BAG, TEL-AVIV, ISRAEL
Viele Grüße
Hajo

Mit dem Textslogan unter dem Freistempel:"Visit Israel!" auf Englisch und Hebräisch. Dieser Slogan ist Teil des Freistemplers!
Ob das Gerät nun bei der Bank stand, oder am Postschalter entzieht sich meiner Kenntnis.
Rückseite mit Absender: BARCLAYS BANK D.C.O, 103, ALLENBY ROAD, POST BAG, TEL-AVIV, ISRAEL
Viele Grüße
Hajo
Am: 07.09.2024 12:15:32
Gelesen: 1037
# 4
Hallo,
aus Tel Aviv ein Luftpost-Brief vom 16.08.1966 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim.
Gruß
Manne
Gruß
Manne
Am: 13.09.2025 08:39:30
Gelesen: 562
# 5
Von Haifa nach Meran am 17.6.1959, der Express-Luftpostbrief benötigte zwei Tage.
Grüße
Ivo
Grüße
Ivo
Am: 13.09.2025 12:34:56
Gelesen: 546
# 6
Hallo,
noch ein Luftpost-Brief an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim. Leider mit einem unleserlichen Stempel.
Gruß
Manne
Gruß
Manne
Am: 25.09.2026 18:52:17
Gelesen: 75
# 7
Hallo,
hier ein FDC, der per Luftpost nach Wien geschickt wurde, mit einer umfangreichen Erklärung, bei der mir die KI geholfen hat:
Israel – 1952 – Nr. 66 - Freimarke: Staatswappen – Siebenarmiger Leuchter - 1000 Prutot
Dieser Beleg ist ein historisch bedeutender und hochpreisiger Ersttagsbrief (First Day Cover / FDC) aus Israel vom 27. Februar 1952.
Stempel: Offizieller Ersttagsstempel (Day of Issue / יום הופעת הבול) mit der springenden Gazelle, abgeschlagen in Tel Aviv-Yafo am 27. Februar 1952.
Umschlag: Offizieller israelischer Schmuck-FDC mit der blauen, illustrierten Landkarte, die die Verteilung der Zwölf Stämme Israels zeigt.
Versandform: Der Brief wurde real als Einschreiben (Registered / R-Zettel Nr. 00892) per Luftpost (Par Avion) nach Wien, Österreich adressiert.
Ersttagsbrief nach Wien – postalischer Laufweg:
1. Absender aus einem historischen Kibbuz
Sender: Vogel Jehoshua, Kibutz: Sde Nehemia (Huliot), Mobile Post Hagalil Haelion, ISRAEL.
Bedeutung: Sde Nehemia ist ein 1939 im oberen Galiläa gegründeter Kibbuz. Der Vermerk „Mobile Post“ (Doar Na) zeigt, dass der Brief über den ländlichen Postbus-Dienst der israelischen Post auf den Weg gebracht wurde.
2. Die Stempelchronologie (Der Laufweg)
Ankunftsstempel Wien: Oben rechts befindet sich der klare Maschinen-Ankunftsstempel „2 WIEN 27, –4.III.52. –6, 4e“ (4. März 1952). Der Brief brauchte von Tel Aviv (Abgang 27. Februar 1952) also exakt 6 Tage bis nach Österreich.
Das Postamt Wien 27 in der Weintraubengasse (nahe dem Nestroyplatz und der Praterstraße) war historisch eines der bedeutendsten und größten Postämter im zweiten Bezirk. Es fungierte über lange Zeit als das führende Zustellpostamt für diesen Bereich der Leopoldstadt. Da der Empfänger des Briefes (Mr. Josef Kral) in der Großen Sperlgasse wohnte – die sich in unmittelbarer Nachbarschaft und im Einzugsbereich dieses Postamtes befindet, lief die physische Sortierung und finale Zustellung genau über diese Dienststelle. Der Stempel folgt der klassischen Wiener Nomenklatur für Poststempel vor Einführung der vierstelligen Postleitzahlen (1966): Die erste 2 steht für den 2. Wiener Gemeindebezirk (Leopoldstadt). Das Wort WIEN benennt die Stadt. Auf Poststempeln dieses Typs stand die genaue Nummer des Postamts (hier die 27) oft als Unterscheidungsmerkmal oder Kennung im unteren Bereich des Kreises (wo auf Ihrem Stempel das kleine „e“ als Unterscheidungsbuchstabe für das jeweilige Stempelwerkzeug zu sehen ist). Dass der Brief dort gelandet ist, bestätigt perfekt die logische Route der Post: Er kam per Luftpost in Wien an, passierte die alliierte Zensurstelle und wurde an das für die Große Sperlgasse zuständige Zustellpostamt Wien 27 übergeben, wo er am 4. März 1952 den finalen Ankunftsstempel erhielt.
Die Ziffer „4“ im unteren Kreissegment ist die Abteilungs- oder Dienststellennummer. In großen Postämtern wie Wien 27 gab es verschiedene Abteilungen für unterschiedliche Postläufe. Die Ziffer 4 kennzeichnete die Briefabteilung für ankommende Post (auch Zustell-Abteilung genannt). Stempel mit einer 1 oder 2 wurden meistens an den Schaltern für abgehende Post (Briefaufgabe) genutzt. Eine 4 signalisierte direkt, dass das Dokument im Hintergrund des Postamtes die Sortierung für die Briefträger durchlaufen hat. Der Buchstabe „e“ ist das eigentliche Unterscheidungszeichen des physischen Stempelwerkzeugs. Da in der Sortierabteilung mehrere Postbeamte gleichzeitig Briefe stempelten, besaß jeder Arbeitsplatz ein eigenes Werkzeug. Die Stempel waren durchnummeriert (z. B. 4a, 4b, 4c, 4d, 4e etc.). Sollte ein Stempeldatum falsch eingestellt oder unleserlich sein, konnte die Postdirektion anhand des Buchstabens exakt nachvollziehen, welcher Mitarbeiter oder welche Stempelmaschine an diesem Tag für den Abschlag verantwortlich war.
Zusammenfassend bedeutet „4 e“: Der Brief wurde am 4. März 1952 in der Zustell-Abteilung (4) des Postamtes Wien 27 mit dem Stempelwerkzeug „e“ als angekommen registriert.
3. Die historische Besonderheit: Alliierte Zensur in Österreich
Das wertvollste postgeschichtliche Merkmal auf dieser Rückseite ist der violette, kreisrunde Stempel in der Mitte:
Inschrift: „Alliierte Zensurstelle Z. 1“ mit der Prüfernummer 284.
Hintergrund: Österreich war nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Staatsvertrag 1955 in vier Besatzungszonen unterteilt. Die Vier Mächte unterhielten eine Postzensur. Der Stempel „Z. 1“ steht für die Zentrale Zensurstelle im unierten Wien (unter sowjetischer bzw. alliierter Kontrolle).
Briefe aus dem Ausland (insbesondere aus Übersee oder dem Nahen Osten) wurden im März 1952 noch stichprobenartig auf Devisenvergehen oder politische Inhalte kontrolliert und mit diesem Stempel freigegeben.
Fazit:
Ein Ersttagsbrief (FDC), der nicht nur als reines Sammlerobjekt im Tresor lag, sondern real als Einschreiben/Luftpost befördert wurde und zudem die alliierte Postzensur in Österreich durchlaufen hat, ist eine seltene und gesuchte Kombination. Allerdings ist der Brief nicht portogerecht, sondern stark überfrankiert (eine sogenannte Gefälligkeitsfrankatur für Sammler).
Im Februar 1952 galten in Israel für einen einfachen Luftpostbrief nach Europa (Tarifperiode ab Ende 1951) folgende Gebührenstrukturen:
Auslandsbrief (bis 20g): 40 Prutot
Einschreibgebühr (Registration): 60 Prutot
Luftpostzuschlag (pro 5g nach Europa): 30 Prutot
Gesamtbedarf für einen Standard-R-Luftpostbrief: ca. 130 bis 160 Prutot.
Warum wurde die 1000-Prutot-Marke verwendet?
Die verklebte Marke hat einen Nennwert von 1000 Prutot (was 1 israelischen Pfund entsprach). Das ist ein Vielfaches des tatsächlich benötigten Portos.
Da es sich um einen Ersttagsbrief (FDC) handelt, stand hier nicht die portogerechte Beförderung im Vordergrund, sondern der Wunsch des Sammlers, den wertvollen Höchstwert der Serie am ersten Tag der Ausgabe mit dem offiziellen Sonderstempel abstempeln zu lassen. Um die Marke nicht ungenutzt im Album zu verwahren, ließ man den Brief real per Einschreiben nach Wien schicken („echt gelaufen“), nahm dabei die massive Überfrankierung jedoch bewusst in Kauf.
In der Philatelie mindert dies den Wert von Ersttagsbriefen nicht, da Höchstwerte auf FDCs fast immer überfrankiert sind.
Israel – 1952 – Nr. 66 - Freimarke: Staatswappen – Siebenarmiger Leuchter - 1000 Prutot
Dieser Beleg ist ein historisch bedeutender und hochpreisiger Ersttagsbrief (First Day Cover / FDC) aus Israel vom 27. Februar 1952.
Stempel: Offizieller Ersttagsstempel (Day of Issue / יום הופעת הבול) mit der springenden Gazelle, abgeschlagen in Tel Aviv-Yafo am 27. Februar 1952.
Umschlag: Offizieller israelischer Schmuck-FDC mit der blauen, illustrierten Landkarte, die die Verteilung der Zwölf Stämme Israels zeigt.
Versandform: Der Brief wurde real als Einschreiben (Registered / R-Zettel Nr. 00892) per Luftpost (Par Avion) nach Wien, Österreich adressiert.
Ersttagsbrief nach Wien – postalischer Laufweg:
1. Absender aus einem historischen Kibbuz
Sender: Vogel Jehoshua, Kibutz: Sde Nehemia (Huliot), Mobile Post Hagalil Haelion, ISRAEL.
Bedeutung: Sde Nehemia ist ein 1939 im oberen Galiläa gegründeter Kibbuz. Der Vermerk „Mobile Post“ (Doar Na) zeigt, dass der Brief über den ländlichen Postbus-Dienst der israelischen Post auf den Weg gebracht wurde.
2. Die Stempelchronologie (Der Laufweg)
Ankunftsstempel Wien: Oben rechts befindet sich der klare Maschinen-Ankunftsstempel „2 WIEN 27, –4.III.52. –6, 4e“ (4. März 1952). Der Brief brauchte von Tel Aviv (Abgang 27. Februar 1952) also exakt 6 Tage bis nach Österreich.
Das Postamt Wien 27 in der Weintraubengasse (nahe dem Nestroyplatz und der Praterstraße) war historisch eines der bedeutendsten und größten Postämter im zweiten Bezirk. Es fungierte über lange Zeit als das führende Zustellpostamt für diesen Bereich der Leopoldstadt. Da der Empfänger des Briefes (Mr. Josef Kral) in der Großen Sperlgasse wohnte – die sich in unmittelbarer Nachbarschaft und im Einzugsbereich dieses Postamtes befindet, lief die physische Sortierung und finale Zustellung genau über diese Dienststelle. Der Stempel folgt der klassischen Wiener Nomenklatur für Poststempel vor Einführung der vierstelligen Postleitzahlen (1966): Die erste 2 steht für den 2. Wiener Gemeindebezirk (Leopoldstadt). Das Wort WIEN benennt die Stadt. Auf Poststempeln dieses Typs stand die genaue Nummer des Postamts (hier die 27) oft als Unterscheidungsmerkmal oder Kennung im unteren Bereich des Kreises (wo auf Ihrem Stempel das kleine „e“ als Unterscheidungsbuchstabe für das jeweilige Stempelwerkzeug zu sehen ist). Dass der Brief dort gelandet ist, bestätigt perfekt die logische Route der Post: Er kam per Luftpost in Wien an, passierte die alliierte Zensurstelle und wurde an das für die Große Sperlgasse zuständige Zustellpostamt Wien 27 übergeben, wo er am 4. März 1952 den finalen Ankunftsstempel erhielt.
Die Ziffer „4“ im unteren Kreissegment ist die Abteilungs- oder Dienststellennummer. In großen Postämtern wie Wien 27 gab es verschiedene Abteilungen für unterschiedliche Postläufe. Die Ziffer 4 kennzeichnete die Briefabteilung für ankommende Post (auch Zustell-Abteilung genannt). Stempel mit einer 1 oder 2 wurden meistens an den Schaltern für abgehende Post (Briefaufgabe) genutzt. Eine 4 signalisierte direkt, dass das Dokument im Hintergrund des Postamtes die Sortierung für die Briefträger durchlaufen hat. Der Buchstabe „e“ ist das eigentliche Unterscheidungszeichen des physischen Stempelwerkzeugs. Da in der Sortierabteilung mehrere Postbeamte gleichzeitig Briefe stempelten, besaß jeder Arbeitsplatz ein eigenes Werkzeug. Die Stempel waren durchnummeriert (z. B. 4a, 4b, 4c, 4d, 4e etc.). Sollte ein Stempeldatum falsch eingestellt oder unleserlich sein, konnte die Postdirektion anhand des Buchstabens exakt nachvollziehen, welcher Mitarbeiter oder welche Stempelmaschine an diesem Tag für den Abschlag verantwortlich war.
Zusammenfassend bedeutet „4 e“: Der Brief wurde am 4. März 1952 in der Zustell-Abteilung (4) des Postamtes Wien 27 mit dem Stempelwerkzeug „e“ als angekommen registriert.
3. Die historische Besonderheit: Alliierte Zensur in Österreich
Das wertvollste postgeschichtliche Merkmal auf dieser Rückseite ist der violette, kreisrunde Stempel in der Mitte:
Inschrift: „Alliierte Zensurstelle Z. 1“ mit der Prüfernummer 284.
Hintergrund: Österreich war nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Staatsvertrag 1955 in vier Besatzungszonen unterteilt. Die Vier Mächte unterhielten eine Postzensur. Der Stempel „Z. 1“ steht für die Zentrale Zensurstelle im unierten Wien (unter sowjetischer bzw. alliierter Kontrolle).
Briefe aus dem Ausland (insbesondere aus Übersee oder dem Nahen Osten) wurden im März 1952 noch stichprobenartig auf Devisenvergehen oder politische Inhalte kontrolliert und mit diesem Stempel freigegeben.
Fazit:
Ein Ersttagsbrief (FDC), der nicht nur als reines Sammlerobjekt im Tresor lag, sondern real als Einschreiben/Luftpost befördert wurde und zudem die alliierte Postzensur in Österreich durchlaufen hat, ist eine seltene und gesuchte Kombination. Allerdings ist der Brief nicht portogerecht, sondern stark überfrankiert (eine sogenannte Gefälligkeitsfrankatur für Sammler).
Im Februar 1952 galten in Israel für einen einfachen Luftpostbrief nach Europa (Tarifperiode ab Ende 1951) folgende Gebührenstrukturen:
Auslandsbrief (bis 20g): 40 Prutot
Einschreibgebühr (Registration): 60 Prutot
Luftpostzuschlag (pro 5g nach Europa): 30 Prutot
Gesamtbedarf für einen Standard-R-Luftpostbrief: ca. 130 bis 160 Prutot.
Warum wurde die 1000-Prutot-Marke verwendet?
Die verklebte Marke hat einen Nennwert von 1000 Prutot (was 1 israelischen Pfund entsprach). Das ist ein Vielfaches des tatsächlich benötigten Portos.
Da es sich um einen Ersttagsbrief (FDC) handelt, stand hier nicht die portogerechte Beförderung im Vordergrund, sondern der Wunsch des Sammlers, den wertvollen Höchstwert der Serie am ersten Tag der Ausgabe mit dem offiziellen Sonderstempel abstempeln zu lassen. Um die Marke nicht ungenutzt im Album zu verwahren, ließ man den Brief real per Einschreiben nach Wien schicken („echt gelaufen“), nahm dabei die massive Überfrankierung jedoch bewusst in Kauf.
In der Philatelie mindert dies den Wert von Ersttagsbriefen nicht, da Höchstwerte auf FDCs fast immer überfrankiert sind.